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Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto? Das geschieht

Depotstudent Dominik
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Bist Du verschuldet und machst Dir Sorgen darüber, ob Du irgendwann vielleicht nicht mehr an Dein Geld herankommst? Schließlich müssen die laufenden Fixkosten weitergezahlt werden und auch die Existenzgrundlage muss gesichert werden.

Für eine Mahnung ist ein P-Konto noch nicht notwendig, dieses sollte erst dann zum Einsatz kommen, wenn Du Mahnbescheide erhalten hast und der Vollstreckungsbescheid droht. Liegt dieser einmal vor, kann Dein Konto jederzeit gepfändet werden. Dieses trifft viele völlig unvermittelt. Aus diesem Grund solltest Du Dir Gedanken über ein P-Konto machen.

Aber was passiert eigentlich mit zu viel Geld auf P-Konto? Und welche Möglichkeiten stehen Dir zur Verfügung? Diesen Fragen wollen wir uns in diesem Artikel näher zuwenden.

>>> Meine Empfehlung bei zu viel Geld auf dem P-Konto: Schufafreies Konto eröffnen bei dieser innovativen Bank*
– Passendes Konto, um Gelder zu verschieben und Freibetrag für das P-Konto nicht zu überschreiten.
– Bei diesem Konto gibt es weder Schufa-Abfrage noch Schufa-Eintrag.
– Der Anbieter kommuniziert und kooperiert nicht mit der Schufa.
– Optimal, falls bereits Probleme mit der Schufa (und Pfändung) bestehen.
– Das funktioniert trotz Pfändung eines bestehenden Kontos.
Lesetipp dazu: Die Top Anbieter: Schufafreie Girokonten mit deutscher IBAN

Was ist ein P-Konto eigentlich und wann solltest Du die Umwandlung in Erwägung ziehen?

Hast Du einen Vollstreckungsbescheid erhalten und hat der Gläubiger daraufhin Dein Konto gepfändet, kommst Du von heute auf morgen nicht mehr an Dein Geld heran. Das heißt: Besitzt Du ein normales Girokonto, wird Dir einfach der Hahn abgedreht. Das kann existenzbedrohlich werden, vor allem dann, wenn Du noch Angehörige zu versorgen hast. Dir fehlt plötzlich die Lebensgrundlage und Du bekommst keinen Cent mehr von Deiner Bank.

Anders schaut es beim P-Konto aus. Hier erfolgt eine Umwandlung vom normalen Girokonto in das sogenannte Pfändungsschutzkonto. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du über dein ganzes Geld frei verfügen kannst. Es ist vielmehr so, dass nur das Geld gepfändet werden kann, das über dem Freibetrag liegt.

Wie hoch dieser im Einzelfall ausfällt, ist abhängig von deiner individuellen Situation. Erhältst Du Kindergeld, bist unterhaltspflichtig, hast Kinder zu versorgen, liegt dieser höher als wenn Du alleinstehend bist.

Wann kommt es zur Pfändung?

Bist Du verschuldet und hast bereits gerichtliche Mahnbescheide erhalten, droht Dir der Vollstreckungsbescheid. Hast Du diesen dann erhalten, hat der Gläubiger die Möglichkeit, dein Konto zu pfänden. Aber auch wenn Du den Vollstreckungsbescheid bereits erhalten hast, besteht immer noch die Möglichkeit, mit dem Gläubiger eine Ratenzahlung zu vereinbaren, damit keine Kontopfändung erfolgt.

Nur wenn du diese Zeit ungenutzt verstreichen lässt, folgt die Kontopfändung. Hier nutzen die Gläubiger teils den Überraschungseffekt, damit Du nicht dein Konto vorher abräumen kannst.

Allerdings hast Du die Möglichkeit dein Konto umzuwandeln in ein P-Konto. Diese Möglichkeit steht Dir selbst dann zur Verfügung, wenn die Kontopfändung bereits aktuell ist.

Über wieviel Geld kannst du verfügen?

Der Grundfreibetrag liegt bei 1.330,60 € seit dem 01. Juli 2022. Hast Du aber noch Kinder oder andere Menschen zu versorgen und bekommst Du Kindergeld, kannst Du dir dieses zusätzlich anrechnen lassen. Je nach Situation kann dieser Freibetrag bis zu 2.500 Euro und mehr betragen.

Zu viel Geld auf P-Konto – das passiert in diesem Fall

Du möchtest wissen, was passiert, wenn Du zu viel Geld auf P-Konto hast? Wenn du zu viel Geld auf dem P-Konto hast, bedeutet dies nicht, dass die Bank das Geld direkt an die Gläubiger schickt.

Bei zu viel Geld auf P-Konto wird dieses in einen separaten Topf geschickt, dem sogenannten Auskehrungskonto. Dort ist das Geld noch sicher vor dem Zugriff Deiner Gläubiger. Allerdings hast Du als Schuldner auch keine Möglichkeit auf das Geld zuzugreifen, das zu viel auf dem P-Konto ist.

Das Guthaben, welches sich auf dem Auskehrungskonto befindet, wird im Folgemonat als Einkommen auf das P-Konto überwiesen. Wenn nun im Folgemonat Dein Einkommen wieder über dem Freibetrag liegt, wird von der Bank die Differenz über das Auskehrungskonto einbehalten.

Verringert sich Dein Einkommen nicht, muss dieser Freibetrag irgendwann überschritten werden. Hier spricht man davon, dass zu viel Geld auf dem P-Konto ist und dieser Überschuss wird an die Gläubiger ausbezahlt.

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– Passendes Konto, um Gelder zu verschieben und Freibetrag für das P-Konto nicht zu überschreiten.
– Bei diesem Konto gibt es weder Schufa-Abfrage noch Schufa-Eintrag.
– Der Anbieter kommuniziert und kooperiert nicht mit der Schufa.
– Optimal, falls bereits Probleme mit der Schufa (und Pfändung) bestehen.
– Das funktioniert trotz Pfändung eines bestehenden Kontos.
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Was passiert mit dem Geld auf dem P-Konto, wenn es über dem Freibetrag liegt?

Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto – also wenn der Freibetrag überschritten wird? Erst wenn das Auskehrungskonto mehr Guthaben aufweist als der Freibetrag, handelt es sich um den Fall, dass zu viel Geld auf P-Konto ist und dieser Überschuss wird in diesem Fall von der Bank gepfändet.

Bei dieser Pfändung handelt es sich um ein Verschieben – Dein Geld wird in ein Unterkonto verschoben. Aus diesem Grund wird dies auch als Zahlungs-Moratorium oder Zahlungsaufschub bezeichnet. Die rechtliche Grundlage für die Frage „zu viel Geld auf P-Konto“ findest Du in den Paragrafen der ZPO (835 und 850k).

Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto ohne Pfändung?

Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto, aber wenn es keine Pfändung gibt? Liegt keine Pfändung vor, kannst Du ganz normal über dein Geld vollumfänglich verfügen. Viele Bürger richten sich vorsorglich ein P-Konto ein, um im Notfall gewappnet zu sein. Selbst wenn der Ernstfall eintritt, ist ihr Konto ausreichend geschützt.

Es passiert also nichts, wenn Du (ohne Pfändung) zu viel Geld auf dem P-Konto hast. Das Geld steht Dir ganz normal zur Verfügung.

Was passiert mit dem Guthaben auf dem P-Konto, wenn dieses unterhalb des Pfändungsfreibetrages liegt?

Du hast einen sehr hohen Freibetrag, den Du aber nicht ausschöpfst. Hast Du nun die Möglichkeit diesen Freibetrag auf den Folgemonat zu übertragen?

Verbrauchst Du dein Guthaben nicht, kannst du, wenn Du ein P-Konto hast dieses Guthaben auf den Folgemonat übertragen. Auch hier handelt es sich in gewisser Weise um das Thema „zu viel Geld auf P-Konto“, denn in diesem Fall hast Du mehr Geld für deine Existenz auf dem P-Konto als Du benötigst.

Auch hier wird ein Verschieben in das Auskehrungskonto vorgenommen. Der Unterschied liegt nur darin, dass Du unterhalb Deines Freibetrages bleibst. Nur Geld, was durch das P-Konto geschützt ist, wird von Dir verbraucht. Vielleicht denkst Du dir jetzt, dass dies kein Problem darstellen sollte, weil das Geld schließlich einen Schutz durch den Freibetrag erhält. Die Sache ist ein wenig komplizierter.

Du kannst Guthaben, welches Du beim P-Konto nicht nutzt, auf den Folgemonat übertragen. Dreimal hast Du maximal die Möglichkeit nicht genutztes Guthaben auf den Folgemonat zu übertragen. Dort steht es Dir dann am Anfang des Monats zur Verfügung. Beim vierten Mal hingegen unterliegt es keinem Pfändungsschutz mehr und wird trotzdem gepfändet.

Eine neue Regelung in dieser Hinsicht besteht seit dem 01.12.2021. Erhältst du nämlich zwei Geldeingänge im Monat (zum Beispiel wegen einer verspäteten Zahlung) erhältst Du für das Geld, was oberhalb des Freibetrages liegt, eine Sperre. Allerdings hast Du die Möglichkeit dieses Geld in den folgenden drei Monaten zu verbrauchen, sofern Du den Freibetrag nicht übersteigst.

Diese Regelung findet seit dem 01.12.2021 Anwendung und die gesetzliche Regelung dafür findest du in § 899 Abs. 2 Satz 1 ZPO. Die alte Regelung (gesetzliche Grundlage § 850k As. 1 Satz 3 ZPO) sah das Ansparen nur für den Folgemonat vor. Diese gesetzliche Regelung erleichtert es Dir, eine bestimmte Rücklage anzusparen. Auch erhältst Du einen Schutz, wenn es zu einer doppelten Zahlung kommt. Du hast mit dieser Neuerung nun drei Monate lang Zeit und nicht nur einen Monat. Allerdings ist es empfehlenswert, das Geld abzuheben, wenn Du unter dem Freibetrag liegst. Denn es kam hier schon häufiger zu Fehlern vonseiten des Kreditinstitutes.

Was passiert mit dem Geld auf dem P-Konto, wenn es über dem Freibetrag liegt? Was kannst Du tun?

Wenn Dein regelmäßiger Geldeingang über Deinem Freibetrag liegt, geht dieses spätestens nach 2 Monaten an den Gläubiger. Solltest Du nur einmal den Freibetrag überschreiten, wird das Geld nicht an die Gläubiger weitergeleitet und wird Dir im Folgemonat zur Verfügung gestellt.

Möchtest Du das vermeiden, stehen Dir folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Zum einen könntest Du deine Einnahmen reduzieren und weniger arbeiten, da dir das zusätzliche Geld eh nicht zur Verfügung steht – ob das wirklich sinnvoll ist, lässt sich jedoch nicht allgemeingültig beurteilen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den verfügbaren Freibetrag zu erhöhen. Hierzu kannst Du dich entweder direkt an die Bank wenden. Diese gibt Dir das Formular, welches Du mit einer Schuldnerberatung ausfüllst. Eine andere Möglichkeit ist, Bescheinigungen einzuholen wie beispielsweise von der Familienkasse oder vom Jugendamt (Unterhaltszahlungen).

Auch ein neues Konto kannst Du trotz Pfändung eröffnen. Handelt es sich dabei um ein Konto ohne Schufa, erhalten die Gläubiger davon meist keine Kenntnis. Dieses Konto kannst Du dann benutzen für Ausgaben, die nicht lebensnotwendig sind. Oder aber Du nutzt das Konto, damit Du Geld für einen Vergleich mit den Gläubigern vor Gericht ansparen kannst. Dabei gibt es jedoch bestimmte Pflichten einzuhalten, zum Beispiel im Insolvenzfall.

Fazit: Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto?

Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto? Du hast ein Pfändungsschutzkonto und Dir steht ein Freibetrag zur Verfügung? Das ist meist dann der Fall, wenn es zu einer Verschuldung gekommen ist und der Gläubiger darauf zugreift.

Ein Pfändungsschutzkonto sichert deine Lebensgrundlage und ist bis zu einem gewissen Grad geschützt. Das überschüssige Geld wird gepfändet, allerdings landet dieses zunächst auf einem Auskehrungskonto und erst nach ca. 2 Monaten, wenn die Differenz immer noch höher ist als der Freibetrag, wird das Geld an die Gläubiger ausbezahlt. Ansonsten steht Dir das Geld wieder ganz normal zur Verfügung.

Dein Depotstudent Dominik

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– Bei diesem Konto gibt es weder Schufa-Abfrage noch Schufa-Eintrag.
– Der Anbieter kommuniziert und kooperiert nicht mit der Schufa.
– Optimal, falls bereits Probleme mit der Schufa (und Pfändung) bestehen.
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