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ERFAHRUNGSBERICHT: Kauf unserer Eigentumswohnung in der Kleinstadt

Eigentumswohnung Garten

Heute mache ich keinen Mucks! Bühne frei für einen spannenden Gast:

Im folgenden Erfahrungsbericht möchte ich meine persönlichen Erfahrungen beim Kauf unserer Eigentumswohnung mit Dir teilen. Vielleicht bist Du auch gerade auf der Suche nach den eigenen vier Wänden und steckst mitten in der Planung, der Besichtigung oder den Gesprächen mit Deiner Hausbank. Dass nicht immer alles wie gewünscht verläuft und es einige Hürden bis zum Einzug zu meistern gilt, möchte ich Dir in meinem Erfahrungsbericht schildern.

Ich heiße Lisa, war zu Beginn meiner Geschichte 24 Jahre alt, in einer festen Beziehung mit einem tollen Mann und arbeitete als Produktdatenmanagerin für einen kleinen Onlineshop. Dort habe ich auch meinen Freund kennen und lieben gelernt. Wir wohnten in einer 60 Quadratmeter großen Wohnung zur Miete und fingen langsam an, unsere gemeinsame Zukunft zu planen. Da wir uns vorstellen konnten bald zu heiraten und auch Kinder zu bekommen, suchten wir zuerst ganz unverbindlich eine dauerhafte Bleibe zum Kauf und begaben uns auf die spannende Suche. Wir konnten uns eine Eigentumswohnung zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wirklich vorstellen.

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Die Suche nach der richtigen Immobilie

Anfangs machten wir uns eine kleine Liste auf Papier mit allem, was uns im neuen Zuhause wichtig wäre. Darauf standen eine Küche in einem eigenen Raum, ein Garten (auch gerne mit Terrasse oder zusätzlichem Balkon), ein Bad mit Wanne und Dusche, ein Gästebad, eine Garage und ein zusätzlicher Stellplatz für unsere Autos. Wir schauten nach freistehenden Einfamilienhäusern, die in der Nähe unserer aktuellen Wohnung angeboten wurden und wünschten uns vier Schlafzimmer, die alle ähnlich groß sein sollten.

Da wir beide aus Familien mit vielen Kindern stammen, können wir uns auch mindestens drei eigene vorstellen und brauchen deshalb viel Platz. Auf eine konkrete Anzahl der Quadratmeter waren wir nicht festgelegt, wollten aber keinesfalls selbst bauen. Einige Erfahrungen aus dem Freundeskreis hatten uns gezeigt, dass dabei so einiges schief gehen kann. Auch aus Mangel an verfügbaren Grundstücken in der Umgebung war das für uns keine Option. Wir dachten immer noch nicht an die Möglichkeit, eine Eigentumswohnung kaufen zu wollen.

Unsere Suche begann klassisch im Internet auf verschiedenen Seiten, die Immobilien zur Miete oder zum Kauf anbieten. Schnell fanden wir einige Objekte, die gut in unser Budget passen würden und vereinbarten viele Termine zur Besichtigung. Für uns stand fest, dass wir zunächst Erfahrungen in Gesprächen mit Maklern und Eigentümern sammeln müssen, bevor wir unserer Traumimmobilie begegnen. Mein Erfahrungsbericht wird Dir zeigen, dass wir nur auf Umwegen auf unsere Eigentumswohnung gestoßen sind. Doch zunächst möchte ich Dir von dem holprigen Weg dorthin erzählen.

Die ersten Besichtigungen

Am ausgemachten Tag trafen wir bei der ersten Besichtigung auf die aktuelle Mieterin der Immobilie und einen etwas älteren Makler. Den eigentlichen Eigentümer lernten wir nicht kennen. Während wir im Haus von Raum zu Raum zogen, wurde uns schnell bewusst, dass dies hier sicherlich keine positive Erfahrung ist. Der Zustand des gesamten Hauses war nicht mal annähernd so gut, wie in der Anzeige im Netz dargelegt wurde. Es gab große Punkte, die schon länger als üblich auf eine Renovierung warteten. So mussten eine neue Heizung, neue Fenster, ein neues Dach und die vorhandenen Bäder komplett in Angriff genommen werden, bevor man an einen Einzug denken konnte.

Ein erster Griff ins Klo

Dass das nicht nur das Budget, sondern auch den zeitlichen Rahmen, den wir uns selbst gesetzt haben, völlig sprengen würde, war uns sofort klar. Du kannst Dir vorstellen, dass wir diesen Termin sehr schnell beendet haben und noch vor Ort versichert haben, dass dieses Objekt nicht für uns in Frage kommt.

Heute sind wir dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften. Denn dadurch wurde uns noch mehr bewusst, auf was wir großen Wert legen und wie wichtig unsere Punkte auf der Liste sind. An dem Tag ergänzten wir “so wenig Renovierungen wie möglich, aber so viele wie nötig” auf unserer Liste.

Ein zweiter Griff ins Klo

Bei der zweiten Besichtigung waren wir mit einer Maklerin und dem aktuellen Eigentümer eines sehr großen Hauses verabredet. Über 350 Quadratmeter warteten in einem ländlich gelegenen Dorf auf uns. Der Zustand der Immobilie war auf den ersten Blick super, das Haus war keine 30 Jahre alt. Im Innenbereich des Erdgeschosses fanden sich viele hochwertige Details wie Marmorboden, eine hübsche Einbauküche und toller Parkettboden. Die Aufteilung der Räume sagte uns sehr zu, es gab einen Garten mit Terrasse und in der oberen Etage zusätzlich einen Balkon auf der Sonnenseite. Die Garage war sehr geräumig und zusätzlich sind zwei weitere Stellplätze vorhanden.

Doch im ersten Stock wurde schnell klar, dass sich der vermeintliche Luxus nur auf die unteren Wohnräume bezieht. Im Bad fehlten einige Fliesen, die komplette Etage verfügte über einen abgelaufenen Teppichboden, der dringend getauscht werden sollte und in den beiden Kinderzimmern schauten Heizungsrohre aus der Wand. Dies waren Dinge, die in unseren Augen in eine Anzeige für eine Immobilie gehören, die dort aber leider nicht aufgeführt waren. Auch hier wäre das Dach bald zu erneuern gewesen.

Doch der schlimmste Teil stand uns noch im Keller bevor. Dafür, dass das Haus erst 30 Jahre alt ist, erinnerte der Keller an einen kleinen Kriechkeller, den wir bisher nur aus den alten Häusern unserer Omas kannten. Außerdem roch es dort sehr feucht und an einigen Stellen wurde bereits versucht, den vorherrschenden Schimmel zu bekämpfen. Ohne eine aufwendige Sanierung und ein entsprechendes Gutachten wären wir hier sicher nicht so schnell glücklich geworden. Also sagten wir auch dieses Haus zum Kauf ab und waren um eine weitere Erfahrung reicher geworden.

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Wie wir unsere Eigentumswohnung gefunden haben

Nach zwei Monaten voller Recherche, Telefonaten und Besichtigungen erweiterten wir unseren Horizont um die Möglichkeit, eine große Eigentumswohnung kaufen zu können. Bisher hatten wir nicht an diese Möglichkeit gedacht, weil wir gerne einen Platz für uns alleine haben möchten, an dem wir unsere Kinder großziehen können, ohne auf andere Parteien Rücksicht nehmen zu müssen. Doch aufgrund der hohen Preise für Immobilien, die sich nicht immer in einem entsprechenden Zustand befinden, gaben wir auf gut Glück “Eigentumswohnung” im Suchfilter ein.

Ist es das?

Eigentumswohnung Eingangstür
Eigentumswohnung Eingangstür

Auf Anhieb fanden wir in einem Suchportal eine Wohnung, die auf den ersten Blick perfekt erschien. Es gab vier Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, ein separates Esszimmer, eine Küche in einem eigenen Raum, ein großes Bad mit Dusche, Wanne und Fenster und eine Garage. Zudem eine sehr große und teilüberdachte Terrasse, einen schönen Garten und zwei weitere Stellplätze für PKW, die zur Wohnung gehörten. Das Haus: ein wundervoller Altbau aus dem Jahre 1905 und voll unterkellert. Die angebotenen Wohnräume waren alle sehr großzügig und befanden sich im ersten Stock und im Obergeschoss des Hauses. Es gab neben dieser Eigentumswohnung nur eine weitere Wohnpartei, die von einem älteren Ehepaar bewohnt wurde.

Alles schien zunächst perfekt und wir freuten uns über die detaillierte Beschreibung. Einzig die Lage irritierte uns etwas, denn die Wohnung liegt direkt am Zentrum der nächstgelegenen Kleinstadt an einer viel befahrenen Straße. Trotzdem beschlossen wir, sie bald zu besichtigen und eigene Erfahrungen vor Ort zu sammeln.

Eigentumswohnung Einfahrt
Eigentumswohnung Einfahrt

Die Kleinstadt – unser neues Zuhause?

In meinem Erfahrungsbericht möchte ich Dir auch einen kleinen Überblick über den Ort geben, in dem wir unsere Eigentumswohnung gefunden haben. Da wir bisher in einem kleinen Dorf gewohnt haben und dort sehr glücklich waren, waren wir zunächst nicht sicher, ob eine Stadt mit knapp 25.000 Einwohnern das Richtige für uns ist. Also erkundeten wir vor dem Besichtigungstermin die Gegend, um die Lage der Eigentumswohnung besser einschätzen zu können. Denn wenn man sich für immer bindet, möchte man sich doch sicher sein und erste Erfahrungen sammeln, bevor es ernst wird.

Lage der Eigentumswohnung

Die Eigentumswohnung liegt in einer wenig befahrenen Straße am Rande des Stadtzentrums. Am Ende der Straße liegt ein kleines Gewerbegebiet und es führt eine Brücke darüber. Auf der Brücke befindet sich eine Schnellstraße. Wir befürchteten, dass man diese sehr stark hören könnte und machten uns Notizen mit Fragen für den Eigentümer. Weniger als 500 Meter direkt von der Wohnung entfernt liegt ein toller Radweg, der von allen Sportlichen, Spaziergängern und Radfahrern genutzt werden kann. Hier kann man schöne Runden in der Natur drehen oder den Weg zum nächsten Markt gut abkürzen. Generell befinden sich viele Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Modeläden, Apotheken, Banken und Ärzte in weniger als 10 Minuten Fußweg von der Eigentumswohnung.

Dies waren wesentliche Argumente, die uns schnell überzeugten, die Lage nicht ganz abzuschreiben. Nach unseren bisher nicht so positiven Erfahrungen, fuhren wir zu allen Tageszeiten zu der Eigentumswohnung und sahen, wann wie viele Autos in der Straße parkten, wie viele Leute sich dort für gewöhnlich aufhielten und wie der Garten aussah. Nach jedem unserer Ausflüge wuchsen die Begeisterung und der Wunsch, diese Eigentumswohnung kaufen zu wollen.

Eigentumswohnung Garten
Eigentumswohnung Garten
Eigentumswohnung Balkon mit Blick auf den Garten
Eigentumswohnung Balkon mit Blick auf den Garten

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Die Besichtigung unserer Eigentumswohnung

Am Tag der Besichtigung der Eigentumswohnung trafen wir auf einen sehr jungen Makler und die beiden bisherigen Eigentümer. Es handelte sich um ein Ehepaar mittleren Alters mit zwei erwachsenen Kindern und einem Hund. Der Auszug der beiden Kinder war der Grund, dass sie die Eigentumswohnung überhaupt erst verkaufen möchten, da aktuell drei Räume komplett leer standen und nicht genutzt wurden. So erfuhren wir auch, dass die untere Partei von den Eltern des Ehemannes bewohnt wird, die zuvor das gesamte Haus besessen haben, bevor der Sohn es für seine Familie aufteilen ließ.

Schnell merkten wir beim Ansehen der Räume, dass die Anzeige nicht zu viel versprochen hatte. Die Räumlichkeiten der Eigentumswohnung sind alle sehr groß und haben im ersten Stock eine Deckenhöhe von 3,30 Meter. Das ist einfach wundervoll und atemberaubend, aber definitiv etwas für Liebhaber des typischen Altbaus. Das schöne Bad mit Dusche und Wanne wurde erst vor weniger als einem Jahr komplett und aufwendig renoviert und verzauberte uns direkt.

Eigentumswohnung Bad Dusche
Eigentumswohnung Bad Dusche
Eigentumswohnung Bad Dusche
Eigentumswohnung Bad Dusche

Schöne Eindrücke

Das Ehepaar war uns auch sympathisch und konnte alle Fragen direkt beantworten. Zu unserer eigenen Verwunderung hörte man die Schnellstraße auch bei geöffneten Fenstern nur kaum. Es war eher ein stetiges Rauschen, das im Hintergrund verschwand. Große Renovierungen wie das Dach oder die Heizung standen ebenfalls nicht in naher Zukunft an. Bei unserem Kauf war uns wichtig, auf diese Dinge vorbereitet zu sein, um auch finanziell so gut wie möglich planen zu können.

Bad, Küche, Terrasse

Lediglich die Tapeten waren fällig, dafür aber in der gesamten Wohnung. Diese Renovierung taten wir als Kleinigkeit ab und sahen es als Chance, die Eigentumswohnung komplett nach unseren Wünschen gestalten zu können. Im Obergeschoss gibt es drei fast gleich große Kinderzimmer, was unseren Wunsch nach viel Platz erfüllte. Ein Gästebad mit Toilette gehört ebenfalls dazu, die Küche liegt in einem separaten Raum und verfügt über zwei Fenster.

Eigentumswohnung Küche
Eigentumswohnung Küche
Eigentumswohnung Ofen
Eigentumswohnung Ofen
Eigentumswohnung Esszimmer
Eigentumswohnung Esszimmer

Die Terrasse ist sehr groß und lädt direkt zum Verweilen ein. Das Dach verspricht, auch bei einem leichten Regen noch den Sommerabend genießen zu können. Da sie außerdem von morgens bis abends von der Sonne beschienen wird und man einen direkten Blick in den Garten hat, war bis dahin alles perfekt. Wir wollten unsere Eindrücke und Erfahrungen in dieser Eigentumswohnung erst einmal sacken lassen und vereinbarten einen zweiten Besichtigungstermin für die nächste Woche.

Eigentumswohnung Terrasse
Eigentumswohnung Terrasse

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Das erste Gespräch in der Bank

Mein Erfahrungsbericht umfasst natürlich auch die finanzielle Seite. Bereits vor der Suche haben wir uns eine eigene Grenze für einen Kaufpreis gesetzt, da dieser noch um Nebenkosten wie Notar, Makler und Grundbuchamt vergrößert wird. Ein bisschen hatten wir gespart und waren gerne bereit, dieses Budget mit in den Kauf der Eigentumswohnung einfließen zu lassen.

Bei unserem ersten Termin in der Bank wurde gemeinsam mit uns ein Plan zur Finanzierung aufgestellt, der unseren Wünschen entsprach. Dabei achtete unser Berater darauf, dass wir auch mit Kindern die monatliche Abtragung gut stemmen können und wir als Familie sehr gut versichert sind. Wir sprachen über Themen wie Altersvorsorge, Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung und eine gegenseitige Absicherung im Todesfall. Da uns diese Anliegen sehr wichtig sind, fühlten wir uns bei dieser Bank direkt wohl und wollten das Projekt mit ihr gemeinsam starten.

An diesem Tag ließen wir unsere Unterlagen wie Gehaltsabrechnungen, Fotos der Wohnung, eine ausführliche Beschreibung und den Grundriss des Hauses zur Bearbeitung durch die Bank zurück. Bis hierhin konnte unsere Erfahrung in der Bank als durchweg positiv bezeichnet werden.

Die zweite Besichtigung der Eigentumswohnung

Eine Woche war vergangen und der Kauf der Eigentumswohnung wurde immer konkreter. Mittlerweile hatten wir die Zusage zur Finanzierung des Kaufpreises durch die Bank erhalten, nachdem wir die benötigten Unterlagen erneut einreichen durften. Sie seien auf dem internen Postweg leider verloren gegangen. Dies war wohl auch eine Erfahrung, die zu einem Kauf dazu gehörte.

Eigentumswohnung Balkon
Eigentumswohnung Balkon
Eigentumswohnung Balkon mit Blick auf die Balkontür
Eigentumswohnung Balkon mit Blick auf die Balkontür

Die Schwiegereltern im Gepäck

Nun fuhren wir mit den Eltern meines Freundes zur zweiten Besichtigung in die Eigentumswohnung und trafen uns wieder mit dem Makler und den Eigentümern. Natürlich hatten die Schwiegereltern in spe viel mehr Erfahrungen mit Immobilien und Menschen generell, sodass wir uns gerne deren Meinung anhören wollten. Wieder gingen wir durch alle Räume und bekamen schnell das positive Gefühl der letzten Woche wieder. Auch die Eltern waren begeistert und fühlten dem Makler richtig auf dem Zahn.

Da ein Fluss knapp hinter dem Grundstück verläuft, wurde nach dem letzten Hochwasser gefragt und was sich vorher auf diesem Grundstück befunden hat. Wir erfuhren an diesem Tag, dass das Gebäude ursprünglich als Büro genutzt wurde und der Vater des bisherigen Eigentümers bei der dort sesshaften Firma angestellt war. In den 1980er Jahren entschied er sich gemeinsam mit seiner Frau, das Haus zu kaufen und privat zu nutzen. Erst vor knapp 20 Jahren wurde der Wohnraum dann aufgeteilt und als zwei getrennte Einheiten geführt. So entstand unsere Eigentumswohnung, wie sie heute ist.

Am Ende der zweiten Besichtigung besprachen wir den Ablauf des Kaufes, einigten uns glücklicherweise auf einen etwas niedrigeren Kaufpreis als ursprünglich angegeben und konnten sogar den Makler davon überzeugen, seine Courtage etwas zu senken. Mit diesen freudigen Nachrichten und dem Datenblatt für den Notar gingen wir zufrieden nach Hause.

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Organisationen und der Notartermin

Ab jetzt verbrachten wir sehr viel Zeit damit, unsere neue Eigentumswohnung im Kopf einzurichten und die Renovierung der Tapeten zu planen. Aufgrund der hohen Decken und der Ersparnis im Kaufpreis entschieden wir uns dafür, den Auftrag an einen heimischen Malermeister zu übertragen. Zusätzlich fehlte uns einfach die Erfahrung im Tapezieren und vor dem Einzug in unsere Eigentumswohnung wollten wir sicher sein, alles schön zu haben. Schnell waren Farben und Tapeten ausgesucht und der Auftrag für uns vorgemerkt. Wir sollten uns ein paar Wochen vor der gewünschten Durchführung wieder bei dem Maler melden. Dies war eine sehr tolle Erfahrung, weil alles so reibungslos entschieden werden konnte.

Notar und Kaufvertrag

Vom Notar hatten wir per E-Mail einen Termin am Nachmittag der nächsten Woche mitgeteilt bekommen. Dort trafen wir auf die mittlerweile altbekannte Runde aus Makler und bisherigen Eigentümern und einen Notarvertreter, der uns den Kaufvertrag mit allen Details vorlas, unsere Personalien überprüfte und uns am Ende alle unterschreiben ließ. Wir waren unendlich froh, dass alles glatt lief, keine Fehler im Vertrag auftauchten und alle Parteien unterschrieben. Nach der ganzen notwendigen Bürokratie waren wir plötzlich Eigentümer einer wundervollen Eigentumswohnung und konnten es gar nicht richtig fassen. Ich bin sehr froh, dass wir diese Erfahrung mit einem Kaufvertrag gemeinsam erleben durften und auf keine Hindernisse gestoßen sind.

Private Veränderungen und freudige Nachrichten

Nachdem der Vertrag verbindlich unterzeichnet war, konnten auch die Verträge zur Finanzierung in der Bank unterzeichnet werden. Glücklicherweise gab es nach dem ersten Zwischenfall mit unseren Unterlagen keine weiteren negativen Erfahrungen mehr. Der Berater war sehr nett, die vereinbarten Konditionen hatten sich nicht geändert und die Unterschrift ging sehr schnell und leicht von der Hand. Wir merkten, dass der ganze Papierkram ganz schön aufwendig ist und man wirklich in jede Richtung denkt, bevor man etwas unter Dach und Fach hat. Auch eine Eigentumswohnung kaufen bringt solch einen Aufwand mit sich.

… und eine private Veränderung

Zeitgleich gab es auch privat eine große Veränderung bei uns. An einem schönen Abend im Spätsommer fuhr mein Freund mit mir plötzlich einen anderen Weg nach Hause als gewohnt. Er bog in ein Waldstück ein und lud mich ein, ein Stück mit ihm zu laufen. Wir kamen nach einiger Zeit zu einem wundervollen Aussichtspunkt, der eigentlich beliebt bei Wanderern ist, doch an diesem Abend nicht besucht war. Mein Freund wirkte auf mich sehr nervös und hibbelig, was ich ihm auch direkt so sagte. Dann kam völlig unverhofft der klassische Kniefall und eine wundervoll romantische Ansage von ihm, gefolgt von einer kleinen Schachtel, in der sich ein funkelnder und glitzernder Ring befand. Natürlich beantwortete ich die Frage, ob ich seine Frau werden möchte, mit einem freudigen und tränenreichen JA. Dies zählt mit zu der schönsten Erfahrung, die ich in dieser Zeit machen konnte und erleben durfte.

Nun waren wir also verlobt, es fühlte sich unfassbar irreal und gleichzeitig betäubend wunderbar an. Ich fragte mich, ob das Auswirkungen auf unsere Verträge hat und rief direkt am nächsten Morgen beim Notar und in der Bank an. Doch glücklicherweise blieben diese Verträge alle bestehen, wie sie waren. Erst nach der Heirat und der Namensänderung sollte dies an das Grundbuchamt weitergeleitet werden, damit der dortige Eintrag angepasst werden konnte. So halte ich heute einen Notarvertrag mit meinem Mädchennamen und einen Grundbuchauszug mit meinem neuen Namen in den Händen.

Die letzten Züge vor dem Einzug

Bevor wir noch im selben Kalenderjahr in unsere Eigentumswohnung einzogen, begannen wir mit der Ausmistung unserer Dinge in der aktuellen Wohnung. Jetzt, wo wir eine Eigentumswohnung kaufen konnten, wollten wir diese nach unseren Wünschen einrichten und nicht mehr die zusammengewürfelten Möbel aus dem jetzigen Heim mitnehmen. Unsere Erfahrungen von Freunden zeigten uns, dass es besser ist, sich vor dem Einzug ins neue Zuhause von gewissen Sachen zu trennen.

… fehlt nur noch der Maler

Für einige Dinge bekamen wir sogar noch etwas Geld, wovon man beim Kauf einer Immobilie nie genug haben kann. Dann kam die letzte negative Erfahrung, die ich Dir in meinem Erfahrungsbericht schildern kann, auf uns zu. Der Maler hatte von uns den Auftrag bekommen, die gesamte Eigentumswohnung mit neuen Tapeten zu renovieren und nach unseren Wünschen zu streichen. Dieser Termin wurde uns auch verbindlich zugesagt, aber leider nicht schriftlich fixiert. So warteten wir am ausgemachten Tag in der Eigentumswohnung auf das Eintreffen des Malers, der leider nicht erschien. Wir merkten, dass eine Eigentumswohnung kaufen doch noch stressig zu werden schien, was den bald geplanten Einzug betraf. Ohne die Renovierung konnten und wollten wir nicht in unsere neue Eigentumswohnung einziehen.

… kommt er noch?

Mein Verlobter telefonierte erneut mit dem Maler und machte einen neuen Termin in der Eigentumswohnung aus, zu dem er auch erschien. Gemeinsam klärten wir die Farben für jeden Raum und bekamen eine Fertigstellung für das Ende der übernächsten Woche zugesagt. Du kannst Dir vorstellen, dass wir uns das schriftlich geben ließen. Nach Ablauf dieser Frist waren wir erneut in der Eigentumswohnung mit dem Maler verabredet. Leider mussten wir dann feststellen, dass der Flur nicht in der gewünschten Farbe gestrichen wurde, sondern weiß geblieben war. Auch an einigen Sockelleisten fanden wir Schäden, die dort vorher definitiv nicht zu sehen waren. Ja, eine Eigentumswohnung kaufen bedeutete auf jeden Fall Stress, besonders zum Ende hin.

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Einzug verschieben?

Wir standen vor der Entscheidung, den geplanten Einzug zu verschieben, da der Maler noch weitere Projekte bediente und keine Zeit mehr aufbringen konnte, die Fehler in unserer Eigentumswohnung zu beseitigen. Andererseits konnten wir die Fehler akzeptieren und eine Preisminderung bekommen. In diesem Fall entschieden wir uns für den Preisnachlass und tauschten dafür die beschädigten Sockelleisten aus. Zum gewünschten Termin konnten wir endlich einziehen und konnten glücklicher nicht sein. Einer schönen Hochzeit stand nun nichts mehr im Wege.

Hier endet mein Erfahrungsbericht zum Kauf unserer Eigentumswohnung in der Kleinstadt. Bis heute sind wir mehr als zufrieden mit der Entscheidung und leben sehr gerne hier. Auch den Flur haben wir lustigerweise bis heute weiß gelassen und es keinen Tag bereut. Vielleicht konnte ich Dir mit meinen Erfahrungen ein bisschen Mut machen oder offene Fragen beantworten. Die Entscheidung zum Kauf einer Immobilie kann ich aus meiner Sicht nur bestärken und wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Objekt für Dich.

Ich hoffe, Dir hat der Erfahrungsbericht von Lisa gefallen!

Dein Depotstudent Dominik

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4 Kommentare

    1. Mir geht’s genau so. Egal wie ich es durchrechne aktuell lohnt sich für uns weder Haus noch Wohnungskauf. Kosten und Preise für vergleiche wäre schön. So liest es sich als Artikel mit dem ich leider nicht viel anfangen kann ;-(

      1. So ist es hier auch. Bruchbuden überteuert wo man nochmal mehrere hundert tausend reinstecken muss.

        Selbst einige Banken finanzieren jetzt nicht mehr, weil die Preise nicht mehr gerechtfertigt sind.

  1. Eine wirklich schöne Geschichte, sogar mit etwas Romantik gewürzt. Nur – was kann der Leser damit anfangen ? Soll man auf jeden Fall so lange suchen, bis die Traumimmobilie gefunden wurde. ?
    Es ist nicht unredlich, sanierungsbedürftige Wohnungen oder Häuser anzubieten, wenn die Mängel nicht vertuscht werden und der Preis angemessen ist. Das kann sogar eine günstige Gelegenheit für Selbstausbauer sein. Aber über die Preise, Wohnungsgröße und die Finanzierung erfährt man gar nichts.
    Die Geschichte mit den netten Fotos passt wohl eher in Seiten wie „Schöner Wohnen“ als in einen Finanzblog.

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