depotstudent

Wie funktioniert die Börse? Die super einfache Erklärung!

grau Aktie Kurve
Depotstudent Dominik
5
(1)

Die Börse ist wie ein Marktplatz anzusehen. Hier treffen Verkäufer, die Waren anbieten, auf Käufer, die diese Waren gerne erwerben würden. Einziger Unterschied zum klassischen Marktplatz: An der Börse werden keine physischen Waren, sondern Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder ETFs gehandelt. Außerdem findet dieser Handel computergestützt statt.

So lautet die kurze Antwort auf die Frage “Wie funktioniert die Börse”.

Weil es jedoch, gerade als Aktien-Einsteiger, enorm wichtig ist, die Grundlagen des Wertpapierhandels richtig zu verstehen, möchte ich in diesem Beitrag auch noch eine etwas ausführlichere Antwort liefern.

Genauer werfen wir einen Blick darauf, wie die Börse überhaupt entstanden ist und wie sich diese im Verlauf der letzten Jahrzehnte gewandelt hat, wo die Vorteile einer Börse liegen und wie Du selbst am Wertpapierhandel teilnehmen kannst.

Ein spannender Beitrag also, perfekt geeignet als Einstieg in die Finanzwelt.

Packen wir’s an!

Eine Reise in die Vergangenheit

Möchte man die Frage “Wie funktioniert die Börse” ganzheitlich beantworten, muss auch ein Blick in die Vergangenheit geworfen werden.

Die Idee und das Konzept unserer modernen Börsen entstand nämlich schon vor vielen hundert Jahren.

Genauer sogar bereits im 12. Jahrhundert.

Hier trafen sich erstmalig Händler auf öffentlichen Marktplätzen, die Waren anboten, um Preise feilschten und…

Richtig: erste Wertpapiere kauften und verkauften.

Mit zunehmendem Handelsvolumen wurden mehr und mehr feste Regeln für Wertpapiertransaktion etabliert. Der Börsenhandel begann immer mehr zu florieren.

Aufgepasst!

Pflichtlektüre für jeden Privatanleger: Link zum Buch*

Buchempfehlung

Die besten Depots (mit fetter Prämie) gibt’s hier:

Zunächst umfasste der Begriff Wertpapier jedoch keineswegs Aktien in ihrer heutigen Form – also tatsächliche und reale Anteile an einem Unternehmen der freien Wirtschaft. Vielmehr wurden zu früheren Zeiten Schuldscheine und Schuldverschreibungen gehandelt, die je nach Bonität des Schuldners im Preis steigen oder fallen konnten.

Aktien in Form von Unternehmensanteilen wurden erst deutlich später etabliert, als die Niederländischen Ostindien-Kompanie Teile des Unternehmens verkaufte, um Liquidität für den Kauf neuer Schiffe aufbauen zu können.

Eine Aktie der Niederländischen Ostindien-Kompanie aus dem Jahr 1606 (Quelle: wikipedia)

Mit diesem Schritt war die Börse in ihrer heutigen Form geboren.

Dennoch dauerte es noch bis in das Jahr 1820, ehe auch in Deutschland mit der Frankfurter Wertpapierbörse der erste Handelsplatz eröffnete.

Heute existieren zahlreiche Börsen weltweit, wobei die New York Stock Exchange (NYSE) an der berühmten Wall Street den größten Einfluss auf den weltweiten Finanzmarkt ausübt.

Wie funktioniert die Börse denn nun?

Zurück zur eigentlichen Frage: Wie funktioniert die Börse?

Um Dir eine möglichst plastische Antwort zu liefern, folgendes Beispiel:

Stell Dir vor, Du besitzt ein Unternehmen. Ein erfolgreiches und florierendes Unternehmen. Aus diesem Grund entscheidest Du Dich dafür, weiter zu expandieren und auch den asiatischen Markt zu erobern.

Das Problem: Eine solche Expansion kostet viel Geld. Neue Fabrikanlagen müssen gebaut und neue Mitarbeiter müssen eingestellt werden.

Die Lösung: Du gehst mit Deinem Unternehmen an die Börse. Du gibst also Teile Deines Unternehmens in den freien Handel zum Verkauf. Interessenten erhalten die Möglichkeit, Anteile in Form von Aktien zu erwerben (Unternehmensanteile werden in viele tausend Einzelaktien gesplittet), Du wiederum erhältst das Geld der Käufer, um damit Deine Expansionspläne in die Tat umsetzen zu können.

Dieser Vorgang ist der primäre Ablauf eines jeden Börsenhandels. Unternehmensanteile werden ge- und verkauft.

Übrigens: Heute werden nicht nur Unternehmensanteile an den weltweiten Börsen gehandelt. Du kannst hier auf Rohstoffe, ETFs, Anleihen, Zertifikate und noch vieles mehr erwerben. Dazu aber mehr in anderen Kapiteln der Einsteiger-Serie.

Mit Deinem bis hierhin erlangten Wissen kannst Du die Frage “Wie funktioniert die Börse” jedoch noch nicht umfänglich beantworten. Ein extrem wichtiger Bestandteil der Funktionsweise ist nämlich die Preisbildung eines Wertpapiers.

Auf zum nächsten Kapitel!

Die Preisbildung eines Wertpapiers

Interessenten haben also Anteile an Deinem Unternehmen gekauft.

Die Frage ist nur: Zu welchem Preis? Wer legt den Verkaufspreis im Rahmen einer Aktienemission fest?

Diese Frage muss ich leider zurückstellen und auf einen späteren Beitrag der Aktien-Einsteiger-Serie verschieben.

An dieser Stelle möchte ich mich mit der Preisbildung nach der Emission auseinandersetzen, um Dir die Funktionsweise der Börse erklären zu können.

Wie bereits erwähnt, wurden die Unternehmensanteile in den freien Handel gegeben, der durch die Börse reguliert wird. Wichtig ist hier der Begriff “freier Handel”. Dieser bedeutet: Ein Anteilseigner kann jederzeit selbst darüber entscheiden, ob er die erworbenen Aktien an der Börse wieder verkauft. Und zwar an einen Interessenten, der gerne Anteile an Deinem Unternehmen erwerben würde.

Und genau hier liegt auch der Ursprung der Preisbildung!

Ein Interessent möchte kaufen, ein Eigner verkaufen.

Der Preis einer Aktie bildet sich also auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage. Gibt es mehrere Interessenten als Verkäufer, dann steigt der Preis. Existieren mehr Verkäufer als Interessenten, dann fällt der Preis.

Die Börse hat einzig und allein die Aufgabe, beide Seiten zusammenzubringen und transparent die aktuellen Preise der Wertpapiere zu ermitteln und darzustellen (dies geschieht im Rahmen eines Orderbuchs sekundenschnell und voll automatisiert. Dazu aber in einem späteren Kapitel mehr).

Dieser Preisverlauf wird übrigens auch in Aktiencharts dargestellt.

Wie funktioniert die Börse: Hier zu sehen eine Aktienchart.
Christian Müller SmokiDaxBalkenCC BY-SA 3.0

Warum Preise von Wertpapieren steigen und fallen

Nun stellt sich die Frage, warum sich der Preis eines Wertpapiers überhaupt ändert.

Warum gibt es steigende und fallende Kurse an der Börse?

Die theoretische Erklärung wurde bereits geliefert: Weil entweder Kauf- oder Verkaufsseite ein Übergewicht zu ihrem Pendant besitzt.

Aber warum ist das so?

Ganz einfach: Eine grundlegende Eigenschaft der Börse ist es, dass hier die Erwartungen der Zukunft gehandelt werden.

Zurück zum Beispiel: Bist Du in der Lage, Deine Expansionspläne erfolgreich in die Tat umzusetzen und tatsächlich den asiatischen Markt zu erobern, dann werden viele Interessenten Anteile an Deinem Unternehmen besitzen wollen, da mit steigenden Gewinnen und Umsätzen zu rechnen ist. Die Anteilseigner hingegen verkaufen nur ungern oder nur dann, wenn der Preis deutlich höher ist als der Preis, den Sie beim Kauf einer Aktie bezahlen musste. Es existiert also ein Überangebot an Kaufinteressenten, was den Preis schlussendlich in die Höhe treibt.

Gelingen Deine Expansionspläne nicht, ist selbstverständlich auf das umgekehrte Szenario möglich und der Preis fällt.

Die Preise an der Börse werden also nicht durch staatliche Regulierungen, sondern vielmehr durch freien Handel gebildet. Es gilt die freie Marktwirtschaft.

Aufgepasst!

Kostenlose Pflichtlektüre: Link zum Buch*

Die besten Depots (mit fetter Prämie) gibt’s hier:

Die Vorteile einer Börse

Aus der Funktionsweise heraus ergeben sich die großen Vorteile der Börsen unserer heutigen Zeit.

Die Börse sorgt nämlich dafür, dass ALLE Transaktionen festgelegten Regeln und Gesetzen folgen. Egal, ob Privatinvestor oder institutioneller Anleger, für jeden Käufer und Verkäufer gelten die gleichen Rechte und Pflichten.

Jeder Käufer weiß, welchen Preis er für eine Aktie bezahlen muss.

Der Handel läuft vollautomatisch und zu standardisierten Bedingungen ab. Die Transaktionskosten sind dadurch niedrig und Transaktionen können binnen weniger Sekunden ausgeführt werden. Anders wäre die heutige Zahl an täglichen Orders auch überhaupt nicht mehr zu stemmen.

Auch die Regularien, an die sich börsennotierte Unternehmen halten müssen, sind ein positiver Aspekt der Börse.

So sind beispielsweise alle in Deutschland gelisteten Aktiengesellschaften dazu verpflichtet, einmal pro Quartal ihre Unternehmenszahlen offenzulegen.

Zusammenfassung: Wie funktioniert die Börse?

Zugegeben kann eine erste Begegnung mit der Börse verwirrend und komplex sein. Aus diesem Grund möchte ich Dir hier nochmals eine übersichtliche Zusammenfassung mit an die Hand geben.

An der Börse werden Anteile von Unternehmen und andere Produkte wie Anleihen, Rohstoffe oder Währungen gehandelt.

Unternehmen gehen an die Börse, um durch den Verkauf von Unternehmensanteilen Kapital zu generieren, das später in Expansion, Entwicklung oder z.B. Schuldentilgung investiert werden kann.

Besitzer und Kaufinteressenten solcher Unternehmensanteile treffen an der Börse aufeinander. Die Börse sorgt dafür, dass alle Transaktionen schnell, kostentransparent und vor allem nach einem standardisierten Verfahren ablaufen. Die Börsen sorgen also dafür, dass feste Regularien eingehalten werden.

Die Preisbildung von an der Börse gehandelten Produkten erfolgt nach dem Prinzip der freien Marktwirtschaft. Der Anteil an Käufern und Verkäufern bestimmen darüber, ob Preise steigen oder fallen. Mehr Käufer als Verkäufer bedeuten steigende Preise, mehr Verkäufer als Käufer bedeuten fallende Preise.

Voraussetzungen für einen Handel an der Börse

Um am Börsenhandel partizipieren zu können, benötigst Du nicht mehr als einen Broker und ein Depot.

Da Du als Privatanleger keinen direkt Zugang zu den Finanzmärkten besitzt, bist Du auf die Hilfe eines Brokers angewiesen, der Deine Kauf- und Verkaufsorders an der Börse platziert.

Handeln kannst Du bequem online oder per Telefon, wobei letzteres eher zur Seltenheit gehören wird.

Wertpapiere, die Du erworben hast, werden später in Deinem Depot gelagert, welches Dir ebenfalls der Broker zur Verfügung stellt.

Häufig gestellte Fragen

Wie verdiene ich an der Börse Geld?

Es existieren zwei Arten, um an der Börse Geld zu verdienen:

1. Kursgewinne: Du verkaufst ein Wertpapier zu einem höheren Preis. Hast Du eine Aktie für 20 Euro erworben, generierst Du mit einem Verkauf von 30 Euro einen Kursgewinn von 10 Euro (abzüglich der Gebühren die Anfallen)
2. Dividenden: Viele Unternehmen beteiligen ihre Aktienbesitzer direkt am Unternehmensgewinn in Form einer Dividende. Hierbei handelt es sich um einen Anteil des Gesamtgewinns, der an alle Aktienbesitzer ausgeschüttet wird.

Erhält jeder Zugang zu Börse?

Ja!

Mithilfe eines Brokers kann jede Person, unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrem Wohnsitz, Zugang zur Börse erhalten.

Wie erhalte ich meine gekauften Aktien?

Aktien, die Du erworben hast, werden elektronisch in ein Depot bei Deinem Broker gebucht. Die Aktien in Papierform zum Anfassen gibt es nicht mehr.

Dein Depotstudent Dominik

Starte endlich in 3 Schritten durch!

Fehler Geldanlage 1. Schritt: Vermeide die wichtigsten Fehler!

Hole Dir kostenlos mein Mini-eBook (7 Seiten)

Die 11 größten Fehler von Studenten und Azubis bei der Geldanlage

2. Schritt: Informiere Dich!

zum Beispiel auf meiner Website depotstudent.de.

Ein absolutes Muss: Kostenlose Pflichtlektüre zum Thema Geldanlage*

Ein zweites absolutes Muss: Der Bestseller auf Amazon*

3. Schritt: Eröffne ein eigenes Depot und beginne zu investieren!

Du magst es einfach, günstig und willst ne dicke Prämie?


Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.