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Geldanlage – welche Optionen gibt es?

Depotstudent Dominik
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Immer noch wissen viele Menschen nicht über ihre Möglichkeiten zum Anlegen wirklich Bescheid. Wer sich aber für eine rentable Geldanlage entscheiden möchte, muss wissen, warum er nur die Eine und keine andere wählen soll. Idealerweise sind vor der Auswahl alle bestehenden Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bekannt.

In den nachfolgenden Abschnitten stelle ich Dir alle bekannten Optionen zur aktiven und passiven Geldanlage vor. Einige Anlagemöglichkeiten kennst Du vermutlich bereits, andere würdest Du aufgrund bestimmter Umstände derzeit nicht in Betracht ziehen. Ziel des Artikels ist, Dich vollständig zu informieren. Denn nur wer seine Möglichkeiten kennt, trifft die richtigen Entscheidungen.

Hier den Beitrag als Podcast oder Video genießen:

Was ist die beste Geldanlage?

Wie Du Dein Geld anlegst, kannst nur von Dir entschieden werden, weil niemand Deine Präferenzen und Lebensumstände besser kennt. Es gibt nur einen Tipp, den jeder vor seiner Entscheidung beherzigen sollte und der lautet: werde zunächst schuldenfrei.

In der Tat ist die Rückzahlung Deiner Schulden die beste Idee, denn nirgendwo sind die Zinsen höher als bei Dispokrediten und für den Konsum ausgereichten Darlehen. Was nützt es Dir, wenn die Geldanlage 6 % per anno bringt, aber der laufende Kredit mit 7 % behaftet ist? Daher mein Rat: Tilge zuerst Deine Schulden und entscheide Dich danach für eine der hier aufgezeigten Optionen.

Klassische Geldanlage

Die meisten Berufstätigen lassen ihre Einkommen abzüglich der Gelder für den Lebensunterhalt einfach auf Girokonten liegen. Diese zweifellos bequeme Verfahrensweise hat jedoch entscheidende Nachteile: kein Inflationsausgleich aufgrund fehlender Erträge. Du verlierst also auf dem Girokonto jedes Jahr etwa 1,5 % an Kaufkraft und es ist zu befürchten, dass die drohende Negativverzinsung zu noch größerem Verlust führt.

Sparbuch und Tagesgeld sind keine Alternativen zum Girokonto mehr, denn auch hier hinkt die aktuelle Verzinsung weit hinter der Inflation her. Die letzte klassische Option der Geldanlage ist das Festgeldkonto. Du überlässt eine gewisse Summe für einen festgelegten Zeitraum einer Bank und bekommst dafür etwas höhere Zinsen. In der Praxis liegen die Zinsen jedoch nur bei etwa 0,50 % und damit weit unterhalb der Inflation.

Du siehst wahrscheinlich, dass die niedrigen Zinsen dazu zwingen, neue Wege bei der Geldanlage zu gehen. Es muss Dir jedoch klar sein, dass für höhere Renditen mehr Risiken eingegangen werden müssen.

Beteiligungen an Unternehmen

Die einfachste Möglichkeit der Unternehmensbeteiligung ist der Erwerb von Aktien. Du benötigst lediglich ein Depot bei einem Brokerage Anbieter und etwas Erfahrung für die Auswahl. Bei Aktien kannst Du auf zwei Wegen profitieren: an steigenden Kursen und über ausgeschüttete Dividenden.

Dabei gilt es, zu beachten, dass Kurse ebenso steigen wie fallen können und das die Gesellschaften nicht zu Ausschüttungen verpflichtet sind. Aktien können sehr rentable Wertpapiere sein, sofern sie mit Sorgfalt ausgesucht und lange im Depot gehalten werden.

Vorteilhaft ist zudem, dass Du in greifbare Werte investiert bist und, zumindest in der Theorie, ein gewisses Mitspracherecht hast. Natürlich können Aktiennotierungen in turbulenten Börsenzeiten ins Bodenlose fallen. Es kommt jedoch sehr selten vor, dass eine Unternehmensbeteiligung ihren Wert vollständig verliert. Meist folgt nach einem Kursverfall eine länger anhaltende Erholungsphase, welche die Notierung auf neue Höhen führt.

Seit Langem sind Aktien die zuverlässigsten und rentabelsten Wertpapiere für den langfristigen Vermögensaufbau. Sie wollen aber mit Verstand gewählt und mindestens 15 Jahre gehalten werden.

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Geldanlage in Schuldverschreibungen

Du kannst einem Staat oder Unternehmen Geld gegen Zinsen leihen, indem Du in Staats- oder Unternehmensanleihen investierst. Die Anleihen von Staaten mit erstklassiger Bonität sind mit geringem Risiko behaftet und rentieren dementsprechend wenig. Negativ verzinst sind aktuell die Staatsanleihen der BRD. Bei US-amerikanischen Anleihen stehen die etwas besseren Konditionen einem nicht zu unterschätzenden Währungsrisiko gegenüber.

Rentabler, aber auch riskanter sind Investitionen in Unternehmensanleihen. Schuldverschreibungen von Unternehmen bieten bei kürzeren Laufzeiten attraktivere Zinsen, es besteht jedoch ein Ausfallrisiko. Deutlich riskanter sind unternehmerische oder staatliche Schuldverschreibungen aus den Schwellenländern. Hierbei bestehen sowohl erhebliche Ausfallrisiken als auch Gefahren durch stark schwankende Währungen.

Geldanlage in Immobilien

Die bekannteste Möglichkeit der Immobilien-Investition ist der Erwerb eines Eigenheims. Die eigenen vier Wände werden von vielen Menschen als erstrebenswert erachtet und in der Regel über mindestens 20 Jahre finanziert. Wichtig zu wissen ist, dass diese Geldanlage keine Erträge bringt, die Finanzierung aber mit umfangreichen Zinszahlungen behaftet ist.

Eine weitere Option ist der Erwerb von Häusern oder Wohnungen, die zur Vermietung geeignet sind. Sie setzt jedoch viel Kapital voraus und bringt oft nicht die erhofften Erträge. Die direkte Investition in Immobilien ist vergleichsweise riskant, weil die Mieteinnahmen von vielen schwer kalkulierbaren Faktoren abhängig sind.

Weitaus weniger Kapital erfordert die Schwarm-Investition in Immobilien. Crowdinvesting ist sehr populär und bereits mit 500 Euro pro Objekt möglich. Das Problem dabei: Du gibst einem Immobilienunternehmen ein Darlehen, welches sich überwiegend durch vorrangiges Fremdkapital finanziert. Im Fall einer Insolvenz werden erst die vorrangigen Gläubiger bedient und für Rückzahlung der Nachrangdarlehen ist oft kein Geld mehr da.

Sinnvoller erscheint mir die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft, die in Immobilien investiert. Du kannst am Wertzuwachs der Immobilien teilhaben und bei einigen Unternehmen von Dividenden-Ausschüttungen profitieren.

Geld in Rohstoffe anlegen

Die Investition in Rohstoffe scheitert meist an hohen Einstiegssummen und nicht vorhandenen Lagermöglichkeiten. Daher kann nur in einen Teil des Angebots investiert werden. Zudem bestehen, zumindest bei mir, ethische Bedenken bei der Geldanlage in manche Rohstoffe.

Ich möchte beispielsweise nicht von einer Verknappung wichtiger Basisrohstoffe profitieren, weil mein Gewinn in diesem Fall viele Probleme für davon abhängige Menschen bringt.

Genau genommen, käme für mich unter Umständen die Geldanlage in Edelmetalle oder Industriemetalle per ETC infrage. Exchange Traded Commodities (ETC) ermöglichen Investitionen in ausgewählte Rohstoffe mit wenig Kapital bei überschaubaren Risiken. Ein Gold-ETC eignet sich beispielsweise zu Diversifikation des Wertpapier-Portfolios, er kann jederzeit erworben und ebenso einfach veräußert werden.

Mit Währungspaaren Geld verdienen

Diese Art der Geldanlage setzt Aktivität voraus und ist nicht für jedermann geeignet. Der Einstieg ist bei vielen Brokern bereits mit 100 oder 200 Euro möglich, richtig lukrativ wird ein Trading-Konto ab einer Summe von 1.000 Euro.

Es ist jedoch nicht damit getan, dass Du Geld beim Broker einzahlst. Du musst vielmehr wissen, welches Währungspaar die besten Chancen bietet und einschätzen können, wie sich Währung A gegenüber Währung B kurzfristig entwickelt.

Zwingend erforderlich ist, ein allgemeines Verständnis für den Devisenmarkt zu entwickeln. Es müssen des Weiteren die Candlesticks (Kerzen auf dem Chart) in ihrer Bedeutung erlernt, Strategien gefunden und tief verwurzelte Verlustängste beseitigt werden.

Lernen und Üben mit dem Demokonto erfordert mindestens einen Monat Zeit. Danach kann der Handel mit kleinen Beträgen begonnen werden. Forex-Trading ist eigentlich keine gewöhnliche Geldanlage, sondern eher eine Tätigkeit, die zur Leidenschaft werden kann. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, in die Fähigkeiten professioneller Trader zu investieren.

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Soziales Trading

Bei einigen Brokern – beispielsweise eToro und Robomarkets – kannst Du ein sogenanntes Copy-Trader-Konto einrichten und am Erfolg erfahrener Devisenhändler teilhaben.

Du benötigst keine eigenen Forex-Kenntnisse, stattdessen suchst Du Dir auf der jeweiligen Broker-Webseite ein beliebig großes Trader-Team aus.

Erfolgreiche Trader findest Du auf einer Seite jedes Brokers gelistet, der Copy-Trading anbietet. Wichtige Einzelheiten über jeden Händler kannst Du den ausführlichen Profil-Informationen entnehmen.

Du wählst einen Trader mit einem Klick auf den Button „jetzt kopieren“ aus. Jetzt musst Du nur noch einen Anteil Deines Kapitals dem Trader zur Verfügung stellen, um an allen Aktivitäten beteiligt zu sein.

Copy-Trading ist bei vergleichsweise geringem Risiko überaus attraktiv. Bereits ab einer Investition von 1.000 Euro steht jeden Monat ein ordentlicher Nebenverdienst in Aussicht. Bei Bedarf beantragst Du mit wenigen Klicks eine Gewinn-Auszahlung und verfügst innerhalb kurzer Zeit über die Summe auf Deinem Girokonto.

Geldanlage in materielle Güter

Wenn Du Dein Geld in Oldtimer, Gemälde, Briefmarken oder ähnliche Objekte investierst, sind meist viel Geld und umfangreiches Wissen erforderlich. Du kannst unter Umständen von enormer Wertsteigerung profitieren oder hast Probleme, den Gegenstand respektive die Güter überhaupt wieder loszuwerden.

Mir wäre es zu riskant, mein ganzes Geld in ein altes Auto zu stecken und nach aufwendiger Pflege keinen Käufer zu finden, der meinen Preisvorstellungen entgegenkommt.

Wie, in welches Asset investieren?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist es notwendig, das jeweilige Anlageziel zu definieren. Möchtest Du beispielsweise Dein monatliches Gehalt aufbessern, könnte das soziale Trading in der oben beschrieben Form sinnvoll sein. Steht der Vermögensaufbau im Hinblick auf den Lebensabend auf der Agenda, musst Du in eine möglichst rentable Anlageklasse investieren.

Aktien sind hierfür bestens geeignet, doch die Auswahl ist nicht jedermanns Sache. Clevere Anleger lösen das Problem, indem sie passiv in komplette Märkte investieren. Passiv ist der Ansatz, weil nicht das Schlagen des Marktes, sondern die Erzielung einer bestmöglichen Gesamtrendite im Fokus steht. Das Zauberwort heißt Indexfonds, welche Aktiengesellschaften in Ländern, Regionen oder global vereinigen und damit optimale Diversifikation bieten.

  • Ein nationaler Aktienindex ist beispielsweise der DAX mit 30 Bestandteilen.
  • Als regionale Alternative bietet sich der Pazifik-Anrainer-Aktienindex an.
  • Die größten Aktiengesellschaften der ganzen Welt sind im All-World-Country-Index vertreten.

Ein führender Index-Anbieter ist Morgan Stanley Capital International (MSCI), welcher seine Aktienindizes entsprechend der Marktkapitalisierung zusammensetzt. Darüber hinaus entwickelt MSCI auf Basis des Weltindex auf verschiedene Faktoren ausgerichtete Indizes.

Die Frage ist natürlich, wie Privatanleger mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten, in derartig große Aktienindizes investieren können. Dazu bieten sich Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds an. ETFs bilden die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Indizes auf verschiedene Weisen ab:

  • Ein ETF kann vollständig replizierend sein, in dem Fall hat der Anbieter alle im Index vorhandenen Aktien in seinem Besitz.
  • Ist ein ETF physisch mit optimiertem Sampling konzipiert, hält der Anbieter alle Aktien mit Relevanz für die Wertentwicklung.
  • Wird ein ETF synthetisch nachgebildet, garantiert ein Swap-Partner (in der Regel eine Investmentbank) für die Wertentwicklung.

Börsengehandelte Indexfonds haben einen entscheidenden Vorteil: Sie bedürfen kein aufwendiges Management und sind daher sehr kostengünstig.

Einen ETF auf den MSCI World kannst Du bereits mit einer jährlichen Gesamtkostenquote (TER) von 0,12 % erwerben. Du benötigst dafür:

  • Ein Depot mit Verrechnungskonto bei einem idealerweise online agierenden Broker.
  • Entsprechendes Kapital für den Erwerb von ETF-Anteilen.

Die meisten Onlinebroker berechnen beim Kauf eine kleine Ordergebühr, mit etwas Glück kannst Du den ETF als Aktionsangebot ohne Gebühren erwerben. Für eine einmalige Investition sind jedoch nur Summen in 5-stelliger Höhe sinnvoll, sofern damit der Aufbau von Vermögen angestrebt wird.

Es ist jedoch in der Branche bekannt, dass vor allem junge Menschen nur selten über 10.000 Euro oder mehr verfügen. Um allen Leuten den langfristigen Vermögensaufbau zu ermöglichen, wurden ETF-Sparpläne etabliert.

Mit einem ETF-Sparplan kannst Du sogar besser ein umfangreiches Vermögen aufbauen, wenn möglichst früh damit begonnen wird. Jeder Onlinebroker ermöglicht Dir das Einrichten eines ETF-Sparplans mit niedrigen und variablen Sparraten. Die Ausführung des Sparplans kostet bei den meisten Brokern unterschiedlich hohe Gebühren. Handelt es sich um ein Aktionsangebot, ist die Ausführung für eine begrenzte Zeit kostenfrei.

Es gibt aber zunehmend viele völlig gebührenfreie Brokerage Anbieter, die Deinen ETF-Sparplan dauerhaft kostenlos ausführen. Auf meiner Webseite ist derzeit Trade Republic als dauerhaft kostenfreier Anbieter gelistet, weitere gebührenfreie Broker folgen in Kürze.

Fazit

Welche Art der Geldanlage für Dich sinnvoll ist, kommt auf Dein Ziel an, und auf Deinen Anlagehorizont. Nachdem Du weißt, was innerhalb einer gewissen Zeit erreicht werden soll, kann eine Option gewählt werden. Stelle aber sicher, dass Du die Vor- und Nachteile der gewählten Variante in jeder Hinsicht verstehst. In die Tiefe gehende Beschreibungen zu den hier vorgestellten Möglichkeiten findest Du auf meiner Webseite.

Dein Depotstudent Dominik

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