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Consorsbank: VL-Sparen mit ETFs, Fonds & mehr

Consorsbank Website
Depotstudent Dominik
4.9
(11)

Vermögenswirksame Leistungen sind geschenktes Geld und das sollte natürlich genutzt werden!

Dabei ist es auch kein Problem, nur den „Minimalbetrag“ zu investieren – also genau den Anteil, den der Arbeitgeber sowieso bezahlt, auch wenn Du keine eigene Aufstockung vornimmst.

Immer mehr Anleger vertrauen beim Thema Geldanlage auf Online-Broker und Banken wie Consorsbank (www.consorsbank.de >>) und so stellen sich viele Kunden von Consors die Frage:

Ist VL-Sparen bei Consorsbank möglich? Und wenn ja: Geht das mit ETFs und Fonds?

Bequem wäre es zumindest, da man so kein neues VL-Depot eröffnen müsste.

Ich zeige Dir in diesem Artikel, ob Consorsbank VL-Sparen anbietet und welche Alternativen es gibt.

Für die ganz Eiligen: Consorsbank bietet keine Möglichkeit zum VL-Sparen – weder mit ETFs und Fonds noch mit anderen Produkten.

>>> Als sehr gute Möglichkeiten für das VL Sparen empfehle ich:
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Die vier Möglichkeiten zum VL-Sparen

Grundsätzlich gibt es folgende vier Varianten für vermögenswirksame Leistungen.

  1. Baufinanzierung (Baukredit abbezahlen).
  2. Bausparvertrag.
  3. Banksparplan.
  4. ETF-Sparplan / Fonds-Sparplan.

VL im Rahmen einer Baufinanzierung (1) zu nutzen, ist nur für Anleger mit Immobilien-Kredit realisierbar. Bausparverträge (2) und Banksparpläne (3) werfen kaum Zinsen ab!

Die bei Weitem interessantesten Möglichkeiten für die meisten Anleger sind meiner Erfahrung nach VL-ETF-Sparpläne und VL-Fonds-Sparpläne!

Kann man vermögenswirksame Leistungen bei Consorsbank anlegen?

Die Consorsbank selbst bietet keine Möglichkeiten für VL-Sparen an, wie sie selbst auf der Consorsbank-Website schreibt:

Nein, derzeit können Sie bei uns keine Vermögenswirksamen Leistungen anlegen.

In der Vergangenheit vermittelte die Consorsbank ihre Kunden beim Thema VL-Sparen an den Partner DWS, der das Thema vermögenswirksame Leistungen abwickeln sollte. Dies scheint jedoch nicht mehr der Fall zu sein. Außerdem: Mit VL über die Consorsbank selbst hat das allerdings wenig zu tun.

Dass diese Lösung nicht das ist, was viele Consorsbank-Kunden sich wünschen, wird in Online-Foren deutlich.

Ein Nutzer kommentiert das im Consorsbank-Forum so:

„Eine Weitervemittlung ist ja das, was ich nicht möchte. Ich möchte ja direkt bei meiner Depotbank auch die VWLs anlegen können.“

… nur ist das leider nicht möglich.

Ein Consorsbank-Moderator fasst es im Forum nochmal zusammen:

„Ihre Feststellung, dass wir hier mit einem Partner, der DWS zusammenarbeiten ist korrekt.

Folglich steht für die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen die Angebotspalette unseres Partners zur Verfügung.

Bei der Kooperation mit diesem Partner handelt es sich um eine Geschäftpolitische Entscheidung unserer Bank.

Ein darüber hinausgehendes Angebot ist aktuell nicht vorgesehen oder in Planung.

Diese Antworten dürften für viele Consorsbank-Kunden wenig befriedigend sein, sodass sie sich nach einer Alternative für ihre vermögenswirksamen Leistungen umsehen müssen.

Kein VL-Sparen bei Consorsbank in Sicht!

Bei der Consorsbank selbst ist gar keine Möglichkeit zum VL-Sparen vorhanden! Das ist schade, da vor allem ETF-Sparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen von vielen Anlegern bei Consorsbank angefragt werden.

VL-Zahlungen sind regulatorisch komplex, vom VL-Anbieter aus eng mit dem Finanzamt abzustimmen und die Zahlungen können einer mehrjährigen Sperrfrist unterliegen.

Leider ist auch nicht davon auszugehen, dass Consorsbank in naher Zukunft VL-Sparen mittels ETFs oder Fonds anbietet. Denn selbst die größten und etabliertesten Online-Broker (ING DiBa, DKB, …) bieten kein VL-Sparen mit ETFs und Fonds an, obwohl sie ein riesiges Angebot an ETFs und Fonds vorweisen können.

Hinweis: Aus regulatorischen Gründen kann Dein Arbeitgeber auch nicht „einfach so“ vermögenswirksame Leistungen auf Dein Consorsbank Konto überweisen oder im Consorsbank Depot anlegen.

Vermögenswirksame Leistungen mit ETF-Sparplan und Fonds-Sparplan

Vor allem VL-Sparen über ETF-Sparpläne wird immer stärker nachgefragt und das aus guten Gründen.

ETFs sind kostengünstig und haben zu erwartende Renditen von etwa 7 – 8 % pro Jahr – wenn man die durchschnittliche Wertentwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet. Da können festverzinste Produkte wie Banksparpläne oder Bausparverträge nicht mithalten.

Wer VL-Sparen mit ETFs oder Fonds umsetzen möchte, sollte sich den nächsten Abschnitt etwas genauer durchlesen

Alternativen zum VL-Sparen bei Consorsbank: Mit ETFs und Fonds

Da Consorsbank keine Möglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen anbietet, müssen Alternativen her!

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr klein und so gibt es lediglich zwei Anbieter, die meine persönlichen Kriterien erfüllen und VL-Sparen mit ETFs (und Fonds) ermöglichen.

Vergleich der beiden Anbieter für VL-Sparen:

Anbieter 1 (F)Anbieter 2 (O)
Website>>> zur Website*>>> zur Website*
Mindestsparrate0 € pro Monat25 € pro Monat
ETFs / FondsETFs und FondsNur ETFs
Depotführung15 €, außer
bei erstem VL-Vertrag
1 % des Depotwerts
VL-Entgelt10 € pro Jahr0 €
Transaktionskosten0,20 %0 €
ETF-Kostenje nach ETF0,14 %
Förderung möglichja, 7 Jahre Mindestlaufzeitnein, deshalb keine Mindestlaufzeit
Kosten bei vorzeitiger
Beendigung
10 €0 €

Die ETF-Kosten fallen recht ähnlich aus, sodass diese in den folgenden Vergleichs-Rechnungen nicht berücksichtigt werden.

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 25 € VL-Sparplan über 10 Jahre:

  • Anbieter 1: 106 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 150 € Kosten über die Laufzeit.

Berechnung Anbieter 1:
– 10 € VL-Entgelt pro Jahr * 10 Jahre = 100 €
– 0,2 % Transaktionskosten * 25 € Sparrate * 12 Transaktionen pro Jahr * 10 Jahre = 6 €
Berechnung Anbieter 2:
– 1 % jährlich vom mittleren Depotwert ohne Wertzuwachs = 1 % von (25 € Sparrate * 12 Monate * 10 / 2 Jahre) * 10 Jahre = 150 €

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 100 € VL-Sparplan über 20 Jahre:

  • Anbieter 1: 248 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 2.400 € Kosten über die Laufzeit.

Zu beachten ist, dass bei Anbieter 1 noch eine Förderung hinzukommen kann und Anbieter 1 umso attraktiver wird, je höher die Sparrate ist und je länger die Laufzeit ist. Außerdem wird Anbieter 2 (durch die 1 % Gebühr auf den Portfoliowert) teuer, sobald es eine Wertentwicklung im VL-Depot gibt, was im Beispiel unberücksichtigt ist.

Wie Du bei der Entscheidung zwischen diesen Anbietern vorgehst und welche Schritte notwendig sind, zeige ich Dir im folgenden Abschnitt.

Anleitung: VL-Sparplan starten in wenigen Schritten

Schritt 1: Anbieter auswählen

Wenn Deine Sparrate pro Monat unter 25 € liegt oder Du in Fonds statt ETFs investieren möchtest, kommt nur Anbieter 1* in Frage, da Anbieter 2 das nicht anbietet.

Falls Deine Sparrate mindestens 25 € beträgt und Du nur in ETFs investieren möchtest, sind beide Anbieter möglich und Du solltest Dir auch Anbieter 2* anschauen. Außerdem solltest Du die restlichen Kriterien aus der Tabelle prüfen – zum Beispiel, ob Du eine Förderung erhältst oder nicht.

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr begrenzt, weshalb diese erste Entscheidung für einen Anbieter meinen Erfahrungen nach sehr schnell gehen sollte.

Schritt 2: VL-Depot eröffnen

Dazu einfach Deine Daten auf der Website Deines bevorzugten Anbieters eintragen.

Je nachdem, welchen Anbieter Du für vermögenswirksame Leistungen auswählst, musst Du Deine Fondsauswahl bzw. ETF-Auswahl bereits im Registrierungs-Prozess angeben.

Welche ETFs oder Fonds für vermögenswirksame Leistungen auswählen?

Ich empfehle hierfür vor allem den ETF „iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)“. Das ist ein kostengünstiger ETF, der global gestreut in die größten Unternehmen der Industrieländer investiert.

Aber auch andere MSCI World ETFs sind empfehlenswert, wie zum Beispiel „Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF 1C“ und „Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF I D“.

Falls Du Deine vermögenswirksamen Leistungen lieber in Fonds anlegen möchtest, kannst Du das natürlich genauso tun und die entsprechenden Fonds auswählen.

Bescheinigung für den Arbeitgeber

Wenn die Depot-Eröffnung abgeschlossen ist, erhältst Du von Deinem VL-Depot-Anbieter eine Bescheinigung für Deinen Arbeitgeber.

Schritt 3: Bescheinigung an Deinen Arbeitgeber übergeben

Im letzten Schritt musst Du nur noch die Bescheinigung des VL-Anbieters an Deinen Arbeitgeber weitergeben. Dein Arbeitgeber erhält dadurch die Daten und veranlasst die Zahlungen an das VL-Depot. Der Prozess ist also gar nicht so kompliziert und die Erfahrungen mit VL-Sparen meist positiv!

Also: Nicht lang zögern, VL-Depot eröffnen und Deine vermögenswirksamen Leistungen nutzen!

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Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Keine Erklärung von der Consorsbank, warum VL-Sparen nicht angeboten wird

Wer sich gezielt mit dem Thema vermögenswirksame Leistungen beschäftigt und dafür Informationen bei der Consorsbank sucht, stößt schnell auf eine auffällige Leerstelle. Auf der Website der Bank findet sich zur Frage nach VL-Sparen lediglich ein knapper Hinweis: „Nein, derzeit können Sie bei uns keine Vermögenswirksamen Leistungen anlegen.“ Eine weiterführende Begründung, Einordnung oder ein Ausblick fehlen vollständig.

Gerade für Kundinnen und Kunden, die bereits ein Depot bei der Consorsbank führen und davon ausgehen, VL dort nahtlos integrieren zu können, ist diese Aussage unbefriedigend. Denn sie lässt offen, ob es sich um eine bewusste strategische Entscheidung handelt, um regulatorische Hürden, um fehlende Nachfrage oder schlicht um ein Produktsegment, das für die Bank keine Priorität hat. Diese fehlende Transparenz führt zwangsläufig zu Unsicherheit und das insbesondere bei Menschen, die VL nicht nur als Bonus, sondern als festen Bestandteil ihrer langfristigen Finanzplanung betrachten.

Auffällig ist dabei weniger die Tatsache, dass die Consorsbank kein VL-Sparen anbietet, sondern vielmehr, wie sie damit umgeht. Andere Banken oder Broker erklären zumindest kurz, warum bestimmte Produkte nicht verfügbar sind oder verweisen auf Alternativen. Die Consorsbank hingegen belässt es bei einer rein formalen Absage. Für eine Direktbank, die sich ansonsten stark über Information, Selbstbestimmung und digitale Kompetenz positioniert, wirkt diese Kommunikationslücke überraschend.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Wer VL erhalten möchte, muss selbst aktiv werden, recherchieren und auf externe Anbieter ausweichen und das ohne dabei Unterstützung oder Orientierung von seiner Hausbank zu bekommen. Die knappe Aussage auf der Website ist zwar eindeutig, lässt aber viele naheliegende Fragen unbeantwortet. Und genau diese fehlende Erklärung ist es, die das Thema VL-Sparen bei der Consorsbank erklärungsbedürftig macht.

Klassische Gründe, warum vermögenswirksame Leistungen bei Consorsbank & Co. nicht bespart werden können

Dass vermögenswirksame Leistungen bei Direktbanken wie der Consorsbank nicht angeboten werden, ist kein Einzelfall und in der Finanzbranche kein ungewöhnliches Phänomen. Vielmehr lassen sich dafür mehrere klassische Gründe identifizieren, die weniger mit fehlendem Interesse der Kundinnen und Kunden zu tun haben, sondern vor allem mit Struktur, Kosten und strategischer Ausrichtung solcher Anbieter.

Ein zentraler Punkt ist der administrative Aufwand, den VL-Verträge für die Consorsbank mit sich bringen würden. Vermögenswirksame Leistungen erfordern eine enge Abstimmung zwischen Arbeitgeber, Bank und gegebenenfalls staatlichen Stellen. Monatliche Zahlungseingänge von zahlreichen unterschiedlichen Arbeitgebern, spezielle Vertragskennzeichnungen, Sperrfristen sowie die Bescheinigung für die Arbeitnehmersparzulage machen VL-Produkte vergleichsweise komplex. Für Direktbanken wie die Consorsbank, die stark auf standardisierte, automatisierte Prozesse setzen, passt dieses Modell nur begrenzt in die bestehende Infrastruktur.

Hinzu kommt, dass VL-Sparen für Banken wirtschaftlich oft wenig attraktiv ist. Die monatlichen Beträge sind meist niedrig, die Vertragslaufzeiten lang und die Margen entsprechend gering. Gleichzeitig entstehen fortlaufende Kosten für Verwaltung, Reporting und Kundenservice. Gerade Anbieter, die sich auf günstige Konditionen und schlanke Kostenstrukturen konzentrieren, verzichten daher bewusst auf Produkte, bei denen Aufwand und Ertrag in keinem günstigen Verhältnis stehen.

Ein weiterer Grund liegt in der klaren Produktfokussierung vieler Online-Broker und Direktbanken. Institute wie die Consorsbank positionieren sich primär als Plattformen für Wertpapierhandel, ETF-Sparpläne und selbstbestimmtes Investieren. Klassische VL-Produkte gelten dagegen als eher reguliert, wenig flexibel und stark an staatliche Vorgaben gebunden. Sie passen damit nur eingeschränkt zum Selbstverständnis moderner Broker, die ihren Kundinnen und Kunden maximale Freiheit bei der Geldanlage bieten wollen.

Nicht zuletzt spielt auch die Nachfrage eine Rolle, also zumindest aus Sicht der Anbieter. Vermögenswirksame Leistungen sind zwar weit verbreitet, werden aber häufig passiv genutzt oder gar nicht in Anspruch genommen. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen nicht genau, wie VL funktionieren oder verzichten mangels Information ganz darauf. Für Banken wie die Consorsbank entsteht dadurch vielleicht der Eindruck, dass VL-Produkte kein strategisch relevantes Wachstumspotenzial bieten, insbesondere im Vergleich zu margenstärkeren und flexibleren Anlageformen.

Somit sind es also weniger ungewöhnliche oder bankenspezifische Gründe, sondern vielmehr strukturelle und wirtschaftliche Faktoren, die erklären, warum vermögenswirksame Leistungen bei Consorsbank & Co. nicht bespart werden können. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das zwar einen zusätzlichen Schritt bei der Umsetzung ihrer VL, aber keineswegs das Ende sinnvoller Nutzungsmöglichkeiten. Vielmehr verschiebt sich die Verantwortung für die richtige Lösung stärker auf die eigene Initiative.

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Mit dieser Entscheidung steht die Consorsbank nicht allein da

So unverständlich die fehlende Möglichkeit zum VL-Sparen auf den ersten Blick wirken mag, die Consorsbank ist mit dieser Entscheidung keineswegs ein Sonderfall. Ein Blick auf den deutschen Banken- und Broker­markt zeigt, dass viele Direktbanken und Online-Broker bewusst auf das Angebot vermögenswirksamer Leistungen verzichten. Damit folgt die Consorsbank einem branchenweiten Trend, der sich in den vergangenen Jahren zunehmend verfestigt hat.

Insbesondere Institute, die sich als günstige, digitale Anbieter mit Fokus auf Wertpapierhandel und ETF-Sparpläne positionieren, meiden VL-Produkte. Auch andere bekannte Online-Broker haben sich ähnlich entschieden und bieten entweder gar keine VL-Verträge an oder haben entsprechende Produkte im Laufe der Zeit eingestellt. Während klassische Filialbanken und spezialisierte Anbieter weiterhin VL-Lösungen im Programm führen, konzentrieren sich Direktbanken zunehmend auf skalierbare Massenprodukte, bei denen Aufwand und Ertrag besser kalkulierbar sind. Vor diesem Hintergrund erscheint der Verzicht auf VL-Sparen weniger als Schwäche, sondern vielmehr als konsequente Folge eines klaren Geschäftsmodells.

Für Kundinnen und Kunden bedeutet diese Marktsituation, dass die Entscheidung der Consorsbank kein individuelles Versäumnis darstellt, sondern Ausdruck einer strukturellen Entwicklung im Finanzsektor ist. Wer vermögenswirksame Leistungen nutzen möchte, muss sich häufig bewusst für einen separaten Anbieter entscheiden und das unabhängig davon, bei welcher Direktbank das eigene Depot geführt wird. Die Trennung zwischen klassischem VL-Vertrag und modernem Online-Depot ist damit längst zur Normalität geworden.

In diesem Kontext ist die Haltung der Consorsbank weniger eine Ausnahme als vielmehr Teil eines größeren Gesamtbildes.

Also: Alternativen zur Consorsbank nutzen, wenn es um VL-Sparen geht

Aus der bisherigen Betrachtung ergibt sich ein klares Bild: Wer vermögenswirksame Leistungen nutzen möchte, kommt an Alternativen zur Consorsbank nicht vorbei. Das ist weniger ein Nachteil der Bank selbst als vielmehr eine Konsequenz ihrer strategischen Ausrichtung. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet das jedoch vor allem eines: VL-Sparen erfordert eine bewusste Trennung zwischen Hausbank und VL-Anbieter.

In der Praxis hat sich genau dieses Vorgehen längst etabliert. Während das eigene Depot weiterhin bei einer Direktbank wie der Consorsbank geführt wird, läuft der VL-Vertrag bei einem externen Anbieter, der auf vermögenswirksame Leistungen spezialisiert ist. Das können klassische Banksparpläne, Bausparverträge oder – für renditeorientierte Sparerinnen und Sparer – VL-fähige Fonds- oder ETF-Sparpläne sein. Entscheidend ist nicht der Anbietername, sondern die formale VL-Fähigkeit des Vertrags, damit der Arbeitgeber die Leistungen direkt einzahlen kann.

Gerade VL-ETF-Sparpläne haben sich in den vergangenen Jahren als zeitgemäße Alternative etabliert. Sie verbinden die staatliche Förderung und den Arbeitgeberzuschuss mit den langfristigen Renditechancen des Kapitalmarkts. Auch wenn diese Verträge nicht bei der Consorsbank geführt werden können, lassen sie sich problemlos parallel zu einem bestehenden Depot nutzen. Für die meisten Anlegerinnen und Anleger entsteht dadurch kein zusätzlicher Aufwand, sondern lediglich ein weiterer Baustein in der persönlichen Finanzstruktur.

Wichtig ist vor allem, VL nicht aus Bequemlichkeit verfallen zu lassen. Wer auf die direkte Anlagemöglichkeit bei der Hausbank wartet, verschenkt im Zweifel Monat für Monat Geld. Die Nutzung eines alternativen Anbieters ist daher kein Umweg, sondern der einzig sinnvolle Weg, um vermögenswirksame Leistungen tatsächlich auszuschöpfen. Die Consorsbank bleibt dabei ein leistungsfähiger Partner für den freien Vermögensaufbau, während das VL-Sparen bewusst ausgelagert wird.

Also: VL-Sparen und ein Depot bei der Consorsbank schließen sich nicht aus, sie finden nur an unterschiedlichen Orten statt. Wer diese Trennung akzeptiert und aktiv nutzt, kann beide Welten sinnvoll miteinander kombinieren und auf staatliche sowie arbeitgeberseitige Leistungen verzichten, ohne auf moderne Geldanlage zu verzichten. Und das geht auch ohne die Consorsbank.

>>> Jetzt VL-Sparplan starten!
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

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