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7 wichtige Tipps – ETF-Sparplan

Dame Fotografie

Der ETF-Sparplan ist das ideale Instrument für private Sparer zum langfristigen Vermögensaufbau. Das Konzept ist leicht verständlich und bietet jedem Nutzer ausreichend Flexibilität, um unvorhersehbaren Schwierigkeiten effektiv zu begegnen. Indes gibt es auch beim ETF-Sparplan einiges zu beachten, damit ein möglichst gutes Endergebnis erzielt werden kann.

Ich habe Dir im nachfolgenden Beitrag einige Tipps für einen ETF-Sparplan zusammengestellt, welche Du vor und während der Sparplaneinrichtung beachten solltest. Jeder dieser Tipps ist als gut gemeinter Ratschlag zu verstehen und sie zeigen Dir, auf welche Kriterien Du bei der Einrichtung besonders achten musst.

Der erste Tipp für einen ETF-Sparplan fordert Dich zum Nachdenken über Anlageziel, Dauer und die angestrebte Rendite auf. Beantworte Dir selbst die darin vorkommenden Fragen absolut ehrlich, die Antworten sind das Fundament Deines Sparplans.

Wie einen ETF-Sparplan einrichten?

Im Vorfeld der einmaligen oder per Sparplan getätigten Geldanlage sollte immer geklärt werden, welches Ziel erreicht werden soll und wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht. Ergo gilt es beim ETF-Sparplan, folgende Fragen richtig zu beantworten:

  • Was ist mein Ziel?
  • Wie umfangreich sind meine monatlichen Sparraten?
  • Wie viel Geld soll am Ende der Spar- und Anlagephase verfügbar sein?

Deine Antwort zur ersten Frage könnte der Vermögensaufbau und/oder die Absicherung der Altersvorsorge sein. Die zweite Antwort führt zur Festlegung der anfänglichen Sparrate, beachte hierbei bitte, dass die meisten Broker Dir eine Möglichkeit zur individuellen Aufstockung geben.

Steigendes Gehalt kann beim richtigen Anbieter jederzeit in einer erhöhten Sparrate resultieren. Bei der dritten Frage wird von Dir eine ungefähre Einschätzung der gewünschten Summe am Ende verlangt. Dazu ein Beispiel:

  • Du kannst im Monat 100 Euro für den ETF-Sparplan einsetzen.
  • Der Sparplan soll etwa 15 Jahre laufen.
  • Als Endsumme stellst Du Dir etwa 30.000 Euro vor.

Benutze bitte einen online verfügbaren Sparplanrechner, um die von mir in den Raum gestellte erforderliche Wertentwicklung zu überprüfen. Damit aus 100 Euro monatlich in 15 Jahren etwa 30.000 Euro werden, muss eine Wertentwicklung von mindestens 6,5 % pro Jahr gewährleistet sein. Jetzt mein erster Tipp für einen ETF-Sparplan:

Dein ETF-Sparplan sollte auf Aktien beruhen

Aktien sind die einzigen Assets, die Dir langfristig diesen Wertzuwachs in Aussicht stellen. Im Idealfall entscheidest Du Dich für einen möglichst breit diversifizierten Aktienindex, welcher Deine Sparraten kostengünstig auf viele Unternehmen in zahlreichen Ländern verteilt. Warum? Nur so bist Du vor regionalen oder nationalen Krisen sicher und generierst die angestrebte Rendite.

Welcher Aktienindex ist empfehlenswert?

Seitens der Diversifikation wird der MSCI World so schnell von keinen anderen Index auf die Plätze verwiesen. Er bietet Dir die Streuung der Sparraten auf über 1.650 Aktiengesellschaften aus 23 Industriestaaten auf mehreren Kontinenten.

Eine Investition in den MSCI World resultiert bei einem Anlagehorizont von 15 oder mehr Jahren in einer jährlichen Durchschnittsrendite von fast 8 %. Die Einzelheiten zum Weltindex von MSCI findest Du auf dieser Webseite in einem speziellen Beitrag.

Halten wir zur besseren Übersicht Tipp 1 zusammengefasst fest:

  • Anfängliche Sparrate 100 Euro pro Monat.
  • Angestrebte Laufzeit für den ETF-Sparplan mindestens 15 Jahre.
  • Gewünschte Endsumme etwa 30.000 Euro.
  • Die erforderliche Wertentwicklung wird vom Aktienindex MSCI World gesichert.

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Warum sind diese Überlegungen im Vorfeld überaus nützlich?

Es gibt mittlerweile etwa 1.500 ETFs und circa 400 davon sind sparplanfähig. Wenn Du bei jedem Anbieter das ETF-Portfolio in Augenschein nehmen würdest, müsstest Du allein dafür 2 Tage vor den Computer-Bildschirm verbringen. Mit einem klaren Ziel vor Augen kannst Du die Suche auf einen Broker beschränken, der den MSCI World als sparplanfähigen ETF anbietet.

Weitere Tipps für einen ETF-Sparplan

Achte darauf, dass der gewählte Broker respektive die Direktbank in der BRD ansässig ist. Jetzt kannst Du als junger Mensch vielleicht fragen, was soll dieser Tipp für einen ETF-Sparplan? Die Erklärung: Ein hierzulande ansässiger Anbieter wird von der BaFin lizenziert und überwacht.

Die Finanzdienstleistungsaufsicht ist weltweit für ihr konsequentes Vorgehen bei Regelverstößen bekannt. Zudem profitierst Du bei einem von der BaFin reguliertem Brokerage Anbieter von transparenter Webseite und bestmöglichem Kundendienst, beides in deutscher Sprache. In der Regel verfügen Broker in der BRD über umfassende Schulungsmöglichkeiten und betreuen Anleger vorbildlich.

Zur Einrichtung eines ETF-Sparplans benötigst Du ein Depot mit angeschlossenem Handelskonto. Achte bitte darauf, dass der Anbieter Depot und Konto für Deinen ETF-Sparplan dauerhaft kostenfrei zur Verfügung stellt. Viele Onlinebroker werben zwar mit kostenfreiem Depot, nicht wenige setzen aber ein gewisses Maß an Aktivität voraus. Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Die Comdirect stellt das Depot kostenfrei zur Verfügung, aber nur für die ersten 3 Jahre. Danach fallen pro Monat 2 Euro Gebühr an, sofern Du weniger als 2 Trades pro Monat machst. 12 Jahre sind gleich 144 Monate gleich 288 Euro zusätzlicher Kosten für Deinen ETF-Sparplan.

Nichts gegen den Anbieter, aber eine derartige Kostenfalle schädigt ohne großen Nutzen das Kundenvertrauen. Du kannst die Mehrkosten jedoch mit der Einrichtung eines Girokontos umgehen.

Nichts gegen den Anbieter, aber eine derartige Kostenfalle schädigt ohne großen Nutzen das Kundenvertrauen. Du kannst die Mehrkosten jedoch mit der Einrichtung eines Girokontos umgehen.

Ein weiterer Tipp für einen ETF-Sparplan tangiert die aktuelle Niedrigzinspolitik der EZB. Erste Broker geben die negativen Zinsen an Guthaben auf den Handelskonten weiter. Nach den jüngsten Korrekturen des Einlagenzinssatzes von minus 0,40 auf negative 0,50 % muss befürchtet werden, dass weitere Anbieter dem Beispiel des Onlinebrokers Flatex folgen.

Daher von meiner Seite einige Tipps für den ETF-Sparplan:

  • Suche Dir einen Anbieter, der den quartalsweisen Sparrhythmus ermöglicht.
  • Lasse die Sparraten nur kurzfristig auf dem Handelskonto liegen.

Zu Punkt 1: Angenommen, Dein ETF-Sparplan soll 15 Jahre oder mehr laufen und Du hast Dich für monatliche Sparraten entschieden. 15 Jahre sind 180 Monate, in welchen Gebühren für die Ausführung fällig werden.

Durchschnittlich verlangen die hierzulande ansässigen Sparplananbieter für die Ausführung 2 Euro pro Monat, also insgesamt 360 Euro. Legst Du jedoch einen quartalsweisen Sparrhythmus fest, werden nur 120 Euro für die Ausführung fällig.

Zu Punkt 2: Die monatlichen Sparraten sammelst Du idealerweise bis zum Quartalsende auf dem eigenen Girokonto. Diese Konten sind bei Normalverdienern bislang vor negativer Verzinsung sicher. Zum Ausführungstermin lässt Du den Betrag per Dauerauftrag kostenfrei auf das Handelskonto bei Deinen Broker überweisen.

Weitere Tipps für einen ETF-Sparplan hinsichtlich Kosten und Werterhaltung

Die folgenden Tipps sind den Kosten für den ETF-Sparplan gewidmet und wollen Dir helfen, die Geldanlage möglichst kostengünstig zu gestalten. Der ETF auf den MSCI World muss beim favorisierten Anbieter sparplanfähig vorhanden sein. Achte dabei auf Aktionsangebote ohne Kauf- und Ausführungsgebühren. Berücksichtige aber, dass diese Angebote nicht vom Broker, sondern vom Emittenten kommen und meist zeitlich begrenzt gelten.

Der Emittent übernimmt in der Regel für 1 oder 2 Jahre die Sparplankosten und bewirbt damit sein Produkt. Es ist sinnvoll, diese Offerte in Anspruch zu nehmen. Nachdem die Aktion ausgelaufen ist, sollten auch die Gebühren in Kauf genommen werden. Diese Entscheidung ist unterm Strich günstiger als der Wechsel auf einen neuen und wieder vorübergehend kostenfreien ETF. Einige Tipps zu den Gebühren:

Diese Entscheidung ist unterm Strich günstiger als der Wechsel auf einen neuen und wieder vorübergehend kostenfreien ETF. Einige Tipps zu den Gebühren:

  • Achte beim ETF-Sparplan auf die Verfügbarkeit des sparplanfähigen ETFs
  • Wähle einen Anbieter mit möglichst niedrigen Fixkosten.
  • Meide Broker mit Limits bei der Sparrate.

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Wenig kommunizierte Tipps rund um den ETF-Sparplan

Kommen wir kurz auf das eingangs dargestellte Szenario zurück und nehmen eine Laufzeit von 20 Jahren an.

  • Du sparst monatlich 100 Euro auf den ETF MSCI World über 20 Jahre.
  • Die langfristige Wertentwicklung beträgt seit Jahrzehnten knapp 8 %.
  • Nach 20 Jahren verfügst Du über einen Betrag von brutto 59.300 Euro.

Du bemerkst den Haken an der Rechnung wahrscheinlich selbst: Die Summe hat zum Ende der Laufzeit bei Weitem nicht die heutige Kaufkraft. Was tun? Ganz einfach. Du benötigst für Deinen ETF-Sparplan einen Anbieter, der dynamische Sparraten ermöglicht. Auch dazu ein Beispiel:

  • Im ersten Jahr bleibt es bei 100 Euro monatlich.
  • Im zweiten Jahr erhöhst Du die Sparrate auf 105 Euro im Monat.
  • Die Sparrate beträgt bei konsequenter Vorgehensweise im 20. Jahr 200 Euro pro Monat.

Damit überwindest Du die offizielle Inflation ebenso wie die wirklich spürbare Teuerung und hast nach 20 Jahren eine Summe, deren Kaufkraft höher, als die des zu erwartenden Endergebnisses liegt. Alles wird innerhalb von 2 Jahrzehnten deutlich teurer und die Arbeitgeber müssen mit Gehaltserhöhungen die Kaufkraft ihrer Mitarbeiter erhalten.

Eine gesunde Wirtschaft ist auf Balance angewiesen und passt im Interesse aller Teilnehmer die Einkommen der Teuerungsrate an. Das bedeutet für Dich: Du zahlst immer den aktuellen Gegenwert für die 100 Euro am Anfang des ETF-Sparplans. 5 Euro im Monat mehr in den Vermögensaufbau zu investieren, sollte mit einem ordentlich bezahlten Job nicht schwerfallen.

Im Laufe von 2 Jahrzehnten kommen zu erhöhten Tariflöhnen oft Gehaltserhöhungen aufgrund von Beförderungen. Selbst wenn beides einmal ausbleibt, bietet Dir der ETF-Sparplan mit seiner Flexibilität mehrere Möglichkeiten.

Du kannst die Dynamik zeitweise beenden, Sparraten temporär aussetzen oder den Plan komplett ruhen lassen. Der angesammelte Betrag vermehrt sich im letzten Szenario wie ein einmaliges Investment.

Individuelle Tipps für einen ETF-Sparplan bekommst Du bei Bedarf von einem Broker mit Sitz in der BRD in Form von Schulungsangeboten. Experten beantworten in regelmäßigen Beiträgen unter anderem Fragen zum bestmöglichen Verhalten in turbulenten Börsenzeiten.

Der Kundendienst eines hierzulande lizenzierten Anbieters hilft bei Anpassungen, Auszeiten und in anderen Situationen. Tipps in Form von Anlageberatung kannst Du von einem Onlinebroker beim kostengünstigen ETF-Sparplan hingegen nicht erwarten. Alles Wissenswerte zur Geldanlage in ETFs erfährst Du aber aus meinen Beiträgen auf dieser Internetpräsenz.

Abschließend ein letzter Tipp für einen ETF-Sparplan

Verzichte insbesondere bei kleineren Monatsraten auf ein aus mehreren ETFs bestehendes Portfolio. Baue Deinen ETF-Sparplan auf einen bestmöglich diversifizierten Aktienindex auf, dann wird pro Rate nur eine Gebühr fällig. Der MSCI World hat alle Voraussetzungen, er streut Dein Geld auf über 1.650 große und mittlere Unternehmen in den wichtigsten 23 Industrieländern.

Der Klassiker ist krisenerprobt und bei den meisten Anbietern sparplanfähig verfügbar. Aus mehreren ETFs bestehende Portfolios eignen sich für einmalige Investitionen, aber nicht für den ETF-Sparplan. Ich hoffe, Du nutzt die Tipps aus diesem Beitrag für die Einrichtung Deines ETF-Sparplans und wünsche Dir viel Erfolg.

Dein Depotstudent Dominik

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