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Meine Erfahrung mit Deka-Fonds von der Sparkasse

Zigarre Hut

Sind Deka-Fonds viel zu teuer? Deka BasisAnlage A60, A40, Dividendenstrategie gut oder schlecht? Mein riesiger Fehler und meine E-Mail an den Bankberater.

Etwa ein Jahr dürfte es her sein, dass ich beim Bankberater saß und mir schöne Worte zu Fonds der Sparkasse anhören durfte. Hat alles ganz fantastisch geklungen. Als Veranschaulichung wurde ein kleines Häuschen auf ein Stück Papier gezeichnet. Neben Tagesgeld sollte ein hübscher Deka-Fonds (Deka BasisAnlage A60) die Basis für das Haus bilden. Oben drauf kam dann ein Deka-Fonds mit einer Dividendenstrategie, der das Dach darstellen sollte.

Das Auto, das in der Garage parkte, waren Rohstoffe, die später als Beimischung gekauft werden könnten. Aber das war nicht unser Thema. Ich hatte zwar noch keine Erfahrung mit Geldanlage, aber wozu auch? Mit dem Häuschen sah alles recht verständlich aus.

Was wurde mir angeboten?

Es ging um das Rendite Duo: Die Hälfte eines Betrages wird für ein Jahr mit 1,2 % als Festgeld verzinst, die andere Hälfte wandert in ein Depot. Das Depot sollte dabei aus folgenden Positionen bestehen:

  1. Deka BasisAnlage A60 (Risikoklasse 3/7)
  2. Deka Dividendenstrategie (Risikoklasse 5/7)

So weit so gut. Aber mir war unwohl. Und das aus einem einzigen Grund: Ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich mit dem Festgeld in die Fonds gelockt werden sollte. Na gut, das war jetzt sicherlich keine detektivische Meisterleistung, aber die 1,2 % hörten sich schon ganz nett an.

Was ich mich die ganze Zeit fragte: Wieso soll ich eigentlich einen sicheren und einen spekulativen Deka-Fonds kaufen. Ich könnte doch genauso einen Fonds kaufen, der etwas riskanter ist als der „sichere“ Fonds, aber weniger riskant als der spekulative Fonds. Vor allem wurde die ganze Zeit gepredigt, dass die Dividendenstrategie so wunderbar renditestark sei.

Ja super, dann hätte ich gerne einmal die Deka Dividendenstrategie ohne Soße (ohne Festgeld und BasisAnlage A60)!

Wichtig, wichtig, wichtig!

Ich muss noch kurz was loswerden bevor es weitergeht!

Viele Menschen legen in ihrem Leben mehrere 10.000 €, vielleicht sogar mehrere 100.000 € an.

Wer sich nicht verarschen lassen möchte, kommt nicht daran vorbei, sich zu informieren.

Und es gibt so unglaublich viel Schrott im Netz. Ernsthaft.

Wer sich durch Blogs und Foren quält, braucht einfach Ewigkeiten bis alle wichtigen Themen geklärt sind.

Leuten, die flott und effizient weiterkommen möchten, empfehle ich mittlerweile auch gar keine Bücher mehr. Eher einen Videokurs.

Der gelungenste darunter ist wahrscheinlich dieser Videokurs der Link führt direkt hin.

Statt bei einem Buch für 30 oder 40 € lernt man bei nem guten (!) Videokurs einfach intensiver.

Das ist wahrscheinlich die renditestärkste Investition Deines Lebens. 🙂

Die Kosten sind fast schon lächerlich gering, wenn man bedenkt, dass man z.B. bei der Deka BasisAnlage A60 allein für den Kauf schon 4 % zahlen muss – 2.000 € bei 50.000 €.

Im Kurs lernt man unter anderem, dass die angesprochenen Deka-Fonds schon im Grundsatz keinen Sinn machen. Gute Alternativen für die Geldanlage findet man auch.

Und Fehler bei der Geldanlage sind einfach sauteuer.

Klar kannst Du alles ausprobieren und Dir die Infos irgendwo im Netz zusammensuchen. Das kostet Dich aber unglaublich viel Zeit und wahrscheinlich verlierst Du auch noch Kohle. Naja, wie dem auch sei. 🙂

Jetzt geht es weiter. 😉

frau basketball

Das mit der Kombination des „sicheren“ und des „spekulativen“ Deka-Fonds zu einem einzelnen Fonds habe ich den Bankberater gefragt. Es wurde mir aber schleunigst ausgeredet, obwohl diese Art von Fonds tatsächlich von der Deka angeboten wurde. Ich wusste nur leider nicht, dass es wesentlich bessere Möglichkeiten zur Geldanlage gibt.

Heute kann ich nur mutmaßen: Höhere Provision?

Mir war zum damaligen Zeitpunkt nicht bewusst, dass der Bankberater eigentlich ein Bankverkäufer war, obwohl ich wusste, dass er Provision bekommt.

Aber er war doch so nett und hat sich um mich gekümmert. „Überlegen Sie es sich doch einfach mal zuhause.“ oder „Falls irgendetwas sein sollte, können Sie sich immer bei mir melden. Gar kein Problem!“. Obwohl ich keine hunderttausend Euro auf dem Konto hatte (siehe Das Studenten Depot – Februar 2017) hat man sich hervorragend um mich gekümmert.

Und wieder kann ich nur mutmaßen: Eine Zeitinvestition in einen jungen Menschen, der in wenigen Jahren immer wieder Geld auf die Bank bringen wird und nicht weiß, in was er investieren soll?

Na in was wohl? In Deka-Fonds!

Der Umgangston war sowieso sonderbar. Eine Mischung aus kumpelhafter Unterhaltung und Geschäftsgespräch (schließlich wurde ich gesiezt).

Wie hätten sich die Deka-Fonds aufgeteilt?

  • 33 % Deka Dividendenstrategie
  • 67 % Deka BasisAnlage A60

Zu beiden Fonds würde jeweils noch ein 50 € Sparplan dazukommen.

Was mir erst jetzt spanisch vorkommt:

Meine Asset Allocation hätte sich über die Jahre wohl etwas merkwürdig gewandelt. Schließlich würden sich die zwei Fonds immer mehr angleichen durch die Sparrate. Durch die Wertentwicklung würde die Dividendenstrategie der BasisAnlage wohl irgendwann davonlaufen. Ob der Herr das so bedacht hatte? Oder war der Sparplan sogar eine Falle, um mich zur Dividendenstrategie mit (wahrscheinlich) mehr Provision zu verführen? Man munkelt, es könne der Wahrheit entsprechen.

Ich unterstelle niemanden etwas, finde nur das System der Hausbanken grenzwertig. Wobei man da wohl eher an der Finanzbildung (siehe Bücher) des Volkes ansetzen müsste, denn ohne Verkäufer geht so manches einfach nicht.

„Den Cost-Average-Effekt kennen Sie ja, oder?“. Dass ich der Meinung war (und noch bin), dass es sich dabei mehr um einen Begriff handelt, der sich gut verkaufen lässt, als um einen Grund, zusätzlich einen Sparplan zu starten, ließ ich unausgesprochen. Klar, der Effekt existiert. Aber das beschert einem bei steigenden Kursen keine höhere Rendite als eine Einmalanlage. Und irgendwie wurde das so kommuniziert.

Die Renditen der Deka-Fonds sahen auch alle prächtig aus. Mehr als ich mir erwartet hatte. Schade nur, dass da weder Ausgabeaufschläge noch Managementgebühren etc. berücksichtigt worden waren.

Gebühren für die Deka-Fonds

Bei diesen Gebühren hilft nur Yoga.

  • Deka Dividendenstrategie Yoga blauer Himmel

Laufende Kosten 1,32 %

Ausgabeaufschlag 4,00 %

  • Deka BasisAnlage A60

Laufende Kosten 1,43 %

Ausgabeaufschlag 3,75 %

Zusätzlich Gebühren für das Vermittlungsgeschäft. Katastrophe, wirklich. Also da bleibt doch wirklich nichts mehr für die Hauptperson übrig – mich. 🙂

Abgesehen davon ärgerte es mich, dass die Deka Basisanlage A60 für hohe Gewinne eine zusätzliche Gebühr von 20 % verlangte. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn es nach unten auch eine Art Begrenzung gegeben hätte und damit eine Sicherheit für mich drin wäre. Das war nur leider nicht der Fall. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Keine Deka-Fonds gekauft – Glück gehabt.

Ich fragte ihn irgendwann, ob er denn selbst Deka-Fonds besäße und damit Erfahrung hätte. Das bejahte er, zusätzlich investiere er in Einzelaktien.

Ich bin mir nicht sicher, ob das eine fast schon dreiste Lüge war oder ob er es selbst nicht besser wusste und tatsächlich überteuerte Fonds im Depot hatte. Gut, für Mitarbeiter gibt es bestimmt andere Konditionen, aber trotzdem. Beide Varianten des Bankberaters wären absolut ungeeignet, um mich in Finanzthemen zu beraten. Seine ehrlichen Erfahrungen mit der Performance wollte er außerdem nicht mit mir teilen.

Meine Mail an die Sparkasse

„Bezüglich der Duo Rendite: Zwar würde ich natürlich gerne die Hälfte des Betrages zu einem attraktiven Zinssatz anlegen (wenn auch nur für ein Jahr), die Fonds entsprechen jedoch leider nicht meinen Vorstellungen. Durch die hohen Ausgabeaufschläge und laufenden Gebühren bei eher schwacher Performance und wenig überzeugender Ausschüttungsrendite (bei der Dividendenstrategie) erwarte ich eine sehr lange Amortisationsdauer und denke nicht, dass diese beiden Fonds passende Produkte für meine derzeitige Situation darstellen.

Beispielsweise wird auch mein Gewinn bei guter Performance bei der BasisAnlage A60 durch die Deka begrenzt, während ich Verluste voll tragen muss.“

Ich habe diese Mail gerade gefunden und war etwas erstaunt darüber, dass ich damals wohl doch nicht komplett planlos war – zum Glück. 🙂 Aber gut, das war ja auch nachdem ich einige Zeit zur Recherche hatte. Also wirklich, wenn ich erst Jahre brauche, bis meine Fonds mal im Plus sind und diese sich durch die hohen Gebühren dann vor sich hinschleppen…

Ich war zum damaligen Zeitpunkt übrigens auch an Festgeld interessiert, was mir im Nachhinein etwas naiv vorkommt. Das hätte 0,15 % im Jahr gebracht. Aber ich dachte: Besser als nichts! Brauche das Geld sowieso nicht für 1-2 Jahre.

Verstörend, was da abgezogen wird

Wie krank ist das eigentlich. Junge Menschen kommen von der Schule, beginnen eine Ausbildung oder ein Studium und werden dann nach ein paar Gehältern zur Bank des Vertrauens im eigenen Ort eingeladen, um sich „beraten“ zu lassen. Keine Erfahrung, absolut keinen Plan. Das ist echt eine Sauerei. Nutzen Banken die Unwissenheit schamlos aus? Jedenfalls können junge Erwachsene da den größten Scheiß unterschreiben. Überteuerte Finanzprodukte sind zwar nicht der größte Scheiß, aber doch ein recht großer.

Ich finde das irgendwie traurig und hoffe mal, dass sich das mit der Finanzbildung in Zukunft ändert. Ich will gar nicht wissen, wie viele Leute seit Jahren Deka-Fonds im Depot haben, bei denen sie regelmäßig krasse Managementgebühren abdrücken müssen und keinen gescheiten Vermögensaufbau hinbekommen.

Ich bin so dankbar dafür, dass ich mich damals gegen die Deka-Fonds entschieden habe. Auch dadurch, dass ich viel im Internet gelesen habe (vor allem im Wertpapierforum) und mich in diesen Dingen weiterentwickeln konnte.

Wobei, weiterentwickelt ist gut – denn davor war nämlich gar nichts da. 🙂

Mir kommt das heute so vor, als wäre ich um ein Haar Opfer einer Katastrophe geworden. Natürlich hört sich das jetzt etwas übertrieben an, aber so fühlt es sich heute wirklich an.

Vielleicht auch, weil ich es mir schrecklich vorstelle, beispielsweise als 25 Jahre alter Mensch keinen Plan oder Erfahrung mit Finanzthemen zu haben und bei der Sparkasse (oder bei sonst einer Bank) einen Kredit für ein Haus aufzunehmen. Dann darf ich mein ganzes Leben lang den Sklaven spielen (siehe Studenten und finanzielle Freiheit – nicht geil).

Klar, das ist übertrieben und es wäre damals „nur“ ein mittlerer vierstelliger Betrag in die Deka-Fonds geflossen. Trotzdem – mit Sparplan und allem Drum und Dran hätte ich heute keine schönen, günstigen ETFs im Depot, sondern irgendwelche Deka-Fonds, die viel zu hohe Gebühren haben und überhaupt nicht performen.

Dabei ist passives Investieren mit ETFs eigentlich soooo einfach. Und da sammle ich jetzt ja fleißig Erfahrung (siehe Meine Transaktionen).

Kaufen andere Menschen einfach Deka-Fonds?

Was mich eigentlich so schockiert ist, dass ich trotz Abiturs und halb abgeschlossenem, technisch-wirtschaftlichem Studium so knapp vor einem fundamentalen Fehler gestanden habe. Ohne überheblich klingen oder mich als cleveren Menschen (der ich in diesen Sachen ja anscheinend nicht war – ganz im Gegenteil) profilieren zu wollen, stelle ich mir folgende Frage:

Was bitte machen Menschen, die weniger Bildung genossen haben und sich mit Finanzthemen ein Leben lang überhaupt nicht beschäftigen oder sie nur ein ganz kleines bisschen streifen und sich auf Bankberater verlassen?

Ob es beruhigend oder noch verängstigender sein soll, dass sich viele Blogger wie der Finanzwesir, Holger Grethe von Zendepot und andere erst „recht spät“ mit diesen Themen auseinandergesetzt haben, weiß ich nicht. Sie mussten ja auch schon einiges an Lehrgeld zahlen, was mir bis jetzt glücklicherweise erspart geblieben ist. Da wurden Erfahrungen auch erst eher spät gesammelt. Aber wenn diese Menschen (Ingenieur und Arzt) schon solche „Fundamentalfehler“ machen, was müssen dann andere erst für Müll bauen. Nicht, dass gesellschaftlich angesehene Berufe zwangsläufig nur von Menschen ausgeführt werden können, die fit bei Finanzen sind. Vielleicht wissen manche jungen Menschen niedrigen Bildungsstandes tatsächlich mehr über Geldanlage als der ein oder andere Ingenieur mittleren Alters. Aber ich nehme mal an, dass der Trend in die andere Richtung gehen wird.

Der riesige Vorteil an den Deka-Fonds

Durch dieses unglaublich unattraktive Angebot (was mir anfangs allerdings nicht unglaublich unattraktiv vorkam) war ich gezwungen, mich in die Thematik einzulesen. Und – oh Wunder – ich finde es jetzt sogar so wichtig und interessant, dass ich jede Woche einen Beitrag dazu veröffentliche. Also in dieser einen Hinsicht sind Deka-Fonds ja doch nicht ganz so übel. 😉

Wichtig: Ich wiederhole es nochmal.

Wenn Du Dich nicht verarschen lassen möchtest, lege ich Dir wirklich einen guten Kurs zum passiven Investieren ans Herz: Link zum Videokurs

Der Videokurs ist absolut top und danach hast Du wahrscheinlich mehr Ahnung als 99 % der Deutschen. 🙂

Was mich interessiert: Hattest Du auch schon einige dieser Beratungsgespräche, bei denen man nicht so wirklich weiß, was sinnvoll ist und wovon man besser die Finger lässt? Musstest du sogar bereits einiges an Lehrgeld bezahlen oder stehst Du noch am Anfang Deiner Finanzkarriere?

7 Kommentare

  1. „Riesiger Fehler“, „Katastrophe“, „Verstörend“, „Schockiert“

    Geht es auch etwas weniger reißerisch?!

    Offenbar hast Du auch das Produkt nicht richtig verstanden…
    „Abgesehen davon ärgerte es mich, dass die Deka Basisanlage A60 für meine Gewinne eine Grenze hatte. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn es nach unten auch eine Begrenzung gegeben hätte und damit eine Sicherheit für mich drin wäre. Das war nur leider nicht der Fall. Wäre ja auch zu schön gewesen.“

    Lt. Eigenangaben der DEKA
    ( https://www.deka.de/privatkunden/fondsprofil?id=DE000DK2CFR7 )
    „Das Fondsmanagement wählt dazu aus einer Vielzahl von Zielfonds, wobei der Anteil der Aktienfonds auf maximal 60% begrenzt ist und bis auf 0% reduziert werden kann. Daneben wird im Wesentlichen in Rentenfonds, Geldmarktfonds und kurzfristige, liquide Geldanlagen investiert.“

    Das Einzige, was begrenzt wird, ist also die Aktienquote. Weniger Aktien – besser Aktienfonds -bedeuten nun nicht zwangsläufig weniger Rendite: die Börse ist keine Einbahnstraße, und auch mit Rentenfonds lassen sich ggf. Überschüsse erzielen.

    Auch
    „Mir war zum damaligen Zeitpunkt nicht bewusst, dass der Bankberater eigentlich ein Bankverkäufer war, obwohl ich wusste, dass er Provision bekommt.“

    dürfte – anders als bei z.B. freien Vermittlern -nicht stimmen, der Sparkassenfuzzi bekommt selbst keine Provision dafür, nur ein entsprechendes Gehalt. Aber auch dass muss natürlich bezahlt werden…

    Jeder, der in einem Geschäft steht, ist ein Verkäufer.

    Letzten Endes wandern bei der Empfehlung vom Sparkassenfuzzi also 2/3 in relativ sichere Anlagen – der Kapitalerhalt stand bei der Anlageempfehlung also im Focus – und ca. 1/3 in das etwas riskantere Produkt. Man sollte also auf etwa 2-4% Rendite nach Kosten pro Jahr langfristig kommen – mehr als das Sparbuch/Festgeld. Es gibt schlechtere Anlagen.

    1. Hallo BadBanker,

      danke für Deinen Kommentar.

      Die reißerischen Formulierungen sind natürlich absichtlich so gewählt und sollen in erster Linie dazu dienen, dass jemand, der vor einer ähnlichen Entscheidung steht, mal kurz wachgerüttelt wird. Mir hätte so ein Wachrüttler nach dem Verkaufsgespräch jedenfalls sehr gutgetan.

      Dass die Deka bei diesem Fonds lediglich die Aktienquote begrenzt, ist schlicht und ergreifend falsch. Die Gewinnbegrenzung ist klar und deutlich beschrieben – wie auch alles in den Dokumenten nachzulesen ist. Und ich empfehle jedem, auch wirklich die Dokumente (!) anzuschauen. Da nützt es wenig, lediglich die “Anlagegrundsätze” eines Fonds zu zitieren. Mit zwei Sätzen allgemeiner Informationen ist man bei so etwas nicht ausreichend informiert.

      Natürlich ist die Börse keine Einbahnstraße. Liquide bleibe ich mit einem Puffer von Sichteinlagen. Das ist wesentlich vielversprechender als ein Fonds mit mehreren Anlageklassen, der sich erst nach ein paar Jahren amortisiert (wenn alles gut läuft). Fonds mit diesem Risikoprofil und der Mischung aus Anlageklassen gibt es zu Genüge und zwar mit geringerer Gebührenbelastung. Dann stimmt auch die Performance. Auch wenn ich von diesen Konstrukten eher wenig halte und lieber in mehrere Fonds (also z.B. Aktien und Renten geteilt) investieren würde, bei denen ich die Anlagehorizonte nicht so vermischen muss.

      Die Vertriebsvergütung des Bankberaters (bestehend aus einmaliger und laufender Provision – lässt sich im Vertrag nachlesen, der dann ausgehändigt wird) basiert selbstverständlich aus den vermittelten Produkten. Dass es ein Grundgehalt gibt stelle ich ja auch nicht infrage. Der Bankberater verdient trotzdem direkt an den verkauften Produkten.

      Ich bin überhaupt nicht daran interessiert, die Produkte der Deka bzw. der Sparkasse schlecht zu reden. Es gibt in meinen Augen aber kaum einen Grund, diese Produkte gegenüber anderen Produkten zu bevorzugen.

      Dass es schlechtere Anlagen gibt ist klar. Es gibt meines Erwachtens nach aber auch wesentlich bessere Anlagemöglichkeiten.

      Und wenn Du gerne Deka-Fonds kaufen möchtest, kannst Du das ja auch gerne tun. 🙂

      Grüße vom Depotstudent Dominik

  2. 1. Frage: Wie kommst du auf die Gewinnbegrenzung? Ich lese nur, dass die Deka sich bei einer bestimmten Rendite 20% zusätzlich in die Tasche stecken darf, was aber wegen der überschaubaren Performance aber nicht der Fall war zuletzt 😜

    2. Sparkassenmitarbeiter erhalten in den seltensten Fällen eine direkte Provisionierubg. Zudem werden die von dir beschriebenen Verdachte bzgl. Provisionsschneiderei in der Regel von Kreditinstitut vorgegeben (so genannter Zentraler Vertriebsimpuls).

    3. bei dem vorliegend beschrieben Produkt handelt es sich um ein so genanntes Kombinationsprodukt. Dies ist i. d. R. der Versuch, weniger Aktionsfront en Kunden Produkte aus dem Wertpapierbereich schmackhafter zu machen. Natürlich hat die Sparkasse hier auch ein Provisionsinteresse, aber die Motivation geht auch darüber hinaus. So sind die meisten Kunden äußerst Risikoavers, sodass die meisten erst gar keine Angebote außer Einlagen und Renten angeboten werden (können), was im Niedrigzinsumfeld für den Kunden niedrige Renditen und für die Sparkasse kaum noch realisierbare Zinsmargen mit sich bringt. Ein kombibationsprodukt kann hier für Kunden mit etwas Risikobereitschaft ein guter Einstieg sein.

    4. damit wieder zu dir: Hast du noch das Beratungsprotokoll bzw. die Geeignetheirserklärung aus der Beratung? Gefühlt war das Produkt zu konservativ für deine Anlageziele, stellt sich nur die Frage, was damals besprochen wurde. Wenn du Festgeld signalisierst, eigentlich aber durchaus zu höheren Risiken wie z. B. im Dividendenfonds bereit bist, wurdest du ggfs. als zu risikoscheu eingestuft und entsprechend andere Optionen nicht angeboten.

    5. Jeder muss für sich entscheiden, welche Verträge er unterschreibt. Natürlich hilft finanzielle Bildung hier enorm, aber einfach jedem muss klar sein, dass man Dinge nur unterschreibt, wenn man sie auch verstanden hat. Ist das nicht der Fall, darf man nicht unterschreiben. Daher Lob für deine Zurückhaltung und die wahrgenommene Eigenverantwortung! Man kann das ganze selbst nochmal durchdenken, recherchieren, zweite Meinungen einholen (Volksbank mit Gegenangebot, Berater, Anwälte (bei großen Summen immer zu empfehlen!),Freunde und Bekannte). Ist man nicht überzeugt, darf man nicht unterschreiben.

    6. Ich kenne solche Gespräche bei meiner Hausbank auch. Ich habe z. B. Keinen Bausparer und bekomme das immer angedient. Da ich nicht weiß, wo und in welcher Form ich zukünftig wohnen werde, ist das ein vollkommen irrelevantes Pridukt in einer Zeit, wo die Zinsen auf dem bsusparguthabrn nicht einmal mehr reichen, die Kontoführungsgebühr zu zahlen, geschweige denn von der Abschlussgebühr auf die Bausparsumme. Dann lieber einverpfändbares Depot, dass auch als Sicherheit für ein später vllt. doch gewünschtes Immodarlehen dienen kann und bis dahin fleißig Erzräge generiert. Man muss halt standhaft sein, um den Sirenengesängen zu widerstehen.

    1. 1. Stimmt, Begrenzung ist eigentlich das falsche Wort. Ist keine Deckelung in dem Sinne, sondern eine zusätzliche Gebühr bei guter Performance.
      Ich frage mich nur, ob das (bei der Performance der letzten Zeit) eine Art Insider-Witz der Deka war oder ob sie sich tatsächlich etwas dadurch erhofft hat. 😀

      2. Was ich im Vertrag einsehen konnte: Einmalige und laufende Provisionsvergütung. Wie das intern verrechnet wird, kann ich nicht sagen. Sieht aber sehr nach direkter Vergütung aus.

      3. Zustimmung meinerseits, was Kombinationsprodukte für wenig interessierte Personen allgemein angeht. Für etwas interessiertere Anleger durch geringe Flexibilität etc. aber nicht unbedingt empfehlenswert, finde ich. Und auch als Kombinationsprodukt schneiden andere Produkte wesentlich, wesentlich besser ab als Deka-Fonds. Allein schon durch die Gebührenstruktur.

      4. Da ich zu Anfang noch relativ unsicher war, kann es tatsächlich so rübergekommen sein, als sei ich eher risikoavers. Hat sich im Nachhinein natürlich als Fehlschluss herausgestellt, was ich ja zum damaligen Zeitpunkt auch noch nicht richtig einschätzen konnte.

      Im Protokoll steht allerdings: “Sie haben eine ausgeprägte Risikobereitschaft, …”

      5. Absolut meine Meinung.

      6. Die Sirenengesänge gibt es zwar überall, in der Finanzbranche klingen sie aber oft noch etwas verführerischer. 😀

  3. Ach ja, die lieben Sparkassen…
    Junge Leute abzocken hat bei denen leider System. Schon immer. Mir hatte man damals (Anfang der 90er) einen Bausparvertrag über 50 000 DM angedreht. Damals hatte ich natürlich keine Ahnung und auch nicht wirklich Lust über das Thema lange nachzudenken. Ein leichtes Opfer. :-/

  4. Also irgendwie kommt mir das alles echt bekannt vor, nur von einer anderen Bank, meiner Hausbank nämlich….
    Welcher Risikotyp sind sie usw…..
    Schauen sie mal welches Rating der Fonds hat…

    Bei dir ging es gut aus, ich dagegen habe Geld angelegt und bin noch bei der Bank.
    Die Sparrate habe ich auf ein Minimum reduziert, ich bin bereit für einen Wechsel des Systems und der Bank..

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