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Macht der MSCI World für Kinder Sinn?

Kinder Kürbisse

Der MSCI World Aktienindex überzeugt seit Jahrzehnten viele Anleger mit vorbildlicher Diversifikation und einer langfristig attraktiven Entwicklung. Details zum Index kannst Du hier auf dieser Internetpräsenz nachlesen. Mein heutiger Beitrag beschäftigt sich mit der Frage: Ist der MSCI World für Kinder geeignet?

Genau geht es darum, wie Eltern idealerweise Geld für die eigenen Kinder oder beispielsweise ein Patenkind zurücklegen können. Der durchaus lobenswerte Vorsatz ist ja in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen, nicht leicht umzusetzen.

Zunächst schauen wir uns einmal die Kriterien, die den MSCI zu einer sicheren und auf lange Sicht lukrativen Geldanlage machen, an. Danach stelle ich Dir einige Alternativen vor und erkläre anschließend die Vorteile des MSCI World für Kinder.

Warum ist der MSCI World eine lohnenswerte Geldanlage?

Morgan Stanley Capital International bündelt in dem Index die Aktien von ungefähr 1.650 mittleren und großen Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durch die breite Streuung und den überwiegenden Einsatz von Standardwerten sichert der Index jedem Anleger langfristig attraktive Erträge.

Als ETF erworben, ist der MSCI World zudem eine ausgesprochen günstige Kapitalanlage. Die aktuell niedrigste Gesamtkostenquote (TER) von 0,12 % spricht für ein Investment. Überzeugend ist vor allem die auf lange Sicht immer positive Entwicklung. MSCI gibt auf der eigenen Webseite folgende Werte aus der Vergangenheit an:

  • Bei einer Anlagedauer von 5 Jahren musste pro Jahr eine niedrigste Rendite von minus 9,2 % in Kauf genommen werden. Der höchste Jahresertrag lag bei plus 28 % und die Durchschnittsrendite bei 9,1 %.
  • 10 Jahre im MSCI investiert resultierte in einer niedrigsten Jahresrendite von 4,4 % und einem maximalen Jahreswert von 19,2 %. Die Durchschnittsrendite lag bei 8,5 % pro Jahr.
  • 15 Jahre Anlagedauer bedeuten für Anleger keine Jahre mit negativen Renditen. Erzielbar waren jährliche Erträge zwischen 1,3 und 14,4 %. Die Durchschnittsrendite lag bei 7,8 %.

Aus dieser Aufstellung geht klar hervor, dass der MSCI World als ETF eine hervorragende Geldanlage darstellt, die mit langem Anlagehorizont immer Gewinne abwirft. Der ideale Anlagezeitraum sollte 15 Jahre oder länger sein. Solltest Du bereits in den MSCI World investiert sein, wirst Du bestätigen können, dass der langfristige Trend, von moderaten Schwankungen abgesehen, stets nach oben geht.

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Geld für die Kinder anlegen

Kinder kosten bis zur Volljährigkeit den Eltern viel Geld, im Durchschnitt werden pro Kind laut Einschätzung des Statistischen Bundesamtes mehr als 120.000 Euro ausgegeben. Danach soll der Nachwuchs einen möglichst guten Start in das Berufsleben erhalten. Sparen für die Kinder oder ein Patenkind ist eine sinnvolle Angelegenheit. Leider bietet das aktuelle Umfeld wenig attraktive Möglichkeiten. Schauen wir uns die Optionen an:

Klassisches Sparen

Jeden Monat einen gewissen Betrag auf das Tagesgeld– oder Festgeldkonto legen, ist angesichts gewährter Minizinsen eine sichere Art der Vermögensvernichtung. Selbst sogenannte Kinder-Konten rentieren mit Erträgen unterhalb von 1 % nicht, weil die Inflation mindestens doppelt so hoch ist.

Bausparen

Beim Bausparvertrag geht es in erster Linie um die Generierung von Eigenkapital für den Kauf oder Bau einer Wohnimmobilie. Viele Anbieter bestehen auf der diesbezüglichen Verwendung des gesammelten Geldes und gewähren in der Sparphase nur ähnlich niedrige Zinsen wie beim Tagesgeld. Was aber, wenn der Sprössling kein Bauherr oder Eigenheimbesitzer werden will?

Kapitallebensversicherung

Natürlich könntest Du für Dein Patenkind oder eigene Kinder eine Kapitallebensversicherung abschliessen. Vor 30 Jahre war dies eine gute Idee, aber heutzutage leiden die Versicherer unter dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und kürzen daher die Garantiezinsen kontinuierlich.

Die einzige Option bei der Lebensversicherung sind fondsgebundene Verträge, bei denen Versicherte das Risiko mittragen. Derartige Policen sind jedoch mit enormen Gebühren belastet und kaum annehmbar. Mögliche Risiken alleine zu tragen, ist in jedem Fall lohnenswerter.

Die Lösung: einen ETF Sparplan auf den MSCI World für Kinder

Bei der nachfolgenden Erklärung behalte bitte die oben erwähnte Durchschnittsrendite für den MSCI World bei einer Haltedauer von mehr als 15 Jahren im Auge. Pro Kind bekommst Du jeden Monat knapp 200 Euro Kindergeld vom Staat. Angenommen, Du investierst davon 150 Euro monatlich in einen ETF Sparplan auf den MSCI World, könnten die Rechnung bis zum 18. Lebensjahr wie folgt aussehen:

  • 150 x 12 x 18 = 32.400 € werden innerhalb der Zeit netto angesammelt und erwirtschaften ab der ersten Sparrate Erträge im oben erwähnten Rahmen.
  • Der MSCI World für Kinder profitiert vom Zinseszinseffekt und generiert über die Laufzeit eine beachtliche Summe, aus den gut 32.000 werden mehr als 60.000 €.

Das Sparen mit dem MSCI World für die Kinder oder das Patenkind sollte so früh wie möglich beginnen. Beim eigenen Nachwuchs legst Du am besten kurz nach der Geburt einen Anteil des staatlich gewährten Kindergelds in einem Sparplan an. Natürlich müssen in einem Land mit extrem hohen Steuern einige Aspekte beachtet werden.

Auf welchen Namen soll der MSCI World für Kinder laufen?

Du kannst das Depot auf den Namen Deines Kindes eröffnen, damit werden zwei Vorteile genutzt. Für den Junior gelten die identischen Steuerfreibeträge, bis zu einem Jahresertrag von 801 Euro bleibt die Geldanlage abgabenfrei. Legst Du das Depot auf Deinen eigenen Namen an, musst Du sowohl für die eigene Rendite als auch für die Erträge des Juniors Abgeltungssteuer bezahlen, sofern Dein Freibetrag überschritten wird.

Der steuerliche Aspekt ist keine Herausforderung, wenn Du einen hierzulande lizenzierten Broker für die eigene Geldanlage und den MSCI World für Kinder gewählt hast. Du erteilst einen Freistellungsauftrag und fällige Beträge werden automatisch vom Broker abgeführt.

Bei einem Freibetrag von 801 € für das Kind sowie 801 respektive 1.602 € für Dich mit Ehefrau sind Steuern in den ersten Jahren der Geldanlage kein Thema. Beim Überschreiten der Freibeträge müssen für Erwachsene, Kinder und Patenkind separate Steuererklärungen abgegeben werden.

Viele online aktive Broker bieten Depots für Kinder an. Bei der Eröffnung wirst Du als gesetzlicher Vertreter eingetragen und musst eine Kopie der Geburtsurkunde für jedes Kind vorlegen. Ansonsten unterscheidet sich ein Depot für Kinder höchstens durch kleine einmalige Prämien zur Eröffnung.

MSCI World für Kinder: An die Konsequenzen denken

Durch die Einrichtung eines Depots für den Junior ergibt sich ein Problem mit der Familienversicherung. Der oben dargestellte Sparplan wirft zum Ende der vorgesehenen Laufzeit attraktive Monatserträge ab. Übersteigt der monatliche Ertrag die Summe von 425 Euro, kann das Kind nicht mehr kostenfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern sein.

Dieses würde in Mehrkosten für eine eigene Kinderkrankenversicherung resutieren. Mein Rat: rechne den Ertrag des Sparplans auf den MSCI World in den letzten Jahren vor der Volljährigkeit aus. Wahrscheinlich fährst Du günstiger, wenn das Depot für den Sprössling oder das Patenkind auf Deinen Namen eingerichtet wird.

Ein weiterer Aspekt, der gegen die Depoteinrichtung auf den Namen des Kindes spricht, ist der Verlust des BAföG-Anspruchs. Gut, dieses Szenario ergibt sich nur, wenn der Junge oder das Mädchen unbedingt studieren möchte. Wenn dem aber so ist, resultiert der Vermögensstand von deutlich mehr als 7.500 Euro in der Tatsache, dass kein BAföG gewährt wird. Auch hier hilft, das Depot mit dem MSCI World auf Deinen Namen zu eröffnen.

Ein bei der Eröffnung des Depots für Kinder wenig beachteter Aspekt ist die Tatsache, dass Eltern ab der Volljährigkeit ihres Nachwuchses die Zugriffsrechte verlieren. Der Sprössling kann im schlimmsten Fall das Depot mit dem MSCI World auflösen und den Ertrag für Dinge ausgeben, die nicht Deinem Sinn entsprechen.

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Mir ist schon klar, dass heutzutage Eltern sehr unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema haben. Aus meiner Sicht sollte die Geldanlage für Kinder zu deren Nutzen sein und nicht für Mode, Autos oder sonstigen Konsum verprasst werden. Ich würde ein Depot mit dem MSCI für Kinder oder das Patenkind auf meinen Namen eröffnen.

Wer gegenteiliger Ansicht ist, sollte zumindest Regeln für die Auszahlung verfügen. Damit steht dem Nachwuchs monatlich nur ein festgelegter Teil der Geldanlage zur Verfügung. Es besteht zudem die Chance, dass das Kind den Sinn des Investments erkennt und den MSCI World weiterlaufen lässt.

Das Depot später auf den Sprössling übertragen

Um die Steuer beim MSCI World für Kinder brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, wenn ein in der BRD ansässiger und von der BaFin lizenzierter Broker gewählt wurde. Unvermeidbares wird automatisch von Deinem Anbieter ans Finanzamt entrichtet. Gleiches gilt für das Kinder-Depot auf Deinen Namen.

Du kannst es bis zum von Dir gewählten Zeitpunkt selbst halten und danach einfach verschenken. Die Endsumme aus dem oben erwähnten Vorschlag mit 150 Euro Sparbetrag pro Monat liegt unterhalb der Freigrenze von 400.000 Euro. Es wird daher keine Schenkungssteuer fällig und das Kind oder Patenkind hat einen optimalen Start ins weitere Leben.

Mein Fazit

Meiner Ansicht nach gibt es keine bessere Geldanlage als den MSCI World beziehungsweise den MSCI World für Kinder. Die investierten Gelder zählen zum Sondervermögen und das Depot wird vor Zugriffen sicher verwaltet. Der MSCI World eignet sich vor allem für Menschen mit langem Anlagehorizont, weil die langfristige Entwicklung statistisch erwiesen, immer positiv ist.

Eine Rendite von knapp 8 % pro Jahr machen den MSCI World zum konkurrenzlos attraktiven Anlagevehikel, die breite Streuung sorgt für Sicherheit. Wer für seine Kinder einen idealen Grundstock fürs spätere Leben schaffen möchte, kann diese Absicht mit einem ETF Sparplan umsetzen. Als Einlage kann ein Teil des monatlichen Kindergelds verwendet werden. Das Depot wird aus mehreren Gründen idealerweise von den Eltern eröffnet. Bei Volljährigkeit kann das Depot mit dem MSCI World an den Nachwuchs steuerfrei verschenkt werden.

Im Idealfall reden Eltern mit Ihren Kindern im Vorfeld des Übertrags und weisen auf die hervorragende Entwicklung der Geldanlage hin. Ziel sollte sein, die mittlerweile großen Kinder zu weiteren Investitionen in den MSCI World zu bewegen. Solange die industrialisierten Nationen dieser Welt wirtschaftlich aktiv und erfolgreich sind, wird es den Index mit außerordentlich guter Entwicklung weiter geben.

Dein Depotstudent Dominik

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2 Kommentare

  1. Das mit der Schenkungssteuer beim Patenkind stimmt so nicht. Der Freibetrag bei der Schenkungssteuer hängt vom Verwandtschaftsverhältnis ab. Da man mit einem Patenkind, wenn überhaupt, häufig nur weitläufig verwandt ist, beträgt der Freibetrag nur 20.000 € (s. zum genauen Betrag: §§ 15, 16 ErbStG).

  2. Vorsicht: Kleiner Denkfehler
    Bei der Schenkung an das Patenkind gilt der Freibetrag im Abhängigkeit vom Verwandschaftsgrad und kann keinesfalls mit 400000 Euro angenommen werden. Er beträgt aber in jedem Fall immerhin noch mind. 20000 Euro!

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