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Investieren: Aktien vs. Aktienindex

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Es ist mittlerweile bei den meisten Sparern angekommen, dass der Vermögensaufbau für die Altersvorsorge langfristig nur mit Aktien funktioniert. Unklar ist für einige Menschen hingegen, wie sie idealerweise in die Unternehmensbeteiligungen investieren sollen. Nur wenigen ist zudem bis ins Detail bekannt, um was es sich bei Aktien genau handelt.

In diesem Beitrag erfährst Du alles Wissenswerte zu Aktien im Allgemeinen, auf welche Aspekte bei der Auswahl geachtet werden sollte und wie in die Wertpapiere investiert werden kann. Zudem zeige ich Dir, dass Du auch mit wenig Geld an erstklassigen Unternehmen weltweit beteiligt sein kannst. Des Weiteren weise ich auf Voraussetzungen und Fallstricke bei Investitionen in Aktien hin.

Hier den Beitrag als Video ansehen:

Was sind eigentlich Aktien?

Unternehmen geben Aktien aus, um sich an der Börse mit möglichst viel Kapital für Wachstum und Expansion zu versorgen. Vor dem Börsengang findet die Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft statt. Sie wird zur juristischen Person und haftet ausschließlich mit ihrem Grundkapital.

Wer eine Aktie erwirbt, beteiligt sich anteilsmäßig an der emittierenden Gesellschaft und hat ein Recht auf Dividende. Ob ein Unternehmen Dividenden ausschüttet oder nicht, hängt von der rückwärtigen Ertragslage ab und wird von allen Anteilseignern während der Hauptversammlung beschlossen.

In der Regel sind Aktien emittierende Gesellschaften an der Börse notiert, dadurch werden die ausgegebenen Wertpapiere frei handelbar. Alle umlaufenden Aktien zusammen, mit dem aktuellen Kurs multipliziert, ergeben den sogenannten Börsenwert einer Aktiengesellschaft.

Warum werden Aktien gekauft?

Anleger schätzen unter anderem, dass sie durch den Erwerb von Aktien an realen Werten beteiligt sind. Aktien können ihren Wert steigern und stellen Dividenden in Aussicht. Allerdings gibt es an der Börse nur Renditen, wenn Anleger dafür gewisse Risiken in Kauf nehmen. Das größte Risiko ist der stets schwankende Kurs einer Aktie. Ist die Nachfrage groß, steigt automatisch der Kurs. Die Notierung fällt hingegen, wenn Aktionäre ihre Papiere aus bestimmten Gründen abstoßen.

Die schwer kalkulierbare Wertentwicklung hält immer noch viele Sparer von Investitionen in Aktien ab. Indes hat sich die Zahl der Aktionäre in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Etwa 17 % der heimischen Arbeitnehmer und Selbstständigen sind aktuell in Aktien investiert und somit den dauerhaft niedrigen Zinsen bei Bankeinlagen entkommen.

Mittlerweile ist bekannt, dass Investitionen in Aktien langen Anlagehorizont voraussetzen. Immer mehr Menschen investieren in Aktien, um damit Vermögen für den Lebensabend aufzubauen. Aktien rentieren besser als andere Anlageklassen und stellen mehr Rendite in Aussicht als die üblichen Vorsorgeinstrumente.

Welche Voraussetzungen müssen Aktionäre erfüllen?

Zunächst müssen Depot und Verrechnungskonto bei einer Bank mit Brokerage Angebot eröffnet werden. Im Anschluss sind Zeit und umfangreiche Kenntnisse erforderlich, um die richtigen Aktien ins Depot zu legen. Eine alte Regel besagt zudem, dass der Vermögensaufbau mit Aktien nur mit vorhandenem Kapital in 5-stelliger Höhe möglich ist.

Es ergibt demnach wenig Sinn, mit nur einigen Tausendern in Unternehmensbeteiligungen einzusteigen und den aufwendigen Auswahlprozess auf sich zu nehmen. Welche Möglichkeiten Anlegern mit wenig Kapital zur Verfügung stehen, erkläre ich Dir später. Zunächst wenden wir uns der Auswahl von einzelnen Aktien zu und diese wird durch ein vielfältiges Angebot eher erschwert als leicht gemacht.

Im Idealfall beschäftigst Du Dich im Vorfeld der Investition mit den verfügbaren Aktientypen und entdeckst Deine eigenen Vorlieben.

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Welche Aktienarten gibt es?

Die Aktien der großen und oft weltweit agierenden Konzerne werden Large Caps oder Bluechips genannt. Sie werden von Unternehmen wie beispielsweise Apple, Microsoft oder Amazon emittiert und sind vergleichsweise teuer. Das Risiko ist bei Bluechips verhältnismäßig gering, allerdings sind die Renditen von diesen Papieren eher durchschnittlich.

Mid Caps werden von mittelgroßen Gesellschaften emittiert, sie bergen bei höherem Risiko oft bessere Chancen. Dies gilt insbesondere für Beteiligungen an Unternehmen aus den sogenannten Schwellenländern, aber auch für Gesellschaften aus Westeuropa oder den Vereinigten Staaten.

Small Caps werden die Aktien von kleineren Gesellschaften genannt. Diese sind oft noch nicht lange an der Börse notiert und bieten im Wachstum begriffen, ausgezeichnete Chancen. Allerdings ist die in Aussicht stehende Rendite mit einem deutlich höheren Risiko verbunden, denn längst nicht jede kleine Gesellschaft kann unter starkem Konkurrenzdruck überleben.

Wie findest Du rentable Aktien?

Unabhängig davon, ob Du in die Aktien von großen, mittelgroßen oder kleinen Gesellschaften investieren willst, empfehlen Fachleute stets, nach momentan unterbewerteten Titeln zu suchen. Warum? Weil diese Aktien über wesentlich mehr Potenzial verfügen als stark nachgefragte Papiere.

Es ist also erforderlich, bei der Auswahl von Aktien auf mehrere Kennzahlen (beispielsweise KGV und KBV) zu achten, und möglichst tief gehende Informationen zu den Emittenten zu suchen. Warum? Eine Unterbewertung kann mehrere Gründe haben:

  • Das Unternehmen wurde aus irgendwelchen Gründen vom Markt abgestraft.
  • Der Markt hat den Wert der Gesellschaft noch nicht erkannt.
  • Die niedrige Bewertung kommt durch anhaltend schlechten Geschäftsverlauf zustande.

Trifft entweder Punkt 1 oder Punkt 2 zu, kann von einer echten Chance für Anleger gesprochen werden. Der dritte Grund regt hingegen zum Verzicht auf diese Aktie an.

Mit diesem einfachen Beispiel will ich Dir zeigen, dass die Suche nach Aktien aufwendig ist und viel Wissen erfordert. Es muss vor dem Erwerb jeder Unternehmensbeteiligung ein gründlicher Blick auf den Emittenten geworfen werden. Dazu müssen Bilanzen in Augenschein genommen und Geschäftsmodelle auf Zukunftsfähigkeit überprüft werden.

Du kannst mit unterschiedlichen Ansätzen nach attraktiven Aktien suchen und persönliche Vorlieben in den Prozess einfließen lassen. Legst Du ausschließlich auf Rentabilität wert oder werden nachhaltige und gleichzeitig profitable Geschäftsmodelle favorisiert?

Nicht vergessen werden darf zudem, dass bestmögliche Diversifikation vor Risiken schützt. Du solltest also in die Aktien von sehr unterschiedlich aufgestellten Gesellschaften investieren.

Du merkst wahrscheinlich langsam, warum viele Leute von Investitionen in Aktien respektvoll Abstand nehmen. Die Auswahl ist äußerst komplex und das Portfolio muss gepflegt werden.

Es gibt natürlich wesentlich einfachere Möglichkeiten, in die Aktien vieler Unternehmen investiert zu sein. Dazu mehr in den nächsten Abschnitten.

Aktienfonds als Alternative?

Wer der Herausforderung des selbst zusammengestellten Aktienportfolios entgehen will, kann in einen Aktienfonds investieren. Dabei wählt ein Manager die Komponenten aus, sorgt für ein optimal gewichtetes Portfolio und tauscht bei Bedarf einzelne Bestandteile aus.

Auf den ersten Blick bieten aktiv gemanagte Aktienfonds viele Vorteile, doch enttäuschen die meisten von ihnen auf lange Sicht. Warum? Nicht jeder Manager hat ein Gespür für vielversprechende Aktien. In schwierigen Marktphasen versuchen viele Fondsmanager, ihr Unvermögen mit hektischem Handeln zu kaschieren. Sie erreichen zwar meist durchschnittliche Renditen, welche aber durch hohe Kosten erheblich geschmälert werden.

Ein weiterer Nachteil von aktiv gemanagten Aktienfonds ist, dass die Beteiligung oft nur mit hohen Beträgen möglich wird. Der Aktienfonds ist also eine vergleichsweise teure Alternative zum Erwerb von einzelnen Aktien.

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Besser in einen Aktienindex investieren?

Wer sich von der Auswahl an einzelnen Aktien überfordert fühlt und zudem viel Wert auf bestmögliche Diversifikation legt, kann in einen Aktienindex investieren. Alle Industrieländer verfügen über nationale Aktienindizes, ebenso einige Schwellenländer. Darüber hinaus gibt es kontinentale und regionale Aktienindizes. Einige Anbieter, wie beispielsweise Morgan Stanley Capital International, stellen globale Aktienindizes in Option.

  • Die BRD hat den DAX, welcher die 30 größten heimischen Konzerne vereinigt.
  • Der S&P 500 vereinigt die 500 größten Aktiengesellschaften der Vereinigten Staaten.
  • Im Euro Stoxx sind die führenden Konzerne des europäischen Kontinents enthalten.
  • Der MSCI Emerging Markets Index besteht aus Aktien von 26 Schwellenländern.
  • Im MSCI World sind mehr als 1.650 Gesellschaften aus 23 Industrieländern enthalten.
  • Über 3.000 Aktiengesellschaften aus 49 Schwellen- und Industrieländern sind im MSCI AWCI vereinigt.

Die meisten klassischen Aktienindizes sind nach dem Prinzip der Marktkapitalisierung aufgebaut. Zum Einzug berechtigt sind nur die Gesellschaften eines Landes mit dem größten Börsenwert. Jede Gesellschaft wird zudem der Marktkapitalisierung entsprechend im Index gewichtet.

Wer also in einen Aktienindex investiert, muss nicht aufwendig nach einzelnen Aktien suchen, sondern kauft den jeweiligen Markt als Ganzes. Er erwirbt dabei auch Anteile mit weniger guter Wertentwicklung und setzt mehr auf ein befriedigendes Gesamtergebnis.

In einen Aktienindex zu investieren bedeutet, einem passiven Anlageansatz zu folgen. Die passive Geldanlage erfordert nur eine aktive Entscheidung für das Konzept und ist hinterher ebenso einfach wie aussichtsreich.

Gleichzeitig kannst Du mit einigen Aktienindizes sehr nachhaltig und nach ethischen Grundsätzen investieren. MSCI stellt auf dem Weltindex basierende Anlagevehikel in Option, die nach ESG-Kriterien entwickelt, ökologische oder soziale Schwerpunkte setzen. Empfehlenswert ist in diesem Kontext der MSCI World SRI.

Gegenüber der Auswahl von einzelnen Aktien bieten Indizes einige Vorteile. Sie überzeugen mit professioneller Zusammenstellung und optimaler Diversifikation. Doch wie kann in einen Aktienindex investiert werden?

ETFs auf Aktienindizes

Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Indexfonds, welche unter anderem Aktienindizes auf unterschiedliche Art und Weise nachbilden:

  • Ist ein ETF vollständig physisch repliziert, hat der Anbieter alle Aktien aus dem Index in seinem Besitz.
  • Beim sogenannten optimierten Sampling kauft der Anbieter nur die wichtigsten Aktien aus dem Index.
  • Wird ein Index von einem ETF synthetisch nachgebildet, stellt der Anbieter die Wertentwicklung durch Tauschgeschäfte (SWAP) mit einer Investmentbank sicher.

ETFs zeichnen ihre zugrunde liegenden Indizes bestmöglich nach, sie benötigen kein Management und sind daher kostengünstige Anlageinstrumente. Beim Erwerb von Aktien werden unter anderem Ausgabeaufschläge fällig, bei ETFs auf Aktienindizes lediglich niedrige und einmal im Jahr zu zahlende Gesamtkosten (TER).

ETFs auf Aktienindizes können mit wenig Geld über Broker erworben werden. Nicht selten sind Exchange Traded Funds als Aktionsangebote ohne Ordergebühren verfügbar. Einen ETF auf den MSCI World kannst Du sehr oft als Aktionsangebot finden, meist liegt seine TER bei nur 0,20 % pro Jahr.

In den letzten 20 Jahren erzielten Anleger mit einem ETF auf diesen Aktienindex Renditen von durchschnittlich 8 % per anno. Und dass, obwohl das Platzen der Dotcom-Blase 2001/2002 und die Finanzkrise von 2008 zu erheblichen Kurseinbrüchen führten.

Die passive Geldanlage mit ETFs auf Aktienindizes hat sich unzählige Male als sinnvolle Strategie für den Vermögensaufbau erwiesen und sie hat einen weiteren entscheidenden Vorteil.

Kein Kapital erforderlich

Du kannst ohne vorhandenes Kapital in einen bekannten Aktienindex per ETF investieren, weil immer mehr börsengehandelte Indexfonds sparplanfähig sind.

Bei vielen Brokern ist die Einrichtung eines ETF-Sparplans bereits mit Monatsraten ab 25 Euro möglich. Damit erwirbst Du ohne großes Risiko wertvolle Erfahrungen und kannst die Sparrate jederzeit Deinem Einkommen anpassen.

Möglichst früh anzufangen ermöglicht Dir den Vermögensaufbau mit vergleichsweise geringer Monatsrate:

  • 40 Jahre lang monatlich 100 Euro einen Sparplan mit einem ETF auf den MSCI World zu investieren, resultiert in einer Endsumme von 351.000 Euro. 48.000 Euro wurden von Dir eingezahlt.
  • Damit die Kaufkraft von heute am Ende der Laufzeit erhalten bleibt, richtest Du einen Sparplan mit dynamischen Raten ein. Alles Wissenswerte hierzu findest Du in den ETF Artikeln auf meiner Webseite.

Auf Aktienindizes beruhende ETF-Sparpläne sind also sinnvolle Instrumente für den langfristigen Vermögensaufbau. Sie lassen Dir dank niedriger Monatsraten viel Spielraum für Experimente mit einzelnen Aktien.

Wichtig ist aber, dass der Vermögensaufbau auf sicheren Beinen steht und diese Vorgabe kann mit einem ETF auf einen Aktienindex umgesetzt werden. Mit einer soliden Grundlage spricht nichts gegen Investitionen in einzelne Unternehmensbeteiligungen. Betrachte die Investition in Einzelaktien als Hobby, welches Deinen Zeitaufwand bei geschickter Auswahl mit zusätzlichen Erträgen belohnt.

Denke in diesem Zusammenhang auch an die seit 2020 geltenden Änderungen im Einkommenssteuergesetz. Uneinbringbare Verluste sind von Privatleuten bei Aktiengeschäften nicht mehr mit Gewinnen verrechenbar. Investiere also nicht in die Aktien von Unternehmen, deren finanzielle Situation Dir unbekannt ist.

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