depotstudent

Cannabis-ETFs bei Trade Republic: Liste & Alternativen

Trade Republic unspl
Depotstudent Dominik
5
(7)

Du möchtest in Cannabis-ETFs investieren? Und bist Kunde bei Trade Republic? Dann musst Du Dir leider eine Alternative suchen.

Auf dem deutschen Markt waren insgesamt nur zwei ETFs auf Cannabis erhältlich:

  • HANetf Cannabis-ETF
  • Rize Cannabis-ETF

Hier die beiden für deutsche Anleger in der Vergangenheit verfügbaren Cannabis-ETFs:

ETFISINFondsgrößeTERErtragsverwendungReplikation
HANetf The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETFIE00BG5J1M2119 Mio. EUR0,80 %ThesaurierendVollständige Replikation
Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETFIE00BJXRZ27325 Mio. EUR0,65 %ThesaurierendVollständige Replikation

Beide Cannabis-ETFs sind jedoch nicht bei Trade Republic handelbar, wie viele andere ETFs leider auch. Unter Suchbegriffen wie „Cannabis“, „Hanf“ oder „Marihuana“ wirst Du bei Trade Republic keine ETFs finden.

Leider stößt man dadurch bei Trade Republic immer wieder an die Grenzen des Neobrokers: So auch bei Cannabis-ETFs.

Bei Cannabis-ETFs gilt zusätzlich: Für deutsche Anleger sind generell keine Cannabis-ETFs mehr erhältlich! Das gilt nicht nur für Trade Republic.

Nach einer Hype-Phase im Jahr 2024 wurden viele Cannabis-ETFs wieder geschlossen und liquidiert. Sie sind also für deutsche Anleger nicht mehr verfügbar.

Cannabis-ETFs nicht bei Trade Republic verfügbar: Wo dann?

Wer trotzdem in Cannabis-ETFs investieren wollte, musste sich nach einem anderen Broker umsehen und ein zweites Depot eröffnen.

Auch ich nutze mehrere Depots gleichzeitig: Dadurch kann ich bestimmte Strategien trennen und gleichzeitig eine riesige Produktauswahl genießen.

>>> Ich persönlich nutze und empfehle diesen Broker (neben Trade Republic): Link direkt zum Anbieter >>
– Cannabis-ETFs waren dort handelbar, solange sie für deutsche Anleger verfügbar waren.
– ETF-Auswahl ist deutlich größer als bei Trade Republic.
– Fonds und viele weitere Produkte, die es bei Trade Republic nicht gibt.
– Flatrate möglich, falls viel gehandelt werden soll.
– Ansprechende Oberfläche und einfaches Handeln.

Bei den folgenden Brokern waren alle verfügbaren Cannabis-ETFs als Einmalanlage und als Sparplan handelbar:

BrokerLink zum BrokerHANetfRize
Scalable CapitalLink zum Anbieter*KostenlosKostenlos
flatexLink zum Anbieter*KostenlosKostenlos
comdirectLink zum Anbieter* 1,5 % pro Sparrate1,5 % pro Sparrate
ConsorsbankLink zum Anbieter* 1,5 % pro Sparrate1,5 % pro Sparrate

ETFs von folgenden Anbietern sind bei Trade Republic handelbar:

  • iShares
  • Amundi
  • Lyxor
  • WisdomTree
  • Xtrackers
  • … und ein paar weitere.

… HANetf sowie Rize sind nicht bei Trade Republic verfügbar und so konnten die Cannabis-ETFs generell nie bei Trade Republic gehandelt werden.

Kurz-Vorstellung der Cannabis-ETFs

Beim HANetf Cannabis-ETF wird folgende Strategie gefahren:

„Der Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF ist Europas erster medizinischer Cannabis-ETF.

The Medical Cannabis ETF zielt darauf ab, ein gezieltes Engagement in der medizinischen Cannabisindustrie zu ermöglichen, die hohe Wachstumsraten aufweist dank der voranschreitenden globalen Legalisierung von medizinischem Cannabis.

Der Fonds bildet den Medical Cannabis and Wellness Equity Index von Solactive nach, der aus börsennotierten Unternehmen besteht, die legale Geschäftsaktivitäten in neun thematischen Untersektoren ausüben in den Bereichen medizinisches Cannabis, Hanf und CBD.“

Offizielle Aussage aus der Broschüre des HANetf Cannabis-ETFs

Beim Rize Cannabis-ETF wird folgende Strategie gefahren:

„Der Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF (BLUM) versucht, den Foxberry Medical Cannabis & Life Sciences Index abzubilden, der ein Exposure zu Unternehmen bietet, die in den globalen medizinischen Cannabis- und Cannabis-bezogenen Biowissenschaftssektoren tätig sind, mit einem Schwerpunkt auf Unternehmen in den Sektoren Biotechnologie/Pharma, Hanf und Cannabidiol (CBD).

Medizinischer Cannabis hat das Potenzial, Millionen von Menschen weltweit zu helfen. Das Stigma geht zurück, und die Cannabispflanze verwandelt sich von einem Laster, das von politischen, rechtlichen und kulturellen Kontroversen beherrscht wird, in ein Medikament, das für seine bemerkenswerten therapeutischen Anwendungen gefeiert wird. Heute wird die Entwicklung durch den Rückenwind günstiger Gesetzgebung, gesellschaftlicher Akzeptanz, medizinischer Anerkennung und pharmazeutischer Anwendungen unterstützt. Aus Cannabis gewonnene Arzneimittel sind heute zur Behandlung von Symptomen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose, bestimmten Krebsarten und seltenen Formen von Epilepsie im Kindesalter, einschließlich des Lennox-Gastaut-Syndroms und des Dravet-Syndroms, erhältlich. Unsere speziell entwickelte Anlagestrategie und unser ETF – der erste wahrhaft globale medizinische Cannabis-ETF in Europa – bietet Anlegern Zugang zu Unternehmen, die dieser Revolution in der Cannabismedizin positiv ausgesetzt sind.“

Offizielle Aussage aus der Broschüre des Rize Cannabis-ETFs

Alternativen zu Cannabis-ETFs bei Trade Republic

Wer Alternativen sucht, die bei Trade Republic handelbar sind, wird leider schnell enttäuscht: Denn es gibt keine ETFs, die ähnliche Märkte wie die Cannabis-ETFs abdecken.

Wer Alternativen sucht, die bei Trade Republic handelbar sind, sollte sich folgende Aktien anschauen:

  • Aurora Cannabis
  • Delta 9 Cannabis
  • Auxly Cannabis Group
  • Trulieve Cannabis

Cannabis-ETFs können diese Aktien zwar nicht ersetzen, aber wenigstens bieten sie Trade Republic Kunden die Möglichkeit, in diesen Bereich zu investieren.

Wer dagegen in echte Cannabis-ETFs investieren wollte, war bei den oben gezeigten Brokern gut aufgehoben. Dort ist die ETF-Auswahl deutlich größer als bei Trade Republic.

Hier geht es zu Trade Republic: https://traderepublic.com >>

Ich persönlich nutze und empfehle diesen Broker (neben Trade Republic): Link direkt zum Anbieter >>
– Cannabis-ETFs waren dort handelbar, solange sie für deutsche Anleger verfügbar waren.
– ETF-Auswahl ist deutlich größer als bei Trade Republic.
– Fonds und viele weitere Produkte, die es bei Trade Republic nicht gibt.
– Flatrate möglich, falls viel gehandelt werden soll.
– Ansprechende Oberfläche und einfaches Handeln.

Bei den folgenden Brokern sind Cannabis-ETFs als Einmalanlage und als Sparplan handelbar:

BrokerLink zum BrokerHANetfRize
Scalable CapitalLink zum Anbieter*KostenlosKostenlos
flatexLink zum Anbieter*KostenlosKostenlos
comdirectLink zum Anbieter* 1,5 % pro Sparrate1,5 % pro Sparrate
ConsorsbankLink zum Anbieter* 1,5 % pro Sparrate1,5 % pro Sparrate

Hintergrundinformationen rund um Cannabis-ETFs und Trade Republic

Einstieg: Warum suchen Anleger überhaupt nach Cannabis-ETFs?

Viele Anlegerinnen und Anleger suchen gezielt nach Cannabis-ETFs und das hat einen ziemlich einfachen Grund: Seit der Teil-Legalisierung in Deutschland ist das Thema wieder stärker im Mainstream angekommen. Wer die Nachrichten verfolgt, stößt schnell auf Schlagworte wie „Boom-Markt“, „neue Milliardenbranche“ oder „Cannabis als Wachstumssektor“. Daraus entsteht bei vielen der Gedanke: Wenn sich hier politisch und wirtschaftlich etwas öffnet, müsste man doch frühzeitig investieren können.

Gleichzeitig wollen die meisten nicht das Risiko eingehen, einzelne Cannabis-Aktien auszuwählen. Denn der Sektor gilt als extrem schwankungsanfällig: Kurse reagieren nicht nur auf Unternehmenszahlen, sondern oft auch auf politische Entscheidungen, regulatorische Änderungen oder Gerüchte zu Zulassungen. Ein ETF wirkt da wie die ideale Lösung: breit gestreut, einfacher zu handeln und gefühlt „solider“ als ein Einzelwert. Genau deshalb landet die Suchanfrage „Cannabis ETF Trade Republic“ bei vielen ganz oben.

Trade Republic ist in diesem Zusammenhang besonders naheliegend, weil der Broker für viele Privatanleger die erste Anlaufstelle geworden ist: niedrige Gebühren, schnelle Depoteröffnung und eine große ETF-Auswahl. Die Erwartung ist daher logisch: Wenn es Cannabis-ETFs gibt, dann sollte man sie doch dort kaufen können. Doch genau hier beginnt die Überraschung – denn wer sucht, stellt schnell fest: Entweder tauchen gar keine Cannabis-ETFs auf oder sie sind nicht kaufbar. Und das führt direkt zur eigentlichen Frage, um die es in diesem Artikel geht: Warum sind Cannabis-ETFs bei Trade Republic (und generell in Deutschland) kaum oder gar nicht handelbar?

Kurzfazit vorweg: Der Hauptgrund ist nicht Trade Republic – sondern das Produktangebot

Bevor man Trade Republic als Ursache vermutet, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Ausgangslage: Das Problem ist in den meisten Fällen nicht der Broker, sondern schlicht der Markt. In Deutschland und in der EU gab es nie eine große Auswahl an Cannabis-ETFs – und die wenigen Produkte, die existierten, sind mittlerweile größtenteils wieder verschwunden. Das führt automatisch dazu, dass Trade Republic kaum noch etwas anbieten kann, selbst wenn der Broker das grundsätzlich wollte.

Viele Anleger gehen intuitiv davon aus, dass es „bestimmt mehrere Cannabis-ETFs“ gibt, die nur irgendwie nicht angezeigt werden. Tatsächlich war der europäische Markt aber eher klein und kurzlebig. Während es in den USA eine ganze Reihe spezialisierter Cannabis-Fonds gab, war die Situation in Europa deutlich dünner: Nur sehr wenige Anbieter brachten überhaupt UCITS-konforme Cannabis-ETFs an den Start. Genau diese UCITS-Struktur ist jedoch entscheidend, weil sie in der EU den Standard bildet, unter dem ETFs breit an Privatanleger vertrieben werden.

Das Ergebnis ist simpel: Wenn es kaum geeignete Produkte gibt, kann Trade Republic auch kaum Cannabis-ETFs listen. Die fehlende Handelbarkeit ist also weniger ein „Trade Republic Problem“, sondern eher ein strukturelles Thema des europäischen ETF-Marktes. In den nächsten Abschnitten wird genau erklärt, welche Cannabis-ETFs es hierzulande gab, warum sie geschlossen oder verschmolzen wurden – und warum Alternativen aus den USA trotz Existenz oft nicht einfach kaufbar sind.

Welche Cannabis-ETFs es in Deutschland gab und was daraus wurde

Wer heute nach Cannabis-ETFs in Deutschland sucht, stößt schnell auf ein Problem: Die bekanntesten Produkte existieren in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr. Tatsächlich gab es in Europa (und damit auch in Deutschland) nur eine Handvoll ETFs, die sich explizit auf den Cannabis-Sektor konzentriert haben. Zwei Namen tauchten dabei besonders häufig auf: der Rize-Cannabis-ETF und der HANetf-Cannabis-ETF. Beide waren zeitweise über deutsche Broker grundsätzlich erreichbar, beide sind aber inzwischen als „Cannabis-ETF“ faktisch Geschichte.

Der Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF war lange Zeit so etwas wie das Standardprodukt für alle, die das Thema Cannabis breit gestreut abdecken wollten. Allerdings wurde der Fonds später geschlossen und liquidiert, was bedeutet: Der ETF wird eingestellt, das Fondsvermögen aufgelöst und Anleger erhalten eine Auszahlung entsprechend ihrem Anteil. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist der ETF bei Brokern nicht mehr regulär handelbar – egal ob bei Trade Republic, Scalable oder klassischen Filialbanken.

Beim HANetf The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF war der Weg ein anderer, das Ergebnis aber ähnlich. Statt einer klassischen Liquidation wurde der ETF als „nicht mehr tragfähig“ eingestuft und schließlich in einen anderen ETF verschmolzen (Merger). Für Anleger heißt das: Der ursprüngliche Cannabis-ETF verschwindet als eigenes Produkt. Selbst wenn man die historische Wertpapierseite noch irgendwo findet, kann man ihn in der Praxis nicht mehr als Cannabis-ETF kaufen – weil er schlicht nicht mehr existiert.

Unterm Strich ist das der entscheidende Punkt für deutsche Anleger: Das Angebot ist nicht nur klein, es ist praktisch weg. Wer heute bei Trade Republic einen Cannabis-ETF erwartet, sucht oft nach Produkten, die früher einmal verfügbar waren, aber mittlerweile eingestellt oder umgebaut wurden. Und genau das führt zur nächsten Frage: Was passiert technisch und regulatorisch eigentlich, wenn ein ETF geschlossen oder verschmolzen wird – und warum ist er dann nicht mehr handelbar?

Hier geht es zu Trade Republic: https://traderepublic.com >>

Ich persönlich nutze und empfehle diesen Broker (neben Trade Republic): Link direkt zum Anbieter >>
– Cannabis-ETFs waren dort handelbar, solange sie für deutsche Anleger verfügbar waren.
– ETF-Auswahl ist deutlich größer als bei Trade Republic.
– Fonds und viele weitere Produkte, die es bei Trade Republic nicht gibt.
– Flatrate möglich, falls viel gehandelt werden soll.
– Ansprechende Oberfläche und einfaches Handeln.

Warum die ETFs (bei Trade Republic) nicht mehr handelbar sind

Wenn ein ETF plötzlich nicht mehr handelbar ist, wirkt das für viele Anleger erst einmal wie ein „Broker-Problem“. In der Praxis steckt aber meist etwas anderes dahinter: Der ETF selbst hat aufgehört zu existieren oder hat sich strukturell verändert. Genau das ist bei Cannabis-ETFs in Europa passiert. Und sobald ein Fonds geschlossen, liquidiert oder verschmolzen wird, ist die Folge fast zwangsläufig, dass der Handel endet oder zumindest dauerhaft eingeschränkt wird.

Der erste typische Fall ist die Fondsschließung (Liquidation). Dabei entscheidet der Anbieter, den ETF komplett einzustellen – häufig, weil er wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll betrieben werden kann. Ein ETF braucht ein bestimmtes Mindestvolumen und genügend Handelsaktivität, sonst lohnt sich die Verwaltung nicht. Wird der ETF liquidiert, läuft es grob so ab: Es wird ein Stichtag festgelegt, bis zu dem der ETF noch gehandelt werden kann. Danach wird das Portfolio verkauft bzw. abgewickelt, und die Anleger erhalten am Ende eine Auszahlung. Ab dem „Final Trading Day“ ist Schluss – unabhängig davon, bei welchem Broker das Wertpapier gehandelt werden sollte.

Der zweite Fall ist ein Merger, also eine Verschmelzung in einen anderen Fonds. Das passiert, wenn ein Anbieter sagt: „Der ETF soll nicht komplett abgewickelt werden, aber wir legen ihn mit einem anderen Produkt zusammen.“ Für Anleger heißt das: Man hält nach dem Merger nicht mehr den ursprünglichen Cannabis-ETF, sondern Anteile eines neuen oder bestehenden ETFs, in den die Vermögenswerte übergehen. Der ursprüngliche ETF verliert dabei seine Identität, wird von der Börse genommen und verschwindet aus dem aktiven Handelsangebot. In vielen Depots taucht er dann noch historisch als alte Position auf. Kaufen kann man ihn aber nicht mehr.

Genau deshalb ist es wichtig zu verstehen: Trade Republic „blockiert“ Cannabis-ETFs in diesen Fällen nicht aktiv, sondern bildet nur ab, was am Markt passiert ist. Sobald ein ETF eingestellt oder verschmolzen wird, haben Broker keine Basis mehr, ihn im normalen Handel anzubieten. Selbst wenn alte Informationsseiten, Kursverläufe oder frühere WKN/ISIN noch im System existieren, ist das Papier praktisch tot und kann höchstens noch als historische Notiz im Depot oder in der Suchfunktion auftauchen.

Damit stellt sich automatisch die nächste Frage: Warum ist das gerade bei Cannabis-ETFs so häufig passiert und warum gibt es in Deutschland bzw. der EU nicht einfach neue, moderne Cannabis-ETFs als Ersatz?

Warum es in Deutschland (und der EU) kaum Cannabis-ETFs gibt

Dass Cannabis-ETFs in Deutschland praktisch verschwunden sind, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis mehrerer struktureller Faktoren. Denn im europäischen ETF-Markt funktionieren Themen-ETFs nur dann langfristig, wenn sie genug Anlegerinteresse, ausreichend Fondsvolumen und einen stabilen investierbaren Markt haben. Genau an dieser Kombination hat es beim Cannabis-Sektor in Europa in den letzten Jahren häufig gefehlt.

Ein zentraler Punkt ist: In der EU dominieren UCITS-ETFs. UCITS ist sozusagen der regulatorische Rahmen, der ETFs für Privatanleger in Europa „standardisiert“ und vertriebsfähig macht. Für Anbieter bedeutet das aber auch: Ein ETF muss so konstruiert sein, dass er die UCITS-Vorgaben erfüllt. Etwa in Bezug auf Diversifikation, Risikostreuung, Transparenz und Handelbarkeit der enthaltenen Werte. Beim Cannabis-Sektor ist das schwieriger, als viele denken, weil es lange Zeit nur relativ wenige wirklich große, liquide Unternehmen gab, die sich sauber in ein solches Regelwerk pressen lassen.

Dazu kommt das wirtschaftliche Thema Fondsvolumen: Ein ETF ist keine einmal gebaute Maschine, die einfach weiterläuft. Fondsanbieter haben laufende Kosten (Indexlizenz, Verwaltung, Market Making, regulatorische Pflichten, Reporting). Wenn ein ETF über längere Zeit nur wenig Geld verwaltet, wird er unrentabel. Genau das ist bei Cannabis-ETFs in Europa passiert: Nach einem starken Hype kam eine lange Phase, in der viele Cannabis-Aktien schwach liefen, die mediale Aufmerksamkeit zurückging und Anleger Kapital abzogen. Sinkende Kurse plus sinkende Zuflüsse sind für Themen-ETFs ein doppeltes Problem: Der Fonds schrumpft – und wird gleichzeitig unattraktiver.

Ein weiterer Faktor ist die Branche selbst. Cannabis gilt zwar als Wachstumsstory, aber der Sektor war über Jahre geprägt von Überbewertungen, politischem Hin und Her, unsicheren Gesetzgebungen und schwankenden Geschäftsmodellen. Gerade viele kanadische Unternehmen hatten mit Margendruck, Überkapazitäten und immer neuen Umstrukturierungen zu kämpfen. Dadurch wurde Cannabis als ETF-Thema für viele Anleger weniger „langfristig investierbar“ wahrgenommen und damit auch für ETF-Anbieter weniger attraktiv.

Unterm Strich erklärt das, warum Europa kaum Cannabis-ETFs hervorgebracht hat und warum die wenigen Produkte, die es gab, am Ende eingestellt oder verschmolzen wurden:

Es fehlte an einem stabilen, ausreichend großen Markt – und an der dauerhaften Nachfrage, um solche ETFs wirtschaftlich zu betreiben.

Damit könnte man eigentlich sagen: „Okay, dann kauft man eben einfach US-Cannabis-ETFs.“ Doch genau da wartet die nächste Hürde, die besonders für deutsche Privatanleger entscheidend ist und auch erklärt, warum Trade Republic in diesem Punkt kaum helfen kann.

Warum man nicht einfach US-Cannabis-ETFs kaufen kann (auch nicht bei Trade Republic)

Auf den ersten Blick wirkt die Lage widersprüchlich: In den USA existieren schließlich mehrere bekannte Cannabis-ETFs – also müsste man diese doch einfach kaufen können, wenn es in Europa keine passenden Produkte mehr gibt. Genau hier liegt aber einer der wichtigsten Punkte für deutsche Anleger: Viele US-ETFs sind für Privatanleger in der EU faktisch nicht mehr frei kaufbar, selbst wenn sie an sich an einer Börse existieren und auch weltweit bekannt sind.

Der Grund dafür ist nicht Cannabis, sondern Regulierung. Seit einigen Jahren gelten in Europa strengere Vorschriften für Finanzprodukte, die an Privatanleger vertrieben werden. Besonders relevant ist die sogenannte PRIIPs-Regulierung (in Verbindung mit MiFID II). Vereinfacht gesagt müssen Anbieter für viele Anlageprodukte, die an EU-Privatanleger verkauft werden sollen, ein standardisiertes Informationsblatt bereitstellen: Das KID (Key Information Document). Darin stehen unter anderem Risiken, Kosten, Szenarien und Basisinformationen in einem vorgeschriebenen Format.

Das Problem: Viele US-ETF-Anbieter stellen kein PRIIPs-konformes KID für den europäischen Markt bereit. Wenn dieses Dokument fehlt, dürfen Broker innerhalb der EU den ETF Privatanlegern in der Regel nicht einfach zum Kauf anbieten. Das betrifft nicht nur Cannabis-ETFs, sondern sehr viele US-ETFs generell – deshalb stoßen deutsche Anleger auch bei ganz anderen Themen häufig auf die Meldung „nicht handelbar“ oder „nicht für Privatanleger verfügbar“.

Für Trade Republic bedeutet das: Selbst wenn ein US-Cannabis-ETF theoretisch existiert, kann er im europäischen Retail-Geschäft oft nicht eingebunden werden. Es ist also keine bewusste Entscheidung gegen Cannabis, sondern ein regulatorischer Rahmen, der den Zugang limitiert. In der Praxis sieht das dann so aus: Manche ETFs sind in der Suche gar nicht auffindbar, andere erscheinen zwar in Datenfeeds, sind aber nicht kaufbar. Und selbst wenn sie bei einem internationalen Broker irgendwie aufscheinen, bleibt das Kernproblem bestehen: Ohne KID gibt es keinen regulären Retail-Vertrieb in Deutschland.

Damit wird klar: Die fehlenden Cannabis-ETFs bei Trade Republic hängen an zwei Ebenen. Erstens gibt es kaum noch UCITS-Cannabis-ETFs in Europa. Zweitens sind viele Alternativen aus den USA für EU-Privatanleger regulatorisch blockiert. Und genau daraus ergibt sich die nächste logische Frage: Welche Rolle spielt Trade Republic selbst in diesem System – und warum ist der Broker als Plattform hier nur begrenzt handlungsfähig?

Trade Republic-Sicht: was TR listen kann und was nicht

Wenn Anleger bei Trade Republic nach Cannabis-ETFs suchen und nichts finden, liegt der Verdacht nahe, dass Trade Republic diese Produkte bewusst nicht anbietet. In den meisten Fällen ist es aber eher umgekehrt: Trade Republic kann nur das listen und handelbar machen, was es am Markt auch tatsächlich gibt und was rechtlich und technisch in den Handel eingebunden werden darf. Das klingt banal, ist aber der entscheidende Punkt, um die Situation zu verstehen.

Trade Republic ist im Kern kein ETF-Anbieter, sondern eine Handelsplattform bzw. ein Broker. Das bedeutet: TR „baut“ keine ETFs, sondern stellt lediglich den Zugang zu handelbaren Wertpapieren bereit. Ob ein ETF gelistet und dauerhaft handelbar ist, hängt daher nicht nur von der Beliebtheit eines Themas ab, sondern von ganz konkreten Voraussetzungen: Es braucht eine existierende Fondsstruktur, eine Börsennotierung bzw. Handelbarkeit über die angebundenen Handelsplätze, ausreichend Liquidität (Market Maker) – und vor allem: die regulatorischen Dokumente, die den Verkauf an Privatanleger in der EU ermöglichen.

Gerade beim Thema Cannabis-ETFs kommt noch etwas hinzu: Selbst wenn Trade Republic ein Papier früher einmal angeboten hat, heißt das nicht, dass es dauerhaft im Angebot bleibt. Denn sobald ein ETF liquidiert oder verschmolzen wird, wird er aus dem aktiven Handel genommen. Dann kann es passieren, dass das Wertpapier in der App zwar noch „auffindbar“ ist – etwa über historische Kurse oder alte Datenstrukturen –, aber beim Kaufversuch erscheint: nicht handelbar. Das wirkt verwirrend, ist aber typisch bei Produkten, die nicht mehr aktiv existieren.

Hinzu kommt, dass Trade Republic überwiegend über klar definierte Handelswege arbeitet (z. B. ein zentraler Handelspartner/Marktplatz). Wenn ein Wertpapier dort nicht mehr unterstützt wird oder der Handel eingestellt ist, kann TR es nicht „einfach woanders“ routen, wie es manche Multi-Börsen-Broker tun. Der Punkt ist also: Trade Republic ist nicht der Ursprung des Problems, sondern bildet in der Regel nur die Marktrealität ab – inklusive Produktende, Handelsaussetzung oder regulatorischer Einschränkungen.

Damit ist auch klar, warum sich viele Anleger in einer Sackgasse wiederfinden: Es gibt kaum noch EU-Cannabis-ETFs, US-Alternativen sind durch PRIIPs häufig blockiert, und Trade Republic kann als Broker daran wenig ändern.

Hier geht es zu Trade Republic: https://traderepublic.com >>

Ich persönlich nutze und empfehle diesen Broker (neben Trade Republic): Link direkt zum Anbieter >>
– Cannabis-ETFs waren dort handelbar, solange sie für deutsche Anleger verfügbar waren.
– ETF-Auswahl ist deutlich größer als bei Trade Republic.
– Fonds und viele weitere Produkte, die es bei Trade Republic nicht gibt.
– Flatrate möglich, falls viel gehandelt werden soll.
– Ansprechende Oberfläche und einfaches Handeln.

Starte endlich in 3 Schritten durch!

Fehler Geldanlage 1. Schritt: Vermeide die wichtigsten Fehler!

Hole Dir kostenlos mein eBook:

Die 11 häufigsten Fehler bei der Geldanlage

2. Schritt: Informiere Dich!

zum Beispiel auf meiner Website depotstudent.de.

Ein absolutes Muss: Kostenlose Pflichtlektüre zum Thema Geldanlage*

Ein zweites absolutes Muss: Der Bestseller auf Amazon*

3. Schritt: Eröffne ein eigenes Depot und beginne zu investieren!

Du magst es einfach und günstig?


Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 7

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert