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Deutsche Bank: VL-Sparen mit ETFs, Fonds & mehr

Berater unspl
Depotstudent Dominik
4.6
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Vermögenswirksame Leistungen sind geschenktes Geld und das sollte natürlich genutzt werden!

Dabei ist es auch kein Problem, nur den „Minimalbetrag“ zu investieren – also genau den Anteil, den der Arbeitgeber sowieso bezahlt, auch wenn Du keine eigene Aufstockung vornimmst.

Immer mehr Anleger vertrauen beim Thema Geldanlage auf Online-Broker und Banken wie die Deutsche Bank und so stellen sich viele Kunden der Deutschen Bank die Frage:

Ist VL-Sparen bei der Deutschen Bank möglich? Und wenn ja: Geht das mit ETFs und Fonds?

Bequem wäre es zumindest, da man so kein neues VL-Depot eröffnen müsste.

Ich zeige Dir in diesem Artikel, ob die Deutsche Bank VL-Sparen anbietet und welche Alternativen es gibt.

Für die ganz Eiligen: Die Deutsche Bank bietet keine direkte Möglichkeit zum VL-Sparen – weder mit ETFs und Fonds noch mit anderen Produkten. Nur wer den „Umweg“ über den Finanzvertrieb DVAG (Deutsche Vermögensberatung) oder die BHW Bausparkasse gehen möchte, kann indirekt von der Deutschen Bank ein VL-Depot oder einen VL-Bausparvertrag vermittelt bekommen.

>>> Als sehr gute Möglichkeiten für das VL Sparen empfehle ich:
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Die vier Möglichkeiten zum VL-Sparen

Grundsätzlich gibt es folgende vier Varianten für vermögenswirksame Leistungen.

  1. Baufinanzierung (Baukredit abbezahlen).
  2. Bausparvertrag.
  3. Banksparplan.
  4. ETF-Sparplan / Fonds-Sparplan.

VL im Rahmen einer Baufinanzierung (1) zu nutzen, ist nur für Anleger mit Immobilien-Kredit realisierbar. Bausparverträge (2) und Banksparpläne (3) werfen kaum Zinsen ab!

Die bei Weitem interessantesten Möglichkeiten für die meisten Anleger sind meiner Erfahrung nach VL-ETF-Sparpläne und VL-Fonds-Sparpläne!

Kann man vermögenswirksame Leistungen bei Deutsche Bank anlegen?

Die Deutsche Bank selbst bietet keine Möglichkeiten für VL-Sparen an. Mit ein bisschen Recherche stößt man allerdings auf zwei Möglichkeiten zum VL-Sparen, welche mit der Deutschen Bank verknüpft sind.

Möglichkeit 1: db VL-Depot

Beim „Deutsche Bank VL-Depot“ handelt es sich nach Aussage der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) um ein Exklusivprodukt, mit welchem DVAG-Kunden vermögenswirksame Leistungen über die Deutsche Bank anlegen können. Nicht-DVAG-Kunden bleibt dieses Angebot jedoch vorenthalten.

Mit dem db VL-Depot können 4 Fonds der Fondsgesellschaft DWS bespart werden.

Möglichkeit 2: BHW-Bausparen

Die BHW Bausparkasse ist seit 2015 ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank und ermöglicht sogenanntes „BHW-Bausparen“, welches unter anderem über vermögenswirksame Leistungen bespart werden kann.

Bei beiden Möglichkeiten handelt es sich jedoch nicht um direkte Möglichkeiten für „normale Kunden“, bei der Deutschen Bank in vermögenswirksame Leistungen zu investieren!

Kein VL-Sparen bei Deutsche Bank in Sicht?

Bei der Deutschen Bank selbst ist gar keine Möglichkeit zum VL-Sparen vorhanden! Das ist schade, da vor allem ETF-Sparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen von vielen Anlegern bei der Deutschen Bank angefragt werden.

VL-Zahlungen sind regulatorisch komplex, vom VL-Anbieter aus eng mit dem Finanzamt abzustimmen und die Zahlungen können einer mehrjährigen Sperrfrist unterliegen.

Leider ist auch nicht davon auszugehen, dass die Deutsche Bank in naher Zukunft VL-Sparen mittels ETFs oder Fonds anbietet. Denn selbst die größten und etabliertesten Online-Broker (ING DiBa, DKB …) bieten genauso wie die Deutsche Bank kein VL-Sparen mit ETFs und Fonds an, obwohl sie ein riesiges Angebot an ETFs und Fonds vorweisen können.

Hinweis: Aus regulatorischen Gründen kann Dein Arbeitgeber auch nicht „einfach so“ vermögenswirksame Leistungen auf Dein Deutsche Bank Konto überweisen oder im Deutsche Bank Depot anlegen.

Vermögenswirksame Leistungen mit ETF-Sparplan und Fonds-Sparplan

Vor allem VL-Sparen über ETF-Sparpläne wird immer stärker nachgefragt und das aus guten Gründen.

ETFs sind kostengünstig und haben zu erwartende Renditen von etwa 7 – 8 % pro Jahr – wenn man die durchschnittliche Wertentwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet. Da können festverzinste Produkte wie Banksparpläne oder Bausparverträge nicht mithalten.

Wer VL-Sparen mit ETFs oder Fonds umsetzen möchte, sollte sich den nächsten Abschnitt etwas genauer durchlesen

Alternativen zum VL-Sparen bei Deutsche Bank: Mit ETFs und Fonds

Da die Deutsche Bank keine Möglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen anbietet, müssen Alternativen her!

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr klein und so gibt es lediglich zwei Anbieter, die meine persönlichen Kriterien erfüllen und VL-Sparen mit ETFs (und Fonds) ermöglichen.

Vergleich der beiden Anbieter für VL-Sparen:

Anbieter 1 (F)Anbieter 2 (O)
Website>>> zur Website*>>> zur Website*
Mindestsparrate0 € pro Monat25 € pro Monat
ETFs / FondsETFs und FondsNur ETFs
Depotführung15 €, außer
bei erstem VL-Vertrag
1 % des Depotwerts
VL-Entgelt10 € pro Jahr0 €
Transaktionskosten0,20 %0 €
ETF-Kostenje nach ETF0,14 %
Förderung möglichja, 7 Jahre Mindestlaufzeitnein, deshalb keine Mindestlaufzeit
Kosten bei vorzeitiger
Beendigung
10 €0 €

Die ETF-Kosten fallen recht ähnlich aus, sodass diese in den folgenden Vergleichs-Rechnungen nicht berücksichtigt werden.

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 25 € VL-Sparplan über 10 Jahre:

  • Anbieter 1: 106 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 150 € Kosten über die Laufzeit.

Berechnung Anbieter 1:
– 10 € VL-Entgelt pro Jahr * 10 Jahre = 100 €
– 0,2 % Transaktionskosten * 25 € Sparrate * 12 Transaktionen pro Jahr * 10 Jahre = 6 €
Berechnung Anbieter 2:
– 1 % jährlich vom mittleren Depotwert ohne Wertzuwachs = 1 % von (25 € Sparrate * 12 Monate * 10 / 2 Jahre) * 10 Jahre = 150 €

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 100 € VL-Sparplan über 20 Jahre:

  • Anbieter 1: 248 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 2.400 € Kosten über die Laufzeit.

Zu beachten ist, dass bei Anbieter 1 noch eine Förderung hinzukommen kann und Anbieter 1 umso attraktiver wird, je höher die Sparrate ist und je länger die Laufzeit ist. Außerdem wird Anbieter 2 (durch die 1 % Gebühr auf den Portfoliowert) teuer, sobald es eine Wertentwicklung im VL-Depot gibt, was im Beispiel unberücksichtigt ist.

Wie Du bei der Entscheidung zwischen diesen Anbietern vorgehst und welche Schritte notwendig sind, zeige ich Dir im folgenden Abschnitt.

Anleitung: VL-Sparplan starten in wenigen Schritten

Schritt 1: Anbieter auswählen

Wenn Deine Sparrate pro Monat unter 25 € liegt oder Du in Fonds statt ETFs investieren möchtest, kommt nur Anbieter 1* in Frage, da Anbieter 2 das nicht anbietet.

Falls Deine Sparrate mindestens 25 € beträgt und Du nur in ETFs investieren möchtest, sind beide Anbieter möglich und Du solltest Dir auch Anbieter 2* anschauen. Außerdem solltest Du die restlichen Kriterien aus der Tabelle prüfen – zum Beispiel, ob Du eine Förderung erhältst oder nicht.

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr begrenzt, weshalb diese erste Entscheidung für einen Anbieter meinen Erfahrungen nach sehr schnell gehen sollte.

Schritt 2: VL-Depot eröffnen

Dazu einfach Deine Daten auf der Website Deines bevorzugten Anbieters eintragen.

Je nachdem, welchen Anbieter Du für vermögenswirksame Leistungen auswählst, musst Du Deine Fondsauswahl bzw. ETF-Auswahl bereits im Registrierungs-Prozess angeben.

Welche ETFs oder Fonds für vermögenswirksame Leistungen auswählen?

Ich empfehle hierfür vor allem den ETF „iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)“. Das ist ein kostengünstiger ETF, der global gestreut in die größten Unternehmen der Industrieländer investiert.

Aber auch andere MSCI World ETFs sind empfehlenswert, wie zum Beispiel „Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF 1C“ und „Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF I D“.

Falls Du Deine vermögenswirksamen Leistungen lieber in Fonds anlegen möchtest, kannst Du das natürlich genauso tun und die entsprechenden Fonds auswählen.

Bescheinigung für den Arbeitgeber

Wenn die Depot-Eröffnung abgeschlossen ist, erhältst Du von Deinem VL-Depot-Anbieter eine Bescheinigung für Deinen Arbeitgeber.

Schritt 3: Bescheinigung an Deinen Arbeitgeber übergeben

Im letzten Schritt musst Du nur noch die Bescheinigung des VL-Anbieters an Deinen Arbeitgeber weitergeben. Dein Arbeitgeber erhält dadurch die Daten und veranlasst die Zahlungen an das VL-Depot. Der Prozess ist also gar nicht so kompliziert und die Erfahrungen mit VL-Sparen meist positiv!

Also: Nicht lang zögern, VL-Depot eröffnen und Deine vermögenswirksamen Leistungen nutzen!

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Deutsche Bank selbst bietet keine direkte Anlage vermögenswirksamer Leistungen an

Die Deutsche Bank selbst bietet keine eigenen Anlageprodukte über den direkten Weg für vermögenswirksame Leistungen an. Das bedeutet konkret, dass Kundinnen und Kunden bei der Deutschen Bank weder einen VL-Fondssparplan noch ein VL-Depot oder einen VL-Banksparplan direkt über die Bank abschließen können. Anders als bei manchen anderen Kreditinstituten existiert somit kein hauseigenes Produkt, in das die vom Arbeitgeber gezahlten vermögenswirksamen Leistungen unmittelbar eingezahlt und angelegt werden könnten. Wer als Kunde der Deutschen Bank VL-Sparen nutzen möchte, muss daher auf alternative Wege zurückgreifen, da die Bank selbst ausschließlich als vermittelnde Instanz auftritt, nicht jedoch als Anbieter eines entsprechenden Anlagevehikels.

In der Praxis erfolgt eine Umsetzung von VL-Verträgen im Umfeld der Deutschen Bank typischerweise über Drittanbieter, mit denen Kooperationen bestehen.

Dazu zählt beispielsweise die Vermittlung von Fondsanlagen über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG), bei der entsprechende VL-Fondssparpläne – häufig auf Basis von Produkten der DWS Group – abgeschlossen werden können. Alternativ besteht die Möglichkeit, vermögenswirksame Leistungen in einen Bausparvertrag bei der BHW Bausparkasse fließen zu lassen. In beiden Fällen handelt es sich jedoch nicht um originäre Produkte der Deutschen Bank selbst, sondern um Lösungen externer Partnerunternehmen, die im Rahmen einer Beratung oder Vermittlung angeboten werden.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet dies, dass die Entscheidung für ein VL-Produkt unabhängig von der bestehenden Hausbankverbindung getroffen werden kann und sollte. Da die Deutsche Bank keine eigene VL-Anlage bereitstellt, besteht keinerlei Bindung daran, die vermögenswirksamen Leistungen über banknahe Vertriebswege abzuwickeln. Stattdessen können geeignete VL-Verträge auch bei anderen spezialisierten Anbietern abgeschlossen werden, wobei der Arbeitgeber die entsprechenden Beiträge direkt an das gewählte Institut überweist. Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die Deutsche Bank im Bereich der vermögenswirksamen Leistungen keine eigene Anlageplattform betreibt, sondern ausschließlich den Zugang zu entsprechenden Produkten externer Kooperationspartner ermöglicht.

Wenig zufriedenstellend für Bestandskunden

Für viele Bestandskundinnen und -kunden der Deutsche Bank stellt dieser Umstand einen echten Wermutstropfen dar. Wer seine täglichen Bankgeschäfte bereits seit Jahren über die Deutsche Bank abwickelt, verbindet mit der bestehenden Kundenbeziehung häufig auch den Wunsch, möglichst viele Finanzthemen gebündelt bei einem vertrauten Institut zu organisieren. Dazu zählt in der Regel auch das Sparen von vermögenswirksamen Leistungen. Gerade bei langfristig angelegten Sparformen wie VL erscheint es aus Kundensicht naheliegend und komfortabel, diese direkt über die eigene Hausbank einzurichten und idealerweise integriert in die bestehende Kontostruktur, das bekannte Onlinebanking sowie die persönliche Beratung vor Ort.

Dass eine direkte Anlage von VL über die Deutsche Bank nicht möglich ist, führt daher oftmals zu Irritation oder zumindest zu zusätzlichem organisatorischem Aufwand. Bestandskunden, die ihre Finanzen bewusst zentralisieren möchten, sehen sich gezwungen, für die Nutzung vermögenswirksamer Leistungen einen externen Anbieter einzubinden oder den Umweg über Kooperationspartner zu gehen. Dies steht im Kontrast zu der Erwartungshaltung vieler Kundinnen und Kunden, die davon ausgehen, dass eine große Universalbank entsprechende Standardprodukte selbst bereitstellt. Der Wunsch, VL-Beiträge unmittelbar über das bestehende Bankumfeld anzulegen – ohne zusätzliche Vertragsbeziehungen, separate Depots oder neue Ansprechpartner – bleibt damit unerfüllt.

Aus Kundensicht geht damit nicht nur ein Stück an Bequemlichkeit verloren, sondern auch das Gefühl einer durchgängigen Betreuung aus einer Hand. Während Girokonto, Kreditkarte, Tagesgeld oder Wertpapierdepot direkt bei der Deutschen Bank geführt werden können, muss für vermögenswirksame Leistungen ein externer Lösungsweg gewählt werden. Für viele treue Bestandskunden, die ihre Spar- und Vorsorgebausteine gerne vollständig in die bestehende Bankbeziehung integriert hätten, stellt dies somit eine spürbare Einschränkung im Produktangebot dar.

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Wunsch vieler Kunden: Direkte Anlage von VL über das Deutsche Bank Depot beziehungsweise Maxblue

Viele Kundinnen und Kunden der Deutsche Bank würden sich daher wünschen, ihre vermögenswirksamen Leistungen unkompliziert direkt über das bereits bestehende Wertpapierdepot anlegen zu können. Insbesondere Nutzer des Depotangebots maxblue Depot gehen häufig davon aus, dass sich VL-Beiträge ähnlich wie ein regulärer Sparplan in die vorhandene Depotstruktur integrieren lassen müssten. Aus Kundensicht erscheint dieser Gedanke naheliegend: Wer bereits in Fonds, ETFs oder andere Wertpapiere über maxblue investiert, möchte zusätzliche Sparbeiträge aus vermögenswirksamen Leistungen idealerweise ohne Medienbruch im selben System verwalten, einsehen und steuern können.

In der Praxis ist genau das jedoch nicht möglich. Das maxblue Depot ist nicht für die Anlage vermögenswirksamer Leistungen vorgesehen, sodass weder VL-Fondssparpläne noch VL-ETF-Sparpläne innerhalb des bestehenden Depots eingerichtet werden können. Eine automatische Integration der vom Arbeitgeber gezahlten VL in bereits laufende Wertpapiersparpläne oder bestehende Investmentstrategien ist damit ausgeschlossen. Stattdessen müssen Kundinnen und Kunden auf separate Vertragslösungen außerhalb ihres maxblue Depots zurückgreifen, wenn sie ihre vermögenswirksamen Leistungen überhaupt investieren möchten.

Für viele stellt dies eine verpasste Möglichkeit dar, da eine Bündelung aller langfristigen Sparprozesse in einem einzigen Depot nicht nur mehr Transparenz schaffen, sondern auch die Verwaltung vereinfachen würde. Die Erwartung, VL nahtlos in das vorhandene maxblue Anlageumfeld einzubinden, bleibt somit unerfüllt und das trotz bestehender Kundenbeziehung und aktiv genutztem Wertpapierdepot bei der Deutschen Bank.

Die Konsequenz? Alternativen zu VL über die Deutsche Bank nutzen

Für Kundinnen und Kunden der Deutsche Bank bedeutet dies in der Konsequenz, dass sie sich für die Anlage ihrer vermögenswirksamen Leistungen zwangsläufig nach Alternativen umsehen müssen. Da weder eine direkte VL-Anlage über die Bank selbst noch eine Integration in das bestehende maxblue Depot möglich ist, führt kein Weg daran vorbei, einen separaten VL-Vertrag bei einem externen Anbieter abzuschließen. Die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge werden in diesem Fall nicht in das gewohnte Depotumfeld bei der Deutschen Bank eingezahlt, sondern an ein anderes Institut überwiesen, das entsprechende VL-fähige Anlageprodukte bereitstellt.

Das bringt für viele Betroffene zusätzliche organisatorische Schritte mit sich. Neben der Auswahl eines geeigneten Anbieters müssen ein gesonderter Vertrag eingerichtet und die notwendigen Arbeitgeberbescheinigungen eingereicht werden. Darüber hinaus entsteht eine parallele Struktur in der eigenen Finanzverwaltung, da VL-Anlage und übrige Wertpapierinvestments nicht mehr an einem zentralen Ort gebündelt sind. Kontostände, Laufzeiten und Förderansprüche müssen somit getrennt vom bestehenden Depot im Blick behalten werden.

Gleichzeitig eröffnet die Notwendigkeit, auf externe Lösungen auszuweichen, auch die Chance, das individuell passende VL-Produkt unabhängig von der Hausbank auszuwählen. Da keine Bindung an ein bankeigenes Angebot besteht, können Kundinnen und Kunden gezielt nach kostengünstigen oder renditeorientierten Alternativen suchen, die besser zur eigenen Anlagestrategie passen. Unabhängig davon bleibt jedoch festzuhalten, dass Bestandskunden der Deutschen Bank ihre vermögenswirksamen Leistungen derzeit nicht innerhalb der bestehenden Depotstruktur anlegen können und deshalb auf externe Anbieter angewiesen sind.

Ergänzung: VL-Strategie sollte in die Gesamtstrategie passen

Ergänzend lässt sich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass Bestandskundinnen und -kunden der Deutschen Bank trotz der fehlenden Möglichkeit zur direkten VL-Anlage über das eigene Haus dennoch darauf achten sollten, die vermögenswirksamen Leistungen strategisch sinnvoll in ihre bestehende Finanzstruktur zu integrieren. Auch wenn eine Anlage über das maxblue Depot nicht möglich ist, kann es sinnvoll sein, bei der Auswahl eines externen VL-Anbieters darauf zu achten, dass die gewählte Anlageform zur bereits bestehenden Investmentstrategie passt. Wer beispielsweise über maxblue bereits breit diversifiziert in internationale Fonds oder ETFs investiert, sollte idealerweise auch bei der VL-Anlage eine vergleichbare Ausrichtung wählen, um ein stimmiges Gesamtportfolio zu erhalten und Klumpenrisiken zu vermeiden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Kostenstruktur des gewählten VL-Produkts genau zu prüfen, da diese langfristig einen erheblichen Einfluss auf die Rendite haben können. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Deutsche Bank selbst keine VL-fähige Depotlösung anbietet und somit keine Integration in die bestehende Konten- und Depotübersicht möglich ist, gewinnt die Transparenz bei extern geführten VL-Verträgen an Bedeutung. Kundinnen und Kunden sollten daher regelmäßig überprüfen, wie sich ihre VL-Anlage entwickelt, und diese Entwicklung in ihre persönliche Finanzplanung einbeziehen – auch wenn sie außerhalb des gewohnten Onlinebankings der Deutschen Bank verwaltet wird.

Nicht zuletzt kann es hilfreich sein, die vermögenswirksamen Leistungen als ergänzenden Baustein zur langfristigen Vermögensbildung zu betrachten, der parallel zu den bestehenden Anlagen im maxblue Depot läuft. Eine bewusste Abstimmung zwischen VL-Anlage und den übrigen Investments bei der Deutschen Bank trägt dazu bei, die Vorteile staatlicher Förderung zu nutzen, ohne die Übersicht über die eigene Anlagestrategie zu verlieren. Auf diese Weise lassen sich vermögenswirksame Leistungen sinnvoll in die Gesamtstruktur der bei der Deutschen Bank geführten Finanzanlagen einbinden – auch wenn dies derzeit nur über externe Lösungen möglich ist.

>>> Jetzt VL-Sparplan starten!
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

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