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ETF-Einmalanlage und der richtige Zeitpunkt

Exchange Traded Funds (ETFs) sind kostengünstige und effiziente Anlageinstrumente, mit welchen Du Vermögen aufbauen und für den Lebensabend vorsorgen kannst. Im Idealfall investierst Du in einen ETF mit sehr breiter Streuung, dem also ein breitgestreuter Aktienindex zugrunde liegt. Im nachfolgenden Beitrag geht es um die möglichen Einstiegszeitpunkte.

Ich informiere Dich über:

  • Die Einmalanlage und den idealen Zeitpunkt.
  • Die vermeintliche Alternative ETF-Sparplan.
  • Die auf mehrere Etappen aufgeteilte Geldanlage.

Wichtig ist, dass Du ein oder mehrere ETFs auswählst, die zu Deinem Anlegerprofil passen und die geeignete Art des Einstiegs zum Investieren findest. Bei Letzterem könnten die Informationen dieses Artikels behilflich sein.

Die Einmalanlage, aber zu welchem Zeitpunkt?

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, der Erwerb ist jederzeit in Etappen, in Form einer Einzelanlage sowie auf einem Sparplan basierend möglich. Um Dir die Entwicklung beispielhaft aufzuzeigen, verwende ich den MSCI World Index. Es handelt sich dabei um ein optimal diversifiziertes Anlagevehikel, welches jeder Anbieter mit niedrigen Kosten behaftet im Portfolio hat. In den letzten beiden Jahrzehnten verzeichnete der ETF eine jährliche Rendite von knapp 8 Prozent.

Bei einer Einmalanlage in Höhe von 10.000 Euro im Jahr 1996 wäre Dein Kapital bis zum Dezember 2015 auf stolze 44.000 Euro angewachsen. Im Nachhinein sieht ein derartiges Anlageergebnis bestechend attraktiv aus. Um dieses Resultat auf die Gegenwart zu übertragen, muss der Zeitpunkt des Einstiegs sorgfältig gewählt werden.

Das sogenannte Market Timing ist jedoch eine Kunst, an der selbst die meisten Investmentfondsmanager regelmäßig scheitern, weil sie nicht in die Zukunft blicken können.

Auf der Suche nach dem richtigen Zeitpunkt machen sie gravierende Fehler und schneiden nach Kosten oft schlechter als der Markt ab. Das war jedoch nicht immer so. In den 1960er Jahren fand die Investorenlegende Warren Buffet mehrmals hintereinander den optimalen Zeitpunkt zum Investieren in temporär unterbewertete Unternehmen und machte damit ein Milliarden-Vermögen. Seinen Erben rät der Chef des Imperiums Berkshire Hathaway inzwischen zur Geldanlage mit ETFs und zur Vermeidung von Market Timing. Wer den idealen Zeitpunkt für sein Investment nicht finden kann, muss andere Wege gehen.

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Der wesentliche Vorteil einer Einmalanlage

Bei einer Entscheidung für die Einmalanlage profitierst Du vom sogenannten Zinseszinseffekt. Der Begriff gehört zwar eher ins Reich der Spareinlagen und Kredite, er trifft aber auch bei der Geldanlage in ETFs zu. Worum geht es?

  • Angenommen, Du kannst Dein ETF Investment mit einer Einmalanlage von 10.000 Euro beginnen und die durchschnittliche Rendite liegt bei 8 Prozent.
  • Am Ende des ersten Anlagejahres verfügst Du über einen Portfoliowert von 10.800 Euro. Die 800 erwirtschafteten Euro werden ebenfalls in ETFs angelegt.
  • Das zweite Jahr schließt Du mit einer Rendite von 864 Euro und einem Gesamtergebnis von 11.664 Euro ab.
  • Im dritten Jahr werden 933 Euro erzielt und Deine Investition wächst auf 12.597 Euro.
  • 1.008 Euro beträgt die Rendite im vierten Jahr, Deine ETF Geldanlage ist nun 13.605 Euro wert.
  • Das 5. Jahr resultiert in einem Zuwachs von 1088 Euro und einem Gesamtwert von 14.693 Euro.

Die Einmalanlage rentiert durch den Zinseszinseffekt jedes Jahr mehr, da es sich hierbei um einen zunehmend steilen Verlauf (Exponentialkurve) handelt. Vor allem in den letzten Jahren sind die Zuwächse bei der Einmalanlage überaus attraktiv. Wer allerdings zum falschen Zeitpunkt einsteigt und nicht langfristig orientiert ist, kann mit der Einmalanlage herbe Verluste erleiden.

Schauen wir uns dazu die Entwicklung des Weltindex seit 1999 an:

  • 1999 plus 45 Prozent.
  • 2000 minus 2 Prozent.
  • 2001 minus 13 Prozent.
  • 2002 minus 30 Prozent.
  • 2003 plus 11 Prozent.
  • 2004 plus 6 Prozent.
  • 2005 plus 27 Prozent.
  • 2006 plus 8 Prozent.
  • 2007 minus 1 Prozent.
  • 2008 minus 35 Prozent.
  • 2009 plus 16 Prozent.
  • 2010 plus 18 Prozent.
  • 2011 minus 4 Prozent.
  • 2012 plus 18 Prozent.
  • 2013 plus 23 Prozent.
  • 2014 plus 16 Prozent.
  • 2015 plus 12 Prozent.
  • 2016 plus 11 Prozent.
  • 2017 plus 10 Prozent.
  • 2018 minus 4 Prozent.

Den richtigen Zeitpunkt für ein ETF Engagement, in Form einer Einzelanlage zu bestimmen, scheint rückwirkend betrachtet einfach. Im Voraus konnt jedoch niemand die richtige Entscheidung treffen. Wer hätte beispielsweise damit gerechnet, dass einem Jahr mit plus 45 Prozent mehrere Jahre mit Minusergebnissen folgen. Wer konnte als durchschnittlicher Anleger das Platzen der Dotcom Blase vorhersehen oder die 2008 folgende Finanzkrise?

In der Praxis erkennt ein Anleger die Gefahr erst, wenn der Chart darauf hinweist und sie bereits eingetreten ist. Üblicherweise erfolgt dann der panikartige Verkauf, an welchem eine länger anhaltende Trauer um erlittene Verluste anschließt. In der Regel ist der in den Grundfesten erschütterte ETF Investor einige Zeit handlungsunfähig und verpasst damit immer wieder gegebene Chancen.

Welche Konsequenzen diese Aussetzer haben können, zeige ich Dir anhand des S & P 500 Index aus der Zeit zwischen 1985 und 2015.

  • Wer seinen ETF auf den Index bei Börsenturbulenzen häufig verkaufte und später wieder einstieg, verpasste zwischenzeitlich viele interessante Tage und reduzierte damit seine Rendite.
  • 25 Handelstage auslassen resultierte in einer durchschnittlichen Jahresrendite von 3,5 Prozent.
  • Bei 20 ausgelassenen Tagen wurden jährlich 4,2 Prozent erzielt.
  • 10 gute Tage nicht aktiv dabei sein resultierte in 5,9 Prozent per anno.
  • Auf 5 lukrative Handelstage verzichten, bedeutete eine Jahresrendite von 6,9 Prozent.
  • Immer am Ball bleiben rentierte in diesem Zeitraum mit 8,9 Prozent.

Aus dieser Aufstellung wird eine klare Handlungsanweisung ersichtlich, obgleich Ergebnisse der Vergangenheit nicht auf die Zukunft übertragbar sind.

Einmalanlage in ETFs zu jedem Zeitpunkt

Wenn Du über einen langen Anlagehorizont von 15 oder mehr Jahren verfügst, spielt der Zeitpunkt einer Einmalanlage in einen ETF nur eine untergeordnete Rolle. Wenige Tage nicht dabei sein kann dagegen zu einer Halbierung der Rendite führen. Es sind genau die Chaostage, die von unerfahrenen Anlegern verständlicherweise gemieden werden, aber entscheidend zum Gelingen des Investments beitragen.

Immer am Ball bleiben, bedeutet im obigen Beispiel:

Die Einmalanlage zum gewählten Zeitpunkt und den ETF ungeachtet aller Vorkommnisse langfristig halten. Der ideale Zeitpunkt für die Einmalanlage ist natürlich, wenn der Kurs des ETFs aufhört zu fallen und eine Bodenbildung erkennbar ist. Indes passieren rasante Kurs-Talfahrten nur alle paar Jahre und darauf zu warten, lohnt nicht.

Vergiss die Suche nach dem idealen Zeitpunkt, Du wirst ihn nicht finden.

Vertraue lieber auf die Kraft der Märkte, welche gerade breit aufgestellte Indizes langfristig in die Höhe treibt. Sollte es in nächster Zeit zu einem unerwarteten Crash kommen, ist der optimale Zeitpunkt für die Einmalanlage einige Tage danach. Ansonsten steige zu dem Zeitpunkt in ETFs ein, der Dir passt und denke bei jeder Kursschwankung an die Faustregel: Jedem Tief folgt ein hoch.

Das Risiko einer negativen Gesamtrendite ist im ersten Jahr besonders hoch. 25 Prozent der Anleger mit ETF auf den Weltindex verbuchten im Zeitraum zwischen 1980 und 2015 negative Renditen im ersten Jahr, abhängig vom Zeitpunkt ihrer Einmalanlage. Bei einem Anlagezeitraum von 10 Jahren sank das Risiko auf 8 Prozent, praktisch nicht mehr vorhanden war das Risiko der negativen Renditen nach 15 Jahren. Je länger Du Deinen ETF im Portfolio hast, desto mehr steigen die Chancen auf attraktive Rendite.

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Alternativen zur Einmalanlage

Sollte Dir das Risiko einer Einmalanlage zum beliebigen Zeitpunkt zu hoch erscheinen, kannst Du die beabsichtigte Summe auf mehrere Tranchen verteilen und über Monate hinweg anlegen. Du minimierst damit das Risiko allerdings ebenso wie die Chance auf optimale Rendite. Bei der Einmalanlage lässt Du Dein Geld von Anfang an bestmöglich arbeiten und profitierst dank wieder investierter Erträge auf lange Sicht vom bereits beschriebenen Zinseszinseffekt. Sollte der erste Teil des ETF Investments bis zum zweiten Zeitpunkt im Minus sein, fällt die weitere Investition verständlicherweise schwerer.

Denke bei dieser Vorgehensweise bitte an eine zeitlos gültige Regel der Finanzmärkte:

Der Weg zu lukrativer Rendite wird immer von angemessenem Risiko begleitet. Aus meiner Sicht ist die Einmalanlage zum beliebigen Zeitpunkt die ideale Lösung, sofern die ETFs mindestens 15 Jahre oder länger gehalten werden. Fasse einen Entschluss, handele, stehe dazu und Dir sind attraktive Erträge ziemlich sicher.

Für ängstliche Sparer, die von Niedrigzinsen getrieben, Geld in ETFs anlegen wollen, bieten Banken mittlerweile Sparpläne an. Die werden mit dem vermeintlichen Vorteil des Cost-Average-Effekts beworben und kosten letztlich viel Geld aufgrund monatlich fällig werdender Sparplan-Gebühren.

Du kannst Deinen eigenen Sparplan entwerfen, die Gebühren sparen und zum Dir ideal erscheinenden Zeitpunkt eine Teilinvestition machen. Das Gesamtinvestment kann beim eigenen “Sparplan” auf beliebig viele Tranchen aufgeteilt und bei Bedarf ausgesetzt werden. Für individuelle Konzepte liegen keine Daten zur Entwicklung vor, für ETF Sparpläne hingegen schon. Der Ertrag reduziert sich demnach beim Sparplan auf einen Bruchteil der Rendite einer Einmalanlage.

Dazu ein Vergleich:

  • Manfred hat sich zur Einmalanlage von 10.000 Euro in ein ETF Depot entschlossen und seinen Anlagezeitraum mit 30 Jahren definiert.
  • Axel hat keine 10.000 Euro für die Einmalanlage. Er will ebenfalls in ETFs investieren und schließt dazu einem Sparplan über 30 Jahre mit monatlichen Raten von knapp 28 Euro ab.
  • Bei beiden Investments wird eine Jahresrendite von 8 Prozent angenommen.
  • Der Gewinner ist Manfred, seine Einmalanlage zu einem beliebig gewählten Zeitpunkt hat sich nach 30 Jahren auf 140.000 Euro entwickelt.
  • Axel muss sich mit einem Endergebnis von 40.000 Euro zufriedengeben.

Fazit

Mit der Einmaleinlage machst Du das Bestmögliche aus Deinem Investment in ETFs. Der Zeitpunkt spielt keine wesentliche Rolle, viel wichtiger ist die Anlagedauer von mindestens 15 Jahren. Die Einlage kann auf mehrere Male und Monate verteilt werden, darunter leidet allerdings das Endergebnis. Zudem ist es nahezu unmöglich, den idealen Zeitpunkt für die Investition vorherzusagen. Market Timing führt an effizienten Märkten nur noch zufällig zum Erfolg.

Dein Depotstudent Dominik

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