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Schwarzer Montag 2020 – und nun?

Depotstudent Dominik
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In den letzten 10 Jahren entwickelten sich die Kurse der meisten Aktien und Indizes nur in nördliche Richtung. Wer erst seit dem Verfall der Sparzinsen als Anleger aktiv ist, hat keine Erfahrungen mit Börsenturbulenzen – und wurde am 9. März 2020 eiskalt überrascht. Was war passiert und wie wurde es in den Medien dargestellt?

Der Deutsche Aktienindex DAX war seit mehreren Tagen unter Druck und gab am Montag (9. März) um weitere 8 % nach. Der Index notierte am 20. Februar noch bei 13.789 Punkten – am besagten Montag schloss er mit 10.652 Punkten ab. Im DAX investierte Anleger mussten innerhalb von knapp 3 Wochen 23 % Wertverlust hinnehmen.

Hier den Beitrag als Video ansehen:

Wie kam es dazu?

Warum der 9. März 2020 für Anleger zum „schwarzen Montag“ wurde, hat aus meiner Sicht mehrere Gründe:

  • Sehr optimistische Marktanalysten veranlassten viele Anleger im Dezember 2019 und Januar 2020 zu Investitionen in den DAX. Der Kurs war im Januar mit mehr als 13.000 Punkten bereits auf einer kaum zu rechtfertigenden Höhe. Es musste in jedem Fall zu einer Korrektur kommen.
  • Die Ausbreitung der womöglich synthetischen Corona-Viren wurde von Politik und Medien zu Beginn verharmlosend dargestellt – in der ersten Märzwoche aber deutlich übertrieben thematisiert. Anleger reagierten panikartig auf die Schlagzeilen.
  • Ein wichtiges Ereignis blendeten die Medien weitgehend aus. Einige Zeitungen berichteten davon am Rande, aber mit kritischer Wortwahl. Bemängelt wurde die Haltung der russischen Delegation bei dem letzten Treffen der Erdöl exportierenden Länder (OPEC).  

Von mehreren Ereignissen gleichzeitig angetrieben, zeigte der Chart auf den Computer-Bildschirmen der Anleger mit ETFs auf den DAX ein ungewohntes und erschreckendes Szenario.

Die Gründe im Einzelnen

Natürlich werden an der Börse überwiegend Erwartungen gehandelt, indes ist es mir schleierhaft, worauf, viele Anleger beim DAX ihren Optimismus stützten. Wer den Tatsachen objektiv gegenübersteht, erkennt eine Vielzahl bedrohlicher Fakten. Die heimischen Konzerne haben den Anschluss bei lukrativen Trends verpasst und sehen daher einer eher unsicheren Zukunft entgegen.

Du kannst bei Deinem Broker im Wirtschaftskalender erkennen:

  • Das die Auftragslage der meisten Unternehmen in der BRD seit Monaten mit roten Zahlen dargestellt wird.
  • Grün eingefärbt sind lediglich die Werte für Arbeitslosigkeit (durch Niedriglohn-Stellen) und die Zahlen hinsichtlich der erwarteten zukünftigen Entwicklung wie beispielsweise im Einkaufsmanagerindex oder ZEW.

Anleger gingen also Wetten auf eine rosige Zukunft ein, ohne dafür nachvollziehbare Gründe zu haben. Ein kleiner Virus, womöglich aus einem chinesischen Labor, machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Wie auf dem Chart oben deutlich zu erkennen ist, knickte der DAX erstmals Ende Januar ein. Die Anleger gerieten aufgrund der ständig steigenden Infizierten-Zahlen in Unruhe. Parolen wie „wir schaffen das“ und „wir sind vorbereitet“ beruhigten die Märkte vorübergehend, der DAX erreichte besagten Höchststand in der zweiten Februar-Hälfte.

Dann jedoch geschah etwas, dass bisher für unmöglich gehaltenen wurde: Corona-Viren kamen in Europa an. Sie erreichten über Italien innerhalb von wenigen Tagen die BRD

Gleichzeitig meldeten Länder aus dem Mittleren Osten und die Vereinigten Staaten rasant steigende Infizierten-Zahlen.

Der aufmerksame Leser konnte der Tagespresse entnehmen, dass die Corona-Epidemie nicht nur eine Gefahr für Menschen mit schwachem Immunsystem ist, sondern auch die globale Wirtschaft lähmen wird. Jetzt war das Krisenszenario perfekt: Die Politik riet erneut zu einem Meter Abstand und bat darum, Hamster-Käufe zu unterlassen.

Der sogenannte schwarze Montag kam letztlich zustande, weil mehrere Ereignisse gleichzeitig die Nerven der privaten Anleger belasteten:

  • Nach übertriebenem Optimismus folgte schlagartig die Ernüchterung.
  • Panikmodus bei der Presse aufgrund steigender Infizierten-Zahlen in Italien und der BRD.
  • Der Ölpreis geht an den internationalen Börsen auf Talfahrt.

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Die Sache mit dem Öl

Wie auf dem Chart deutlich zu sehen ist, kostete 1 Barrel der Sorte WTI im Dezember 2019 noch mehr als 60 Dollar. Nachdem in China aufgrund der Corona-Epidemie ganze Provinzen unter Quarantäne gestellt wurden, kam die Produktion der Unternehmen weitgehend zum Stillstand. In der Folge sank die Nachfrage nach Erdöl und die Preise gingen naturgemäß auf Talfahrt.

Als die 40-Dollar-Marke unterschritten wurde, berief Saudi-Arabien ein OPEC-Treffen mit dem Ziel ein, den Ölpreis mit einer drastischen Senkung der Fördermenge zu stabilisieren. Russland war dagegen – und wird seither einmal mehr als Gefahr für die Weltwirtschaft dargestellt.

Bei genauerer Betrachtung hatten die Russen jedoch nachvollziehbare Gründe für das Veto:

  • Die Weltwirtschaft profitiert immer von niedrigen Energiekosten.
  • Russland kann sich bei Förderkosten von 15 bis 17 Dollar/Barrel den Export von billigem Öl leisten.
  • Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten (als Schiefer-Öl-Produzent) kommen bei Barrel Preisen von weniger als 40 Dollar in Bedrängnis.

Russland macht demnach genau das Richtige und wird dabei von einer Aussage des Energieministers von Saudi-Arabien bekräftigt. Journalisten gegenüber sagte Prinz Abdulaziz bin Salman sinngemäß:

  • Jeder Produzent muss in einem freien Markt seine Wettbewerbsfähigkeit beweisen, indem er seinen Marktanteil erhält und nach Möglichkeit erhöht.

Die Russische Föderation nimmt die Chance, die mit dem sinkenden Ölpreis verbunden ist, wahr und produziert ab sofort pro Tag 300.000 Barrel mehr. Die Medien heulten auf und die großen Investoren nutzten die Gelegenheit zum Abverkauf.

Am 9. März 2020 fielen die Preise für WTI und Brent um fast 10 %. Den folgenden Dienstag nutzten, wahrscheinlich dieselben Akteure zum Rückkauf ihrer Wertpapiere – für 10 % niedrigere Preise. Die Preise erreichten fast wieder das Niveau vom Vortag. Geblieben ist allerdings die weiterhin geringe Nachfrage bei Öl.

Der Montag wurde mit dem dramatisch anmutenden Adjektiv Schwarz versehen und war bei objektiver Betrachtung ein Tag mit viel Aufregung um nichts. Interessierte Marktteilnehmer konnten aber mit eigenen Augen sehen, wie an der Börse innerhalb kurzer Zeit viel Geld verdient wird.

Was bedeutet die Entwicklung für Dich?

Zunächst hoffe ich, dass Du nicht bei denen warst, die in den letzten Wochen und insbesondere am Montag auf den Verkaufsbutton geklickt haben. Jetzt stehst Du vor einem Szenario, dass der Finanzkrise von 2008 ähnelt und wahrscheinlich einen identischen Verlauf nimmt.

Ich möchte Deine Aufmerksamkeit auf einen wesentlich interessanteren Index lenken, dessen aktuelle Entwicklung in der heimischen Presse nicht thematisiert wird. Der MSCI World hat unter der Corona-Hysterie ebenso gelitten wie der DAX.

Auf dem Chart sind deutlich erkennbar:

  • Ein kleiner Einbruch in den letzten Januartagen.
  • Aufkommender Optimismus resultiert Mitte Februar in einem Höchststand von 2.433 Punkten.
  • Aufgrund der weltweit zunehmenden Infizierten-Zahlen geht der Kurs Ende Februar auf Talfahrt.
  • Nach einer Korrektur Anfang März fällt der Kurs am schwarzen Montag auf weniger als 2.050 Punkte.

Als investierter Anleger hast Du mittlerweile fast 400 Punkte oder nahezu 20 % verloren. Das ist nicht schön, aber in derartigen Szenarien keineswegs ungewöhnlich. Nicht auszuschließen ist zudem, dass der Kurs weiter in den Keller geht, obgleich am Ende des Tunnels bereits ein Licht erscheint. Warum jetzt Geduld, gute Nerven und etwas Mut gefragt sind, erkläre ich Dir im nächsten Absatz.

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Lerne, von Krisen zu profitieren

Zunächst solltest Du erkennen, dass die Kurse an der Börse nicht von einem Ereignis, wie beispielsweise der Ausbruch der Corona-Viren, in Bewegung gebracht werden.

Die Kurse werden vielmehr von den großen Teilnehmern beeinflusst, um möglichst viel Kapital aus der Situation zu schlagen. Die Medien sind dabei mit Panik verursachende Schlagzeilen behilflich. Momentum erhält der jeweilige Trend durch zahllose Kleinanleger, die, meist unüberlegt, auf den Zug aufspringen.

Großinvestoren und Kleinanleger unterscheiden sich allerdings durch charakteristische Eigenschaften:

  • Erstere agieren mit Kalkül und sind in jedem Szenario die wahren Gewinner.
  • Letztere handeln panisch, emotional, versuchen, ihre Haut zu retten, und verlieren dabei regelmäßig.

Ich habe in meinen Beiträgen oft erklärt, wie Du als Privatanleger mit wenig Kapital als Gewinner aus einer Krise hervorgehen kannst:

  • Halte an Deinen Investitionen fest und lasse Dich nicht von temporär schlechten Buchwerten aus der Fassung bringen.
  • Agiere wie die Großen und kaufe im richtigen Moment nach.

Du kannst mittlerweile ETF-Anteile auf den MSCI World gut 20 % günstiger erwerben als im Februar. Meiner Ansicht nach fällt der Kurs noch weiter, eventuell sogar deutlich unter die 2.000-Punkte-Marke.

Was spricht für einen baldigen Kursanstieg?

In China geht die Zahl der neu Infizierten seit Tagen zurück, gleichzeitig steigt die Anzahl derer, die das Virus durch starkes Immunsystem überwunden haben. Meine Quelle in Südostasien berichtete davon, dass mittlerweile wieder Rohmaterialien und Halbfertigprodukte aus China nach Thailand, Vietnam und Kambodscha geliefert werden. In Asien bekommt demnach die Normalität langsam aber sicher die Oberhand.

Immer mehr Experten meinen, dass die Corona-Epidemie im Mai ausgestanden sein wird, ohne allerdings Gründe für die Ansicht zu nennen. Geht man jetzt davon aus, dass die Corona-Viren bei Temperaturen von mehr als 28 Grad Celsius nicht existieren können, wird das Bild klarer.

Asiatische Wissenschaftler haben diesen Fakt durch Versuche bereits im Februar bewiesen. In China, Südkorea und in Südeuropa steigen aktuell die Temperaturen wieder. Die Corona-Viren dürften bald auf natürlichem Weg verschwinden.

Davon werden innerhalb der nächsten Wochen auch Unternehmen mit Sitz in der BRD, Spanien, Griechenland, Frankreich und Italien profitieren.

Große Investoren möchten die von ihren Aktionen in den vergangenen Tagen ermöglichten Gewinne realisieren und bei niedrigem Kurs wieder in den MSCI World oder andere Indizes einsteigen.

Vor allem der zuletzt genannte Aspekt spricht dafür, dass die Kurse in absehbarer Zeit wieder ansteigen.

Was tun?

Aufgrund des wechselhaften und kühlen Wetters hierzulande kann sich das Virus vermutlich weiter ausbreiten. Enge Kontakte mit Fremden sind aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht empfehlenswert. Sinnvoll ist hingegen:

  • Auch bei weiter fallenden Kursen investiert zu bleiben, sofern Dein Portfolio ETFs auf den MSCI World und MSCI Emerging Markets Index beinhaltet.
  • Zeitnah Liquidität für weitere Investitionen in besagte ETFs generieren.
  • Die Kurse regelmäßig ohne Emotionen beobachten.
  • Bei erkennbarer Bodenbildung gezielt zuschlagen.
  • Als Inhaber von ETF-Sparplänen die Sparraten aufstocken.

Warum halte ich weitere Investitionen für angebracht?

Spätestens im Sommer, womöglich aber deutlich früher, wird die große Wende einsetzen. Marktrelevante Unternehmen sind weltweit wieder voll funktionsfähig und mit der Bewältigung von sehr großer Nachfrage beschäftigt. Das Investitionsklima wird von einem, vermutlich lange anhaltenden Aufwärtstrend geprägt – und Du bist von Anfang an dabei.

Die 20 oder 30 % Verlust werden innerhalb weniger Monate wettgemacht und das neu investierte Geld sorgt für zusätzliche Erträge. Welche Dimensionen der Aufschwung annehmen kann, zeigt Dir ein Blick auf den Chart des MSCI World ETF von iShares zwischen 2009 und 2019.

Die unweigerlich kommende Aufschwungs-Welle wird vermutlich deutlich über das Kursniveau vom Februar hinaus schwappen und bisher unbekannte Höhen erreichen. Dafür spricht das gemeinsame Interesse aller großen Marktteilnehmer.

Die wirklich wichtigen Akteure investieren nicht zum Zeitvertreib, sondern wollen maximale Gewinne erwirtschaften. Langfristig ist dieses Ziel auch von Großinvestoren nur durch steigende Kurse erreichbar – kurzfristig helfen ihnen aber überlegte Aktionen und das Ausnutzen von medial erzeugter Panik.

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