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Kostenübersicht: Was fällt beim ETF-Sparplan an?

Altes Gebäude Bank
Depotstudent Dominik
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Der ETF-Sparplan ist ein sehr einfach verständliches Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau. Er ermöglicht Dir bei der Wahl des geeigneten ETF das Erzielen von attraktiver Rendite bei vergleichsweise geringen Kosten. Im folgenden Beitrag stelle ich Dir eine Kostenübersicht vor und zeige Dir gleichzeitig, auf welche Aspekte Du beim ETF-Sparplan achten solltest.

Den Kosten eines ETF-Sparplans muss in jedem Fall Aufmerksamkeit gewidmet werden, doch nicht ausschließlich. Letztlich muss der gewählte ETF oder das ETF-Portfolio Deinen Anlagezielen entsprechen, die angestrebte Laufzeit sollte ausreichend sein und von Deinem Broker wird zum Gelingen bestmögliche Kooperation erwartet.

Eines vorweg: Die Kosten alleine sollten nicht Deine ETF Auswahl bestimmen, andere Aspekte sind mindestens ebenso wichtig. Zu Beginn eine komplette Kostenübersicht für jeden ETF-Sparplan und anschließend eine Stellungnahme meinerseits zu jeder Position.

Welche Kosten entstehen beim ETF-Sparplan?

Auf der ETF Seite sind die Kosten als Total Expense Ratio (TER) zusammengefasst. Die TER wird in deutscher Sprache als Gesamtkostenquote bezeichnet, doch genau genommen ist diese Bezeichnung falsch, weil nicht alle Kosten eines ETFs enthalten sind. In der TER zusammengefasst sind:

  • Kosten für Verwaltung, Management und Vertrieb sowie Lizenzgebühren und Kosten für die jährliche Anpassung.

Eine niedrige Gesamtkostenquote muss nicht zwangsläufig höhere Rendite bedeuten, darüber gibt das Kosten-Rendite-Verhältnis eines ETF Auskunft. Nicht enthalten sind die mit dem ETF-Sparplan verbundenen Kosten.

Damit Du einen ETF erwerben kannst, muss ein Broker oder eine Direktbank sowie ein Depot gefunden werden. Die daraus resultierenden Ausgaben findest Du in der nächsten Kostenübersicht:

  • Kosten für Depot und Verrechnungskonto.
  • Gebühren für die Ausführung des ETF-Sparplans.
  • Kosten für den Erwerb von ETF-Anteilen.

Auf die Höhe dieser Kosten hast Du maßgeblichen Einfluss, ich zeige Dir nachfolgend, wie Du jede einzelne Position minimieren kannst.

Kosten für Depot und Handelskonto

Bei den Gebühren für Depot und Verrechnungskonto hat es eine ähnliche Entwicklung wie bei Girokonten gegeben. Die Broker und Direktbanken bieten beides überwiegend kostenfrei an. Vermutlich haben sie erkannt, dass sich beim ETF-Sparplan mehr an der Ausführung verdienen lässt und reagieren auf den stets größer werdenden Konkurrenzdruck.

Manche Anbieter machen das kostenfreie Depot allerdings von Aktivität abhängig. Das bedeutet für Dich, dass Du innerhalb eines Monats eine gewisse Anzahl von Trades platzieren musst. Aus meiner Sicht eignen sich derartige Anbieter eher für Leute, die mit Wertpapieren handeln wollen.

Ungeeignet sind diese Offerten für jemanden, der mit einem ETF-Sparplan langfristig Vermögen aufbauen und seine Altersvorsorge gestalten möchte. Gleichwohl geben Dir einige Brokerage Anbieter die Möglichkeit, anfallende Kosten für Depot und Handelskonto zu umgehen.

Wie? Mit der Eröffnung eines kostenfreien Girokontos. Den ersten Punkt der Kostenübersicht kannst Du mit etwas Aufmerksamkeit bei der Brokerauswahl bewältigen, schauen wir uns die anderen Kosten an.

Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:

Ich empfehle vor allem:

Der ETF-Sparplan muss ausgeführt werden

Du richtest einen ETF-Sparplan bei einem Broker oder einer Direktbank ein. Der Anbieter kauft für jede Sparrate ETF-Anteile. Bevor Du Dich für die Kosten interessierst, müssen jedoch wichtigere Aspekte geklärt werden:

  • Was willst Du mit dem ETF-Sparplan erreichen?
  • Wie viel Geld kannst Du monatlich in den Sparplan investieren?
  • In welcher Zeit soll Vermögen generiert werden?
  • Wie hoch soll in etwa die Endsumme ausfallen?
  • Welches Risiko willst Du zum Erreichen Deiner Pläne eingehen?

Du siehst, dass keiner der Punkte direkt mit der Kostenübersicht zu tun hat, indes aber von erheblicher Bedeutung ist. Du musst zunächst ein Ziel definieren und anschließend Deine Möglichkeiten in Augenschein nehmen.

Angenommen, Du willst ein stattliches Vermögen aufbauen und kannst jeden Monat 100 Euro in den ETF-Sparplan investieren. Je höher die angestrebte Endsumme ausfällt, desto wichtiger ist der Zeitfaktor. Zum einfachen Verständnis einige Beispiele:

Je höher die angestrebte Endsumme ausfällt, desto wichtiger ist der Zeitfaktor. Zum einfachen Verständnis einige Beispiele:

  • Monatliche Sparrate: 100 Euro.
  • Angestrebte Endsumme: 60.000 Euro.
  • Erforderliche Laufzeit bei einer Wertentwicklung von 8 % pro anno: 20 Jahre.

Alternatives Beispiel mit deutlich höherer Sparrate.

  • Monatlich einsetzbar: 500 Euro.
  • Erwartete Endsumme 60.000 Euro.
  • Bei der hohen Sparrate benötigst Du nur jährlich 2 % Rendite und eine Laufzeit von 10 Jahren.

Aus den Beispielen ist ersichtlich, dass bei kleineren Sparraten die Faktoren Laufzeit und Wertentwicklung besonderen Einfluss ausüben. Mit 100 Euro im Monat musst Du einen ETF mit exzellenter Rendite wählen und dem Instrument ausreichend Zeit zur Entwicklung geben.

Es kommt in erster Linie auf die Wahl des geeigneten ETFs an, um Deine Ziele hinsichtlich Rendite und Endsumme zu erfüllen. Erst bei Festlegung einer Anlageklasse kann der ETF den Kosten entsprechend ausgesucht werden.

Welche Anlageklasse soll ich für meinen ETF-Sparplan wählen?

Aus den obigen Beispielen geht klar hervor, Du benötigst bei hohen Erwartungen und vergleichsweise geringer Sparrate ein sehr rentables Asset. An Aktien führt in diesem Fall grundsätzlich kein Weg vorbei, genauer gesagt an einem Aktienindex.

Im Idealfall wählst Du einen sehr breit streuenden Aktienindex, der Deine Sparraten auf viele Gesellschaften in zahlreichen Ländern auf verschiedenen Kontinenten verteilt. Damit bist Du vor nationalen und regionalen Krisen sicher und profitierst von dauerhaft attraktiven Erträgen.

Allen Anforderungen wird der MSCI World Aktienindex gerecht, weil er mehr als 1.650 Wertpapiere von mittleren und großen Gesellschaften aus 23 Industriestaaten beinhaltet. Lese dazu bitte meinen Beitrag zum Aktienindex MSCI World inklusive Angaben zum Inhalt, zur Gewichtung und zur langfristigen Performance, hier auf dieser Internetpräsenz.

Erst nach getroffener Entscheidung können die Kosten eines ETF-Sparplans ermittelt werden. Eine wichtige Information zur Kostenübersicht: Der MSCI World ist ein oft nachgebildeter Index. Einen ETF auf diesen Aktienindex kannst Du bei vielen Anbietern mit vergleichsweise niedriger TER entdecken.

Wie die Kosten im Zaum halten?

Die Gesamtkostenquote fällt beim ETF-Sparplan nur nachrangig ins Gewicht. Auch bei der Auswahl des Anbieters sind die Kosten nicht der primäre Aspekt. Entscheidend ist vielmehr, dass die Direktbank oder der Broker den ETF sparplanfähig im Angebot hat. Du musst also die Anbieter miteinander vergleichen, die Dir einen ETF-Sparplan auf den MSCI World ermöglichen. Bei diesen Brokerage Anbietern solltest Du auf folgende Kriterien achten:

  • Ist mein favorisierter ETF als Aktionsangebot verfügbar?
  • Fallen bei diesem Anbieter Kosten für Depot und Konto an?
  • Wie sind die Kosten zur Ausführung des ETF-Sparplans dargestellt?
  • Passt die Mindestsparrate in mein Konzept?
  • Gibt es eine Obergrenze seitens der Sparrate?
  • Wird eine Dynamisierung der Sparrate angeboten?
  • Wie ist der Anbieter über die Kosten hinaus aufgestellt?

Du erkennst wahrscheinlich, dass es beim ETF-Sparplan mit einer reinen Kostenübersicht nicht getan ist, sondern alle Aspekte im Gesamtkonsens angeschaut und bewertet werden müssen. Nun zur Erläuterung der oben angeführten Kriterien.

Wie wichtig ist beim ETF-Sparplan ein Aktionsangebot?

Nur wenigen Anlegern ist bekannt, dass Aktionsangebote beim ETF-Sparplan zeitlich begrenzte Werbemaßnahmen des Emittenten sind und nicht vom Broker iniziiert werden. Der Emittent übernimmt für eine gewisse Zeit die Sparplankosten, um auf sich und seine Produkte aufmerksam zu machen. Diese Angebote senken Deine Kosten für ein oder zwei Jahre und im Anschluss fallen normale Gebühren an.

Kosten von Depot und Konto

Diesen Punkt habe ich bereits eingangs ausführlich dargestellt und Dir beschrieben, wie eventuelle Gebühren zu umgehen sind. Mache davon in jedem Fall Gebrauch, ansonsten belastest Du Deinen ETF-Sparplan monatlich mit etwa 2 Euro. Über eine sinnvolle Laufzeit von 20 Jahren schenkst Du Deinem Anbieter bei Nichtbeachtung dieses Tipps etwa 480 Euro.

Auf die Gebühren für die Sparraten achten

Beim ETF-Sparplan stellen die Anbieter fällige Kosten als Festpreise, prozentuale Anteile oder in Form einer Mischung aus beidem dar. Feste Preise sorgen für zeitgemäße Transparenz, bei Angaben in Prozent muss hingegen auf die Konditionen geachtet werden. Schaue lieber zweimal hin, beim flüchtigen Überblick entgehen Dir wichtige Details, wie dieses Beispiel beweist:

  • Ein Anbieter wirbt mit 1,50 Euro monatlich für die Ausführung des ETF-Sparplans.
  • Im Kleingedruckten wird jedoch ersichtlich, dass diese Kosten bei Monatsraten bis maximal 50 Euro anfallen.

Vorsicht ist auch geboten, wenn von zusätzlichen Handelskosten die Rede ist. Der ETF-Sparplan wird von jedem Anbieter zu unterschiedlich hohen Kosten ausgeführt, ein gründlicher Vergleich ist daher sehr empfehlenswert.

Mindestsparrate

Die Bedeutung der Mindestsparrate wird von vielen Einsteigern nicht wahrgenommen. Positiv ist, dass es Broker gibt, die Dir den ETF-Sparplan bereits ab 10 oder 25 Euro im Monat ermöglichen. Übersehen wird dabei, dass bei sehr kleinen Sparraten die fixen Gebühren negativ auf der Rendite lasten. Beispiel:

  • Bei 100 Euro Sparrate entspricht der Festpreis von 1,50 Euro einem prozentualen Anteil von 1,5 %.
  • Bei 10 Euro sind es 15 % und bei 25 Euro 6 %.

Wird jetzt noch berücksichtigt, dass mit niedrigen Raten selbst bei langer Laufzeit nur kleines Vermögen aufgebaut werden kann, ergeben Sparpläne mit geringen Raten eigentlich wenig Sinn. Als Einstieg sind sie dennoch sinnvoll, zudem können sie jederzeit aufgestockt werden.

Was hat die Obergrenze der Sparrate mit den Kosten zu tun?

Die Antwort auf diese Frage ist bereits im vorhergehenden Abschnitt gegeben: Kleine Raten resultieren bei Anbietern mit Festpreisen in hohen Kosten. Im Umkehrschluss lassen sich die festen Kosten durch höhere Sparraten minimieren. Eine Erhöhung der Monatsrate wird unter anderem von steigendem Einkommen ermöglicht. Solltest Du den Vorteil erkannt haben, suche Dir einen Anbieter ohne Obergrenze bei der Sparrate.

Wozu ist eine dynamisierte Sparrate gut?

Auch dieser Abschnitt hat nur indirekt etwas mit der Kostenübersicht zu tun. Eine dynamisierte Sparrate stellt sicher, dass der ETF-Sparplan seitens des Endergebnisses die erwartete Kaufkraft besitzt. Auch hierzu ein Beispiel:

  • Du sparst anfangs mit monatlich 100 Euro auf einen ETF und hast einen Anbieter ohne Limit und mit festen Kosten gewählt.
  • Der Sparbetrag wird jedes Jahr zum Ausgleich der Inflation um 5 Euro monatlich erhöht.
  • Nach 20 Jahren Laufzeit liegt Deine monatliche Sparrate bei 200 Euro und die Kaufkraft der Endsumme übertrifft sogar den wirklichen Verlust durch die Geldentwertung. Und das alles bei gleichbleibenden Kosten.

Nicht nur auf die Kosten achten

Die in diesem Beitrag zusammengestellte Kostenübersicht soll deutlich machen, dass den Kosten zwar Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, aber nicht ausschließlich. Die Wahl eines ETFs für einen ETF-Sparplan ist von vielen weiteren Kriterien abhängig und gleiches gilt für die Suche nach einem Broker.

Details zu diesem Thema findest Du in einem speziellen Beitrag auf dieser Webseite. Abschließend möchte ich Dir raten, die Kosten ausgewogen mit einzubeziehen, nach Möglichkeit zu sparen und vor allem das richtige Asset, die optimale Sparrate und die erforderliche Laufzeit zu wählen.

Dein Depotstudent Dominik

Tipp: Um in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren, benötigst Du ein Wertpapier-Depot. Die besten Anbieter findest Du in der folgenden Übersicht:

Ich empfehle vor allem:

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