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Geldanlage für Kinder: Was du beachten musst

Kind Jenga
Depotstudent Dominik
4.8
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Viele Eltern und Großeltern möchten gerne Geld für den Familiennachwuchs anlegen, um den Kindern einen einfacheren Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen.

Bis vor wenigen Jahren wurde dafür in den meisten Fällen einfach das Geld auf ein Sparbuch einbezahlt. Doch seit einiger Zeit ist das Zinsniveau im Keller und die einstmals so beliebte Anlageform wirft einfach keine Zinsen mehr ab.

Deshalb solltest du dir andere Finanzinstrumente dafür suchen. Welche das sein können und wie Geldanlage für Kinder heute funktioniert, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Saving Sparen

Auch den Kleinen macht es Spaß, wenn sich das Sparschwein füllt. Im Hintergrund können Eltern und Großeltern dabei unter die Arme greifen und ebenfalls ein wenig Geld ansparen.

Ab welchem Alter der Kinder ist es sinnvoll, Geld für sie anzusparen?

Die Vorsorge kann gar nicht früh genug beginnen. Grundsätzlich kannst du sogar schon vor der Geburt damit beginnen. Denn je früher das Geld angelegt wird, desto länger besteht auch die Möglichkeit, dass der angesparte Betrag entsprechende Zinsen abwirft. Der Grund dafür ist der sogenannte Zinseszinseffekt.

Das zeigt sich am besten an einem kleinen Beispiel: Angenommen, du entschließt dich dazu, für deinen Nachwuchs ab seiner Geburt jeweils monatlich 50 Euro anzusparen. Mit 18 Jahren soll das Kind das Geld schließlich erhalten. In dem Beispiel gehen wir von einem durchschnittlichen Zinssatz von fünf Prozent aus.

Nach 18 Jahren hast du auf diese Art und Weise einen Betrag von 17.336,58 Euro angespart. Hättest du erst mit dem Ansparen begonnen, wenn das Kind in die Schule kommt, wäre der Betrag mit 9.808,93 hingegen nur etwas mehr als halb so hoch ausgefallen.

Auch bei einem Einmalbetrag ist der Zeitpunkt der Einzahlung sehr wichtig. Wenn du 10.000 Euro bei der Geburt anlegst, hast du bei einem angenommenen Zinssatz von fünf Prozent nach 18 Jahren 24.066,19 Euro angespart. Hättest du das Geld erst zum Schuleintritt angelegt, als das Kind 6 Jahre alt war, dann wäre der Betrag mit 17.958,56 Euro um etwa ein Viertel niedriger ausgefallen. Du hättest in diesem Fall also über 6.000 Euro „verschenkt“. Ein Betrag, mit dem ein junger Erwachsener viel anfangen kann.

Kleiner Tipp: Du kannst dir diese Anlagebeispiele auch sehr einfach selbst ausrechnen, ohne dass du die genauen Formeln der Zinseszinsrechnung kennst. Im Internet stehen dir dafür zahlreiche Zinsrechner zur Verfügung.

Wo bekomme ich fünf Prozent Zinsen für mein Geld?

In dem Rechenbeispiel bin ich von einem Zinssatz in der Höhe von fünf Prozent ausgegangen. Wahrscheinlich hast du dich gefragt, ob es tatsächlich Anlagemöglichkeiten gibt, bei denen so hohe Zinsen ausgeschüttet werden.

Immer öfter werden für das Ansparen Produkte wie eine Ausbildungsversicherung oder ein Kinderschutzbrief angeboten. Doch die Sache hat einen Haken: Diese Anlageformen sind zumeist mit einer Versicherung gekoppelt. Oftmals sind die Verträge dabei sehr kompliziert gestrickt. Das führt dazu, dass es sehr schwierig ist, an das einbezahlte Geld zu gelangen und oftmals erhalten die Sparer dann weniger Geld, als sie dafür einbezahlt haben.

Das Finanzportal für Eltern Elterngeld.de rät von solchen Produkten, aber auch von Bausparverträgen dringend ab und empfiehlt stattdessen, das Geld ETFs zu investieren.

Im Unterschied zu Einzelaktien wird der Betrag hier in einen kompletten Index investiert. Das heißt, die Streuung ist wesentlich breiter und die Gefahr, das Geld zu verlieren ist wesentlich geringer. Gleichzeitig bezahlst du für ETFs viel weniger Gebühren als für aktiv gemanagte Fonds. Denn hier wird lediglich ein kompletter Index nachgebildet und es muss kein Fondsmanager bezahlt werden, der den Fonds aktiv betreut.

Die Gewinne der Vergangenheit lassen zwar grundsätzlich keine Schlüsse auf die Zukunft zu. Dennoch zeigen sie auf, welche Erträge mit ETFs zumindest theoretisch möglich sind.

Der MSCI World Index beinhaltet beispielsweise mehr als 1.600 Aktien aus insgesamt 23 Industrieländern. Das heißt, er ist sehr breit gestreut und eignet sich deshalb gut als Anlageinstrument. Wenn du dir seine Performance in den letzten zehn Jahren ansiehst, dann hat sich der Kurs in diesem Zeitraum von 986,81 Euro auf 2.770,14 Euro fast verdreifacht. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von rund 18 Prozent. Auch wenn das nicht bedeutet, dass die Entwicklung auch in den nächsten Jahren so weiter gehen wird, erscheint zumindest eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 5 Prozent realistisch.

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Durch die breite Streuung ist das Verlustrisiko bei ETFs wesentlich geringer als bei Einzelaktien.

Sparen im Namen des Kindes oder im eigenen Namen?

Um das Geld in einen oder mehrere ETFs zu investieren, benötigst du einen ETF-Broker. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, für welchen Anbieter du dich dabei entscheiden solltest, kannst du hier meine persönlichen Erfahrungen mit ETF-Brokern nachlesen. 

Egal, auf welchen Ausbieter deine Wahl fällt: Zusätzlich musst du auch noch entscheiden, ob du das Geld in deinem Namen oder im Namen des Kindes ansparen möchtest. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Wenn du das Geld im Namen des Kindes ansparst, dann gehört es auch tatsächlich dem Kind und die Erziehungsberechtigten haben keinen Zugriff darauf. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass das Kind das Geld für etwas anderes ausgibt, als du dir vielleicht vorgestellt hast.

Legst du das Geld in deinem eigenen Namen an, hast du hingegen die volle Kontrolle darüber und kannst jederzeit selbst entscheiden, ob du es irgendwann dem Kind zur Verfügung stellst oder lieber doch selbst verwendest. Das Kind muss in diesem Fall gar nicht wissen, dass du Geld ansparst. Gegen das Sparen im eigenen Namen spricht jedoch, dass damit auch der eigene Steuerfreibetrag belastet wird. Darüber hinaus fällt Schenkungssteuer an, wenn der Sparbetrag über einen Zeitraum von zehn Jahren 200.000 Euro übersteigt und dann überschrieben wird.

Geld für Kinder langfristig ansparen oder lieber Kredit schnell zurückzahlen?

Wenn du noch einen Kredit abbezahlen musst, solltest du zuerst diesen tilgen und erst dann mit dem Ansparen beginnen. Bei den meisten Krediten sind Sondertilgungen möglich. Genaue Auskunft darüber gibt dir dein Kreditvertrag. Oder du fragst einfach bei deinem Berater nach.

Der Grund dafür ist, dass gerade bei älteren Krediten die Zinsen noch sehr hoch sein können und deshalb die Guthabenzinsen übersteigen, die du mit einer Geldanlage erreichen könntest.

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