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Mit S-Neo haben die Sparkassen ein Depot geschaffen, das auf den ersten Blick stark an einen Neobroker erinnert: Wertpapiere direkt in der Sparkassen-App kaufen, ETF- und Aktiensparpläne einrichten und vergleichsweise niedrige Ordergebühren zahlen. Gleichzeitig gibt es mit dem Sparkassen Broker beziehungsweise S Broker bereits seit vielen Jahren einen spezialisierten Online-Broker innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe.
Damit stellt sich für Sparkassenkunden und andere Interessierte eine naheliegende Frage:
S-Neo oder Sparkassen Broker – wo liegen die Unterschiede und welches Depot eignet sich für welchen Anwendungsfall?
Der Vergleich ist interessanter, als es zunächst erscheint. Denn obwohl beide Angebote zur Sparkassen-Welt gehören, verfolgen sie unterschiedliche Konzepte.
Kurzfassung des Artikels:
Ich persönlich würde das S-Neo Depot nicht nutzen und den S Broker (https://www.sbroker.de) bevorzugen. Die Nachteile von S-Neo im Vergleich zum S Broker im Folgenden:
– Depotgebühr bei S-Neo ab 50.000 € Depotvolumen (je nach Sparkasse bis zu 0,3 % pro Jahr).
– Ähnlich günstiges Handeln (ab 0,95 €) bei S-Neo wie bei S Broker, aber nicht günstiger.
– Auch die Handelsmöglichkeiten sind beim Sparkassen Broker deutlich umfangreicher und professioneller als bei S-Neo.
– Ich nutze diesen bekannten Online-Broker >> seit langer Zeit für ETFs und Aktien und bin sehr zufrieden.
– Der S Broker ist jedoch auch eine gute Anlaufstelle – die Konditionen sind praktisch identisch wie bei S-Neo mit dem Unterschied, dass es keine volumenabhängige Depotgebühr wie bei S-Neo gibt.
Meine Empfehlung im direkten Vergleich: https://www.sbroker.de
Inhalt
S-Neo und Sparkassen Broker sind nicht dasselbe
Zunächst sollte man die beiden Angebote voneinander trennen.
S-Neo ist ein digitales Depot, das unmittelbar in die App Sparkasse integriert ist. Es richtet sich vor allem an Anleger, die Aktien, ETFs und Fonds unkompliziert selbst kaufen oder über Sparpläne besparen möchten.
Der S Broker (ausgeschrieben Sparkassen Broker) ist dagegen ein eigenständiger Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe. Er existiert bereits wesentlich länger und bietet entsprechend umfangreichere Handelsmöglichkeiten.
Die Besonderheit: Hinter S-Neo kann bei verschiedenen Sparkassen technisch durchaus Infrastruktur aus dem S-Broker-Umfeld stehen. Das bedeutet aber nicht, dass ein S-Neo-Depot automatisch sämtliche Funktionen und Konditionen des klassischen S Brokers besitzt.
Tabelle: S-Neo und S Broker im direkten Vergleich
| Merkmal | S-Neo | Sparkassen Broker |
|---|---|---|
| Ausrichtung | Einfaches digitales Depot | Vollwertiger Online-Broker |
| Sparkassen-App | direkt integriert | eigenständiges Broker-Angebot |
| Desktop-Nutzung | Nein | Ja |
| Schwerpunkt | Aktien, ETFs, Fonds | wesentlich breiteres Wertpapierangebot |
| Sparpläne | Ja | Ja |
| Kleine Sparraten | ab 5 € möglich | abhängig vom Angebot |
| Handelsplätze | stärker begrenzt/abhängig von Umsetzung | große Auswahl |
| Tradingfunktionen | eher reduziert | umfangreicher |
| Analysefunktionen | eher einfach | umfangreicher |
| Kosten | abhängig von Sparkasse | eigenes S-Broker-Preismodell |
| Verrechnung | Sparkassen-Girokonto | S-Broker-Struktur |
| Zielgruppe | Einsteiger und Selbstentscheider mit einfachen Anforderungen | Anleger mit höheren Brokerage-Anforderungen |
Meine Empfehlung im direkten Vergleich: https://www.sbroker.de
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:
- dieses Depot als aktuelle Top-Empfehlung (nutze ich selbst)* und
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Der wichtigste Unterschied: Einfachheit gegen Funktionsumfang
Der grundlegende Unterschied lässt sich relativ einfach zusammenfassen.
S-Neo soll Wertpapieranlage möglichst einfach in das bestehende Sparkassen-Banking integrieren. Beim S Broker steht dagegen das eigentliche Brokerage stärker im Mittelpunkt.
Bei S-Neo öffne ich meine gewohnte Sparkassen-App und sehe dort neben meinen Konten auch mein Depot. Über die App kann ich Wertpapiere suchen, kaufen und verkaufen sowie Sparpläne verwalten.
Beim S Broker bekomme ich dagegen eine wesentlich umfangreichere Broker-Plattform.
Für jemanden, der hauptsächlich jeden Monat einen ETF besparen und gelegentlich Aktien kaufen möchte, kann die Einfachheit von S-Neo ein Vorteil sein. Wer regelmäßig handelt, verschiedene Börsenplätze benötigt oder zusätzliche Wertpapierarten einsetzen möchte, findet beim S Broker erheblich mehr Möglichkeiten.
S-Neo ist direkt in die Sparkassen-App integriert
Die App-Integration ist wahrscheinlich das stärkste Argument für S-Neo.
Vorausgesetzt werden unter anderem ein entsprechendes Sparkassen-Girokonto, Online-Banking mit Freigabeverfahren sowie die Sparkassen-App. Das vorhandene Girokonto dient gleichzeitig als Verrechnungskonto.
Dadurch befinden sich Banking und Geldanlage praktisch an einem Ort.
Beim S Broker handelt es sich dagegen um ein eigenständiges Broker-Angebot. Das kann funktional umfangreicher sein, bedeutet aber auch, dass die Wertpapieranlage stärker als eigener Bereich behandelt wird.
Wer möglichst wenig zusätzliche Infrastruktur möchte, dürfte deshalb das S-Neo-Konzept interessanter finden.
S-Neo funktioniert nur über die App
Die konsequente App-Ausrichtung hat allerdings eine Kehrseite: S-Neo wird ausschließlich über die App Sparkasse verwaltet.
Eine vollständige Nutzung über die Internet-Filiale beziehungsweise den Desktop ist für S-Neo nicht vorgesehen.
Beim Sparkassen Broker sieht das anders aus. Der S Broker verfügt über einen umfangreichen Webzugang und richtet sich damit auch an Anleger, die Wertpapierhandel und Depotverwaltung am Computer erledigen möchten.
Das kann in der Praxis ein erheblicher Unterschied sein. Einen ETF-Sparplan einmal einzurichten und anschließend gelegentlich in der App zu kontrollieren, funktioniert auf dem Smartphone problemlos. Wer dagegen mehrere Positionen beobachtet, Orders vorbereitet oder regelmäßig Wertpapiere handelt, kann einen größeren Bildschirm bevorzugen.
Wertpapierauswahl: S Broker bietet deutlich mehr Möglichkeiten
S-Neo konzentriert sich offiziell insbesondere auf Aktien, ETFs und Investmentfonds.
Damit sind die für viele Privatanleger wichtigsten Anlageklassen abgedeckt. Für einen langfristigen Vermögensaufbau mit einem oder mehreren ETFs braucht man möglicherweise überhaupt nicht mehr.
Der Sparkassen Broker geht deutlich darüber hinaus!
Dort können abhängig vom jeweiligen Produkt und Handelsweg beispielsweise auch Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine und weitere Wertpapierarten gehandelt werden.
Damit richtet sich der S Broker stärker an Anleger, die ein möglichst vollständiges Wertpapierdepot suchen.
Bei S-Neo würde ich deshalb vor der Eröffnung immer prüfen, ob die konkret gewünschten ETFs oder Aktien verfügbar und gegebenenfalls sparplanfähig sind.
Handelsplätze: Hier hat der S Broker einen Vorteil
Auch beim Börsenhandel zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung.
Der S Broker bietet Zugang zu zahlreichen in- und ausländischen Handelsplätzen sowie zum außerbörslichen Direkthandel.
Bei S-Neo ist die Auswahl stärker auf das vereinfachte Handelskonzept zugeschnitten. Welche Handelsmöglichkeiten konkret vorhanden sind, kann außerdem von der jeweiligen Sparkasse beziehungsweise S-Neo-Umsetzung abhängen.
Das ist insbesondere für aktive Anleger relevant. Mehr Handelsplätze ermöglichen es beispielsweise, Kurse und Liquidität verschiedener Börsen miteinander zu vergleichen.
Für einen ETF-Sparplan spielt das dagegen eine wesentlich geringere Rolle.
S-Neo vs. S Broker bei den Ordergebühren
Beim Preisvergleich wird es komplizierter, denn S-Neo hat keine deutschlandweit einheitliche Gebührenstruktur.
Viele Sparkassen bieten Varianten mit sehr niedrigen Ordergebühren an. Häufig findet man einen Preis von 0,95 Euro für bestimmte Orders. Andere Sparkassen haben eigene Modelle.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen kostet eine Kauf- oder Verkaufsorder bei S-Neo beispielsweise 1 Euro, wobei zusätzliche Fremdkosten entstehen können.
Der klassische S Broker arbeitet mit einer umfangreicheren Preisstruktur. Dort hängen die Kosten unter anderem von Ordervolumen, Handelsweg und gegebenenfalls weiteren Konditionen ab.
Damit kann S-Neo insbesondere bei einfachen Einzelkäufen zunächst deutlich übersichtlicher wirken.
Entscheidend bleibt jedoch der tatsächliche Gesamtpreis einer Transaktion. Neben der sichtbaren Ordergebühr sollte man mögliche Fremdkosten und den Ausführungskurs berücksichtigen.
Depotgebühren können bei S-Neo zum entscheidenden Punkt werden
Hier gibt es eine Besonderheit, die bei vielen allgemeinen Vergleichen zwischen S-Neo und Sparkassen Broker untergeht.
Die Depotgebühren von S-Neo unterscheiden sich zwischen den Sparkassen.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen gilt beispielsweise aktuell:
| Depotvolumen | S-Neo-Depotpreis |
|---|---|
| unter 50.000 € | 0 € |
| ab 50.000 € | 0,15 % p. a. |
| ab 100.000 € | 0,30 % p. a. |
Gerade für langfristige ETF-Anleger ist diese Staffelung relevant.
Ein Depot mit heute 10.000 oder 20.000 Euro kann durch monatliche Sparraten und Wertsteigerungen irgendwann 50.000 oder 100.000 Euro erreichen. Dann kann eine prozentuale Depotgebühr wesentlich stärker ins Gewicht fallen als ein Unterschied von wenigen Euro bei den Orderkosten.
Wichtig ist allerdings, dass die öffentlich zugänglichen Angaben der KSK Reutlingen die genaue Berechnung dieser Prozentwerte nicht in allen Details erklären. Vor einem größeren Depotübertrag würde ich deshalb klären, welcher Depotwert für die Berechnung herangezogen wird und wie die Staffel exakt funktioniert.
Mich persönlich schreckt diese Gebühr in Abhängigkeit vom Depotvolumen stark ab und ist ein Ausschlusskriterium! Ich würde daher kein S-Neo Depot eröffnen und mich für den Sparkassen Broker oder einen anderen Online-Broker entscheiden.
Sparpläne, Ordertypen, Zinsen und weitere Details
Im Folgenden eine Übersicht über die restlichen Details von S-Neo und Sparkassen Broker.
S-Neo oder S Broker für ETF-Sparpläne?
Beim regelmäßigen ETF-Sparen im kleinen Rahmen kann S-Neo trotzdem interessant sein.
Bei der Kreissparkasse Reutlingen sind Sparpläne auf ETFs, Aktien und Fonds kostenlos. Die Mindestsparrate beträgt lediglich 5 Euro.
Damit kann beispielsweise ein ETF jeden Monat mit kleinen Beträgen bespart werden, ohne dass für jede Ausführung eine separate Sparplangebühr anfällt.
Beim S Broker gibt es ebenfalls ein umfangreiches Sparplanangebot. Dort sollte allerdings für den gewünschten ETF geprüft werden, welche aktuellen Aktions- beziehungsweise Sparplankonditionen gelten.
Für den klassischen Anleger, der einen oder wenige ETFs dauerhaft bespart, liegt die Stärke von S-Neo daher vor allem in der Kombination aus kostenloser Ausführung und einfacher Verwaltung innerhalb der Sparkassen-App.
Aktien-Sparpläne und Bruchstücke
S-Neo unterstützt neben ETF- und Fondssparplänen auch Aktiensparpläne.
Das ist interessant, weil dadurch keine vollständige Aktie gekauft werden muss. Kostet eine Aktie beispielsweise 300 Euro, kann trotzdem ein wesentlich kleinerer Betrag regelmäßig investiert werden. Dabei entstehen entsprechende Bruchstücke.
Das macht S-Neo auch für Anleger interessant, die neben einem ETF regelmäßig kleine Beträge in einzelne Unternehmen investieren möchten.
Beim späteren Depotübertrag sollte man allerdings berücksichtigen, dass Bruchstücke anders behandelt werden können als vollständige Wertpapieranteile.
Ordertypen und professioneller Handel
Je aktiver man handelt, desto deutlicher werden die Vorteile eines spezialisierten Brokers.
Beim S Broker gehören unterschiedliche Ordertypen, Handelsplätze und weitere Tradingfunktionen zum eigentlichen Kernangebot.
Bei S-Neo steht dagegen ein vereinfachter Kauf- und Verkaufsprozess im Vordergrund. Nicht alle Funktionen eines klassischen Sparkassen-Depots oder des S Brokers sollten deshalb automatisch auch bei S-Neo vorausgesetzt werden.
Wer beispielsweise regelmäßig mit Limits und Stops arbeitet oder verschiedene Börsenplätze miteinander vergleicht, sollte vor einem Wechsel genau prüfen, ob die S-Neo-Oberfläche die benötigten Funktionen unterstützt.
Charts, Watchlists und Analyse
Ähnlich sieht es bei den Analysefunktionen aus.
S-Neo soll kein professionelles Trading-Terminal sein. Die Stärke liegt vielmehr darin, Wertpapieranlage möglichst unkompliziert in das bestehende Banking zu integrieren.
Beim S Broker spielen Marktinformationen, Wertpapiersuche und zusätzliche Tradingfunktionen eine wesentlich größere Rolle.
Für langfristige Anleger muss das kein Nachteil von S-Neo sein. Wer einmal monatlich einen ETF bespart, benötigt möglicherweise weder umfangreiche Charts noch zahlreiche Analysewerkzeuge.
Wer Aktien aktiv analysiert und häufig handelt, dürfte dagegen vom größeren Funktionsumfang eines klassischen Brokers stärker profitieren.
Meine Empfehlung im direkten Vergleich: https://www.sbroker.de
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
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Was ist mit dem Spread?
Beim Vergleich von S-Neo und Sparkassen Broker sollte man nicht ausschließlich auf die ausgewiesenen Ordergebühren schauen.
Auch der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, kann Kosten verursachen.
Eine Order für 1 Euro ist nicht automatisch günstiger als eine Order mit höherer sichtbarer Gebühr, wenn der Anleger dafür einen ungünstigeren Ausführungskurs erhält.
Besonders bei größeren Orders kann bereits eine kleine Kursdifferenz mehr ausmachen als einige Euro Ordergebühr.
Deshalb sind neben dem Preis auch Handelsplatz, Handelszeit und Liquidität des jeweiligen Wertpapiers relevant.
Welches Depot eignet sich für einen Depotübertrag?
Wer bereits ein Depot bei einem anderen Broker besitzt, sollte diesen Punkt vor dem Wechsel besonders genau prüfen.
Ein Depotübertrag zu S-Neo kann von den Bedingungen der jeweiligen Sparkasse abhängen. Außerdem sollte vorher kontrolliert werden, ob sämtliche vorhandenen Wertpapiere bei S-Neo unterstützt werden.
Beim umfangreicheren S Broker ist die Wahrscheinlichkeit naturgemäß größer, dass auch speziellere Wertpapiere in das angebotene Handelsuniversum passen.
Bei einem Depotübertrag innerhalb Deutschlands werden die relevanten steuerlichen Anschaffungsdaten unter den entsprechenden Voraussetzungen grundsätzlich zwischen den Instituten übertragen. Nach einem größeren Übertrag würde ich trotzdem kontrollieren, ob Einstandskurse und Steuerdaten korrekt angekommen sind.
Steuern und Freistellungsauftrag
Bei beiden Depotvarianten befindet man sich grundsätzlich innerhalb des deutschen Bankensystems. Hier gibt es keine Unterschiede zwischen S-Neo und S Broker.
Steuerpflichtige Kapitalerträge werden daher im Rahmen des deutschen Kapitalertragsteuerabzugs berücksichtigt. Ein vorhandener Freistellungsauftrag kann den verfügbaren Sparer-Pauschbetrag berücksichtigen.
Auch Verlustverrechnung und die steuerliche Behandlung von Dividenden gehören zur Depotführung.
Wer Depots bei mehreren Banken besitzt, sollte allerdings berücksichtigen, dass beispielsweise Verlustverrechnungstöpfe nicht einfach automatisch über verschiedene Institute hinweg miteinander verrechnet werden.
Was passiert mit Dividenden?
Besitzt man ausschüttende ETFs oder Aktien, werden entsprechende Ausschüttungen beziehungsweise Dividenden über das Depot abgerechnet.
Bei S-Neo ist besonders praktisch, dass das vorhandene Sparkassen-Girokonto gleichzeitig als Verrechnungskonto dient. Damit ist keine zusätzliche Cash-Ebene eines separaten Brokers notwendig.
Bei thesaurierenden ETFs werden Erträge dagegen innerhalb des Fonds wieder angelegt.
Eine automatische Wiederanlage sämtlicher Dividenden sollte nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden. Wer Ausschüttungen direkt wieder investieren möchte, kann dafür beispielsweise einen entsprechenden Sparplan nutzen.
Gibt es bei S-Neo Zinsen auf Guthaben?
S-Neo besitzt kein separates verzinstes Verrechnungskonto nach dem Muster mancher Neobroker. Stattdessen wird das bestehende Sparkassen-Girokonto verwendet.
Damit gibt es keinen eigenständigen S-Neo-Guthabenzins.
Ob Geld auf dem Girokonto verzinst wird, hängt vom jeweiligen Sparkassen-Kontomodell ab. Wer größere Beträge vor einem Wertpapierkauf länger zwischenparkt, sollte das beim Brokervergleich berücksichtigen.
Sicherheit bei S-Neo und Sparkassen Broker
Bei beiden Angeboten sollte zwischen Wertpapieren und Bankguthaben unterschieden werden.
Aktien, ETFs und Fonds im Depot sind nicht dasselbe wie eine Einlage auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto. Die verwahrten Wertpapiere sind grundsätzlich dem Anleger zugeordnet und fallen nicht einfach in das frei verfügbare Vermögen der depotführenden Bank.
Bankguthaben unterliegt dagegen den jeweils geltenden Sicherungssystemen.
Davon unabhängig bleibt bei beiden Depots selbstverständlich das normale Kapitalmarktrisiko bestehen. Sinkt der Wert einer Aktie oder eines ETFs, schützt die Depotverwahrung nicht vor diesem Verlust.
S-Neo oder S Broker für Einsteiger?
Für Einsteiger hat S-Neo einen offensichtlichen Vorteil: Es reduziert die Komplexität.
Wer bereits ein Sparkassen-Girokonto besitzt, muss nicht erst einen komplett neuen Broker kennenlernen. Depot, Girokonto und Sparplan befinden sich in einer bekannten Umgebung.
Gerade für den Einstieg mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan kann das angenehm sein.
Der S Broker bietet zwar mehr Möglichkeiten, diese werden von einem Anleger mit einem einzigen ETF-Sparplan aber möglicherweise überhaupt nicht benötigt.
Mehr Funktionen sind nicht automatisch besser, wenn man sie nicht nutzt.
S-Neo oder S Broker für aktive Anleger?
Mit zunehmender Handelsaktivität verschiebt sich der Schwerpunkt.
Wer verschiedene Handelsplätze benötigt, unterschiedliche Wertpapierarten handeln möchte, regelmäßig am Desktop arbeitet und umfangreichere Ordermöglichkeiten benötigt, findet beim S Broker das breitere Werkzeugangebot.
S-Neo setzt bewusst andere Prioritäten: möglichst wenig Komplexität und möglichst enge Integration in die Sparkassen-App.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger „Welches Depot hat mehr Funktionen?“, sondern welche dieser Funktionen brauche ich tatsächlich?
S-Neo vs. Sparkassen Broker: Mein Fazit
S-Neo und Sparkassen Broker sehen auf den ersten Blick wie zwei konkurrierende Depots aus derselben Finanzgruppe aus. Bei genauerem Hinsehen bedienen sie aber unterschiedliche Bedürfnisse.
S-Neo ist die einfachere Lösung. Das Depot befindet sich direkt in der Sparkassen-App, das vorhandene Girokonto dient als Verrechnungskonto und Aktien, ETFs sowie Fonds lassen sich ohne zusätzliche Broker-Plattform verwalten. Besonders für bestehende Sparkassenkunden, die hauptsächlich ETF- oder Aktiensparpläne nutzen und gelegentlich Wertpapiere kaufen, ist dieses Konzept interessant.
Der Sparkassen Broker ist dagegen das umfangreichere Brokerage-Angebot. Desktop-Zugang, größere Handelsplatzauswahl, ein breiteres Wertpapierspektrum und zusätzliche Tradingfunktionen werden vor allem dann relevant, wenn die eigenen Ansprüche über einen einfachen ETF- oder Aktien-Sparplan hinausgehen.
Bei den Kosten lässt sich kein pauschaler Sieger bestimmen. Gerade bei S-Neo hängen die Konditionen von der jeweiligen Sparkasse ab. Bei der KSK Reutlingen wirken kostenlose Sparpläne, eine Mindestsparrate von 5 Euro und die niedrige Ordergebühr zunächst attraktiv. Bei größeren Depotvolumina müssen allerdings die volumenabhängigen Depotgebühren berücksichtigt werden.
Für mich ist deshalb vor allem der geplante Einsatzzweck entscheidend: Wer möglichst unkompliziert innerhalb seines bestehenden Sparkassen-Bankings investieren möchte, findet in S-Neo das deutlich schlankere Konzept. Wer dagegen möglichst viele Brokerage-Funktionen und Handelsmöglichkeiten sucht, findet beim S Broker das umfangreichere Angebot.
Vor einer Entscheidung würde ich bei beiden Depots nicht nur Ordergebühren vergleichen, sondern konkret prüfen, welche Wertpapiere ich handeln möchte, welche Börsenplätze und Ordertypen ich benötige, ob mir eine reine App-Nutzung genügt und wie hoch mein Depot voraussichtlich langfristig werden wird. Erst dann zeigt sich, welches der beiden Sparkassen-Depots besser zu den eigenen Anforderungen passt.
Insgesamt ist für mich persönlich aber klar, dass ich mich für den Sparkassen Broker entscheiden würde!
Meine Empfehlung im direkten Vergleich: https://www.sbroker.de
Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:
Ich empfehle vor allem:

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