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Der Trade Republic Freistellungsauftrag (FSA) bereitet seit langer Zeit vor allem folgenden Menschen Kopfschmerzen: Verheirateten, Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern.
Der Grund? Normalerweise können verheiratete Personen und Lebenspartner einen gemeinsamen Freistellungsauftrag nutzen.
- Bis zum Jahr 2023 hieß das: Freistellungsauftrag von 1602 Euro statt 801 Euro einrichten.
- Seit 2023 heißt das: Freistellungsauftrag von 2000 Euro statt 1000 Euro einrichten.
Diese Funktionalität bietet jedoch nicht jeder Broker an!
Daher gab es vermehrt Suchanfragen zu diesem Thema der Zusammenveranlagung bei Trade Republic:
- „Trade Republic Freistellungsauftrag 1602“
- „Trade Republic Freistellungsauftrag 2000“
- „Trade Republic Freistellungsauftrag verheiratet“
- „Trade Republic Freistellungsauftrag Ehepartner“
Ich zeige Dir, auf welche Probleme man bei Trade Republic (https://traderepublic.com >>) stößt und welche Lösungen es hierfür gibt.
Inhalt
Trade Republic Zusammenveranlagung: Freistellungsauftrag Ehepaare
Der Trade Republic FSA (Freistellungsauftrag) kann bequem in der App oder im Web umgestellt werden.
Wer jedoch verheiratet ist, einen Ehepartner bzw. eine Ehepartnerin hat oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, hat folgendes Problem:
Bei Eingabe des Betrags 2.000 € (seit 2023) bzw. bei Eingabe des Betrag 1.602 € (vor 2023) erscheint folgender Fehler als Meldung:
„Du kannst nicht mehr als 1.000 € angeben“
Damit ist es bei Trade Republic weiterhin nicht möglich, eine Zusammenveranlagung über den Freistellungsauftrag einzurichten und den gemeinsamen Freibetrag zu nutzen.
Auch die Nachfrage beim Support hilft nicht, da der gemeinsame Freistellungsauftrag nicht manuell eingerichtet werden kann.
Als Antwort auf diese Anfrage erhält man:
„Einen gemeinsam veranlagten Freistellungsauftrag kannst Du derzeit nicht erteilen.“
Der FSA ist bei Trade Republic aktuell nur bis zu einem Betrag von 1000 € einrichtbar, vor dem Start des Jahres 2023 waren nur 801 € bei Trade Republic möglich.
Das wird auch an der Anzeige zum „Verbrauch des Freistellungsauftrags“ in der Trade Republic App sichtbar:
„In diesem Jahr hast Du XXX € von maximal 1.000 € bei Trade Republic in Anspruch genommen.“
Die Lösung: Alternativen Broker verwenden mit funktionierender Zusammenveranlagung
Trade Republic steht mit dieser Problematik recht alleine dar: Andere Broker erlauben den gemeinsamen FSA von 2.000 € für Verheiratete, Ehepartner und eingetragene Lebenspartner – und das ohne Probleme.
Ich bin zwar selbst Trade Republic Kunde, nutze jedoch für mein Haupt-Depot einen der wohl stärksten Konkurrenten von Trade Republic: Link zu meinem aktuellen Lieblings-Broker >>
Von diesem Broker kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass sich die gemeinsame Veranlagung dort einrichten lässt.
Wer in der App (oder im Web) bei diesem Broker auf „Freistellungsauftrag einrichten“ geht, erhält folgende Möglichkeiten:
- Einzelfreistellungsauftrag bis 1.000 €
- Gemeinsamer Freistellungsauftrag bis 2.000 €
Unter diesen Auswahloptionen erscheint noch folgender Hinweis:
„Mit der Erteilung eines Freistellungsauftrags stellen wir Ihre Kapitalerträge automatisch steuerfrei. Die gesetzlichen Höchstgrenzen sind 1.000 € Freistellungsauftrag einer Einzelperson und 2.000 € gemeinschaftlicher Freistellungsauftrag eines Ehepaares / eingetragene Lebenspartner.“
Bei diesem Broker kannst Du also mit 100 % Sicherheit die gemeinsame Veranlagung und einen gemeinsamen Freistellungsauftrag einrichten: Sogar ganz unkompliziert aus der App heraus.
Und übrigens: Auch der Depotübertrag (oder Teile des Depots) von Trade Republic zu diesem Online-Broker ist problemlos in wenigen Minuten möglich.
Dazu musst Du Dich nur 1) zunächst bei diesem Online-Broker anmelden 2) Dich dort einloggen bzw. die App öffnen und kannst dann 3) bequem aus der App des neuen Brokers (oder Web) heraus den Depotübertrag einleiten. Einfach die Depotnummer von Trade Republic sowie Deinen Namen eintragen und ob Du das ganze Depot oder nur einzelne Wertpapiere übertragen möchtest. Dein neuer Broker übernimmt die restliche Arbeit für den Übertrag.
Link zu meiner Depot-Empfehlung, bei der die Zusammenveranlagung möglich ist >>
Trade Republic bietet keine „Zusammenveranlagung“ für den Freistellungsauftrag an
Ein entscheidender Punkt, der sich aus dieser Einschränkung ergibt, wird von vielen Anlegern erst auf den zweiten Blick erkannt: Es geht nicht nur um eine kleine technische Limitierung innerhalb der App, sondern um einen ganz konkreten steuerlichen Nachteil im Alltag. Denn während der gemeinsame Freistellungsauftrag eigentlich dafür gedacht ist, den Sparerpauschbetrag flexibel zwischen zwei Personen aufzuteilen, verhindert Trade Republic genau diese Flexibilität vollständig. Jeder Partner wird isoliert betrachtet und das unabhängig davon, wie die tatsächliche steuerliche Situation als Ehepaar oder Lebenspartnerschaft aussieht.
Übrigens: Das hat auch nichts damit zu tun, dass Trade Republic keine Gemeinschaftsdepots anbietet. Auch andere Online-Broker ohne Gemeinschaftsdepots bieten es an, dass man als verheiratete Person den gemeinsamen Freistellungsauftrag hinterlegen kann.
Diese fehlende Funktion bei Trade Republic führt dazu, dass die gesetzlich vorgesehene Zusammenveranlagung im Alltag nicht „vorab“ genutzt werden kann, sondern erst im Nachhinein korrigiert werden muss. In der Praxis bedeutet das: Kapitalerträge werden unter Umständen besteuert, obwohl sie im Rahmen des gemeinsamen Freibetrags eigentlich steuerfrei wären. Dieser Effekt tritt insbesondere dann auf, wenn die Kapitalerträge zwischen beiden Partnern ungleich verteilt sind, was in der Realität sehr häufig vorkommt. Beispielsweise kann es sein, dass eine Person den Großteil der Investments hält oder häufiger Verkäufe tätigt, während die andere Person ihren Freibetrag kaum ausschöpft. Ohne gemeinsamen Freistellungsauftrag bleibt dieser ungenutzte Anteil jedoch wirkungslos.
Zu viel gezahlte Steuer kann über Zusammenveranlagung in der Steuererklärung zurückgeholt werden
Die Konsequenz daraus ist jedoch ein unnötiger Liquiditätsnachteil. Es wird zunächst zu viel Steuer abgeführt, die erst später (im Rahmen der Einkommensteuererklärung) wieder zurückgeholt werden kann. Das ist zwar grundsätzlich möglich und auch rechtlich korrekt, jedoch aus Anlegersicht alles andere als optimal. Denn das Geld steht in der Zwischenzeit nicht zur Verfügung, kann nicht reinvestiert werden und verliert somit potenziell an Rendite. Gerade bei größeren Depots oder regelmäßig anfallenden Kapitalerträgen kann sich dieser Effekt über die Jahre spürbar summieren.
Hinzu kommt der organisatorische Mehraufwand. Während ein korrekt eingerichteter gemeinsamer Freistellungsauftrag den steuerlichen Vorteil automatisch berücksichtigt, erfordert der Weg über die Steuererklärung zusätzliche Schritte. Alle relevanten Kapitalerträge müssen sauber dokumentiert, die entsprechenden Anlagen ausgefüllt und die Steuerbescheinigungen beider Partner korrekt zusammengeführt werden. Für viele Anleger ist das mit Unsicherheit verbunden, insbesondere wenn sie sich mit steuerlichen Themen nicht intensiv beschäftigen möchten. Der eigentliche Vorteil eines einfachen, automatisierten Systems geht dadurch verloren.
Bei Trade Republic ist das Thema Freistellungsauftrag also für verheiratete Paare nicht optimal gelöst!
Vor diesem Hintergrund wird auch klar, warum viele Anleger gezielt nach Alternativen suchen oder ihre Broker-Struktur anpassen. Es geht nicht darum, Trade Republic grundsätzlich in Frage zu stellen – denn in vielen Bereichen ist der Broker nach wie vor sehr attraktiv –, sondern darum, eine Lösung für genau diese spezifische Einschränkung zu finden. Ein zusätzlicher Broker, der die Zusammenveranlagung direkt unterstützt, kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein. Dadurch lässt sich der gemeinsame Freibetrag bereits unterjährig optimal nutzen, ohne dass es zu unnötigen Steuerabzügen kommt.
Link zu meiner Depot-Empfehlung, bei der die Zusammenveranlagung möglich ist >>

Wie sieht es denn aus, wenn ich als Verheirateter ein Kt. bei TradeRebublic habe und dieses ausschließlich als Tagesgeldkonto nutze. Eine Zusammenveranlagung lässt sich ja bei TradeRebublic nicht einrichten. Bei der Kontoeröffnung konnte ich nur meine Steuernummer angeben.
Wenn ich jetzt den Freistellungsauftrag in Höhe von z. B. 600 Euro erteile, wird wird dann trotzdem beim Finanzamt automatisch eine Zusammenveranlagung zugrunde gelegt?
Danke für ein kurzes Feedback.