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Warum kauft man Aktien ohne Dividendenausschüttung?

Geldscheine Dollar

Die Zinsen sind im Keller, nähern sich der Nullmarke. Und das seit Jahren. Es herrscht Anlagenotstand! Anleger mit freier Liquidität entwickeln eine Menge Energie und Fantasie bei der Suche nach zumindest halbwegs einträglichen und gleichzeitig (vermeintlich) risikoarmen Anlageformen.

Hochkonjunktur hat auf jeden Fall das Thema Dividendenstrategie – es ist überall präsent. Obwohl der deutsche Sparer größte Berührungsängste mit Aktien hat – immerhin hat nur ein eher kleiner Teil der deutschen Bevölkerung überhaupt Aktien im Depot – nähert er sich diesem Thema vorsichtig an.

Schließlich wird der Begriff Dividenden in manchen Publikationen mittlerweile schon synonym mit Zinsen verwendet. Ist das gerechtfertigt? Aus welchem Grund werden Dividendenaktien so gepushed?

Ich möchte hier einmal gegen den Strom schwimmen und ein paar Aspekte zusammentragen, die für Investments in Aktien ohne Dividendenausschüttung sprechen. Die gibt es nämlich auch – und am Ende kannst Du selbst abwägen, was besser zu Deiner Anlagestrategie und Deiner Risikobereitschaft passt.

I. Kurz und knapp: die Basics zu Dividenden

Bei Kauf einer Aktie wirst Du Aktionär. Das ist gleichbedeutend mit Anteilseigner am Unternehmen. Neben verschiedenen anderen Rechten und Pflichten erwirbst Du – und das ist das Wichtige für unser Thema – das Recht auf Deinen Gewinnanteil.

Mit dem Geld, das Du für die Aktie bezahlt hast, kann das Unternehmen wirtschaften – im besten Fall erfolgreich, sodass am Ende eines Geschäftsjahres ein positives Unternehmensergebnis steht. Das Unternehmen muss nun entscheiden, was mit dem Gewinn geschehen soll:

  • Der Gewinn kann ganz oder teilweise via Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
  • Der Gewinn verbleibt im Unternehmen und wird für Investitionen ausgegeben.
    Wichtig: Ein erwirtschafteter Gewinn, der als Dividende ausgeschüttet wird, schmälert die Liquidität des Unternehmens und steht nicht für künftige Investitionen zur Verfügung! Dagegen können Unternehmen mit Aktien, die keine Dividende ausschütten, den Gewinn für die künftige Unternehmensentwicklung einsetzen.

II. Sind Dividenden Wachstumshemmer?

Warum zahlt ein Unternehmen Dividenden an Aktionäre aus? Sicher nicht aus reiner Wohltätigkeit! Natürlich kannst Du sagen, dass Du als Aktionär ein Recht auf einen Gewinnanteil hast. Tatsächlich ist es aber so, dass das Management des Unternehmens letztlich – auch wenn die Hauptversammlung darüber abstimmt – entscheidet, ob und wie viel an Dividende gezahlt wird.

Mit regelmäßigen Dividendenzahlungen bindet ein Unternehmen die Aktionäre an sich: In Zeiten niedriger Zinsen sind Dividendenerträge auf dem eigenen Konto sehr willkommen. Und das Unternehmen stabilisiert seinen guten Ruf in der öffentlichen Wahrnehmung.

Nicht selten ist dem Unternehmen dieser gute Ruf so wichtig, dass die Dividende nicht aus dem operativen Gewinn, sondern ganz oder zum Teil aus der Substanz gezahlt wird. Ist das gut? Die wirkliche Ertragskraft des Unternehmens wird damit verschleiert.

Die andere Seite ist, dass die Dividendenzahlungen dem Unternehmen Kapital entziehen, das für Investitionen genutzt werden könnte. Unternehmen mit Aktien ohne Ausschüttung verfügen über mehr Liquidität für eine wachstumsorientierte Geschäftsentwicklung: Forschung, Innovation, Erschließung neuer Geschäftsfelder, adäquate Bezahlung der Mitarbeiter – das alles sind Bereiche, in die zukunftsweisend investiert werden könnte.

Die Unternehmensleitung befindet sich stets in dem Dilemma entweder in das Unternehmen zu investieren und so die Basis für gesundes Wachstum zu legen oder die Aktionäre mit regelmäßigen Dividenden zu beglücken. Und damit stellt sich für Dich als Anleger die Frage: Sind Aktien ohne Dividende eine – oder gar die bessere – Alternative für Dein Depot?

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III. Aktien ohne Dividendenausschüttung als Turbo für Dein Depot!(?)

Warum zahlen Unternehmen keine Dividenden? Entweder sie erwirtschaften keinen Gewinn und haben entsprechend nichts an ihre Aktionäre zu verteilen. Oder – und da richtet sich Dein Blick als Investor hin – sie nutzen die Gelder für die Entwicklung des Unternehmens.

Kluge Investitionen stärken ein Unternehmen nachhaltig, machen es fit für die Zukunft und sind Basis für künftiges gesundes Wachstum. Aus welchem Grund ist das wichtig? Stagnation ist im heutigen wirtschaftlichen Umfeld der Beginn des Niedergangs.

Um konkurrenzfähig zu bleiben und vielleicht sogar die Nase vorn zu haben, müssen technologische Entwicklungen immer auf neuestem Stand sein und die Geschäftstätigkeit aktuellen und künftigen Trends angepasst werden. Häufig sind es junge Unternehmen (Start Ups), die mit innovativen Ideen den Markt aufmischen.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist Beyond Meat: Das kalifornische Unternehmen bedient einen aktuellen Megahype und stellt vegane Fleischersatzprodukte her. Im Mai 2019 erfolgte der Börsengang und die Aktie legte einen fulminanten Start hin.

Oder: Marinomed, ein österreichisches Unternehmen aus dem BioTech-Bereich, das mit patentgeschützten Technologieplattformen arbeitet, wird – nach erfolgreichem Börsengang im Frühjahr 2019 – in der einschlägigen Presse als Perle gehandelt.

Diese jungen Unternehmen werden vermutlich auf absehbare Zeit keine Dividenden zahlen (können), da sie jegliche Liquidität in Wachstum und Geschäftsentwicklung stecken. Der Lohn für mutige Aktionäre ist ein rasant steigender Aktienkurs.

Im Übrigen: Weder Amazon noch Google noch Ebay zahlen bis heute Dividende. Apple zahlte erstmals im Jahr 2012 eine Dividende, um sie dann 2014 bereits wieder deutlich zu kürzen. Gleichzeitig stiegen die Rücklagen bei Apple auf mehr als 100 Mrd. Dollar. Und der Aktienkurs? Ich denke mal, dass sich da kaum ein Investor beschweren dürfte.

Gewinne, die nicht ausgeschüttet, sondern in eine zukunftsweisende Unternehmensentwicklung investiert werden, fördern also ganz offensichtlich den Unternehmenswert und damit lasst sich am langen Ende als Aktionär auf jeden Fall gutes Geld verdienen.

IV. Bremsen Dividendenausschüttungen den Kursverlauf einer Aktie?

Ein Aktienkurs entsteht grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage: Er steigt, wenn Investoren Potenzial in der Aktie (dem Unternehmen) sehen und – in Erwartung eines künftigen Gewinnes – die Aktie vermehrt kaufen.

Im Aktienkurs spiegelt sich der Wert eines Unternehmens wider: je höher der Kurs, umso wertvoller ist das Unternehmen. Welche Möglichkeiten hast Du, um die Entwicklung von Aktien ohne Dividendenausschüttung mit Dividendenzahlern zu vergleichen? Du kannst sie zum Beispiel am Index messen:

Typische Dividendenzahler im Dax sind u.a. Daimler, Siemens und BASF:

Dax + 42 % in den letzten fünf Jahren
Daimler– 16,59 %
Siemens + 17,98 %
BASF – 3,63 %

Oder im MDax.. + 75 % in den letzten fünf Jahren

Lanxess+ 48,17 %
Hugo Boss– 61,88 %
Telefonica– 25,22 %

Ich nenne diese Unternehmen nur beispielhaft. Das sind alteingesessene Firmen mit bewährtem Geschäftsmodell – aber wo sind die innovativen Ideen, die sich im Kurs widerspiegeln sollten? Wo ist das Wachstum, das den Unternehmenswert nach oben schnellen lässt?

Warren Buffett fährt mit seiner börsennotierten Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Anfang an eine “Dividenden-freie” Strategie: Seiner Meinung nach ist das Kapital im Unternehmen besser aufgehoben als auf dem Konto der Aktionäre – weil es da nämlich lukrativer und sinnvoller eingesetzt werden kann.

Und der Börsenwert von Berkshire Hathaway scheint ihm Recht zu geben: Die A-Aktie notiert bei über 280T Euro (kein Schreibfehler)! Die B-Aktie, die geschaffen wurde, um auch Kleinaktionären den Zugang zu ermöglichen, steht bei 188 Euro (A-Aktie ./.1.500).

Es gibt andere Beispiele: Google, Amazon, Ebay – keine Dividende für die Aktionäre. Jeder Cent Gewinn wird reinvestiert. Die Kurse laufen steil nach oben! Manche Unternehmen schütten nicht nur keine Dividende aus, sondern kaufen mit freier Liquidität Aktien zurück. Ergebnis: Der Aktienkurs steigt – Du erinnerst Dich: Angebot und Nachfrage! – und auch der Gewinn pro Aktie erhöht sich!

Kleines Zwischenfazit bis hierher: Dividenden werden sozusagen aus der Unternehmenskasse gezahlt. Dieses Geld kann nicht für Investitionen, für Produktivitätssteigerung und Wachstum investiert werden und damit keinen Beitrag zu einem höheren Unternehmenswert leisten.

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V. Steuerliche Aspekte oder: Die Story vom negativen Zinseszins

Dividenden sind steuerpflichtig! Dabei spielt es keine Rolle, ob Du sie Dir auszahlen lässt oder ob Du sie reinvestierst. In beiden Fällen ist bei deutschen Aktien die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent + 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und (evtl.) Kirchensteuer fällig. Auch die Dividenden von ausländische Aktien unterliegen der Steuerpflicht: Das ist etwas komplizierter. Die Details sind für das hier behandelte Thema nicht entscheidend.

Wichtig ist: Sowohl der Kapitalertrag aus realisierten Kursgewinnen beim Aktienverkauf als auch Dividenden müssen versteuert werden. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Die Steuer für den erzielten Kursgewinn fällt erst ganz am Ende beim Verkauf der Aktie an, während Du für die Dividende regelmäßig Steuern zahlst, und zwar so lange die Aktie in Deinem Depot liegt.

Reinvestierst Du die Dividende – und das ist ja auf lange Sicht wegen des Zinseszins-Effektes durchaus empfehlenswert – dann steht Dir nicht mehr der gesamte Betrag zur Verfügung, weil ja die Steuer automatisch abgezogen wird. Da ist dann schon mal ein guter Teil des Kapitals beim Fiskus verschwunden und steht nicht mehr zur Ertragsgenerierung zur Verfügung.

Ich mache ein plakatives Beispiel:

Aktienwert 10 Aktien à 100 Euro = Depotwert 1.000 EUR
Jährlicher Gewinn 25 Prozent, deshalb entweder 25 Prozent Kurssteigerung oder 25 Prozent Dividende, Steuer 25 Prozent

Tabelle 1: Es handelt sich um Aktien ohne Ausschüttung, der Gewinn verbleibt im Unternehmen und spiegelt sich im Aktienkurs wider. Verkauf nach fünf Jahren:

JahrAktienkursSteuer 25 %Depotwert (alles in Euro)
11.000,0001.000,00
21.250,0001.250,00
31.562,5001.562,50
41.953,1002.441,40
52.441,4003.051,75

25 Prozent Steuer beim Verkauf auf 2.051,75 Euro = 512,94 Euro, Gewinn 1.538,80 Euro
Aus 1.000 Euro wurden in fünf Jahren 2.538,80 Euro

Tabelle 2: Der jährliche Gewinn von 25 Prozent wird als Dividende ausgeschüttet und direkt reinvestiert. Im Beispiel nehme ich an, dass Aktienteilkäufe möglich sind:

Jahr Aktienkurs Dividende Steuer 25% Depotwert (alles in Euro)
11.000,00250,0062,501.187,50
21.187,50296,8774,221.410,15
31.410,15352,5388,131.674,55
41.674,55418,63104,651.988,53
51.988,53497,13124,282.361,38

25 Prozent Steuer auf Dividenden 453,78 Euro
25 Prozent Steuer beim Verkauf auf 1.361,38 Euro = 340,34 Euro
Gesamte Steuerlast 794,12 Euro
Gewinn 1.021,04 Euro
Aus 1.000 Euro wurden in fünf Jahren 2.021,04 Euro

Dieses Beispiel ist vereinfachend – alle Werte sind fiktiv und es fehlen die Transaktionskosten. Es soll Dir drei Aspekte deutlich machen:

  1. Die regelmäßig anfallende Steuer auf Dividenden reduziert Dein eingesetztes Kapital nennenswert. Das wiederum verkleinert Jahr um Jahr den Kapitalstock, der für Dich arbeiten könnte – im Grunde ein negativer Zinseszins-Effekt!
  2. Die Gesamtsteuerlast ist bei den Aktien ohne Ausschüttung geringer.
  3. Im Unternehmen verbleibende Gewinne können ertragssteigernd eingesetzt werden und damit den Unternehmenswert (Aktienkurs) erhöhen.

Den Einfluss der Dividendenzahlung auf den Aktienkurs kannst Du auf der Kurstafel sehr deutlich sehen: Der Aktienkurs wird am Zahltag um exakt den Auszahlungsbetrag (BRUTTO!) reduziert und mit dem Zusatz EX-DIV versehen. Das ist ein Verlustgeschäft für Dich als Anleger – bei Dir kommt ja nur der Nettobetrag an.

VI. Jetzt endlich ein Fazit: Was genau spricht für Aktien, die keine Dividende ausschütten?

Dividenden sind Kapital, das einem Unternehmen entzogen wird. Damit steht weniger Geld für Wachstum zur Verfügung. Warum ist das wichtig für Dich als Anleger?

  1. Bleibt das Geld im Unternehmen, kannst Du die Erwartung haben, dass damit Wachstum finanziert wird. Meistens sind es junge innovative Unternehmen, die ihre Ideen am Markt noch etablieren und entsprechend hohe Investitionen dafür tätigen müssen. Da steckt für einen etwas mutigeren Anleger viel Kursphantasie und damit Potenzial drin: Möglichst früh einsteigen und die Expansionsphase mit steigenden Kursen mitnehmen.
  2. Geht die Wachstumsphase bei einem solchen Unternehmen in ruhigere Bahnen über, dann hast Du als (dabeigebliebener) Aktionär zwei interessante Optionen:
  • Aktien verkaufen und Gewinn mitnehmen oder
  • Aktien halten und auf solide Dividenden hoffen (was der normale Werdegang eines Unternehmens wäre)
  1. Aktien, die keine Dividende ausschütten sind für Dich als Anleger steuerlich günstiger: die jährlichen Dividenden unterliegen der Kapitalertragsteuer, die direkt abgezogen wird. Damit reduziert sich der Ertrag um ein gutes Viertel. Das wiederum verkleinert Jahr um den Kapitalstock, der für Dich arbeiten könnte. Hier kommt ein negativer Zinseszins-Effekt sehr deutlich zum Tragen!
  2. Es gibt weltweit viele Dividendenaktien, aber die Auswahl an Aktien ohne Dividende ist erheblich größer. Du hast mehr Möglichkeiten Dein Risiko zu streuen: nach Ländern, nach Branchen, nach Währungen. Unternehmen, die Dividenden zahlen, bewegen sich verstärkt in altbekannten Branchen. Mit der Investition in Aktien von jungen innovativen Unternehmen erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit, an neuen Megatrends frühzeitig zu partizipieren.

Aktien ohne Dividende sind also durchaus attraktiv. Die Kunst liegt dabei – wie immer an der Börse – in der Selektion: fundamental, charttechnisch oder einfach aus dem Bauch heraus? Aus welchem Grund auch immer Du Dich für eine Aktie entscheidest: Informiere Dich selbst, bleibe am Ball! Es geht letztlich um Dein Geld und da bist Du selbst gefordert!

Dein Depotstudent Dominik

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2 Kommentare

  1. Inhaltlich natürlich in vielerlei Hinsicht richtig, wobei man es nicht so verallgemeinern kann. Es ist auch möglich, umgekehrt zu argumentieren. Manager von dividendenzahlenden Unternehmen haushalten besser bzw. kommen nicht auf die Idee, unsinnige Übernahmen vorzunehmen etc. Auch das ist eine Pauschalisierung. Im Prinzip kommt es m.M.n. immer auf das Unternehmen an. Das muss man sich individuell ansehen oder auch nicht – wenn man auf ETFs setzt.

    Bei mir kommen marktbreite ETFs zum Einsatz und ich setze auch gerne auf Faktoren. Ich verfolge aber explizit keine Dividendenstrategie. Mein Fokus ist die Gesamtrendite. Dabei bevorzuge ich aber ausschüttende ETFs. Wieso?

    Was mir in solchen Betrachtungen oft fehlt ist der psychologische Aspekt. Es heißt ja oft, dass Dividendenliebhaber als Investoren besser abschneiden. Die Begründung wird dann darin gesehen, dass es nicht an der Dividendenstrategie liegt, sondern dieser Typ Anleger vom Naturell her eher einen Buy and Hold-Charakter hat. Mein Argument lautet genau anders herum. Dividenden-Aktien bzw. ausschüttende ETFs schaffen eine starke emotionale Bindung durch den ständig wiederkehrenden Belohnungsreiz. Sie fördern dadurch eine Buy and Hold-Mentalität. Wenn es crashed und alles Schlimm aussieht, bekommt man immerhin seine Ausschüttungen. Das hält einen bei Laune. Ich hatte hier mal kurz darüber geschrieben: https://www.etf-yogi.de/2019/03/03/ausschuttende-etfs-thesaurier/#Das_Belohnungssystem_nutzen

  2. Hallo Dominik,
    kurzer Hinweis zu “Apple zahlte erstmals im Jahr 2012 eine Dividende, um sie dann 2014 bereits wieder deutlich zu kürzen.”
    Apple hat die Dividende nicht gekürzt, sondern der 7-for-1 Stock Split führte zu $3.29 / 7 = $0.47, also unveränderte Dividende.
    Viele Grüße!

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