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Mit S-Neo versucht die Sparkasse, Wertpapierhandel so einfach und günstig anzubieten, wie man es bislang vor allem von Neobrokern kennt. Statt einer separaten Broker-App lässt sich das Depot direkt über die bekannte Sparkassen-App nutzen. Aktien, ETFs, Fonds und andere Finanzprodukte können dort gekauft und verkauft und Sparpläne eingerichtet werden.
Das klingt zunächst nach einer Kombination aus klassischer Sparkasse und Neobroker. Bei genauerem Hinsehen gibt es allerdings eine Besonderheit, die man unbedingt kennen sollte:
S-Neo hat nicht bei jeder Sparkasse dieselben Konditionen.
In diesem Erfahrungsbericht fasse ich deshalb zusammen, was S-Neo bietet, wie das Depot funktioniert, welche Kosten entstehen und welche Vor- und Nachteile mir besonders aufgefallen sind. Bei den konkreten Preisen orientiere ich mich an der Kreissparkasse Reutlingen und gebe auch einige Beispiele von anderen Sparkassen.
Kurzfassung des Artikels:
Ich persönlich würde das S-Neo Depot nicht nutzen, da es einige Nachteile zu guten Online-Brokern hat.
– Depotgebühr ab 50.000 € Depotvolumen (je nach Sparkasse bis zu 0,3 % pro Jahr).
– Keine Zinsen (viele Broker bieten rund 2 – 3 % Zinsen auf das Verrechnungskonto).
– Ähnlich günstiges Handeln (ab 0,95 €), aber nicht günstiger.
– Ich nutze diesen bekannten Online-Broker >> seit langer Zeit für ETFs und Aktien und bin sehr zufrieden.
Als Alternative zu S-Neo ist auch das Wertpapierdepot des S Broker (https://www.sbroker.de) interessant – die Konditionen sind praktisch identisch wie bei S-Neo mit dem Unterschied, dass es keine volumenabhängige Depotgebühr gibt.
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:
- dieses Depot als aktuelle Top-Empfehlung (nutze ich selbst)* und
- dieses Depot als Allrounder* und
- dieses Depot als etablierter Klassiker*.
Inhalt
Was ist S-Neo?
S-Neo ist das neue digitale Wertpapierdepot der Sparkassen. Es richtet sich in erster Linie an Selbstentscheider, die ihre Geldanlage eigenständig verwalten und dafür keine klassische Anlageberatung benötigen.
Der wesentliche Unterschied zum traditionellen Sparkassen-Depot ist die konsequent digitale Ausrichtung. Das Depot befindet sich direkt in der Sparkassen-App. Dort kann ich meine Wertpapiere einsehen, nach neuen Anlagen suchen, Orders erteilen und Sparpläne verwalten.
Investiert werden kann unter anderem in:
- Aktien
- ETFs
- Investmentfonds
Damit deckt S-Neo die Anlageformen ab, die für viele Privatanleger besonders relevant sind.
Meine ersten Erfahrungen mit dem Konzept
Der größte Vorteil von S-Neo ist für mich die Integration in das bestehende Sparkassen-Banking.
Wer ohnehin Kunde einer teilnehmenden Sparkasse ist, benötigt nicht zwingend eine weitere Broker-App und muss seine Finanzen nicht auf mehrere Anwendungen verteilen. Girokonto und Wertpapierdepot können innerhalb der Sparkassen-App verwaltet werden.
Das Sparkassen-Girokonto dient dabei als Verrechnungskonto. Käufe und Verkäufe lassen sich dadurch unmittelbar mit der bestehenden Bankverbindung verbinden.
Genau hier unterscheidet sich S-Neo im Alltag von vielen klassischen Neobrokern: Es geht weniger darum, ein komplett neues Finanzökosystem aufzubauen, sondern den Wertpapierhandel in das bereits vorhandene Sparkassen-Banking zu integrieren.
S-Neo eröffnen
Die Depoteröffnung erfolgt digital über die Sparkassen-App.
Nach der Eröffnung kann nach Wertpapieren gesucht und anschließend entschieden werden, ob einmalig investiert oder ein Sparplan eingerichtet werden soll.
Für bestehende Sparkassenkunden ist das grundsätzlich komfortabel, weil ein großer Teil der notwendigen Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Die Kreissparkasse Reutlingen beschreibt den Ablauf selbst in drei Schritten: Depot in der App eröffnen, Wertpapier auswählen und anschließend einen Sparplan starten oder einmalig investieren.
Kosten des S-Neo Depots
Hier muss man bei S-Neo besonders genau hinschauen.
Es gibt keine einheitliche S-Neo-Gebührenstruktur für sämtliche Sparkassen. Viele Artikel im Internet nennen beispielsweise 0,95 Euro pro Order und eine dauerhaft kostenlose Depotführung. Diese Angaben können für bestimmte Sparkassen richtig sein, lassen sich aber nicht automatisch auf jede Sparkasse übertragen.
Finanztip weist ebenfalls darauf hin, dass einzelne Sparkassen eigene Depotmodelle und damit abweichende Gebühren anbieten.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen gelten aktuell folgende Konditionen für S-Neo:
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Depotführung unter 50.000 € Depotvolumen | 0 € |
| Depotführung ab 50.000 € | 0,15 % p. a. |
| Depotführung ab 100.000 € | 0,30 % p. a. |
| Börsenorder | 1 € |
| ETF-Sparpläne | 0 € |
| Aktien-Sparpläne | 0 € |
| Fonds-Sparpläne | 0 € |
| Mindestsparrate | 5 € |
Bei Börsenorders können zusätzlich fremde Kosten bzw. Entgelte entstehen. Der beworbene Euro sollte deshalb nicht grundsätzlich mit den vollständigen Gesamtkosten jeder denkbaren Transaktion gleichgesetzt werden.
Achtung bei größeren Depots – S-Neo wird dann oft unattraktiv
Die volumenabhängige Depotgebühr ist für mich der wichtigste Punkt im Preisverzeichnis der Kreissparkasse Reutlingen.
Unterhalb von 50.000 Euro Depotvolumen fallen keine Depotführungsgebühren an. Oberhalb dieser Grenze nennt die Sparkasse 0,15 Prozent pro Jahr und ab 100.000 Euro 0,30 Prozent pro Jahr.
Bei einem langfristigen Vermögensaufbau sollte man diesen Punkt unbedingt berücksichtigen. Ein Depot kann schließlich allein durch regelmäßige Sparraten und Kurssteigerungen irgendwann die jeweilige Grenze überschreiten.
Die öffentliche Produktseite macht allerdings nicht hinreichend deutlich, wie die Gebührenstaffel in jedem Detail berechnet wird. Insbesondere sollte vor einem größeren Depotübertrag anhand der aktuellen Preis- und Leistungsübersicht geprüft werden, auf welchen Depotwert der jeweilige Prozentsatz angewendet wird.
Ich würde deshalb nicht einfach beispielsweise 0,30 Prozent mit dem gesamten Depotvermögen multiplizieren, ohne vorher die konkrete Berechnungsmethode der eigenen Sparkasse geprüft zu haben.
Diese Depotgebühr ist ein deutlicher Nachteil im Vergleich zu klassischen Online-Brokern! Für mich persönlich ist das ein Ausschlusskriterium und ich würde S-Neo nicht nutzen. Immerhin ist ja das langfristige Ziel, ein Depot mit großem Volumen aufzubauen.
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:
- dieses Depot als aktuelle Top-Empfehlung (nutze ich selbst)* und
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Kostenlose Sparpläne sind eine Stärke
Interessant finde ich S-Neo für regelmäßiges Investieren.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen können Sparpläne auf ETFs, Aktien und Fonds kostenlos ausgeführt werden. Die Sparrate beginnt bereits bei 5 Euro.
Damit lassen sich auch kleinere Beträge regelmäßig investieren.
Wer beispielsweise jeden Monat einen ETF bespart, zahlt für die eigentliche Sparplanausführung bei diesem S-Neo-Modell keine Ordergebühr. Gerade für Anleger, die hauptsächlich über Sparpläne investieren, ist das ein wichtiger Unterschied gegenüber einem Depotmodell mit prozentualen Sparplangebühren.
Aktien und ETFs einmalig kaufen
Neben Sparplänen sind natürlich auch Einzelkäufe und Verkäufe möglich.
Die Kreissparkasse Reutlingen verlangt dafür laut ihrer S-Neo-Preisliste 1 Euro je Kauf- beziehungsweise Verkaufsorder an der Börse.
Damit bewegt sich der beworbene Grundpreis in einer Größenordnung, die man eher mit Neobrokern als mit traditionellen Filialbank-Depots verbindet.
Zum Vergleich: Beim normalen Wertpapierdepot der Kreissparkasse Reutlingen ist eine Onlineorder deutlich anders bepreist. Dort nennt die Sparkasse für verschiedene Wertpapierarten 0,25 Prozent vom Kurswert zuzüglich eines Grundpreises von 10 Euro.
Für Selbstentscheider kann S-Neo deshalb innerhalb der Sparkasse einen erheblichen Preisunterschied ausmachen.
Warum stehen im Internet häufig 0,95 Euro statt 1 Euro?
Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf die Angabe 0,95 Euro pro Trade gestoßen.
Das ist nicht zwangsläufig ein Fehler.
S-Neo wird nicht bei allen Sparkassen identisch umgesetzt. Es steht bei vielen Instituten technisch das S Broker DepotPlus (https://www.sbroker.de) hinter dem Angebot. Andere Sparkassen setzen dagegen eigene S-Neo-Konditionen fest.
Deshalb findet man je nach Sparkasse beispielsweise:
- 0,95 Euro, 1 Euro oder andere Orderpreise,
- unterschiedliche Grenzen für die kostenlose Depotführung,
- unterschiedliche volumenabhängige Depotgebühren,
- kostenlose oder kostenpflichtige Sparpläne.
Ein bundesweiter S-Neo-Test kann daher nur eingeschränkt auf das konkrete Angebot der eigenen Sparkasse übertragen werden.
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis meiner Recherche.
S-Neo ist nicht automatisch überall kostenlos
S-Neo wird immer wieder mit einer kostenlosen Depotführung verbunden. Das stimmt für viele teilnehmende Sparkassen, aber eben nicht für alle.
Einige Sparkassen verlangen keine Depotgebühr, andere führen Gebühren ab Depotgrößen von 25.000, 50.000 oder 100.000 Euro ein. Auch die Order- und Sparplangebühren unterscheiden sich.
Das Beispiel Reutlingen passt genau in dieses Bild: Für kleinere Depots ist die Depotführung kostenlos, bei größeren Depotvolumina entstehen teilweise Gebühren.
Wer S-Neo eröffnen möchte, sollte deshalb immer die Konditionen seiner eigenen Sparkasse prüfen und nicht ausschließlich einen allgemeinen S-Neo-Test lesen.
Vergleich mit einem klassischen Sparkassen-Depot
Innerhalb der Sparkassenwelt ist S-Neo vor allem für Selbstentscheider interessant.
Beim klassischen Depot können Beratung und ein größeres Spektrum an Wertpapierdienstleistungen eine Rolle spielen. Dafür ist die Kostenstruktur häufig wesentlich höher.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen kostet das klassische Sparkassen-Depot beispielsweise einen Grundpreis pro Quartal sowie einen zusätzlichen Betrag je Depotposten. Auch Onlineorders werden dort mit einem prozentualen Kurswertanteil plus Grundpreis berechnet.
S-Neo verfolgt dagegen das Prinzip: selbst entscheiden + digital handeln + niedrige Transaktionskosten.
Das erklärt auch, warum die Preise eher an Neobroker erinnern.
S-Neo oder Neobroker?
Die spannendere Frage ist deshalb nicht unbedingt, ob S-Neo günstiger als das klassische Sparkassen-Depot ist. Interessanter ist der Vergleich mit Anbietern wie Trade Republic, Scalable Capital oder anderen günstigen Onlinebrokern.
S-Neo hat dabei einen offensichtlichen praktischen Vorteil: die Integration in das bestehende Sparkassen-Banking.
Wer ohnehin sein Girokonto bei der Sparkasse führt, hat Konto und Depot an einem Ort.
Auf der anderen Seite haben spezialisierte Broker teilweise ein breiteres Handelsangebot oder andere Konditionen. Der S Broker (https://www.sbroker.de) beispielsweise hat deutlich mehr Börsenplätze und Anlageprodukte anbietet als S-Neo. Welche Lösung besser passt, hängt deshalb stark davon ab, was man tatsächlich handeln möchte.
Für einen ausführlichen Vergleich empfehle ich Dir meinen Artikel S-Neo vs. S Broker – welches Depot ist besser?
Was sagen andere Nutzer zu S-Neo?
Langfristige Erfahrungsberichte sind bislang nur eingeschränkt vorhanden.
Das liegt schlicht daran, dass S-Neo noch ein junges Angebot ist. Bei der Bewertung von Online-Kommentaren muss man deshalb unterscheiden zwischen tatsächlichen Nutzungserfahrungen und Diskussionen über angekündigte Preise und Funktionen.
In Finanzforen wird vor allem über die unterschiedlichen Gebühren der einzelnen Sparkassen diskutiert. Einige Nutzer sehen die niedrigen Orderpreise positiv, während andere insbesondere volumenabhängige Depotgebühren kritisch betrachten.
Diese Diskussion bestätigt für mich vor allem eines: Man sollte weniger fragen „Was kostet S-Neo?“ und vielmehr „Was kostet S-Neo bei meiner Sparkasse?“.
Vorteile und Nachteile von S-Neo
Nach meiner bisherigen Recherche sehe ich folgende wesentliche Punkte.
Vorteile
Die Integration in die Sparkassen-App ist sehr komfortabel. Für bestehende Kunden entfällt eine zusätzliche Broker-App, das Girokonto kann gleichzeitig als Verrechnungskonto dienen und Wertpapierbestand und Banking liegen an einem Ort.
Dazu kommen bei der Kreissparkasse Reutlingen kostenlose Sparpläne auf ETFs, Aktien und Fonds, eine niedrige Mindestsparrate von 5 Euro und ein beworbener Orderpreis von nur 1 Euro.
Gegenüber dem klassischen Sparkassen-Depot können die Transaktionskosten für Selbstentscheider erheblich niedriger sein.
Nachteile
Die größte Schwäche ist für mich die uneinheitliche Preisstruktur. Ein allgemeiner S-Neo-Test sagt nur begrenzt etwas darüber aus, was das Depot bei der eigenen Sparkasse tatsächlich kostet.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen kommen außerdem die volumenabhängigen Depotgebühren ab 50.000 Euro hinzu. Für Anleger, die langfristig ein größeres Wertpapiervermögen aufbauen möchten, ist dieser Punkt besonders relevant. Für mich persönlich ist das ein No-Go.
Außerdem können neben dem beworbenen Orderpreis weitere Kosten entstehen. Und da S-Neo noch relativ neu ist, gibt es bislang weniger langfristige Nutzererfahrungen als bei etablierten Onlinebrokern.
Sicherheit und Wertpapiere
Bei einem Depot sollte zwischen Bankguthaben und Wertpapieren unterschieden werden.
Aktien, ETFs und Fonds im Depot sind grundsätzlich Wertpapiere des Anlegers und nicht einfach Bankguthaben der Sparkasse. Für Guthaben auf Bankkonten gelten wiederum die jeweiligen gesetzlichen und gegebenenfalls zusätzlichen Sicherungssysteme.
Unabhängig vom Anbieter bleiben die normalen Anlagerisiken bestehen: Aktien, ETFs und Fonds können im Wert fallen. Auch Ausschüttungen, Dividenden oder bestimmte Renditen sind nicht garantiert.
Ein günstiges Depot reduziert also Kosten, aber nicht das Marktrisiko einer Geldanlage.
Für wen könnte S-Neo interessant sein?
Besonders interessant erscheint mir das Konzept für bestehende Sparkassenkunden, die selbstständig investieren möchten und Wert auf eine zentrale App legen.
Gerade bei einem kleineren Depot und regelmäßigen Sparplänen können die Konditionen der Kreissparkasse Reutlingen attraktiv wirken: keine Depotgebühr unter 50.000 Euro, kostenlose Sparplanausführungen und eine niedrige Einstiegssumme.
Je größer das Depot wird, desto wichtiger wird allerdings ein genauer Kostenvergleich. Die volumenabhängige Depotgebühr kann dann gegenüber Brokern ohne entsprechende Depotgebühr erheblich stärker ins Gewicht fallen.
Auch aktive Anleger sollten nicht nur den beworbenen Orderpreis vergleichen, sondern Handelsplätze, Spreads, Fremdkosten und die tatsächlich verfügbaren Wertpapiere berücksichtigen.
Mein Zwischenfazit zu S-Neo: Ich würde andere Online-Broker wählen
S-Neo ist ein interessanter Schritt der Sparkassen in Richtung günstiges, vollständig digitales Wertpapierdepot.
Besonders gelungen finde ich die Idee, Wertpapierhandel direkt in die bestehende Sparkassen-App zu integrieren. Für Kunden, die ohnehin ein Sparkassen-Girokonto besitzen und hauptsächlich ETFs oder Aktien besparen möchten, ist das deutlich unkomplizierter als ein zusätzliches Depot mit separater App und separatem Verrechnungskonto.
Auch die Konditionen der Kreissparkasse Reutlingen sind bei kleineren Depotvolumina bemerkenswert: kostenlose Depotführung unter 50.000 Euro, kostenlose Sparpläne ab 5 Euro und Börsenorders für 1 Euro.
Der entscheidende Haken liegt für mich bei größeren Depots. Ab 50.000 Euro verlangt die Kreissparkasse Reutlingen laut aktueller Produktseite eine volumenabhängige Depotgebühr, die ab 100.000 Euro nochmals steigt. Für langfristige Anleger sollte dieser Punkt deshalb von Anfang an in den Vergleich einbezogen werden.
Außerdem sollte man sich nicht von pauschalen Aussagen wie „S-Neo kostet 0,95 Euro“ oder „S-Neo hat keine Depotgebühr“ irritieren lassen. Die Recherche zeigt klar, dass sich die Konditionen zwischen den einzelnen Sparkassen teilweise erheblich unterscheiden.
Mein bisheriger Eindruck lässt sich deshalb so zusammenfassen: S-Neo verbindet die Einfachheit eines Neobrokers mit der bestehenden Sparkassen-Infrastruktur. Wie attraktiv das Depot tatsächlich ist, entscheidet aber vor allem die konkrete Preisliste der eigenen Sparkasse.
Ich persönlich würde kein S-Neo Depot eröffnen und stattdessen auf Online-Broker setzen, die genauso günstig sind und keine volumenabhängige Depotgebühr haben!
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:
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Welche Handelsplätze stehen bei S-Neo zur Verfügung?
Beim Handelsplatz muss man zwischen den verschiedenen S-Neo-Varianten unterscheiden. Im Internet findet man teilweise die Aussage, S-Neo beschränke den Handel auf Tradegate. Diese Aussage lässt sich aber nicht pauschal auf jede Sparkasse übertragen, weil S-Neo entweder über das S Broker DepotPlus (https://www.sbroker.de) oder als eigene Depotlösung der jeweiligen Sparkasse umgesetzt werden kann.
Für die Kreissparkasse Reutlingen nennt die öffentlich zugängliche S-Neo-Produktseite lediglich eine „Kauf- und Verkaufsorder an der Börse“ für 1 Euro. Eine vollständige Liste der verfügbaren Handelsplätze wird dort nicht veröffentlicht.
Deshalb würde ich die Aussage „S-Neo handelt nur über Tradegate“ für die Reutlinger Variante derzeit nicht übernehmen. Welche Börsenplätze tatsächlich zur Verfügung stehen, lässt sich am zuverlässigsten direkt in der Ordermaske der Sparkassen-App beziehungsweise in den Vertragsunterlagen prüfen.
Das ist durchaus relevant: Bei einem klassischen Sparkassen-Depot der KSK Reutlingen wird ausdrücklich mit vielen Handelsplätzen weltweit geworben. Bei S-Neo fehlt eine entsprechende Aussage. Das spricht dafür, S-Neo eher als vereinfachte Trading-Lösung und nicht als vollständigen Ersatz für ein professionelles Brokerage-Angebot zu betrachten.
Was bedeutet Sofortorder und gibt es auch normale Börsenorders?
Bei vielen S-Neo-Angeboten stößt man auf den Begriff „Sofortorder“. Dabei wird ein aktueller Preis gestellt, zu dem das Wertpapier unmittelbar gekauft oder verkauft werden kann. Andere Depotmodelle bieten zusätzlich klassische Börsenorders mit verschiedenen Orderzusätzen und Handelsplätzen.
Hier ist ebenfalls Vorsicht bei allgemeinen S-Neo-Tests angebracht. Die KSK Reutlingen bewirbt ihre Variante mit „1 Euro“ für Kauf- und Verkaufsorders an der Börse, veröffentlicht auf der Produktseite aber keine detaillierte Unterscheidung zwischen Sofort- und Standardorder.
Deshalb sollte man die bei anderen Sparkassen veröffentlichten Gebühren für Standardorders nicht auf Reutlingen übertragen.
Welche Fremdkosten kommen zu den 1 Euro Ordergebühr hinzu?
Die 1 Euro Ordergebühr sollte nicht automatisch als vollständiger Endpreis eines Wertpapierkaufs verstanden werden.
Die Kreissparkasse Reutlingen weist ausdrücklich darauf hin, dass Fremdkosten anfallen können und deren Höhe vom jeweiligen Wertpapier abhängt. Dazu können beispielsweise Handelsplatz-, Börsen- oder Abwicklungsentgelte gehören.
Wie hoch diese Kosten tatsächlich sind, hängt von der konkreten Order ab. Vor der endgültigen Freigabe eines Wertpapierkaufs sollte deshalb immer die Kosteninformation kontrolliert werden.
Für meinen Vergleich bedeutet das: Der Preis von 1 Euro ist ein sehr guter Orientierungspunkt, aber nicht zwangsläufig der komplette wirtschaftliche Preis jeder Transaktion.
Wie groß ist die Auswahl an Aktien, ETFs und Fonds?
Die Kreissparkasse Reutlingen spricht bei S-Neo von einer „breiten Auswahl“ an Wertpapieren. Sparkasse.de nennt ausdrücklich ETFs, Fonds und Aktien als die drei zentralen Anlageklassen von S-Neo.
Eine öffentlich zugängliche vollständige Liste aller handelbaren ISINs oder WKNs habe ich allerdings nicht gefunden.
Damit lässt sich derzeit auch keine seriöse Zahl wie „X ETFs und Y Aktien“ für S-Neo Reutlingen nennen.
Wer einen bestimmten ETF kaufen möchte – beispielsweise von iShares, Vanguard, Xtrackers oder Amundi – sollte deshalb vor einem Depotwechsel direkt in der Wertpapiersuche kontrollieren, ob genau dieser ETF verfügbar und gegebenenfalls auch sparplanfähig ist.
Welche Wertpapiere können als Sparplan bespart werden?
Bei der KSK Reutlingen können Sparpläne auf ETFs, Fonds und Aktien kostenlos ausgeführt werden. Die Mindestsparrate beträgt lediglich 5 Euro.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes handelbare Wertpapier auch sparplanfähig ist. Bei Brokern ist die Auswahl der Sparplan-Wertpapiere üblicherweise kleiner als das gesamte handelbare Universum.
Eine vollständige öffentliche Sparplanliste für S-Neo Reutlingen ist derzeit nicht ersichtlich. Für einen konkreten ETF oder eine bestimmte Aktie würde ich daher vor der Depoteröffnung beziehungsweise direkt in der App prüfen, ob die Sparplanfunktion angeboten wird.
Welche Sparplanintervalle und Ausführungstage gibt es?
Dieser Punkt wird auf der öffentlichen Reutlinger Produktseite erstaunlich wenig erläutert. Sicher bestätigt ist, dass Sparpläne ab 5 Euro möglich und die Ausführungen kostenlos sind.
Welche Ausführungstage und Intervalle konkret zur Verfügung stehen, wird dort jedoch nicht vollständig dokumentiert.
Deshalb würde ich hier keine von anderen S-Neo- oder S-Broker-Angeboten bekannten Termine übernehmen. Gerade bei einem persönlichen Praxistest lohnt es sich, die Auswahl beim Anlegen eines Sparplans direkt zu dokumentieren.
Kann ich einen Sparplan ändern, pausieren oder löschen?
Sparkasse.de beschreibt S-Neo-Sparpläne ausdrücklich als flexibel und erklärt, dass Sparpläne eingerichtet und angepasst werden können.
Für den Alltag ist das wichtig: Ein ETF-Sparplan ist damit keine langfristige Verpflichtung zu einer unveränderlichen Rate.
Welche Änderungsmöglichkeiten die Reutlinger App im Detail anbietet – beispielsweise Pausieren, Änderung des Ausführungstages oder Wechsel des Intervalls – sollte ich dennoch von den allgemeinen Aussagen über S-Neo trennen und im praktischen Test überprüfen.
Kann ich über einen Sparplan Bruchstücke kaufen?
Bruchstücke sind bei Wertpapiersparplänen grundsätzlich wichtig. Kostet eine Aktie beispielsweise 200 Euro und ich investiere nur 25 Euro, kann der Sparplan nur funktionieren, wenn ein Teil einer Aktie erworben werden kann.
Sparkasse.de bestätigt ausdrücklich, dass bei Aktiensparplänen auch Bruchstücke sparplanfähiger Aktien erworben werden können.
Das ist besonders bei hochpreisigen Aktien praktisch. Man muss also nicht genügend Geld für eine vollständige Aktie investieren, sondern kann regelmäßig einen festen Eurobetrag anlegen.
Auch bei Fondssparplänen sind Bruchstücke ein übliches Prinzip: Neu erworbene Bruchstücke können sich im Laufe der Zeit zu vollständigen Anteilen addieren.
Wie werden Bruchstücke verkauft?
Hier wird es beim späteren Depotwechsel oder vollständigen Verkauf interessant. Ganze Wertpapieranteile können regulär übertragen werden. Bruchstücke sind dagegen technisch häufig anders zu behandeln. Meist müssten diese über den Depotanbieter „zurückgegeben“ werden und können nicht übertragen werden.
Für S-Neo Reutlingen habe ich keine öffentlich dokumentierte Sonderregel gefunden, die genau erklärt, wie solche Reststücke beim Depotübertrag oder bei einer Depotauflösung abgerechnet werden.
Wer über viele Jahre einen Sparplan bespart, sollte diesen Punkt im Hinterkopf behalten. Beim Verkauf innerhalb des Depots sind Bruchstücke grundsätzlich verwaltbar; bei einem Depotübertrag können sie dagegen eine Sonderbehandlung erfordern.
Welche Ordertypen gibt es?
Für aktive Anleger sind Limit-, Stop- und Stop-Limit-Orders deutlich wichtiger als für einen reinen ETF-Sparer.
Allgemeine Sparkassen-Informationen zeigen, dass beispielsweise Limit-Orders im Wertpapierhandel unterstützt werden. Daraus lässt sich aber nicht automatisch ableiten, dass sämtliche Ordertypen auch in der vereinfachten S-Neo-Oberfläche der KSK Reutlingen vorhanden sind.
Eine vollständige öffentliche Liste der für S-Neo Reutlingen verfügbaren Orderzusätze habe ich nicht gefunden.
Wer regelmäßig Einzelaktien handelt, sollte deshalb in der Ordermaske prüfen, ob neben Market- beziehungsweise Sofortorders auch Limit, Stop und Stop-Limit zur Verfügung stehen.
Wie sind die Handelszeiten?
Auch die konkreten Handelszeiten hängen vom verwendeten Handelsplatz ab.
Solange nicht eindeutig feststeht, welche Handelsplätze S-Neo Reutlingen für die jeweilige Order verwendet, lässt sich deshalb keine allgemeine Handelszeit nennen.
Das ist wichtiger, als es zunächst klingt. Gerade außerhalb der Haupthandelszeiten können sich Geld- und Briefkurs stärker voneinander entfernen.
Für mich gehört deshalb zu einem guten S-Neo-Test nicht nur die Frage „Was kostet die Order?“, sondern auch: Zu welchem Kurs wird meine Order tatsächlich ausgeführt?
Wie wichtig ist der Spread bei einer 1-Euro-Order?
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers.
Gerade bei einem Broker mit extrem niedriger sichtbarer Ordergebühr sollte man ihn nicht ignorieren. Angenommen, ich spare gegenüber einem anderen Broker 4 Euro Ordergebühr, erhalte dort aber für eine größere Order einen etwas besseren Ausführungskurs, kann der Kursunterschied die Gebührenersparnis teilweise oder vollständig aufheben.
Deshalb sollte man Wertpapiere möglichst zu Zeiten handeln, in denen auch ihre jeweiligen Referenzmärkte liquide sind.
Der reine Vergleich „1 Euro gegen 5 Euro Ordergebühr“ erzählt also nicht die ganze Geschichte.
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:
- dieses Depot als aktuelle Top-Empfehlung (nutze ich selbst)* und
- dieses Depot als Allrounder* und
- dieses Depot als etablierter Klassiker*.
Kann ich S-Neo am Computer verwenden?
Hier gibt es inzwischen eine eindeutige Antwort: Nein.
S-Neo ist konsequent als App-Depot konzipiert. Sparkasse.de erklärt ausdrücklich, dass das Depot ausschließlich über die App Sparkasse eröffnet und verwaltet werden kann. Eine Nutzung über den Desktop beziehungsweise die Internet-Filiale ist nicht vorgesehen.
Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zu einem klassischen Sparkassen-Depot oder dem S Broker (https://www.sbroker.de).
Für jemanden, der ohnehin fast alles auf dem Smartphone erledigt, dürfte das kaum stören. Wer sein Portfolio dagegen gerne auf einem großen Bildschirm analysiert und Orders am PC aufgibt, sollte diese Einschränkung kennen.
Gibt es Watchlists, Charts und umfangreiche Analysewerkzeuge?
S-Neo ist nicht als professionelle Trading-Plattform positioniert, sondern als möglichst einfacher Zugang zu Aktien, ETFs und Fonds innerhalb der Sparkassen-App.
Das zeigt auch der Vergleich mit anderen Sparkassen-Produkten. Bei der S-Invest-App werden Marktdaten, Analysen und News ausdrücklich als Funktionen hervorgehoben. Bei S-Neo konzentriert sich die Kommunikation dagegen auf einfaches Kaufen, Verkaufen und Sparen.
Wer umfangreiche Charts, Unternehmenskennzahlen, Newsfeeds, Watchlists oder professionelle Tradingwerkzeuge benötigt, sollte deshalb vor dem Wechsel prüfen, ob ihm die Funktionen der S-Neo-App ausreichen.
Kann ich mein bestehendes Depot zu S-Neo übertragen?
Grundsätzlich können Wertpapierdepots zwischen Banken übertragen werden. Bei S-Neo macht Sparkasse.de allerdings ausdrücklich eine Einschränkung: Ob und wie ein bestehendes Depot zu S-Neo übertragen werden kann, hängt von der jeweiligen Sparkasse und deren Rahmenbedingungen ab.
Für die KSK Reutlingen wird auf der öffentlichen Produktseite kein detaillierter S-Neo-Depotübertragsprozess beschrieben.
Wer bereits ein größeres Depot bei Trade Republic, Scalable, ING oder einem anderen Broker besitzt, sollte deshalb vor der Eröffnung klären, ob sämtliche vorhandenen Wertpapiere von S-Neo angenommen werden.
Werden Einstandskurse und Steuerdaten beim Depotübertrag übernommen?
Bei einem ordnungsgemäßen inländischen Depotübertrag werden steuerlich relevante Anschaffungsdaten grundsätzlich zwischen den beteiligten Instituten übermittelt, soweit die Voraussetzungen dafür vorliegen.
In der Praxis sollte man nach dem Übertrag trotzdem kontrollieren, ob Einstandsdaten und steuerliche Informationen vollständig angekommen sind.
Besonders bei alten Beständen, ausländischen Brokern oder komplexeren Überträgen können Besonderheiten auftreten.
Kann ich mein Depot später wieder von S-Neo weg übertragen?
Ein Wertpapierdepot ist keine Einbahnstraße. Wertpapiere können grundsätzlich auch zu einem anderen Institut übertragen werden.
Das ist bei der Reutlinger Kostenstruktur besonders relevant. Wer heute mit 10.000 Euro beginnt und durch Sparraten und Kursentwicklung später die 50.000-Euro-Grenze erreicht, könnte irgendwann neu vergleichen.
Dabei sollte man allerdings wieder auf nicht übertragbare Bruchstücke oder Wertpapiere achten, die der neue Broker nicht unterstützt.
Wie funktioniert der Freistellungsauftrag?
Kapitalerträge wie Dividenden, Zinsen und realisierte Kursgewinne unterliegen grundsätzlich der deutschen Kapitalertragsteuer.
Mit einem Freistellungsauftrag kann der Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt werden, sodass Kapitalerträge bis zum verfügbaren Freibetrag nicht direkt mit Kapitalertragsteuer belastet werden.
Wie der Freistellungsauftrag bei der konkreten Reutlinger S-Neo-Umsetzung innerhalb der App verwaltet wird, sollte man bei der Eröffnung kontrollieren. Bei S-Broker-Lösungen existiert dafür beispielsweise eine eigene Onlinefunktion; daraus lässt sich aber nicht automatisch die technische Umsetzung bei S-Neo Reutlingen ableiten.
Wird die Abgeltungsteuer automatisch abgeführt?
Bei einem deutschen Kreditinstitut werden steuerpflichtige Kapitalerträge grundsätzlich automatisch im Rahmen des Kapitalertragsteuerabzugs berücksichtigt. Das gilt also auch bei S-Neo.
Das betrifft beispielsweise realisierte Kursgewinne und Dividenden, soweit sie nicht durch einen vorhandenen Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung oder andere steuerliche Regelungen abgedeckt sind.
Für die meisten Privatanleger bedeutet das: Sie müssen nicht nach jedem Aktienverkauf selbst die Steuer an das Finanzamt überweisen.
Bei individuellen steuerlichen Besonderheiten oder ausländischen Sachverhalten kann die Steuererklärung trotzdem erforderlich beziehungsweise sinnvoll sein.
Gibt es Verlustverrechnungstöpfe?
Deutsche Depotanbieter führen im Rahmen der steuerlichen Abrechnung entsprechende Verlustverrechnungstöpfe. Verluste können dadurch unter den gesetzlichen Voraussetzungen mit passenden Kapitalerträgen verrechnet werden.
Besitzt man Depots bei mehreren Banken, erfolgt diese Verrechnung allerdings nicht automatisch institutsübergreifend. Dafür können beispielsweise eine Verlustbescheinigung und die Steuererklärung relevant werden.
Gerade bei einem Depotwechsel sollte man deshalb nicht nur die Wertpapiere, sondern auch die steuerliche Behandlung vorhandener Verlusttöpfe berücksichtigen.
Wie werden ausländische Dividenden und Quellensteuer behandelt?
Bei ausländischen Aktien kann neben der deutschen Besteuerung Quellensteuer im Herkunftsland anfallen.
Ein Teil davon kann abhängig vom jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen auf die deutsche Steuer angerechnet werden. Je nach Land kann darüber hinaus ein Rückerstattungsverfahren notwendig oder möglich sein.
Das ist kein spezielles S-Neo-Problem, sondern betrifft grundsätzlich deutsche Depots mit internationalen Wertpapieren.
Für Anleger mit vielen ausländischen Dividendenaktien ist trotzdem interessant, wie komfortabel die jeweilige Depotbank solche Vorgänge unterstützt.
Wohin gehen Dividenden und ETF-Ausschüttungen?
S-Neo verwendet das vorhandene Sparkassen-Girokonto als Verrechnungskonto. Käufe werden davon abgebucht und Verkaufserlöse dorthin gutgeschrieben.
Bei Ausschüttungen sollte man zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Anlagen unterscheiden. Ein thesaurierender ETF legt seine Erträge innerhalb des Fonds wieder an. Bei einem ausschüttenden ETF oder einer Aktie wird die Ausschüttung beziehungsweise Dividende über die Depotabrechnung gutgeschrieben.
Eine automatische Wiederanlage sämtlicher Ausschüttungen wird für S-Neo Reutlingen auf der öffentlichen Produktseite nicht als eigene Funktion beworben. Wer Dividenden automatisch wieder investieren möchte, sollte daher prüfen, ob dies für das konkrete Wertpapier angeboten wird oder ob eine Wiederanlage über den normalen Sparplan sinnvoller ist.
Gibt es Zinsen auf nicht investiertes Geld?
S-Neo funktioniert anders als manche Neobroker: Es wird kein separates S-Neo-Cashkonto benötigt. Stattdessen dient das vorhandene Sparkassen-Girokonto als Verrechnungskonto.
Damit gibt es auch keinen eigenständigen „S-Neo-Zinssatz“ für herumliegendes Depot-Cash.
Ob Geld auf dem verwendeten Girokonto verzinst wird, hängt vom jeweiligen Kontomodell ab. Die KSK Reutlingen bietet daneben beispielsweise ein separates Geldmarktkonto zum verzinsten Parken von Geld an.
Wer regelmäßig größere Beträge zwischenparkt, sollte diesen Punkt bei einem Vergleich mit Brokern berücksichtigen, die Guthaben auf ihrem Verrechnungskonto verzinsen.
Wie werden die Depotgebühren ab 50.000 und 100.000 Euro genau berechnet?
Das ist weiterhin die wichtigste ungeklärte Detailfrage bei S-Neo Reutlingen.
Die veröffentlichte Tabelle sagt:
Unterhalb von 50.000 Euro ist die Depotführung kostenlos. Ab 50.000 Euro werden 0,15 Prozent pro Jahr genannt und ab 100.000 Euro 0,30 Prozent pro Jahr.
Die öffentliche Produktseite erklärt allerdings nicht ausreichend detailliert, ob der jeweilige Prozentsatz auf das gesamte Depotvolumen, nur auf den oberhalb der Grenze liegenden Anteil oder nach einer anderen Staffelmethodik angewendet wird.
Deshalb würde ich in meinem Artikel ausdrücklich keine Beispielrechnung als gesicherte Tatsache veröffentlichen, solange diese Berechnung nicht aus der aktuellen Preis- und Leistungsübersicht beziehungsweise den Vertragsunterlagen eindeutig hervorgeht.
Welcher Depotwert ist für die Gebühren entscheidend?
Auch die Frage nach dem Bewertungsstichtag ist öffentlich nicht ausreichend erläutert.
Beim klassischen Sparkassen-Depot der KSK Reutlingen wird beispielsweise quartalsweise auf Basis des Bestands zum jeweiligen Quartalsende abgerechnet. Daraus kann aber nicht automatisch geschlossen werden, dass S-Neo genauso berechnet wird.
Gerade bei einem Depot um 50.000 Euro wäre das relevant: Durch normale Kursschwankungen könnte der Wert zeitweise oberhalb oder unterhalb der Grenze liegen.
Diesen Punkt würde ich deshalb vor einem größeren Depotübertrag schriftlich mit der KSK Reutlingen klären.
Was passiert, wenn mein Depot nur kurz über 50.000 Euro steigt?
Aus demselben Grund lässt sich auch diese Frage noch nicht belastbar beantworten.
Entscheidend ist, ob die Sparkasse mit Stichtagen, Durchschnittswerten oder einer anderen Bewertungsmethode arbeitet.
Ein Anleger mit beispielsweise 49.000 Euro Depotwert könnte schließlich allein durch einen guten Börsenmonat über die 50.000-Euro-Grenze kommen, ohne zusätzliches Geld eingezahlt zu haben.
Gerade deshalb ist die genaue Gebührenberechnung für langfristige Anleger wesentlich wichtiger als die Differenz zwischen einer Order für 0,95 und 1 Euro.
Muss ich die Kosten des Girokontos mitrechnen?
Ja, zumindest bei einem fairen Gesamtkostenvergleich.
Voraussetzung für S-Neo ist ein Sparkassen-Girokonto, das gleichzeitig als Verrechnungskonto dient. Wer dieses Girokonto ohnehin besitzt und behalten möchte, kann argumentieren, dass dadurch keine zusätzlichen Kosten aufgrund des Depots entstehen.
Wer dagegen ausschließlich wegen S-Neo zur Sparkasse wechseln würde, sollte auch die monatlichen Kosten des benötigten Girokontomodells berücksichtigen.
Die Höhe hängt vom jeweiligen Kontomodell und teilweise auch vom Alter des Kunden ab. Bei der KSK Reutlingen gibt es beispielsweise auch ein kostenloses „Konto mit Zukunft“ für die entsprechende junge Zielgruppe.
Wer kann S-Neo eröffnen?
Die Voraussetzungen sind inzwischen recht eindeutig dokumentiert.
Benötigt werden ein Girokonto bei einer Sparkasse, die App Sparkasse, ein aktiver Online-Banking-Zugang mit Freigabeverfahren und ein Smartphone beziehungsweise Tablet.
Außerdem muss der Depotinhaber volljährig sein.
Die Eröffnung erfolgt vollständig digital innerhalb der Sparkassen-App.
Gibt es ein S-Neo-Gemeinschaftsdepot?
Ein Gemeinschaftsdepot wird auf der zentralen S-Neo-Seite derzeit nicht als S-Neo-Depotvariante beworben.
Das unterscheidet S-Neo beispielsweise vom klassischen Sparkassen-Depot, das bei der KSK Reutlingen ausdrücklich als Einzel- oder Gemeinschaftsdepot geführt werden kann.
Wer ein gemeinsames Depot mit Ehepartner oder Partnerin benötigt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass S-Neo diese Funktion automatisch unterstützt.
Gibt es S-Neo für Minderjährige?
Nein, S-Neo selbst richtet sich laut Sparkasse.de an volljährige Kunden.
Für Kinder und Jugendliche gibt es innerhalb der Sparkassen-Gruppe stattdessen spezielle Kinder- beziehungsweise Juniordepots. Diese werden von den gesetzlichen Vertretern eröffnet und verwaltet.
Wer beispielsweise einen ETF-Sparplan für sein Kind anlegen möchte, sollte daher das Kinderdepot mit S-Neo vergleichen und nicht versuchen, S-Neo im Namen des Kindes zu eröffnen.
Sind Depotvollmachten möglich?
Für klassische Depots und S-Broker-Lösungen existieren Depotvollmachten. Beim S Broker (https://www.sbroker.de) gibt es dafür beispielsweise eigene Formulare.
Für die konkrete Reutlinger S-Neo-Variante finde ich allerdings keine öffentlich dokumentierte Aussage dazu, wie eine Vollmacht eingerichtet wird und welche Funktionen ein Bevollmächtigter innerhalb der App erhält.
Wer eine Vollmacht benötigt – etwa für Ehepartner oder im Rahmen der Vorsorge – sollte das deshalb vor der Eröffnung mit der Sparkasse klären.
Was passiert, wenn ich zu einer anderen Sparkasse wechsle?
Das ist bei S-Neo ungewöhnlich relevant, weil die einzelnen Sparkassen unterschiedliche Konditionen festlegen können.
Sparkasse.de verweist bei einem Sparkassenwechsel ausdrücklich an die bisherige beziehungsweise neue Sparkasse. Dort muss geklärt werden, welche Möglichkeiten für Depot und Verrechnungskonto bestehen.
Man sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass ein S-Neo-Depot beim Wechsel von einer Sparkasse zur anderen einfach unverändert mit denselben Konditionen weiterläuft.
Wer verwahrt meine Wertpapiere?
Ein Depot ist rechtlich etwas anderes als ein Girokonto. Im Depot werden Wertpapiere für den Kunden verwahrt beziehungsweise entsprechende Depotpositionen geführt.
Das ist wichtig für die Sicherheitsbetrachtung: Aktien, ETFs und Fonds im Depot sind nicht einfach ein Guthaben, das die Bank für eigene Zwecke verwenden kann.
Welche technische Depot- und Verwahrstruktur hinter der konkreten Reutlinger S-Neo-Lösung steht, wird auf der öffentlichen Produktseite allerdings nicht im Detail erklärt. Deshalb würde ich hier keine S-Broker-Struktur unterstellen, solange die Vertragsunterlagen das nicht bestätigen.
Was passiert bei einer Insolvenz?
Hier muss zwischen Wertpapieren und Bankguthaben unterschieden werden.
Wertpapiere im Kundendepot gehören grundsätzlich nicht zum frei verfügbaren Vermögen der Bank. Im Insolvenzfall besteht grundsätzlich ein Herausgabe- beziehungsweise Übertragungsanspruch auf die für den Kunden verwahrten Wertpapiere.
Geld auf dem Sparkassen-Girokonto ist dagegen eine Forderung gegenüber dem Kreditinstitut und unterliegt den dafür geltenden Sicherungsmechanismen.
Das normale Kursrisiko wird dadurch selbstverständlich nicht beseitigt. Fällt eine Aktie um 50 Prozent, schützt weder die Depotverwahrung noch eine Einlagensicherung vor diesem Börsenverlust.
Wie schnell werden Orders ausgeführt?
Eine pauschale Zeitangabe wäre unseriös.
Eine marktgängige Order kann während der Handelszeit innerhalb kurzer Zeit ausgeführt werden. Entscheidend sind aber Handelsplatz, Liquidität, Ordertyp und die vom Anleger gesetzten Bedingungen.
Bei einer Limit-Order kann es beispielsweise sein, dass überhaupt keine Ausführung stattfindet, weil der gewünschte Kurs nie erreicht wird.
Für einen echten Erfahrungsbericht wäre deshalb interessanter zu dokumentieren, wie schnell eine konkrete S-Neo-Order bestätigt wird und zu welchem Kurs sie tatsächlich ausgeführt wurde.
Wie schnell steht Geld nach einem Verkauf zur Verfügung?
Verkaufserlöse werden bei S-Neo auf das hinterlegte Sparkassen-Girokonto gebucht.
Die wertpapierrechtliche Abwicklung einer Börsentransaktion und die Anzeige beziehungsweise Verfügbarkeit des Erlöses sind allerdings nicht dasselbe wie eine normale Echtzeitüberweisung.
Hier würde ich im Praxistest dokumentieren, wann der Verkauf in der App erscheint, wann die Abrechnung bereitsteht und ab wann der Erlös tatsächlich auf dem Girokonto verfügbar ist.
Wie gut ist der Support?
S-Neo hat gegenüber einem reinen App-Neobroker einen interessanten strukturellen Vorteil: Hinter dem Produkt steht die jeweilige Sparkasse, bei der der Kunde ohnehin sein Girokonto führt.
Allerdings sollte man daraus nicht automatisch schließen, dass jede Filiale umfangreiche Unterstützung bei einzelnen S-Neo-Tradingfunktionen oder Anlageentscheidungen bietet. S-Neo wird ausdrücklich als Selbstentscheider-Angebot positioniert.
Wer intensive persönliche Anlageberatung möchte, findet innerhalb der Sparkassen-Welt dafür weiterhin das klassische Sparkassen-Depot beziehungsweise andere beratungsorientierte Angebote.
Welche Funktionen fehlen gegenüber Trade Republic, Scalable oder einem vollwertigen Broker?
S-Neo verfolgt bewusst einen einfacheren Ansatz.
Im Mittelpunkt stehen Aktien, ETFs und Fonds, Sparpläne und die Integration in die Sparkassen-App. Das kann für langfristige Anleger völlig ausreichen.
Wer dagegen zahlreiche internationale Börsenplätze, professionelle Ordertypen, umfangreiche Analysewerkzeuge, Desktop-Trading oder sehr spezielle Wertpapierarten benötigt, sollte genauer vergleichen.
Besonders eindeutig ist die Desktop-Frage: S-Neo kann ausschließlich über die Sparkassen-App verwendet werden.
Das ist kein versteckter Fehler des Produkts, sondern Teil seines Konzepts.
Kann ich Anleihen, Zertifikate oder Optionsscheine handeln?
Die offiziellen S-Neo-Seiten stellen konsequent Aktien, ETFs und Fonds in den Mittelpunkt.
Andere Sparkassen-Depots bieten ein deutlich breiteres Wertpapierspektrum. Beim klassischen Depot der KSK Reutlingen werden beispielsweise auch Zertifikate, Optionsscheine und festverzinsliche Wertpapiere ausdrücklich in der Preisübersicht genannt.
Für S-Neo Reutlingen werden diese Anlageklassen dagegen nicht entsprechend beworben.
Deshalb würde ich S-Neo nicht als vollwertigen Ersatz für ein Depot betrachten, mit dem sämtliche denkbaren Wertpapierarten gehandelt werden sollen.
Kann ich Kryptowährungen über S-Neo kaufen?
Kryptowährungen gehören derzeit nicht zu den von Sparkasse.de genannten S-Neo-Anlageklassen. Offiziell beworben werden Aktien, ETFs und Fonds.
Wer direkt Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen handeln möchte, sollte S-Neo deshalb derzeit nicht als Krypto-Broker einplanen.
Etwas anderes können börsengehandelte Wertpapiere sein, deren Wertentwicklung mit Kryptowährungen zusammenhängt. Ob ein bestimmtes Produkt bei S-Neo handelbar ist, müsste über die konkrete Wertpapiersuche geprüft werden.
Wie kann ein Broker bei nur 1 Euro Ordergebühr Geld verdienen?
Die sichtbare Ordergebühr ist nicht automatisch die einzige Einnahmequelle eines Wertpapiergeschäfts.
Je nach Depotmodell können unter anderem Depotentgelte, Vergütungen aus Produkt- oder Vertriebsstrukturen und andere Erträge eine Rolle spielen. Außerdem entstehen dem Anleger gegebenenfalls Fremdkosten und der Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
Für S-Neo Reutlingen würde ich allerdings nicht spekulieren, welche konkrete Einnahmequelle welchen Anteil ausmacht. Dazu veröffentlicht die Produktseite keine entsprechende Kalkulation.
Für mich als Anleger ist letztlich entscheidender, welche Gesamtkosten tatsächlich bei meiner Order entstehen und welchen Ausführungskurs ich erhalte.
Mein Fazit zum S-Neo Depot der Sparkasse
Nach meiner Beschäftigung mit S-Neo bleibt insgesamt ein interessanter Eindruck: Die Sparkassen haben mit dem Depot ein Angebot geschaffen, das sich deutlich stärker an modernen Neobrokern orientiert als das klassische Sparkassen-Depot. Vor allem die direkte Integration in die Sparkassen-App gefällt mir. Wer sein Girokonto ohnehin bei der Sparkasse führt, kann Banking und Geldanlage an einem Ort verwalten und benötigt weder eine zusätzliche Broker-App noch ein separates Verrechnungskonto.
Auch preislich kann S-Neo zunächst überzeugen. Bei der Kreissparkasse Reutlingen sind Sparpläne auf ETFs, Aktien und Fonds ab kleinen Beträgen ohne Ausführungsgebühr möglich. Einzelne Käufe und Verkäufe werden mit einer niedrigen Grundgebühr angeboten. Gerade für Anleger, die regelmäßig einen ETF besparen oder gelegentlich Aktien kaufen und ihr Depot selbst verwalten möchten, ist das wesentlich interessanter als die traditionelle Vorstellung eines vergleichsweise teuren Sparkassen-Depots.
Die größte Besonderheit von S-Neo ist gleichzeitig der Punkt, auf den man am stärksten achten sollte: S-Neo ist nicht bei jeder Sparkasse dasselbe Depot. Kosten und teilweise auch die konkrete Umsetzung unterscheiden sich. Allgemeine Tests im Internet, die beispielsweise von dauerhaft kostenloser Depotführung oder einer bestimmten Ordergebühr sprechen, lassen sich deshalb nicht automatisch auf die eigene Sparkasse übertragen. Entscheidend ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Instituts.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen betrifft das insbesondere größere Depotvermögen. Unterhalb von 50.000 Euro ist die Depotführung kostenlos, darüber werden volumenabhängige Gebühren genannt. Wer über viele Jahre Vermögen mit ETFs und Aktien aufbauen möchte, sollte diese Schwellen von Anfang an berücksichtigen. Ein heute kleines Depot kann durch Sparraten und Kurssteigerungen irgendwann deutlich größer werden. Vor einem größeren Depotübertrag würde ich deshalb insbesondere die genaue Berechnung dieser Gebühren schriftlich klären.
Daneben sollte man sich bewusst sein, dass S-Neo bewusst einfach gehalten ist. Das Depot wird ausschließlich über die Sparkassen-App verwaltet. Wer am Computer handeln, zahlreiche Börsenplätze nutzen, umfangreiche Analysewerkzeuge einsetzen oder speziellere Wertpapierarten handeln möchte, sollte genau prüfen, ob S-Neo dafür genügend Funktionen bietet. Für einen langfristigen ETF-Sparer können solche Einschränkungen nahezu bedeutungslos sein; für einen aktiven Anleger können sie dagegen entscheidend sein.
Beim Kostenvergleich würde ich mich außerdem nicht allein von der niedrigen sichtbaren Ordergebühr leiten lassen. Fremdkosten, verfügbare Handelsplätze und vor allem der tatsächliche Ausführungskurs beziehungsweise Spread gehören ebenfalls zum Gesamtbild. Bei Sparplänen ist die Situation einfacher: Sind der gewünschte ETF oder die gewünschte Aktie sparplanfähig und die Ausführung tatsächlich kostenlos, ist das Angebot leicht nachvollziehbar.
Unterm Strich sehe ich die größte Stärke von S-Neo deshalb weniger darin, jeden Neobroker bei jeder einzelnen Funktion oder Gebühr schlagen zu wollen. Der eigentliche Vorteil ist die Kombination aus einfacher Geldanlage, günstigen Konditionen und vollständiger Integration in das bestehende Sparkassen-Banking. Für bestehende Sparkassenkunden, die hauptsächlich ETFs und Aktien besparen und möglichst wenig zusätzliche Infrastruktur möchten, kann genau das attraktiv sein.
Wer dagegen ein größeres Depot besitzt, aktiv handelt oder besonderen Wert auf Desktop-Nutzung, eine große Handelsplatzauswahl und umfangreiche Tradingfunktionen legt, sollte S-Neo nicht nur mit dem klassischen Sparkassen-Depot vergleichen, sondern auch mit spezialisierten Online- und Neobrokern.
Mein bisheriges Fazit fällt daher differenziert aus: Für kleinere, langfristig ausgerichtete Depots macht S-Neo einen interessanten Eindruck – insbesondere wegen der kostenlosen Sparpläne und der einfachen Einbindung in die Sparkassen-App. Mit zunehmendem Depotvermögen werden bei der KSK Reutlingen allerdings die Depotgebühren zum entscheidenden Vergleichspunkt.
Vor einer Eröffnung würde ich deshalb drei Dinge prüfen: Ist mein gewünschter ETF oder meine Aktie verfügbar und sparplanfähig? Reichen mir App, Handelsplätze und Funktionen für meine Art zu investieren? Und welche Gesamtkosten entstehen bei meiner voraussichtlichen Depotgröße langfristig?
Ich persönlich würde jedoch kein S-Neo Depot eröffnen und die klassischen und günstigen Online-Broker nutzen!
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