depotstudent

Flatex: VL-Sparen mit ETFs, Fonds & mehr

Flatex Website
Depotstudent Dominik
5
(11)

Vermögenswirksame Leistungen sind geschenktes Geld und das sollte natürlich genutzt werden!

Dabei ist es auch kein Problem, nur den „Minimalbetrag“ zu investieren – also genau den Anteil, den der Arbeitgeber sowieso bezahlt, auch wenn Du keine eigene Aufstockung vornimmst.

Immer mehr Anleger vertrauen beim Thema Geldanlage auf Online-Broker wie Flatex (www.flatex.de >>) und so stellen sich viele Kunden von Flatex die Frage:

Ist VL-Sparen bei Flatex möglich? Und wenn ja: Geht das mit ETFs und Fonds?

Bequem wäre es zumindest, da man so kein neues VL-Depot eröffnen müsste.

Ich zeige Dir in diesem Artikel, ob Flatex VL-Sparen anbietet und welche Alternativen es gibt.

Für die ganz Eiligen: Flatex bietet keine Möglichkeit zum VL-Sparen – weder mit ETFs und Fonds noch mit anderen Produkten.

>>> Als sehr gute Möglichkeiten für das VL Sparen empfehle ich:
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Die vier Möglichkeiten zum VL-Sparen

Grundsätzlich gibt es folgende vier Varianten für vermögenswirksame Leistungen.

  1. Baufinanzierung (Baukredit abbezahlen).
  2. Bausparvertrag.
  3. Banksparplan.
  4. ETF-Sparplan / Fonds-Sparplan.

VL im Rahmen einer Baufinanzierung (1) zu nutzen, ist nur für Anleger mit Immobilien-Kredit realisierbar. Bausparverträge (2) und Banksparpläne (3) werfen kaum Zinsen ab!

Die bei Weitem interessantesten Möglichkeiten für die meisten Anleger sind meiner Erfahrung nach VL-ETF-Sparpläne und VL-Fonds-Sparpläne!

Kein VL-Sparen bei Flatex in Sicht!

Flatex gilt zwar als einer der führenden und am schnellsten wachsenden Online-Broker, aber beim Thema „vermögenswirksame Leistungen“ sieht es bei flatex genauso „mau“ aus wie beim Großteil der Konkurrenz:

Bei Flatex ist gar keine Möglichkeit zum VL-Sparen vorhanden! Das ist schade, da vor allem ETF-Sparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen von vielen Anlegern bei Flatex angefragt werden.

VL-Zahlungen sind regulatorisch komplex, vom VL-Anbieter aus eng mit dem Finanzamt abzustimmen und die Zahlungen können einer mehrjährigen Sperrfrist unterliegen.

Leider ist auch nicht davon auszugehen, dass Flatex in naher Zukunft VL-Sparen mittels ETFs oder Fonds anbietet. Denn selbst die größten und etabliertesten Online-Broker (ING DiBa, DKB, …) bieten kein VL-Sparen mit ETFs und Fonds an, obwohl sie ein riesiges Angebot an ETFs und Fonds vorweisen können.

Hinweis: Aus regulatorischen Gründen kann Dein Arbeitgeber auch nicht „einfach so“ vermögenswirksame Leistungen auf Dein Flatex Konto überweisen oder im Flatex Depot anlegen.

Vermögenswirksame Leistungen mit ETF-Sparplan und Fonds-Sparplan

Vor allem VL-Sparen über ETF-Sparpläne wird immer stärker nachgefragt und das aus guten Gründen.

ETFs sind kostengünstig und haben zu erwartende Renditen von etwa 7 – 8 % pro Jahr – wenn man die durchschnittliche Wertentwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet. Da können festverzinste Produkte wie Banksparpläne oder Bausparverträge nicht mithalten.

Wer VL-Sparen mit ETFs oder Fonds umsetzen möchte, sollte sich den nächsten Abschnitt etwas genauer durchlesen

Alternativen zum VL-Sparen bei Flatex: Mit ETFs und Fonds

Da Flatex keine Möglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen anbietet, müssen Alternativen her!

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr klein und so gibt es lediglich zwei Anbieter, die meine persönlichen Kriterien erfüllen und VL-Sparen mit ETFs (und Fonds) ermöglichen.

Vergleich der beiden Anbieter für VL-Sparen:

Anbieter 1 (F)Anbieter 2 (O)
Website>>> zur Website*>>> zur Website*
Mindestsparrate0 € pro Monat25 € pro Monat
ETFs / FondsETFs und FondsNur ETFs
Depotführung15 €, außer
bei erstem VL-Vertrag
1 % des Depotwerts
VL-Entgelt10 € pro Jahr0 €
Transaktionskosten0,20 %0 €
ETF-Kostenje nach ETF0,14 %
Förderung möglichja, 7 Jahre Mindestlaufzeitnein, deshalb keine Mindestlaufzeit
Kosten bei vorzeitiger
Beendigung
10 €0 €

Die ETF-Kosten fallen recht ähnlich aus, sodass diese in den folgenden Vergleichs-Rechnungen nicht berücksichtigt werden.

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 25 € VL-Sparplan über 10 Jahre:

  • Anbieter 1: 106 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 150 € Kosten über die Laufzeit.

Berechnung Anbieter 1:
– 10 € VL-Entgelt pro Jahr * 10 Jahre = 100 €
– 0,2 % Transaktionskosten * 25 € Sparrate * 12 Transaktionen pro Jahr * 10 Jahre = 6 €
Berechnung Anbieter 2:
– 1 % jährlich vom mittleren Depotwert ohne Wertzuwachs = 1 % von (25 € Sparrate * 12 Monate * 10 / 2 Jahre) * 10 Jahre = 150 €

Kostenvergleich (ohne ETF-Kosten) am Beispiel 100 € VL-Sparplan über 20 Jahre:

  • Anbieter 1: 248 € Kosten über die Laufzeit.
  • Anbieter 2: 2.400 € Kosten über die Laufzeit.

Zu beachten ist, dass bei Anbieter 1 noch eine Förderung hinzukommen kann und Anbieter 1 umso attraktiver wird, je höher die Sparrate ist und je länger die Laufzeit ist. Außerdem wird Anbieter 2 (durch die 1 % Gebühr auf den Portfoliowert) teuer, sobald es eine Wertentwicklung im VL-Depot gibt, was im Beispiel unberücksichtigt ist.

Wie Du bei der Entscheidung zwischen diesen Anbietern vorgehst und welche Schritte notwendig sind, zeige ich Dir im folgenden Abschnitt.

Anleitung: VL-Sparplan starten in wenigen Schritten

Schritt 1: Anbieter auswählen

Wenn Deine Sparrate pro Monat unter 25 € liegt oder Du in Fonds statt ETFs investieren möchtest, kommt nur Anbieter 1* in Frage, da Anbieter 2 das nicht anbietet.

Falls Deine Sparrate mindestens 25 € beträgt und Du nur in ETFs investieren möchtest, sind beide Anbieter möglich und Du solltest Dir auch Anbieter 2* anschauen. Außerdem solltest Du die restlichen Kriterien aus der Tabelle prüfen – zum Beispiel, ob Du eine Förderung erhältst oder nicht.

Die Auswahl an VL-Anbietern ist sehr begrenzt, weshalb diese erste Entscheidung für einen Anbieter meinen Erfahrungen nach sehr schnell gehen sollte.

Schritt 2: VL-Depot eröffnen

Dazu einfach Deine Daten auf der Website Deines bevorzugten Anbieters eintragen.

Je nachdem, welchen Anbieter Du für vermögenswirksame Leistungen auswählst, musst Du Deine Fondsauswahl bzw. ETF-Auswahl bereits im Registrierungs-Prozess angeben.

Welche ETFs oder Fonds für vermögenswirksame Leistungen auswählen?

Ich empfehle hierfür vor allem den ETF „iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)“. Das ist ein kostengünstiger ETF, der global gestreut in die größten Unternehmen der Industrieländer investiert.

Aber auch andere MSCI World ETFs sind empfehlenswert, wie zum Beispiel „Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF 1C“ und „Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF I D“.

Falls Du Deine vermögenswirksamen Leistungen lieber in Fonds anlegen möchtest, kannst Du das natürlich genauso tun und die entsprechenden Fonds auswählen.

Bescheinigung für den Arbeitgeber

Wenn die Depot-Eröffnung abgeschlossen ist, erhältst Du von Deinem VL-Depot-Anbieter eine Bescheinigung für Deinen Arbeitgeber.

Schritt 3: Bescheinigung an Deinen Arbeitgeber übergeben

Im letzten Schritt musst Du nur noch die Bescheinigung des VL-Anbieters an Deinen Arbeitgeber weitergeben. Dein Arbeitgeber erhält dadurch die Daten und veranlasst die Zahlungen an das VL-Depot. Der Prozess ist also gar nicht so kompliziert und die Erfahrungen mit VL-Sparen meist positiv!

Also: Nicht lang zögern, VL-Depot eröffnen und Deine vermögenswirksamen Leistungen nutzen!

>>> Jetzt VL-Sparplan starten!
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Flatex kann kein VL-Sparen – aber normale ETF-Sparpläne sehr wohl

Ein wichtiger Punkt, der bei vielen schnell zu Missverständnissen führt: flatex ist grundsätzlich ein sehr guter Broker für ETF-Sparpläne, aber flatex ist kein Anbieter für vermögenswirksame Leistungen (VL). Das klingt erst mal ähnlich, ist in der Praxis aber ein großer Unterschied.

VL-Sparen bedeutet, dass dein Arbeitgeber die vermögenswirksamen Leistungen direkt in einen offiziell anerkannten VL-Vertrag einzahlt. Das kann zum Beispiel ein VL-Fondssparplan, ein VL-Banksparplan, ein Bausparvertrag oder ein VL-Depot sein. Entscheidend ist: Dieser Vertrag muss als VL-Vertrag geführt werden, damit der Arbeitgeber überhaupt dorthin überweisen kann und damit (falls du anspruchsberechtigt bist) auch Dinge wie die Arbeitnehmersparzulage korrekt funktionieren.

Genau an dieser Stelle liegt die Einschränkung bei flatex: flatex bietet derzeit keine VL-fähigen Verträge oder VL-Depots an. Das heißt konkret: Dein Arbeitgeber kann deine VL nicht direkt an flatex überweisen, weil flatex dafür keine passende Vertragsform („VL-Konto“ bzw. „VL-Depot“) bereitstellt. Auch wenn du bei flatex problemlos einen ETF-Sparplan einrichten kannst, ist das dann eben ein privater Sparplan und kein VL-Vertrag.

Gleichzeitig ist es wichtig zu betonen, was flatex trotzdem kann: Du kannst bei flatex ganz normal ETFs besparen, automatisiert per monatlichem Sparplan, mit niedrigen Einstiegssummen und einer großen ETF-Auswahl. Für den Vermögensaufbau ist das grundsätzlich super, nur eben nicht in der Form, wie es das klassische VL-System vorsieht.

Wer flatex nutzt, sollte sich deshalb folgenden Satz merken: flatex eignet sich für private ETF-Sparpläne, aber nicht als Empfänger für Arbeitgeber-VL.

Das ist vor allem deshalb relevant, weil viele beim Stichwort „ETF-Sparplan“ automatisch denken, das müsse auch für VL funktionieren. In der Praxis gilt aber: Nicht jeder ETF-Sparplan ist VL-fähig. VL verlangt einen speziellen Vertrag, und den bietet flatex aktuell nicht an.

Wenn du also deine VL möglichst effizient anlegen willst, gibt es im Grunde zwei Wege: Entweder du nutzt einen separaten Anbieter, der explizit VL-Fondssparen/VL-ETF-Sparen ermöglicht, oder du prüfst, ob dein Arbeitgeber die VL alternativ auszahlen kann (z. B. über die Gehaltsabrechnung), sodass du das Geld anschließend selbst bei flatex in einen ETF-Sparplan stecken kannst. Diese zweite Variante ist zwar ein Workaround, hängt aber stark von Arbeitgeber und Rahmenbedingungen ab und wird nur selten gemacht.

Warum flatex kein VL anbietet – und warum das bei vielen Brokern genauso ist

Dass flatex kein VL-Depot anbietet, ist kein „Sonderfall“. Ganz im Gegenteil: Die meisten klassischen Online-Broker unterstützen keine vermögenswirksamen Leistungen als direkte Arbeitgeberzahlung. Der Grund ist weniger technisch als organisatorisch und regulatorisch: VL funktioniert nicht wie eine normale Überweisung in ein Depot, sondern über spezielle Vertragsarten, die eindeutig als VL-Vertrag geführt werden müssen. Dazu gehören z. B. ein separater VL-Vertragsrahmen, standardisierte Arbeitgeberformulare, bestimmte Meldelogiken (z. B. für Förderungen) und oft auch interne Prozesse für Sperrfristen bzw. Vertragslaufzeiten.

Ein „normales“ Wertpapierdepot so wie es flatex anbietet ist dafür in der Regel nicht ausgelegt. Auch andere große Broker am Markt bieten zwar ETF-Sparpläne und Depots an, aber kein echtes VL-Depot, in das der Arbeitgeber direkt einzahlen kann. Deshalb gibt es nur eine vergleichsweise kleine Gruppe von Spezialanbietern, die VL-fähige Fonds- oder ETF-Sparpläne überhaupt als eigenes Produkt führen.

Für die Praxis heißt das: Wer VL in ETFs oder Fonds investieren will, braucht meistens einen Anbieter, der explizit ein VL-Depot bzw. einen VL-Fondssparplan anbietet, also ein Produkt, das ausdrücklich als „VL-Vertrag“ läuft. Erst damit kann der Arbeitgeber regelmäßig VL dorthin überweisen. Broker wie flatex sind hingegen in erster Linie für privates Investieren optimiert: Depot eröffnen, ETF auswählen, Sparplan laufen lassen, aber eben ohne die zusätzlichen VL-Sonderprozesse. Das erklärt, warum man bei flatex (und vielen anderen Brokern) zwar perfekt privat sparen kann, VL als Arbeitgeberleistung jedoch fast immer nur über ausgewählte VL-Anbieter möglich ist.

ETF-Auswahl: flatex (sehr frei) vs. VL-Anbieter (groß, aber kuratiert)

Ein häufiges Vorurteil ist: „Bei VL-Anbietern ist die ETF-Auswahl grundsätzlich klein.“ Das stimmt so nicht. Es kommt stark auf den Anbieter an. Dieser gängige VL-Anbieter für Fonds-/ETF-Sparen >> hat beispielsweise rund 2.500 VL-fähige Fonds und ETFs im Angebot! Also deutlich mehr, als viele erwarten. Trotzdem gibt es in der Praxis einen wichtigen Unterschied zur Produktauswahl bei flatex.

Bei flatex ist die Auswahl vor allem deshalb so attraktiv, weil sie nicht an VL-Regeln gebunden ist. Du hast als klassischer Broker-Kunde Zugriff auf eine sehr breite ETF-Palette und kannst dein Investment komplett nach eigenen Kriterien steuern: bestimmter Index, konkrete ETF-Anbieter, Ausschüttung vs. Thesaurierung, Replikationsmethode, TER, Fondsdomizil usw. Dazu kommt: Du kannst Sparpläne flexibel ändern, wechseln oder pausieren und du bist dabei nicht an eine „VL-Produktlogik“ gebunden, sondern entscheidest rein nach Investmentgesichtspunkten.

Beim VL-Anbieter ist die Situation etwas anders: Die Auswahl ist zwar mit ca. 2.500 Produkten ebenfalls groß, aber sie ist kuratiert bzw. gefiltert. Nämlich auf genau die Fonds und ETFs, die als VL-fähig im Rahmen eines entsprechenden VL-Vertrags angeboten werden können. Das bedeutet: Du hast sehr viele Optionen, aber eben nur innerhalb dieses VL-Universums. Ein ETF, der bei flatex verfügbar ist, kann trotzdem beim VL-Anbieter fehlen und zwar nicht weil er „schlecht“ ist, sondern weil er nicht in dieses VL-Produktangebot aufgenommen wurde oder nicht zu den Vertragsbedingungen passt.

Der praktische Unterschied ist daher weniger „groß vs. klein“, sondern eher:

  • flatex: maximale Freiheit wie in einem normalen Depot – du wählst praktisch ohne VL-Einschränkungen
  • VL-Anbieter: große Auswahl (2.500+), aber nur innerhalb dessen, was VL-konform in diesem Modell angeboten wird

Für Interessierte ist das natürlich eine wichtige Einordnung: Wer einfach einen soliden Welt-ETF besparen möchte, findet ihn meist in beiden Welten problemlos. Wer jedoch sehr spezifisch ist (z. B. bestimmter ETF, bestimmter Anbieter, exakte Anteilsklasse), hat bei flatex tendenziell die größere Sicherheit, wirklich genau das gewünschte Produkt besparen zu können. Dafür bietet nur ein VL-Anbieter den entscheidenden Vorteil, dass der Arbeitgeber direkt einzahlen kann und das Ganze als echter VL-Vertrag läuft.

>>> Jetzt VL-Sparplan starten!
Meine VL-Empfehlung 1*: Keine Mindestsparrate, Fonds und ETFs möglich, mit Förderung.
Meine VL-Empfehlung 2*: Ab 25 € Sparrate, ETFs möglich, keine Förderung.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 11

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert