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Schweizer Aktien in Deutschland kaufen: So geht es!

Schweiz Flagge
Depotstudent Dominik
4.7
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Schweizer Aktien gelten seit Jahren als Synonym für Stabilität: Nestlé, Roche, Novartis oder Zurich Insurance stehen für global erfolgreiche Unternehmen, starke Marken und oft vergleichsweise defensive Geschäftsmodelle.

Kein Wunder also, dass viele Anleger in Deutschland früher oder später überlegen, einen Teil ihres Depots in die Schweiz zu verlagern!

Doch beim Kauf Schweizer Aktien gibt es eine Besonderheit, die viele unterschätzen: Der Handel war nicht durchgehend „ganz normal“ möglich. Zwischen 1. Juli 2019 und 30. April 2025 waren viele Schweizer Titel an deutschen bzw. EU-Handelsplätzen zeitweise faktisch nicht handelbar. Das war ein Effekt, der bis heute bei manchen Anlegern für Verwirrung sorgt. Seit dem 1. Mai 2025 hat sich die Lage wieder deutlich entspannt: Viele Schweizer Aktien können wieder über deutsche Börsenplätze gekauft werden, je nach Broker und Handelsplatz.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Schweizer Aktien aus Deutschland kaufen kannst, welche Handelsplätze wirklich sinnvoll sind, welche Kostenfallen drohen (inkl. Währungsumrechnung EUR/CHF), und was du beim wichtigsten Thema unbedingt verstehen musst: Dividenden, Schweizer Quellensteuer und die steuerliche Behandlung in Deutschland.

… und ganz wichtig: Worauf du bei der Brokerwahl achten solltest. Denn nicht alle Online-Broker eignen sich gleichermaßen für den Kauf von Schweizer Aktien!

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– Schweizer Aktien werden nicht nur als ADR, sondern als „echte“ Aktien ins Depot gelegt
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Warum als Deutscher überhaupt Schweizer Aktien kaufen?

Wenn Anleger über „Qualitätsaktien“ sprechen, fällt die Schweiz fast automatisch mit. Das liegt nicht nur am guten Ruf des Finanzplatzes, sondern vor allem daran, dass viele Schweizer Konzerne seit Jahrzehnten zu den solidesten Unternehmen Europas zählen: global aufgestellt, oft marktführend in ihrer Nische und mit einer erstaunlich stabilen Ertragskraft und das selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Schweiz gilt als Qualitätsmarkt mit defensivem Charakter

Die Schweizer Börse ist zwar kleiner als z. B. die US-Märkte oder Deutschland, aber sie ist in einzelnen Bereichen extrem stark. Gerade die großen Schweizer Titel sind häufig „Dauerläufer“, die weniger schwanken als typische Wachstums- oder Tech-Werte.

Typische Merkmale vieler Schweizer Blue Chips:

  • starke Marken und Preissetzungsmacht (z. B. Konsumgüter)
  • hoher Anteil wiederkehrender Umsätze
  • hohe Margen und solide Bilanzqualität
  • internationale Umsätze (nicht nur Schweiz als Heimatmarkt)

Das macht Schweizer Aktien besonders attraktiv für Anleger, die langfristig investieren wollen und eher nach Stabilität suchen als nach dem „nächsten heißen Trend“.

Branchen, die in der Schweiz besonders stark sind

Ein weiterer Vorteil: Der Schweizer Markt ist nicht beliebig gemischt, sondern in einigen Branchen außergewöhnlich gut besetzt. Für dein Depot kann das spannend sein, wenn du bestimmte Sektoren gezielt abdecken willst.

Typisch starke Schweizer Sektoren:

  • Pharma & Healthcare: Roche, Novartis
    (oft krisenfest, viele langfristige Wachstumstreiber)
  • Basiskonsumgüter: Nestlé
    (defensiv, global, stabiler Cashflow)
  • Versicherungen & Rückversicherungen: Zurich Insurance, Swiss Re
    (solide Dividenden, oft robust in vielen Marktphasen)
  • Industrie & Infrastruktur: ABB, Holcim
    (eher zyklisch, dafür spannende Megatrends wie Automatisierung)

Gerade Pharma + Basiskonsum ist eine Kombination, die viele Depots „ruhiger“ macht, weil diese Unternehmen häufig auch dann weiter laufen, wenn andere Branchen unter Druck geraten.

Dividenden aus der Schweiz: oft solide, aber mit Steuerbesonderheit

Viele Schweizer Unternehmen schütten regelmäßig Dividenden aus, und einige gelten als echte Dividendenanker. Das macht Schweizer Aktien für Einkommensinvestoren interessant.

Aber wichtig: Schweizer Dividenden haben eine Besonderheit, die man unbedingt kennen muss: die Schweizer Quellensteuer.

Wie hoch sie ist, was in Deutschland angerechnet wird und ob sich eine Rückforderung lohnt, klären wir später ausführlich. Das ist nämlich einer der wichtigsten Punkte überhaupt, wenn du Schweizer Aktien langfristig halten willst.

Gewisse Diversifikation durch den Schweizer Franken (CHF)

Wenn du Schweizer Aktien kaufst, hast du in der Regel auch ein Stück weit Schweizer Franken im Depot – zumindest indirekt. Und das kann ein Vorteil sein: Der CHF gilt als vergleichsweise stabile Währung und wird von Anlegern oft als „Sicherer Hafen“ wahrgenommen.

Das hat jedoch zwei Konsequenzen:

  • Steigt der CHF gegenüber dem EUR, kann das deine Rendite erhöhen.
  • Fällt der CHF gegenüber dem EUR, kann das deine Rendite drücken – selbst wenn die Aktie gut läuft.

Kurz gesagt: Bei Schweizer Aktien spielt neben dem Aktienkurs auch der Währungseffekt eine Rolle. Das muss man nicht „weghandeln“, aber man sollte es bewusst wissen.

Das Wichtigste zuerst: Was hat sich 2019 und 2025 geändert?

Wer Schweizer Aktien aus Deutschland kaufen möchte, sollte eine Sache unbedingt vorab verstehen: Der Handel war über Jahre nicht „ganz normal“ möglich. Genau deshalb kursieren bis heute viele widersprüchliche Aussagen wie „geht doch problemlos“ oder „geht gar nicht“. Beides war zeitweise richtig. Je nach Zeitraum.

Am einfachsten lässt sich das mit einer kurzen Zeitleiste erklären:

  • Bis zum 30. Juni 2019 konnten Schweizer Aktien an EU- und deutschen Handelsplätzen problemlos gehandelt werden.
  • Ab dem 1. Juli 2019 änderte sich das schlagartig – und zwar so deutlich, dass viele bekannte Schweizer Titel an deutschen Börsenplätzen faktisch verschwanden. Trotzdem konnte man als Deutscher über kleine Umwege Schweizer Aktien kaufen.
  • Erst seit dem 1. Mai 2025 ist die Situation wieder entspannter, weil die damaligen Einschränkungen aufgehoben wurden. Seit diesem Zeitpunkt kann man Schweizer Aktien als Deutscher an eine Vielzahl an Handelsplätzen kaufen und verkaufen.

Der Auslöser für die Änderung 2019 war kein Börsenproblem im klassischen Sinn, sondern ein politisch-regulatorischer Konflikt zwischen der EU und der Schweiz. Im Mittelpunkt stand die sogenannte Börsenäquivalenz, also die gegenseitige Anerkennung, dass die Regulierung eines Börsenplatzes „gleichwertig“ ist. Diese Anerkennung wurde von der EU nicht verlängert. Die Schweiz reagierte darauf mit einer Schutzmaßnahme, die ab 1. Juli 2019 in Kraft trat. Vereinfacht gesagt führte diese Regelung dazu, dass Aktien von Schweizer Unternehmen, die an der Schweizer Börse gelistet sind, nicht mehr an EU-Handelsplätzen gehandelt werden durften.

Für Privatanleger in Deutschland war die Konsequenz vor allem praktisch spürbar: Viele Schweizer Aktien waren nicht mehr wie gewohnt über deutsche Handelsplätze wie Tradegate oder Börse Frankfurt verfügbar. Kaufen konnte man die Werte zwar weiterhin, aber häufig nur noch über die SIX Swiss Exchange in Zürich oder über spezielle Auslands-/Direkthandelswege, abhängig vom Broker. Damit wurden Schweizer Aktien für viele Anleger nicht unzugänglich, aber deutlich unbequemer und oft teurer.

Denn wer über die SIX kaufen musste, hatte plötzlich zusätzliche Themen auf dem Tisch. Zum einen stiegen die Kosten, weil Auslandsorders meist mit höheren Gebühren, Börsenplatzentgelten oder Fremdspesen verbunden sind. Zum anderen kam der Wechsel von Euro in Schweizer Franken deutlich stärker ins Spiel, weil der Handel dann typischerweise in CHF abgewickelt wurde. Gerade bei kleineren Ordergrößen hat das in der Praxis oft einen spürbaren Teil der Rendite aufgezehrt.

Diese Phase dauerte erstaunlich lange: von Juli 2019 bis Ende April 2025. Genau deshalb ist sie für viele Anleger heute noch relevant, weil sie in dieser Zeit gelernt haben: „Schweizer Aktien sind kompliziert.“ Das stimmt heute aber nur noch teilweise.

Denn seit dem 1. Mai 2025 hat sich die Lage erneut verändert. Die Schweizer Schutzmaßnahme wurde aufgehoben, wodurch Schweizer Aktien grundsätzlich wieder an EU- und damit auch an deutschen Handelsplätzen handelbar wurden. In der Praxis bedeutet das: Viele bekannte Titel können seitdem wieder über deutsche Börsenplätze gekauft werden – oft einfacher und mit günstigeren Standardkonditionen, als es im reinen Auslandshandel der Fall ist.

Trotzdem ist ein Punkt wichtig, damit keine falschen Erwartungen entstehen: „Wieder handelbar“ heißt nicht automatisch, dass jede Schweizer Aktie an jedem deutschen Handelsplatz perfekt handelbar ist. Je nach Aktie kann das Handelsvolumen in Deutschland niedriger sein, was zu größeren Spreads führen kann. In manchen Fällen bleibt die SIX deshalb weiterhin der Ort mit der besseren Preisbildung. Nicht zwingend wegen der Regeln, sondern schlicht wegen Liquidität und Markttiefe.

Die wichtigste Erkenntnis für dich als Anleger lautet deshalb: Seit Mai 2025 ist der Kauf Schweizer Aktien aus Deutschland wieder deutlich einfacher geworden. Trotzdem lohnt es sich, vor jeder Order kurz zu prüfen, über welchen Handelsplatz der Kauf am sinnvollsten ist, weil Kosten, Spreads und die Währungsumrechnung weiterhin einen spürbaren Unterschied machen können.

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Beliebte Schweizer Aktien in der Übersicht

Die folgenden und viele weitere Schweizer Aktien sind bei dem in diesem Artikel aufgezeigten Broker handelbar:

  • Nestlé (ISIN: CH0038863350)
  • Roche (ISIN: CH0012032048)
  • Novartis (ISIN: CH0012005267)
  • Chubb (ISIN: CH0044328745)
  • ABB (ISIN: CH0012221716)
  • Richemont (ISIN: CH0210483332)
  • Zurich Insurance (ISIN: CH0011075394)
  • Lonza (ISIN: CH0013841017)
  • UBS (ISIN: CH0244767585)
  • Sika (ISIN: CH0418792922)
  • Givaudan (ISIN: CH0010645932)
  • Credit Suisse (ISIN: CH0012138530)
  • Swiss RE (ISIN: CH0126881561)
  • BB Biotech (ISIN: CH0038389992)
  • Lindt (ISIN: CH0010570759)
  • Swiss Life Holding (ISIN: CH0014852781)
  • Geberit (ISIN: CH0030170408)
  • Schindler (ISIN: CH0024638196)

Selbst bei der großen Anzahl an Schweizer Aktien kommt man mit dem aufgezeigten Anbieter nicht an die Grenzen: Über Lang & Schwarz Schweizer Aktien kaufen ist dort für sämtliche Schweizer Aktien möglich.

Schritt-für-Schritt: So kaufst du Schweizer Aktien in Deutschland

Schweizer Aktien zu kaufen ist im Grunde kein Hexenwerk, aber es gibt ein paar Stellschrauben, die darüber entscheiden, ob du einfach nur „irgendwie“ kaufst oder ob du es sauber, günstig und mit guter Ausführung machst. Gerade bei ausländischen Titeln können nämlich Gebühren, Spreads und die Währung schnell einen Unterschied machen.

Damit du das Thema einmal richtig einordnest, gehen wir den Kaufprozess jetzt Schritt für Schritt durch. Wenn du diese Reihenfolge einhältst, vermeidest du praktisch alle typischen Anfängerfehler.

Schritt 1: Aktie auswählen und über ISIN identifizieren

Bevor du überhaupt an Kaufen denkst, suchst du die Aktie am besten über ihre ISIN. Das ist der sicherste Weg, um Verwechslungen zu vermeiden. Schweizer Aktien erkennst du fast immer daran, dass die ISIN mit CH beginnt.

Das ist besonders hilfreich, weil manche Broker verschiedene Listings, Handelsplätze oder manchmal auch unterschiedliche Gattungen anzeigen. Mit der ISIN stellst du sicher: Du bist beim richtigen Wertpapier.

Schritt 2: Beim Broker prüfen, wo die Aktie handelbar ist

Im nächsten Schritt schaust du bei deinem Broker, welche Handelsplätze für die Aktie verfügbar sind. Seit der Änderung ab Mai 2025 tauchen viele Schweizer Blue Chips wieder häufiger auf deutschen Handelsplätzen auf, aber das ist nicht bei jedem Titel gleich.

Typische Optionen, die dir angezeigt werden können:

  • deutsche Handelsplätze (z. B. Tradegate, Frankfurt, gettex usw.)
  • Auslandshandel / Schweiz (SIX Swiss Exchange, Zürich)

An diesem Punkt triffst du noch keine Entscheidung, sondern du verschaffst dir nur einen Überblick.

Schritt 3: Handelsplatz sinnvoll auswählen (nicht automatisch „der erste“)

Jetzt kommt der wichtigste Praxispunkt: Der richtige Handelsplatz entscheidet oft über die tatsächlichen Kosten, weil hier Spreads und Gebühren auseinanderlaufen können.

Eine gute Faustregel für den Kauf von Schweizer Aktien aus Deutschland lautet:

  • In Deutschland handeln, wenn das Handelsvolumen ordentlich ist und die Spreads eng wirken.
  • Über SIX handeln, wenn die Aktie dort deutlich liquider ist oder deutsche Spreads zu groß sind.

Der Fehler, den viele machen: Sie wählen einfach „Tradegate“, weil es am bequemsten aussieht und das ohne zu prüfen, ob der Kurs dort gerade sinnvoll gestellt ist.

Wenn du nur 10 Sekunden Zeit hast, reicht oft schon ein kurzer Blick auf:

  • Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs)
  • ob gerade viele Stücke im Orderbuch stehen
  • ob es ein liquider Handelszeitpunkt ist (siehe Schritt 4)

Schritt 4: Handelszeit beachten (denn Liquidität spart Geld)

Gerade bei Schweizer Aktien ist der Zeitpunkt wichtig. Am besten handelst du, wenn sowohl die Schweizer Börse als auch Europa aktiv sind, weil dann die Preisfindung am stabilsten ist.

In der Praxis heißt das: nicht zu früh morgens, nicht spät abends und nicht mitten in Randzeiten. Denn je dünner der Handel, desto größer wird oft der Spread und das ist bei Auslandsaktien schnell ein versteckter Kostentreiber.

Schritt 5: Orderart festlegen (und warum „Limit“ Pflicht ist)

Wenn es einen Punkt gibt, den du aus diesem Artikel wirklich mitnehmen solltest, dann diesen:

Kaufe Schweizer Aktien (und generell Auslandsaktien) nie per Market-Order.

Eine Market-Order bedeutet: Du kaufst zum nächstbesten verfügbaren Preis. Bei hoher Liquidität kann das okay sein, bei weniger Liquidität kann es aber richtig teuer werden.

Deshalb ist die Standard-Empfehlung:

  • Limit-Order setzen
  • Limit so wählen, dass du nicht „zu teuer“ reinkaufst, aber trotzdem eine realistische Ausführung bekommst

Wie du das Limit praktisch setzt? Ganz einfach: Du orientierst dich am aktuellen Briefkurs, schaust auf den Spread, und setzt dein Limit so, dass du nicht unnötig weit drüber liegst. Gerade bei guten Blue Chips genügt meist ein moderates Limit nahe am aktuellen Preis.

Schritt 6: Währung und Umrechnungskosten prüfen

Wenn du über SIX kaufst, wird der Handel in CHF abgerechnet. Dann kann es sein, dass dein Broker automatisch eine Umrechnung EUR -> CHF macht. Hier entstehen häufig Kosten, nicht immer als „Gebühr“, sondern oft über einen schlechteren Wechselkurs (FX-Spread).

Deshalb solltest du vor dem Kauf kurz prüfen:

  • In welcher Währung wird die Order abgerechnet?
  • Fallen Auslands-/Fremdspesen an?
  • Gibt es eine erkennbare FX-Gebühr oder einen Umrechnungsspread?

Beim Kauf über deutsche Handelsplätze ist das Thema oft weniger sichtbar, aber der Währungseinfluss verschwindet trotzdem nicht komplett – er zeigt sich nur anders.

Schritt 7: Kauf durchführen und Abrechnung kontrollieren

Nach dem Kauf ist es sinnvoll, einmal auf die Abrechnung zu schauen. Das machen viele nie. Dabei ist es der beste Weg, aus den eigenen Käufen zu lernen.

Achte dabei vor allem auf:

  • Orderkosten (Brokergebühr)
  • Börsenplatz-/Fremdspesen
  • ggf. Kosten der Währungsumrechnung
  • tatsächlich ausgeführter Kurs (war das Limit sinnvoll gesetzt?)

Wenn du das ein paar Mal gemacht hast, entwickelst du sehr schnell ein Gefühl dafür, über welchen Handelsplatz sich Schweizer Aktien bei deinem Broker aus Deutschland am besten kaufen lassen.

Dividenden & Steuern: Das musst du bei Schweizer Aktien in Deutschland wissen

Viele Anleger kaufen Schweizer Aktien nicht nur wegen der Stabilität der Unternehmen, sondern auch wegen der Dividenden. Gerade große Schweizer Konzerne gelten als zuverlässig, wenn es um regelmäßige Ausschüttungen geht. Allerdings hat das Thema Dividende bei Schweizer Aktien eine Besonderheit, die du unbedingt verstehen musst, bevor du investierst: die Schweizer Quellensteuer.

Wenn du diesen Steuerteil einmal sauber verstanden hast, ist vieles ganz einfach. Wenn nicht, kann es passieren, dass du dich später wunderst, warum „so wenig“ Dividende auf deinem Konto ankommt oder warum manche Anleger von „Rückforderung“ sprechen.

Was passiert steuerlich, wenn eine Schweizer Aktie Dividende zahlt?

Bei Dividenden läuft es bei Schweizer Aktien grundsätzlich zweistufig:

  1. Zuerst wird in der Schweiz direkt an der Quelle Steuer einbehalten (Quellensteuer).
  2. Danach greift die deutsche Besteuerung (Abgeltungsteuer), wobei ein Teil der Schweizer Steuer angerechnet werden kann.

Das klingt komplizierter als es ist, aber wichtig ist: Du wirst nicht doppelt „voll“ besteuert, sondern es gibt ein Doppelbesteuerungsabkommen. Trotzdem bleibt oft ein Teil der Steuer als „zu viel“ einbehalten zurück und genau darum geht es bei der Rückforderung.

Deutsche Besteuerung: Abgeltungsteuer kurz erklärt

Als Anleger in Deutschland zahlst du auf Kapitalerträge grundsätzlich Abgeltungsteuer. Das gilt auch für Dividenden aus dem Ausland.

Typischerweise setzt sich die Steuerbelastung so zusammen:

  • 25 % Abgeltungsteuer
  • Solidaritätszuschlag (auf die Steuer)
  • ggf. Kirchensteuer (wenn kirchensteuerpflichtig)

Hinzu kommt der Sparerpauschbetrag (Freistellungsauftrag), der Dividenden bis zu einem bestimmten Betrag steuerlich entlasten kann. Das gilt für Dividenden deutscher Aktien genauso wie für Dividenden aus der Schweiz. Der Unterschied steckt also nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz.

Schweizer Quellensteuer: der zentrale Unterschied

Die Schweiz behält auf Dividenden eine Quellensteuer ein. Diese Quellensteuer wird direkt vor Auszahlung abgezogen. Das bedeutet: Du siehst sie nicht als separate Rechnung, sondern bekommst sofort eine gekürzte Dividende überwiesen.

Für Anleger in Deutschland ist das der wichtigste Punkt: Schweizer Quellensteuer ist vergleichsweise hoch.

Das führt dazu, dass bei Schweizer Dividenden oft ein großer Teil der Ausschüttung schon in der Schweiz „abfließt“, bevor Deutschland überhaupt Steuern erhebt. Genau deshalb fällt die Nettodividende bei Schweizer Aktien gefühlt häufig niedriger aus als bei deutschen Dividendenwerten, obwohl die Bruttodividende eigentlich attraktiv sein kann.

Anrechnung in Deutschland: Du zahlst nicht doppelt, aber…

Hier kommt das Doppelbesteuerungsabkommen ins Spiel. Deutschland erkennt an, dass im Ausland bereits Steuer gezahlt wurde, und rechnet einen Teil davon an.

In der Praxis heißt das: Ein Teil der Schweizer Quellensteuer reduziert deine deutsche Steuerlast. Aber eben nicht immer komplett. Je nach konkreter Abwicklung bleibt häufig ein Teil „übrig“, der nicht automatisch zurückkommt.

Und genau hier entstehen die zwei typischen Szenarien:

  • Szenario A: Ein Teil der Schweizer Steuer wird angerechnet -> deutsche Steuer wird geringer
  • Szenario B: Ein Teil bleibt zusätzlich hängen -> das ist der Teil, der nur über Rückforderung wiederholbar ist

Das ist kein „Fehler“ deines Brokers, sondern schlicht die Art, wie Quellensteuer-Regelungen funktionieren.

Rückforderung der Schweizer Quellensteuer als Anleger aus Deutschland: lohnt sich das?

Viele Anleger hören irgendwann: „Bei Schweizer Dividenden kannst du Quellensteuer zurückholen.“ Das stimmt grundsätzlich, aber es ist wichtig, das realistisch einzuordnen.

Denn Rückforderung bedeutet: Du beantragst bei den Schweizer Behörden die Erstattung des Teils der Quellensteuer, der laut Doppelbesteuerungsabkommen nicht dauerhaft in der Schweiz bleiben müsste.

In der Praxis hängt der Aufwand stark davon ab, wie dein Broker das handhabt. Manche Institute unterstützen das teilweise oder bieten Services an, andere lassen dich damit allein. Häufig ist es mit Formularen, Nachweisen und Bearbeitungszeiten verbunden.

Das führt zur entscheidenden Frage: Lohnt sich das überhaupt?

Eine gute Faustregel lautet:

  • Bei kleinen Dividendenbeträgen ist der Aufwand oft größer als der Nutzen.
  • Bei größeren Positionen (oder mehreren Schweizer Dividendenzahlern im Depot) kann sich das durchaus lohnen.

Wenn du also nur ein paar Nestlé-Aktien im Depot hast, wirst du dir die Rückforderung vermutlich sparen. Wenn du aber gezielt mehrere Schweizer Dividendenwerte hältst und nennenswerte Dividenden erhältst, kann das Thema relevant werden.

Kurz: Steuern machen Schweizer Aktien nicht unattraktiv, aber etwas aufwändiger

Schweizer Aktien sind steuerlich kein Problem, aber sie sind eben nicht identisch mit deutschen Dividendenwerten. Die wichtigste Besonderheit ist die Schweizer Quellensteuer: Sie reduziert die Auszahlung zunächst deutlich, ein Teil wird in Deutschland angerechnet und ein Teil kann unter Umständen zurückgefordert werden. Wer das weiß und realistisch einordnet, hat keinen Nachteil, sondern kann Schweizer Dividendenwerte ganz normal als langfristige Depotbausteine nutzen.

Fazit: Schweizer Aktien in Deutschland kaufen – heute wieder einfacher!

Schweizer Aktien sind für viele Anleger aus Deutschland aus gutem Grund interessant: Die Schweiz bietet eine Reihe außergewöhnlich stabiler Qualitätsunternehmen, oft mit globalen Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen und einer gewissen defensiven Depot-Wirkung. Gerade als langfristige Beimischung können Werte wie Nestlé, Roche, Novartis oder Zurich Insurance ein Depot stabilisieren und gleichzeitig eine zusätzliche Diversifikation über den Schweizer Franken liefern.

Wichtig ist aber, den Kauf nicht mit „irgendeiner schnellen Order“ abzuhaken. Denn das Thema hatte in den letzten Jahren eine Besonderheit, die man kennen muss: Zwischen 2019 und April 2025 war der Handel Schweizer Aktien an EU- bzw. deutschen Börsenplätzen stark eingeschränkt. Seit dem 1. Mai 2025 ist der Kauf über deutsche Handelsplätze zwar wieder grundsätzlich möglich. Trotzdem hängt die beste Vorgehensweise weiterhin davon ab, wo du kaufst und zu welchen Kosten.

Für die Praxis bedeutet das: Wer Schweizer Aktien kaufen will, sollte nicht nur auf die Ordergebühr schauen, sondern vor allem auf Spreads, Liquidität und Währungsumrechnung. Gerade bei größeren Käufen kann die SIX trotz Auslandsgebühren die bessere Preisqualität liefern, während deutsche Handelsplätze oft bei bekannten Blue Chips bequem und günstig sind. Und wer Dividenden im Blick hat, sollte die Schweizer Quellensteuer realistisch einordnen: Sie ist kein Dealbreaker, aber ein Faktor, den man bewusst einkalkulieren sollte.

Depot-Empfehlungen für die Investition in Schweizer Aktien:

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– Besonderheit: Das Tax Voucher (zur Erstattung der Schweizer Quellensteuer) wird automatisch und kostenlos (!) zu jeder Dividendenabrechnung beigefügt.
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