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Aktien: Investment in Elektromobilität lohnenswert?

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Wer bereits einen ETF-Sparplan mit Aktienindex für die Altersvorsorge eingerichtet hat und über liquide Mittel verfügt, kann nebenbei in einzelne Aktien investieren. Diese oft lukrative Möglichkeit wird von vielen Sparplan-Besitzern bereits wahrgenommen. Sie setzt langen Anlagehorizont, Interesse an den Märkten und objektives Urteilsvermögen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung voraus.

In Standardwerte zu investieren ist einfach, wenn es aber gilt, die Senkrechtstarter von morgen zu finden, scheitern viele Aktienanleger an ihren Emotionen. Im nachfolgenden Artikel zeige ich Dir die Herausforderung mit einem sehr aktuellen Thema.

Es geht darum, zu entscheiden, welcher Antrieb zukünftig in unseren Automobilen und Nutzfahrzeugen eingesetzt wird: der Wasserstoff-Verbrennungsmotor, der Elektroantrieb mit Akku oder Elektrotechnik in Kombination mit Brennstoffzelle? Wer hierbei die richtige Entscheidung trifft und entsprechend investiert, generiert mit seinen Aktien wahrscheinlich ein Vermögen.

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Welche Antriebe stehen zur Wahl?

Bevor ich Dir die einzelnen Antriebsarten im Detail darstelle, eine Bemerkung in eigener Sache. Es geht mir nicht um Ideologien oder Wunschvorstellungen, sondern um eine sachliche Darstellung der einigermaßen komplexen Situation. Mit anderen Worten: Treffe Deine eigenen Entscheidungen und verwende den Inhalt dieses Beitrags zur Information.

Fakt ist, dass die klassischen Verbrennungsmotoren so bald wie möglich durch alternative Antriebe ersetzt werden sollen. Die Regierung sieht, im Einklang mit diversen Institutionen, in Diesel- und Benzinmotoren erhebliche Gefahren für die Umwelt. Man muss diese Ansichten nicht teilen, sie sind aber Konsens bei den Entscheidungsträgern und verändern schon jetzt die automobile Welt.

Genau genommen wurde bereits in den 1970ern erfolgreich nach alternativen Antrieben gesucht. Daimler Benz und BMW stellten seinerzeit Automobile mit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren vor. Die Funktionsweise war weitestgehend identisch mit den derzeit genutzten Motoren, statt Benzin oder Diesel wurde Wasserstoff verbrannt.

Wasserstoff-Verbrennungsmotoren der ersten Generation waren nahezu schadstofffrei. Sie befreiten zudem aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von importiertem Öl. Aus Gründen, die jeder nur für sich selbst finden kann, verschwanden die Pläne in den Tresoren der beiden Konzerne. Offiziell wurde mitgeteilt, dass Wasserstoff zu gefährlich und zu teuer wäre.

Einige Jahrzehnte später begann die Automobilindustrie mit der Entwicklung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Es wurden bis heute zwar erhebliche Fortschritte gemacht, geblieben sind aber die Nachteile: Begrenzte Reichweite und zeitaufwendiges Betanken, respektive Laden der Batterie.

Aus diesem Grund erinnerten sich die Entwickler an die Option Wasserstoff und schufen das Elektromobil mit Brennstoffzelle. In der Brennstoffzelle werden Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft in elektrische Energie umgewandelt. Fachleute bezeichnen diesen elektrochemischen Vorgang als kalte Verbrennung.

Das sind also die aktuell kontrovers diskutierten Antriebsarten in vereinfachter Darstellung. Selbst der Wasserstoff-Verbrennungsmotor ist noch nicht vollständig aus dem Rennen, obgleich er aus unbekannten Gründen nicht in der Gunst vieler Entscheider steht. Das Konzept wurde in aller Stille optimiert und wird womöglich in großen Baufahrzeugen und Lkws zum Einsatz kommen.

Bemerkenswert ist für mich, dass die Technik in der ursprünglichen Form alle aktuellen Probleme gelöst hätte, aber nicht beachtet wurde. Jetzt wird Wasserstoff wieder thematisiert, allerdings in einer wesentlich komplexeren und kosten-intensiveren Nutzungsart.

Die zweifelhaften Argumente von gestern, scheinen vergessen zu sein. H2 ist nun nützlich für die Elektromobilität und nicht mehr gefährlich. Übrigens wurde die scheinbar größte Gefahr bereits 1989 mehrfach durch Tests widerlegt – bei YouTube gibt es heute noch Videos dazu.

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Wohin geht die Reise?

Bis jetzt war die Richtung ohne Mühe ersichtlich: Alle Verbrenner müssen verschwinden und durch batteriebetriebene Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Seit einiger Zeit wird wieder über den Energieträger Wasserstoff diskutiert und dies irritiert viele Anleger, die auf Elektromobilität setzen möchten.

Gleichwohl haben elektrisch betriebene Fahrzeuge immer noch viele Nachteile. Sie sind vergleichsweise teuer, es fehlt die notwendige Infrastruktur und vor allem mangelt es an ökologisch unbedenklichem Strom für den massenhaften Einsatz dieser Fahrzeuge. Experten behaupten, dass das derzeit vorhandene Netz bereits mit einer Million E-Fahrzeugen am Schnelllader zusammenbrechen würde.

Die Öko-Bilanz des Elektrofahrzeugs wird erst nach 150.000 km Leistung besser, als die Bilanz eines sparsamen Diesels. Derzeit kann der ökologische Nutzen der Stromer berechtigt hinterfragt werden, indes wir es wahrscheinlich bald gravierende Verbesserungen seitens der Technologie geben. Das Reichweiten-Problem wird jedoch noch lange bleiben, obwohl es auch hierbei bemerkenswerte Fortschritte gegeben hat.

Um diese Herausforderung zu meistern, entwickelten die Autobauer Hybrid-Modelle, welche aber aufgrund des hohen Gewichts durch zwei Systeme nicht jeden überzeugen. Aktuell gelingt es den reinen Elektrofahrzeugen ebenso wenig wie den Hybriden, die Herzen der heimischen Autokäufer zu erobern. 2019 fuhren 57 Millionen Fahrzeuge auf den Straßen der BRD, nicht einmal 100.000 davon waren E-Autos oder Hybride.

Wasserstoff-Technologie soll die Begeisterung für emissionsfreies Fahren wieder erwecken. Es handelt sich aber nicht um den klassischen Verbrennungsmotor, sondern um Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen. Damit will die Automobilindustrie das Reichweiten-Problem in den Griff bekommen und den E-Autos zum Durchbruch verhelfen.

Bereits jetzt sprechen Insider von einer signifikanten Richtungsänderung und regen dazu an, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die Brennstoffzellen für Automobile herstellen.

Allerdings steckt die neue Wasserstoff-Technologie noch in den Kinderschuhen und hat einige Nachteile. So wird beispielsweise der überwiegende Teil des verfügbaren Wasserstoffs heutzutage aus Erdgas – einem fossilen Energieträger – gewonnen und nicht im umweltfreundlichen Elektrolyse-Verfahren. Es fehlt zudem an einem flächendeckenden Netz von Wasserstoff-Tankstellen.

Sollten beide Herausforderungen zeitnah bewältigt werden, entstünden unübersehbare Vorteile. Emissionsfreies Fahren wäre für jedermann möglich, dank der schnellen Betankung könnten weite Strecke zurückgelegt werden.

Zudem könnte um die Mobilität herum eine völlig neue Wasserstoff-Wirtschaft entstehen. Solarstrom bei der Elektrolyse eingesetzt, könnte absolut unbedenklichen Wasserstoff in schier unbegrenzten Mengen generieren. Es könnten viele neue Arbeitsplätze entstehen und das Problem der unregelmäßig verfügbaren Sonnen- und Windenergie wäre durch entsprechende Wasserstoff-Speicherkapazitäten zu meistern.

Bedacht werden muss aber, dass die gesamte Infrastruktur noch nicht vorhanden ist und im Falle einer Entscheidung dafür, sehr viel Geld kosten wird. Schon tauchen die ersten Kritiker auf und weisen darauf hin, dass klassische Stromer einfach an der Steckdose zu Hause aufgeladen werden können.

Ein weiterer Vorwurf ist, dass Wasserstoff einen vergleichsweise schlechten Wirkungsgrad hätte. Der ist soweit richtig, dass Strom zuerst in Wasserstoff verwandelt wird, aus welchem dann in der Brennstoffzelle wieder Strom entsteht. Es liegt aber nicht am Wasserstoff selbst, sondern an der komplexen Technik. Wasserstoff wäre im Verbrennungsmotor wesentlich einfacher und effizienter zu handhaben.

Übersehen wird zudem, dass in der Stromgewinnung und beim Transport in Leitungen ebenso viel verloren geht. Letztlich handelt es sich bei Wasserstoff nicht um ein begrenzt verfügbares Element und deswegen ist es aus meiner Sicht unnötig, von schlechtem Wirkungsgrad zu sprechen.

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Wohin geht die Reise? II

Bei objektiver Betrachtung haben klassische E-Autos und Brennstoffzellen-Fahrzeuge gleichermaßen Vor- und Nachteile. Für Anleger, die sich rechtzeitig positionieren möchten, ergeben sich daraus einige Probleme.

  • Beide Systeme erfordern zur Etablierung umfangreiche und kostspielige Maßnahmen.
  • Jedes System kann nicht von einem einzelnen Unternehmen, sondern nur in Gemeinschaft eingeführt werden.
  • Aktuell ist kein eindeutiger Trend erkennbar, vielmehr schaut jeder deutsche Hersteller mit Argwohn auf die internationalen Mitbewerber.

Es ist zu befürchten, dass die heimische Industrie den Trend bereits verpasst hat, obgleich sie schon vor Jahrzehnten die besten Karten in den Händen hielt.

China hat sich in aller Stille zum Marktführer in beiden Segmenten gemacht. Im Reich der Mitte wurden 2018 über 1,1 Millionen Stromer verkauft, mehr als in allen Industrieländern zusammen. Für 2019 war die Marke von 1,5 Millionen E-Autos anvisiert, genaue Zahlen liegen aber noch nicht vor.

Die chinesische Regierung unterstützt die nationale Elektromobilität mit massiver Förderung, zuerst wurden alle Stromer mit Batterie gesponsert. Seit 2020 fördert Peking die Brennstoffzellen-Fahrzeuge ebenso umfangreich.

Die deutschen Hersteller hängen sich verunsichert an den chinesischen Trend und produzieren bereits für den riesigen Markt batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. Vermutlich werden sie durch die stärkere Nachfrage nach Brennstoffzellen-Fahrzeugen die Produktion auf beide Varianten der Elektromobilität ausweiten.

Wohin die Reise in der BRD geht, wird also von der Entwicklung im Reich der Mitte vorgegeben und diese Tatsache erschwert Anlegern die Investition in zukunftssichere Aktien. Es bleibt beim Versuch, in eine schwer erkennbare Zukunft zu blicken.

Hierzulande fehlt es an einem einheitlichen Konzept, welches von einer wohlwollenden Regierung massiv unterstützt wird. Dementsprechend sind Investitionen in Aktien von deutschen Automobilkonzernen vermutlich mit Risiken behaftet.

Was will ich Dir mit meinen Ausführungen vermitteln?

Einzelne Aktien können sehr lohnenswert sein, wenn Du sie rechtzeitig findest. Die meisten Chancen werden von Unternehmensbeteiligungen geboten, deren Emittenten für die Zukunft produzieren.

Natürlich wollen Anleger in Konzerne mit leicht nachvollziehbaren Geschäftsmodellen investieren. Dieser Ansatz ist aber in vielen Bereichen nur schwer umzusetzen, da die Trendsetter auf anderen Kontinenten zu Hause sind.

Bei der vermutlich sehr lukrativen Elektromobilität stehen derzeit viele Fragen offen. Wohin geht der Trend und welche Variante setzt sich am Markt durch? Sicher scheint hingegen zu sein, dass die heimischen Konzerne eher als Trittbrettfahrer an der Entwicklung teilnehmen und weniger als Initiatoren.

Aus wirtschaftlicher Sicht wäre der Aktien-Erwerb von chinesischen E-Automobilherstellern vielversprechend. Dagegen spricht jedoch die politisch unsichere Zukunft eines weit entfernten Landes. Was also tun, um von zukünftigen Trends möglichst lange und gut zu profitieren?

Es gibt beim Thema Elektromobilität derzeit nur zwei Möglichkeiten:

  • Aktien nach Bauchgefühl zu kaufen und dabei ein vergleichsweise hohes Risiko einzugehen.
  • Die Ruhe zu bewahren und verfügbares Geld breit gestreut anzulegen.

Warum ich mich für die zweite Option entscheiden würde, hat vor allem einen Grund: Mir ist es zu riskant und aufwendig, eine Stecknadel im Heuhaufen zu suchen. Ich investiere lieber in den gesamten Markt.

Sofern Du bereits in einen globalen Aktienindex per ETF-Sparplan investiert bist, wäre die einfachste Möglichkeit die Einrichtung eines weiteren Sparplans mit dem MSCI China A Index.

Natürlich streut der Index Dein Geld auf verschiedene Branchen. Er wird aber alle drei Monate neu gewichtet und deswegen profitierst Du langfristig auch vom Erfolg der chinesischen Autobauer.

Hier die wichtigsten Informationen zum China A Index von MSCI:

Der Index vereinigt die Aktien von 703 mittelgroßen und großen Gesellschaften und deckt damit 85 % der investierbaren Börsenwerte Chinas ab. Die gesamte Marktkapitalisierung beträgt mehr als 2,1 Billionen Dollar. Vertretene Unternehmen sind in den folgenden Sektoren aktiv:

  • Nicht-Basiskonsumgüter 26,85 %.
  • Kommunikation 20,83 %.
  • Finanzdienstleistungen 20,52 %.
  • Immobilien 5,74 %.
  • Industrie 5,72 %.
  • Informationstechnologie 4,16 %.
  • Gesundheit 3,92 %.
  • Konsumgüter 3,76 %.
  • Energie 3,51 %.
  • Sonstige Versorger 2,60 %.
  • Materialien 2,42 %.

Die Top10 werden natürlich von den Konzernen Alibaba und Tencent angeführt. Wenn es jedoch der chinesischen Automobilbranche sehr gut geht, profitieren alle Sektoren davon und die Anleger. Der Index hat sich seit 2004 sehr volatil, aber deutlich besser als der MSCI EM entwickelt.

Nachfolgend stelle ich Dir unverbindlich einen ETF auf den MSCI China A Index vor, der über eine BRD Zulassung verfügt.

UCITS ETF auf den MSCI China A Index von iShares ISIN IE00BQT3WG13

Der im April 2015 von iShares in Irland aufgelegte ETF hat ein Fondsvolumen von knapp 800 Millionen Dollar. Er bildet seinen Referenzindex mit optimiertem Sampling physisch nach und ist thesaurierend konzipiert. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,40 %, die Volatilität wird mit 20 % per anno angegeben.

Wertentwicklung seit 2016:

  • 2016 minus 17,88 %.
  • 2017 plus 27,82 %.
  • 2018 minus 16,06 %.
  • 2019 plus 35,40 %.

Sollte die chinesische Autobranche, wie zu erwarten, mit Elektrofahrzeugen erfolgreich sein, wird dies langfristig zu steigenden Renditen führen. Sechs Broker bieten den ETF derzeit sparplanfähig an, bei einem Anbieter wird er kostenfrei ausgeführt.

Dein Depotstudent Dominik

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