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MEINE KRITIK am MSCI World

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Depotstudent Dominik
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Der MSCI World ist ein beliebter Aktienindex, der Anleger mit breiter Diversifikation und geringen Kosten die weltweite Geldanlage in Unternehmen aus 23 Industrienationen ermöglicht. Indes kann selbst am perfektesten Anlagevehikel Kritik geübt werden.

Im nachfolgenden Artikel zeige ich Dir, welche Art von Kritik am MSCI World das Internet dominiert. Jeder einzelne Kritikpunkt wird objektiv auf seine Berechtigung untersucht und von meiner Seite mit einem Kommentar versehen.

Hier den Beitrag als Podcast oder Video genießen:

Kritikpunkt: Indexzusammensetzung

Ein oft zu lesender Kritikpunkt ist die Zusammensetzung des MSCI World, konkret werfen die Kritiker dem Weltindex eine zu starke Dominanz von Aktien aus den USA vor. Diese Kritik am MSCI World scheint berechtigt, denn in der Tat nehmen die Aktien US-amerikanischer Unternehmen 62 Prozent ein. Diese Dominanz kommt jedoch nicht willkürlich zustande, sondern ergibt sich aus den Regeln des Anbieters. Unternehmen im Index werden dem Börsenwert entsprechend ausgewählt, und die meisten Börsenschwergewichte haben ihren Sitz nun einmal in den Vereinigten Staaten.

China, Indien und Südkorea als Schwellenländer?

Die Indexzusammensetzung wird zudem hinsichtlich der Bewertung von Ländern wie China, Indien und Südkorea kritisiert. Beim Mitbewerber FTSE werden diese bereits als voll industrialisierte Staaten geführt, der MSCI listet sie noch als Schwellenländer.

Die Kritik ist aus meiner Sicht nicht berechtigt, weil im FTSE ALL World 2.900 Aktien aus Industrie- und Schwellenländern vertreten sind. Der MSCI World konzentriert sich ausschließlich auf Industrienationen und verfolgt bei der Einstufung andere Regeln. Ein vergleichbares Produkt zum Weltindex von Morgan Stanley wäre der MSCI AWCI Index mit 2.850 Aktien und einem Schwellenländeranteil von 10 Prozent.

Kritikpunkt: Assets

Der MSCI ist ein reiner Aktienindex, der von Anlegern mit schwachen Nerven als zu volatil kritisiert wird. Die Kritik stößt bei mir auf Unverständnis, denn attraktive Renditen sind an der Börse immer mit Risiken verbunden. Das Risiko meistert der MSCI World jedoch mit vorbildlicher Streuung und es wird stets transparent kommuniziert. Die Alternative für ängstliche Anleger wäre eine Variante des MSCI World mit besonders niedriger Volatilität namens Minimum Volatility. Die geringere Volatilität ist allerdings mit einer niedrigeren Rendite verbunden.

Und da muss jeder selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist… 🙂

In der Anlageklasse Anleihen gibt es einen global ausgerichteten Index nur für vergleichsweise riskante Unternehmensanleihen. In den Zeiten niedriger Zinsen ist die Geldanlage in AAA Staatsanleihen zudem keine gute Idee. Als Beimischung zum MSCI World könnte allerdings ein ETF auf europäische Government Bonds sinnvoll sein.

Ein echter Kritikpunkt ist die Anlageklasse Aktien jedoch nicht, weil es im Niedrigzinsumfeld keine wirklichen Alternativen gibt. Letztlich minimiert der MSCI World das Risiko von Aktien mit breiter Streuung.

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Kritikpunkt: Marktrendite

Wer am MSCI World aufgrund der durchschnittlichen Marktrendite Kritik übt, hat den Sinn der passiven Geldanlage nicht verstanden. Ziel eines passiven Index ist nicht, besser als der Markt abzuschneiden, sondern die am Markt mögliche Rendite zu erwirtschaften. Aktiv gemanagte Investmentfonds wollen die am Markt mögliche Rendite übertreffen und scheitern in den meisten Fällen. Das liegt unter anderem an der Effizienz moderner Finanzmärkte, an denen kein Teilnehmer dauerhaft durch Informationsvorsprünge besser als andere abschneiden kann.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel:

Eine schlechte Reisernte in Asien gewährte davon Wissenden vor 200 Jahren noch viele Vorteile. Sie kauften beizeiten alle Vorräte auf und verkauften zu einem Vielfachen des normalen Preises. Heutzutage kann jeder Anleger die Meldung sofort kostenlos im Internet nachlesen und davon profitieren.

Viele Hunde sind des Hasen Tod, viele Anleger machen den temporären Vorteil eines Assets zunichte.

Kritik am MSCI World kann in dieser Hinsicht nicht geübt werden, denn die passive Geldanlage lässt jeden Investierten von der weltweiten Entwicklung profitieren. Spekulationen können unwissende Anleger in den Ruin treiben. Selbst früher erfolgreiche Spekulanten halten mittlerweile ihre Nachkommen zur passiven Geldanlage mit Indexfonds an.

Gleichwohl gibt es auch heute noch Aktien, die lange genug gehalten, mit lukrativen Renditen begeistern. Das Problem ist, diese Goldstücke zu finden. Wer hingegen in einen ETF auf den MSCI World investiert, braucht nicht zu suchen und profitiert von der durchschnittlichen Marktrendite. Und die liegt bei mehr als 7 Prozent pro Jahr.

Auch dieser Kritikpunkt kann so nicht stehenbleiben, denn es steht jedem frei, selbst aktiv nach Rendite zu jagen.

Inhaltliche Kritik am MSCI World

Einige Menschen kritisieren am Weltindex, dass er Unternehmen enthält, die mittlerweile für schlechte Arbeitsbedingungen bekannt sind. Von der Kritik betroffen ist unter anderem der Konzern Apple, der seine hochpreisigen Produkte unter schwierigen Bedingungen in China herstellen lässt. Apple soll angeblich auf die Kritik mit einer Richtlinie an chinesische Zulieferer reagiert haben. Ob dies zu einer Verbesserung für die Mitarbeiter vor Ort geführt hat, kann nicht nachgeprüft werden.

In einer ähnlichen Kritik steht der global führende Versandkonzern Amazon. Im wird vorgeworfen, die umsatzstärksten Tage im Jahr mit unerfahrenen Leiharbeitern zu bewältigen. Diese werden einerseits schlecht entlohnt und sind andererseits vom Arbeitsdruck überfordert.

Zudem wird kritisiert, dass Amazon alle Mitarbeiter während der Arbeitszeit durch Kamerasysteme überwacht und unangemessene Sicherheitskontrollen durchführt.

Meine Meinung: Kritik an den einzelnen Unternehmen kann berechtigt sein. Kritik am MSCI World ist jedoch völlig am Thema vorbei, weil der Index lediglich die nach Marktgewicht größten Unternehmen der Welt beinhaltet. Selbst wenn Morgan Stanley es wollte, hätte er keinen Einfluss auf die Geschäftspolitik dieser Konzerne. Aus der Perspektive eines Anlegers kann dieser Kritikpunkt nicht akzeptiert werden.

Es steht aber natürlich jedem frei, direkt in Aktien zu investieren und sich an Konzernen wie den oben genannten nicht zu beteiligen!

Kritikpunkt: Soziale Netzwerke

In der Tat üben einige Menschen Kritik am MSCI World, weil im Index das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook vertreten ist.

Facebook zensiert Inhalte, die einer bestimmten Gruppe nicht gefallen. Zudem hat das Zuckerberg Imperium nachweislich Millionen von Nutzerdaten an ein Datenanalyse-Unternehmen aus Großbritannien verkauft. Dieser Datenmissbrauch kann zur Überwachung der Nutzer ebenso genutzt werden wie zu deren Manipulation. Facebook scheint es mit dem Datenschutz seiner Nutzer nicht sehr genau zu nehmen, milde oder politisch korrekt ausgedrückt.

Kritik an Mark Zuckerbergs Konzern ist daher verständlich, aber was hat der MSCI World damit zu tun?

Als der Index entwickelt wurde, war die Marktgewichtung der einzige Maßstab für die Aufnahme von Unternehmen. Kritik am MSCI World zu üben, weil ein soziales Netzwerk mit rüpelhaftem Verhalten im Index ist, erscheint mir unverständlich und nicht berechtigt. Der Index untersucht in ihm vertretene Konzerne in keiner Weise.

Sinn und Zweck des MSCI World ist lediglich: Der Index will lediglich Anlegern eine breit gestreute Geldanlage bieten und verhält sich ansonsten vorbildlich neutral. Es steht natürlich jedem Menschen frei, Facebook aufgrund erwiesener Verletzung des Datenschutzes oder der Zensur von bestimmten Inhalten zu kritisieren. Der MSCI World trägt dafür allerdings keine Verantwortung und sollte deswegen nicht in der Kritik stehen.

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Kritikpunkt: Nahrungsmittelkonzerne

Im MSCI sind die Aktien der weltweit größten Konzerne enthalten, einer davon ist das Nahrungsmittelimperium Nestle. Der Konzern regt aus mehreren Gründen zur Kritik an. Beispielsweise bereichert sich Nestle an der Wasserknappheit in einigen Regionen durch Privatisierung der Quellen und nimmt aufgrund seiner Monopolstellung sehr hohe Preise.

In Afrika soll der Konzern Arbeiter, darunter viele Kinder, bei der Ernte von Kakaobohnen nicht nur ausbeuten, sondern gewaltsam dazu zwingen. Des Weiteren soll Nestle bei der Herstellung von Lebensmitteln zu wenig auf den Umweltschutz achten. So werden beispielsweise für die Gewinnung von Palm-Öl und die Etablierung notwendiger Plantagen riesige Flächen an Regenwald gerodet.

Meine Meinung: An jedem angeführten Aspekt kann und sollte Kritik geübt werden. Doch was hat das Geschäftsverhalten von Nestle mit dem MSCI World zu tun? Richtig, nichts. Und deswegen ist auch diese Kritik am MSCI World Index unberechtigt und sollte unterbleiben.

Der Index vom Morgan Stanley hat nicht die Möglichkeit, auf Konzerne hinsichtlich des sozialen, umweltrelevanten oder wirtschaftlichen Verhaltens einzuwirken. Er bietet ausschließlich eine risikoarme Möglichkeit zur Investition in globale Unternehmen. Wohlgemerkt sind im Index 1.655 Aktien-Gesellschaften vertreten. Weil davon einige wenige Anlass zur Kritik geben, sollte diese Chance nicht ausgelassen werden.

Nebenbei bemerkt: Kritik kann einen Konzern wie Nestle nicht beeindrucken.

Kritikpunkt: Gewinnmaximierung auf Kosten der Umwelt

Als einer der größten Ölkonzerne der Welt ist BP im MSCI World vertreten und dieser Umstand führt seit dem Jahr 2010 zur Kritik. Damals flossen nach einer Explosion auf der Plattform Deepwater Horizon riesige Mengen an Rohöl in das vorher blaue Wasser des Golfs von Mexiko. Die Folgen für das Ökosystem der Region sind weitreichend bekannt und müssen an dieser Stelle nicht näher ausgeführt werden. BP musste viel Geld zur Schadensbegrenzung in die Hand nehmen und wird seither von umweltbewussten Menschen mit Kritik überzogen.

Den Konzern für sein Versagen bei der Ölförderung zu kritisieren, ist meiner Meinung nach ebenso berechtigt wie sinnlos. Kritik kann einen mächtigen Konzern nicht zum Umdenken bewegen.

Aber warum steht deswegen der MSCI in der Kritik?

Stanley Morgan hat die Ölförderung im Golf von Mexiko weder finanziell unterstützt noch anderweitig begünstigt. Der Index verfolgt eine neutrale Politik und hat lediglich die Anleger im Fokus.

Kritikpunkt: Rüstungsprodukte

Menschen üben tatsächlich Kritik am MSCI World, weil einige der im Index befindliche Konzerne ihr Geld mit Rüstung verdienen. Die Kritiker gehen sogar soweit, den Index für das aus Kriegen resultierende Leid mitverantwortlich zu machen.

Mir bleibt bei derartigen Konstruktionen nur die Frage: Welche Vorstellungen haben Anleger von der Funktionsweise eines Aktienindex? Ist der MSCI World beziehungsweise sein Emittent vielleicht für den Ausbruch der Kriege in Libyen, Syrien oder im Irak verantwortlich? Und werden Waffen immer nur für Angriffskriege produziert? Diese Kritik muss sich der MSCI World bei allem Verständnis für die Liebe zum Frieden nicht gefallen lassen.

Zum Glück gibt es Alternativen wie ein Investment in Einzelaktien oder die Wahl von anderen Indizes! 😉

Fazit

Kritik am MSCI World wird aus den verschiedensten Gründen geübt. Meist haben die Kritikpunkte nichts mit dem Index an sich, sondern mit dessen Inhalt zu tun. Der Index vereinigt jedoch lediglich die größten Konzerne weltweit und steht den Geschäftsmodellen neutral gegenüber.

Dem Kritikpunkt bezüglich der durchschnittlichen Marktrendite kann jeder aus dem Weg gehen, indem er sein Glück mit Einzelaktien versucht. Für auf Rendite fokussierte Anleger gibt es in anderen Assetklassen keine Alternativen. Kritik an Geschäftsmodellen üben ist ja in Ordnung, aber bitte direkt beim Unternehmen und nicht beim MSCI World. Aus meiner Sicht ist der Weltindex das ideale Instrument für langfristig orientierte Privatanleger.

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8 Kommentare

  1. “Die Alternative für ängstliche Anleger wäre eine Variante des MSCI World mit besonders niedriger Volatilität namens Minimum Volatility. Die geringere Volatilität ist allerdings mit einer niedrigeren Rendite verbunden.”

    Ist das einfach nur eine Behauptung oder kannst du das belegen?
    Tatsächlich wird oftmals sogar davon ausgegangen, dass Minimum volatility Indizes das Original outperformen: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Low-volatility_anomaly

    1. Ich meine in der Realität ist das auch so, wenn man zum Beispiel den
      Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (A1XB5U)
      und
      Xtrackers MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF 1C (A1103F)
      in der Realität vergleicht. Auch über sehr langen Zeiträumen war Minimum Volatility sehr erfolgreich. Dann aber natürlich nur “künstlich” zurückgerechnet.

      Wobei man etwas schauen muss. Minimum bzw. Low Votality ist nicht dasselbe und es gibt unterschiedliche Ansätze, wie man das im Detail umsetzt.

  2. Die Kritik an einzelnen Branchen oder Unternehmen, muss denke ich der Investor schon für sich selbst bedenken. Wenn mir wichtig ist, dass mein Geld auf keinen Fall in beispielsweise Rüstungsunternehmen investiert ist, dann ist ein breiter und nicht diskriminierender Indexfonds eher nichts für mich.

    Ggf kann ich dann immer noch in Teilfonds investieren (es gibt ja ne ganze Menge “ex”-irgendwas Fonds). Ich muss mir aber auch bewusst machen, dass die Diversifikation immer geringer wird, je härter meine Kriterien sind und je mehr Branchen ich von vornherein ausschließe.

    1. Ich wollte noch ergänzen: so wirklich toll finde ich das Abschmettern sämtlicher Kritik mit “da ist aber doch der Index nicht dran Schuld, der folgt nur den Kriterien! Und die Unternehmen sind nunmal drin!” aber auch nicht.

      Wie gesagt, wenn einem das wichtig ist, ist ein einfacher Indexfonds vielleicht nichts für einen. Aber ich finde es durchaus valide Kritik zu sagen, die Indexkriterien finde ich unzureichend, ein anderer Fokus ist mir wichtig, darum investiere ich da nicht rein. (Konterargument ist natürlich, dass es nicht die Aufgabe eines MSCI World ist, ethisch zu urteilen, sondern, dass er absichtlich dumm und in alles investiert)

  3. Hallo Dominik,
    Deinem Artikel stimme ich in weiten Teilen zu. An einer Stelle ging aber ein bisschen was durcheinander. Es stimmt, was Du im Abschnitt “China, Indien und Südkorea als Schwellenländer?” sagst: die Entsprechung zum FTSE All World Index ist der MSCI ACWI Index.

    Allerdings gibt es natürlich auch eine FTSE-Entsprechung zum MSCI World, den FTSE Developed Index (siehe z.B. Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF). Dort ist die Länderzuordnung tatsächlich etwas anders als beim MSCI World, denn Südkorea ist für den FTSE-Index durchaus ein entwickeltes Land und somit nicht im FTSE EM Index, sondern im FTSE Developed Index vertreten. Bei Polen ist es genauso.

    In der Sache hast Du aber natürlich recht und den meisten sind wohl China und Indien wichtiger als Südkorea und Polen. Wer alle dabei haben will, sollte dann lieber gleich auf FTSE All-World oder MSCI ACWI (IMI) setzen oder die jeweilige EM-Variante dem FTSE Developed oder MSCI World beimischen…

    Gruß, Rolf

  4. Ich bin schon etwas überrascht über diesen Artikel.

    Es ist sicherlich schon so, dass der Index nicht verantwortlich ist für die “Missstände”.

    Sollte mal aber deshalb (gerade bei Investments) das alles einfach ignorieren und weiter machen wie immer.

    Wenn so mächtige Indexlieferanten wie MSCI ein Signal setzen würden, dann würde sicherlich die Ein oder Andere Firma auch mal darüber nachdenken.

    “Kritik kann einen Konzern wie Nestle nicht beeindrucken.”
    Firmen sind erst dann beeindruckt, wenn es um Gewinn und Umsatz geht.
    Und da haben die Konsumenten nun mal die Macht auf diese Werte Einfluss zu nehmen. Aber auch das wird von dieser Gruppe nur bedingt genutzt.

    1. Ich schließe mich der Kritik an.

      Insbesondere ist es ja bisschen witzig, weil die Feststellung am Schluss, dass Konzerne für Kritik nicht sonderlich empfänglich sind, eigentlich genau der richtige Anstoß zum Weiterdenken gewesen wäre – und eine Chance den Lesern dieses Artikels einen echten Mehrwert zu bieten. Die Chance verpasst der Autor leider.

      Denn es ist doch so: in ETFs steckt eine ganze Menge Geld und wenn Konzerne für eine Form der Kritik empfänglich sind, ist es die, bei der man ihnen ans Geld geht. Das gibt Anlegern die Möglichkeit, zumindest in gewissem Rahmen mit ihren Anlageentscheidungen einen Einfluss zu nehmen, den sie auf andere Weise nicht hätten. Wenn das genügend Anleger tun, hätte das auch Gewicht.

      Die Chance, die der Autor demnach verpasst hat, ist es etwas ausführlicher auf die Verfügbarkeit, Chancen und Risiken von ETFs einzugehen, die entsprechende Unternehmen ausschließen und auf die ja dann hier in den Kommentaren hingewiesen werden. Auch hätte man darauf eingehen können, wir groß der Anteil tatsächlich ist. Auch wenn diese Information natürlich nur eine Momentaufnahme darstellt.

      So beschränkt sich der Artikel auf plumpe Wiederholung wie der Index technisch funktioniert. Sicher eine berechtigte Information, aber auch mit begrenztem Nutzen. Echter Mehrwert geht anders.

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