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Hilfe! Der SCHWARZE SCHWAN killt mein Depot!

Kind Jenga
Depotstudent Dominik
2.7
(3)

Tiefrot – das ist die aktuell dominierende Farbe vieler Depots. Dabei ist es ziemlich egal, ob Du ETFs bevorzugst oder ob Du lieber in Einzelaktien oder Fonds investierst. Und es spielt auch keine Rolle, ob Du kurz- oder langfristig orientiert bist. Erwischt hat es alle. Lediglich die ultra kurzfristigen Zocker und Hochfrequenz Trader können sich eventuell über positive Erträge freuen.

Ein Schwarzer Schwan – was ist das?

Covid-19 ist ein Schwarzer Schwan. Der Begriff wurde geprägt von Massim Nicholas Taleb, einem Finanzmathematiker, der für verschiedene Unternehmen an der Wallstreet arbeitete. Sein Lieblingsthema waren komplexe Finanzderivate. Im Jahr 2007 veröffentlichte er das Buch “Der schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse.” 

Er beschreibt darin, wie der Zufall unser Leben bestimmt und wie wir Menschen die Möglichkeit verdrängen, dass unwahrscheinliche Ereignisse tatsächlich eintreten. Sein Credo: Der Zufall bestimmt unser Leben und kein statistisches oder mathematische Modell kann dies auch nur ansatzweise erfassen.

Ein Schwarzer Schwan kommt aus dem Nichts – seine Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft sind massiv und in keinster Weise erwartbar und abzusehen.

Und Du kannst Dich nicht davor schützen. Die globale Verbreitung des Corona Virus hatten die Börsenteilnehmer nicht auf dem Schirm. Auf dieses Risikoereignis waren die allermeisten Investoren überhaupt nicht vorbereitet. Nach so vielen guten Jahren an der Börse wurde das Risiko einfach ausgeblendet.

Der Schwarze Schwan ist da – was passiert?

Die Börse reagiert zu neunzig Prozent auf Psychologie und nur zu zehn Prozent auf Fakten. Das ist sinngemäß eine Aussage vom Altmeister der Börse André Kostolany. Und der psychologische Zustand der Anleger lässt sich derzeit nur mit nackter Panik beschreiben. Gnadenlos und im wahrsten Sinn ohne Rücksicht auf Verluste wird jeder Wert auf den Markt geworfen – in der Hoffnung auf was? Dass das Virus einfach verschwindet und wieder alles so ist wie vorher?

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All die Dinge, die über Jahre gebetsmühlenartig gesagt und geschrieben wurden, haben in so einer Situation plötzlich keinen Bestand mehr. Vergessen ist, dass Aktienmärkte schwanken und auch mal größere Ausschläge produzieren und dass ein Aktieninvestment immer langfristig zu betrachten ist.

Die auf langjähriger Erfahrung beruhenden Fakten weichen der puren Emotion! 

Aber: Angst ist ein schlechter Ratgeber

Was ist zu tun?

Auch wenn die Depots aktuell aussehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen: Wer sich für Aktien entschieden hat, sollte (muss) eine solche Situation aushalten können. Das Gebot der Stunde heißt: Ruhe bewahren. Ein Verlust ist erst dann wirklich da, wenn Du die Aktie verkaufst. Zur Zeit werden fast alle Unternehmen von den Marktteilnehmern abgestraft. Alles wird verschleudert und der Strudel nach unten beschleunigt sich dadurch noch mehr. Die Panik verstärkt sich.

Ausgehend von einem Höchststand von 13.795 Punkten im Februar taumelte der DAX auf einen Stand von 8.441 am 18. März. Wo die Abwärtsspirale endet – who knows? Covid-19 hat die Börsen weltweit infiziert. Allerdings: Ein Leerräumen des Depots zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein klassischer Panikverkauf. Es ist jetzt schlichtweg zu spät dafür.

Professionelle Investoren bezeichnen die aktuelle Situation gar als Schlaraffenland für Anleger: Aktien von guten Unternehmen sind preiswert zu haben.

Was unterscheidet diese Krise von anderen?

Die aktuelle Panik an den Börsen wird überlagert von der ganz persönlichen Angst jedes Einzelnen vor diesem Virus Covid-19. Die Negativmeldungen überschlagen sich, kaum einer kann sich dem entziehen. Es herrscht eine zweite Panik: Bin ich oder meine Familie betroffen, ist mein Arbeitsplatz gefährdet und hält die Lebensmittelversorgung?

Das sind existenzielle Ängste, die den klaren Blick für das Marktgeschehen nicht wirklich schärfen.

Der Börsenabsturz 2008 wurde letztlich verursacht durch eine massive Überschuldung und der daraus folgenden Bankenkrise. Das war hausgemacht! Der Auslöser für die aktuelle Situation kommt von außen: Das Virus hat zunächst einmal nichts mit dem globalen Wirtschaftssystem zu tun. Gleichwohl wirkt er sich jetzt genau dort aus. Die bis zum Ausbruch der Corona Pandemie an sich prosperierenden Unternehmen und Märkte leiden unter den Ängsten und rutschen in Richtung Rezession.

Tatsächlich wird es aber ein Leben nach Corona geben. Massive strukturelle Veränderungen stehen dann im Raum: Corona zeigt sehr deutlich die Schwächen einer ungebremsten Globalisierung. Die Menschen sind (noch) nicht bereit dafür. Die globalen Lieferketten werden in Frage gestellt werden, um die Abhängigkeiten zu reduzieren. Und: Die Just-In-Time Produktion wird sicher zugunsten von größeren Lagerkapazitäten diskutiert werden.

Und noch etwas: So schnell und so massiv hat noch nie eine Regierung – nicht nur in Deutschland und Europa – Liquidität zur Verfügung gestellt, um Unternehmen zu stützen und Privatpersonen halbwegs sicher durch diese kritische Zeit zu begleiten.

Was kannst Du aus dieser Krise lernen?

Für mich ist das Gewinnerwort dieser Krise ganz klar die Diversifikation: lege niemals alle Eier in einen Korb! Gebetsmühlenartig wurde in den letzten (guten) Jahren seit 2008 das Loblied auf die weltweiten Börsenmärkte  gesungen. Ja, Aktien und ETFs sind solide Investments. Aber die Konzentration auf dieses Thema hatte schon etwas von Fahrlässigkeit.

Und ja, die Märkte werden es schon wieder aufholen. Aber für jeden, der sein ganzes Vermögen (oder den größeren Teil davon) an der Börse angelegt hat und jetzt oder demnächst in Rente geht, ist diese Krise ein Desaster. ETFs zum Beispiel waren der Liebling aller Blogs – weil sie seit Jahren funktioniert haben. Und dann kommt da so ein Virus daher und macht allen einen richtigen Strich durch die Rechnung? 

Ein paar Sachwerte im heimischenTresor oder auch die eigene Immobilie geben zumindest ein Gefühl der Sicherheit. Der vorangegangene Verzicht auf eventuelle Rendite spielt da keine Rolle mehr.

Der Crash findet tatsächlich in allen Assetklassen statt. Aber in durchaus unterschiedlicher Intensität.

Auch Gold ist gefallen – aber in Relation zu den Aktienmärkten moderat. Warum fällt Gold in der Krise? Es müsste doch eigentlich steigen? Die Kauforder im physischen Goldhandel explodieren gerade – das berichten Händler wie zum Beispiel Pro Aurum. Allerdings wird der Goldpreis nicht beim physischen Handel, sondern am Terminmarkt der Edelmetallbörsen gemacht. Und dort sind die “Großen” unterwegs. Und die brauchen Cash, weil sie Nachschussforderungen aus anderen Positionen erfüllen müssen: Margin Calls aus gehebelten Investments! Gold ist in den Monaten zuvor im Wert gestiegen – und ein Wert, der im Plus ist wird bei Cash Bedarf bevorzugt verkauft.

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Vermögen werden in der Krise gemacht

Jetzt einsteigen? Die Marktstimmung, also das Sentiment ist da erstmal keine große Hilfe, weil sie zwischen Bangen und Hoffen schwankt und damit die Volatilität erstmal bleiben wird. Die automatisierten Handelsprogramme haben einen guten Teil zu diesem massiven Absturz beigetragen. 

Chancen müssen manchmal mutig ergriffen werden. Wo kannst Du sie finden?

Einen Blick wert sind sicher Biotechnologie-Werte (Impfstoffe!), wie zum Beispiel das Unternehmen BionTech (übrigens ein Wert aus den MIG-Fonds), der in den letzten Tagen geradezu explodierte – um dann wieder zurückzufallen. Oder Boehringer-Ingelheim, Phizer, Novavax und Fosun Pharma – Titel für die (spekulative) Watchlist. 

In Zeiten von “Social Distancing” rückt der Megatrend Digitalisierung in den Fokus. Technologiekonzerne und IT-Dienstleister (Netzwerktechnik, Cyber Security) können davon profitieren.

Die durch Corona verursachte Krise wird – ähnlich wie die Grippepandemie von 1918/19 – als ereignisbezogene Krise eingeordnet. Die Erholungszeit der Wirtschaft ist nach einem solchen Ereignis in der Regel kürzer als nach einer Systemkrise wie 2008. Mit leichtem Optimismus kannst Du davon ausgehen, dass die Wirtschaft schneller wieder anspringt. Da weltweit die Lager ziemlich leergefegt sein werden, dürfte vor allem die Industrieproduktion dann deutlich anziehen.

Fazit

Der Satz klingt ziemlich abgedroschen: In jeder Krise liegt auch eine Chance!” Wenn Du alle emotionalen und gesundheitlichen Aspekte ausblendest – und als Anleger musst Du das tun – dann liegt darin viel Wahrheit.

Corona ist ein Stresstest für jeden einzelnen von uns, für die Gesellschaft und die globalen Wirtschaftssysteme – von den Gesundheitssystemen einmal ganz abgesehen.

Es kommt jetzt darauf an, in jeder Hinsicht einen kühlen Kopf zu bewahren und wachsam zu sein – auch für Einstiegschancen an den Börsen. Bei bestehenden Sparplänen bleiben und eventuell die Raten erhöhen. Und neue Investments mit Augenmaß und Respekt vor dem Risiko eingehen!

Wie sagte schon Kostolany: “Börsengewinne sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.“

Dein Depotstudent Dominik

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