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Was macht Corona mit den Megatrends?

Depotstudent Dominik
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Was Corona – oder genauer Covid-19 – ist, das dürfte mittlerweile bei jedem einzelnen angekommen sein. Aber was ist ein Megatrend? Ein Trend beschreibt zunächst einmal einen Veränderungsprozess in eine bestimmte Richtung. Das kann ein Modetrend, ein Ernährungstrend oder auch ein Trend im Musikgeschmack sein.

Ein Megatrend ist mehr. Um sich so nennen zu dürfen, muss ein Trend sehr langfristig sein und alle Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig durchdringen. Den Begriff “Megatrend” hat John Naisbitt in seinem 1982 erschienenen Buch “Megatrends: Ten New Directions Transforming Our Lives” geprägt. Danach ist ein Trend dann ein Megatrend, wenn

  • er eine Lebensdauer von mindestens 25 bis 30 Jahren hat.
  • er sich in allen Lebensbereichen manifestiert.
  • er weltweit spürbar ist.

Megatrends sind komplex und sie entwickeln sich dynamisch. Aber in einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich stark und schnell.

Der durch Megatrends entstehende Wertewandel (oder ist es vielleicht sogar umgekehrt?) kann Angebot und Nachfrage nach bestimmten Gütern und Dienstleistungen elementar beeinflussen.

Als Anleger solltest Du dies deshalb immer im Blick haben.

Um welche Megatrends geht es?

Es herrscht in der Literatur weitgehende Einigkeit über die aktuell beobachtbaren Megatrends. In den folgenden Ausführungen orientiere ich mich an den Aussagen des renommierten Zukunftsinstitutes. Danach gibt es zwölf Megatrends:

WissenskulturIndividualisierung
GlobalisierungNeo-Ökologie
UrbanisierungGesundheit
Silver SocietySicherheit
KonnektivitätMobilität
Gender-ShiftNew Work

Aus Anlegersicht – und darum geht es hier – ist sicher jeder Megatrend qualitativ anders zu bewerten. Und jedem Megatrend können bestimmte Themen (Branchen) zugeordnet werden.

Covid-19 kommt als Schwarzer Schwan daher

Die von dem Virus Covid-19 ausgelöste Corona-Pandemie erschüttert aktuell weltweit Gesellschaften und Wirtschafts- und Finanzsysteme. Nichts ist mehr wie es war. Wir erleben einen nicht kontrollierbaren Kollaps unseres Alltags, unseres Berufslebens und allem, was unsere zivilisierte Gesellschaft bisher ausmachte.

Das ist ein klassischer Schwarzer Schwan – so wie Massim Nicholas Taleb ihn in seinem 2007 erschienenen Buch “Der Schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse”  beschrieben hat.

Der Schwarze Schwan kommt aus dem Nichts – völlig unerwartet. Und er entfaltet seine Wirkung sehr schnell mit voller Wucht.

Schwarze Schwäne in der jüngeren Vergangenheit waren zum Beispiel die Angriffe auf das World Trade Center im Jahr 2001 oder auch der Ölpreisschock 1979. Aus meiner Sicht war aber bisher kein Schwarzer Schwan so “Schwarz” wie die Corona Pandemie: Weltweit sind alle Länder betroffen und aktuell gibt es kein wirkliches Entkommen (Heilmittel) – weder gesundheitlich noch wirtschaftlich.

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Kann ein Schwarzer Schwan Megatrends verändern?

Für die Bewertung des Einflusses der Corona-Pandemie auf die Megatrends ist es wichtig zu wissen, dass ein Megatrend nicht für sich allein steht. Sie überlagern und beeinflussen sich gegenseitig. Ja, können sogar in sich widersprüchlich sein.

Beispiele:

Mobilität und Digitalisierung

Smart Mobility steht für die Mobilitätskonzepte der Zukunft: Fahrassistenzsysteme und Fahrzeuge, die mit Verkehrszeichen oder Parkhäusern kommunizieren bis hin zum autonomen Fahren. Das sind nur wenige Schlagworte dazu. Aber ohne den Megatrend Digitalisierung und die damit verbundene allgegenwärtige Konnektivität wäre die Smart Mobility nicht möglich.

Konnektivität und Wissenskultur

Noch nie war der globale Bildungsstand so hoch wie heute. Wissen ist nicht mehr der gehobenen Gesellschaft vorbehalten, sondern wird quasi zum allgemein verfügbaren Standard. Möglich wird dies durch die Konnektivität: Wissen wird über die Netze sekundenschnell verbreitet. Es gibt kaum Zugriffsbeschränkungen. Gelernt wird nicht nur während der Schul- und Studienzeit, sondern lebenslang.

Gesundheit und Silver Society

Die Weltbevölkerung altert. Und zwar nennenswert. Bis zum Jahr 2050 wird etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland älter als sechzig Jahre sein. Diese demografische Entwicklung ist unumkehrbar und befeuert den Megatrend Gesundheit. Denn: Je älter die Menschen werden, umso eher müssen sie das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen. Und umgekehrt gilt: Je größer der Fortschritt in der medizinischen Versorgung ist, desto älter können die Menschen werden.

Du siehst: Da greift eins ins andere. Kein Megatrend steht isoliert da!

Kann ein einzelner, aber mächtiger Schwarzer Schwan dieses Megatrend-Konglomerat ins Wanken bringen?

Können aus diesem unerwarteten Ereignis neue Strömungen, veränderte oder gar neue Megatrends entstehen?

Warum ist das für Dich als Anleger wichtig?

Megatrends eröffnen Unternehmen Wachstumschancen und attraktive Ertragsmöglichkeiten. Und damit für Dich interessante Anlagechancen. Sollte zum Beispiel in Folge der Corona Pandemie eine Rückbesinnung auf regionale Produktionsstätten erfolgen und nationale Grenzen wieder mehr in den Vordergrund rücken, dann ist es Zeit Investments in den Megatrend Globalisierung zu überdenken.

Corona ist ein ClusterFuck!

Das Zukunftsinstitut beschreibt Megatrends als Konstanten des Wandels. Sie sind robust, langanhaltend und die Treiber von innovativen Entwicklungen. Mit der Corona Pandemie kommt ein Ereignis daher, das die Systeme auf allen Ebenen zusammenbrechen lässt – steuerungslos mit unbestimmtem Ausgang: Ein ClusterFuck – Murphy’s Gesetz in Reinversion.

Wiktionary sagt dazu:

Clusterfuck ist eine chaotische Situation, wo alles schief zu gehen scheint. Oft verursacht durch Inkompetenz, Kommunikationsversagen oder eine komplexe Umgebung.

Wenn nichts mehr funktioniert entsteht oft etwas Neues, eine neue Ordnung. Nur wie die aussieht, weiß keiner so genau.

Was bedeutet das für die Finanzsysteme und für Dich als Anleger?

Bis zur Jahrtausendwende kam es an den Finanzmärkten in großen Abständen von etwa zwanzig bis dreißig Jahren zu Einbrüchen (Schwarzen Tagen). Mit der wachsenden Vernetzung und der damit einhergehenden Komplexität der (Finanz)Systeme steigt die Anfälligkeit für einen Crash. Entsprechend häufiger kommt es zu solchen Abwärtsspiralen. Das kannst Du für die letzten zwanzig Jahren gut beobachten. 

Wie kann es nach Corona weitergehen?

Halten die Megatrends? Oder kippen Sie infolge dieses Schwarzen Schwans Corona? Das Zukunftsinstitut hat – basierend auf den bisher vorherrschenden Megatrends – vier mögliche Szenarien für die Zeit nach Corona entwickelt:

Die totale Isolation

Die Angst vor Ansteckung bleibt und führt zu Sicherheitsmaßnahmen im Großen wie im Kleinen. Jeder ist sich selbst der Nächste. Die Urbanisierung stockt, das Land gewinnt an Bedeutung – auch zur Selbstversorgung. Der globale Handel bricht ein. Es gilt: Safety first. Die Grenzen sind nicht mehr offen.

System Crash

Die Corona Pandemie hat das Vertrauen in die Globalisierung in ihren Grundfesten erschüttert. Die Länder igeln sich ein. Kontrolle und Überwachung gehören zum Alltag – und damit gewinnen die Big Data an Bedeutung. Nervosität im Umgang miteinander anstatt Stabilität und Vertrauen.

Neo-Tribes

Rückzug ins Private und in die eigene Region lassen traditionelle Werte wieder aufleben: mehr Miteinander, Nachbarschaftshilfe, regionales Reisen. Home-Office als Standard, hohes Umweltbewusstsein und Rückbesinnung auf eine Wir-Kultur prägen dieses Zukunfts-Szenario.

Adaption

Die durch Corona ausgelöste Krise wird quasi als Anstoß zur Gesundung wahrgenommen: von Massenkonsum und Wegwerfgesellschaft hin zu einer nie dagewesenen Nachhaltigkeit. Das Wohlergehen der Menschen wird nicht mehr ausschließlich an dem Worten “Wachstum” und “Profit” festgemacht.

Wohin geht die Reise? Ergebnis offen! Eine Befragung unter den Lesern der Studie ergab eine Neigung zum Szenario der Adaption.

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Gedanken zum Investieren nach Corona

Dein Depot ist vermutlich – wie die allermeisten anderen auch – tiefrot. Es ist egal, ob Du durchgehalten oder ob Du alles oder Teile Deiner Anlagen verkauft hast: Was ist jetzt zu tun? Wie und woran orientierst Du Dich in dieser ClusterFuck-Situation? Wo sind Fixpunkte, an die Du Doch halten kannst?

Als Erstes gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht in eine persönliche Panik zu verfallen. Und dann schau auf die Stimmung der Menschen: Was erscheint in dieser Situation wichtig und was  funktioniert in dieser Ausnahmesituation plötzlich auf Knopfdruck? Klar ist, es wird schnelle disruptive Veränderungen geben.

Wo könnten sich die (Anlage)Gewinner entwickeln?

Digitalisierung

Die Corona Pandemie wird die Digitalisierung unseres Lebens wie ein Katapult vorantreiben. Deutschland ist im Vergleich zu anderen Nationen da in vielen Bereichen noch Entwicklungsland. Die digitale Infrastruktur wird einen Boom erleben: Ausbau der Netze (Stichwort 5G) und cloud basierte Speichermedien sind die Basis dafür. Medien- und Verlagskonzerne werden ihre Digitalisierungsstrategien nachhaltig verfolgen – bereits in der Krise zeigt sich die sehr hohe Nachfrage nach digitalen Inhalten: Home-Entertainment statt Kino, Streamingdienste sammeln Abos ein, Zeitungen und Magazine werden digital gelesen.

Die digitale Struktur, die aktuell quasi zwangsweise aufgebaut wird, bleibt auch nach Corona bestehen. Und die Menschen werden sich daran gewöhnt haben – Bedenken von heute werden überwunden werden. Gleichzeitig muss die Sicherheit (Cyber Security) der digitalen Systeme vorangetrieben werden.

Ein kleines Beispiel: Das Unternehmen Blue Ocean Robots entwickelt Desinfektionsroboter – UVD Robots – die Krankenhauskeime, Bakterien und Viren auf Oberflächen abtöten. Eine aktuell sehr gefragte Anwendung!

New Work

Eng mit der Digitalisierung verbunden ist die Art und Weise, wie wir künftig arbeiten werden. Und Corona macht es möglich: Das was jahrelang diskutiert und abgewogen wurde, wird in vielen Unternehmen und Behörden (!) von heute auf morgen umgesetzt. Home-Office für so viele Mitarbeiter wie möglich, Webkonferenz statt Präsenzmeeting oder (geliebter) Geschäftsreise und digitale Ablagen statt dicker Papierordner. Selbst in Behörden wird sich der Umdenkprozess beschleunigen.

Digitale Ökonomie – so fühlt sie sich an. Die dafür erforderliche Infrastruktur dafür ist für jeden Anleger einen genaueren Blick wert.

Gesundheit

Covid-19 verändert die Wahrnehmung von Gesundheit in den Köpfen der Menschen. Es wird künftig nicht mehr nur um das individuelle Gesundsein gehen. Vielmehr müssen sowohl Wirtschaft als auch Umwelt den strengeren Maßstäben hinsichtlich Gesundheit (und Ökologie) entsprechen. 

Abgesehen von der akuten Notwendigkeit von Impfstoffen und Schnelltest wird der Biotechnologiesektor vermutlich ebenso einen Nachfrageschub erleben wie die Medizintechnik. Und: Durch die Erfahrungen in dieser Pandemie wird die Infrastruktur im Gesundheitswesen (Notfallpläne, Sicherheitsmaßnahmen etc.) deutlich mehr Beachtung finden.

Für Anleger spannend wird das Thema Ernährung – insbesondere “Clean Meat” – sein: Der Verzehr von Fleisch wird von vielen Menschen mitverantwortlich gemacht für das Auftreten der Pandemie. Der Veganismus wird einen weiteren Aufschwung erleben.

Neo-Ökologie

Der Wertewandel bei ökologischen Themen bekommt massiven Auftrieb. Die Bedeutung von Klimaschutz, nachhaltiger Energieerzeugung und einer Kreislaufwirtschaft im Sinne von Abfallvermeidung und -recycling wird sich im Erstarken dieser Branchen niederschlagen.

Die Menschen erleben weltweit gerade einen Zwangsstopp: Flugverkehr und Unternehmen stehen still, Containerriesen hängen in den Häfen an Ketten. Es wächst ein komplett neues Bewusstsein hinsichtlich des Umgangs mit unserer Erde. Neue (gänzlich andere!) Produkte und Dienstleistungen werden entstehen.

Der Kampf um die Ressourcen gewinnt an Schärfe: Vor allem das lebensnotwendige Wasser wird in den Vordergrund rücken. Gewinnung, Verteilung und Aufbereitung von Wasser sind attraktive Themen für Investoren.

Energieerzeugung mit Wasser, Sonne und Wind: Kreative Unternehmen sind gefragt, um die Energieversorgung der wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen.

Die nachhaltige Erzeugung von Agrarprodukten – heute oft noch ein Nischenprodukt – wird Schwung aufnehmen. Die Bedeutung der massenhaften Produktion von Fastfood und Wegwerfprodukten wird nachlassen.

Glokalisierung

Global denken und lokal handeln – das ist mit Glokalisierung gemeint. Durch die Corona Pandemie werden viele globale Handelsketten in Frage gestellt werden. Die lokale Erzeugung von Gütern und deren Lagerhaltung vor Ort wird von den Menschen präferiert werden – ortsnahe Produktion ist auf dem Vormarsch. Es geht um die Lokalisierung des Globalen!

Es werden die Unternehmen erfolgreich sein, die auf die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche der unterschiedlichen Kulturen weltweit eingehen. Massen- und Wegwerfprodukte werden langfristig an Bedeutung verlieren.

Die Aufgabe für innovative Unternehmen lautet: globale Tendenzen lokal umsetzen.

Fazit

In diversen Veröffentlichungen wird Covid-19 als Evolutionsbeschleuniger bezeichnet. Vor allem der Megatrend Konnektivität wird durch den Digitalisierungsschub quasi einen Quantensprung erleben. Und er wird die anderen Megatrends zu großen Teilen mit sich ziehen. 

Insofern gilt: Ja, Die Corona Pandemie hat einen deutlichen Einfluss auf die Megatrends – wenn auch in unterschiedlicher Intensität.

Das Internet mit all seine Möglichkeiten wächst aus den Kinderschuhen des Gaming und Entertainments heraus und findet seinen (berechtigten) Platz auf allen Ebenen der Wirtschaft und Gesellschaft.

Auch wenn viele Anleger die Nase voll haben nach den verheerenden Kurseinbrüchen und aus den Aktien flüchten – wo ist die Alternative? Krisen wie diese sind schlimm und tragisch, aber sie schaffen auch neue Möglichkeiten: Produkte und Dienstleistungen, die – beflügelt durch ein neues Post-Corona Bewusstsein – neue Bedürfnisse befriedigen.

Langfristig orientierte Anleger können zu attraktiven Konditionen in Aktien (ETFs) der digital führenden Unternehmen der Welt investieren. Eine klarere Chance gibt es selten im Leben des crash-geplagten Anlegers. 

Also: Dran bleiben! Mit wachen Augen den Markt beobachten und bei der einen oder anderen Chance beherzt zugreifen.

Take Care and Stay Healthy!

Dein Depotstudent Dominik

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