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Raisin (ehemals: Weltsparen) ist mit seinen Angeboten rund um Festgeld und Tagesgeld ein äußerst beliebter Anbieter: Es finden sich vor allem für Zinsen auf Einlagen interessante Optionen für Anleger.
Aber gibt es Raisin (Weltsparen) als Gemeinschaftskonto? Zum Beispiel ein „Raisin Festgeld-Gemeinschaftskonto“ oder ein „Raisin Tagesgeld-Gemeinschaftskonto“? Und wie lässt sich das eröffnen? Das ist zum Beispiel für Ehepaare / Ehepartner relevant.
Die offizielle Antwort von Raisin (Weltsparen) zum Thema „Gemeinschaftskonto“ fällt eindeutig aus: Es werden keine Gemeinschaftskonten angeboten.
Daher zeige ich Dir, welche sehr guten Möglichkeiten Dir trotzdem als Sparer zur Verfügung stehen.
Auf der Website äußert sich Raisin wie folgt zur Eröffnung eines Gemeinschaftskontos:
„Kann ich bei Raisin ein Gemeinschaftskonto eröffnen?
Nein, es besteht keine Möglichkeit zur Eröffnung eines Gemeinschaftskontos bei Raisin. Dies gilt für alle unsere Anlageprodukte. Wir bitten um Ihr Verständnis.“
Einem Erfahrungsbericht im Finanztip-Forum zufolge lässt sich bei Raisin außerdem keine Vollmacht hinterlegen, um beispielsweise im Todesfall oder Krankheitsfall abgesichert zu sein.
Es ergeben sich daher nur wenige sinnvolle Möglichkeiten für Raisin bzw. für ein Gemeinschaftskonto.
Inhalt
Möglichkeit 1: Raisin als Einzelkonto eröffnen
Da es kein „Raisin Gemeinschaftskonto“ oder „Weltsparen Gemeinschaftskonto“ gibt, kann man sich natürlich auch mit einem Einzelkonto bei Raisin begnügen. Damit lassen sich schöne Angebote rund um Festgeld und Tagesgeld nutzen: Wenn auch nur für eine Person.
Zusätzlich zu Raisin kann man dann immer noch ein Festgeld-Gemeinschaftskonto und ein Tagesgeld-Gemeinschaftskonto eröffnen, wenn man das möchte. Welche Anbieter dafür infrage kommen, zeige ich Dir im Folgenden.
>> Jetzt Raisin als Einzelkonto nutzen!
– Link direkt zur Registrierung bei Raisin >>
Möglichkeit 2: Festgeld als Gemeinschaftskonto eröffnen
Wer nach einem „Festgeld Gemeinschaftskonto“ sucht, wird erst nach intensiver Recherche fündig werden. Denn ein Festgeldkonto als Gemeinschaftskonto zu eröffnen ist nur bei sehr wenigen ausgewählten Banken möglich.
Um genau zu sein: Ich habe lediglich ein empfehlenswertes Festgeldkonto gefunden, das als Gemeinschaftskonto genutzt werden kann.
Anleitung zur Eröffnung meiner Festgeld-Empfehlung als Gemeinschaftskonto:
- Link zum Festgeldkonto (als Gemeinschaftskonto) >> öffnen
- Auf „Konto eröffnen“ oder „Gleich Konto eröffnen“
- Du wirst zum Antrag für das Festgeldkonto weitergeleitet
- Bei der Auswahl „Das Konto soll eröffnet werden als“ gibt es folgende Möglichkeiten: „Einzelkonto“, „Gemeinschaftskonto“ und „Minderjährigenkonto“
- Dort „Gemeinschaftskonto“ auswählen
- Zunächst Angaben zum 1. Antragssteller machen und restliche Felder ausfüllen
- Antrag absenden: Das Festgeldkonto wird als Gemeinschaftskonto eröffnet
>> Jetzt Festgeldkonto als Gemeinschaftskonto eröffnen!
– Link zu meiner Empfehlung für das Festgeld-Gemeinschaftskonto >>
– Auf „Konto eröffnen“ und als Kontotyp anschließend „Gemeinschaftskonto“ auswählen.
Möglichkeit 3: Tagesgeld als Gemeinschaftskonto eröffnen
Das folgende sehr beliebte Tagesgeldkonto lässt sich als Gemeinschaftskonto eröffnen: Dabei ist es auch nicht notwendig, zuvor ein Girokonto oder Depot zu eröffnen – das ist optional.
So eröffnest Du das Tagesgeldkonto der ING als Gemeinschaftskonto:
- Diese offizielle Unterseite für das Extra-Konto als Gemeinschaftskonto >> auf der ING-Website öffnen.
- Auf „Extra-Konto eröffnen“: Du wirst zum Antrag weitergeleitet.
- Frage „Möchten Sie Ihr Extra-Konto als Gemeinschaftskonto führen?“ mit „Ja“ beantworten.
- Dadurch werden die nachfolgenden Fragen angepasst und es können Angaben zum anderen Kontoinhaber gemacht werden.
- Bei „Sind Sie bereits Kunde“ auf „Nein“ gehen, falls Du ein neuer Kunde bist.
- Antrag absenden und das Extra-Konto wird als Gemeinschaftskonto eröffnet.
Optional: Girokonto und Wertpapierdepot als Gemeinschaftskonten eröffnen
Du möchtest erst ein Girokonto als Gemeinschaftskonto eröffnen oder das ING Depot als Gemeinschaftsdepot eröffnen?
- Falls Du zunächst das ING Girokonto als Gemeinschaftskonto eröffnen möchtest, kannst Du das auf dieser Seite >> tun. Einfach auf „Girokonto eröffnen“ gehen und anschließend „Gemeinschaftskonto“ wählen. Das Extra-Konto (Gemeinschaftskonto) sowie das Depot lassen sich anschließend nach Belieben direkt im Online-Banking der ING hinzufügen.
- Falls Du zunächst das ING Gemeinschaftsdepot eröffnen möchtest, kannst Du das auf dieser Seite >> tun. Auf „Depot“ eröffnen und „Gemeinschaftsdepot“ auswählen. So kannst Du anschließend auf Wunsch immer noch das Girokonto (als Gemeinschaftskonto) und das Tagesgeldkonto (als Gemeinschaftskonto) hinzufügen.
Welches Produkt Du also als erstes eröffnest, ist dabei vollständig Dir überlassen! Die restlichen Produkte lassen sich später immer noch hinzufügen.
>> Jetzt Tagesgeldkonto als Gemeinschaftskonto eröffnen!
– Link zu meiner Empfehlung für das Tagesgeld-Gemeinschaftskonto >>
– Auf „Extra-Konto eröffnen“ und danach im Antrag „Gemeinschaftskonto“ auswählen.
Zwischenfazit: Gemeinschaftskonto mit Tagesgeld, Festgeld und mehr
Fassen wir zusammen: Wer ein „Raisin Gemeinschaftskonto“ eröffnen möchte, schaut aktuell in die Röhre. Die Geldanlage über Raisin funktioniert nur als Einzelkonto, sodass man sich nach Alternativen umsehen muss.
Zum Glück gibt es jedoch hervorragende Alternativen für Festgeld und Tagesgeld, bei welchen sich ein Gemeinschaftskonto eröffnen lässt.
>> Jetzt Einzelkonten und Gemeinschaftskonten eröffnen!
– Option 1: Link zu Raisin, was als Einzelkonto genutzt werden kann >>
– Option 2: Link zu meiner Empfehlung für das Festgeld-Gemeinschaftskonto >>
– Option 3: Link zum ING Gemeinschafts-Tagesgeld >> sowie zum ING Gemeinschafts-Girokonto >> und zum ING Gemeinschaftsdepot >>
Warum die Frage nach dem „Raisin Gemeinschaftskonto“ so häufig kommt
Wer als Paar gemeinsam spart, möchte es meistens auch gemeinsam organisieren: Die Miete läuft über ein gemeinsames Konto, das Urlaubsbudget wird zusammen aufgebaut und für größere Ziele wie eine Renovierung oder den Notgroschen ist es einfach beruhigend, wenn beide den Überblick haben. Deshalb taucht im Zusammenhang mit Raisin (früher Weltsparen) sehr häufig eine ganz konkrete Frage auf: Gibt es dort ein Gemeinschaftskonto? Und kann man Tagesgeld oder Festgeld gemeinsam führen?
Die kurze Antwort ist eindeutig: Ein klassisches Gemeinschaftskonto gibt es bei Raisin nicht. Das Raisin-Konto selbst wird als Einzelkonto geführt, und auch die darüber abgeschlossenen Tagesgeld- und Festgeldanlagen laufen auf eine einzelne Person. Das bedeutet: Es gibt immer genau eine Kontoinhaberin bzw. einen Kontoinhaber, der die Anlage eröffnet, verwaltet und rechtlich als Vertragspartner gilt. Für viele Paare ist das im ersten Moment eine Enttäuschung, weil man Raisin als Plattform mit vielen Banken und Angeboten eher wie eine Art „gemeinsame Sparzentrale“ wahrnimmt. In der Praxis ist Raisin aber kein Girokonto-Anbieter, sondern ein Vermittlungs- und Verwaltungssystem für Geldanlagen, das stark über Identifikation, Produktregeln der Partnerbanken und klare Zuordnung zu einer Person funktioniert.
Trotzdem heißt das nicht, dass Raisin für Paare ungeeignet ist. Man muss nur verstehen, was das Fehlen eines Gemeinschaftskontos konkret bedeutet, und dann die passende Lösung wählen. Der entscheidende Punkt ist: Auch wenn die Anlage immer auf eine Person läuft, können Paare die Finanzierung, die Rücküberweisungen und die gesamte „Sparlogik“ sehr wohl gemeinsam abbilden. Es gibt dafür drei Modelle, die sich in der Praxis bewährt haben, und welches am besten passt, hängt vor allem davon ab, wie wichtig euch gemeinsame Kontrolle, Fairness und Unabhängigkeit sind.
Eine besonders einfache Variante ist das Modell „Einzelkonto bei Raisin plus gemeinsames Referenzkonto“. Dabei eröffnet zum Beispiel Person A das Raisin-Konto und legt das Tagesgeld oder Festgeld an. Die Geldflüsse laufen aber nicht über ein Raisin-Girokonto, sondern über das Referenzkonto, das bei eurer Hausbank liegt. Genau hier liegt der Hebel: Als Referenzkonto kann (je nach Konfiguration) auch euer gemeinsames Girokonto dienen. Damit zahlt ihr vom Gemeinschaftskonto Geld ein, und Auszahlungen fließen später wieder dorthin zurück. So können beide Partner die Zahlungsströme im gemeinsamen Bankkonto sehen, auch wenn die Anlage selbst nur einer Person gehört. Für viele Paare ist das die pragmatischste Lösung, weil sie schnell umsetzbar ist und den Alltag gut abbildet: Sparbetrag geht gemeinsam raus, Zinsen kommen gemeinsam wieder rein, fertig. Der Nachteil ist allerdings genauso klar: Im Raisin-Onlinezugang und in den Vertragsunterlagen bleibt es ein „Solo-Produkt“. Person B hat keine eigene Verwaltungsmöglichkeit, keine eigenen Dokumente und rechtlich keinen Anspruch aus dem Vertrag, solange nichts separat geregelt ist. Dieses Modell funktioniert hervorragend, wenn das Vertrauen hoch ist und es vor allem um eine unkomplizierte gemeinsame Rücklage geht.
Die sauberste und gleichzeitig fairste Lösung ist das Modell „Zwei Einzelkonten bei Raisin“. Hier eröffnet jede Person ihr eigenes Raisin-Konto und spart über die Plattform separat. Das klingt zunächst nach doppelter Arbeit, ist aber in der Realität oft die eleganteste Lösung, weil sie Klarheit schafft: Jede Person hat ihren eigenen Zugriff, ihre eigenen Vertragsunterlagen, ihren eigenen steuerlichen Rahmen und die Anlage gehört eindeutig zugeordnet. Wenn ihr gemeinsam sparen wollt, könnt ihr trotzdem einen gemeinsamen Plan haben. Etwa indem beide den gleichen Betrag auf ihr jeweiliges Tagesgeld überweisen oder indem ihr euch auf eine Aufteilung einigt, zum Beispiel eine Person baut kurzfristige Rücklagen im Tagesgeld auf und die andere legt einen Teil als Festgeld mit längerer Laufzeit an. Gerade bei größeren Summen ist das nicht nur „ordentlicher“, sondern auch sicherer, weil man Risiken verteilt und nicht alles an einer einzigen Inhaberschaft hängt. Auch steuerlich ist es oft angenehmer: Zinsen werden automatisch einer Person zugeordnet, und der jeweilige Sparer-Pauschbetrag kann sinnvoll genutzt werden, ohne dass ihr intern kompliziert ausgleichen müsst. Wer Wert auf Gleichberechtigung und Unabhängigkeit legt, wird mit diesem Modell meist am glücklichsten.
Das dritte Modell ist weniger banking-typisch, aber im Alltag erstaunlich verbreitet: Ihr organisiert das gemeinsame Sparen außerhalb von Raisin, und Raisin ist nur der Ort, an dem ein Teil eurer Ersparnisse geparkt wird. Praktisch heißt das: Ihr spart gemeinschaftlich auf eurem Hauskonto oder in einem gemeinsamen Budgettopf, und regelmäßig wird ein Betrag auf eine Raisin-Anlage überwiesen, die auf eine Person läuft. Das kann sinnvoll sein, wenn ihr ohnehin ein sehr aktives Haushaltskonto habt, alle Rücklagen an einer Stelle sammelt und nicht für jeden Zweck separate Strukturen möchtet. Es ist aber auch das Modell, das am meisten von Absprachen lebt. Denn sobald nur eine Person „den Schalter“ in Raisin bedient, muss klar sein, wer wie viel beigetragen hat, welche Laufzeiten gewählt werden und wie Auszahlungen später verteilt werden. Für Paare, die ihre Finanzen stark als gemeinsame Einheit sehen, kann das sehr gut passen. Für Paare, die Wert auf exakte Trennung legen, eher weniger.
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– Option 1: Link zu Raisin, was als Einzelkonto genutzt werden kann >>
– Option 2: Link zu meiner Empfehlung für das Festgeld-Gemeinschaftskonto >>
– Option 3: Link zum ING Gemeinschafts-Tagesgeld >> sowie zum ING Gemeinschafts-Girokonto >> und zum ING Gemeinschaftsdepot >>
Achtung: Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten
Neben der praktischen Organisation gibt es zwei Themen, bei denen Paare besonders häufig falsche Erwartungen haben: Einlagensicherung und Steuern. Viele kennen die Faustregel „Einlagensicherung bis 100.000 Euro“ und verbinden mit Gemeinschaftskonten oft die Vorstellung, dass sich der Schutz „verdoppelt“, weil zwei Personen beteiligt sind.
Das ist auch korrekt: Da die Einlagensicherung pro Person gilt, verdoppelt sie sich beim Gemeinschaftskonto auf 200.000 Euro!
Bei Raisin jedoch nicht, weil die Anlage eben nicht als Gemeinschaftskonto läuft. Entscheidend ist, wer Kontoinhaber ist. Wenn eine Anlage auf eine Person läuft, ist auch die Einlagensicherung an diese Person gekoppelt. Das ist ein wichtiger Punkt, sobald es nicht mehr um ein paar tausend Euro geht, sondern um wirklich große Beträge. Wer also etwa 160.000 Euro auf eine einzige Person und eine einzige Bank konzentriert, sollte sehr bewusst prüfen, wie der Schutz in diesem konkreten Fall aussieht und ob eine Aufteilung auf zwei Einzelkonten oder auf mehrere Banken sinnvoller ist.
Ähnlich klar ist es bei Steuern und Dokumenten: Zinsen gehören steuerlich der Person, auf deren Namen die Anlage geführt wird. Auch wenn ihr beide einzahlt, wird die Zinszahlung nicht „automatisch fair verteilt“, sondern landet bei einer Person in den Unterlagen. Das muss kein Problem sein, aber man sollte es vorher wissen. Im Modell mit zwei Einzelkonten ist es am einfachsten, weil jede Person ihre eigenen Zinsen und Freibeträge nutzt. Im Modell mit einer Person als Inhaber kann es sinnvoll sein, intern transparent zu dokumentieren, wie die Beiträge aufgeteilt wurden. Nicht aus Misstrauen, sondern weil Klarheit später Diskussionen verhindert.
Unterm Strich ist die Sache also weniger kompliziert, als es am Anfang klingt. Ja, Raisin bietet kein Gemeinschaftskonto. Aber Paare haben trotzdem sehr gute Möglichkeiten, gemeinsam über Raisin zu sparen und zwar entweder pragmatisch über ein gemeinsames Referenzkonto, besonders sauber über zwei Einzelkonten oder flexibel über eine externe Haushaltsstruktur. Welche Variante die beste ist, hängt nicht von Raisin ab, sondern davon, wie ihr eure Finanzen als Paar organisiert: gemeinsam mit einem Topf, fair getrennt oder irgendwo dazwischen. Entscheidend ist nur, dass ihr das Fehlen des Gemeinschaftskontos nicht als „Dealbreaker“ seht, sondern als Rahmenbedingung, die man mit der richtigen Struktur sehr gut lösen kann.
Kurz erklärt: Was ist Raisin (Weltsparen) – und wie funktioniert das System?
Um zu verstehen, warum es bei Raisin kein Gemeinschaftskonto gibt, hilft ein kurzer Blick darauf, was Raisin eigentlich ist und wie die Plattform technisch und rechtlich aufgebaut ist. Denn Raisin funktioniert anders als klassische Banken, bei denen man ein Girokonto eröffnet, optional ein Gemeinschaftskonto dazu nimmt und dann direkt aus dieser Kontostruktur heraus spart.
Raisin ist im Kern eine Zinsplattform, über die Kundinnen und Kunden Tagesgeld- und Festgeldangebote verschiedener Partnerbanken nutzen können. Raisin bündelt also viele Banken und Produkte in einer Oberfläche. Du bekommst einen zentralen Onlinezugang, kannst Angebote vergleichen, Anlagen eröffnen und verwalten, aber die eigentliche Anlage findet jeweils im Hintergrund bei der ausgewählten Bank statt. Das ist wichtig, weil Raisin damit nicht dasselbe ist wie ein klassisches Gemeinschaftsgirokonto, das zwei Personen gemeinsam führen und gemeinsam bedienen können.
In der Praxis bedeutet das: Bei Raisin eröffnest du zunächst ein Raisin-Konto als Zugang, also sozusagen dein persönliches Plattformkonto. Darüber wählst du dann die gewünschten Produkte aus. Je nach Angebot handelt es sich um Tagesgeld (flexibel verfügbar) oder Festgeld (mit fester Laufzeit). Die Vertragsbeziehung für die Anlage entsteht typischerweise zwischen dir und der jeweiligen Partnerbank. Raisin organisiert den Prozess, stellt die Übersicht bereit und macht die Verwaltung bequem, aber die Anlage bleibt eindeutig einer Person zugeordnet.
Ein weiteres zentrales Element ist das Referenzkonto. Während man bei einer Hausbank oft direkt vom Girokonto in ein Sparkonto umbucht, läuft es bei Raisin so, dass Einzahlungen und Auszahlungen über ein externes Konto gesteuert werden, also eben dieses Referenzkonto. Das ist meistens euer normales Girokonto bei einer anderen Bank. In vielen Fällen lassen sich bei Raisin auch mehrere Referenzkonten hinterlegen, was praktisch sein kann, wenn jemand ein Privatkonto, ein gemeinsames Haushaltskonto oder vielleicht noch ein Zweitkonto nutzt.
Und genau an dieser Stelle wird der Unterschied zum Gemeinschaftskonto besonders deutlich. Raisin ist nicht darauf ausgelegt, dass zwei Personen denselben Account als gleichberechtigte Inhaber nutzen. Stattdessen steht bei Raisin die klare Identität einer einzelnen Person im Zentrum: eine Person registriert sich, identifiziert sich, hinterlegt steuerliche Angaben, verwaltet die Anlagen und erhält die Dokumente. Dieses Prinzip macht die Plattform einfacher und schneller nutzbar, schränkt aber eben genau jene klassische Gemeinschaftskonto-Logik ein, die man vom Girokonto kennt.
Für Paare hat dieses System trotzdem einen Vorteil: Auch wenn die Anlage selbst nur auf eine Person läuft, kann die gemeinsame Finanzorganisation oft über das Referenzkonto abgebildet werden. Wenn Ein- und Auszahlungen über ein gemeinsames Haushaltskonto laufen, ist das gemeinsame Sparen im Alltag praktisch trotzdem möglich, auch wenn rechtlich kein Gemeinschaftskonto existiert. Das ist die Brücke, über die viele Paare Raisin sinnvoll gemeinsam nutzen, ohne dass Raisin selbst ein Gemeinschaftskonto anbieten muss.
Alternative: Festgeld und Tagesgeld als echtes Gemeinschaftskonto – dann eben ohne Raisin
Wenn Paare wirklich ein „echtes“ Gemeinschaftssparen möchten, führt an einer unbequemen Wahrheit kein Weg vorbei: Raisin ist dafür nicht die passende Kontostruktur. Denn selbst wenn man sich die Nutzung über Referenzkonten und interne Absprachen so baut, dass es sich gemeinschaftlich anfühlt, bleibt der Kern immer gleich, denn die Anlage läuft über eine Person. Wer genau das vermeiden will, kann einen Schritt zurückgehen und das Problem an der Wurzel lösen: Man nutzt für bestimmte Anlagen schlicht keine Plattform wie Raisin, sondern eröffnet Tagesgeld oder Festgeld direkt bei einer Bank, die Gemeinschaftskonten ausdrücklich unterstützt.
Diese Alternative ist besonders sinnvoll, wenn ihr einen Topf habt, der wirklich beiden „gehören“ soll und nicht nur im Gefühl, sondern auch rechtlich und organisatorisch. Ein klassisches Beispiel ist der gemeinsame Notgroschen oder eine größere Rücklage, auf die beide im Ernstfall zugreifen können sollen. Wenn man so ein Sicherheitskonto konsequent als Gemeinschaftskonto führen will, ist es in vielen Fällen die klarste Lösung, Tagesgeld oder Festgeld direkt als Gemeinschaftskonto zu eröffnen. Viele Banken bieten genau das an: Man eröffnet ein Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto mit zwei Kontoinhabern, beide legitimieren sich, beide sind gleichberechtigt, und die Kontoführung ist eindeutig als Gemeinschaftsprodukt ausgestaltet.
Der große Vorteil daran ist nicht nur das „Gefühl“, sondern die praktische Realität: Beide Partner haben Zugriff, beide können Dokumente abrufen, und im Zweifel ist es nicht von einem einzelnen Login abhängig, ob man an sein Geld kommt. Außerdem ist die Inhaberschaft sauber geregelt. Wenn ihr euch trennt, wenn etwas passiert oder wenn schlicht organisatorische Fragen auftauchen, habt ihr keine Grauzone: Das Konto gehört beiden, Punkt. Gerade bei Festgeld kann das enorm beruhigend sein, weil Laufzeiten fix sind und man nicht möchte, dass solche Anlagen in einer reinen Einzelkonto-Logik hängen.
Auch das Thema Einlagensicherung kann hier besser in die gewünschte Richtung laufen. Bei echten Gemeinschaftskonten wird der Sicherungsrahmen in vielen Systemen pro Einleger betrachtet, wodurch der häufig genannte „Verdopplungseffekt“ grundsätzlich näher an der Realität ist als bei Einzelanlagen. Gleichzeitig ist die steuerliche Zuordnung häufig besser planbar, weil Banken bei Gemeinschaftskonten teils klare Mechanismen für gemeinsame Konstellationen anbieten. Wichtig ist hier weniger das Detail als die Grundlogik: Wenn ihr unbedingt Gemeinschaft wollt, ist ein Gemeinschaftskonto bei einer Bank strukturell die passendste Lösung.
Wie kann man das nun sinnvoll mit Raisin kombinieren? Sehr einfach, indem man nicht dogmatisch nur eine Plattform nutzt, sondern nach Zweck entscheidet. Ein guter Ansatz ist eine Art „Hybrid-Strategie“: Alles, was zwingend gemeinschaftlich geführt werden soll wie etwa Notgroschen, Rücklage für Haushalt oder große gemeinsame Ziele liegt auf einem echten Gemeinschafts-Tagesgeld oder Gemeinschafts-Festgeld bei einer Bank, die das anbietet. Raisin kann man dann weiterhin nutzen, aber eher für Anlagen, die ohnehin auf Einzelpersonen laufen dürfen oder bei denen eine getrennte Struktur sogar Vorteile hat. Beispielsweise, wenn beide Partner getrennt sparen oder wenn man bestimmte Beträge bewusst in jeweils eigene Anlagen verteilt.
Mit anderen Worten: Man muss Raisin nicht komplett meiden. Man kann es gezielt dort einsetzen, wo es stark ist (Zinsvergleich, Auswahl, Streuung), und dort weglassen, wo die Plattformlogik nicht zur Lebensrealität passt (gemeinsames Eigentum, gemeinsamer Zugriff, gemeinschaftliche Rechtslage). Für viele Paare ist das langfristig die beste Lösung, weil sie zwei Ziele gleichzeitig erreicht: Maximale praktische Fairness für gemeinsames Geld – und gleichzeitig Zugang zu attraktiven Zinsen und Vielfalt für den Teil des Vermögens, der nicht zwingend als Gemeinschaftskonto laufen muss.
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– Option 1: Link zu Raisin, was als Einzelkonto genutzt werden kann >>
– Option 2: Link zu meiner Empfehlung für das Festgeld-Gemeinschaftskonto >>
– Option 3: Link zum ING Gemeinschafts-Tagesgeld >> sowie zum ING Gemeinschafts-Girokonto >> und zum ING Gemeinschaftsdepot >>

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