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ING DiBa Gehaltseingang selbst überweisen: Geht das?

Depotstudent Dominik
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Die ING (ehemals ING DiBa) ist eine der beliebtesten und größten Banken Deutschlands und bietet unter anderem die Eröffnung von Girokonten an.

Das Problem an der Sache: Wer keinen „Gehaltseingang von mindestens 700 €“ pro Monat vorweisen kann und 28 Jahre oder älter ist, muss Kontoführungsgebühren bezahlen.

Viele Interessenten und Kunden der ING DiBa stellen sich daher folgende Fragen:

  • Ist das Girokonto kostenlos, wenn man sich selbst das Geld überweist?
  • Also von einem Konto einer anderen Bank mit demselben Kontoinhaber?
  • Funktionieren damit Eigenüberweisungen? Oder zählt das nicht?

In diesem Artikel zeige ich Dir alle Infos rund um „Gehaltseingang selbst überweisen“ bei der ING und zeige Dir die Erfahrungen von Kunden mit dieser Problemstellung.

Zusammenfassung & Ergebnis:
– ING Girokonto ist nur bei Gehaltseingang von mind. 700 € monatlich kostenlos.
– Nach offizieller Definition zählen dabei nur Gehalt, Rente oder Pension.
– In der Praxis berichten Kunden jedoch davon, dass eigene Überweisungen von anderen Konten funktionieren – über Monate und Jahre hinweg.
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ING DiBa: Gehaltseingang gefordert für kostenloses Konto

Bei der ING DiBa erhält man lediglich dann ein kostenloses Konto, wenn man einen bestimmten monatlichen Gehaltseingang vorweisen kann oder unter 28 Jahre alt ist.

Die offizielle Definition laut ING DiBa Website:

„Gehaltskonto bedeutet: monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang, z.B. durch Ihr Gehalt, Ihre Rente oder Pension. Girokonten mit weniger als 700 Euro Geldeingang kosten monatlich 4,90 Euro. Belastet wird der Betrag jeweils im nächsten Monat.

Keine Sorge – Sie haben ab Kontoeröffnung 3 Monate Zeit, um Ihr Gehalt umzustellen. Erst wenn im dritten Monat kein Gehalt eingeht, buchen wir das neue Entgelt für diesen Monat zum ersten Mal ab.“

Der offiziellen Definition nach ist es eindeutig: Es muss sich um Gehalt, Rente oder Pension handeln.

Bereits im einleitenden Satz wird klar, dass die ING DiBa anstrebt, dass Kunden das Girokonto als Gehaltskonto eröffnen:

„Eröffnen Sie ein kostenloses Gehaltskonto mit Gratis VISA Card“

Es ist möglich, dass die ING damit erreichen möchte, dass das Konto als Erstkonto und nicht als Zweitkonto genutzt wird.

In den Konditionen wird es mit einer Fußnote noch weiter ausgeführt:

Kontoführung kostenlos: Bei Geldeingang1 von mindestens 700 € im Kalendermonat

[…]

1 Ausgenommen sind Wertpapierumsätze, eigene Überträge und Gutschriften aus der Buchung von Rücklastschriften.

Eigene Überträge (wie eigene Überweisungen) sind damit explizit ausgenommen – zumindest in der Theorie.

Wenn man den Chat-Bot „ING Assistent“ befragt, erhält man folgendes Ergebnis:

Solange Sie Ihr Konto als Gehaltskonto nutzen oder unter 28 Jahre alt sind, kostet es Sie nichts. Gehaltskonto bedeutet: 

– Monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang, z.B. durch Gehalt, Rente oder Pension.
– Gut zu wissen: Die 700 Euro können auch in mehreren Zahlungen auf Ihrem Girokonto eingehen.

Bitte beachte an dieser Stelle:

  • Wenn Du unter 28 Jahre alt bist, ist das Girokonto sowieso kostenlos.
  • Die Bedingungen gelten sowohl für das Einzelkonto als auch für das Gemeinschaftskonto.
  • Die 700 € können aus mehreren einzelnen Zahlungen bestehen. Es muss keine „große“ Zahlung sein.

Es lässt sich daher festhalten: Offiziell (!) muss sich es sich um Gehalt handeln und Eigenüberweisungen zählen in diese Definition nicht rein.

Aber ist das wirklich notwendig und ein Hindernis, um die Kontoführungsgebühren zu vermeiden?

Dazu möchte ich Dir gerne die Kunden-Erfahrungen mit der ING DiBa zeigen!

Das berichten Kunden der ING zur Eigenüberweisung

In Online-Foren wird vielfach von den Möglichkeiten berichtet, den Gehaltseingang selbst zu überweisen.

Die Ergebnisse der Foren-Nutzer sind erstaunlich positiv:

  • „Funktioniert bei mir einwandfrei“
  • „ja, es geht“
  • „Klappt bei mir bisher problemlos mit Eigenüberweisung.“
  • „Ich überweise mir immer selbst per Dauerauftrag und bisher klappt es ohne Gebühren.“

Lediglich ein Kunde hat von einer negativen Erfahrung berichtet:

  • „Ich musste Gehaltseingang nachweisen, hatte es vorher auch so gehandhabt, dass ich mir selbst 700€ überwiesen hatte“

Auch nach einiger Zeit bestätigten Kunden in Online-Foren, dass das Konto weiterhin kostenlos bleibt, obwohl es sich nur um Eigenüberweisungen handelte.

  • „Klappt immer noch.“
  • „Klappt wunderbar. Genau so Handhabe ich es momentan.“
  • „Ich schiebe jeden Monat per Dauerauftrag 700€ ING -> Comdirect -> Consorsbank -> ING. Bisher keine Probleme.“

Die Resonanz von ING-Kunden ist also erstaunlich positiv. Nur vereinzelt konnte es Probleme geben und einmalig musste ein Gehaltseingang nachgewiesen werden, um Kontoführungsgebühren zu vermeiden.

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ING DiBa 700 Euro selbst überweisen

Um sich das Geld selbst zu überweisen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Dauerauftrag einstellen.
  • Geld hin- und herschieben.

Wer bei mehreren Banken Konten führt, welche einen monatlichen Gehaltseingang benötigen, kann eine Art „Dreieck“ anlegen.

Also einen Dauerauftrag: Bank 1 -> Bank 2 -> Bank 3 -> Bank 1

… und das Monat für Monat.

Das Geld würde dadurch einen Kreislauf durchlaufen und könnte jeweils die Anforderung „Gehaltseingang“ erfüllen – je nachdem, wie streng die Banken dabei sind.

Wie langfristig diese Tricks jedoch funktionieren, kann nicht abschließend beurteilt werden!

Festgehalten werden kann jedoch, dass viele Kunden über Monate und Jahre hinweg keine Probleme zu haben scheinen.

Was zählt als Geldeingang? Was zählt als Gehaltseingang?

Kommen wir zurück zur Theorie: Was zählt als Geldeingang? Was zählt als Gehaltseingang?

Die Definitionen sind von Bank zu Bank unterschiedlich, sodass jeweils auf den Websites und gegebenenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) nachgelesen werden sollte.

Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten:

  • Wenn von Gehaltseingang die Rede ist, zählen eigene Überweisungen nicht.
  • Wenn von Geldeingang die Rede ist, zählen eigene Überweisungen durchaus.

Prüfe daher immer die genauen Bedingungen der Bank, bei der Du ein Konto eröffnen möchtest!

Muss es Gehalt sein? Oder reichen Überträge?

Bei der ING DiBa muss es streng genommen Gehalt sein. Eigene Überträge sind explizit ausgenommen, was anhand der Fußnoten ersichtlich wird.

Bei anderen Banken wie zum Beispiel der DKB gibt es andere Definitionen:

Bei der DKB kommt man bereits in den Aktivstatus, wenn man Eigenüberweisungen vornimmt: Es reicht also ein „Geldeingang“ und ein „Gehaltseingang“ ist nicht erforderlich.

Dass auch in der Praxis bei Banken wie der ING DiBa teils eigene Überträge ausreichen, habe ich in diesem Artikel bereits beschrieben und anhand der Erfahrungen von Kunden dargelegt.

Nachdem wir die Praxis betrachtet haben, möchte ich am Schluss noch auf die offizielle Definition und den Unterschied zwischen „Gehaltseingang“ und „Geldeingang“ eingehen.

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Unterschied: Gehaltseingang vs. Geldeingang

Bei manchen Banken ist von „Gehaltseingang“ die Rede, während andere Banken den Begriff „Geldeingang“ verwenden.

Aber worin unterscheiden sich die beiden Begriffe eigentlich?

Beim „Gehaltseingang“ ist es entscheidend, dass das Geld von Deinem Arbeitgeber oder einer Institution überwiesen wird. Bei den Zahlungen muss es sich um Gehalt, Rente oder Pension handeln.

Bei einem notwendigen Gehaltseingang von zum Beispiel 500 € im Monat kannst Du also nicht einfach selbst 500 € monatlich auf das Konto überweisen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Beim „Geldeingang“ ist es irrelevant, woher das Geld kommt. Also ob Dein Arbeitgeber Dir das Geld überweist oder ob Du selbst die Zahlungen auf Dein Konto anweist.

Im Banking gilt: Der Geldeingang ist die abgeschwächte Form des Gehaltseingangs, da dort niedrigere Anforderungen gelten.

Vorteilhaft ist natürlich, wenn das Konto sowohl ohne Gehaltseingang als auch ohne Geldeingang geführt werden kann – ganz so, wie es bei einigen wenigen Banken auch möglich ist. Und zwar ganz ohne Kontoführungsgebühren.

Tipp: Geldeingang wird teilweise auch als Mindesteingang oder Mindestgeldeingang bezeichnet.

Beispiel der Definition einer großen Bank für den Begriff „Mindestgeldeingang“:

„Der monatliche Geldeingang kann aus mehreren inländischen bzw. SEPA-Überweisungen innerhalb des betrachteten Monats bestehen. Das bedeutet, dass der Mindestgeldeingang von 700 Euro im Monat nicht in einer Summe eingehen braucht.

Nicht gewertet werden Bargeldeinzahlungen, Gutschriften aus dem Ausland sowie von Kontoverbindungen innerhalb unseres Bankinstituts, die auf den Namen des oder der Kontoinhaber lauten.“

Fazit: Eigenüberweisungen bei der ING

Zusammenfassend kann man festhalten: Offiziell zählen eigene Überweisungen nicht als Gehaltseingang. Das ist jedoch nur der theoretische Teil der Fragestellungen rund um den Nachweis eines „Gehaltseingangs“ zum Kontoführungsgebühren vermeiden.

Die Praxis zeigt ein ganz anderes Bild: Dort wird deutlich, dass man den Gehaltseingang selbst überweisen kann und dadurch die Kontoführungsgebühren bei der ING DiBa vermeidet.

Für Sparer ergeben sich zusammenfassend nur zwei Lösungen:

a) Entweder Du verlässt Dich darauf, dass diese Tricks noch Monate und Jahre weiterhin funktionieren. Dann kannst Du ganz einfach ein Girokonto bei der ING DiBa eröffnen und zum Beispiel einen Dauerauftrag von einem anderen Konto einrichten.

Falls notwendig, kannst Du mehrere Daueraufträge einrichten und dadurch einen „Kreislauf“ herstellen, der jeden Monat einmal durchlaufen wird.

b) Oder aber Du verlässt Dich nicht auf derartige Tricks und wählst direkt eine Bank aus, welche diese Anforderungen nicht stellt. In meinen Empfehlung in diesem Beitrag habe ich eine solche Bank verlinkt. Dort ist weder ein Gehaltseingang noch ein Geldeingang notwendig – es gibt also gar keine Bedingungen dafür, dass keine Kontogebühren anfallen.

Wenn Du also lieber gleich ein kostenloses Girokonto ohne Gehaltseingang (und sogar ohne Geldeingang) eröffnen möchte, halte Dich gerne an meine Empfehlung und eröffne direkt das Konto!

Dein Depotstudent Dominik

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