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Die 8 besten kurzfristigen Geldanlagen

Kurzfristige Geldanlagen sind praktisch für jeden, der sein Geld einerseits möglichst gewinnbringend anlegen möchte, aber andererseits in absehbarer Zeit auf den Betrag zugreifen muss. Der Begriff “kurzfristig” kann hierbei in der Finanzwelt als relativ angesehen werden. Denn gemeint sind Investitionen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Manchmal werden aber auch Anlage mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren oder gar bis zu fünf Jahren als kurzfristig klassifiziert.

Wenn Du auf der Suche nach einer kurzfristigen Geldanlage bist, Dir aber außer dem Klassiker “Sparschwein” nicht viel einfällt, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Dich. Denn ich habe für Dich recherchiert, um Dir die besten kurzfristigen Anlagen vorzustellen.

Welche Eigenschaften sollte eine kurzfristige Geldanlage aufweisen?

Bevor ich Dir vorstelle, welche Geldanlagen es meiner Meinung nach in die Bestenliste der kurzfristigen Investments schaffen, wollen wir erst einen Moment innehalten.

  • Was ist es, was eine kurzfristige Geldanlage ausmachen sollte?
  • Welche Bedürfnisse haben Anleger, die ihr Geld sozusagen “zwischenparken” möchten?

Die wichtigsten Aspekte liegen fast auf der Hand:

Erstens möchte man über das Geld in absehbarer Zeit wieder verfügen können. Das heißt, die Geldanlage darf auf keinen Fall zu einer jahrelangen Investition verpflichten, aus der man sich höchstens durch das Zahlen einer Strafe herauslösen kann.

Zweitens möchte man mit der Investition auch ein bisschen was verdienen, denn sonst könnte man sein Geld ja auch gleich unter der Matratze verstecken.

Drittens muss das Geld auch noch da sein, wenn man es dann irgendwann braucht. Das heißt, es darf auf keinen Fall in höchst riskante Geschäfte investiert werden, die ganz nach dem Motto “alles oder nichts” funktionieren. Der Schlüssel zum Glück heißt in diesem Falle also Sicherheit.

Man kann nicht alles haben – oder: Sicherheit hat ihren Preis

Wenn es Geldanlagen gäbe, die sicher und lukrativ wären und man außerdem jederzeit an sein Geld käme, wäre das Geldverdienen mit Investitionen wahrscheinlich zu einfach. Denn einen Nachteil gibt es eben meistens. Entweder man verzichtet auf die Sicherheit oder auf die Lukrativität einer Geldanlage oder aber man muss damit rechnen, dass man sein Geld jahre- oder gar jahrzehntelang nicht mehr wiedersieht.

Im Falle kurzfristiger Geldanlagen, in denen es am wichtigsten ist, dass man das Geld in ein paar Jahren wieder in den Händen hält, verzichtet man also am ehesten auf hohe Gewinne. Denn hier gilt die Faustregel: je kürzer die Anlagezeit, desto geringer die Lukrativität. Das heißt im Umkehrschluss auch: Wenn für Dich “kurzfristig” ein Jahr bedeutet, verdienst Du mit Deinem Geld weniger als wenn es für Dich fünf Jahre bedeutet.

Nichtsdestotrotz ist eines sicher: Ein geringer Verdienst ist immer noch höher als gar kein Verdienst. Kommen wir also nun zu den konkreten kurzfristigen Anlagemöglichkeiten, die im Jahr 2019 das Rennen machen.

1) Tagesgeldkonto

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um eine der populärsten und auch um eine sehr aktuelle Geldanlage. Und das Tagesgeldkonto kann vor allem mit einem punkten: mit absoluter Flexibilität. Denn ein Tagesgeldkonto zeichnet sich dadurch aus, dass es täglich kündbar ist und dass man täglich über den gesamten Geldbetrag verfügen kann. Allerdings hat die Flexibilität ihren Preis, da die Bank sich ebenfalls vorbehält, flexibel zu sein. Dies betrifft vor allem die Verzinsung von Deinem Guthaben. Bei Tagesgeldkonten behalten die Banken sich das Recht vor, die Zinsen für ihr Geld variabel an den Markt anzupassen.

Viele der besonders lohnenswerten Tagesgeldkonten sind übrigens bei Online-Banken angesiedelt. Direkt-Banken, die über keine oder nur sehr wenige Filialen verfügen, haben oft weniger Verwaltungskosten, was attraktivere Angebote ermöglicht. Bei dem Abschluss von einem Tagesgeldkonto solltest Du übrigens genau auf das Kleingedruckte achten. Einige Banken bieten die Garantie einer Festverzinsung, die allerdings oft nur für Neukunden in den ersten paar Monaten gilt. Solltest Du Dein Geld sowieso nur für wenige Monate anlegen wollen, sind solche Lockangebote für Dich natürlich die Chance.

2) Sparbücher

Sie sind des Deutschen Liebling: die Sparbücher. Bereits seit Jahren gelten sie bei Experten als überholt und als Geldanlage vergangener Zeiten – insbesondere seit der Niedrigzinsphase, die mittlerweile scheinbar ewig anzuhalten scheint. In einer Umfrage aus dem Jahr 2018 hat sich der Trend jedoch abermals bestätigt. Die Deutschen lieben die Sicherheit bei ihrer Geldanlage und parken ihr Geld am liebsten auf Sparbüchern. Obschon sich Finanzspezialisten einig sind, dass die Deutschen viel mehr aus ihrem Geld machen könnten, ist das Sparbuch für eine kurzfristige Geldanlage nicht die schlechteste Alternative. Denn Sicherheit kann Dir das beliebte Buch ganz gewiss bieten.

Für gewöhnlich kann man ebenso wie auch beim Tagesgeld täglich über sein Geld verfügen, allerdings sind einige Bücher an einen Mindestbetrag gebunden, der auf dem Konto verbleiben muss. Und im Gegensatz zu Tagesgeldkonten kann man sein Sparbuch nicht von einem Tag auf den anderen kündigen. Wenn Du also zu den ganz Spontanen gehören solltest, dann bist Du mit einem Tagesgeldkonto besser beraten. Auch kannst Du normalerweise bessere Konditionen für Dein Tagesgeldkonto bekommen als für Dein Sparbuch.

Alternativ dazu könnte man sich auch für Festgeld mit kurzer Laufzeit entscheiden:

3) Kreditkartenkonto mit Guthabenverzinsung

Einige Anbieter von Girokonten mit zugehöriger Kreditkarte bieten eine Verzinsung von Guthaben an. Die Verzinsung ist auch hier nicht besonders hoch, liegt aber oft in einem ähnlichen Bereich wie die der Tagesgeldkonten oder Sparbücher. Wenn Du aber besonders bequem bist oder ständig so viel zu tun hast, dass Du Dich nicht auch noch um Deine Finanzen kümmern kannst, dann sind verzinste Kreditkartenkonten von Direktbanken eine ideale Lösung für Dich.

Wenn am Monatsende etwas übrig bleibt, kannst Du den Betrag in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand von Deinem Girokonto auf Dein Kreditkartenkonto überweisen. Wenn Du Dich noch weniger um Deine Finanzen kümmern willst oder kannst, dann ist natürlich auch die Einrichtung von einem Dauerauftrag möglich.

4) Einlagenzertifikate

Bei Einlagenzertifikaten – die auch unter dem sperrigen Namen Depositenzertifikat bekannt sind – handelt es sich um Geldmarktpapiere, die von Unternehmen mit dem Ziel ausgegeben werden, kurzfristig Gelder zu beschaffen. Die Zertifikate können eine Laufzeit von wenigen Tagen bis hin zu einem Jahr besitzen. In seltenen Fällen beträgt die Laufzeit bis zu fünf Jahre. Du kannst also flexibel und ganz nach Deinem persönlichen Bedarf Einlagenzertifikate mit einer bestimmten Laufzeit kaufen.

Als Nachteil gilt bei den oft lukrativen Papieren, dass man sich sozusagen freikaufen muss, wenn man vor Ablauf der Laufzeit eines der Zertifikate einlösen möchte.

5) Kurzfristige Rentenfonds

Bei Rentenfonds handelt es sich – anders als der Name vielleicht vermuten lässt – nicht um Fonds zur privaten Absicherung Deiner Rente (auch wenn Du das Investment auch hierfür nutzen könntest). Rentenfonds sind hingegen Fonds, die vornehmlich in Anleihen investieren. Das Positive in Bezug auf die Ziele einer kurzfristigen Anleihe ist, dass Rentenfonds als relativ sicher gelten, sofern man in solche Staats- und/oder Unternehmensanleihen investiert, denen von Rating-Agenturen eine gute Bonität bestätigt wurde.

Möchte man hingegen kurzfristig mit hohem Risiko investieren, dann eignen sich die sogenannten Schrottanleihen (“Junk-Bonds”). Auch hier ist der Name ein wenig irreführend, denn es geht hier nicht um Schrott im engeren Sinne. Vielmehr sind Anleihen von Unternehmen mit schlechter Bonität gemeint, die in der Regel besser verzinst werden als Anleihen von gut bewerteten Unternehmen und Staaten.

6) Staatsanleihen

Anstatt in einen Mix aus verschiedenen Anleihen in Form eines Rentenfonds zu investieren, kannst Du Dein Geld auch in einzelne Staatsanleihen anlegen. Empfehlenswert in puncto Sicherheit sind auch hier wieder die besonders hoch gerateten Anleihen. Ein Vorteil von Fonds mit gutem Rating ist ebenfalls deren Liquidität, da sie sich jederzeit wieder an den Börsen verkaufen lassen.

7) ETFs

ETFs, Exchange-Traded Funds, sind Fonds, die ausschließlich an der Börse gehandelt werden. Der überwiegende Teil der ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, die einen Börsenindex in Bezug auf dessen Zusammensetzung anteilsmäßig nachbilden. Die Verwaltung erfolgt meist passiv. Durch das minimale Eingreifen werden die Management-Kosten geringgehalten, sodass die Lukrativität der ETFs für eine kurzfristige Geldanlage steigt.

Bei ETFs eignen sich für die kurzfristige Geldanlage allerdings keine Aktien-ETFs. Hier sollte auf Anleihen-ETFs zurückgegriffen werden, da diese im Wert nicht so stark schwanken wie Aktien-ETFs.

8) Peer-to-Peer-Kredit

Eine noch sehr unbekannte Form des Investments ist der Peer-to-Peer-Kredit. Hinter dieser Anlagemöglichkeit steckt eine ganz simple und zugleich geniale Idee. Bei den Peer-to-Peer-Krediten werden Kredite von Privatpersonen direkt an Privatpersonen vergeben, ohne dass ein Finanzinstitut als Vermittler auftritt. Diese noch relativ neue Geschäftsidee konnte sich erst mit der Verbreitung des Internets durchsetzen. Über bestimmte Plattformen werden Kreditnehmer sowie Kreditgeber zusammengeführt und/oder bei der formellen Abwicklung unterstützt. Auch nachhaltige Geldanlagen sind bei Peer-to-Peer-Kredite zu finden. Hierzu zählen die Mikrokredite, die an Kleinunternehmer im globalen Süden vergeben werden.

Mit Peer-to-Peer-Krediten können Anleger in kurzer Zeit mit ein wenig Glück lohnende Gewinne erzielen. Allerdings liegt die Betonung hier auf “können” und “mit ein wenig Glück”. Nicht zu Unrecht empfiehlt Stiftung Warentest wegen des hohen Verlustrisikos nur einen Teil des Vermögens in die Peer-to-Peer-Kredite zu investieren.

Fazit

Wie Du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Dein Geld besser aufzubewahren als in einem Sparschwein. Finanzexperten raten ebenfalls dazu, auch etwas anderes als die Sparbücher oder unterschiedlichen Konten zu testen. Die Finanzwelt hat noch viel mehr zu bieten.

Das vorsichtige Anlegerverhalten der Deutschen beugt zwar eventuellen Verlusten vor, verhindert aber auch Gewinne. Je nach einzusetzendem Vermögen können wir Dir empfehlen, Dein Geld in unterschiedliche Geldanlagen zu stecken. Auf diese Weise kannst Du Anlagemöglichkeiten mit hohem und niedrigem Risiko miteinander mischen.

Solltest Du hingegen besonders experimentierfreudig sein, versuch Dein Glück mit neuen Strategien wie den Peer-to-Peer-Krediten!

Möchtest Du Dich hingegen so wenig wie möglich um Deine Finanzen kümmern, dann lohnt sich für Dich die Variante des verzinsten Kreditkartenkontos. Damit verdienst Du zwar kaum etwas, aber sparst viel wertvolle Zeit. Und Zeit ist ja schließlich Geld!

Dein Depotstudent Dominik

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2 Kommentare

  1. Hallo
    zum P2P Thema kann ich was beitragen 😉
    Kurzfristig ist relativ – es gibt mit Go&Grow ein Produkt für kurzfrisitige Anlagen ich selbst mag aber eher die Anlagen bei anderen Anbahner da würde ich von einem Anlagehorizont von minimal 3-4 Monaten ausgehen, in der ein Großteil des Geldes gebunden ist – je nach Plattform und Kredittyp werden daraus schnell auch 1-2 Jahre.
    Zu Risiken habe ich auch viel geschrieben und ich selbst habe für mich entschieden, dass ich <10% in P2P investiere damit fühle ich mich noch wohl. Wie man startet und die richtigen Plattformen für sich findet habe ich gerade vor kurzem aufgeschrieben: http://p2p-game.com/excel-entscheidungs-matrix-vs-bauchgefuehl-bei-der-p2p-plattformen-auswahl-37-kandidaten
    Wenn das kurzfristig angelegte Geld allerdings zu einem Stichtag zu 99,9999% wieder verfügbar sein muss würde ich immer auf Tagesgeldkonten setzen und auf die extra Rendite durch P2P verzichten….

  2. Ein schöner Überblick über kurzfristige Geldanlagemöglichkeiten. Wenn noch eine konkrete Klassifizierung dabei wäre, wärs perfekt.

    Es macht ja absolut Sinn darüber nachzudenken, wann man wieder an sein Geld will/muss. Und wie viel ich bereit bin zu verlieren. Hab ich 10.000 € in einen Rentenfond investiert und der schwankt im nächsten Jahr 3% nach unten, dann liegen mit Inflation ein Verlust von 450 € vor mir. Eher das Gegenteil von dem, was ich erreichen wollte.

    Und P2P-Kredit. Ich weiß nicht. Kenn ich mich nicht aus damit, also hab ich mal eben bei Bondora über deren Statistiken geguckt. Aktuell 160 Millionen € verliehen, davon die Hälfte im Rückstand. Von diesen 80 Millionen sind 60 Millionen im gerichtlichen Mahnverfahren und davon 8 Millionen als unwahrscheinlich eingestuft.
    Damit hat man 5 % Ausfallrisiko, und 50% Chance, dass man die Zinsen nicht pünktlich bekommt. Jetzt lassen die sich das Risiko ordentlich bezahlen, die Ausschüttungen liegen zwischen 13 % und 30 % Zinsen, je nach Risikoklasse. Was man daraus machen will?

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