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Fonds zeichnen sich im Gegensatz zu ETFs durch aktives Management und höhere Kosten aus.
Bekannte Fondsgesellschaften aus Deutschland sind zum Beispiel DWS, Deka Investments, Union Investment, Allianz Global Investors sowie Flossbach von Storch.
International sind Gesellschaften wie Templeton, Fidelity und Threadneedle sehr bekannt.
… und bedienen dabei ein großes Publikum an Anlegern.
Viele (potenzielle) Kunden von Trade Republic fragen sich daher:
Sind Fonds bei Trade Republic handelbar? Und wenn ja, welche Fonds sind dort verfügbar?
Ich zeige Dir, wie der aktuelle Stand bei Trade Republic und Fonds ist, welche Fonds es gibt und über welchen Broker ich selbst in Fonds investiere.

Aktuelle Situation: Fonds und Trade Republic
Wer sich bei Trade Republic einloggt und in die Suchfunktion die Namen bekannter Fonds eingibt, sieht recht schnell: Es werden keine Produkte gelistet.
Kurz gesagt: Bei Trade Republic kannst Du Fonds weder per Einmalanlage kaufen noch per Sparplan besparen. Trade Republic hat Fonds generell nicht im Angebot!
Das liegt wohl in erster Linie an der Ausrichtung und dem Geschäftsmodell von Trade Republic – viele (junge) Anleger setzen vermehrt auf andere Produkte als klassische Fonds und so wurden Fonds bislang nicht ins Portfolio von Trade Republic aufgenommen.
Dabei gibt es eine Menge Fonds, die für Anleger interessant zu sein scheinen.
Vor allem Fonds wie die folgenden sind sehr beliebt:
- Flossbach von Storch SICAV – Multiple Opportunities R
- DWS Top Dividende LD
- Dirk Müller Premium Aktien R
- DWS Akkumula LC
- Fidelity European Growth Fund A
- Deka-GlobalChampions CF
- 10xDNA Fonds (Frank Thelen)
Leider ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht abzusehen, ob Fonds in naher Zukunft bei Trade Republic gelistet werden.
Das macht die Konkurrenz von Trade Republic meiner Meinung nach besser! Und so nutze ich selbst einen anderen Anbieter, um in Fonds zu investieren.
Wo ich Fonds kaufe und bespare
>>> Ich investiere über folgenden Broker in Fonds: Dieser Link führt direkt zum Anbieter*
Vorteile dieses „Trade Republic Konkurrenten“:
- Riesige Fonds-Auswahl – anders als bei Trade Republic.
- Flatrate möglich, falls viel gehandelt werden soll.
- Ansprechende Oberfläche und einfaches Handeln.
Aber auch bei anderen Brokern lassen sich Fonds kaufen.
Bei den folgenden Brokern sind Fonds als Einmalanlage und als Sparplan handelbar:
| Broker | Link zum Broker | Fonds Kauf / Sparplan |
![]() | Link zum Anbieter* | Kein Ausgabeaufschlag bei Kauf über die Börse |
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Tipp: Beim Kauf der Fonds über die Börse fällt bei keinem der Anbieter ein Ausgabeaufschlag an.
ETFs von folgenden Anbietern (und weiteren) sind bei Trade Republic handelbar:
- iShares
- Amundi
- Lyxor
- WisdomTree
- Xtrackers
… Fonds sind jedoch nicht bei Trade Republic verfügbar und so können generell keine Fonds bei Trade Republic gehandelt werden.
Ich hoffe, Dir hat die Info über Fonds bei Trade Republic geholfen und Du konntest den richtigen Broker für Dich finden. Damit du unabhängig von Trade Republic in Fonds investieren kannst!
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Begriffsklärung & Grundlagen: Was bedeutet „Fonds“ eigentlich?
Bevor man beurteilen kann, ob es problematisch ist, dass man bei einem Broker wie Trade Republic keine Fonds kaufen kann, muss zuerst klar sein, was mit „Fonds“ überhaupt gemeint ist. Genau hier liegt eine der häufigsten Ursachen für Verwirrung – denn im Alltag werden Begriffe wie Fonds, ETF, Indexfonds oder Investmentfonds oft durcheinandergeworfen, obwohl sie sich in wichtigen Punkten unterscheiden.
Was ist ein Investmentfonds („Fonds“)?
Ein Investmentfonds ist vereinfacht gesagt ein Sammeltopf für Geld. Viele Anleger zahlen Geld in diesen Topf ein, und dieses Geld wird anschließend nach einer festgelegten Strategie investiert wie zum Beispiel in Aktien, Anleihen, Immobilien oder eine Mischung daraus. Der große Vorteil: Auch mit kleinen Beträgen kann man sich breit streuen, weil man indirekt an sehr vielen Wertpapieren gleichzeitig beteiligt ist.
Ein klassischer Investmentfonds wird in der Regel aktiv gemanagt. Das bedeutet, dass ein Fondsmanagement-Team Entscheidungen trifft, welche Wertpapiere gekauft oder verkauft werden. Ziel ist es meist, einen Vergleichsindex zu schlagen oder Risiken aktiv zu steuern.
Praxisbeispiel:
Ein weltweit investierender Aktienfonds sammelt Geld von tausenden Anlegern ein. Die Fondsmanager analysieren Unternehmen aus den USA, Europa und Asien und entscheiden aktiv, ob sie z. B. mehr Technologieaktien kaufen oder ihr Engagement in Europa reduzieren. Als Anleger bekommst du davon im Alltag wenig mit. Du hältst einfach Fondsanteile und profitierst (oder leidest) von der Wertentwicklung.
Aktiv gemanagte Fonds vs. passive Fonds
Der entscheidende Unterschied zwischen klassischen Investmentfonds und ETFs liegt im Managementansatz:
- Aktive Fonds versuchen, den Markt zu schlagen.
- Passive Fonds (meist ETFs) versuchen nur, einen Markt möglichst exakt abzubilden.
Aktive Fonds benötigen Analysten, Research, Handelsentscheidungen und laufende Anpassungen. Das verursacht Kosten – und genau diese Kosten sind ein zentraler Punkt bei der Bewertung, ob Fonds für bestimmte Anleger sinnvoll sind.
Praxisnah betrachtet:
Wenn ein aktiver Fonds jährlich 1,5 % Kosten verursacht, während ein ETF nur 0,2 % kostet, dann muss der Fonds den Markt jedes Jahr deutlich schlagen, nur um auf das gleiche Ergebnis zu kommen. Das gelingt zwar manchen Fonds, aber langfristig eben vielen nicht.
Was ist ein ETF – und warum wird er oft mit Fonds gleichgesetzt?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist rechtlich gesehen ebenfalls ein Fonds. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie er gemanagt und gehandelt wird.
ETFs bilden in der Regel einen Index nach, etwa den MSCI World oder den DAX. Sie werden nicht aktiv gesteuert, sondern folgen festen Regeln. Dadurch sind sie:
- deutlich günstiger
- transparenter
- einfacher zu verstehen
Weil ETFs genauso breit streuen wie Fonds, sprechen viele Anleger im Alltag von „Fonds“, obwohl sie eigentlich ETFs meinen. Genau hier entsteht oft das Missverständnis bei Brokern wie Trade Republic: Viele Nutzer glauben, sie investieren in Fonds – tun es aber über ETFs.
Um es also nochmal kurz zu machen: ETFs sind bei Trade Republic handelbar, klassische Investmentfonds („Fonds“) jedoch nicht!
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Indexfonds, ETFs und klassische Fonds – kurz eingeordnet
Ein Indexfonds ist ein Fonds, der einen Index nachbildet. ETFs sind die bekannteste Form davon, allerdings nicht die einzige. Es gibt auch Indexfonds, die nicht börsengehandelt sind. Diese zählen dann wieder zu den klassischen Investmentfonds und wären bei vielen Neo-Brokern ebenfalls nicht verfügbar.
Für Anleger fühlt sich das Ergebnis aber ähnlich an: breite Streuung, langfristiger Vermögensaufbau, wenig laufender Aufwand.
Warum Fonds für viele Anleger attraktiv sind
Klassische Fonds haben sich über Jahrzehnte bewährt, vor allem bei Anlegern, die:
- sich nicht selbst mit Märkten beschäftigen wollen
- Wert auf aktives Risikomanagement legen
- bestimmte Strategien verfolgen (z. B. defensiv, nachhaltig, vermögensverwaltend)
Praxisbeispiel:
Ein sicherheitsorientierter Anleger kurz vor dem Ruhestand investiert in einen defensiven Mischfonds. Das Fondsmanagement reduziert in schwachen Marktphasen automatisch den Aktienanteil und erhöht den Anleiheanteil. Der Anleger muss selbst keine Umschichtungen vornehmen.
Typische Kosten von klassischen Fonds
Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, sind die Kostenstrukturen von Fonds. Dazu gehören unter anderem:
- laufende Verwaltungsgebühren (TER)
- teilweise Ausgabeaufschläge beim Kauf
- indirekte Kosten durch häufiges Umschichten
Diese Kosten sind nicht per se „schlecht“, sie müssen aber durch eine entsprechende Leistung gerechtfertigt sein. Genau hier setzt später auch die Frage an, warum moderne Neo-Broker wie Trade Republic eher auf ETFs setzen.
Warum diese Grundlagen für den Artikel wichtig sind: Viele Leser suchen nach der Frage „Kann man bei Trade Republic Fonds kaufen?“ und sollten zuvor wissen, wie genau „Fonds“ eigentlich definiert ist.
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Fondsarten im Überblick – welche bei Trade Republic fehlen
Nachdem die grundlegenden Begriffe geklärt sind, stellt sich die entscheidende Frage, welche Arten von Investmentfonds es überhaupt gibt und was Anleger bei Trade Republic konkret nicht handeln können. Erst mit diesem Überblick wird deutlich, ob das eingeschränkte Angebot im Alltag tatsächlich relevant ist oder eher theoretischer Natur bleibt.
Aktienfonds bilden die bekannteste Fondsart. Sie investieren überwiegend oder vollständig in Unternehmensbeteiligungen und können sehr unterschiedlich ausgerichtet sein. Manche Fonds investieren weltweit, andere konzentrieren sich auf bestimmte Regionen, Branchen oder Themen. Klassische Aktienfonds werden aktiv gemanagt, das heißt, ein Fondsmanagement entscheidet laufend, welche Unternehmen gekauft oder verkauft werden. Ziel ist es, besser abzuschneiden als ein Vergleichsindex oder Risiken gezielt zu steuern.
Ein praktisches Beispiel: Ein globaler Aktienfonds erhöht seinen Anteil an US-Technologiewerten, weil das Management dort besonders hohe Wachstumsaussichten sieht, und reduziert gleichzeitig Investitionen in europäische Industrieunternehmen. Diese Entscheidungen trifft nicht der Anleger selbst, sondern das Fondsmanagement. Genau solche aktiv gemanagten Aktienfonds sind bei Trade Republic nicht verfügbar. Zwar lassen sich vergleichbare Marktsegmente über ETFs abbilden, die individuelle Titelauswahl entfällt jedoch.
Eine weitere wichtige Fondsart sind Renten- beziehungsweise Anleihefonds. Diese investieren in festverzinsliche Wertpapiere wie Staats- oder Unternehmensanleihen und gelten häufig als stabilisierender Bestandteil eines Portfolios. Besonders für sicherheitsorientierte Anleger oder in späteren Lebensphasen spielen sie eine große Rolle. Aktive Rentenfonds unterscheiden sich vor allem durch ihre Laufzeiten, die Bonität der Schuldner oder ihre regionale Ausrichtung. Das Fondsmanagement kann beispielsweise auf steigende Zinsen reagieren, indem es die durchschnittliche Laufzeit der Anleihen verkürzt, um Kursverluste zu begrenzen. Diese aktive Steuerung ist bei Anleihe-ETFs nicht vorgesehen und klassische Rentenfonds sind bei Trade Republic ebenfalls nicht handelbar.
Mischfonds kombinieren mehrere Anlageklassen, meist Aktien und Anleihen, teilweise ergänzt durch Rohstoffe oder Geldmarktinstrumente. Sie sind besonders bei Anlegern beliebt, die sich nicht selbst um die Aufteilung ihres Vermögens kümmern möchten. Je nach Fonds kann der Aktienanteil defensiv oder sehr chancenorientiert sein. Viele Mischfonds passen diese Gewichtung aktiv an die Marktlage an. In unsicheren Phasen wird der Aktienanteil reduziert, in Wachstumsphasen erhöht. Für den Anleger bedeutet das eine automatische Steuerung ohne eigenes Eingreifen. Solche aktiv verwalteten Mischfonds gehören zu den meistverkauften Fondsprodukten in Deutschland, stehen bei Trade Republic aber ebenfalls nicht zur Verfügung.
Immobilienfonds nehmen eine Sonderrolle ein. Offene Immobilienfonds investieren direkt in Gewerbe- oder Wohnimmobilien und erzielen laufende Erträge aus Mieten. Sie gelten als vergleichsweise wertstabil, sind jedoch weniger liquide, da Immobilien nicht kurzfristig verkauft werden können. Geschlossene Immobilienfonds sind meist projektbezogen und mit deutlich höheren Risiken verbunden. Beide Varianten zählen zu den klassischen Fondsprodukten und sind bei Trade Republic nicht handelbar. Immobilien-ETFs, die dort verfügbar sind, investieren dagegen in Immobilienunternehmen oder REITs und schwanken oft ähnlich stark wie Aktien.
Auch Geldmarktfonds gehören zu den Fondsarten, die bei Trade Republic fehlen. Sie investieren sehr kurzfristig und werden häufig als Alternative zu Tagesgeld oder für die Zwischenparkung größerer Beträge genutzt. Gerade in Zeiten steigender Zinsen gewinnen sie an Attraktivität. Zwar bietet Trade Republic verzinste Guthaben und kurzfristige Anleihe-ETFs, klassische Geldmarktfonds mit täglicher Verfügbarkeit sind jedoch nicht Teil des Angebots.
Nachhaltige Fonds, die nach ESG- oder SRI-Kriterien investieren, spielen für viele Anleger eine immer größere Rolle. Diese Fonds schließen bestimmte Branchen aus oder bevorzugen Unternehmen mit hohen Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards. Da Nachhaltigkeitskriterien oft individuell ausgelegt und laufend überprüft werden, handelt es sich häufig um aktiv gemanagte Fonds. Auch diese Fonds sind bei Trade Republic nicht direkt handelbar, selbst wenn es ESG-ETFs als Alternative gibt.
Schließlich gibt es noch Dachfonds, die nicht direkt in Wertpapiere investieren, sondern in andere Fonds. Ziel ist es, verschiedene Managementstile und Strategien zu kombinieren. Der Vorteil liegt in einer sehr breiten Streuung und professionellen Steuerung, der Nachteil in zusätzlichen Kostenebenen. Dachfonds gehören ebenfalls zu den klassischen Fondsprodukten, die Trade Republic grundsätzlich nicht anbietet.
Unterm Strich zeigt sich: Trade Republic verzichtet vollständig auf aktiv gemanagte Investmentfonds und das unabhängig von Fondsart, Strategie oder Ausrichtung. Für viele Anleger ist das unproblematisch, weil ETFs zahlreiche Anlagestrategien kostengünstig abbilden können. Für andere Anleger, etwa Fans bestimmter Fondsmanager oder vermögensverwaltender Konzepte, stellt diese Einschränkung jedoch einen echten Nachteil dar.
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ETFs als Fonds-Ersatz bei Trade Republic – wie gut funktioniert das in der Praxis?
Nachdem klar ist, welche klassischen Fondsarten bei Trade Republic nicht angeboten werden, stellt sich zwangsläufig die nächste Frage:
Können ETFs diese Lücke in der Praxis sinnvoll schließen?
Für viele Anleger lautet die kurze Antwort: ja. Die längere Antwort ist differenzierter – denn ETFs können vieles ersetzen, aber nicht alles.
Grundsätzlich erfüllen ETFs denselben Kernzweck wie klassische Fonds: Sie bündeln das Geld vieler Anleger und investieren es breit gestreut. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass ETFs in der Regel nicht aktiv gemanagt werden. Sie folgen festen Regeln und bilden einen Index oder eine klar definierte Strategie ab. Genau dieses einfache Prinzip macht sie günstig, transparent und gut skalierbar. Und erklärt, warum sie perfekt zum Geschäftsmodell von Trade Republic passen.
In der Praxis lassen sich viele klassische Fondsstrategien erstaunlich gut mit ETFs nachbilden. Ein weltweit investierender Aktienfonds etwa lässt sich sehr einfach durch einen breit gestreuten Welt-ETF ersetzen. Anstatt auf die Einschätzungen eines Fondsmanagements zu vertrauen, investiert man automatisch in tausende Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Für langfristige Anleger ist das oft sogar die robustere Lösung, weil sie nicht vom Erfolg einzelner Manager abhängt.
Ein konkretes Beispiel: Ein Anleger möchte sein Vermögen global streuen und plant einen monatlichen Sparplan. Während ein klassischer Weltfonds aktiv Länder und Branchen übergewichtet, investiert ein ETF auf einen globalen Index regelbasiert in alle enthaltenen Märkte. Der Anleger erhält damit eine sehr breite Streuung, zahlt deutlich geringere Kosten und muss sich keine Gedanken darüber machen, ob das Fondsmanagement gute oder schlechte Entscheidungen trifft.
Auch Mischfonds lassen sich mit ETFs zumindest teilweise ersetzen. Statt einen aktiv gemanagten Mischfonds zu kaufen, kann ein Anleger beispielsweise zwei ETFs kombinieren (einen Aktien-ETF und einen Anleihe-ETF) und diese in einem bestimmten Verhältnis besparen. Ein häufig genutztes Modell ist etwa eine Aufteilung von 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen. Diese Lösung erfordert allerdings, dass der Anleger selbst gelegentlich überprüft, ob die Gewichtung noch passt, und gegebenenfalls umschichtet. Während ein Mischfonds diese Arbeit automatisch übernimmt, bietet die ETF-Lösung dafür mehr Kontrolle und geringere Kosten.
Auch für Anleihefonds existieren ETF-Alternativen, die verschiedene Laufzeiten, Bonitäten und Regionen abdecken. Ein ETF auf europäische Staatsanleihen oder globale Unternehmensanleihen kann ähnliche Funktionen erfüllen wie ein klassischer Rentenfonds. Der Unterschied liegt vor allem im fehlenden aktiven Zinsmanagement. Während ein Fondsmanager auf Zinsänderungen reagieren kann, folgt ein ETF starr seiner Indexlogik. Für langfristige Anleger ist das oft kein Problem, für taktisch orientierte Investoren kann es jedoch ein Nachteil sein.
Bei spezialisierten Fondsstrategien stoßen ETFs allerdings schneller an ihre Grenzen. Themenfonds, sehr flexible vermögensverwaltende Fonds oder Fonds mit starkem Risikomanagement lassen sich nur eingeschränkt durch ETFs abbilden. Zwar gibt es mittlerweile sogenannte Faktor- oder Smart-Beta-ETFs, die bestimmte Kriterien wie Volatilität, Dividenden oder Unternehmensgröße berücksichtigen, doch diese Strategien bleiben regelbasiert und ersetzen keine echte aktive Steuerung.
Ein weiteres praktisches Beispiel zeigt diesen Unterschied deutlich: In einer starken Marktkorrektur kann ein vermögensverwaltender Fonds den Aktienanteil drastisch reduzieren und einen hohen Kassenbestand aufbauen. Ein ETF kann das nicht. Er bleibt investiert, egal wie nervös die Märkte sind. Für disziplinierte Langfristanleger ist das oft sogar ein Vorteil, weil emotionale Fehlentscheidungen vermieden werden. Für Anleger, die bewusst Schwankungen reduzieren möchten, kann es jedoch als Nachteil empfunden werden.
Ein großer Pluspunkt von ETFs bei Trade Republic ist ihre einfache Besparbarkeit. ETF-Sparpläne lassen sich bereits mit kleinen monatlichen Beträgen einrichten, häufig ohne Ausführungsgebühren. Damit eignen sie sich hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau. Klassische Fonds-Sparpläne sind zwar bei anderen Brokern ebenfalls möglich, verursachen aber nicht selten höhere Kosten oder erfordern Mindestbeträge.
Zusammenfassend lässt sich sagen: ETFs können einen Großteil der klassischen Fondsstrategien ersetzen, insbesondere für langfristige, kostenbewusste Anleger. Sie bieten breite Streuung, Transparenz und niedrige Gebühren. Gleichzeitig verlangen sie mehr Eigenverantwortung, weil Entscheidungen wie die Portfolio-Aufteilung oder das Rebalancing nicht automatisch übernommen werden.
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Warum Trade Republic bewusst keine Fonds anbietet
Auf den ersten Blick wirkt es für viele Anleger wie eine klare Lücke im Angebot: Warum kann man bei Trade Republic keine klassischen Investmentfonds kaufen, obwohl diese in Deutschland seit Jahrzehnten weit verbreitet sind? Die Antwort liegt weniger in technischen Einschränkungen, sondern vielmehr im Geschäftsmodell und der strategischen Ausrichtung des Brokers.
Trade Republic versteht sich als sogenannter Neo-Broker. Das bedeutet, der Fokus liegt auf einer stark vereinfachten Nutzererfahrung, niedrigen Kosten und einem möglichst schlanken Produktangebot. Klassische Investmentfonds passen in dieses Modell nur sehr eingeschränkt. Ihr Vertrieb ist vergleichsweise komplex, sowohl technisch als auch regulatorisch, und steht im Widerspruch zu dem Anspruch, Wertpapierhandel möglichst standardisiert und automatisiert anzubieten.
Ein zentraler Punkt ist der Vertriebsmechanismus von Fonds. Klassische Investmentfonds werden häufig über Banken und Vermittler verkauft, die dafür Provisionen erhalten. Diese Provisionen können Ausgabeaufschläge, Bestandsprovisionen oder Rückvergütungen sein. Trade Republic verzichtet bewusst auf solche Modelle. Stattdessen setzt der Broker auf ein transparentes Gebührenmodell ohne versteckte Kosten. Fonds, die in klassischen Vertriebsstrukturen eingebettet sind, würden dieses Modell aufweichen oder sogar konterkarieren.
Hinzu kommt der operative Aufwand, den Fonds mit sich bringen. Fonds werden in manchen Fällen nicht an der Börse gehandelt, sondern über Fondsgesellschaften abgewickelt. Käufe und Verkäufe erfolgen meist zum Rücknahmepreis des Tages, nicht in Echtzeit. Für einen Broker, der stark auf Börsenhandel und schnelle Ausführung setzt, ist das ein Bruch im System. ETFs hingegen lassen sich wie Aktien handeln, sind standardisiert und technisch leicht integrierbar. Sie passen damit ideal zur Infrastruktur eines Neo-Brokers.
Ein weiterer Aspekt ist die Zielgruppe von Trade Republic. Der Broker richtet sich vor allem an selbstentscheidende Anleger, die kostengünstig investieren möchten und keine persönliche Beratung erwarten. Klassische Fonds werden dagegen häufig im Kontext von Beratung verkauft, etwa bei Filialbanken oder Vermögensberatern. Auch wenn Fonds grundsätzlich ohne Beratung gekauft werden können, ist ihre Vermarktung historisch stark mit beratungsnahen Modellen verknüpft. Trade Republic positioniert sich bewusst davon weg.
Auch regulatorische Überlegungen spielen eine Rolle. Der Fondsvertrieb unterliegt umfangreichen Informations- und Dokumentationspflichten, insbesondere wenn Beratung oder Empfehlungen im Spiel sind. Durch die Konzentration auf ETFs, Aktien und andere börsengehandelte Produkte kann Trade Republic viele dieser Komplexitäten reduzieren und Prozesse vereinfachen. Das senkt nicht nur Kosten, sondern minimiert auch rechtliche Risiken.
Aus strategischer Sicht ist der Verzicht auf Fonds also kein Zufall, sondern eine klare Entscheidung. Trade Republic setzt darauf, dass ETFs für den Großteil der privaten Anleger ausreichend sind, um langfristig Vermögen aufzubauen. Breite Streuung, niedrige Kosten und einfache Sparpläne stehen dabei im Vordergrund. Alles, was dieses klare Leistungsversprechen verwässern könnte, bleibt außen vor.
Für Anleger bedeutet das: Das fehlende Fondsangebot ist kein Versäumnis, sondern Teil eines konsequenten Konzepts. Wer aktiv gemanagte Fonds, vermögensverwaltende Strategien oder bestimmte Fondsmanager nutzen möchte, ist bei klassischen Direktbanken oder Fondsplattformen besser aufgehoben. Wer dagegen eigenständig investiert, Kosten minimieren möchte und mit regelbasierten Lösungen zufrieden ist, findet in Trade Republic ein bewusst reduziertes, aber sehr fokussiertes Angebot.
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