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Lohnt die Investition in einen Gesundheits-ETF?

Depotstudent Dominik
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Die aktuelle Krise sensibilisiert Anleger für den Sektor Gesundheitswesen. ETFs auf Indizes im Bereich Gesundheitsvorsorge verzeichnen seit einigen Wochen Zuflüsse in rekordverdächtigen Höhen. Lohnt es sich, in vergleichsweise kleine Indizes zu investieren, oder wären langfristig orientierte Anleger mit breit gestreuten Geldanlagen besser bedient?

Welche Gesundheitsvorsorge ETFs stehen in Option?

Die aktuell beliebtesten Exchange Traded Funds in diesem Bereich kommen aus den Vereinigten Staaten. Besonders der Health Care Selected Sector Fund aus dem Hause SPDR scheint bei den Anlegern aktuell sehr beliebt zu sein. Das lässt sich aus den neuesten Mittel-Zuflüssen in Höhe von 3 Milliarden Dollar schließen.

1,3 Milliarden Dollar konnte im April der iShares ETF auf den US-amerikanischen Index Medical Devices anziehen.

Insgesamt wurden im Monat April etwa 5 Milliarden Dollar in ETFs aus der Gesundheitsbranche investiert.

Warum wird der SPDR ETF so stark nachgefragt?

Anleger erwarten sich mittelfristig attraktive Gewinne, weil die im Index enthaltenen Unternehmen an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19 arbeiten. Da es, den Angaben der WHO entsprechend, weltweit aktuell fast 100 aktive Impfstoffprojekte gibt, besteht für Anleger ein gewisses Risiko.

Es ist keineswegs sicher, dass ein amerikanisches Unternehmen zuerst einen Impfstoff auf den Markt bringt. Indes handelt es sich bei den Indexbestandteilen um weltweit bekannte Pharmakonzerne, welche aufgrund vorhandenem Kapital und Innovationsstärke als Gewinner aus dem Wettrennen hervorgehen könnten.

Informationen zum SPDR ETF auf den Health Care Selected Sector

Der ETF wurde im Juli 2015 in Irland aufgelegt und konnte bislang 220 Millionen Euro einsammeln. Er bildet seinen Referenzindex vollständig physisch replizierend nach und reinvestiert jährlich anfallende Erträge.

Die 61 Bestandteile des zugrunde liegenden Index sind alle im S&P 500 vertreten. Der ETF ist mit einer vergleichsweise niedrigen Gesamtkostenquote (TER) von 0,15 % pro Jahr behaftet. Vorteilhaft ist zudem die aktuelle Tracking-Differenz von minus 0,11 %.

Seit seiner Auflage hat der ETF insgesamt mit 43,34 %, respektive 7,77 % per anno rentiert. Zwischen dem 19. Februar und dem 23. März 2020 fiel der Kurs von 27,52 Euro auf 19,91 Euro. Am 27. April notierte der ETF bereits wieder bei 26,60 Euro und damit fast auf dem Niveau von vor der Krise.

Die Top10 mit Indexgewichtung

  1. Johnson & Johnson – 10,47 %.
  2. United Health Group – 7,16 %.
  3. Merck & Co – 5,94 %.
  4. Pfizer – 5,48 %.
  5. Abbott Laboratories – 4,23 %.
  6. Bristol-Myers Squipp – 3,96 %.
  7. Medtronic – 3,67 %.
  8. Amgen – 3,65 %
  9. Eli Lilly – 3,56 %.
  10. Thermo Fisher Sientific – 3,45 %.

Da alle Unternehmen im S&P 500 gelistet sind, lohnt sich ein Vergleich mit einem entsprechenden ETF von SPDR.

Welcher Index lohnt sich mehr?

Der 2012 aufgelegte S&P 500 ETF hat ein Fondsvolumen von 3,3 Milliarden Euro und ist mit einer TER von 0,09 % per anno behaftet. Er rentierte in den letzten 5 Jahren mit insgesamt 46,52 %, respektive 9,1 % pro Jahr.

Im März fiel der Kurs von 310 auf 210 Euro, mittlerweile notiert er aber wieder bei 264 Euro. Abgesehen von der aktuellen Begeisterung für die Gesundheitsbranche sind Anleger mit dem S&P 500 auf lange Sicht besser bedient. Dafür sprechen breitere Streuung, niedrigere Kosten und attraktivere Rendite.

Dein Depotstudent Dominik

Quellen:

https://www.ssga.com/us/en/institutional/etfs/funds/the-health-care-select-sector-spdr-fund-xlv

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