depotstudent

Die 7 Vorteile von Aktien gegenüber ETFs

Kreditkarte Übergabe

Kaum eine Debatte in der Börsenszene wird zurzeit hitziger geführt: Lege ich mein Geld in Aktien oder in ETFs an? Es gibt unzählige Artikel darüber und fast genauso viele Meinungen dazu. Tatsache ist, dass der Siegeszug der ETFs anhält.

Besonders bei Privatanlegern. Richtig ist aber auch, dass die Deutsche Bundesbank bereits im Herbst 2018 vor besonderen Gefährdungsmomenten durch ETFs gewarnt hat, wie zum Beispiel, dass die “überwiegend passiv ausgestalteten Anlagestrategien prozyklisches Verhalten der Anleger” verstärken könnten.

Immerhin lag das verwaltete ETF-Volumen da weltweit bei 4.685 Milliarden (!) Dollar und in Deutschland bei 125 Milliarden Euro. Das ist schon ein beträchtliches Sümmchen und erklärt auch, warum sich so honorige Institutionen wie die Deutsche Bundesbank dazu äußern.

Was musst Du als Anleger wissen, wenn Du Dich zwischen Aktien und ETFs entscheiden willst? Welche Vorteile von Aktien gegenüber ETFs gibt es und welche Nachteile musst Du abwägen? Um das fundiert tun zu können, musst Du erstmal verstehen wie Aktien und ETFs funktionieren. Deshalb hier in aller Kürze die Basics:

Aktien

Eine Aktie ist ein realer Wert, ein Anteil an einem Unternehmen. Kaufst Du eine Aktie, wirst Du sozusagen Anteilseigner des Unternehmens. Du erwirbst damit Rechte und Pflichten. Und Du gehst natürlich auch ein Risiko ein, nämlich das des schlechten Geschäftsverlaufs und dem damit verbundenen Wertverlust Deiner Aktie.

Das was Dich am meisten interessiert, ist natürlich das Recht auf den anteiligen Gewinn, die Dividende und Du hast ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung. Bei positivem Geschäftsverlauf kannst Du von einem steigenden Aktienkurs profitieren.

ETFs

Ausgeschrieben bedeutet dies Exchange Traded Funds und bedeutet soviel wie börsengehandelter Fonds oder auch Indexfonds. Das Besondere daran ist, dass ein ETF die Wertentwicklung eines beliebigen (Aktien)Index abbildet (meistens zumindest, mittlerweile gibt es auch noch andere Underlyings), OHNE dass irgendwo ein Fondsmanager sitzt und das Ganze steuert. Ein ETF – also der Fonds – kauft alle Wertpapiere (Aktien, Anleihen u.a.) in der gleichen Gewichtung wie der zugrundeliegende Index.

Die Aktie ist eine Aktie und sonst nichts! Dahinter steht ein Sachwert, ein Unternehmen mit Mitarbeitern und Fabrikhallen.

Ein ETF ist ein konstruiertes Finanzinstrument: ein Fonds, der einen Index mit ausgewählten Aktien möglichst genau NACHbildet. Ein ETF macht keine Analysen oder Bewertungen der zu kaufenden Werte – er bildet stumpf den Basiswert nach. ETFs werden deshalb auch gerne als passives Investment bezeichnet.

Erster Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Keine laufenden Kosten

Sowohl für den Kauf von Aktien als auch für von ETFs brauchst Du ein Depot. Das ist bei Onlinebanken in aller Regel kostenlos – wenn das bei Dir anders sein sollte, wird es höchste Zeit, dass Du Dich mit diesem Thema beschäftigst! Bei Kauf und Verkauf sind in beiden Fällen Ordergebühren zu entrichten. Broker und Banken haben da sehr unterschiedliche Kostenstrukturen.

Aber grundsätzlich fallen sowohl bei einer Aktie als auch bei einem ETF vergleichbare Ordergebühren an, deren Höhe von dem von Dir gewählten Broker abhängt.
Aber: Hast Du eine Aktie einmal in Deinem Depot, dann verursacht sie keine zusätzlichen Kosten mehr. Der komplette investierte Betrag kann für Dich und Deinen Vermögensaufbau arbeiten.

Bei einem ETF sind jährlich Verwaltungsgebühren fällig. In Deutschland kannst Du da durchschnittlich mit 0,35 bis 0,50 Prozent pro Jahr rechnen. Diese regelmäßigen Kosten kannst Du als Gesamtkostenquote oder TER (Total Expense Ratio) im obligatorischen ETF Faktenblatt finden – sie müssen dort ausgewiesen sein.

Wichtig: Diese Kosten werden tagesgenau berechnet und bei Fälligkeit automatisch vom Fondsvermögen abgezogen! Dadurch reduziert sich Dein eingesetztes Kapital.Ich mache es jetzt nochmal etwas genauer. Die Verwaltungskosten bei ETFs in Deutschland unterscheiden sich je nach Anlageklasse zum Teil erheblich:

ETFs aufProzentsatz
Anleihen oder Geldmarktpapiere 0,18 % bis 0,22 % p.a
Aktien 0,38 % p.a.
Immobilien 0,42 % p.a
Rohstoffe 0,44 % p.a.
Portfoliokonzepte 0,51 % p.a.

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei

  • Aktien-ETFs auf Länder und Regionen: 0,10 % p.a. auf Schweden und 0,96 % p.a. auf Indien
  • ETFs auf einzelne Sektoren: 0,35 % p.a. auf Konsumgüter, 0,28 % p.a. auf Versorger und Banken und 0,78 % p.a. auf Infrastruktur oder 0,57 % p.a. auf Goldminen
  • ETFs auf Anleihen: 0,18 % – 0,21 % p.a. auf Pfandbriefe und Staatsanleihen, 0,25 % p.a. auf Unternehmensanleihen und 0,73 % auf Wandelanleihen.

Das sind Beispiele, zusammengetragen aus verschiedenen Quellen von Onlinebanken und Brokern. Nun mögen Dir diese Gebühren von unter einem Prozent pro Jahr nicht viel vorkommen. Aber bedenke: Jahr für Jahr werden von Deinem eingesetzten Kapital zum Beispiel 0,25 Prozent abgezogen.

Nach zehn Jahren sind das 2,5 Prozent, nach zwanzig Jahren fünf und nach vierzig Jahren zehn Prozent. Kapital, das nicht für Dich arbeiten kann! Und wenn Du Dich (hoffentlich) schon einmal mit dem Zinseszins-Effekt beschäftigt hast, dann weißt Du, welche Auswirkungen das auf Deine Erträge hat.

ETFs sind heute ein Massengeschäft, an dem die Emittenten gut verdienen.Eine Aktie kaufst Du, zahlst Deine Ordergebühren. Das war’s. Keine weiteren Kosten. Einhundert Prozent Deines Kapitals arbeiten für Dich und lassen die Kasse klingeln.

Aufgepasst!

Pflichtlektüre für jeden Privatanleger: Link zum Buch*

Die besten Depots (mit fetter Prämie) gibt’s hier:

Zweiter Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Transparenz

In den Werbeaussagen werden ETFs gerne als “günstig, einfach und transparent” beschrieben. Die Realität sieht leider manchmal anders aus. Nur ein Beispiel: Einer der größten Anbieter von ETFs hatte im Jahr 2008 in einem ETF auf den EuroStoxx 50 Einzelaktien aus steuerlichen Gründen durch Zertifikate von Lehman-Brothers ersetzt …. Noch Fragen??

Das Geschäft mit den ETFs läuft für die Anbieter wie am Schnürchen und mittlerweile ist es kaum noch erforderlich, die Bedürfnisse der Anleger (Kunden!) wirklich ernst zu nehmen. Wie sonst ist es zu erklären, dass immer mehr Indexanbieter nur noch zahlendem Publikum offenlegen, was wirklich im Index drin ist.

Klammheimlich verabschiedet man sich von dieser Transparenz und verschleiert Zusammensetzung und Gewichtung in den Indices. So schreibt die Neue Züricher Zeitung vom 10.11.2017: “ETF-Portfolios: Transparenz ist ein Problem. Die Anbieter von Finanzmarkt-Indizes veröffentlichen immer weniger Daten. Häufig ist für private ETF-Anleger darum nur noch schwer nachvollziehbar, was sie kaufen.”

Bei einer Aktie, – und das ist ein bedeutender Vorteil – weißt Du genau, was da in Deinem Depot liegt. Du kennst das Unternehmen. Hast Dich hoffentlich vor dem Kauf mit den Fundamentaldaten auseinandergesetzt und kannst Dich in der einschlägigen Presse und auf den Hauptversammlungen ausgiebig über den Stand der Dinge informieren.

Dritter Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Performance

ETFs bilden einen bestimmten Index ab. Logischerweise können sie dann maximal die Rendite genau dieses Index erwirtschaften – abzüglich der jährlich (!) anfallenden Verwaltungskosten. Rein theoretisch könntest Du Dir ein eigenes Depot anlegen, in das Du alle Aktien dieses Index – zum Beispiel des Dax 30 – packst.

Anzahlmäßig gewichtet entsprechend der Marktkapitalisierung. Dann hättest Du Deinen eigenen ETF konzipiert. Du könntest aber darüber hinaus Aktien, die Du für vielversprechend hältst stärker gewichten als solche, die gerade nicht so gut laufen: Autoindustrie versus Healthcare zum Beispiel.

Durch dieses “Stockpicking” kannst Du eine deutlich bessere Performance erreichen als der Index. Weil Du – mit Chance – die Spreu vom Weizen trennst. Mit Einzelaktien hast Du zumindest die Chance auf die lukrative(n) Nadel(n) im Heuhaufen.

Mit ETFs kaufst Du den ganzen Heuhaufen – zwar mit den gesuchten Nadeln darin, aber auch mit all dem verdorrten und vertrockneten Stroh. Die Vorteile liegen hinsichtlich der möglichen Performance eindeutig bei der Einzelaktie.

Vierter Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Direkte Unternehmensbeteiligung

Mit einer Aktie bist Du direkt am Unternehmen beteiligt – ohne Umwege. Über die Hauptversammlung hast Du gute Möglichkeiten Dich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und über Dein Stimmrecht Deine Haltung dazu kundzutun.

Bei einem ETF gibst Du Dein Stimmrecht, das ja auch eine wichtige Kontrollfunktion beinhaltet, ab. Das übernimmt der Emittent des ETFs. Blackrock, Vanguard, Invesco, Lyxor, Amundi – um nur ein paar zu nennen – stimmen in den Hauptversammlungen für DICH ab. Aber gefragt wirst nicht.

Die großen Emittenten von ETFs sind mittlerweile mächtig geworden. Blackrock, das weltweit größte Fondshaus, hat über diesen Weg einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmen. Ob tatsächlich immer Deine Interessen wahrgenommen werden oder die des Emittenten – das kann ich nicht beantworten. Es bleiben da auf jeden Fall Fragezeichen.

Aufgepasst!

Kostenlose Pflichtlektüre: Link zum Buch*

Die besten Depots (mit fetter Prämie) gibt’s hier:

Fünfter Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Reaktionsgeschwindigkeit

Wen kümmert es, wenn in China ein Sack Reis umfällt? In der Zeit vor dem Internet hätte die Antwort noch “keinen” gelautet. Heute rasen die Informationen in Sekundenschnelle um den Globus. Und entsprechend reagieren auch die Börsen dieser Welt. Manchmal ist dann – trotz langfristigem Anlagehorizont – eine kurzfristige Anpassung des Depots an aktuelle Entwicklungen klug und angemessen.

Beispiel:
Nach einer unglaublichen Börsenrallye im Herbst 2008 kletterte die VW-Aktie für kurze Zeit auf einen Wert von über 1.000 Euro. Damals versuchte Porsche sich über schwer durchschaubare Transaktionen mit Optionen und Derivaten die Mehrheit der VW-Stammaktien einzuverleiben. Wer zu dem Zeitpunkt Aktien von VW im Depot hatte und schnell reagiert hat, konnte mit einem Verkauf einen sensationellen Gewinn einstreichen.

Natürlich ist das ein (vermeintlich) außergewöhnliches Börsenereignis, aber ähnliche Situationen gibt es immer wieder – siehe zum Beispiel die Aktie Beyond Meat im letzten August. Dann ist schnelles und entschlossenes Handeln angesagt. Das geht mit Einzelaktien! Bei ETFs klappt das nicht. Ein ETF federt – als Index – solche gewaltigen Kursausschläge ab.

Wenn es um schnelle Anpassung an veränderte Marktgegebenheiten und Ausnutzung von außergewöhnlichen Chancen (sogenannten “Schwarzen Schwänen”) geht, dann liegen die Vorteile eindeutig bei der Einzelaktie.

Sechster Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Kein Emittentenrisiko

Emittentenrisiko bei ETFs? Ich kann den Aufschrei schon hören: ETFs haben kein solches Risiko, denn sie werden ja als Sondervermögen getrennt vom Emittenten geführt und gehören bei einer Insolvenz des Emittenten nicht zur Insolvenzmasse. Auch ein Bankenzusammenbruch berührt die ETFs nicht.

Ja und nein! Denn: Das gilt ausschließlich für die voll replizierenden ETFs, die tatsächlich genauso viele Aktien halten, wie die Gewichtung des gewählten Index hergibt. Viele ETFs machen dies aber gar nicht. Sie bilden einen Index teilweise lediglich über Tauschgeschäfte (Swaps) ab. Und Anbieter setzen für ETFs auch gerne Derivate ein.

Und da besteht tatsächlich das Risiko, dass der Emittent der Derivate oder der Tauschpartner (meistens eine Bank) insolvent geht. Ist das Tauschgeschäft nicht gut abgesichert – zum Beispiel durch Staatsanleihen – dann kannst Du im Krisenfall schon mal dumm dastehen.

Der Gesetzgeber beschränkt solche Swaps auf maximal zehn Prozent des ETF-Fondsvermögens. Bedeutet für Dich: Diese zehn Prozent stehen im Zweifelsfall im Feuer. Weißt Du bei Deinen ETFs, ob sie replizierend oder synthetisch sind? Da musst Du schon ins Kleingedruckte schauen.

Bei der Aktie hast Du – wie beim ETF auch – das Risiko, dass das Unternehmen (die Aktiengesellschaft) pleite geht. Aber ein Emittentenrisiko hat die Aktie nicht! Ein Vorteil? Auf jeden Fall!

Siebter Vorteil von Aktien gegenüber ETFs: Selbstbestimmung

Einen ETF kannst Du vergleichen mit einem Korb – einem Korb voller Aktien. Da können gute und weniger gute Aktien drin sein. So wie halt in einem Index. Klar, Du bist da gut diversifiziert. Aber das kannst Du mit Einzelaktien auch sein.

Mit etwas Erfahrung suchst Du Dir aus der riesigen Anzahl an verfügbaren Aktien diejenigen aus, die Deiner Meinung nach Potenzial haben und/oder solide Dividenden auszahlen. Warum sollst Dich bei der Zusammenstellung Deines Depots auf andere verlassen und immer dem Mainstream folgen?

Beim Geld hört das bedingungslose Vertrauen auf! Da ist eigene Aktivität, eigene Kenntnis und Motivation angesagt. Es gibt reichlich Informationen im Internet dazu. Suche Dir die Quellen, die zu Dir passen – Podcasts, Videos, Blogs. Je mehr Du Dich informierst, umso klarer wird Dein Blick auf das Börsengeschehen. Do it Yourself! Und bleibe aufmerksam, aber auch kritisch.

Fazit

Kurz und knapp: Die Vorteile von Aktien gegenüber ETFs überwiegen für mich! Klar, ETFs sind praktisch und es gibt reichlich Auswahl. Und sicher spricht auch nichts gegen eine Beimischung von ETFs in Deinem Depot. Für mich sind Aktien direkter, transparenter und mit der Chance auf eine Performance, die besser als der Index ist.

Die Identifikation mit “meinem” Unternehmen ist eine andere, als wenn ich über ein konstruiertes Finanzinstrument investiere. Ich kann selbst bestimmen über Kauf oder Verkauf und ich übernehme selbst die Verantwortung für Erfolg und Misserfolg. Das mag in manchen Ohren komisch klingen. Aber für mich ist es wichtig zu wissen, warum und wann und was mit meinem Geld genau passiert.

Dein Depotstudent Dominik

Starte endlich in 3 Schritten durch!

Fehler Geldanlage 1. Schritt: Vermeide die wichtigsten Fehler!

Hole Dir kostenlos mein Mini-eBook (7 Seiten)

Die 11 größten Fehler von Studenten und Azubis bei der Geldanlage

2. Schritt: Informiere Dich!

zum Beispiel auf meiner Website depotstudent.de.

Ein absolutes Muss: Kostenlose Pflichtlektüre zum Thema Geldanlage*

Ein zweites absolutes Muss: Der Bestseller auf Amazon*

3. Schritt: Eröffne ein eigenes Depot und beginne zu investieren!

Du magst es einfach, günstig und willst ne dicke Prämie?


3 Kommentare

  1. Hallo Dominik,

    Deinen 2. Punkt mit den Lehmann Zertifikaten kannte ich noch nicht. Kannst du dazu bitte mehr Informationen geben? Hab beim kurzen googlen nichts zu dem Vorgang 2008 gefunden. Gab es dabei einen Schaden für die Anleger oder waren die Zertifikate ausreichend besichert?

    Danke schon mal.

  2. Also da ist noch jemand ein wenig blauäugig. Alles was du beschreibst stimmt zwar, aber du vergisst die Nachteile von Aktien zu erwähnen. Zum Beispiel das hohe Risiko und wie wichtig Diversifizierung ist. Klar kann man mit Aktien eine bessere Performance erzielen, aber man kann auch deutlich mehr Geld verlieren. Mehr Rendite = höheres Risiko. Deine Argumentation ist leider sehr einseitig gehalten, da nur Vorteile, des einen und Nachteile des anderen genannt werden. Schreibe doch zu beiden Varianten Vor- und Nachteile auf und danach können deine Leser selbst entscheiden was für sie die bessere Wahl ist. Stell dir mal vor jemand ohne Erfahrung liest diesen Artikel, steckt sein erspartes in 2 Titel und diese stürzen ab. Du trägst eine gewisse Verantwortung gegenüber deinen Lesern und solltest dir dessen auch bewusst sein.
    Trotz allem eine gute Beleuchtung zumindest der einen Seite.

  3. Leider sehr blauäugig. Bis zu diesem Punkt habe ich sehr interessiert mitgelesen, aber hier habe ich doch den Eindruck, dass der Autor noch nicht besonders erfahren ist. Wohlgemerkt: Hier werden Unbedarfte an das Thema Aktien herangeführt und gleich dahingehend beraten, dass Stockpicking mit ein bisschen Internetrecherche eine stattliche Outperformance ggü. einem breiten Index generiert. Zahllose Fondsmanager würden für diesen Stein der Weisen ihre Großmutter verkaufen und wissen sehr gut , dass sie damit langfristig zu >95% gegen den Index verlieren werden, teilweise sogar dramatisch. Wie gesagt, das sind Profis, keine Anfänger. Deshalb sind so gut wie alle aktiven Fonds, die sich nachhaltig am Markt halten, in ihrem Anlagesegment auch sehr nahe am zugrundeliegenden Index orientiert, halten also mit gutem Grund das “vertrocknete Stroh” im Portfolio. Stockpicking KANN funktionieren, muss es aber nicht – und dann geht der Schuss nach hinten los. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht funktioniert, steigt mit zunehmender Anlagedauer. Neulinge in Anlagefragen sollten für einen systematischen Vermögensaufbau nicht versuchen, Profis zu schlagen, die in der überwiegenden Mehrzahl langfristig selbst gegen den Index scheitern. Über die Verantwortung ihnen gegenüber hat meine Vorrednerin ja schon das Notwendige geschrieben. Ansonsten: eine sehr informative Seite!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.