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Dramatischer Gewinneinbruch bei Daimler

Depotstudent Dominik
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Aufgrund der staatlich verordneten Covid-19 Maßnahmen stand bei Daimler lange Zeit die Produktion still. Gleichzeitig wurden im ersten Quartal 2020 weltweit weniger Autos mit dem Stern verkauft, als im Vorjahr. Im Ergebnis muss der schwäbische Konzern mit einem Gewinneinbruch von knapp 80 % leben und sparen. Daimler beendet die angeordnete Zwangspause und fährt die Produktion wieder hoch.

Von Covid-19 kalt erwischt

Für Daimler kam die Corona-Viren-Krise ebenso überraschend wie für die gesamte heimische Automobilbranche. Der Konzernchef Ola Källenius musste vor Kurzem seinen weltweit 300.000 Mitarbeitern mitteilen, dass er von den staatlich verordneten Maßnahmen (unter anderem Abstandsregeln) völlig unvorbereitet getroffen wurde.

Stillstehende Bänder und rapide gesunkene Nachfrage haben den Betriebsgewinn im ersten Quartal 2020 auf 617 Millionen Euro gedrückt. Zum Vergleich: In den ersten drei Monaten des Jahres 2019 erwirtschafteten die Stuttgarter noch 2,8 Milliarden Euro.

Der Einbruch um fast 80 % hinterlässt unübersehbare Spuren in der Bilanz und macht den ursprünglichen Jahresausblick zunichte. Die vorläufigen Kennzahlen wurden den Daimler Aktionären vor Kurzem bekannt gemacht.

Die Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (Ebit)

Wie bereits erwähnt ist das vorläufige Ergebnis des schwäbischen Unternehmens im ersten Quartal 2020 um 77,9 % auf 617 Millionen Euro gefallen.

  • Bei Mercedes-Benz Pkw und Kleinbussen sank der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 55,4 % auf 510 Millionen Euro.
  • Im Bereich Lkw und Busse musste der Konzern mit 247 Millionen Euro einen Rückgang von 55,3 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.
  • Die größten Einbußen waren im Mobilitätsbereich zu verzeichnen. Hier sanken die Einnahmen im Vorjahresvergleich um 95,2 % auf 58 Millionen Euro.
  • Insgesamt wurden im ersten Quartal 2020 knapp 480.000 Einheiten abgesetzt. Das sind 14,9 % weniger als in den ersten 3 Monaten des Vorjahres.
  • Die Netto-Liquidität des Unternehmens sank um 15,4 % auf 9,3 Milliarden Euro.

Daimler fährt die Produktion wieder hoch

Die Stuttgarter schreiben in allen Sparten zwar noch schwarze Zahlen, sie verbrennen aber im Tagesgeschäft viel Geld, wie der freie Kapitalzufluss mit minus 2,3 Milliarden Euro zeigt. Ola Källenius will mit sinnvollen Sparmaßnahmen und von Optimismus geprägter Weitsicht aus der Krise kommen.

Mercedes-Benz Autohäuser öffnen wieder und in den Werken wird die Fahrzeug-Herstellung schrittweise hochgefahren. Hintergrund ist die kontinuierliche Verbesserung der Situation auf dem chinesischen Automarkt. In China wurden bereits im März 2020 wieder 51.000 Fahrzeuge abgesetzt und damit nur 1,9 % weniger als im Vorjahr. Der schwedische Konzernchef hofft auch hierzulande auf eine zeitnahe Rückkehr zur Normalität und setzt auf Nachholbedarf.

Vorsorgemaßnahmen getroffen

Obgleich die Netto-Liquidität mit 9,3 Milliarden Euro auf recht komfortablem Niveau liegt, hat Daimler seinen Puffer mittels Kredit und Anleihe auf 13,5 Milliarden Euro aufgestockt. Der Hintergrund dieser Maßnahme: Die Schwaben wollen bei erneuten Problemen nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sein.

Die wirtschaftlichen Folgen des Covid-19 Stillstands sind für Daimler aktuell nicht sicher im Detail kalkulierbar. Der Konzern warnte seine Aktionäre daher, dass Absatz, Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr rückläufig sein können.

Die Anleger scheinen hingegen Vertrauen in die Geschäftspolitik von Daimler zu haben. Die Aktie notiert aktuell bei 28,74 Euro. Am 18. März 2020 lag sie noch bei 22,04 Euro.

Dein Depotstudent Dominik

Quellen:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autobauer-gewinneinbruch-von-fast-80-prozent-die-daimler-zahlen-in-der-analyse/25765558.html?ticket=ST-334429-W7g4XRurerBdJp1cxagb-ap4

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/daimler-gewinn-bricht-in-corona-krise-um-fast-80-prozent-ein-a-69bf22d8-a256-4c5e-a4c6-f82047b5c191

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