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ETF kaufen: Billigst oder Limit? Was ist besser?

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Depotstudent Dominik
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Eine Frage, die sich wohl jeder stellt, der kurz vor dem (vielleicht ersten) ETF-Kauf steht:

Wie sollte man einen ETF kaufen? Billigst (also als Market Order) oder mit Limit?

Vielleicht bist Du sogar gerade in der Ordermaske Deines Brokers und fragst Dich: “Soll ich den ETF mit Limit oder Billigst kaufen?”

Die Frage “Billigst oder Limit” möchte ich Dir kurz und knackig beantworten.

Tipp: Um in Aktien oder ETFs zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:

Ich empfehle vor allem:

Billigst oder Limit: Was ist der Unterschied?

Billigst = Market Order

Die Orderart “Billigst” wird auch als Market Order bezeichnet.

Wenn Du “Billigst” kaufst, wird Deine Order unmittelbar ausgeführt – und zwar zum besten (also günstigsten) Kurs, den Du aktuell bekommen kannst.

Wenn Dein ETF also beispielsweise gerade beim Kurs von 50,13 € steht und Du “Billigst” kaufst, dann wirst Du sehr wahrscheinlich zu einem Kurs kaufen, der sehr nah an diesem aktuellen Kurs ist.

Ob Du dann zu 50,08 € oder zu 50,15 € kaufst, kannst Du nicht vorhersagen. Aber eines ist sicher: Die Order wird unmittelbar ausgeführt – also im Regelfall innerhalb der nächsten Minuten oder Stunden.

  • Vorteil “Billigst”: Direkte Ausführung sehr nah am aktuellen ETF-Kurs.
  • Nachteil “Billigst”: Es besteht die Möglichkeit, dass der Kurs an diesem Tag etwas absackt und Du den ETF zu einem späteren Zeitpunkt hättest billiger kaufen können. Auch mit einer Limit Order hättest Du ggfs. günstiger kaufen können.

Limit Order

Limit Order bedeutet, dass Du den ETF nur kaufst, wenn das von Dir gesetzte Limit erreicht oder unterschritten wurde.

Nehmen wir an, Dein ETF steht (wie im obigen Beispiel) bei 50,13 € – das ist der aktuelle ETF-Kurs.

Du setzt ein Limit auf 50,00 € und hoffst, dass der ETF diesen Kurs erreicht.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Der Kurs steigt weiterhin und Deine Order wird nicht ausgeführt.
  • Der Kurs sinkt und Deine Order wird ausgeführt.
  • Vorteil “Limit”: Es ist möglich, dass Du günstiger kaufst als wenn Du den ETF “billigst” kaufst.
  • Nachteil “Limit”: Es kann sein, dass die Order gar nicht ausgeführt wird. Und Du nach Stunden, Tagen oder Wochen eine erneute Order aufgeben musst, damit Du den ETF tatsächlich kaufst.
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Was bei Einzelaktien Sinn machen kann, macht bei ETFs nicht unbedingt Sinn

Angenommen, Du hast die Aktie eines Unternehmens analysiert und bist der Meinung, dass die Aktie für 50 € kaufenswert ist – also aufgrund fundamentaler Daten, der Gewinnentwicklung oder der Zukunftsperspektive.

Aktuell notiert die Aktie jedoch stets zwischen 60 € und 70 €. Da Du keine Lust hast, immer auf den aktuellen Kurs zu schauen und dann “Billigst” zu kaufen, könntest Du eine Limit Order auf 50 € setzen.

Diese Vorgehensweise könntest Du dann für eine Vielzahl von Aktien unterschiedlicher Unternehmen durchführen und die Aktien würden erst dann gekauft werden, wenn das Limit erreicht oder unterschritten ist.

Bei ETFs macht das allerdings wenig Sinn, wie ich im Folgenden noch einmal erläutern werde – und auch bei Fonds setzt man keine Limit Order.

Tipp: Um in Aktien oder ETFs zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:

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Meine Empfehlung: Billigst oder Limit?

Zusammenfassend muss man “leider” sagen: Es gibt keine zuverlässige Möglichkeit, im Voraus zu beurteilen, ob der ETF-Kauf “Billigst” oder per Limit besser ist. Und damit auch nicht, welches Limit beim ETF-Kauf das richtige Limit ist.

Hinweis: Wenn Du denkst, dass der Aktienmarkt generell stark überteuert / überbewertet ist, dann kannst Du natürlich eine Limit Order setzen und hoffen, dass in einigen Monaten oder Jahren der Aktienmarkt zwischenzeitlich stark absackt. Empfehlen möchte ich das jedoch keinem. Ich plädiere für: Regelmäßig in den Aktienmarkt / in ETFs investieren und sich nicht von den Kursen beeinflussen lassen.

Ich habe selbst schon mit Limit Orders beim ETF-Kauf “rumgespielt” mit folgendem Ergebnis:

  • Manchmal wird die Order nach ein paar Tagen ausgeführt und man hat vielleicht wirklich günstiger gekauft als bei einer Market Order (Billigst).
  • Manchmal wird die Order aber auch nach Tagen und Wochen nicht ausgeführt, da die Kurse gestiegen sind.

Im zweiten Fall hat man Pech und muss das Limit erhöhen, damit die Order irgendwann doch ausgeführt wird. Und auch nach Erhöhung des Limits läufst Du wieder Gefahr, dass Dein ETF-Kauf nicht ausgeführt wird.

Beim Trading, beim Aktienhandel, Devisenhandel oder Rohstoffhandel sieht das natürlich ganz anders aus – dort sind Limit Orders häufig ein Teil der Strategie.

Aber beim langfristigen ETF-Anleger lautet meine Empfehlung: Nicht zu viele Gedanken machen und per Market Order (Billigst) kaufen.

Dann wird die Order auf jeden Fall ausgeführt und Du musst Dir keine Gedanken mehr machen.

Meiner Meinung nach hat die Entscheidung beim ETF-Kauf “Limit oder Billigst” praktisch keine Relevanz für langfristige ETF-Anleger.

Auch die Meinung eines langjährigen ETF-Investors aus dem Wertpapierforum unterstreicht meine Einstellung zur Frage “Billigst oder Limit”. Dort schreibt der ETF-Investor:

“Ich handle seit über zehn Jahren ETFs, habe hierbei noch nie ein Limit gesetzt, es ist eine Selbsttäuschung wenn man glaubt mit Limits würde der eigene kleine Handel zu besseren Kursen durchgeführt, man läuft Gefahr, daß der Handel überhaupt nicht durchgeführt wird wenn sich Kurse in die falsche Richtung entwickleln.”

Also: Täusche Dich nicht selbst und kaufe “Billigst”.

… und wenn Du experimentierfreudig bist: Dann kaufe Deine ETFs einfach ein paar Mal per Limit Order – bis Dir das irgendwann zu anstrengend und wenig gewinnbringend wird.

Übrigens: Bei Sparplänen wird immer “Billigst” gekauft – ansonsten könnte es ja sein, dass die Order gar nicht ausgeführt wird. Und das ist nicht der Sinn eines Sparplans.

Dein Depotstudent Dominik

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