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Im heutigen Erfahrungsbericht schauen wir uns den P2P-Marktplatz Income einmal genauer an. Die estnische P2P-Plattform ermöglicht es Anlegern, bereits ab einer Mindestinvestition von nur 10 € in Kredite zu investieren und sich damit ein passives Einkommen aufzubauen.
Besonders interessant ist dabei die mögliche Rendite: Income wirbt mit Erträgen von bis zu 15 % pro Jahr, wobei die durchschnittliche Rendite laut der Plattform aktuell bei 13,78 % liegt.
Damit gehört Income definitiv zu den spannenderen und gleichzeitig renditestärkeren P2P-Plattformen am Markt.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum ich Income auf den Prüfstand stelle.
Income zeichnet sich durch ein besonders raffiniertes Sicherheitssystem aus, welches Dich und mich als Investoren vor möglichen Ausfällen schützen soll. Mit dem „Junior-Anteil“ und dem „Cashflow-Puffer“ hat der Marktplatz im Vergleich zu anderen P2P-Marktplätzen zusätzliche Sicherheitsmechanismen integriert.
Da Income mittlerweile über 10.000 registrierte Investoren gewinnen konnte, hat Income sich zudem bereits eine solide Community aufgebaut und wächst seit einigen Jahren kontinuierlich.
Wie meine persönlichen Erfahrungen mit Income Marketplace aussehen, welche Vor- und Nachteile die Plattform bietet und worauf Du unbedingt achten solltest, erfährst Du in diesem Erfahrungsbericht.
Viel Spaß beim Lesen!
Inhalt
Wer steht hinter Income Marketplace?
Hinter dem P2P-Kreditmarktplatz steht das Unternehmen „Income Company OÜ“ mit Sitz in Tallinn, Estland. Das Unternehmen wurde im Juli 2020 gegründet und ist im estnischen Handelsregister unter der Nummer 16014116 eingetragen. Der operative Start von Income erfolgte dann im Januar 2021.
CEO und Gründer von Income

Im weißen Hemd: Der CEO Lavrenti Tsudakov. Im blauen Hemd: Der Gründer Kimmo Rytkönen
Die Plattform wurde von dem finnischen Unternehmer Kimmo Rytkönen gestartet, der zuvor bereits in der Konsumkredit- und Fintechbranche tätig war. Rytkönen arbeitete unter anderem im indonesischen Banken- und Lending-Sektor und war auch mit dem Kreditunternehmen Aasa verbunden, das früher Kredite über Mintos angeboten hatte. Er galt lange Zeit als das öffentliche Gesicht von Income Marketplace und war bis Oktober 2023 CEO der Plattform.
Seit Oktober 2023 wird das Unternehmen operativ von Lavrenti Tsudakov geführt. Tsudakov war bereits zuvor als COO bei Income tätig und kennt daher die internen Prozesse und das Risikomanagement der Plattform sehr genau.
Das Team hinter Income

Insgesamt präsentiert sich Income Marketplace damit als junges europäisches Fintech mit internationalem Managementteam, starkem Fokus auf den P2P-Kreditmarkt und einer Mischung aus Fintech-Gründern, Kreditexperten und Private-Equity-Investoren im Hintergrund.
Wie sehen die Zahlen bei Income aus?
Die Statistiken von Income Marketplace können sich sehen lassen: Durchschnittliche Zinsen in Höhe von 13,78 % bei über 200 Millionen Euro an erfüllten Krediten.
Die Anzahl der finanzierten Kredite hat sich über die letzten Jahre mit einem stabilen Wachstum kontinuierlich erhöht:

Income hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und blickt aktuell auf ein aktives Anlageportfolio von beinahe 30 Millionen Euro:

Anhand dieser Zahlen wird deutlich, dass es sich bei Income nicht um eine kleine P2P-Plattform, sondern um einen ernstzunehmenden Player am Markt handelt. Seit dem Start im Jahr 2021 konnte das aktive Portfolio an finanzierten Kredite um durchschnittlich rund 5 Millionen Euro pro Jahr gesteigert werden.
Für Investoren besonders wichtig: Income hebt hervor, dass bislang weniger als 1 % der verwalteten Anlegergelder von problematischen Kreditgebern betroffen waren. Diese geringe Ausfallquote spricht für sich.
Funktionsweise von Income Marketplace
Wie der Name „Income Marketplace“ schon sagt, handelt es sich dabei um einen Marktplatz. Income vergibt also nicht selbst Kredite und tritt stattdessen als Vermittler auf.
Income sammelt zur Verfügung stehende Kredite von Kreditgebern. Investoren wie Du und ich können dann über den Marktplatz darauf zugreifen und in diese Kredite investieren.
Auf der Income-Website gibt es hierzu auch eine anschauliche Grafik, welche die Funktionsweise des Marktplatzes beschreibt:

Kreditgeber bei Income
Bei Income Marketplace spielen die Kreditgeber (im Englischen als „Loan Originators“ bezeichnet) eine zentrale Rolle. Dabei handelt es sich um Finanzunternehmen, die Kredite direkt an Verbraucher oder Unternehmen vergeben. Diese Darlehensanbahner stellen die Kredite anschließend auf der Income-Plattform zur Verfügung, damit Investoren wie Du und ich in diese investieren können.
Der Loan Originator übernimmt dabei die komplette Kreditvergabe: Das beinhaltet die Prüfung der Kreditnehmer, die Auszahlung der Kredite sowie das spätere Inkasso der Rückzahlungen. Income selbst vergibt hingegen keine Kredite, sondern fungiert lediglich als Vermittlungsplattform zwischen Investoren und den jeweiligen Kreditgebern.
Alle bei Income gelisteten Kreditgeber kannst Du ganz transparent auf der Website einsehen:

Die angebotenen Kredite stammen von internationalen Darlehensanbahnern aus Europa, Südamerika und Südostasien. Wer es ganz genau wissen möchte: Großbritannien, Spanien, Philippinen, Indonesien, Estland, Litauen, Lettland, Kosovo und Bulgarien sind die einzelnen Herkunftsländer. Die Plattform konzentriert sich hauptsächlich auf Kurzzeitkredit und klassische Ratenkredite.
Besonders wichtig: Die Qualität und finanzielle Stabilität der Loan Originators hat einen großen Einfluss auf das Risiko der Investments. Deshalb prüft Income die angeschlossenen Kreditgeber laut eigener Aussage sehr genau und setzt zusätzlich auf verschiedene Sicherheitsmechanismen, um Investoren besser vor möglichen Ausfällen zu schützen. Dazu später mehr.
Wie investiert man bei Income Marketplace?
Bei Income Marketplace gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten zu investieren. Entweder wählst Du die Kredite (und Kreditgeber) manuell selbst aus oder Du nutzt den sogenannten Autoinvest.
Beim manuellen Investieren entscheidest Du händisch, in welche Kredite Du investieren möchtest. Dabei kannst Du verschiedene Kriterien wie Zinssatz, Laufzeit, Herkunftsland oder den jeweiligen Kreditgeber berücksichtigen und Dir so ein individuelles Portfolio aufbauen.
Ich bevorzuge jedoch auf jeden Fall die Funktion Autoinvest. Auch hier kannst Du Deine persönlichen Präferenzen einstellen, hast jedoch gleichzeitig den Vorteil, dass Deine Investments automatisiert und passiv laufen!
So sieht die Autoinvest-Funktion bei Income aus:

Hier legst Du einmal Deine gewünschten Investmentkriterien fest und Income investiert Dein verfügbares Guthaben anschließend automatisch in passende Kredite. Das spart Zeit und sorgt gleichzeitig dafür, dass Dein Geld möglichst konstant investiert bleibt und nicht ungenutzt auf dem Konto liegt. Besonders für langfristige Anleger ist der Autoinvest daher meist die bequemere Lösung.
Bei Autoinvest kannst Du unter anderem die folgenden Einstellungen vornehmen:
- Verbleibende Laufzeit (Darlehenslaufzeit)
- Kreditgeber
- Kreditart
- Maximale Portfoliogröße
- Rückflüsse reinvestieren (ja oder nein)
- Maximales Investment in einen einzelnen Kredit
Sicherheitsmerkmale bei Income
Die Struktur der Sicherheitsmerkmale ist ein zentraler Aspekt, wenn man sich für oder gegen einen P2P-Marktplatz entscheidet. Die oben genannte Inkassoquote von unter 1 % ist natürlich bereits ein gutes Indiz. Ich möchte dem Thema Sicherheit bei Income Marketplace jedoch hiermit ein eigenes Kapitel widmen.
Es gibt bei Income 3 Sicherheitsmechanismen, die Dich als Investor schützen:
- Rückkaufverpflichtung
- Junior Anteil
- Cashflow-Puffer

Diese drei Sicherheitsmechanismen schauen wir uns im Folgenden einmal im Detail an.
Rückkaufverpflichtung
Auch Income Marketplace setzt auf die im P2P-Bereich weit verbreitete Rückkaufgarantie beziehungsweise Rückkaufverpflichtung. Diese greift immer dann, wenn ein Kreditnehmer seine Raten nicht mehr fristgerecht bezahlt. Sobald ein Kredit mehr als 60 Tage überfällig ist, ist der jeweilige Kreditgeber verpflichtet, das Darlehen vom Investor zurückzukaufen.
Dabei wird nicht nur der ursprünglich investierte Kapitalbetrag erstattet, sondern auch die bis dahin aufgelaufenen Zinsen. Alle Kredite auf Income verfügen über diese Rückkaufverpflichtung, wodurch das Risiko von langfristigen Zahlungsausfällen reduziert werden soll. Trotzdem bleibt zu beachten, dass die Sicherheit letztlich von der finanziellen Stabilität des jeweiligen Kreditgeber abhängt.
… und genau aus diesem Grund hat Income zusätzliche Sicherheitsmechanismen integriert.
Junior-Anteil („Junior Share“)
Das Konzept des „Junior-Anteils“ dient dazu, Investoren besser gegen Kreditausfälle zu schützen. Es baut auf dem bekannten Prinzip des „Skin in the Game“ auf, geht jedoch einen entscheidenden Schritt weiter.
Die Grundidee ist identisch wie bei Skin in the Game: Als Kreditgeber muss man selbst in die zur Verfügung gestellten Kredite investieren – zum Beispiel mit einem Anteil von 10 %. Wenn die Investoren ihr Geld verlieren sollten, verliert man automatisch auch als Kreditgeber das investierte Geld.
Während beim klassischen Skin in the Game der Kreditgeber lediglich einen Teil des Kredits selbst finanziert und dadurch ein eigenes Risiko trägt, wird bei dem Junior-Anteil dieser Eigenanteil zusätzlich nachrangig behandelt. Das bedeutet: Die Investoren erhalten ihr Geld vor dem Kreditgeber zurück. Erst wenn die Investoren vollständig bedient wurden, erhält der Kreditgeber seinen Anteil.
Um das Prinzip zu verstehen, muss man zunächst betrachten, wie Kredite auf vielen P2P-Plattformen aufgebaut sind. Ein Kreditnehmer erhält beispielsweise einen Konsumentenkredit von einem Kreditunternehmen, dem sogenannten Loan Originator (=Kreditgeber). Anschließend wird dieser Kredit über eine Plattform an Investoren weiterfinanziert. Die Investoren stellen also den Großteil des Kapitals bereit und erhalten dafür Zinsen. Das Problem dabei ist jedoch, dass Investoren normalerweise das Ausfallrisiko tragen. Wenn ein Kreditnehmer nicht mehr zahlt, kann ein Teil des investierten Geldes verloren gehen.
Beim klassischen „Skin in the Game“ beteiligt sich der Kreditgeber selbst an jedem Kredit. Dadurch soll sichergestellt werden, dass er nur qualitativ gute Kredite vergibt, da er im Falle eines Ausfalls ebenfalls Geld verliert. Allerdings stehen Investoren und Kreditgeber hierbei meist auf derselben Ebene. Verluste werden proportional verteilt. Genau an diesem Punkt setzt der Junior-Anteil an.
Beim Junior-Anteil behält der Kreditgeber ebenfalls einen Teil des Kredits selbst, doch dieser Anteil wird als sogenannter nachrangiger Anteil behandelt. Das bedeutet, dass Verluste zunächst vollständig von diesem Junior-Anteil getragen werden, bevor Investoren betroffen sind. Der Eigenanteil des Kreditgebers fungiert damit wie ein Sicherheitspuffer.
Zahlenbeispiel zur Funktionsweise des Junior-Anteils:
Angenommen, ein Kredit hat ein Gesamtvolumen von 1.000 Euro. Davon finanzieren Investoren 90 % beziehungsweise 900 Euro. Der Kreditgeber selbst hält die verbleibenden 10 %, also 100 Euro, als Junior-Anteil.
Solange der Kredit ordnungsgemäß zurückgezahlt wird, erhalten sowohl die Investoren als auch der Kreditgeber ihre jeweiligen Zins- und Tilgungszahlungen entsprechend ihres Anteils. Kritisch wird es jedoch im Ausfallfall. Nehmen wir an, der Kreditnehmer kann nur noch 850 Euro zurückzahlen und der restliche Betrag fällt aus.
Ohne Junior-Anteil (also bei normalem Skin in the Game) würden die Verluste anteilig verteilt werden. Der Gesamtverlust beträgt 150 Euro. Investoren würden davon 90 % tragen, also 135 Euro. Der Kreditgeber würde 15 Euro verlieren. Beide Seiten wären proportional betroffen.
Mit einem Junior-Anteil sieht die Situation jedoch anders aus. Die Verluste werden zunächst vollständig mit dem nachrangigen Anteil verrechnet!
Der Kreditgeber verliert also zuerst seinen gesamten Junior-Anteil von 100 Euro. Danach verbleibt noch ein Restverlust von 50 Euro. Erst dieser verbleibende Verlust wird von den Investoren getragen. Statt 135 Euro verlieren sie also nur 50 Euro. Der Junior-Anteil wirkt damit wie ein Schutzschild oder eine erste Verlusttranche.
Dadurch entsteht ein doppelter Effekt. Erstens hat der Kreditgeber weiterhin einen starken Anreiz, qualitativ hochwertige Kredite zu vergeben, da er eigenes Kapital riskiert. Zweitens erhalten Investoren einen zusätzlichen Sicherheitsmechanismus, weil der Kreditgeber zuerst Verluste übernimmt. Das Risiko wird also nicht einfach nur geteilt, sondern asymmetrisch verteilt und das zugunsten der Investoren.
Aus Sicht vieler Anleger ist dies ein wichtiger Vorteil gegenüber klassischen P2P-Modellen. Der Junior-Anteil kann insbesondere bei kurzfristigen Konsumentenkrediten oder risikoreicheren Kreditportfolios dazu beitragen, kleinere und mittlere Ausfälle abzufedern. Dennoch bedeutet ein hoher Junior-Anteil nicht automatisch, dass ein Investment sicher ist. Entscheidend bleiben weiterhin die Qualität des Kreditgebers, die Bonität der Kreditnehmer, die wirtschaftliche Lage und das Inkassomanagement. Der Junior-Anteil reduziert Risiken, eliminiert sie aber nicht vollständig.
Cashflow-Puffer
Wie auf der folgenden Grafik zu sehen ist, gibt es jedoch noch einen weiteren Sicherheitsmechanismus bei Income: Und zwar den Cashflow-Puffer, der einen signifikanten Anteil an der gesamten Sicherheitsstrategie ausmacht.

Wie der Cashflow-Puffer bei Income genau funktioniert, möchte ich anhand der folgenden Grafik erläutern:

Der sogenannte Cashflow-Puffer ist ein Sicherheitsmechanismus von Income Marketplace, der Investoren zusätzlich vor Verlusten schützen soll.
Das Konzept wurde entwickelt, um eines der größten Probleme klassischer P2P-Plattformen zu lösen: den Ausfall des Kreditgebers selbst.
Während viele Plattformen vor allem mit Rückkaufgarantien („Buyback Guarantees“) arbeiten, versucht der Cashflow-Puffer einen umfassenderen Schutz zu schaffen, der auch dann funktionieren soll, wenn der ursprüngliche Kreditgeber finanzielle Schwierigkeiten bekommt oder insolvent wird.
Um das Konzept zu verstehen, muss man zunächst betrachten, wie klassische P2P-Kredite normalerweise funktionieren:
- Ein Kreditgeber vergibt Konsumentenkredite an viele einzelne Kreditnehmer.
- Anschließend verkauft er große Teile dieser Kredite über eine Plattform an Investoren weiter.
- Die Investoren finanzieren also die Kredite und erhalten im Gegenzug Zinszahlungen.
- Viele Plattformen werben dabei mit einer Rückkaufgarantie. Das bedeutet: Falls ein Kreditnehmer seine Raten nicht mehr zahlt, verpflichtet sich der Kreditgeber, den problematischen Kredit zurückzukaufen.
Dieses Modell funktioniert jedoch nur so lange, wie der Kreditgeber selbst finanziell stabil bleibt. Gerät der Kreditgeber in wirtschaftliche Schwierigkeiten, verliert die Rückkaufgarantie oft ihren Wert. Genau hier setzt der Cashflow-Puffer an.
Der Grundgedanke des Cashflow-Puffers besteht darin, nicht nur auf die Zahlungsfähigkeit des Kreditgebers zu vertrauen, sondern die tatsächlichen Zahlungsströme des gesamten Kreditportfolios als Sicherheit zu nutzen. Denn selbst wenn einzelne Kredite ausfallen oder der Kreditgeber insolvent wird, zahlen viele Kreditnehmer ihre Kredite weiterhin regulär zurück. Diese laufenden Rückzahlungen erzeugen einen kontinuierlichen Geldfluss – also einen „Cashflow“.
Der Cashflow-Puffer basiert darauf, dass ein Kreditportfolio typischerweise profitabel arbeitet. Die Zinserträge und Rückzahlungen vieler funktionierender Kredite können genutzt werden, um Verluste aus problematischen Krediten teilweise auszugleichen. Zusätzlich wird der sogenannte Junior-Anteil des Kreditgebers als erste Verlustschicht eingesetzt. Dadurch entsteht ein finanzieller Sicherheitspuffer für Investoren.
Man kann sich das wie einen gemeinsamen Topf vorstellen. In diesen Topf fließen:
- die laufenden Rückzahlungen der Kreditnehmer,
- die Zinserträge des Kreditportfolios,
- sowie der nachrangige Junior-Anteil des Kreditgebers.
Solange die Mehrheit der Kreditnehmer ihre Raten bezahlt, bleibt dieser Geldfluss stabil. Selbst wenn einzelne Kredite ausfallen, können die Einnahmen aus den funktionierenden Krediten weiterhin genutzt werden, um Investoren auszuzahlen.
Besonders wichtig wird dieses Konzept im Fall einer Insolvenz des Kreditgebers. Bei klassischen P2P-Modellen entsteht dann häufig das Problem, dass die Rückkaufgarantie praktisch wertlos wird. Beim Cashflow-Puffer dagegen soll das Kreditportfolio selbst weiterarbeiten. Die Kreditnehmer zahlen ihre Kredite weiterhin zurück, nur die Verwaltung und Verteilung der Zahlungen wird neu organisiert. Die Rückflüsse aus dem Portfolio werden anschließend vorrangig genutzt, um die Investoren zu entschädigen.
Ein vereinfachtes Beispiel verdeutlicht das Prinzip des Cashflow-Puffers
Angenommen, ein Kreditgeber besitzt ein Portfolio aus 1.000 Krediten. Der Kreditgeber gerät plötzlich in finanzielle Schwierigkeiten und fällt aus. Trotzdem laufen viele Kredite weiterhin normal weiter. Wenn beispielsweise 800 Kreditnehmer ihre Raten weiterhin bezahlen und nur 200 Kredite problematisch werden, entstehen weiterhin erhebliche laufende Einnahmen aus den funktionierenden 800 Krediten.
Diese Rückzahlungen bilden zusammen mit dem Junior-Anteil den Cashflow-Puffer. Die Einnahmen der funktionierenden Kredite helfen dabei, die Verluste aus den problematischen Krediten abzufedern. Dadurch können Investoren weiterhin Rückzahlungen erhalten, obwohl der ursprüngliche Kreditgeber bereits ausgefallen ist.
Der Cashflow-Puffer unterscheidet sich damit grundlegend von einer einfachen Rückkaufgarantie. Während eine Buyback-Garantie vollständig von der Zahlungsfähigkeit des Kreditgebers abhängt, basiert der Cashflow-Puffer auf den tatsächlichen Rückzahlungen des gesamten Kreditportfolios. Der Fokus liegt also nicht nur auf dem Unternehmen hinter den Krediten, sondern auf der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kredite selbst.
Registrierung, Einzahlung & Auszahlung bei Income Marketplace
Die Anmeldung bei Income geht sehr unkompliziert vonstatten und kann ich wenigen Minuten erledigt werden.
Wie Du hier sehen kannst, ist lediglich eine E-Mail-Adresse für die Registrierung notwendig:

Aber auch über Facebook, Google oder Apple kannst Du Dich registrieren. Dann geht es sogar noch schneller.
Später erfolgt dann noch eine Identitätsprüfung wie sie bei vielen klassischen Bankgeschäften und Investitionen notwendig ist. Diese ist natürlich aus Sicherheitsgründen auch in Deinem Interesse, damit Du im Zweifel immer an Dein Geld kommst.
Einzahlungen und Auszahlungen
Ein- und Auszahlungen funktionieren bei Income Marketplace ausschließlich per Banküberweisung. Nach der Registrierung und Verifizierung kannst Du Geld ganz einfach per SEPA-Überweisung auf Dein Investorenkonto einzahlen.
In der Regel dauert es etwa ein bis zwei Werktage, bis das Guthaben auf dem Anlegerkonto verfügbar ist. Bei einigen Banken oder Diensten wie Revolut oder Wise teilweise sogar schneller. Auch Auszahlungen sind unkompliziert möglich und komplett gebührenfrei.
Ein kleiner Hinweis dazu: Das Geld kann nur auf das zuvor verifizierte Bankkonto ausgezahlt werden, von dem auch die Einzahlung erfolgt ist. Kreditkarten oder andere Zahlungsmethoden werden derzeit nicht unterstützt. Solltest Du Dein Bankkonto ändern wollen, geht das ganz einfach mit einer kleinen Überweisung vom neuen Bankkonto.
Kosten und Gebühren bei Income Marketplace
Für Investoren fallen bei Income Marketplace keinerlei Kosten oder Gebühren an. Weder für die Kontoeröffnung noch für Einzahlungen, Auszahlungen oder das Investieren selbst werden Gebühren berechnet.
Das bedeutet, dass die erwirtschafteten Zinsen vollständig beim Anleger verbleiben und keine zusätzlichen Plattformkosten die Rendite schmälern. Gerade im Vergleich zu anderen Investmentplattformen ist das ein klarer Pluspunkt für Income.
Fazit: Wie empfehlenswert ist Income Marketplace für P2P-Investitionen?
Income Marketplace gehört für mich sicherlich zu den interessantesten P2P-Plattformen am Markt. Besonders hervorzuheben sind dabei die vergleichsweise hohen Renditen von durchschnittlich rund 13–14 % pro Jahr sowie die zusätzlichen Sicherheitsmechanismen, die man in dieser Form bei vielen anderen Plattformen nicht findet.
Vor allem der Junior-Anteil und der Cashflow-Puffer sorgen dafür, dass das Risiko für Investoren zusätzlich abgefedert werden kann.
Genau diese Mechanismen unterscheiden Income deutlich von klassischen P2P-Marktplätzen, die sich häufig ausschließlich auf einfache Rückkaufgarantien verlassen.
Auch die Plattform selbst macht insgesamt einen modernen und professionellen Eindruck. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich, der Autoinvest funktioniert zuverlässig und Ein- sowie Auszahlungen liefen in meinen bisherigen Erfahrungen problemlos ab.
Trotzdem sollte man eines ganz klar verstehen: Auch Income ist kein risikofreies Investment. Die Plattform ist (wie jeder P2P-Marktplatz) von der Stabilität der gelisteten Kreditgeber abhängig.
Aus meiner Sicht eignet sich Income daher besonders für Anleger, die:
- mit P2P starten wollen oder bereits erste Erfahrungen mit P2P-Krediten gesammelt haben,
- ihr Portfolio breiter diversifizieren möchten,
- und bereit sind, für höhere Renditechancen auch ein gewisses Risiko einzugehen.
Ich persönlich schätze bei Income vor allem die Kombination aus hoher Rendite, zusätzlichen Sicherheitsmechanismen und passivem Investieren über den Autoinvest.
Also: Viel Freude beim Investieren!

Guter Bericht. Ist aktuell meine Lieblingsplattform was P2P angeht.
bin dort seit einigen monaten und bisher wirklich super
Werde mir das überlegen als zusatz zu meinem etf-portfolio
Kann die Plattform nur empfehlen, da vom Risikoprofil aus meiner Sicht sehr viel besser als so manch andere. War 2024 für ein sehr gutes Jahr zwar mal weg (und habs rückblickend bereut) aber der Wiedereinstieg sowas von einfach. Mit der Bezeichnung Lieblingsplattform hab ichs zwar nicht so aber sie ist für mich seit Ende 2019 eine der inzw. wenigen stabilen UND renitestarken plattformen die mich noch kein geld gekostet haben wie so manch andere.