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Gratis Broker vs. günstige Broker – der Vergleich

Depotstudent Dominik
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Wer sein Geld in Aktien, ETFs und andere Papiere investiert, will damit möglichst viel Rendite bei geringem Risiko erwirtschaften. Erträge kommen unter anderem durch steigende Kurse und bei einigen Wertpapieren über ausgeschüttete Dividenden zustande. Wer einen kostengünstigen Broker wählt, kann über den gesamten Anlagezeitraum noch etwas mehr Rendite aus seinem Investment herauskitzeln.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, warum ein Broker mit vollkommen kostenfreien Dienstleistungen in jedem Fall die bessere Wahl ist. Unabhängig davon, ob Du einen ETF-Sparplan einrichtest oder als Day-Trader agierst, fallen bei jeder Transaktion mehr oder weniger hohe Gebühren an. Und diese summieren sich im Laufe eines Trader-Lebens oder bis ans Ende der Sparplan-Laufzeit.

Hier den Beitrag als Podcast oder Video genießen:

Depotgebühren oder kostenfreie Führung?

Im Vorfeld jeder Geldanlage – Einmal-Investment oder ETF-Sparplan – muss bei einem Broker ein Depot eingerichtet werden. Wertpapierdepots bieten heutzutage nahezu alle Geschäftsbanken und online agierende Brokerage Dienstleister an. Viele Menschen tendieren dazu, ihre Depots bei den Hausbanken anzulegen, weil sie sämtliche Bankgeschäfte dann unter einem Dach erledigen können. Zudem erhoffen sie sich, in Filialen besser hinsichtlich ihrer Anlage-Pläne beraten zu werden.

Die Hoffnung geht in den seltensten Fällen in Erfüllung. Das Depot bei einer Filialbank oder Sparkasse kostet vergleichsweise viel Geld und die Leistungen unterscheiden sich nur wenig von denen eines kostengünstigen Onlinebrokers.

  • Eine Sparkasse in der bayrischen Landeshauptstadt München verlangte im Januar 2020 von jedem Anleger Gebühren in Höhe von 3 Euro pro Monat, für die Bereitstellung und Führung eines Wertpapierdepots.
  • Werden dort deponierte Aktien oder ETFs 20 Jahre gehalten, summieren sich die Depotkosten auf 3 mal 12 mal 20 gleich 720 Euro.
  • Ein Onlinebroker verlangt für die Bereitstellung und Führung des Depots meist keine Gebühren und ermöglicht damit dem kostenbewussten Anleger das Erzielen von mehr Rendite.

Jetzt muss aber beachtet werden, dass nicht jede Geschäftsbank Depotgebühren in Rechnung stellt und ebenfalls nicht jeder Onlinebroker darauf verzichtet. Bei fast allen Anbietern muss der entsprechende Passus in den AGB studiert werden, welcher besagt:

  • Depots werden nur kostenfrei bei gewissen Aktivitäten geführt. Das bedeutet, dass pro Monat mindestens eine Transaktion stattfinden muss oder alternativ ein Girokonto im Haus besteht.

Wirklich kostenfrei ist das Depot bei vielen Anbietern nur, wenn Du zudem ein Girokonto einrichtest respektive mehr oder weniger häufig mit Wertpapieren handelst. Banken nutzen gerne das kostenfrei in Aussicht gestellte Wertpapierdepot zur Kundenbindung, obwohl deponierte Aktien oder ETFs gar nicht dort liegen, sondern zentral verwahrt werden.

Um unabhängig zu bleiben, und trotzdem Geld bei der Verwahrung Deiner Wertpapiere zu sparen, solltest Du einen Broker wählen, der das Depot bedingungslos und dauerhaft kostenfrei anbietet.

Dauerhaft ist wichtig, weil einige Broker zwar mit kostenfreien Depots werben, die Angebote aber nur für eine begrenzte Zeit gelten. Beispielsweise bei der Comdirect wird nach 3 Jahren eine Depotgebühr von knapp 2 Euro pro Monat fällig. Die Gebühr entfällt nur, sofern ein Girokonto (ab 2020 bei der Commerzbank) besteht oder eine monatliche Transaktion durchgeführt wird.

Es gibt aber auch Broker, die unabhängig von den ansonsten bestehenden Bedingungen immer Geld für die Depotführung verlangen. Hierbei ist besondere Vorsicht angesagt, weil die Gebühren prozentual dargestellt sind und bei umfangreicheren Depotwerten richtig teuer werden können.

Falls Du einen ETF-Sparplan mit monatlicher Ausführung bei einem kostenfreien Broker einrichtest, ist das Depot immer gebührenfrei. Doch sind diese Kosten nicht die Einzigen, an denen durch geschickte Brokerwahl gespart werden kann.

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Negativzinsen auf Guthaben

Guthaben auf Girokonten werden zunehmend ab dem ersten Euro negativ verzinst. Um dem zu entkommen, verlagert der eine oder andere Anleger sein Geld am Monatsende vom Girokonto auf das zum Depot gehörende Verrechnungskonto. Bislang verzinst nur ein Broker hierzulande die Guthaben auf Verrechnungskonten negativ. Und dieser Anbieter fällt bislang in die Kategorie „kostengünstig“.

Negativzinsen auf Verrechnungskonten haben jedoch die gleiche Auswirkung wie Gebühren für die Führung des Depots: Sie schmälern die Rendite.

Natürlich kannst Du jetzt einwenden, dass minus 0,5 % pro Jahr vernachlässigt werden können. Doch dagegen sprechen folgende Aspekte:

  • Es ist nicht auszuschließen, dass die EZB weiter an der Zinsschraube dreht.
  • Über eine Anlagedauer von mehreren Jahrzehnten kommt ein spürbarer Verlust zusammen.

Den negativen Zinsen auf dem Verrechnungskonto kannst Du nur durch geschickte Brokerauswahl entgehen. Es gibt bislang nur einen Anbieter auf meiner Webseite, der dauerhaft negative Verzinsung ausschließt. Bei den anderen Brokern muss befürchtet werden, dass sie im eigenen Interesse, dem Beispiel des bislang einzigen Mitbewerbers mit Negativverzinsung folgen.

Wer sein Depot aus Bequemlichkeit oder falscher Einschätzung der Gefahr nicht zu einem kostenfreien Anbieter übertragen möchte, sollte zumindest aufpassen. Das bedeutet: Geld für die Ausführung des ETF-Sparplans erst kurz vor dem vereinbarten Termin auf das Verrechnungskonto transferieren.

Ordergebühren beim Wertpapiererwerb

Wer bei seinem Broker ETF-Anteile, Aktien oder sonstige Wertpapiere ordert, bekommt dafür Gebühren in Rechnung gestellt. Bei den ETF-Orderkosten gibt es erhebliche Unterschiede. Als kostengünstig geltende Anbieter werben oft mit einem attraktiven Pauschalpreis, an welchen ein prozentualer Anteil des Orderbetrags angehängt ist. So kostet beispielsweise der Kauf von ETF-Anteilen:

  • Beim Broker Comdirect mindestens 9,90 Euro, welche sich aus 4,90 Euro Pauschale und 0,25 % des Volumens zusammensetzen. Wer mehr investiert, kann bis maximal 59,90 Euro zur Kasse gebeten werden.
  • Bei der Consorsbank werden reguläre Gebühren von 4,95 Euro plus 0,25 % des Ordervolumens fällig. Der Kauf kostet mindestens 9,95 Euro und die Gebühren für größere Investitionen sind bei 69 Euro gedeckelt.
  • Beim Anbieter ING DiBa müssen neben den pauschalen 4,90 Euro bei jedem Erwerb 0,25 % des Volumens entrichtet werden. Die minimale Kaufgebühr beträgt 9,90 Euro, maximal werden 69,90 Euro berechnet.

Viele Anleger sehen über die Orderkosten großzügig hinweg, weil sie davon ausgehen, nur einmal Geld in ETF-Anteile zu investieren.

In der Praxis besitzen die meisten Depot-Inhaber jedoch mindestens 2 ETFs. Kaufen nach Möglichkeit Anteile hinzu und müssen einmal im Jahr neu gewichten.

Dementsprechend bezahlt ein Anleger mit 2 ETF im Depot und einem Anlagehorizont von 20 Jahren die oben genannten Minimalgebühren mindestens 19 mal und zudem den Maximalbetrag bei der Erstanlage.

Wer nicht zu einem kostengünstigen Broker geht und stattdessen die Dienste eines kostenfreien Anbieters in Anspruch nimmt, kann allein bei den Gebühren für das Depot und den ETF-Erwerb bis zu 1.000 Euro sparen.

Diese Einsparung steigert mit geringem Aufwand die Rendite und zahlt sich unter anderem aus, wenn es ans Versteuern geht. Es spielt dabei keine Rolle, wie hoch der Gewinn in 20 Jahren sein wird, denn kein vernünftiger Mensch verzichtet freiwillig auf ein Paar Hunderter oder gar einen Tausender.

Natürlich ist mir bekannt, dass kostengünstige Broker sogenannte Aktionsangebote offerieren, also ETFs, die ohne Ordergebühren erwerbbar sind. Doch ob diese zeitlich limitierten Offerten zwangsläufig immer die optimalen Renditen generieren, ist ein Thema, welches in einem anderen Beitrag behandelt wird.

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Gebühren für die Ausführung von ETF-Sparplänen

Der ETF-Sparplan ist ein sinnvolles Instrument zur Vermögensbildung, insbesondere für Leute ohne nennenswertes Kapital. Kostengünstige Broker werben oft mit gebührenfreier Ausführung und binden damit Kunden an sich. Den wenigsten Einsteigern ist bekannt, dass es sich bei diesen Aktionsangeboten um Werbemaßnahmen des ETF-Anbieters handelt.

Ein Anbieter wie beispielsweise iShares, Lyxor oder Xtrackers bezahlt für ein oder zwei Jahre die Kosten für die Ausführung. Im Anschluss muss der ETF-Sparplan kostenpflichtig weitergeführt oder aufgelöst werden.

Bei einem kostengünstigen Broker können beispielsweise diese Kosten für die Ausführung eines ETF-Sparplans anfallen:

  • Der Anbieter Comdirect verlangt 1,50 % der jeweiligen Sparrate.
  • Die Consorsbank berechnet für eine Ausführung ebenfalls 1,50 %.
  • Bei der ING DiBa werden pro Ausführung 1,75 % der Sparrate fällig.
  • Die DKB verlangt 1,50 Euro für die Ausführung einer beliebig hohen Sparrate.
  • Bei der Targobank kostet eine Ausführung unabhängig von der Sparraten-Höhe 2,50 Euro.
  • Die Postbank nimmt für die Ausführung einer Sparrate fixe 0,90 Euro.

Im Durchschnitt kostet die Ausführung einer Sparrate bei einem kostengünstigen Broker 1,50 Euro. Angenommen, Du hast ein Aktionsangebot mit einem Jahr Restlaufzeit gewählt und willst den Sparplan 20 Jahre laufen lassen. Die gesamten Ausführungs-Kosten belaufen sich in dem Fall auf:

  • 19 Jahre gleich 228 Monate mal 1,50 gleich 342 Euro.

Vorausgesetzt wird allerdings, dass der Broker seine Gebühren in den nächsten 20 Jahren nicht an die steigenden Lebenshaltungskosten anpasst.

Der Unterschied zwischen einem kostengünstigen und einem kostenfreien Broker macht also auch beim ETF-Sparplan bis zu 1.000 Euro aus, die nicht verschenkt werden sollten.

Welchen Broker wählen?

Beim Brokerage Anbieter darf nicht allein auf die Kosten geschaut werden – sagen jedenfalls die Fachleute. Aus meiner Sicht trifft diese Einstellung zu, wenn Anfänger das erste Mal auf Brokersuche sind. Einsteiger sollten Brokerage Anbieter wählen, die sie mit umfangreichem Bildungsangebot zu erfahrenen Anlegern machen.

In der Tat stellen viele kostengünstige Broker gratis Schulungsmaterial, Kurse gegen Gebühr und vieles mehr zur Verfügung. Dies sollte jedoch nicht daran hindern, nach einer gewissen Zeit den Fokus verstärkt auf die Kostenstruktur zu legen. Es geht schließlich bei der Geldanlage vor allem um die Erzielung von optimaler Rendite. Und diesen Anspruch kann ein bedingungslos kostenfreier Broker auf lange Sicht besser erfüllen.

Wie wechselst Du den Anbieter?

Viele Anleger haben sich an ihre Broker gewöhnt und nehmen Preiserhöhungen oder neue Gebühren widerstandslos hin. Sie scheuen den Wechsel ihres Depotanbieters ebenso wie den des Energieversorgers, obgleich beides mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen ist.

Bevor Du Dein Depotanbieter wechseln kannst, muss ein neuer Broker gefunden und dort ein Depot eröffnet werden. Der neue Anbieter ist beim Umzug behilflich und darf – gemäß einem BGH-Urteil vom November 2004 – dafür keine Kosten in Rechnung stellen.

Bist Du bisher bei einer Geschäfts- oder Filialbank, wird der Auftrag per Formular erteilt. Einem Onlinebroker musst Du lediglich mittels elektronischem Auftrag den Willen zum Depotwechsel anzeigen. Der online erteilte Auftrag muss die Depotnummer bei der alten Bank beinhalten und ist ohne Unterschrift gültig. Du kannst sogar nur einzelne Wertpapier aus dem alten Depot zum neuen Broker übertragen.

Dem alten Anbieter musst Du keinen Grund für den Wechsel angeben, es gibt zudem keine Kündigungsfristen. In der Tat ist die Übertragung des Depots einfacher als von vielen Anlegern vermutet.

Warum zu einem kostenfreien Broker wechseln?

Das Jahr 2020 begann mit signifikanten Veränderungen, welche Anleger ebenso wie Trader betreffen. Die Neuerungen für Händler habe ich bereits in einem Artikel zusammengefasst, daher wird dieser Beitrag auf Änderungen für langfristig orientierte Anleger beschränkt.

Zunächst haben viele kostengünstige Brokerage Anbieter die Anzahl an Aktionsangeboten drastisch eingeschränkt. Dies bedeutet höhere Gebühren beim einmaligen Erwerb von ETF-Anteilen ebenso wie bei ETF-Sparplänen.

Bislang berechnet ein Broker negative Zinsen für Guthaben auf Verrechnungskonten. Zudem führt dieser Anbieter im März prozentuale Gebühren für die Depotführung ein. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Broker diesem Beispiel folgen. In ETFs zu investieren wird also bei vielen kostengünstigen Brokern etwas teurer werden.

Auf der anderen Seite besteuert das Finanzministerium mittlerweile den Erwerb von Aktien mit der sogenannten Transaktionsabgabe. Auch hier ist nicht auszuschließen, dass aus den derzeitigen 0,2 % vom Volumen bald mehr werden. Die Transaktionssteuer verteuert für Indexfonds-Anbieter den Erwerb von Aktien und wird sich in der Gesamtkostenquote vieler ETFs niederschlagen.

Dem steigenden Kostendruck entgehst Du mühelos durch die Wahl eines bedingungslos kostenfreien Brokers, respektive dem Wechsel von einem kostengünstigen Anbieter zu gebührenfreien Brokerage Dienstleistungen. Du findest aktuell mit Trade Republic einen absolut kostenfreien Anbieter auf meiner Webseite, weitere Broker ohne Gebühren folgen in Kürze.

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