P2P-Kredite sind eine schöne Möglichkeit, um sich ein zusätzliches passives Einkommen aufzubauen. Während klassische Tagesgeldkonten tendenziell nur geringe Zinsen bieten und viele Anleger bereits am Aktienmarkt aktiv sind, locken P2P-Plattformen teilweise mit Renditen von bis zu 15 % pro Jahr.
Gerade bei überschaubaren Sparzinsen interessieren sich deshalb immer mehr Anleger für diese Form des Investierens. Doch wie funktionieren P2P-Kredite eigentlich genau? Wie realistisch sind solche Renditen wirklich? Und welche Risiken sollte man dabei unbedingt kennen?
Genau diese Fragen schauen wir uns in diesem Artikel einmal genauer an.
Inhalt
Was sind P2P-Kredite überhaupt?
Der Begriff „P2P“ steht für „Peer-to-Peer“. Gemeint ist damit eine direkte Kreditvergabe zwischen privaten Anlegern und Kreditnehmern – ohne dass eine klassische Bank als Vermittler dazwischensteht.
In der Praxis läuft das heute meist über spezielle Online-Plattformen ab. Diese Plattformen arbeiten mit Kreditunternehmen zusammen, die Kredite vergeben und diese anschließend für Investoren zugänglich machen. Anleger können dann bereits mit kleinen Beträgen in viele einzelne Kredite investieren und erhalten dafür regelmäßige Zinszahlungen.
Das Grundprinzip ist dabei relativ einfach: Kreditnehmer zahlen Zinsen auf ihre Darlehen und ein Teil dieser Zinsen wird an die Investoren weitergegeben. Dadurch können deutlich höhere Renditen entstehen als bei klassischen Sparprodukten.
Besonders verbreitet sind dabei:
- Konsumentenkredite
- Kurzzeitkredite
- Geschäftskredite
- Immobilienkredite
Je nach Plattform und Kreditart unterscheiden sich jedoch sowohl Rendite als auch Risiko teilweise erheblich.
Praktisches Beispiel: Income Marketplace mit 13,78 % Durchschnittsrendite
Eine Plattform, die in den letzten Jahren im P2P-Bereich viel Aufmerksamkeit erhalten und viele neue Anleger gewonnen hat, ist Income Marketplace.
Income konzentriert sich vor allem auf internationale Konsumentenkredite und Kurzzeitfinanzierungen. Besonders auffällig sind dabei die vergleichsweise hohen durchschnittlichen Renditen, die aktuell im Bereich von rund 13 bis 14 % pro Jahr liegen.
Interessant ist jedoch vor allem der Sicherheitsansatz der Plattform, der Anleger wie Dich und mich schützt.
Während viele klassische P2P-Marktplätze hauptsächlich auf einfache Rückkaufgarantien setzen, baut Income zusätzliche Schutzmechanismen für Investoren ein. Dazu gehören unter anderem:
- die Rückkaufverpflichtung,
- der sogenannte Junior-Anteil („Junior Share“)
- sowie der Cashflow-Puffer.
Vor allem der Junior-Anteil unterscheidet sich von klassischen „Skin in the Game“-Modellen vieler anderer Plattformen. Dabei übernimmt der Kreditgeber mögliche Verluste zunächst selbst, bevor Investoren betroffen sind. Der Cashflow-Puffer wiederum soll helfen, laufende Rückzahlungen des Kreditportfolios zusätzlich als Sicherheit für Anleger zu nutzen.
Dadurch versucht Income einige typische Schwächen klassischer P2P-Modelle abzufedern und gleichzeitig hohe Renditen zu ermöglichen.
Natürlich gilt aber auch hier: Renditen gehen immer mit gewissen Risiken einher. Trotzdem ist Income mit durchschnittlich 13,78 % Rendite pro Jahr und den starken Sicherheitsmechanismen für viele Anleger einen Blick wert.
Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht zu Income Marketplace findest Du hier verlinkt.
Warum sind bei P2P so hohe Renditen möglich?
Viele Anleger fragen sich zunächst, warum P2P-Plattformen überhaupt zweistellige Renditen anbieten können, während klassische Banken oft nur wenige Prozent Zinsen zahlen.
Der Hauptgrund liegt darin, dass Anleger bei P2P-Investments direkt an der Kreditfinanzierung beteiligt werden. Banken vergeben Kredite häufig zu deutlich höheren Zinssätzen, insbesondere bei Konsumentenkrediten oder kurzfristigen Finanzierungen. Über P2P-Plattformen können Investoren direkt an diesen Zinserträgen partizipieren.
Hinzu kommt, dass P2P-Kredite grundsätzlich mit einem höheren Risiko verbunden sind. Genau dieses zusätzliche Risiko wird durch höhere mögliche Renditen ausgeglichen.
Man sollte deshalb immer verstehen: Hohe Renditen gibt es an den Finanzmärkten niemals ohne Risiko.
Wer mit P2P-Krediten Renditen von 10 %, 12 % oder sogar 15 % erzielen möchte, muss akzeptieren, dass es auch zu Ausfällen oder Problemen kommen kann.
Warum Diversifikation bei P2P besonders wichtig ist
Einer der größten Fehler vieler Anfänger besteht darin, zu viel Geld in einzelne Kredite oder einzelne Plattformen zu investieren.
Gerade im P2P-Bereich ist Diversifikation extrem wichtig. Wer sein Risiko reduzieren möchte, sollte sein Kapital möglichst breit streuen. Das bedeutet nicht nur viele einzelne Kredite zu finanzieren, sondern idealerweise auch:
- mehrere Kreditgeber,
- unterschiedliche Länder,
- verschiedene Kreditarten
- und mehrere Plattformen zu nutzen.
Viele Anleger investieren deshalb bewusst nur kleine Beträge pro Kredit. Bereits mit 10 € oder 25 € pro Investment lässt sich ein breit diversifiziertes Portfolio aufbauen.
Dadurch können einzelne Ausfälle langfristig deutlich besser abgefedert werden.
Fazit: Kann man mit P2P wirklich bis zu 15 % Rendite erzielen?
Ja, attraktive zweistellige Renditen sind im P2P-Bereich grundsätzlich möglich. Allerdings sollte man sich dabei niemals ausschließlich von hohen Renditeversprechen leiten lassen.
Entscheidend für langfristigen Erfolg sind vor allem:
- eine breite Diversifikation,
- die Auswahl seriöser Plattformen,
- ein gutes Risikomanagement
- und ein langfristiger Anlagehorizont.
Plattformen wie Income Marketplace zeigen zudem, dass moderne Sicherheitsmechanismen im P2P-Bereich zunehmend wichtiger werden und sich der Markt weiterentwickelt.
P2P-Lending bleibt eine risikoreiche Anlageklasse. Wer sich jedoch intensiv mit dem Thema beschäftigt, Risiken versteht und sein Portfolio sinnvoll aufbaut, kann mit P2P-Krediten langfristig attraktive Renditen erzielen und sich ein zusätzliches passives Einkommen aufbauen.
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