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MEINE ERFAHRUNGEN: DWS Grundbesitz Global – offener Immobilienfonds

Depotstudent Dominik
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Globaler Ansatz und bestmögliche Diversifikation haben sich in der letzten Krise bei den meisten Anlegern bewährt. Bestes Beispiel dafür war und ist der prominente Aktienindex MSCI World. Seine Notierung gab zwar in den ersten Krisentagen spürbar nach, doch erholte sich der Kurs innerhalb weniger Wochen und erreichte Anfang Mai wieder das alte Niveau.

Diese Erkenntnis lässt sich nach Meinung anerkannter Experten auf offene Immobilienfonds übertragen. Aus diesem Grund ist der nachfolgende Beitrag meinen Test-Erfahrungen mit dem DWS Grundbesitz Global gewidmet. Nutze die im Artikel enthaltenen Informationen, Fakten und Zahlen zu einer individuell passenden Bewertung. Lob und Kritik werden von mir gleichermaßen objektiv dargestellt. Abschließend vergleiche ich den Fonds mit einer möglichen Alternative.

Wissenswertes zum Unternehmen DWS

Im Mai 1956 wurde die Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen (DWS) in Hamburg ins Leben gerufen. Das Unternehmen ging ab dem ersten Tag mit aktiv gemanagten Fonds Angeboten an den Start.

Mittlerweile hat die DWS ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main, ist an der Börse notiert beschäftigt über 3.400 Mitarbeiter und setzt pro Jahr mehr als 2 Milliarden Euro um. Die DWS Gruppe agiert als Vermögensverwalter für institutionelle und private Kunden. Das öffentlich verfügbare Angebot umfasst aktiv gemanagte Wertpapierfonds, Exchange Traded Funds sowie alternative Anlagen, zu welchen unter anderem offene Immobilienfonds zählen.

Der offene Immobilienfonds DWS Grundbesitz Global ISIN: DE0009807057 | WKN: 980705

Die DWS Grundbesitz GmbH legte den Fond als Verwaltungsgesellschaft im Juli 2000 in der BRD auf. Er ist ausschüttend konzipiert und weist ein Fondsvermögen von 3,9 Milliarden Euro auf. Investitionen sind meinen Erfahrungen entsprechend als Einmalanlage und in Form eines Sparplans möglich. Die Kosten werden wie folgt angegeben:

Ausgabeaufschlag regulär 5,00 %.

Vergütung für die Verwaltung 1,00 %.

Im Erfolgsfall werden weitere Vergütungen erhoben.

Laufende Gesamtkosten pro Jahr 1,05 %.

Welche Anlagepolitik wird verfolgt?

Der Fonds investiert weltweit in Immobilien. Besondere Schwerpunkte sind USA, Kanada, Asien, Pazifikraum und selektiv der europäische Kontinent. Immobilien werden gemäß den folgenden Kriterien ausgewählt:

  • Lage, Größe, Nutzung, Mieter und Investitionsvolumen.
  • Nachhaltige Ertragskraft.

Die besten Depots (mit fetter Prämie) gibt’s hier:

Wie sieht es mit der langfristigen Wertentwicklung aus?

Auf dem Chart von DWS mit Zeitfenster 1 Jahr ist deutlich eine schwankungsarme Aufwärtsentwicklung zu sehen, welche lediglich im März durch einen temporären Abschwung unterbrochen wurde. Auffällig ist zudem, dass der Fonds seinen Stand vor der Krise bereits Anfang Mai erreicht und übertroffen hat.

Ungeachtet der Krise schüttete der Fonds im Juli Erträge aus. Der Mittelabfluss ist leicht an dem markanten Kurseinbruch zu erkennen.

Bemerkenswert ist, dass der Kurs des DWS Grundbesitz Global nach jeder Ausschüttung schnell auf das Niveau von vorher steigt.

Langfristige Wertentwicklung

2015 plus 2,34 %.

2016 plus 2,05 %.

2017 plus 2,14 %.

2018 plus 3,32 %.

2019 plus 2,07 %.

In den letzten 10 Jahren betrug die Rendite 2,22 % per anno.

Ins Detail gehende Anlegerinformationen

Mein Test verlief aufgrund der vorbildlichen Transparenz ohne jegliche Herausforderungen. Kritik wurde nicht nötig, weil DWS alle Informationen zum Fonds Grundbesitz Global übersichtlich und einfach verständlich auflistet. Du kannst Dir in aller Ruhe ein Bild von dem offenen Immobilienfonds machen und mühelos zu einer objektiven Bewertung kommen.

Über die von mir zusammengestellten Fakten hinaus, bieten zahlreiche Informationsbroschüren zum Herunterladen Anlegerinformationen im Detail.

Für wen ist der DWS Grundbesitz Global geeignet?

DWS stellt diesen Fonds privaten Anlegern und institutionellen Investoren mit erweiterten Kenntnissen oder Erfahrungen zur Verfügung. Anleger sollten Kapitalzuwachs und Einkommen als Ziele fokussieren und temporäre Verluste tragen können.

Der DWS Grundbesitz Global ist als Geldanlage für mittelfristigen Anlagehorizont geeignet, er sollte mindestens 3 bis 5 Jahre im Portfolio verbleiben.

Wie kannst Du den DWS Grundbesitz Global erwerben?

Über Partnerunternehmen

Kooperationspartner von DWS können alle Banken, Sparkassen und Finanzberater sein. Auf der Unterseite der Webpräsenz von DWS sind im oberen Feld alle Partnerunternehmen gelistet. Der Klick auf einen Kooperationspartner lässt auf der linken Seite Adresse, Webseite und Kontaktinformationen erscheinen.

Beratung bei Bank und/oder Sparkasse

Wenn Du vor dem Kauf eine eingehende Beratung wünschst, kann in der mittleren Auflistung ein Institut mit dieser Dienstleistung gewählt werden. Auch hier gilt: Ein Klick auf den Namen bringt links Kontaktdaten, Webseite und sonstige Informationen hervor.

Direkt erwerben

Im unteren Bereich der Webseite findest Du alle Brokerage Anbieter, die Dir den DWS Grundbesitz Global direkt verkaufen. Ein Klick auf den favorisierten Broker bringt dessen Kontaktdaten und mehr zutage.

Ein Depot bei der DWS eröffnen

Damit der Fonds bestmöglich verwahrt und verwaltet werden kann, ist die Eröffnung eines Depots bei DWS erforderlich. Dafür wird jährlich ein Entgelt fällig, welches folgende Leistungen garantiert:

  • Ermittlung und gegebenenfalls Wiederanlage von ausgeschütteten Erträgen.
  • Feststellung und in Rechnung-Stellung fälliger Transaktionsentgelte.
  • Pro Umsatz Einzelabrechnungen, jedes Jahr eine Aufstellung aller Umsätze inklusive steuerlicher Bescheinigung.

Das günstigste Depot ist das DWS Klassik und kostet pro Monat 8 Euro. Jetzt muss ich mich doch zu einer Kritik hinreißen lassen, denn die Depotkosten verteuern das Investment jedes Jahr um knapp 100 Euro.

DWS und Weiterbildung

Die schlechte Bewertung aufgrund der Depot-Gebühren macht DWS mit einem umfangreichen Schulungsangebot wieder wett. Bevor Du Dich für den DWS Grundbesitz Global entscheidest, studiere einfach den entsprechenden Artikel über offene Immobilienfonds. Darin wird leicht verständlich alles Wissenswerte erklärt.

Ähnlich sieht es bei allen Fonds und sonstigen Anlagevehikeln des Anbieters aus. DWS möchte, dass Kunden wissen, in welche Produkte sie investieren. Risiken und Chancen sollten im Vorfeld einer Entscheidung immer bekannt und bewertet sein.

Meine Bewertung des DWS Grundbesitz Global

Dieser offene Immobilienfonds spricht meiner Meinung nach Leute an, die auf Werterhalt aus sind. Diese Anlegergruppe hat inzwischen wahrgenommen, dass attraktivere Rendite immer den Eingang größerer Risiken voraussetzt.

Ob die gut 2 % per anno auf Dauer reichen, darf bezweifelt werden. Allein die von der EZB aufgeblähte Geldmenge lässt die Preise jedes Jahr um 2 % und mehr steigen. Von den Ausschüttungen kann nur der ein attraktives Nebeneinkommen generieren, der im 5-stelligen oder besser 6-stelligen Bereich investiert ist.

Beispiel:

In den letzten Jahren wurden pro Fondanteil Erträge in Höhe von durchschnittlich 1,10 Euro ausgeschüttet. Aktuell wird der Anteil mit rund 50 Euro bezahlt. 20.000 Euro wären demnach 400 Fondsanteile mal 1,10 Euro gleich 440 Euro Ausschüttung. 440 geteilt durch 12 gleich 36,67 Euro im Monat – vor Steuern.

Das Ganze mit dem Faktor 10 multipliziert ergibt einen Zusatzverdienst von brutto 367 Euro im Monat. Dazu sind allerdings 4.000 Fondsanteile für 200.000 Euro notwendig. Lohnt sich das oder gibt es in dieser Anlageklasse attraktivere Möglichkeiten als den DWS Grundbesitz Global?

REIT – die Alternative zum offenen Immobilienfonds?

Die Abkürzung REIT steht für Real Estate Investment Trust und ist hierzulande noch wenig bekannt. Ein REIT investiert das Kapital seiner Aktionäre zu Investitionen in Immobilien, Beteiligungen an anderen Gesellschaften, Immobilienhypothekenkrediten und dergleichen mehr. Das Geld dient zur Erwirtschaftung von Gewinnen aus Verpachtung und/oder Vermietung sowie von Zinsen durch die Vergabe von Hypothekenkrediten.

Im Gegensatz zum Immobilienfonds darf ein REIT keine Erträge durch den An- und Verkauf von Immobilien erzielen, der Fokus liegt allein auf der Bewirtschaftung vorhandener Objekte.

REITs sind börsennotiert und können zu aktuellen Tageskursen gehandelt werden. Dadurch ergibt sich eine gewisse Volatilität, die Chancen ebenso birgt wie Risiken. Indes überwiegen beim REIT die Vorteile. Unter anderem sind sie wesentlich transparenter als Immobilienfonds und unterliegen strenger Regulierung. Gesetzlich vorgeschrieben ist beispielsweise eine Gewinnausschüttung von 90 %.

Es gibt auf meiner Webseite einen ausführlichen Artikel zum Thema REIT. Hier geht es um eine Bewertung, respektive einen Vergleich von 2 unterschiedlichen Anlagevehikeln.

Amundi FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF versus DWS Grundbesitz Global

Bevor ich die beiden Instrumente miteinander vergleiche, sei erwähnt, dass es hierzulande nur wenige offiziell zugelassene REITs gibt. Der Trend kommt aus den Vereinigten Staaten und fasst hier nur zögernd Fuß.

Amundi FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF ISIN: LU1737652823

Der ETF bildet seinen Referenzindex (FTSE EPRA/NAREIT Developed Index) vollständig physisch replizierend nach. Der Fonds wurde im Dezember 2017 in Luxemburg aufgelegt und hat ein Volumen von 33 Millionen Euro. Erträge werden jährlich ausgeschüttet.

733 Positionen beinhaltet der ETF, seine Gesamtkostenquote ist mit 0,24 % per anno beziffert. Die Tracking-Differenz von minus 0,05 % weist aber auf etwas niedrigere Kosten hin.

Ausschüttungen

  • 2018 erhielt jeder Anleger pro Anteil einen Betrag von 1,31 Euro.
  • 2019 wurden pro Anteil 1,75 Euro respektive 3,52 % ausgeschüttet.
  • 2020 soll die Ausschüttung prozentual auf 3,75 % steigen, in Zahlen aber dem Wert von 2019 entsprechen.

Wertentwicklung

  • 2018 plus 2,45 %
  • 2019 plus 24,20 %.
  • 2020 bislang krisenbedingt im Minus.

Wie auf dem Chart ersichtlich, konnte der ETF die Einbußen vom März bisher nur teilweise ausgleichen.

In dieser Disziplin ist der DWS Grundbesitz Global dem REIT überlegen. Er ist 20 Jahre auf dem Markt und hat sich in den Augen der Anleger bewährt. Nach dem ersten Krisenschock flossen nahezu alle abgezogenen Mittel wieder in den Fonds.

Vergleich mit dem Versuch einer Bewertung

Seitens der Kosten hat der REIT die Nase deutlich vorn: 0,24 % pro Jahr sind schließlich nur ein knappes Viertel von denen des Immobilienfonds. Ausgabeaufschlag bleibt unberücksichtigt.

Auch bei der Rendite bleibt der REIT ungeschlagen. Vorjahr: 24,20 % gegen 2,07 % des DWS.

Höhere Ausschüttungen beim REIT: 1,10 Euro DWS Immobilienfonds – 1,75 Euro ETF.

Der ETF ist jederzeit über die Börse respektive den Broker erwerbbar oder zu veräußern. Beim Immobilienfonds ist die Differenz zwischen Kaufkurs und Rücknahmekurs größer, zudem kann die Transaktion länger dauern.

Ein weiterer Vorteil: Der ETF ist bei 7 Brokern sparplanfähig. 5 Anbieter nehmen für die Ausführung der Sparrate keine Gebühren.

Die Vorteile liegen auf der Hand, indes fällt mir eine gerechte Bewertung schwer. Warum? Weil es sich um zwei Anlagevehikel handelt, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Der DWS Grundbesitz Global wird aufgrund seiner schwankungsarmen Wertentwicklung geschätzt und gekauft. Den Anlegern ist schon klar, dass eine andere Risikobereitschaft in mehr Rendite resultieren würde. Sie wollen sich aber nicht ändern und sind mit den Ergebnissen zufrieden.

Der vorgestellte REIT ist ein Newcomer mit noch weitgehend unbekanntem Potenzial. Aus meiner Sicht ist er die bessere Option für Anleger, die über Immobilien Rendite erwirtschaften wollen. Niedrigere Kosten, einfache Verständlichkeit, zeitgemäße Transparenz und ein sehr attraktives Ergebnis im Vorjahr sprechen für den ETF.

Einmal mehr wird klar, dass es schwer ist, ein Anlagevehikel für unterschiedliche Leser zu bewerten. Ich meine daher, dass Du Dir beide Optionen genau anschauen solltest.

Liegt Dir etwas an Werterhalt mit moderatem Zuwachs, könnte der DWS Grundbesitz Global Die ideale Beimischung im Portfolio sein.

Strebst Du attraktive Rendite bei niedrigen Kosten und überschaubarem Risiko an, wird Dich der REIT eher zufriedenstellen.

Entdecke Deine Anlegerinteressen und entscheide Dich für ein Produkt, mit dem Du in guten Zeiten ebenso zufrieden bist wie in schlechten Phasen.

Dein Depotstudent Dominik

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Ein Kommentar

  1. Der relevante Unterschied ist, dass der offene Immobilienfonds direkt in Immobilien investiert und damit eine andere Anlageklasse darstellt als ein Aktieninvestment. REITs sind Unternehmen, die ihren Umsatz überwiegend durch Vermietung von Immobilien erzielen und einen sehr hohen Anteil ihres Gewinns im Gegenzug für steuerliche Vergünstigungen ausschütten müssen.

    Damit stellt die Investition in REITs eine Übergewichtung von Immobilienunternehmen im Rahmen der Aktienanlage dar. Daher verwundert auch die stärkere Korrelation des REIT-Index mit vergleichbar regional und breit gestreuten Aktienindizes nicht. Aus Diversifizierungsgründen und zur Reduktion der Volatilität würde ich einen Immobilienfonds als Ergänzung zum Aktienportfolio vorziehen. Der zu erwartenden Rendite auf Inflationsniveau gepaart mit den vergleichsweise hohen Kosten für diese Fonds und einer u.U. reduzierten Liquidität in Krisensituationen muss man sich dabei aber bewusst sein.

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