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Wer sich mit P2P-Krediten beschäftigt, stößt früher oder später auf Begriffe wie „Rückkaufgarantie“, „Skin in the Game“, „Junior Share“ oder „Cashflow-Puffer“.
Diese Sicherheitsmechanismen sollen Investoren besser vor möglichen Verlusten schützen. Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Modelle jedoch teilweise erheblich voneinander.
Gerade in den vergangenen Jahren ist das Thema Risikomanagement im P2P-Bereich immer wichtiger geworden. Denn hohe Renditen allein reichen vielen Anlegern heute nicht mehr aus. Entscheidend ist zunehmend die Frage, wie gut Investoren im Ernstfall tatsächlich geschützt sind.
Während viele P2P-Plattformen ausschließlich auf die Rückkaufgarantie setzen, möchte ich heute den Sicherheitsmechanismus beim P2P-Marktplatz Income genauer betrachten.
Denn Income Marketplace differenziert sich bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen von anderen P2P-Plattformen.
Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht zu Income Marketplace findest Du hier verlinkt.
Inhalt
Was bedeutet „Skin in the Game“ eigentlich?
Der Begriff „Skin in the Game“ gehört mittlerweile zu den bekanntesten Sicherheitsmechanismen im P2P-Bereich.
Die Grundidee dahinter ist relativ einfach: Der Kreditgeber beteiligt sich selbst an den vergebenen Krediten und trägt dadurch ebenfalls einen Teil des Risikos.
Vergibt ein Kreditunternehmen beispielsweise einen Kredit über 1.000 €, könnten davon:
- 900 € von Investoren finanziert werden,
- während der Kreditgeber selbst 100 € behält.
Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Kreditgeber nur qualitativ gute Kredite vergibt. Schließlich verliert er im Falle eines Ausfalls ebenfalls eigenes Geld.
Viele P2P-Plattformen nutzen genau dieses Prinzip, um die Interessen von Investoren und Kreditgebern stärker miteinander zu verbinden.
Allerdings gibt es beim klassischen Skin in the Game einen wichtigen Nachteil.
Im Verlustfall tragen Investoren und Kreditgeber die Verluste meist anteilig gemeinsam. Der Kreditgeber steht also letztlich auf derselben Ebene wie die Anleger.
Und genau hier setzen modernere Sicherheitsmechanismen an.
Der Unterschied beim Junior-Anteil („Junior Share“)
Eine Plattform, die in diesem Bereich besonders interessante Ansätze verfolgt, ist Income Marketplace.
Income nutzt neben klassischen Rückkaufverpflichtungen zusätzlich den sogenannten „Junior Share“ beziehungsweise Junior-Anteil.
Auf den ersten Blick ähnelt dieses Modell dem klassischen Skin in the Game. Auch hier beteiligt sich der Kreditgeber selbst an den Krediten.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Struktur der Verluste.
Beim Junior-Anteil wird der Eigenanteil des Kreditgebers nachrangig behandelt. Das bedeutet: Verluste werden zunächst vollständig vom Kreditgeber getragen, bevor Investoren betroffen sind.
Dadurch entsteht für Anleger eine zusätzliche Schutzschicht.
Ein vereinfachtes Beispiel macht das Prinzip leichter verständlich.
Angenommen, ein Kredit hat ein Volumen von 1.000 €:
- Investoren finanzieren 900 €
- der Kreditgeber hält 100 € als Junior-Anteil
Fällt nun ein Teil des Kredits aus, werden die ersten Verluste zunächst mit diesem Junior-Anteil verrechnet.
Der Kreditgeber verliert also zuerst sein eigenes Kapital, bevor Investoren Verluste tragen müssen.
Genau dadurch unterscheidet sich der Junior Share deutlich vom klassischen Skin in the Game.
Für viele Anleger ist das besonders interessant, weil der Kreditgeber dadurch noch stärker dazu motiviert wird, qualitativ hochwertige Kredite zu vergeben.
Wichtig zu wissen ist außerdem: Der Junior-Anteil kann bei einigen Kreditgebern tatsächlich 0 % betragen, was jedoch nicht zwingend auf ein höheres Risiko hindeutet.
Die Höhe des Junior-Anteils wird auf der Grundlage einer ganzheitlichen Analyse der Kreditqualität des Kreditgebers festgelegt. Das bedeutet, dass bei Krediten von ausreichender Qualität ein Junior-Anteil nicht erforderlich ist, um die Anleger vollständig zu schützen.
Warum der Cashflow-Puffer genauso spannend ist
Noch interessanter wird der Sicherheitsansatz von Income jedoch durch den sogenannten Cashflow-Puffer.
Denn eines der größten Probleme klassischer P2P-Plattformen zeigt sich häufig erst dann, wenn ein Kreditgeber selbst in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Viele Plattformen verlassen sich hauptsächlich auf Rückkaufgarantien. Diese funktionieren allerdings nur solange der jeweilige Kreditgeber wirtschaftlich stabil bleibt.
Wird der Kreditgeber insolvent, verliert die Garantie oft an Wert.
Der Cashflow-Puffer versucht genau dieses Problem zu lösen.
Der Gedanke dahinter: Selbst wenn ein Kreditgeber Probleme bekommt, zahlen viele Kreditnehmer ihre Kredite weiterhin regulär zurück. Diese laufenden Rückzahlungen erzeugen einen kontinuierlichen Cashflow innerhalb des Kreditportfolios.
Income versucht diesen laufenden Geldfluss zusätzlich als Sicherheit für Investoren zu nutzen.
Der Cashflow-Puffer setzt sich dabei vereinfacht aus:
- laufenden Rückzahlungen,
- Zinserträgen
- und dem Junior-Anteil des Kreditgebers zusammen.
Dadurch entsteht eine Art zusätzlicher Sicherheitstopf, der mögliche Verluste teilweise abfedern soll.
Ein entscheidendes Detail beim Cashflow-Puffer ist außerdem, dass Income im Falle eines Ausfalls des Kreditvermittlers das Kreditportfolio aktiv übernimmt und das Inkasso im Namen der Anleger abwickelt. Dabei werden bereits bestehende Vereinbarungen mit lokalen Inkassounternehmen genutzt.
Das ist sicherlich eines der stärksten Alleinstellungsmerkmale von Income, da der Prozess im Sinne der Anleger darüber ganz konkret in die Wege geleitet wird.
Warum moderne Sicherheitsmechanismen immer wichtiger werden
Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass hohe Renditen allein nicht ausreichen.
Viele Anleger achten heute deutlich stärker auf:
- Transparenz,
- Risikomanagement,
- die Qualität der Kreditgeber
- und die Struktur der Sicherheitsmechanismen.
Genau deshalb gewinnen Modelle wie Junior Share oder Cashflow-Puffer zunehmend an Bedeutung.
Denn sie versuchen nicht nur einzelne Kreditausfälle abzusichern, sondern auch strukturelle Risiken innerhalb des gesamten Kreditportfolios besser zu berücksichtigen.
Natürlich gilt aber auch hier weiterhin: Kein Sicherheitsmechanismus kann Risiken vollständig eliminieren. P2P-Kredite bleiben eine risikoreiche Anlageklasse und hohe Renditen sind niemals garantiert.
Fazit: Wie interessant ist der Ansatz von Income?
Income Marketplace gehört aktuell sicherlich zu den Plattformen, die beim Thema Risikomanagement besonders innovative Ansätze verfolgen.
Während viele klassische P2P-Plattformen hauptsächlich auf einfache Rückkaufgarantien und Skin in the Game setzen, kombiniert Income mehrere Schutzmechanismen miteinander:
- Rückkaufverpflichtung,
- Junior Share
- und Cashflow-Puffer.
Vor allem der Junior-Anteil unterscheidet sich dabei deutlich von klassischen Modellen, weil Verluste zunächst vom Kreditgeber getragen werden.
Der Cashflow-Puffer wiederum versucht, laufende Rückzahlungen des Kreditportfolios zusätzlich als Sicherheit für Investoren nutzbar zu machen.
Gerade für Anleger, die sich intensiver mit P2P-Risiken beschäftigen, kann dieser Ansatz deshalb besonders interessant sein.
Trotzdem sollten Investoren auch bei modernen Sicherheitsmechanismen niemals vergessen: Höhere Renditen bedeuten weiterhin höhere Risiken. Eine breite Diversifikation über verschiedene Plattformen und Anlageklassen bleibt deshalb weiterhin entscheidend.
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