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MEINE PROGNOSE: Die Zukunft des MSCI World

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In diesem Artikel geht es um die Prognose, welche für viele Trader zum unverzichtbaren Instrument für Handelsentscheidungen geworden ist. Es handelt sich dabei um eine Vorausschau auf die beliebig definierbare Zukunft. Prognosen gibt es für alle Anlageklassen, auch für den Weltindex MSCI World.

Im nachfolgenden Beitrag setze ich mich mit dem Begriff Prognose auseinander und erkläre Dir, was daran unstimmig ist. Zudem erfährst Du, warum eine Prognose für den MSCI World schwierig oder gar unmöglich ist.

Und warum genau das so wichtig für Dich ist!

Abschließend fasse ich meine Meinung zur Zukunft des MSCI World in Worte.

Die Prognose per Definition

Das Wort Prognose bedeutet die Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung. Prognosen gibt es für beliebig lange Zeiträume in den unterschiedlichsten Bereichen. Die von allen Menschen täglich mehrmals genutzte Prognose ist die Wettervorhersage, bei welcher anhand der aktuellen Wetterlage die Entwicklung in der Zukunft gedeutet wird.

Prognosen gibt es darüber hinaus für politische Ereignisse (beispielsweise Wahlen), ökonomische sowie ökologische Entwicklungen und eben für die Börse. Alle Prognosen werden durch die Tatsache vereint, dass aus vorhandenen Erkenntnissen aus der Vergangenheit auf die zukünftige Entwicklung geschlossen wird. Weil darin ein großer Unsicherheitsfaktor verborgen liegt, werden Prognosen häufig mit den Begriffen “könnte”, “würde” und “sollte” versehen.

Am täglichen Wetterbericht kannst Du sehr einfach feststellen, dass sich die Verfasser sehr oft irren. Das ist den “Fachleuten” natürlich bekannt und wird in die Formulierung einer jeden Prognose einbezogen.

Die typische Prognose für Devisenhändler

In der Regel orientieren sich die Ersteller von Währungs-Prognosen am sogenannten Pivot, einem in der technischen Analyse ermittelten Kennwert. Übersteigt eine Währung diesen Pivot am kommenden Handelstag, wird eine höhere Notierung in Aussicht gestellt. Das Gegenteil geht aus dem immer vorhandenen Alternativ-Szenario hervor.

Vereinfacht dargestellt bedeutet dies für interessierte Day-Trader: Der Euro kann gegenüber dem Dollar in den kommenden 24 Stunden fallen oder steigen.

Sehr informativ und überaus hilfreich!

In der kostenpflichtigen Prognose wird dieses Szenario nicht etwa durch Fakten begründet oder bewiesen, sondern mit zahlreichen Fremdwörtern versehen ausgebreitet.

Eine Annahme folgt der anderen, nur der wichtigste Punkt wird ausgelassen: das Marktsentiment.

Darunter ist die aktuelle Stimmung der Marktteilnehmer zu verstehen, und die kann niemand vorhersagen. Gleichzeitig werden die Kurse an der Börse oder am Devisenmarkt ausschließlich von den Akteuren bewegt.

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Tatsächliche Zukunft vs. Prognose

  • Eine Prognose aus dem Jahr 2017 sah den DAX spätestens 2019 bei 20.000 Punkten, aktuell bewegt sich der Deutsche Aktienindex unterhalb von 12.000 Zählern.
  • Die Analysten von Goldman Sachs glaubten 2016, dass der Eurokurs in wenigen Wochen Parität zum Dollar hat.
  • In den sozialen Medien prognostizieren selbsternannte Experten beinahe täglich den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems.
  • Den Öko-Jüngern entsprechend, sollte die Welt schon längst an der bösen Menschheit zugrunde gegangen sein.

Ich könnte Dir zahlreiche weitere Beweise von nicht eingetroffenen Vorhersagen liefern.

Allen Prognosen ist gleich, dass ihre Ersteller nicht in die Zukunft blicken können. Sie kaschieren dieses Unvermögen mit allerlei Fachausdrücken und vielseitig interpretierbaren Formulierungen. Aus meiner Sicht ist die beste Chance auf Erfolg an der Börse gegeben, wenn keine explizite Prognose in das Handeln einbezogen wird.

Und deshalb zurück zum eigentlichen Thema: die Zukunft des MSCI World.

Hat der MSCI World eine Zukunft?

Ein Blick in die aktuelle Medienlandschaft verdirbt unwissenden Anlegern die Freude am Investieren. Geht es nach der Ansicht einseitig orientierter Journalisten, steht die Welt vor einer großen Krise – das allerdings seit Jahren…

Uneinigkeit besteht für die Schreiberlinge lediglich bei der Frage, welche Katastrophe uns zuerst erwischen wird. Kohlendioxid oder die Rückbesinnung auf Bewährtes? Ungeachtet dieser Spaltung bleiben die Menschen durch ihre Bedürfnisse geeint. Jeder halbwegs vernünftige Erdenbürger möchte in Frieden frei, gesund und mit Wohlstand leben.

Die meisten Wünsche werden vor allem in den Industriestaaten durch Unternehmen aus allen Branchen befriedigt.

  • Konzerne und mittelständige Unternehmen sind auf kaufkräftige Kunden angewiesen und daher indirekt gezwungen, ausreichende Gehälter zu bezahlen.
  • Ressourcen werden mittlerweile als endlich und daher kostbar erkannt.
  • Die Welt soll weitestgehend unbeschädigt an nachfolgend Generationen übergeben werden.
  • Verbraucher und Unternehmen ziehen an einem Strang und sorgen für den Fortbestand von Volk, Staat und Weltgemeinschaft.

Von Einzelfällen abgesehen, arbeiten alle auf das gleiche Ziel hin.

Allein schon deshalb hat das Investieren in den MSCI World eine aussichtsreiche Zukunft, oder etwa nicht?

Meine Prognose für den MSCI World

Ich werde Dir in diesem Abschnitt keine Kursvorhersagen anbieten, die sind mir aus oben dargestellten Gründen zuwider. Es geht vielmehr um die Frage, ob der MSCI World in 20, 30 oder mehr Jahren noch vorhanden sein wird und ob der gestiegen sein wird.

Meine Antwort: Natürlich, warum nicht?

Unabhängig davon, ob die Zukunft fortschreitende Globalisierung oder Rückkehr zur nationalen Vielfalt heißt, wird es immer Produktion und Handel geben. Die aktuell als Industrieländer eingestuften 23 Staaten dürften entweder im Index bleiben, mehr werden oder durch aufstrebende Märkte in Bedrängnis geraten. Ich kenne die Zukunft der im MSCI World vertretenen Länder nicht und erstelle deshalb keine eindeutie Prognose. Indes regt die aktuelle Situation in vielen Staaten, beispielsweise in der BRD, zu Spekulationen an.

Ungeachtet dessen bleibe ich bei meiner Meinung.

  • Menschen wollen essen, wohnen, mobil sein und sich etwas Luxus gönnen.
  • Diese Fakten sind für mich Indikatoren, die auf eine langfristig gesicherte Zukunft des MSCI World hindeuten.
  • Unternehmen werden weiterhin Arbeitnehmer beschäftigen und durch leistungsgerechte Bezahlung zu konsumierenden Verbrauchern machen.
  • Der Wettbewerb wird unbestritten zu Gewinnern und Verlierern führen.
  • Daher kann niemand vorhersagen, welche Firmen in der Zukunft im MSCI World vertreten sein werden.
  • Die Wirtschaft wird allerdings weiterhin wachsen und der MSCI World wird allein schon aufgrund der Inflation in 20 oder 30 Jahren wesentlich höher stehen als heute!

Das in allen Unternehmen vorhandene Streben nach Wachstum wird meiner Ansicht nach auf lange Sicht zu steigenden Kursen führen. Treibende Kräfte sind die durch Kreditaufnahme immer größer werdenden Geldmengen und die daraus resultierenden Inflationsraten. Aber auch der dauerhaft bestehende Wunsch hinsichtlich mehr Wohlstand treibt Unternehmer und Verbraucher zu Innovation und Leistung an.

Natürlich sind in der Zukunft viele Herausforderungen zu bewältigen.

So kostet die voranschreitende Digitalisierung in allen Branchen zahlreiche Arbeitsplätze. Doch diesbezüglich sind die Unternehmen gefragt, die Arbeitskräfte durch Roboter ersetzen. Sie sind in der Verantwortung, durch Innovation seitens der Produktentwicklung neue Stellen zu schaffen und Mitarbeiter durch Umschulung auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Letztlich bedeutet jeder Stellenabbau einen Verlust an zahlungsfähigen Kunden. Keine Firma kann sich das dauerhaft leisten und alle Unternehmen arbeiten an der Lösung dieses Problems.

Ohne weiter auf unvorhersagbare Details einzugehen ist meine Prognose für den MSCI World:

Er hat eine für Anleger ertragreiche Zukunft.

Warum die meisten Prognosen eher unseriös sind

Meiner Ansicht nach haben viele Prognosen manipulativen Charakter. Die regelmäßig publizierten Vorhersagen zu Landtags- und Bundestagswahlen bestätigen diese Theorie. Eine dem System unliebsame Partei wird in Umfragen absichtlich mit niedrigem Prozentwert dargestellt, um Wählern die Lust zu nehmen, ihr Kreuz dort zu machen. Grundlage für dieses Vorgehen ist das Wissen, dass Wähler ihre Stimme möglichst effektiv einsetzen und nicht verschenken wollen.

Kleines Beispiel: Eine Prognose für den MSCI World vom Vorjahr will Leser von den vermeintlichen Vorteilen der Künstlichen Intelligenz (KL) überzeugen, es fehlt jedoch jeglicher Hinweis auf die negativen Begleiterscheinungen für den Arbeitsmarkt. Angepriesen wird in dem Bericht unter anderem die passive Geldanlage mit einem ETF auf den MSCI World Information Technology Index.

Meine Kritik daran: Jeder Medikamentenhersteller muss auf die negativen Auswirkungen seiner Arzneimittel hinweisen, Analytiker und Prognosen-Schreiber hingegen nicht. Zudem erfüllt der Index bisher die Erwartungen der Anleger in keiner Weise, seine Performance liegt deutlich unter der des Klassikers MSCI World.

Wenig seriös ist meiner Meinung eine bestimmte Prognose für den MSCI World vom Mai 2019.

Darin wird vor einen bevorstehenden Crash gewarnt und über das Verhalten des Index im vermutlich kommenden Szenario philosophiert. Was mich daran stört, ist, dass Ereignisse aus der Vergangenheit für die Beurteilung in der Zukunft verwendet werden. Jeder halbwegs informierte Anleger weiß von seinem Broker, dass aus Resultaten der Vergangenheit nicht auf die Performance in der Zukunft geschlossen werden kann. Aus meiner Sicht besteht aktuell kein Grund zur Krisensorge und wenn es zu einer Börsenturbulenz kommen sollte, wird sie der MSCI World mit Bravour überstehen.

Klar, Du musst zwischenzeitliche Rücksetzer verkraft können. Aber langfristig wird der MSCI World erheblich steigen.

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Der Blick in die Zukunft bleibt verwehrt

Dass Prognosen für Anleger wenig hilfreich sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Indes wenden Zeitungsschreiber hin und wieder viel Energie auf, den Vorhersagen doch noch etwas Gutes abzugewinnen.

So war in einem bekannten Blatt vor Kurzem zu lesen, dass jede zweite Prognose nicht zutrifft.

Statt es dabei zu belassen, suchte und fand der Autor einen scheinbar positiven Aspekt. Sinngemäß regt die Prognose für eine Aktie oder einen Index darin investierte Anleger zum Nachdenken an. In den Erklärungen zu jeder Vorhersage würden wertvolle Erkenntnisse liegen, so der Autor.

Meiner Meinung nach handelt es sich um die Ansicht eines Journalisten, dem die Finanzmärkte fremd sind. Welcher Ottonormal-Anleger liest eine Prognose schon derart kritisch? Wird sie nicht eher wie Medizin fürs Portfolio behandelt und gierig umgesetzt?

Zudem ruft der “Experte” zum Lesen von mehreren Prognosen auf, um sich daraus ein optimales Bild für die Zukunft des Investments machen zu können. Also beim Lesen einer Prognose ein 50 zu 50 Risiko eingehen und dieses durch die Lektüre von mehreren Vorhersagen vergrößern. Im Endeffekt nutzt dieser Text nur dem Autor selbst (Honorar). Die Ratschläge befolgende Anleger bekommen entweder Kopfschmerzen, werden unfähig zu handeln oder erleiden Verluste.

Fazit

Du kannst als Anleger sehr gut ohne Prognose auf den MSCI World oder ein anderes Investment leben. Die Zukunft bleibt bei jeder Geldanlage ein Buch mit sieben Siegeln, dessen Risiko durch langen Anlagehorizont, hohe Diversifikation und diszipliniertes Halten in Krisenzeiten minimierbar ist.

Vertraue auf die dargestellten Interessen aller am Markt vereinten Teilnehmer, aus dieser gebündelten Kraft heraus entwickeln sich vor allem breit gestreute Investitionen langfristig vorteilhaft.

Die Zukunft des MSCI World Index gilt für mich als gesichert, solange es arbeitende, verdienende und konsumierende Menschen auf dem Planeten gibt.

Dein Depotstudent Dominik

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