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Neue Energien: Wie kamen sie durch die Krise?

Mann vor Laptop mit Kurswert
Depotstudent Dominik
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Vor der jüngsten Krise investierten zunehmend viele Anleger in börsengehandelte Indexfonds, die auf Aktien von Unternehmen basieren, welche im Bereich regenerative Energien tätig sind. Ein beliebtes Anlagevehikel war und ist der „New Energy“ ETF des Anbieters Lyxor. Wie hat der ETF die letzte Talfahrt überstanden?

Allgemeine Informationen zum „New Energy“ ETF von Lyxor

Der im Jahr 2007 in Frankreich aufgelegte ETF bildet seinen Referenzindex, den World Energy Total Return Index synthetisch replizierend nach. Der Index beinhaltet die Aktien von großen Unternehmen, die in mindestens einem der nachfolgend genannten Bereiche aktiv sind:

  • Erneuerbare Energien.
  • Dezentralisierung der Energieversorgung.
  • Effiziente Energieversorgung.

Damit eine Gesellschaft in den Index einziehen kann, muss sie nachweisen, das mindestens 40 % des Umsatzes mit alternativen Energiequellen erwirtschaftet werden. Im Index sind maximal 40 Unternehmen enthalten, welche der Marktkapitalisierung entsprechend gewichtet werden. Zudem achtet der Index-Anbieter auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der oben genannten Geschäftsfelder.

Wie sieht die Gewichtung aus?

  • Mehr als 53 % des Index nehmen Unternehmen aus dem Sektor Energieversorgung ein.
  • Gesellschaften aus dem Industriebereich sind mit gut 30 % vertreten.
  • Die IT-Branche ist in diesem Index lediglich mit knapp 14 % präsent.

Bei der Ländergewichtung ergibt sich folgendes Bild:

  • Knapp 29 % der im Index vertretenen Firmen sind in den Vereinigten Staaten ansässig.
  • Unternehmen aus Spanien sind mit 18,5 % vertreten.
  • Frankreich ist mit 16 % präsent und Dänemark nimmt 15 % ein.
  • Weitere Länder sind im einstelligen Prozentbereich angesiedelt.

Der Index wird alle 6 Monate neu gewichtet. Eine einzelne Gesellschaft darf nicht mehr als 15 % im Index einnehmen. Aktuell teilen sich diese vier Toppositionen etwa 50 % des Indexwerts:

  • Nextera Energy.
  • Iberdrola.
  •  Schneider Electric.
  •  Orsted A/S.

Wie hat der ETF die Krise überstanden?

Der ausschüttend konzipierte ETF konnte bisher 284 Millionen Euro einsammeln. Er schloss das Jahr 2019 mit einem Plus von 47,5 % ab, im Vorjahr mussten Anleger jedoch 7,68 % Verlust hinnehmen.

In der ersten Märzwoche stürzte der Kurs rasant um etwa 45 % ab. Die Talfahrt war am 24. März beendet, seither hat der ETF wieder um fast 20 % zugelegt.

Im Ergebnis wird deutlich, dass ETFs mit wenigen Bestandteilen in Krisen gefährdeter sind als global ausgerichtete Anlagevehikel wie beispielsweise Exchange Traded Funds auf den MSCI World oder MSCI ACWI.

Die großen ETFs stürzten beim letzten Beben weniger dramatisch ab. Sie erholten sich zudem schneller als der Mitbewerber aus dem Bereich„New Energy“.

Gegen den ETF aus dem Hause Lyxor spricht zudem die vergleichsweise hohe Gesamtkostenquote von 0,60 % pro Jahr. Ein ETF auf den Weltindex von MSCI ist bereits ab 0,12 % TER per anno zu haben. Wer mittels ETF in den MSCI ACWI investieren möchte, muss mit maximal 0,40 % an jährlichen Gesamtkosten kalkulieren.

Natürlich überwiegt bei Investoren in den „New Energy“ ETF von Lyxor die Überzeugung, dass eine nachhaltige Geldanlage zur Optimierung des Weltklimas beiträgt. Indes dürften die Topunternehmen aus diesem Index im MSCI World respektive MSCI ACWI enthalten sein.

Dein Depotstudent Dominik

Quellen:

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=FR0010524777

https://www.onvista.de/etf/ISHARES-CORE-MSCI-WORLD-UCITS-ETF-USD-ACC-ETF-IE00B4L5Y983

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