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ELTIFs bei Trade Republic kaufen? Angebot & Alternativen

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Depotstudent Dominik
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Trade Republic (https://traderepublic.com) bietet einen einfachen Einstieg in die Welt der Wertpapiere: Aktien, ETFs & Co. lassen sich dort innerhalb weniger Minuten kaufen.

Aber wie sieht es mit ELTIFs bei Trade Republic aus? Sind ELTIFs dort handelbar oder sind sie bei Trade Republic gar nicht verfügbar?

ELTIF steht für „European Long-Term Investment Funds“: Diese Fonds eröffnen es nun auch Privatanlegern, in Private Equity sowie in Fremdkapitalfundings und Infrastrukturprojekte zu investieren. Bislang war Private Equity vor allem sehr vermögenden Anlegern sowie institutionellen Investoren vorbehalten.

… über ELTIFs können jedoch auch normale Privatanleger ab einem Betrag von 10.000 € sowie per Sparplan investieren.

Dieser beliebte Online-Broker >> war einer der ersten Neobroker, über welchen die die Investition in ELTIFs angeboten worden ist: Möglich ist das ab einem Anlagebetrag von 10.000 € sowie ab einer anschließenden Sparplansumme von 1 €.

Aber wie sieht das bei Trade Republic aus? Dieser Artikel gibt alle Informationen rund um Trade Republic und die dort handelbaren ELTIFs.

Was ein ELTIF überhaupt ist

Ein ELTIF (European Long-Term Investment Fund) ist eine spezielle Form eines Investmentfonds, die von der Europäischen Union geschaffen wurde, um langfristige Investitionen in die Realwirtschaft zu fördern. Diese Fonds wurden erstmals 2015 durch eine EU-Verordnung eingeführt und stehen unter der Aufsicht der europäischen Finanzmarktregulierung. Ziel der Struktur ist es, Kapital von Investoren gezielt in Projekte und Unternehmen zu lenken, die langfristige Finanzierung benötigen und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.

Dazu zählen beispielsweise Investitionen in Infrastrukturprojekte, erneuerbare Energien, Verkehrs- und Telekommunikationsnetze, Immobilien, private Kredite oder Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen (Private Equity).

Im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds oder ETFs investieren ELTIFs häufig in Vermögenswerte, die nicht an der Börse gehandelt werden. Diese sogenannten „illiquiden“ Anlagen haben den Vorteil, dass sie oft ein höheres Renditepotenzial bieten können, da sie weniger stark von kurzfristigen Marktschwankungen beeinflusst werden und Investoren für die längere Kapitalbindung eine sogenannte Illiquiditätsprämie erhalten. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass das investierte Geld meist über einen längeren Zeitraum gebunden ist und nicht jederzeit wie bei börsengehandelten Fonds verkauft werden kann.

Ursprünglich richteten sich solche Investments hauptsächlich an institutionelle Anleger wie Versicherungen, Pensionsfonds oder sehr vermögende Privatpersonen. Der Zugang für normale Privatanleger war lange Zeit stark eingeschränkt, da häufig hohe Mindestanlagebeträge von mehreren zehntausend Euro verlangt wurden und die Produkte als komplex galten. Um den europäischen Kapitalmarkt zu stärken und mehr privates Kapital für langfristige Investitionen zu mobilisieren, hat die EU die Regelungen im Jahr 2024 mit der Reform „ELTIF 2.0“ überarbeitet. Diese Reform hat den Zugang deutlich erleichtert, indem beispielsweise Mindestanlagesummen reduziert, Vertriebsregeln vereinfacht und mehr Flexibilität bei den Investitionsmöglichkeiten der Fonds geschaffen wurden.

Durch diese Änderungen können mittlerweile auch Privatanleger einfacher in ELTIFs investieren, zum Beispiel über digitale Brokerplattformen. Damit soll einerseits die Finanzierung großer wirtschaftlicher Projekte erleichtert werden und andererseits eine neue Anlageklasse für Anleger entstehen, die ihr Portfolio über traditionelle Aktien und Anleihen hinaus diversifizieren möchten. Trotzdem gelten ELTIFs weiterhin als langfristige und relativ komplexe Investments, die sich vor allem für Anleger eignen, die bereit sind, ihr Kapital über mehrere Jahre zu binden und die besonderen Chancen und Risiken solcher Anlagen verstehen.

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Wie Trade Republic die Investition in ELTIFs umgesetzt hat

Trade Republic hat begonnen, ELTIFs für Privatanleger direkt über seine App zugänglich zu machen und damit eine Anlageklasse geöffnet, die früher vor allem institutionellen Investoren oder sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten war. Das Unternehmen arbeitet dabei mit großen internationalen Private-Market-Managern zusammen, darunter beispielsweise die Investmentgesellschaften Apollo Global Management und EQT. Diese Unternehmen verwalten weltweit große Fonds, die typischerweise in Private Equity, Infrastrukturprojekte, private Kredite oder andere nicht börsennotierte Vermögenswerte investieren. Durch die Kooperation mit solchen etablierten Vermögensverwaltern versucht Trade Republic, Privatanlegern Zugang zu denselben Anlageformen zu ermöglichen, die bislang hauptsächlich institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionsfonds oder Family Offices zur Verfügung standen.

Ein zentraler Unterschied zu traditionellen Private-Equity-Fonds besteht darin, dass Trade Republic den Einstieg stark vereinfacht und die Mindestanlage deutlich reduziert hat. Während klassische Private-Equity-Fonds oft Mindestinvestitionen von mehreren zehntausend oder sogar hunderttausend Euro verlangen, können Nutzer bei Trade Republic in der Regel bereits mit sehr kleinen Beträgen investieren, teilweise sogar ab wenigen Euro. Möglich wird dies durch sogenannte Bruchstücke von Fondsanteilen, die es erlauben, auch kleine Beträge in große Fonds zu investieren. Dadurch wird eine Anlageklasse, die früher nur einem kleinen Kreis wohlhabender Investoren zugänglich war, für eine deutlich breitere Anlegergruppe geöffnet.

Die angebotenen ELTIFs werden in der Trade-Republic-App unter dem Bereich „Private Markets“ oder ähnlichen Kategorien geführt.

Dort können Anleger Anteile an Fonds erwerben, die ihr Kapital langfristig in verschiedene Projekte oder Unternehmen investieren. Die Fonds verfolgen häufig das Ziel, über mehrere Jahre hinweg Wertsteigerungen zu erzielen, etwa durch den Ausbau von Infrastruktur, das Wachstum privater Unternehmen oder durch Finanzierungen außerhalb der klassischen Kapitalmärkte. Da diese Investments meist langfristig angelegt sind, haben sie typischerweise eine längere Laufzeit als gewöhnliche börsengehandelte Fonds.

In der Kommunikation und im Marketing wird dabei häufig mit möglichen höheren Renditechancen geworben, die aus dem Zugang zu privaten Märkten entstehen sollen. Private-Equity-Investments haben historisch teilweise höhere Renditen erzielt als traditionelle Aktienmärkte, wobei diese Renditen nicht garantiert sind und stark vom jeweiligen Fondsmanagement und den zugrunde liegenden Investitionen abhängen. Trade Republic positioniert das Angebot daher als eine Möglichkeit für Privatanleger, ihr Portfolio um eine Anlageklasse zu erweitern, die bislang hauptsächlich professionellen Investoren vorbehalten war.

Gleichzeitig bringt dieses Modell auch einige strukturelle Besonderheiten mit sich. Da die zugrunde liegenden Vermögenswerte meist nicht täglich an der Börse gehandelt werden, ist auch die Liquidität der Fonds eingeschränkt. Trade Republic versucht zwar, über interne Handelsmechanismen oder regelmäßige Rückgabefenster eine gewisse Flexibilität zu ermöglichen, dennoch sind solche Anlagen grundsätzlich stärker auf langfristiges Halten ausgelegt als klassische ETFs oder Aktien. Aus diesem Grund werden ELTIFs oft eher als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio betrachtet und nicht als kurzfristig handelbare Anlage.

Unterschiede zwischen ETFs und ELTIFs

Exchange Traded Funds (ETFs) und European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) sind beides Investmentfonds, unterscheiden sich jedoch in mehreren grundlegenden Eigenschaften, insbesondere in Bezug auf Handelbarkeit, Kostenstruktur, Transparenz und Anlagehorizont. Während ETFs in der Regel als einfach zugängliche, kostengünstige und liquide Anlageform gelten, sind ELTIFs stärker auf langfristige Investitionen in weniger liquide Vermögenswerte ausgerichtet und weisen dadurch eine andere Funktionsweise sowie ein anderes Risikoprofil auf.

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Handelbarkeit der Fondsanteile. ETFs werden an der Börse gehandelt und können während der Börsenzeiten jederzeit gekauft oder verkauft werden. Ihr Preis wird dabei kontinuierlich durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt. Dadurch sind ETFs sehr liquide und eignen sich auch für Anleger, die flexibel auf Marktentwicklungen reagieren möchten. ELTIFs hingegen investieren häufig in Vermögenswerte, die selbst nicht börsengehandelt sind, etwa Beteiligungen an privaten Unternehmen, Infrastrukturprojekte oder private Kredite. Aufgrund dieser Struktur können Fondsanteile in der Regel nicht jederzeit frei gehandelt werden, weshalb Investoren ihr Kapital meist über längere Zeiträume im Fonds gebunden haben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die Kostenstruktur. ETFs gehören zu den kostengünstigsten Anlageprodukten, da sie meist passiv einen Index – etwa einen globalen Aktienindex – nachbilden. Die jährlichen Verwaltungsgebühren liegen häufig im Bereich von etwa 0,1 bis 0,3 Prozent. ELTIFs dagegen werden aktiv gemanagt und investieren in komplexere Projekte oder Beteiligungen, was in der Regel mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. Die laufenden Gebühren können mehrere Prozent pro Jahr betragen und teilweise zusätzlich durch erfolgsabhängige Vergütungen ergänzt werden.

Auch hinsichtlich der Transparenz unterscheiden sich beide Anlageformen deutlich. ETFs veröffentlichen in der Regel täglich ihre Zusammensetzung, sodass Anleger genau nachvollziehen können, in welche Unternehmen oder Wertpapiere investiert wird. Bei ELTIFs ist diese Transparenz häufig geringer, da die zugrunde liegenden Investments – beispielsweise Beteiligungen an privaten Unternehmen – nicht täglich bewertet oder öffentlich gehandelt werden. Dadurch können Bewertungen und Berichte weniger häufig aktualisiert werden.

Außerdem unterscheiden sich ETFs und ELTIFs auch im typischen Anlagehorizont. ETFs eignen sich sowohl für langfristige Vermögensbildung als auch für flexible Anlageentscheidungen, da sie jederzeit handelbar sind. ELTIFs hingegen sind explizit für langfristige Investitionen konzipiert und richten sich vor allem an Anleger, die bereit sind, ihr Kapital über mehrere Jahre zu binden, um von möglichen Wertsteigerungen illiquider Anlagen zu profitieren. Aufgrund dieser Eigenschaften werden ELTIFs häufig eher als ergänzende Anlage innerhalb eines breit diversifizierten Portfolios betrachtet, während ETFs oft den Kern einer langfristigen Anlagestrategie bilden.

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Liquidität und Verfügbarkeit von ELTIF-Investments bei Trade Republic

Ein zentraler Aspekt bei Investitionen in European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) ist die Liquidität, also die Frage, wie leicht und schnell Anleger ihre investierten Gelder wieder in Bargeld umwandeln können. Im Vergleich zu klassischen börsengehandelten Anlageformen wie Aktien oder ETFs ist die Liquidität bei ELTIFs deutlich eingeschränkter. Der Hauptgrund dafür liegt in der Struktur der Fonds selbst: ELTIFs investieren überwiegend in illiquide Vermögenswerte, also Anlagen, die nicht täglich an öffentlichen Märkten gehandelt werden. Dazu zählen beispielsweise Beteiligungen an privaten Unternehmen, Infrastrukturprojekte, Immobilien oder private Kreditfinanzierungen. Da diese Anlagen nicht jederzeit verkauft werden können, ist auch die Rückgabe oder der Verkauf von Fondsanteilen weniger flexibel.

Während Anleger bei börsengehandelten Fonds ihre Anteile normalerweise jederzeit während der Börsenzeiten verkaufen können, sind ELTIFs in der Regel auf langfristige Kapitalbindung ausgelegt. Häufig bestehen feste Laufzeiten oder bestimmte Rückgabefenster, in denen Anleger ihre Anteile veräußern können. Dadurch sollen die Fondsmanager ausreichend Zeit haben, die langfristigen Projekte und Beteiligungen zu entwickeln und Wertsteigerungen zu realisieren, ohne kurzfristigen Verkaufsdruck zu erleben.

Bei digitalen Brokerplattformen wie Trade Republic wird versucht, die Liquidität solcher Anlagen etwas zu verbessern. Dazu werden teilweise interne Handelsmechanismen oder Marktplätze innerhalb der Plattform angeboten, über die Anleger ihre Fondsanteile an andere Nutzer verkaufen können. In der Praxis bedeutet dies, dass Käufer und Verkäufer innerhalb des Systems zusammengeführt werden, wodurch ein Handel auch ohne klassischen Börsenplatz möglich wird.

Trotz solcher Lösungen bleibt die Liquidität jedoch grundsätzlich begrenzt. Wenn beispielsweise viele Anleger gleichzeitig ihre Anteile verkaufen möchten, kann es vorkommen, dass nicht sofort genügend Käufer vorhanden sind, sodass ein Verkauf verzögert wird oder nur zu bestimmten Zeitpunkten möglich ist. Anleger müssen daher berücksichtigen, dass ihr investiertes Kapital über längere Zeiträume gebunden sein kann und nicht jederzeit verfügbar ist.

Aus diesem Grund gelten ELTIFs allgemein als langfristige Anlageprodukte, die eher für Anleger geeignet sind, die ihr Geld über mehrere Jahre investieren möchten und kurzfristige Liquidität nicht zwingend benötigen. Wer plant, regelmäßig auf sein investiertes Kapital zugreifen zu können oder kurzfristig auf Marktveränderungen reagieren zu wollen, sollte diese eingeschränkte Flexibilität bei der Anlageentscheidung unbedingt berücksichtigen.

Chancen und potenzielle Vorteile von ELTIF-Investments bei Trade Republic

European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) bieten Anlegern mehrere potenzielle Chancen und Vorteile, die sie von klassischen Anlageformen wie Aktienfonds oder ETFs unterscheiden. Ein zentraler Vorteil besteht darin, dass ELTIFs Privatanlegern Zugang zu sogenannten Private Markets ermöglichen. Dabei handelt es sich um Investitionen in Vermögenswerte, die nicht an öffentlichen Börsen gehandelt werden, beispielsweise Beteiligungen an privaten Unternehmen, Infrastrukturprojekten, Immobilien oder privaten Kreditfinanzierungen. Solche Investitionsmöglichkeiten waren lange Zeit vor allem institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionsfonds oder sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten, da sie hohe Mindestanlagebeträge und spezielle Zugangsstrukturen erforderten. Durch die Öffnung dieser Anlageklasse können nun auch Privatanleger an Märkten teilnehmen, die bisher nur einem kleinen Kreis professioneller Investoren zugänglich waren.

Ein weiterer möglicher Vorteil liegt in den Renditechancen, die mit Investitionen in private Märkte verbunden sein können. Da diese Anlagen in der Regel weniger liquide sind und das investierte Kapital über einen längeren Zeitraum gebunden bleibt, erwarten Investoren häufig eine sogenannte Illiquiditätsprämie. Diese beschreibt die potenziell höhere Rendite, die Anleger dafür erhalten, dass ihr Kapital nicht jederzeit frei verfügbar ist. In der Vergangenheit haben einige Private-Equity- oder Infrastrukturinvestments tatsächlich höhere durchschnittliche Renditen erzielt als traditionelle Aktienmärkte, wobei diese Ergebnisse stark vom jeweiligen Fondsmanagement, der wirtschaftlichen Entwicklung der Projekte und den Marktbedingungen abhängen.

Darüber hinaus können ELTIFs zur Diversifikation eines Anlageportfolios beitragen. Diversifikation bedeutet, das investierte Kapital auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, um Risiken zu reduzieren. Da die zugrunde liegenden Investments von ELTIFs oft nicht direkt mit den täglichen Schwankungen der Aktienmärkte verbunden sind, können sie eine Ergänzung zu klassischen Wertpapieren darstellen. Infrastrukturprojekte oder private Unternehmensbeteiligungen entwickeln sich häufig über längere Zeiträume hinweg und reagieren teilweise anders auf wirtschaftliche Veränderungen als börsengehandelte Anlagen.

Ein weiterer möglicher Vorteil besteht in der langfristigen Ausrichtung der Investitionen. Viele Projekte, in die ELTIFs investieren – etwa Infrastruktur, Energieversorgung oder Unternehmenswachstum – benötigen mehrere Jahre, um ihr volles wirtschaftliches Potenzial zu entfalten. Durch die langfristige Kapitalbindung können Fondsmanager ihre Investitionen strategisch entwickeln, ohne kurzfristigem Marktdruck ausgesetzt zu sein. Dies kann in manchen Fällen dazu beitragen, nachhaltigere Wertsteigerungen zu erzielen.

Trotz dieser Chancen ist es wichtig zu betonen, dass die genannten Vorteile keine Garantie für hohe Renditen darstellen. Die tatsächliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Qualität der ausgewählten Projekte, das Management des Fonds, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die allgemeine Marktentwicklung. ELTIFs können daher zwar interessante zusätzliche Möglichkeiten innerhalb eines diversifizierten Portfolios bieten, sollten jedoch immer unter Berücksichtigung ihrer langfristigen Natur und der damit verbundenen Risiken betrachtet werden.

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Risiken und Kritikpunkte bei ELTIF-Investments

Neben den potenziellen Chancen sind mit European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) auch verschiedene Risiken und Kritikpunkte verbunden, die Anleger vor einer Investition sorgfältig berücksichtigen sollten. Ein häufig genannter Punkt betrifft die vergleichsweise hohen Kosten dieser Anlageprodukte. Während viele ETFs passiv einen Index nachbilden und deshalb sehr geringe jährliche Verwaltungsgebühren aufweisen, werden ELTIFs aktiv gemanagt und investieren in komplexe Projekte oder Beteiligungen außerhalb der Börse. Dadurch entstehen häufig deutlich höhere laufende Kosten, die neben Verwaltungsgebühren teilweise auch Erfolgsbeteiligungen des Fondsmanagements umfassen können. Solche Gebühren können die langfristige Rendite für Anleger erheblich beeinflussen.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die eingeschränkte Transparenz der zugrunde liegenden Investments. Da ELTIFs oft in nicht börsennotierte Unternehmen oder langfristige Infrastrukturprojekte investieren, sind diese Vermögenswerte weniger öffentlich dokumentiert und werden nicht täglich an Märkten bewertet. Für Anleger kann es daher schwieriger sein, jederzeit genau nachzuvollziehen, wie sich einzelne Investments im Fonds entwickeln oder welchen aktuellen Marktwert sie haben. Die Bewertung solcher Anlagen erfolgt meist in größeren zeitlichen Abständen und basiert teilweise auf Modellannahmen.

Darüber hinaus spielt die bereits erwähnte geringere Liquidität eine wichtige Rolle im Risikoprofil von ELTIFs. Da die Fonds hauptsächlich in illiquide Vermögenswerte investieren, können Anleger ihre Anteile häufig nicht jederzeit problemlos verkaufen. Zwar versuchen Plattformen wie Trade Republic teilweise, über interne Handelsmöglichkeiten oder bestimmte Rückgabefenster mehr Flexibilität zu schaffen, dennoch bleibt die grundsätzliche Struktur langfristig orientiert. Wenn viele Investoren gleichzeitig ihre Anteile verkaufen möchten, kann es vorkommen, dass Verkäufe nur verzögert möglich sind oder Käufer fehlen.

Ein weiterer Punkt der Kritik betrifft die teilweise optimistischen Renditeerwartungen, mit denen solche Produkte beworben werden. In Marketingmaterialien wird häufig auf historische Renditen aus dem Bereich Private Equity oder Infrastrukturinvestitionen verwiesen. Allerdings lassen sich diese Ergebnisse nicht automatisch auf zukünftige Fonds übertragen, da die tatsächliche Performance stark von der Qualität der einzelnen Investitionen, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Kompetenz des Fondsmanagements abhängt. Zudem können wirtschaftliche Krisen, steigende Zinsen oder Probleme einzelner Projekte die Rendite erheblich beeinflussen.

Aus diesen Gründen empfehlen viele Finanzexperten, ELTIFs (wenn überhaupt) nur als kleine Ergänzung innerhalb eines breit diversifizierten Portfolios zu betrachten. Sie können zwar interessante zusätzliche Anlagemöglichkeiten bieten, sollten jedoch nicht den Kern einer Anlagestrategie bilden. Für Anleger ist es daher besonders wichtig, sich vor einer Investition ausführlich mit der Funktionsweise, den Kostenstrukturen sowie den langfristigen Bindungen solcher Fonds auseinanderzusetzen und ihre persönliche Risikobereitschaft realistisch einzuschätzen.

Fazit: ELTIFs bei Trade Republic

In Summe lässt sich sagen, dass ELTIFs eine vergleichsweise neue Anlageform für Privatanleger darstellen, die durch Plattformen wie Trade Republic deutlich leichter zugänglich geworden ist. Während Investitionen in Private Equity, Infrastruktur oder andere private Märkte früher hauptsächlich institutionellen Investoren oder sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten waren, ermöglicht Trade Republic nun auch Kleinanlegern den Einstieg mit vergleichsweise geringen Beträgen direkt über die App. Dadurch wird eine Anlageklasse geöffnet, die bisher nur einem kleinen Kreis von Investoren zur Verfügung stand.

Gleichzeitig unterscheidet sich diese Form der Geldanlage deutlich von klassischen Investments wie ETFs oder Aktien, die ebenfalls über Trade Republic gehandelt werden können. ELTIFs sind stärker auf langfristige Investitionen ausgerichtet und investieren häufig in Vermögenswerte, die nicht börsengehandelt sind. Dadurch können sich potenziell interessante Renditechancen ergeben, gleichzeitig sind jedoch auch höhere Kosten, geringere Liquidität und eine geringere Transparenz zu berücksichtigen. Anleger müssen daher damit rechnen, ihr investiertes Kapital über einen längeren Zeitraum gebunden zu halten.

Im Kontext von Trade Republic werden ELTIFs häufig als Möglichkeit dargestellt, das eigene Portfolio um Private-Market-Investments zu erweitern. Für viele Anleger kann dies eine interessante Ergänzung sein, insbesondere wenn sie bereits in klassische Anlageformen wie ETFs investieren und ihr Portfolio weiter diversifizieren möchten. Dennoch sollte bedacht werden, dass solche Produkte komplexer sind und nicht die gleiche Flexibilität bieten wie börsengehandelte Fonds.

Dadurch können ELTIFs über Trade Republic somit eine zusätzliche Anlageoption darstellen, die Zugang zu neuen Märkten eröffnet. Gleichzeitig ist es für Anleger wichtig, die Besonderheiten dieser Anlageklasse genau zu verstehen und sie eher als ergänzende Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio zu betrachten, anstatt als zentrale Grundlage der eigenen Anlagestrategie.

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