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Corona-Virus und ETFs: Kaufen und Halten? Wirklich?

Depotstudent Dominik
1.7
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Covid-19 Viren sind derzeit in fast allen Ländern der Welt das erstrangige Thema. Wer sich genauer darüber informieren möchte und dazu den politisch korrekten Medienpfad verlässt, stößt auf Beiträge mit kontroversen Ansichten. Einige Berichterstatter definieren Covid-19 als Labor-gezüchtete Viren mit außerordentlich hohem Gefahrenpotenzial, andere sehen darin lediglich eine Mutation der seit Langem bekannten Grippe-Viren.

Aus Sicht vieler Menschen müssen Corona-Viren mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft werden, andere wiederum mahnen zur Besonnenheit und vor medialer Panikmache. Wer mit seiner Ansicht richtig liegt, ist nicht das Thema des nachfolgenden Beitrags. Vielmehr geht es einmal mehr um die bislang als sinnvoll erachtete Strategie: Wertpapiere Kaufen und unter allen Umständen lange halten. Leichter gesagt als getan – in einem von medial entfachter Angst dominierten Umfeld.

Jeden Tag neue Pandemie Schlagzeilen

Wer morgens ins Internet schaut oder seine Zeitung liest, wird derzeit mit schlimmen Meldungen konfrontiert. Die Viren fordern in immer mehr Ländern des europäischen Kontinents hohen Tribut.

Leser saugen die medialen Darstellungen auf, denken an die mögliche Bedrohung für sie selbst und verfallen in Panik. Warum es Italien so hart getroffen hat und womöglich die BRD ebenso hart treffen wird, nimmt so gut wie kein Medienkonsument wirklich wahr. Aber diese Frage könnte  vielleicht ein Thema für einen neuen Beitrag sein.

Worauf ich heute hinaus will, sind die Auswirkungen der medial angefachten Panik in Kombination mit überhasteten Reaktionen aus der Politik. Wer tagtäglich mit Krisenmeldungen beworfen wird und sieht, wie die Verantwortlichen auf die mögliche Gefahr reagieren, ist nicht mehr fähig, klar zu denken.

Mir fallen zudem einige Fragen ein, die bislang niemand beantworten konnte oder wollte:

  • Warum waren 2018/2019 etwa 25.000 Grippe-Tote bei mehr als 180.000 Infizierten den Medien hierzulande keine Schlagzeile wert?
  • Weshalb wurde im letzten Winter keine Quarantäne angeordnet, aber jetzt zunehmend darüber nachgedacht?
  • Wieso informiert man die Menschen nicht den Tatsachen entsprechend über die Fortschritte bei der Entwicklung von wirksamen Covid-19 Medikamenten?

Eine tägliche und wahrheitsgemäße Berichterstattung dazu wäre aus meiner Sicht für jeden Einzelnen wichtig. Privatleute könnten beruhigter schlafen und im MSCI World investierte Anleger besser planen.

Aufgepasst!

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Kaufen und Halten oder alles abstoßen?

An den Börsen donnern die Kanonen, zudem liegen die durchschnittlichen Anleger unter medialem Dauerbeschuss. Wer zeitgemäß für das Alter vorsorgen oder anderweitig Vermögen aufbauen möchte, fühlt sich derzeit nicht richtig wohl.

Eine Entscheidung für oder gegen das Halten der eigenen Positionen setzt verlässliche Informationen voraus. Wer mit fallenden Kursen konfrontiert wird, hat prinzipiell 3 Möglichkeiten, um darauf zu reagieren. Die persönlich sinnvollste Möglichkeit kann aber nur gefunden werden, wenn die Situation realistisch einzuschätzen ist.

Technische Analysen helfen in diesem Szenario nur wenig, weil von der Vergangenheit auf die Zukunft geschlossen werden muss. Zudem wird das aktuelle Börsenklima mehr als sonst von schwer kalkulierbaren Emotionen geprägt.

Wenig hilfreich ist in diesem Zusammenhang der Blick auf den Chart eines beliebigen ETF auf den MSCI World Index, weil der Fokus automatisch auf der aktuellen Talfahrt liegt. Vergessen ist zudem die gebetsmühlenartig wiederholte These, dass jedem Kursverfall zwangsläufig eine lange anhaltende Erholungsphase folgt.

Akute Probleme und daraus resultierende Fragen verwischen das zur Entscheidung notwendige klare Bild:

  • Was passiert, wenn mein Arbeitgeber seinen Betrieb schließt?
  • Wird meine eigene Firma die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Hysterie überstehen?
  • Werden meine Nächsten von den Viren verschont bleiben?
  • Wann hat das Drama ein Ende?

Es gibt keine pauschal gültigen Antworten, sondern nur auf Einzelpersonen oder Familien zutreffende Ansätze. Vieles ist zudem gesetzlich geregelt. Hinsichtlich Deiner Geldanlage kannst nur Du eine sinnvolle Entscheidung treffen. Zur Auswahl stehen Dir diese Optionen:

Ungeachtet der aktuellen Verluste dabeibleiben

Das Bild zeigt die Kursentwicklung des MSCI World ETF von iShares. Seit der Jahreswende hat der Kurs um etwa 30 % nachgegeben und kein Börsenexperte kann sagen, ob es dabei bleibt.

Du hast Deine Investition hoffentlich mit Geldern getätigt, die langfristig entbehrt werden können? In dem Fall würde ich ruhig bleiben und die Krise aussitzen. Ich glaube fest daran, dass die relevanten Marktteilnehmer alles in ihrer Macht Stehende tun werden, um einen völligen Zusammenbruch zu verhindern. Sie wollen weiterhin vom bestehenden System profitieren und dauerhaft ihre Chancen wahrnehmen.

Zur Erinnerung:

  • Beim Platzen der Dotcom Blase gab der MSCI World Index um gut 50 % nach.
  • Während der Finanzkrise 2008 verlor der Weltindex mehr als 40 %.

Es kann durchaus sein, dass wir wieder einen ähnlich niedrigen Kurs zu sehen bekommen, aber solange Du nicht verkaufst, bleibt es bei einem temporär negativen Buchwert.

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Nichts wie raus und nie wieder Geld anlegen

Angesichts der momentanen Aufregung ist dieser Gedanke durchaus nachvollziehbar. Ähnlich haben zahllose Anleger im Krisenjahr 2008 gedacht und gehandelt. Bist Du beispielsweise seit einigen Monaten mit 10.000 Euro in einem ETF auf den MSCI World investiert, sieht die aktuelle Situation wie folgt aus:

  • Aus den 10.000 Euro sind durch den rasanten Kursverfall bis jetzt etwa 7.000 Euro geworden. Du hast bereits 3.000 Euro verloren.
  • Durch einen Klick auf den Verkaufs-Button machst Du aus dem Buchwert einen realen Verlust.
  • Und dann? Was willst Du mit den verbleibenden 7.000 Euro anfangen, ins Kasino gehen oder Lotto spielen?

Du kannst jetzt natürlich sagen, dass Du auf sehr niedrigem Niveau wieder einsteigen wirst. Aber machst Du das wirklich oder hindert Dich das beim Verkauf gemachte schlechte Erlebnis daran? Aus meiner Sicht bist Du für einen Wiedereinstieg zu ängstlich, denn sonst hättest Du erst gar nicht den Verkauf in Erwägung gezogen.

Antizyklisch nachkaufen

Während die Kanonen an der Börse donnern, verkaufen viele Teilnehmer ihre Aktien und ETF Anteile panisch. Nur so kann aus einer moderaten Kurstalfahrt eine außer Kontrolle geratene Lawine werden. Während alle davonlaufen, bleiben einige Akteure aber gelassen investiert und kaufen billig nach.

Es lohnt sich, an der Börse gegen den Strom zu schwimmen und dann einzukaufen, wenn andere ihre Papiere abstoßen. Ob jetzt bereits der ideale Zeitpunkt für einen Nachkauf gekommen ist, darf allerdings bezweifelt werden. Ich würde mir aber das nötige Geld bereitstellen und den Markt genau beobachten.

Von einer echten Bodenbildung kann nur ausgegangen werden, wenn sich der Kurs auf einem Niveau länger hält und von dort aus kontinuierlich nach Norden entwickelt. Im Vorteil bist Du bei der Einschätzung mit tief gehenden Candlestick-Kentnissen sowohl bezüglich einzelner Kerzen als auch seitens oft vorkommender Kerzenformationen. Warum? Die Kerzen zeigen seit Jahrhunderten, was am Markt wirklich passiert und haben für Kenner mehr Aussagekraft als Prognosen.

Möglichkeiten für den Umgang mit dem ETF-Sparplan

Wenn Du ein Kaufen-und-Halten-Anleger bist, lässt Du idealerweise Deinen Sparplan einfach wie gewohnt weiterlaufen. Es besteht zwar die Möglichkeit, Sparraten vorübergehend auszusetzen. Die Option ergibt aber keinen Sinn, weil derzeit bei jeder Ausführung sehr günstige ETF Anteile erworben werden. Du beginnst praktisch mit jedem Sparplan-Intervall auf historisch niedrigem Kurs und kannst den zu erwartenden Aufschwung vollumfänglich mitnehmen.

Den Sparplan beenden und die Anteile verkaufen ist derzeit die schlechteste Option, weil Du damit erhebliche Verluste erleidest und Deine Altersvorsorge in Gefahr bringst.

Dabeibleiben und im geeigneten Moment die Sparrate verdoppeln erscheint mir derzeit als die sinnvollste Option. Wie bereits in einem anderen Beitrag dargestellt, dauern Aufschwungphasen deutlich länger als Abwärtsszenarien. Und der MSCI World Index gibt Dir mit seiner optimalen Diversifikation die besten Chancen, an einem weltweiten Wirtschaftsaufschwung teilzunehmen.

In den letzten 20 Jahren dauerte der krisenbedingte Kursverfall durchschnittlich 1,3 Jahre. Die daraufhin folgende Erholung erstreckte sich im Durchschnitt über 6,6 Jahre und führte stets auf neue Höhen.

Mein Fazit

Die aktuelle Situation ist für viele Menschen eine besondere Herausforderung, der nur mit kühlem Kopf begegnet werden kann. Es ergibt für mich keinen Sinn, hysterisch zu reagieren. Es müssen vielmehr Prioritäten gesetzt werden. Das wichtigste Gut ist die Gesundheit und die wird derzeit am besten durch etwas Abstand zu den Mitmenschen erhalten.

Für die Geldanlage per Einmal-Investition oder Sparplan stehen mehrere Möglichkeiten in Option. Ich würde die des disziplinierten Haltens wählen und mich auf billiges Nachkaufen vorbereiten. Was Du letztlich machst, ist allein Deine Entscheidung. Denke an die Erhaltung Deiner Gesundheit und an das Leben nach der Krise. Aktuelle Informationen zur Entwicklung bei Covid-19 und an den Finanzmärkten findest Du auf meinem Blog in regelmäßig veröffentlichen Beiträgen.

Abschließend ein Rat: Wer sich 2008 den Verkauf seiner ETF Anteile verkneifen konnte, war bereits 2009 sehr froh über seinen Entschluss. Es sieht für mich danach aus, als ob sich die Geschichte öfter wiederholt als vermutet.

Dein Depotstudent Dominik

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