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Investieren in Private Equity: Wie Privatanleger es umsetzen können

Private Equity Privatanleger
Depotstudent Dominik
4.7
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Für viele Menschen in Deutschland bilden Anlageklassen wie Tagesgeld, Festgeld und ETFs das Fundament ihres Portfolios. In manchen Wertpapierdepots finden sich daneben noch Einzelaktien oder Anleihen. Auch Kryptowährungen haben in den letzten Jahren den Weg in die Portfolios vieler Menschen geschafft.

Keinesfalls zu Unrecht, denn dieses Setup ist bewährt. Doch wer sich intensiver mit Vermögensaufbau beschäftigt, stößt früher oder später auf eine entscheidende Erkenntnis:

Ein Großteil der wirtschaftlichen Wertschöpfung findet außerhalb der Börse statt. Viele erfolgreiche Unternehmen sind gar nicht börsennotiert und bleiben damit für klassische Anleger unerreichbar.

Genau hier setzt Private Equity an. Dabei handelt es sich um Investitionen in Unternehmen, die nicht öffentlich gehandelt werden. Statt Aktien an der Börse zu kaufen, beteiligen sich Investoren direkt oder über Fonds an solchen Firmen: Häufig über mehrere Jahre hinweg.

Für institutionelle Investoren gehört Private Equity seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Anlagestrategie. Gründe dafür sind unter anderem:

  • erhöhte Renditechancen (dafür längere Kapitalbindung und eingeschränkte Liquidität)
  • Zugang zu einem deutlich größeren Teil der Wirtschaft
  • Diversifikation jenseits der öffentlichen Märkte

Für Privatanleger hingegen war dieser Bereich lange kaum zugänglich. Hohe Mindestinvestments, komplexe Strukturen und eingeschränkter Zugang zu geeigneten Fonds machten Private Equity praktisch zu einer exklusiven Anlageklasse für vermögende Investoren.

Doch genau das beginnt sich aktuell zu verändern: Neue regulatorische Rahmenbedingungen und digitale Investmentlösungen sorgen dafür, dass auch Privatanleger zunehmend die Möglichkeit erhalten, sich an Private Equity zu beteiligen.

Doch wie sinnvoll ist Private Equity als Ergänzung zum eigenen Portfolio und wie kann man als Privatanleger konkret investieren?

Dieser Artikel zeigt, wie Private Equity funktioniert, welche Chancen und Risiken bestehen und welche Wege Privatanleger heute nutzen können, um in diese Anlageklasse zu investieren.

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Was ist Private Equity?

Private Equity beschreibt Investitionen in Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Während Privatanleger bei Aktien die Anteile an bereits börsengelisteten Unternehmen erwerben, bewegen sich Investoren im Private-Equity-Bereich bewusst außerhalb des öffentlichen Börsenhandels – die Beteiligungen sind nicht laufend über die Börse handelbar. Investoren beteiligen sich direkt oder über spezialisierte Fonds an privaten Firmen und verfolgen dabei ein klares Ziel: den Unternehmenswert über einen bestimmten Zeitraum hinweg aktiv zu steigern.

Im Kern unterscheidet sich Private Equity damit nicht nur durch den Zugang, sondern vor allem durch den Ansatz. Im Unterschied zu börsengehandelten Anlagen steht bei Private Equity in der Regel nicht die kurzfristige Handelbarkeit im Vordergrund, sondern die mittel- bis langfristige Wertentwicklung des Unternehmens. Private-Equity-Investoren analysieren Geschäftsmodelle, identifizieren Verbesserungspotenziale und setzen strategische Maßnahmen um, um Wachstum und Effizienz zu erhöhen.

Im klassischen Private Equity erfolgen Investments häufig über Buyouts. Dabei erwerben Investoren in der Regel Mehrheitsbeteiligungen an etablierten Unternehmen. Im Unterschied zu Venture Capital, das häufig in jüngere und wachstumsstärkere Unternehmen in früheren Entwicklungsphasen investiert, konzentriert sich klassisches Private Equity meist auf bereits etablierte Firmen.

Die Abgrenzung zu Venture Capital ist wichtig: Während Venture Capital typischerweise in junge Unternehmen in frühen Wachstumsphasen investiert, konzentriert sich klassisches Private Equity meist auf etablierte Unternehmen mit erprobten Geschäftsmodellen. Das Risikoprofil ist dadurch anders gelagert und in bestimmten Fällen besser einschätzbar, auch wenn Verluste keineswegs ausgeschlossen sind.

Nach dem Einstieg beginnt die eigentliche Wertschöpfungsphase:

  • Investoren begleiten und steuern die Weiterentwicklung des Unternehmens
  • die operative Umsetzung erfolgt typischerweise gemeinsam mit dem Management

Diese Phase kann mehrere Jahre dauern und ist entscheidend für den späteren Erfolg des Investments.

Der Abschluss eines Private-Equity-Investments erfolgt schließlich über den sogenannten Exit. Das Unternehmen wird (idealerweise) mit Gewinn verkauft, beispielsweise an einen strategischen Käufer, einen anderen Investor oder über einen Börsengang. Die erzielte Wertsteigerung beim Exit bildet die Grundlage für die Rendite.

Ein wesentlicher Unterschied zu börsennotierten Anlagen liegt dabei im Zeithorizont. Private Equity ist grundsätzlich langfristig angelegt. Kapital wird über mehrere Jahre gebunden, da nachhaltige Unternehmensentwicklung Zeit benötigt.

Da keine laufende Börsenpreisbildung stattfindet, sind Wertschwankungen im Alltag weniger sichtbar als bei börsennotierten Anlagen. Das reduziert jedoch nicht automatisch das wirtschaftliche Risiko, sondern verändert vor allem dessen Wahrnehmung.

Warum Private Equity für Anleger interessant ist

Private Equity gilt nicht ohne Grund als feste Größe in den Portfolios institutioneller Investoren. Pensionsfonds, Versicherungen oder Family Offices investieren seit Jahrzehnten gezielt in diese Anlageklasse und das aus Gründen, die auch für Privatanleger zunehmend relevant werden.

Für viele Anleger sind vor allem zwei Aspekte entscheidend:

  • Renditepotenzial
  • Diversifikation

Ein zentrales Argument für Private Equity ist das langfristige Renditepotenzial: Während breit gestreute Aktienmärkte historisch Renditen von etwa 7 bis 8 Prozent pro Jahr liefern, streben viele Private-Equity-Strategien langfristig höhere Renditen an, was jedoch mit spezifischen Risiken und einer langfristigen Kapitalbindung verbunden ist. Der Grund dafür liegt im aktiven Ansatz: Unternehmen werden nicht nur gehalten, sondern gezielt weiterentwickelt.

Gleichzeitig eröffnet Private Equity Zugang zu einem Teil der Wirtschaft, der für klassische Anleger sonst unsichtbar bleibt. Der Großteil aller Unternehmen (insbesondere auch im Mittelstand) ist nicht börsennotiert. Wer ausschließlich in Aktien investiert, bildet daher nur einen Ausschnitt der realen Wirtschaftslandschaft ab. Private Equity erweitert dieses Spektrum erheblich und ermöglicht es, auch an der Entwicklung dieser Unternehmen teilzuhaben.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Diversifikation. Da Private-Equity-Investments nicht täglich börslich gepreist werden, wirken ihre ausgewiesenen Wertentwicklungen oft weniger stark an kurzfristige Marktbewegungen gekoppelt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die zugrunde liegenden Unternehmen von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen unabhängig sind. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dies die Diversifikation eines Gesamtportfolios verbessern und sich positiv auf dessen Risiko-Rendite-Profil auswirken.

Diesen Mechanismus für ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis hat die Investment-App NAO sehr anschaulich dargestellt:

Private Equity Risiko-Rendite-Verhältnis

Hinzu kommt ein struktureller Unterschied, der häufig unterschätzt wird: der langfristige Fokus. Während börsennotierte Anlagen täglich von kurzfristigen Nachrichten, Marktstimmungen oder makroökonomischen Ereignissen beeinflusst werden, stehen bei Private Equity operative Fortschritte und strategische Entscheidungen im Vordergrund. Der Unternehmenswert ist hier nicht täglich über Marktpreise sichtbar, sondern entfaltet sich meist über Jahre hinweg.

Natürlich gehen diese Vorteile auch mit Besonderheiten einher. Die geringere Liquidität, die längere Kapitalbindung und die höhere Komplexität machen Private Equity nicht für jede Anlagestrategie geeignet.

Gerade deshalb wird es von vielen Investoren nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu klassischen Anlageklassen genutzt.

Die Hürden: Warum Private Equity lange kaum zugänglich war

Trotz der attraktiven Eigenschaften von Private Equity blieb diese Anlageklasse für Privatanleger lange Zeit praktisch unerreichbar. Während institutionelle Investoren selbstverständlich Zugang zu entsprechenden Fonds und Deals hatten, standen private Anleger vor einer Reihe struktureller Hürden.

Dies war vor allem durch die folgenden Aspekte zu erklären:

  • Hohe Mindestinvestitionen
  • Komplexe Strukturen
  • Fehlender Zugang zu guten Deals
  • Fehlende Handelbarkeit
  • Regulatorik

Ein wesentlicher Faktor waren die hohen Mindestinvestitionen. Klassische Private-Equity-Fonds richten sich in erster Linie an große Investoren und verlangen häufig Einstiegssummen im Bereich von 50.000 Euro, 100.000 Euro oder deutlich mehr. Für die meisten Privatanleger ist ein solches Investment weder realistisch noch sinnvoll, da es ein enormes Klumpenrisiko darstellen würde.

Hinzu kommt die Komplexität der Strukturen. Private-Equity-Investments erfolgen in der Regel über spezialisierte Fondsvehikel mit klar definierten Laufzeiten, Kapitalabrufen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Strukturen sind für professionelle Investoren ausgelegt und erfordern ein gewisses Maß an Erfahrung sowie Zugang zu entsprechenden Netzwerken und Informationen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist der Zugang zu attraktiven Deals. Im Private-Equity-Bereich entscheidet die Qualität der Fondsmanager und deren Netzwerk maßgeblich über den Erfolg eines Investments. Stark nachgefragte Fonds sind häufig überzeichnet und nehmen bevorzugt Kapital von bestehenden institutionellen Investoren an. Privatanleger hatten hier traditionell kaum eine Chance, überhaupt berücksichtigt zu werden.

Auch die fehlende Handelbarkeit spielte eine Rolle. Anders als Aktien oder ETFs können Private-Equity-Investments nicht einfach über die Börse gekauft oder verkauft werden. Es gibt in der Regel keinen liquiden Markt, keine täglichen Kurse und keine einfache Möglichkeit, kurzfristig ein- oder auszusteigen. Diese Illiquidität ist zwar ein strukturelles Merkmal der Anlageklasse, stellte aber für viele Anleger eine zusätzliche Hürde dar.

Nicht zuletzt sorgte auch die regulatorische Situation dafür, dass Private Equity lange Zeit primär institutionellen Investoren vorbehalten blieb. Viele Produkte waren für Privatanleger nicht zugänglich, nur eingeschränkt zugänglich oder wurden über klassische Vertriebswege gar nicht angeboten.

Doch genau diese Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren spürbar verändert.

Der Wandel: Wie Privatanleger heute Zugang bekommen

Mit neuen Rahmenwerken wie den sogenannten ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) hat die Europäische Union Strukturen geschaffen, die den Zugang zu langfristigen Anlageklassen wie Private Equity auch für Privatanleger erleichtern können. Diese Fonds unterliegen klaren Vorgaben und sollen zugleich den Anlegerschutz stärken sowie einen klaren Rahmen für langfristige Investments schaffen.

Parallel dazu hat die Digitalisierung den Investmentprozess stark vereinfacht:

Während Private-Equity-Investments früher oft mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden waren, ermöglichen moderne Lösungen heute eine deutlich schlankere und benutzerfreundlichere Umsetzung. Kontoeröffnung, Auswahl von Investments und Verwaltung des Portfolios erfolgen zunehmend digital und können dadurch organisatorische Hürden auch für weniger erfahrene Anleger senken.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Bündelung von Kapital:

Anstatt dass einzelne Anleger hohe Summen investieren müssen, werden Gelder vieler Investoren zusammengeführt und gemeinsam in größere Fondsstrukturen investiert. Dieses Prinzip ermöglicht es, auch mit kleineren Beträgen an Investments teilzunehmen, die früher nur mit großen Tickets erreichbar waren.

Dadurch sinken die Einstiegshürden deutlich. Mindestanlagesummen, die früher im fünf- oder sechsstelligen Bereich lagen, sind heute in vielen Fällen deutlich niedriger. Gleichzeitig bleibt die Grundstruktur der Investments erhalten: Anleger investieren weiterhin in professionelle Fondsstrategien, die von erfahrenen Asset Managern umgesetzt werden.

Trotz dieser Entwicklung ist wichtig zu verstehen, dass sich nicht alle Eigenschaften von Private Equity verändert haben. Die langfristige Kapitalbindung, die eingeschränkte Liquidität und die Abhängigkeit vom Erfolg der jeweiligen Fondsstrategie bleiben bestehen. Der Zugang ist einfacher geworden, die grundlegende Funktionsweise der Anlageklasse jedoch nicht.

Praxisbeispiel: Wie investiert man bei NAO in Private Equity?

NAO Website

Um greifbar zu machen, wie Private Equity heute praktisch umgesetzt werden kann, lohnt sich ein konkreter Blick auf die Investmentplattform NAO. Sie hat es geschafft, alternative Anlageklassen für Privatanleger zugänglich zu machen.

Der Einstieg beginnt (wie bei vielen modernen Investmentlösungen) vollständig digital. Nach der Registrierung und Identitätsprüfung wird ein persönliches Depot eröffnet. Das Depot wird technisch über eine Partnerbank geführt. Über NAO wählst Du die Investmentprodukte aus und schließt Dein Investment ab.

Der entscheidende Unterschied zu klassischen Brokern zeigt sich bei der Produktauswahl: Anstatt Aktien oder ETFs zu kaufen, investierst du über NAO in Fondsstrukturen etablierter Asset Manager. Dazu zählen unter anderem große internationale Anbieter wie UBS oder Partners Group, die im Private-Equity-Bereich aktiv sind.

NAO Partner aktuell

Das Investment selbst erfolgt vergleichsweise einfach: Nach Auswahl eines Private-Equity-Fonds kann bereits ab einem Mindestbetrag von 1 € Geld angelegt werden.

Möglich wird das durch einen Ansatz der Kapitalbündelung: Das Kapital vieler Anleger wird gebündelt und gemeinsam in einen Fonds investiert, wodurch auch kleinere Beträge Zugang zu institutionellen Strategien erhalten.

Im Hintergrund investiert der Fonds dann in eine Vielzahl nicht börsennotierter Unternehmen. Ein Beispiel ist ein breit diversifizierter Private-Equity-Fonds, der Beteiligungen an Firmen wie dem Uhrenhersteller Breitling oder Softwareunternehmen hält (Stand 07.07.2026, die Zusammensetzung des Portfolios kann sich jederzeit ändern). Als Anleger bist du also nicht direkt an einzelnen Unternehmen beteiligt, sondern indirekt über den Fonds.

NAO Projekte Private Equity Fonds

Nach dem Investment beginnt die typische Private-Equity-Phase: Das Kapital wird über mehrere Jahre eingesetzt und ist in dieser Zeit nur eingeschränkt verfügbar. Es gibt keinen täglichen Handel wie bei Aktien. Rückflüsse entstehen erst, wenn Beteiligungen verkauft werden oder der Fonds Ausschüttungen vornimmt.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Struktur der Investments. Diese Produkte sind langfristig ausgelegt und können je nach Struktur mit Haltefristen oder eingeschränkten Veräußerungsmöglichkeiten verbunden sein. Diese Illiquidität ist eine feste Eigenschaft von Private Equity. Das investierte Kapital ist über die Laufzeit gebunden und steht kurzfristig nicht zur Verfügung.

Zusammengefasst läuft ein Investment über NAO also in etwa so ab:

  • digitale Kontoeröffnung und Depotanlage
  • Auswahl eines kuratierten Private-Equity-Fonds
  • Investment bereits mit kleineren Beträgen möglich
  • indirekte Beteiligung über Fondsstrukturen
  • langfristige Kapitalbindung mit begrenzter Liquidität

Das Beispiel zeigt gut, wie sich Private Equity heute praktisch umsetzen lässt. Der Zugang ist deutlich einfacher geworden und erinnert in der Bedienung teilweise an moderne Broker-Apps. Gleichzeitig bleiben die grundlegenden Eigenschaften der Anlageklasse bestehen: langfristiger Anlagehorizont, eingeschränkte Verfügbarkeit und Abhängigkeit von der Qualität der Fondsstrategie.

Gerade deshalb wird ein solcher Ansatz häufig eher als Ergänzung im Portfolio genutzt – nicht jedoch als Ersatz für liquide Anlagen wie ETFs oder Tagesgeld.

Mein Tipp, um in Private Equity zu investieren: Die Investment-App „NAO“
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Rendite, Risiko und Realität von Private Equity

Historische Daten werden häufig als Hinweis darauf angeführt, dass Private Equity langfristig attraktive Renditen erzielen kann. Viele Private-Equity-Strategien verfolgen ambitionierte langfristige Renditeziele und liegen damit häufig über den langfristigen Renditeerwartungen breit gestreuter öffentlicher Aktienanlagen.

Doch diese Zahlen sollten immer im richtigen Kontext betrachtet werden. Anders als bei börsennotierten Anlagen entstehen Renditen im Private-Equity-Bereich nicht durch kurzfristige Kursbewegungen, sondern durch die tatsächliche Entwicklung der Unternehmen. Wertsteigerung braucht Zeit und ist eng an operative Fortschritte, Marktbedingungen und erfolgreiche Exits gebunden.

Gleichzeitig ist das Risiko anders gelagert als bei klassischen Investments:

  • Aktien zum Beispiel schwanken täglich und machen kurzfristige Verluste sichtbar
  • Die Bewertung von Private-Equity-Investments erfolgt dagegen in größeren Abständen. Das führt oft zu einer scheinbar geringeren Volatilität, bedeutet aber nicht, dass das Risiko tatsächlich niedriger ist.

Ein entscheidender Faktor ist die Streuung innerhalb der Fonds. Da Anleger in der Regel nicht in einzelne Unternehmen investieren, sondern in Fonds mit vielen Beteiligungen, verteilt sich das Risiko auf mehrere Investments.

Einzelne Unternehmen können sich dabei schlechter entwickeln oder sogar ausfallen, während andere überdurchschnittlich performen und den Gesamtertrag tragen. Der Erfolg hängt stark von der Qualität des Fondsmanagements, der Auswahl der Unternehmen und dem wirtschaftlichen Umfeld ab.

Illiquidität von Private Equity beachten: Während Aktien oder ETFs jederzeit verkauft werden können, ist das investierte Kapital im Private-Equity-Bereich über mehrere Jahre gebunden. Diese eingeschränkte Verfügbarkeit wird häufig als Nachteil wahrgenommen, kann aber auch ein Grund dafür sein, dass Investoren für die langfristige Kapitalbindung eine zusätzliche Renditeprämie erwarten.

Für Anleger bedeutet das: Private Equity kann mit attraktiven Renditechancen verbunden sein, aber die Investitionen gehen immer mit spezifischen Risiken und strukturellen Besonderheiten einher. Wer diese versteht und bewusst in seine Anlagestrategie integriert, kann besser einschätzen, ob und in welchem Umfang die Anlageklasse zur eigenen Anlagestrategie passt.

Wer hingegen kurzfristige Verfügbarkeit oder planbare Erträge benötigt, für den ist die Anlageklasse in der Regel weniger geeignet.

Rolle im Portfolio: Welche Funktion kann Private Equity übernehmen?

So spannend die Möglichkeiten von Private Equity auch sind, stellt sich für viele Anleger eine entscheidende Frage: Wie viel davon gehört eigentlich ins eigene Portfolio?

Die kurze Antwort lautet: Private Equity wird von vielen Anlegern als Ergänzung zum eigenen Portfolio verstanden und nicht als Basis der kompletten Anlagestrategie genutzt.

Der Grund dafür liegt in den besonderen Eigenschaften dieser Anlageklasse: Allen voran Risiko und Liquidität.

Als Orientierung dient häufig die 50/30/20-Formel von Larry Fink, die folgende Aufteilung vorsieht:

  • rund 50 % Aktien
  • rund 30 % Anleihen oder stabilere Anlagen
  • rund 20 % Private Assets

Diese Aufteilung verdeutlicht, dass alternative Anlageklassen zwar eine wichtige Rolle spielen können, aber nicht die Basis des Portfolios bilden. Die Formel stammt aus dem institutionellem Kontext und stellt für Privatanleger keine pauschale Allokationsempfehlung dar. Trotzdem kann sie passend zur persönlichen Situation interpretiert und genutzt werden.

Der Kern des Portfolios besteht der Formel nach weiterhin aus einfach zugänglichen, liquiden Anlagen wie ETFs oder breit gestreuten Fonds. Ergänzend dazu können Tagesgeld oder Festgeld für kurzfristige Rücklagen sorgen und Stabilität ins Gesamtportfolio bringen.

Private Equity kann dann gezielt als renditeorientierte Komponente ergänzt werden. Durch diese Struktur lässt sich das Portfolio breiter aufstellen, ohne dabei die notwendige Flexibilität zu verlieren.

Wichtig ist dabei auch die persönliche Situation. Für Anleger mit hohem kurzfristigem Liquiditätsbedarf oder in frühen Phasen des Vermögensaufbaus kommt häufig eher ein geringerer Anteil in Betracht. Bei Anlegern mit stabilem finanziellen Fundament und langfristigem Anlagehorizont kann der Spielraum größer sein.

Letztlich gibt es keine universelle perfekte Aufteilung. Entscheidend ist, dass die Allokation zur eigenen Risikobereitschaft, den finanziellen Zielen und dem Zeithorizont passt.

Wichtig zu wissen: Private-Equity-Investments sind langfristig ausgerichtet und nur eingeschränkt liquide. Das eingesetzte Kapital ist über mehrere Jahre gebunden und kann in dieser Zeit nicht oder nur eingeschränkt verkauft werden. Kapitalverluste bis hin zum Totalverlust sind möglich. Historische Wertentwicklungen und Zielrenditen sind keine Garantie und kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und ersetzt keine individuelle Prüfung der eigenen finanziellen Situation.

Fazit: Private Equity ist eine spannende Ergänzung

Private Equity hat sich in den letzten Jahren von einer exklusiven Anlageklasse für institutionelle Investoren zu einer zunehmend zugänglichen Option für Privatanleger entwickelt. Neue Strukturen und digitale Lösungen ermöglichen heute erstmals einen Einstieg auch mit kleineren Beträgen und eröffnen damit Zugang zu einem Teil der Wirtschaft, der lange Zeit verschlossen war.

Die Attraktivität liegt dabei vor allem in den potenziell höheren Renditen, dem aktiven Ansatz der Wertsteigerung und der Möglichkeit, das eigene Portfolio breiter zu diversifizieren.

Gerade in Kombination mit klassischen Anlageklassen kann Private Equity das Anlagespektrum erweitern und unter bestimmten Voraussetzungen zur Diversifikation eines Portfolios beitragen.

Gleichzeitig sollte man die Besonderheiten dieser Anlageklasse nicht unterschätzen. Die Kapitalbindung, die eingeschränkte Liquidität und die teils komplexen Strukturen erfordern ein gewisses Verständnis und eine klare Strategie. Private Equity ist kein Investment für kurzfristige Ziele oder spontane Umschichtungen, sondern ein Baustein für langfristig orientierte Anleger.

Entscheidend ist daher der richtige Einsatz im Portfolio. Wer bereits eine solide Basis aus liquiden und breit diversifizierten Anlagen aufgebaut hat, kann Private Equity gezielt als Ergänzung nutzen. In einer solchen Rolle lässt sich Private Equity eher in ein Portfolio integrieren, ohne liquide Bestandteile vollständig zu verdrängen.

Unterm Strich gilt: Private Equity ist kein Ersatz für ETFs, Aktien oder andere klassische Investments – kann aber für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont und entsprechender Risikotoleranz eine ergänzende Rolle spielen.

Mein Tipp, um in Private Equity zu investieren: Die Investment-App „NAO“
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