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DEGIRO wird von FLATEX übernommen

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DEGIRO ist ein 2013 gegründeter Brokerage Anbieter mit Sitz in Amsterdam. Mit seinem Slogan „Broker Dienstleistungen zu Großhandelspreisen“ konnte DEGIRO bis 2019 etwa 350.000 Kunden überzeugen. Nun wurde bekannt, dass FLATEX den Mitbewerber übernehmen will und bereits 10 % gekauft hat, um damit seine Position auf dem europäischen Kontinent weiter zu festigen.

FLATEX hat, neuesten Meldungen zufolge, 60 Millionen in bar für die 10-prozentige Übernahme auf den Tisch gelegt und will den Rest des Kaufpreises mit Aktien begleichen. Insider vermuten, dass der Broker den Deal mit der neuen Depotgebühr finanzieren wird. So wie es momentan aussieht, werden allerdings nur Trader und Anleger aus der BRD zur Kasse gebeten.

Die Depotgebühr wird im März 2020 ausschließlich auf dem größten FLATEX Markt eingeführt. Kunden in Österreich und den Niederlanden bleiben zumindest vorerst verschont. In Holland ist FLATEX erst seit Kurzem aktiv und zieht mit seiner Null-Gebühren-Strategie sehr viele Kunden an. Dem aggressiven Auftritt folgte bald ein erstes Übernahmeangebot an DEGIRO, welches der niederländische Broker unter dem Eindruck schwindender Marktanteile ohne, großen Widerstand annahm.

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Wie geht es weiter?

Ersten Verlautbarungen entsprechend, will FLATEX nach außen hin alles beim Alten lassen. Die Marke DEGIRO bleibt weiterhin bestehen, mehr Details zur geplanten Übernahme wurden jedoch nicht bekannt. Für Anleger, die bei DEGIRO ihre Depots eingerichtet haben, stellt sich nun die große Frage, ob es Veränderungen bei den Kostenstrukturen geben wird.

Schließlich gelten bei DEGIRO in jedem Land des europäischen Kontinents weitestgehend einheitliche Gebühren, während FLATEX in jedem Land nimmt, was der nationale Markt hergibt. So müssen Anleger aus Österreich nur 0,4 % Negativzinsen bei Guthaben auf den Verrechnungskonten in Kauf nehmen, während in der BRD 0,5 % fällig werden. Bislang ist unbekannt, ob österreichische Depot-Inhaber ebenfalls 0,1 % plus Mehrwertsteuer an Gebühren bezahlen müssen.

Den Holländern blieb bisher aus marktstrategischen Gründen beides erspart. Für die niederländischen Anleger stellt sich nun die Frage, wo sie besser aufgehoben sind. Ungeachtet dessen hat FLATEX die negative Verzinsung ebenso wie die ab März in der BRD erhobene Depotgebühr vermutlich eingeführt, um ETF Anleger mehr zur Kasse bitten zu können.

Dem Broker sind passiv anlegende Kunden mit Kaufen-und-Halten-Ansatz aus wirtschaftlichen Gründen ein Dorn im Auge. An denen ist außer einer Ordergebühr oder Gebühren für die Ausführung von ETF-Sparplänen nichts zu verdienen. Gleichzeitig müssen kostspielige Expansions-Pläne finanziert werden, welche nach neuesten Informationen nicht nur auf die Niederlande beschränkt sind.

Die nationalen Finanzdienstleistungsaufsichten müssen die Übernahmepläne des Brokers noch genehmigen, eine Entscheidung soll im zweiten Quartal fallen. Auch aus diesem Grund ist FLATEX vermutlich derzeit mit detaillierten Auskünften sehr zurückhaltend.

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Mögliche Zwei-Marken-Strategie

DEGIRO hat sich in den letzten Jahren als Broker mit niedrigen Kosten positioniert, allerdings überzeugt das unvollständige Angebot nicht jeden Privatanleger. FLATEX hingegen ist ein Brokerage Anbieter mit sehr vielseitigem Handelsuniversum und facettenreichem Dienstleistungsangebot. Beide Anbieter haben für Anleger sowohl Vorteile als auch Nachteile und könnten sich vorteilhaft ergänzen.

Um so viel wie möglich Kunden an sich zu ziehen, ist FLATEX gut beraten, beide Marken so wie bisher weiterlaufen zu lassen. Insider halten derzeit die Zwei-Marken-Strategie für ebenso möglich wie eine völlige Verschmelzung beider Anbieter zu einem auf den europäischen Markt ausgerichteten Konzept. Das Jahr 2020 wird also für Anleger bei FLATEX und DEGIRO mit etwas Spannung angefüllt sein. Wie geht es weiter mit den Gebühren, ist eine Frage, die zeitnah beantwortet werden will.

Der Brokermarkt in Bewegung

Während einige Anbieter versuchen, ihre Preise leicht anzuheben, kommen neue Mitbewerber auf den Markt, die mit Null-Gebühren-Konzepten auf sich aufmerksam machen. Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man – und sie sorgt bei jedem Anbieter für maßvolle Preisgestaltung. Für Anleger bedeutet dies, dass der Vermögensaufbau mit Wertpapieren weiterhin zu überschaubaren Kosten möglich ist.

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