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Finanzielle Freiheit durch ETFs?

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Depotstudent Dominik
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Die meisten Menschen träumen davon, finanziell frei und unabhängig zu sein. Gleichwohl versteht jeder Befragte unter dem Begriff etwas anderes. Während für einige Menschen finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit nur durch sparsame Lebensweise erreicht werden kann, fühlen sich andere ausschließlich mit einer gewissen Portion Luxus wirklich frei.

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du ein zufriedenstellendes Maß an finanzieller Freiheit erreichen kannst, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Die Entscheidung dafür muss aktiv getroffen werden, Du solltest Deine finanziellen Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, überschaubare Risiken eingehen und unabhängig von staatlichen Institutionen, zuverlässige Einkommensquellen aufbauen.

Wähle zum Vermögensaufbau eine möglichst passive Anlagestrategie. Diese führt langsam in die finanzielle Freiheit und lässt Dir genug Zeit für die berufliche und private Entfaltung.

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Warum werden die meisten Menschen nie finanziell frei?

Die Frage lässt sich einfach mit einem Blick auf den modernen Lebensstil beantworten. Die Mehrzahl der Berufstätigen wird durch permanente Werbung zum zügellosen Konsum angehalten. Es muss immer das neueste Automodell oder Smartphone sein. Ferien in der Heimat liegen nicht mehr im Trend. Modisch chic und mit noblen Markenzeichen behaftet muss die neue Kleidung sein.

Angesichts von Gehältern, die seit Jahren höchstens um die Inflationsrate steigen und des ständigen medialen Drucks, sind die meisten Menschen bereits vor Monatsende pleite. Es bleibt nichts zum Sparen und an die Geldanlage ist nicht zu denken. Aus meiner Sicht ist ein derartiger Lebenszyklus nicht nur unbefriedigend, sondern sehr gefährlich.

Der hemmungslose Konsum meist unnötiger und überteuerter Produkte macht auf Dauer nicht glücklich und er trübt die Sicht auf wirklich wichtige Dinge.

Wie wird finanzielle Freiheit erlangt?

Grundsätzlich führen zu jedem Ziel verschiedene Wege, es muss jeder Mensch, den für ihn leicht begehbaren Pfad finden. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass die Kinder besonders reicher Eltern finanziell freier sind als die der breiten Masse. Finanzielle Freiheit fängt bei jedem im Kopf an und basiert auf Eigeninitiative. Wie kommst Du an das erstrebenswerte Ziel?

  • Absolviere eine Ausbildung, die Dir einen krisensicheren Arbeitsplatz mit attraktivem Gehalt und Aufstiegschancen bringt.
  • Spare diszipliniert einen Teil Deines monatlichen Verdienstes.
  • Investiere das Gesparte in eine passive Geldanlage.

Beim Sparen sollte eine monatliche Summe im Fokus stehen, die ausreichend Spielraum für sinnvollen Ausgaben und regelmäßigen Urlaub lässt. Zu hartnäckiges Sparen kann über längere Zeiträume zu Verdruss führen.

Verliere nie Dein Ziel aus den Augen

Das Ziel sollte sein, irgendwann einmal von den Erträgen der passiven Geldanlage leben zu können. Ist dies erreicht, bist Du unabhängig von monatlichen Gehaltszahlungen und kannst aus Liebe zum Beruf arbeiten, ausgedehnte Reisen unternehmen oder Deinen Hobbys nachgehen.

Wie genau Dein Leben mit regelmäßigem Einkommen aus der passiven Geldanlage aussieht, musst Du selbst entscheiden. Wichtig ist aber, dass Du bei allem, was unternommen wird, Freude am Leben hast und keinerlei Zwängen unterworfen bist.

Natürlich funktioniert dieser Ansatz nicht von heute auf morgen, er erfordert vor allem auf den ersten beiden Etappen ein gewisses Engagement, viel Disziplin und Ausdauer. Wie Du Dein Ziel erreichst, zeige ich Dir in den nächsten Absätzen.

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Für eine solide Lebensgrundlage sorgen

Der Weg zur finanziellen Freiheit beginnt mit dem Schaffen eines Einkommens, welches für den Lebensunterhalt ausreicht und ermöglicht, jeden Monat einen Betrag auf die Seite zu legen. Für die meisten Menschen ist dieser Grundstock nur durch aktive Arbeit zu schaffen. Disziplin und Ausdauer sind in dieser Phase gefragt, denn als Mitarbeiter einer Firma hast Du sehr eingeschränkten Handlungsspielraum, bist an Weisungen gebunden und eventuell von Kündigung bedroht.

Gleichwohl musst Du zuerst für eine finanzielle Grundlage sorgen, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten und Kapital anzusammeln. Für einen erfolgreichen Gewerbetreibenden kann das Generieren eines ordentlichen Anfangskapitals leichter sein. Indes hat er aufgrund der fehlenden gesetzlichen Rente eine wesentlich höhere Verpflichtung zum Sparen für die spätere Investition in eine passive Geldanlage.

Wie hoch der zu generierende Betrag letztendlich sein muss, hängt von der Art Deiner passiven Geldanlage ab. Dazu später mehr – zunächst zeige ich Dir die Möglichkeiten zum Sparen auf.

Geld sparen, aber wie?

Vor 30 Jahren hätte ich Dir klassische Methoden wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten empfohlen, die waren seinerzeit noch mit attraktiven Zinsen behaftet und machten das Sparen lohnenswert. In der Gegenwart fehlt mir allerdings aufgrund von immer geringeren Zinsen jegliche Begründung für derartige Tipps. Damit nicht genug bestrafen zunehmend viele Banken die Sparer mit negativer Verzinsung ihrer Guthaben ab dem ersten Euro.

Geld sparen, um es später in eine passive Anlage stecken zu können, ist heutzutage nicht nur sehr mühsam, sondern auch ein vergeblicher Kampf gegen die Inflation. Dadurch werden die Möglichkeiten zum Erlangen der finanziellen Freiheit stark eingeschränkt. Es lohnt beispielsweise nicht mehr, mühsam 20 % Eigenkapital für eine zu finanzierende Wohnimmobilie anzusparen. Somit fällt das passive Einkommen durch Mieteinnahmen weg.

Des Weiteren lohnt es sich nicht mehr, monatlich einen Betrag auf die Seite zu legen, um nach einigen Jahren damit ein ETF Portfolio aufzubauen. In der Tat hat die Geldpolitik der EZB viele Wege in die finanzielle Freiheit unpassierbar gemacht oder den Gang darauf zumindest erheblich erschwert. Was also tun, um finanziell frei und unabhängig zu werden?

Neue Wege beschreiten

Sparen in der klassischen Form funktioniert nicht mehr, denn den damit erzielten Zinsen von maximal 0,5 % steht eine offiziell dargestellte Inflation von 2 % gegenüber. Dein Geld wird durch Sparen zwar jedes Jahr mehr, doch es verliert langsam aber sicher an Kaufkraft. Gleichwohl ist Sparen die einzige Möglichkeit zum Erlangen der angestrebten finanziellen Freiheit, nur muss dabei ein innovativer Ansatz gewählt werden.

Mein Vorschlag: Spare jeden Monat so viel wie möglich und investiere den Betrag in einen ETF-Sparplan. Damit hast Du bereits in der Sparphase viel Handlungsspielraum und die Chance auf weit über der Inflation liegende Rendite. Wie genau Du vorgehen solltest und was es dabei zu beachten gilt, erkläre ich Dir nachfolgend.

Wichtig ist, dass Du so früh wie irgend möglich damit anfängst, mindestens 20 Jahre, besser jedoch deutlich länger, bei der Stange bleibst und Deinen ETF-Sparplan in allen Details verstehst.

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Mit einer passiven Geldanlage in die finanzielle Freiheit

Unter dem Begriff „passive Geldanlage“ ist ein Investment zu verstehen, welches ohne aktives Management wächst. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sind ein Musterbeispiel für den passiven Ansatz, weil sie einfach nur etablierte Börsenindizes nachbilden. Vorteilhaft sind zudem die meist vorbildliche Diversifikation (Streuung) und vergleichsweise niedrige Kosten.

ETFs gibt es in den Anlageklassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Geldmarkt. Darüber hinaus sind einige Indexfonds auf Faktorprämien ausgerichtet und zur Ergänzung für die Portfolios erfahrener Anleger konzipiert. Bei der Geldanlage in börsengehandelte Indexfonds gibt es eine Faustregel, die besagt:

  • Halte Dein Investment so einfach und ertragreich wie möglich.

Einfach wird Deine passive Geldanlage durch den Einsatz von nur einem ETF, ertragreich kannst Du sie durch die Wahl eines Aktienindex machen. Mein konkreter Vorschlag lautet: Entscheide Dich für einen bewährten Klassiker, welcher möglichst viele Aktienmärkte repräsentiert.

Investiere in die 1.650 großen und mittelgroßen Aktiengesellschaften aus 23 Industriestaaten, welche im MSCI World vereinigt sind. Mit dieser Entscheidung kommst Du in den Genuss von konstant attraktiver Kursentwicklung in Begleitung von regelmäßigen Dividenden.

Alles Wissenswerte zum MSCI World findest Du in mehreren Artikeln auf meiner Webseite. Der wirklich entscheidende Vorteil ist aber, dass Du keine große Summe für den Einstieg benötigst, Du kannst sofort damit anfangen.

Per ETF-Sparplan finanzielle Freiheit erlangen

Bereits während der beruflichen Ausbildung kannst Du bei einem idealerweise online agierenden Brokerage Anbieter einen ETF-Sparplan einrichten. Die meisten Broker ermöglichen Dir den Einstieg bereits ab Monatsraten von 50 Euro, einige sogar mit nur 25 Euro. Während ein berufliches Fundament geschaffen wird, erwirbst Du ganz nebenbei ohne nennenswertes Risiko wertvolle Erfahrungen mit der passiven Geldanlage.

Als qualifizierter Berufseinsteiger verfügst Du über zwei wichtige Voraussetzungen zur Erlangung der finanziellen Freiheit:

  • Ein ausreichendes Einkommen, welches kontinuierlich wachsen kann.
  • Jahrelange Erfahrung in der Geldanlage, die zum nächsten Schritt animiert.

Du hast bereits während der Berufsausbildung selbst erlebt, dass die passive Geldanlage mittels ETF auf einen Aktienindex rentabel ist. Es fällt daher leicht, die monatlichen Sparraten von 50 Euro auf 200 Euro zu erhöhen. Den gleichen Betrag investierte früher ein 25-Jähriger in seine Kapitallebensversicherung, allerdings akzeptierte dieser Versicherungsnehmer ein wesentlich schlechteres Endergebnis.

Wie viel Geld kann ein ETF-Sparplan mit dem MSCI World und 200 Euro monatlich über einen längeren Zeitraum generieren? Der globale Aktienindex rentierte in den letzten beiden Jahrzehnten mit durchschnittlich 8 % per anno:

  • In 20 Jahren steht ein Endergebnis von knapp 120.000 Euro zur Verfügung. 48.000 Euro müssen selbst einbezahlt werden.
  • Bei 30 Jahren Laufzeit verfügst Du über 300.000 Euro. Deine Eigenleistung beläuft sich auf 78.000 Euro.
  • Nach Ablauf von 40 Jahren ist der Endbetrag auf gut 700.000 Euro angewachsen. Davon sind 96.000 Euro von Dir einbezahlt worden.

Aus dieser Aufstellung wird ersichtlich, dass sich passives Investieren vor allem über längere Zeiträume richtig lohnt. Die Ursache liegt beim sogenannten Zinseszinseffekt. Das bedeutet, die Kursgewinne und Dividenden werden jedes Jahr automatisch wieder angelegt und nicht ausgeschüttet. Du musst dementsprechend einen thesaurierenden ETF auf den MSCI World für Deinen Sparplan wählen.

Frei und unabhängig entscheiden

Ein ETF-Sparplan ist eine Übereinkunft zwischen Dir und Deinem Brokerage Anbieter, welche im Gegensatz zu einem Versicherungsvertrag viel Flexibilität beinhaltet. Du kannst die monatlichen Sparraten jederzeit an Dein Einkommen anpassen und dynamisch gestalten.

Bei jeder Gehaltserhöhung ist eine Steigerung der Sparrate empfehlenswert. Um die Kaufkraft des Endergebnisses zu erhalten, solltest Du die Sparraten zudem dynamisch erhöhen.

  • Angenommen, Du verdienst 2.500 Euro und Dein Arbeitgeber erhöht das Gehalt um 5 %.
  • Von den nunmehr 2.625 Euro würde ich an Deiner Stelle 50 Euro zusätzlich in den ETF-Sparplan stecken.
  • Gleichzeitig würde ich den Sparbetrag einmal im Jahr der Inflation entsprechend erhöhen. Das bedeutet bei 200 Euro monatlich im ersten Jahr, eine Sparrate von 204 Euro für das Folgejahr zu machen.

Die Entscheidung liegt jedoch ausschließlich bei Dir. Bedenke aber, dass höhere Sparraten schneller ans Ziel bringen. Zudem wird durch die Dynamik der Wert Deiner Geldanlage tatsächlich erhalten.

Finanzielle Freiheit ist individuell nutzbar

Ab einer gewissen Summe wachsen Deine Möglichkeiten spürbar und das birgt Gefahren. Du solltest jedoch Deiner einmal gewählten Strategie treu bleiben. Das heißt, weiterhin möglichst sicher Dein Geld im Beruf verdienen und einen Teil davon in den ETF-Sparplan investieren. Es lohnt sich beispielsweise nicht, nach 20 Jahren mit 100.000 Euro in die Selbstständigkeit zu starten, weil hierbei die Risiken ungleich höher sind als in Deinem bislang ausgeübten Beruf.

Ebenso sinnlos ist es, auf halber Strecke den ETF-Sparplan zu beenden und die Endsumme nach Steuern zu verkonsumieren. Finanzielle Freiheit wird immer von Eigenverantwortung begleitet. Du musst, ähnlich wie Dein Broker, das Vermögen aus der passiven Geldanlage konsequent von Deinem monatlich verfügbaren Gehalt trennen. Je länger Du unbeirrt diesen Weg gehst, umso größer wird Deine finanzielle Freiheit sein.

Die passive Geldanlage mittels ETF-Sparplan ist ein komfortabler und lukrativer Weg in die finanzielle Freiheit. Diese Freiheit ist im Alter besonders wertvoll, weil dann der aktive Gelderwerb zunehmend schwerer und letztlich unmöglich wird.

Dein Depotstudent Dominik

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