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Warum sollte man ETFs kaufen?

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Mit traditionellem Sparen kann seit einigen Jahren kein Vermögen mehr aufgebaut oder für das Alter vorgesorgt werden. Die jüngsten Beschlüsse der EZB zeigen, dass die niedrigen Zinsen lange erhalten bleiben werden und für größere Guthaben sogar Negativzinsen in Aussicht stehen.

Im nachfolgenden Beitrag zeige ich Dir, weshalb Du ETFs kaufen solltest, und erkläre die Produkte in allen Einzelheiten. Am Ende des Artikels weißt Du genau, welche Vorzüge diese Anlagevehikel bieten und warum sie in der jetzigen Situation alternativlos sind.

Natürlich beleuchte ich dabei auch vergleichbare Instrumente und erkläre Dir, aus welchem Grund diese für Dich weniger geeignet sein könnten. Bevor ich das Thema, warum sollte man in ETFs investieren, angehe, erhältst Du von mir eine detaillierte Beschreibung der Exchange Traded Funds (ETF).

Was sind ETFs?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, ins Deutsche übersetzt bedeutet dies börsengehandelte Indexfonds. Diese bilden festgesetzte Börsenindizes bestmöglich nach und stellen investierten Anlegern die gleiche Wertentwicklung in Aussicht.

Jeder Indexfonds beruht seitens der Zusammensetzung auf einem Referenzindex, es ist daher keine Überwachung durch einen Fondsmanager notwendig. Weil überwachende Aufgaben ausschließlich von Computern erledigt werden können, spricht die Fachwelt bei ETFs von passiv gemanagten Anlageinstrumenten.

Wieso solltest Du ETFs wählen und weshalb keine gemanagten Investmentfonds?

Ein börsengehandelter Indexfonds benötigt kein permanentes Management, Aktivitäten sind nur bei Veränderungen im Referenzindex nötig. Aus diesem Grund sind ETFs vergleichsweise kostengünstige Anlageinstrumente, welche Dir alle am Markt erzielbaren Renditen in Aussicht stellen.

Bei einem Investmentfonds versucht das Management, durch Eingriffe in den Wertpapierkorb, eine bessere Rendite zu erwirtschaften und scheitert in der Regel an der Effizienz moderner Märkte.

Weshalb sind diese Bemühungen meist zwecklos? Weil moderne Kommunikationstechnologien neue Informationen allen Teilnehmern gleichzeitig zur Verfügung stellen. Der einzelne Akteur hat höchstens kurzfristig einen Informationsvorteil und nur wenig Zeit, um daraus Kapital zu schlagen. Die Frage, aus welchem Grund Du ETFs kaufen solltest, ist damit aber nur teilweise beantwortet. Mit börsengehandelten Indexfonds sind weitere Vorteile verbunden.

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Wo kannst Du ETFs kaufen?

Aus der Bezeichnung börsengehandelte Indexfonds geht bereits hervor, dass ETFs an den Wertpapierbörsen erwerbbar sind. Du kannst jedoch nicht einfach als Privatperson an einer Börse einen oder mehrere ETFs kaufen.

Wieso? Dazu ist in der BRD ein institutioneller Vermittler erforderlich. Die Hausbank wird Deinem Anliegen nur in Ausnahmefällen entsprechen, weil sie am ETF-Erwerb kaum etwas verdient. Du benötigst also einen Brokerage Anbieter, welcher im Idealfall eine online agierende Direktbank mit Brokerlizenz ist.

Die Bank kauft für Dich die gewünschten ETFs an der Börse und stellt dafür so bezeichnete Ordergebühren in Rechnung. Bevor Du ETFs kaufen oder den Kauf in Auftrag geben kannst, muss eine Anmeldung beim Brokerage Anbieter erfolgen. Im nächsten Schritt ist die Eröffnung eines Depots mitsamt Handelskonto erforderlich.

Wieso brauchst Du ein Depot mit angeschlossenem Konto?

Erworbene ETFs werden im Wertpapier-Depot aufbewahrt und die zum Kauf bestimmten Gelder transferierst Du von Deinem Girokonto auf das Handelskonto. Auf dieses Konto kann der mit dem Kauf beauftragte Broker zugreifen, auf Dein Girokonto nicht.

Depot und Handelskonto sollten dauerhaft kostenfrei zur Verfügung stehen, zumal die erworbenen ETFs seit einiger Zeit zentral bei einer Tochtergesellschaft der Deutschen Börse aufbewahrt werden müssen. Damit ist die Frage wie kaufe ich ETFs beantwortet, zurück zum warum.

Aus welchem Grund solltest Du in ETFs investieren?

Weil es unter den zahlreichen Indexfonds für jeden Anlegertyp das geeignete Instrument gibt. Du kannst mit ETFs in die Assetklassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Geldmarkt investieren und ein Portfolio zusammenstellen, welches Deiner Risikobereitschaft entspricht.

ETFs ersparen Dir die riskante Auswahl von einzelnen Papieren und decken nationale, regionale und globale Märkte ab. Durch die breite Streuung wird das Risiko auf viele Einzelpositionen verteilt, gleichzeitig profitierst Du von der Gesamtmarktrendite. Ein ETF schneidet niemals schlechter als sein zugrunde liegender Index ab, hin und wieder ist sogar ein temporär höherer Ertrag möglich.

Warum solltst Du ETFs kaufen?

Die Frage kann einfach mit den niedrigen Kosten und dem geringen Risiko beantwortet werden. Viele Direktbanken bieten wirklich attraktive ETFs im Rahmen von Aktionen ohne Ordergebühren an.

Ausgabeaufschläge bleiben Dir aufgrund des Erwerbs an der Börse in jedem Fall erspart. Übrig bleibt in jedem Anlagejahr die Zahlung einer meist sehr niedrigen Gesamtkostenquote (TER), welche in der Regel weniger als 0,50 % beträgt.

Dir aufgrund des Erwerbs an der Börse in jedem Fall erspart. Übrig bleibt in jedem Anlagejahr die Zahlung einer meist sehr niedrigen Gesamtkostenquote (TER), welche in der Regel weniger als 0,50 % beträgt.

Die geringen Kosten werden von wenig Risiko begleitet. Börsengehandelte Indexfonds sind oft sehr vorteilhaft diversifiziert und glätten damit temporäre Performanceunterschiede. ETFs gehören zum Sondervermögen und verbleiben auch bei Insolvenz des Anbieters im Besitz der Anleger. Sollte Dein Broker oder die Direktbank Insolvenz anmelden müssen, können deren Gläubiger nicht auf Deine ETFs zugreifen.

Die einzigen Risiken sind die immer in Bewegung gehaltenen Kurse. Diese kannst Du jedoch mit etwas Flexibilität weitgehend minimieren. Wähle einfach einen Ausstiegspunkt auf hohem Kursniveau und warte bei aktuell niedriger Notierung den nächsten Aufschwung ab.

Warum Du bei ETFs auf die kleinen Unterschiede achten solltest

ETFs können physisch oder synthetisch replizierend konzipiert sein. Bei der physischen Replikation besitzt der Anbieter alle im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere und gewichtet sie mit denselben prozentualen Anteilen.

Kleinere Indizes lassen sich mit geringem Aufwand vollständig physisch nachbilden. ETFs mit vielen Komponenten werden hingegen aus Kostengründen mit dem Verfahren optimiertes Sampling nachgebildet.

Hierbei erwirbt der Anbieter lediglich Wertpapiere der für die Entwicklung maßgeblichen Emittenten und gewichtet sie dem Anlageziel entsprechend. Ein physisch replizierter ETF ist in jeder Variante auf den Wertpapieren des Referenzindex aufgebaut.

Bei der synthetischen Replikation sichert der ETF-Anbieter die Wertentwicklung durch sogenannte Swaps (Tauschgeschäfte). Meist ist der Tauschpartner oder Kontrahent eine Investmentbank.

Der Gesetzgeber hat das Kontrahentenrisiko durch Limits zwar erheblich eingeschränkt, ein Restrisiko bleibt jedoch, wenn der Swap-Partner Insolvenz anmelden muss. In der Regel treten derartige Fälle sehr selten ein, indes bist Du mit physisch replizierten ETFs immer auf der sicheren Seite. Des Weiteren können ETFs thesaurierend oder ausschüttend konzipiert sein.

Weshalb ist das von Bedeutung? Die Antwort ist mit Deinem Anlageziel verbunden und wird nachfolgend im Detail erklärt. Möchtest Du mit ETFs langfristig Vermögen aufbauen oder Deinen Ruhestand absichern, sollte das thesaurierende Konzept gewählt werden.

Bei diesem werden die Erträge des Vorjahres automatisch wieder angelegt und Du profitierst vom so bezeichneten Zinseszinseffekt. Der Ertrag steigt jährlich, zu Beginn langsam, nach etwa 10 Jahren rasant an und im Endeffekt verfügst Du über eine Summe, die großteils aus Renditen besteht.

Möchtest Du Deine Einkünfte hingegen durch regelmäßige Erträge aus der Geldanlage in ETFs aufbessern, muss die ausschüttende Variante gewählt werden. In dem Fall werden Gewinne und bei Aktien auch Dividenden einmal pro Jahr auf das Handelskonto überwiesen.

Aus welchem Grund es wichtig ist, im Vorfeld der Geldanlage über das Anlageziel nachzudenken, ist hiermit erklärt. Physisch replizierte ETFs gewährleisten noch mehr Sicherheit als ihre synthetisch nachgebildeten Gegenstücke. Zum Vermögensaufbau muss ein thesaurierendes Konzept gewählt werden, für die regelmäßige Aufbesserung der Einkünfte ist eine ausschüttende Variante empfehlenswert.

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Aus welchem Grund Du die passende Anlageklasse wählen musst

Die Frage, warum sollte man in ETFs investieren, wurde bereits durch viele Argumente beantwortet. Nachfolgend erkläre ich Dir, warum die Wahl der Anlageklasse wichtig ist. Worauf kommt es Dir bei der Geldanlage mittels ETFs an?

  • Vermutlich auf optimale Rendite.
  • Wahrscheinlich auf möglichst geringe Risiken.

Jeder Finanzberater würde Dich darauf hinweisen, dass für attraktive Rendite immer ein höheres Risiko eingegangen werden muss, weil er einzelne Wertpapiere oder aktiv gemanagte Fonds im Fokus hat.

Indexfonds ermöglichen Dir jedoch, beide Anforderungen in Einklang zu bringen, und dies ist eine weitere Antwort auf die Frage: aus welchem Grund ETFs kaufen? Wie oben bereits dargestellt, gibt es ETFs auf die unterschiedlichsten Assetklassen.

Es ist jedoch von großer Bedeutung für das Erreichen Deines Anlageziels, die richtigen Assets zu wählen. Nachfolgend einige Beispiele mit identischer Anlagesumme, verschiedenen Assets und unterschiedlichen Laufzeiten.

  • Angenommen, 10.000 Euro werden in einen ETF auf einen gemischten Anleihenindex investiert.
  • Die Rendite beträgt durchschnittlich 4 % pro Jahr.
  • Das Endergebnis nach 10 Jahren: 14.800 Euro.
  • Nach 15 Jahren: 18.000 Euro.
  • Bei einer 20-jährigen Laufzeit: knapp 22.000 Euro.

Die Geldanlage in einen gemischten Anleihenindex setzt sich aus erstklassigen Staatsanleihen und riskanteren Unternehmensanleihen zusammen. Sie ermöglicht mit geringem Risiko bescheidene Erträge.

Steckst Du die 10.000 Euro per ETF in den Aktienindex MSCI World, kommen diese Ergebnisse heraus:

  • Laufzeit 10 Jahre: 21.600 Euro.
  • Laufzeit 15 Jahre: 31.700 Euro.
  • Laufzeit 20 Jahre: 46.600 Euro.

Du siehst an den beiden Rechenbeispielen, dass es bei ETFs auf die Wahl der richtigen Anlageklasse ankommt. Wie der beispielhaft genannte Aktienindex Dein Risiko senkt, wird im folgenden Abschnitt ersichtlich.

Aus welchem Grund Aktien nicht riskanter als andere Assetklassen sind

Der Aktienindex MSCI World streut Dein Kapital auf über 1.650 Wertpapiere von mittleren und großen Gesellschaften aus 23 Industriestaaten in 5 globalen Regionen. Die vorbildliche Diversifikation schützt Dich vor nationalen und regionalen Wirtschaftskrisen und sorgt gleichzeitig für attraktive Renditen.

Ich habe den MSCI World einmal mehr als Beispiel angeführt, weil sich seine Wertentwicklung über viele Jahrzehnte zurückverfolgen lässt. Aktien verlieren ihr Gefahrenpotenzial durch die breite Streuung. Sie setzen allerdings auch in Form von Indizes einen langen Anlagehorizont voraus.

Mein Fazit zur Frage: aus welchem Grund in ETFs investieren?

Wieso ETFs kaufen vorteilhaft ist, ergibt sich aus der einfachen Verständlichkeit, den geringen Kosten und der Einstufung als Sondervermögen. Du bist insbesondere mit physisch replizierenden ETFs auf der sicheren Seite.

Weshalb Du Dich für ETFs entscheiden solltest, liegt unter anderem am einfachen Erwerb über einen Brokerage Anbieter und den fehlenden Ausgabeaufschlägen beim Kauf an der Börse. Warum Du die optimale Anlageklasse wählen musst, wird durch die beiden Beispiele oben erläutert.

Daraus ergibt sich zudem die Antwort auf die Frage: Aus welchem Grund auch bei geringer Risikoneigung breit streuende Aktienindizes gewählt werden sollten. Aus welchem Grund sollte man in ETFs investieren? Weil die andauernde Niedrigzinspolitik der EZB zum Beschreiten neuer Wege zwingt. ETFs kaufen bedeutet, den niedrigen Zinsen mit geringem Risiko für immer adieu zu sagen.

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