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Geldanlage: Aktiv, passiv oder beides in einem?

Depotstudent Dominik
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Wenn über die Geldanlage gesprochen und geschrieben wird, geht es entweder um passives oder aktives Investieren. Anleger werden durch die Begriffe in zwei Lager aufgeteilt und wissen oft nicht einmal, was unter den beiden Ansätzen eigentlich zu verstehen ist. Nicht wenige von ihnen verstehen sich als aktive Menschen und meinen, deshalb auch beim Investieren Aktivität zeigen zu müssen.

In diesem Beitrag erkläre ich Dir, welche Unterschiede es beim aktiven und passiven Anlegen gibt und das beide Ansätze gut miteinander vereint werden können. Zudem zeige ich Dir Situationen, in denen die Kombination aus passiver und aktiver Geldanlage durchaus sinnvoll ist. Wie immer, sollte der Inhalt des Artikels mit Skepsis betrachtet und als Informationsgrundlage zum Diskutieren oder Nachdenken gewertet werden.

Hier den Beitrag als Podcast oder Video genießen:

Aktive Geldanlage – was ist das?

Wer sein Geld aktiv anlegt, möchte die Entwicklung des eigenen Vermögens selbst in die Hand nehmen. Aktives Investieren setzt meist umfangreiche Kenntnisse voraus, nimmt Zeit in Anspruch und führt nicht immer zum gewünschten Erfolg. Es müssen Marktanalysen erstellt und darauf beruhende Entscheidungen getroffen werden. Der Blick in die Zukunft gelingt, wenn es um kürzere Zeitrahmen geht, meist besser als auf lange Sicht.

Aktives Investieren ist aus meiner Sicht eher etwas für Day-Trader, die mit sehr volatilen Anlageklassen in beide Richtungen handeln. Sinnvoll kann das Day-Trading mit Devisen sein, weil dank der verfügbaren Hebel, mit kleinen Einsätzen große Summen bewegt und attraktive Gewinnen erwirtschaftet werden können.

Aktien hingegen benötigen viel Zeit zur Entwicklung und eignen sich meiner Meinung nach nur bedingt für die aktiv gestaltete Geldanlage. Gleichwohl gelingt es erfahrenen Händlern immer wieder, vielversprechende Wertpapiere genau im günstigen Moment zu kaufen und innerhalb kurzer Zeit lukrative Erträge zu erwirtschaften.

Die Auswahl von einzelnen Aktien setzt jedoch vor jedem Kauf das umfangreiche Bewerten der emittierenden Gesellschaft voraus. Es müssen KGV, KBV und viele Daten mehr angeschaut und richtig eingeschätzt werden.

Das Problem beim Stock-Picking ist, dass niemand die Entwicklung einer Aktiengesellschaft über 15 Jahre oder länger beurteilen kann. Indes kann ein Aktien-Portfolio spannend, lukrativ und lehrreich sein.

Positiv ist bei der aktiven Geldanlage zu bewerten, dass Marktteilnehmer gezwungen sind, sich umfangreiches Fachwissen anzueignen. Sie müssen des Weiteren lernen, immer wieder vorkommende Verluste, ohne schädliche Emotionen wegzustecken. Wer also wissbegierig und risikobereit ist und mit zeitweiligen Rückschlägen leben kann, der ist für die aktiv gemanagte Geldanlage geeignet.

Der Ansatz taugt allerdings für den langfristigen Vermögensaufbau nur eingeschränkt. Zum einen ist schwer, abzusehen, wie viel Geld sich durch aktives Handeln über längere Zeiträume erwirtschaften lässt. Zum anderen kann die Begeisterung nachlassen, die Konzentration beim Trading schwinden oder einfach keine Zeit mehr verfügbar sein.

Wer Erfüllung in seinem Beruf finden und die real vorhandene Rentenlücke im Alter schließen möchte, muss einen verlässlicheren Weg gehen. Er muss sicherstellen, im Alter von 67 Jahren, über die notwendige Summe für einen angenehmen Lebensabend verfügen zu können. Ich bezweifle, dass jemand bis kurz vor Renteneintritt aktiv mit Devisen, Optionen, Zertifikaten oder Aktien und Co. handeln kann.

Der langfristige Vermögensaufbau funktioniert aus meiner Sicht nur mit dem passiven Ansatz, den ich im nächsten Abschnitt beschreibe.

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Was ist unter passiver Geldanlage zu verstehen?

Wer passiv Geld anlegt, vertraut auf die langfristig positive Entwicklung der globalen Märkte. Eine Auswahl vermeintlich vielversprechender Aktien ist nicht notwendig, weil in einen möglichst breit diversifizierten Aktienindex investiert wird. Möglich ist diese Vorgehensweise seit etwa 50 Jahren. In den 1970ern eroberten die Exchange Traded Funds (ETF) die weltweiten Märkte.

Investoren-Legenden wie John Bogle empfahlen privaten Anlegern, nicht nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen, sondern das gesamte Heu zu erwerben. Unternehmen wie Morgan Stanley Capital International legten sehr breit streuende Indizes mit mehr als 1.600 Bestandteilen auf. Bekannte Anbieter entwickelten daraus physisch replizierende oder synthetisch nachgebildete ETFs, die mit niedrigen Gesamtkostenquoten behaftet, bis in die Gegenwart attraktive Gewinne in Aussicht stellen.

Passives Geldanlegen wird in der BRD vor allem seit Beginn der Niedrigzinsphase als Alternative zum klassischen Sparen wahrgenommen. Investitionen in börsengehandelte Indexfonds sind ohne umfangreiche Marktkenntnisse möglich. Erforderlich ist aber ein langer Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren. Zudem muss der Besitzer eines ETF mit regelmäßig vorkommenden Börsenturbulenzen leben können und diszipliniert bei seiner Kaufen-und-Halten-Strategie bleiben.

Die passive Geldanlage mit ETFs auf große Aktienindizes hat einen weiteren Vorteil: Sie ist ohne vorhandenes Kapital möglich. Vor allem online agierende Broker bieten immer mehr sparplanfähige ETFs an. Sparraten sind, je nach Anbieter, bereits ab 25 Euro möglich und werden entweder gegen niedrige Gebühren oder dauerhaft kostenfrei ausgeführt.

Der ETF hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiges Instrument für den Vermögensaufbau etabliert. Er ist leicht verständlich aufgebaut, transparent strukturiert und vor allem als Sparplan flexibel konzipiert. Kritiker bemängeln an börsengehandelten Indexfonds, dass sie zu leicht abzustoßen sind. Andere sehen in ihnen wiederum langweilige Anlagevehikel.

Meine Ansichten dazu:

Kein vernünftiger Mensch wird seinen ETF, dessen Ertrag den Lebensabend sichern soll, voreilig verkaufen. Ich empfehle jedenfalls bei außergewöhnlichem Geldbedarf, andere Wege zu gehen.

Dem Anlagevehikel fehl es an Aufregung? Gut so, denn der Vermögensaufbau für die Altersvorsorge sollte niemals als Abenteuerspielplatz gesehen werden. Hierbei ist bestmögliche Sicherheit gefragt – und diese wird von manchen Menschen offenbar als langweilig empfunden.

Passives Investieren ist per ETF in vielen Anlageklassen möglich. Es gibt sogar Exchange Traded Funds mit aktivem Ansatz. Die sogenannten Smart Beta ETFs oder Faktor ETFs sollen zur Optimierung des Portfolios dienen und höhere Renditen in Aussicht stellen. Es handelt sich dabei um ETFs, deren Inhalt auf Elternindizes beruht, welcher aber vom Management nach gewissen Vorgaben zusammengestellt wurde.

Die Grenzen zwischen passivem und aktivem Investieren sind nicht genau definiert und eher fließend. Ebenso ist es möglich, beide Ansätze in einem Portfolio zu vereinigen. Als bekanntestes Beispiel dafür gilt die sogenannte Core-Strategie. Der Kern wird entweder passiv durch einen ETF gestaltet oder aktiv mittels Einzelaktien gebaut. Um den Kern herum sind jeweils anders ausgerichtete Satelliten positioniert.

Es ist also möglich, gleichzeitig aktiv und passiv investiert zu sein. Dieser Ansatz wird von zunehmend vielen Marktteilnehmern aus guten Gründen entdeckt. Die Kombination kann auf vielerlei Wegen umgesetzt werden und verbindet kurzfristig verfügbare Erträge mit Gewinnen, die erst im Alter gebraucht werden. Nachfolgend einige Ideen, die angenehmes mit nützlichem verbinden.

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Passiv anlegen – nimm Deine Chance wahr

Der langfristige Vermögensaufbau kann nur mit einem ETF Portfolio oder einem ETF-Sparplan sichergestellt werden, wenn breit streuende Aktienindizes zum Einsatz kommen. Damit sind deutlich über der Inflation liegende Gewinne möglich und mit langem Anlagehorizont realisierbar.

Der ETF-Sparplan hat hierbei noch einige Vorteile gegenüber dem einmaligen Investment, er ermöglicht mit vergleichsweise niedrigen Sparraten auf lange Sicht bessere Endergebnisse. Wenn Du als 25-jähriger einen ETF-Sparplan auf den MSCI World Aktienindex einrichtest, kannst Du bis zum Renteneintritt diese Summen erwirtschaften:

  • 100 Euro pro Monat bei 8 % durchschnittlicher Jahresrendite ergeben nach 40 Jahren einen Betrag von 351.000 Euro.
  • 200 Euro pro Monat resultieren bei identischen Konditionen in einem Endergebnis von 702.000 Euro.

Dass ein ETF auf den MSCI World Index diese Rendite dauerhaft erwirtschaften kann, beweisen im Netz verfügbare Statistiken. Durchschnittlich 8 % pro Jahr wurden zwischen 2000 und 2019 erreicht, obwohl Dotcom Blase und Finanzkrise für erhebliche Kurseinbrüche sorgten.

Aus einer einmaligen Investition in einen ETF auf den MSCI World in Höhe von 10.000 Euro werden bei einer Haltedauer von 40 Jahren übrigens gut 240.000 Euro. Ob Sparplan oder Einmalanlage, die Renditen kommen durch den Zinseszinseffekt zusammen, welcher nach 20 Jahren richtig an Fahrt aufnimmt.

Die passive Seite der Geldanlage ist also mit wenig Aufwand zu erledigen, sie erfordert keine Aktivität und bringt geringe Kosten mit sich. Es gibt für unerfahrene Marktteilnehmer keine bequemere Geldanlage als die Investition in einen Exchange Traded Funds oder ETF-Sparplan.

Gleichzeitig sind damit Renditen möglich, von denen Sparer und Leute mit Kapitallebensversicherung heutzutage nur träumen können.

Ideen für aktive Engagements

Wenn Du als Berufstätiger mit ordentlichem Gehalt einen Sparplan mit 100 oder 200 Euro monatlich einrichtest, hast Du viel Zeit und vermutlich auch Geld für andere Investitionen. Ich würde an Deiner Stelle, Interesse vorausgesetzt, ein Auge auf den Devisenhandel werfen. Warum?

  • Engagements sind bereits ab 100 Euro möglich.
  • Chancen auf attraktive Renditen sind an jedem Handelstag rund um die Uhr gegeben.
  • Gewinne können innerhalb weniger Stunden oder Minuten erzielt werden.

Alles Wesentliche kannst Du ohne Risiko mit einem kostenlosen Demokonto und virtuellem Geld erlernen. Zudem gibt es von jedem Broker kostenfreies Informationsmaterial, Webinare und bei einigen Anbietern sogar umfangreiche Trading-Kurse.

Welche Möglichkeiten der Handel mit Währungspaaren in Option stellt, wie umfangreich die erzielbaren Gewinne sind, und vieles mehr erfährst Du in meinen Artikeln zum Forex Trading. Nicht wenige Anfänger sind innerhalb kurzer Zeit zu erfolgreichen Profis geworden und erzielen überdurchschnittliche Einkünfte.

Das Engagement in einzelne Aktien erfordert viel Kapital, welches für lange Zeit gebunden ist. Zudem wird bei der Auswahl sehr viel Fingerspitzengefühl verlangt. Attraktive Gewinne lassen sich selten innerhalb eines Jahres realisieren, Aktien benötigen zur Entwicklung ebenso viel Zeit wie börsengehandelte Indexfonds.

Gleichwohl kann es interessant und lehrreich sein, in einzelne Aktien zu investieren. Experten raten zu Engagements in Unternehmensbeteiligungen ab einem frei verfügbaren Kapital von mindestens 10.000 Euro.

Mit Hebeln gehandelte Finanzprodukte sind in diesem Kontext um einiges praktischer. Du kannst Optionen, Zertifikate und Co. mit geringeren Einsätzen handeln und schneller Gewinne realisieren.

Ab 2021 gibt es in diesem Sektor allerdings ein erhebliches Problem bei der Versteuerung.

Verluste können dann nur noch begrenzt von realisierten Gewinnen abgezogen werden. Dadurch kann die Steuerforderung im Einzelfall unangemessen hoch ausfallen. Einzelheiten dazu erfährst Du in einem aktuellen Beitrag auf meiner Webseite.

Kurz zusammengefasst erfordert die neue Besteuerungsrichtlinie, dass Du entweder die Finger von Hebelprodukten lässt oder Dich professionell damit auseinandersetzt. Warum? Lediglich private Trader können ab 2021 nur noch Verluste bis maximal 10.000 Euro pro Jahr von ihren Gewinnen abziehen. Für Gesellschaften, die statt Einkommenssteuer dem Finanzamt Körperschaftssteuer entrichten, bleibt alles wie gewohnt.

Du wirst also gezwungen, Deinem Handel einen professionellen Rahmen zu verleihen und eine Trading-GmbH zu gründen. Das mag auf den ersten Blick aufwendig und kostenintensiv wirken, aber der Schein trügt. Eine Trading-Mini-GmbH kostet seitens der schnellen Gründung etwa 1.000 Euro und ist kostengünstig zu führen. Du kannst beliebig viele Anlageklassen handeln, hast keine Probleme mit dem Finanzamt und nur die üblichen Hebel-Beschränkungen.

Auf lange Sicht könnte der professionelle und aktive Handel zum zweiten Standbein Deiner Existenz werden und dies ergibt für mich aus folgenden Gründen Sinn:

  • Die fortschreitende Automatisierung kostet jedes Jahr zahlreiche Arbeitsplätze in der produzierenden Industrie.
  • In der Finanzbranche werden jährlich viele Mitarbeiter aus Kostengründen gekündigt und durch digitalisierte Prozesse ersetzt.
  • Viele Branchen, die einstmals durch Innovationskraft die heimische Wirtschaft stützten, haben mittlerweile den Anschluss an die internationale Konkurrenz verloren.
  • Die Politik trägt mit fragwürdigen Gesetzesinitiativen dazu bei, dass die deutschen Unternehmen weltweit an Bedeutung verlieren.

Ich will mit meinen Argumenten keine Panik oder Weltuntergangsstimmung erzeugen. Dir muss nur klar werden, dass Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert nicht mehr so sicher sind wie zuvor. Es scheint mir daher sinnvoll, rechtzeitig für ein zweites Standbein zu sorgen.

An Deiner Stelle würde ich Kompetenz beim Handel mit Währungspaaren oder Optionen, Zertifikaten und Co. entwickeln und eine Trading-GmbH gründen. Damit bist Du von konjunkturellen Engpässen oder wirtschaftlichen Krisen weitestgehend sicher und Dein eigener Chef.

Die passive Geldanlage stellt Deinen komfortablen Lebensabend sicher und der aktive Part die Gewinne für den Lebensunterhalt.

Dein Depotstudent Dominik

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