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Wie sinnvoll ist ein Emerging Markets ETF wirklich?

Mit einem einzigen ETF weltweit investiert sein: Diese Möglichkeit nutzen mittlerweile immer mehr private Anleger aus der BRD. Sie sind sich darüber im klaren, dass nur bestmögliche Streuung (Diversifikation) investiertes Kapital effektiv vor Risiken schützen kann. Beim Thema Emerging Markets ETF scheiden sich allerdings die Geister. Während die einen darin großartige Rendite-Chancen vermuten, fürchten andere die oft medial vermittelten Gefahren. Der nachfolgende Beitrag möchte Wissen vermitteln und Dir eine wesentliche Frage beantworten:

Ist die Geldanlage mittels Emerging Markets ETF wirklich sinnvoll?

Was Du nach dem Lesen des Artikels weißt, erleichtert Deine Investitionsentscheidung und macht es Dir möglich, bei Diskussionen über das Thema Emerging Market ETF mit fundierten Argumenten teilzuhaben.

Ausführlich erläutert werden diese Kriterien:

  • Was genau sind die sogenannten Emerging Markets?
  • Welche Nationen fallen unter diesen Begriff?
  • Warum sind Investments in Emerging Markets interessant und sinnvoll?
  • Für wen könnten Investitionen in diese Märkte besonders vorteilhaft sein?
  • Welche ETFs sind für die Emerging Markets verfügbar?
  • Wie findest Du den für Dich infrage kommenden ETF?

Emerging Markets per Definition

Der aus dem Englischen kommende Begriff bedeutet übersetzt aufstrebende Märkte, ein oft gebrauchtes Synonym dafür ist das Wort Schwellenländer-Märkte. Es handelt sich dabei um die Märkte von Staaten, die einen Übergang von einem Land der sogenannten Dritten Welt zur entwickelten Industrienation vollziehen. Informierst Du Dich online zu den Begriffen Schwellenländer und Emerging Markets, werden in Einzelszenarien vor allem diese Aspekte dargestellt:

  • Land X erlebt eine vom gesellschaftlichen Fortschritt begleitete Industrialisierung.
  • Der Wandel ist von hohem Wirtschaftswachstum gekennzeichnet.
  • Soziale Probleme gehen mit der rasanten Entwicklung einher.

Für investierte Anleger sind Emerging Markets attraktive Aktienmärkte mit hohem Kapitalzufluss und gebotenen Chancen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beurteilt Schwellenländer nach ihrem Exportumfang und der Integration in das globale Finanzsystem.

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Welche Länder sind im MSCI Emerging Markets ETF enthalten?

Auf dem europäischen Kontinent gehören laut Definition des MSCI diese Staaten zu den Schwellenländern:

  • Tschechische Republik.
  • Polen.
  • Ungarn.
  • Griechenland.
  • Der europäische Teil von Russland.

Schwellenländer auf dem afrikanischen Kontinent sind:

  • Ägypten.
  • Südafrika.

Zu den Schwellenländern Asiens zählen:

  • Russische Föderation.
  • Türkei.
  • Indien.
  • Pakistan seit dem Jahr 2017.
  • China.
  • Indonesien.
  • Südkorea.
  • Thailand.
  • Taiwan.
  • Philippinen.
  • Malaysia.

Auf der Arabischen Halbinsel gehören zu den Schwellenländern:

  • Qatar
  • Vereinigte Emirate.

Die Schwellenländer des amerikanischen Kontinents sind:

  • Mexiko.
  • Peru.
  • Kolumbien.
  • Brasilien.
  • Chile.

Du siehst also, dass ein Emerging Market ETF sinnvoll ist, weil damit in Regionen auf allen Kontinenten investiert werden kann, die der MSCI World außen vor lässt. Auf die Vollständigkeit der aufgezählten Länder ist langfristig kein Verlass. Beim EM-Index des MSCI wird vor allem nach Liquidität, Größe und Zugänglichkeit des Marktes klassifiziert. Mit anderen Worten, es können Länder hinzukommen oder wegfallen.

Warum per ETF in Emerging Markets investieren?

Die Vorteile von Exchange Traded Funds (ETF) sind Dir wahrscheinlich weitgehend bekannt:

  • niedrige Kosten.
  • optimale Transparenz.
  • jederzeit zum aktuellen Kurs an der Börse handelbar.

Hinzu kommen die besonderen Reize der Schwellenländer.

Der wesentliche Aspekt ist die mit dem Wachstum verbundene Rendite-Chance. Schwellenländer haben noch unheimlich großes Wachstumspotenzial, während die Industriestaaten immer öfter an natürliche Grenzen stoßen. Ist der Exportmotor erst einmal in Gang gebracht, wächst die Inlandsnachfrage kontinuierlich und trägt maßgeblich zum Gedeihen der Wirtschaft bei.

Viele Schwellenländer verfügen über wesentlich ausgeglichenere Staatshaushalte als die sogenannten Industrienationen.

Sie sind oft weniger verschuldet und besteuern privates Einkommen, Konsumartikel sowie Energie und Ähnliches deutlich geringer. Vom Verdienst des Einzelnen bleibt daher mehr für privaten Konsum.

Die Märkte der meisten Schwellenländer sind für Investoren offen und begrüßen Einkäufer. Durch den Auslandshandel nimmt die Wirtschaft an Fahrt auf, mit dem Export fließen Gelder in den internen Kreislauf.

In Schwellenländern steigt der Inlands-Konsum nicht selten durch rasantes Wachstum der Bevölkerung. Dieser Aspekt sichert zudem langfristig global wettbewerbsfähige Löhne: Die Arbeitskraft bleibt durch das wachsende Personal-Angebot günstig.

Die genannten Vorteile lassen die Geldanlage in ein Emerging Markets ETF sinnvoll erscheinen. Bei hohen BIP Zuwachsraten in den Schwellenländern steigen die Kurse der im Index enthaltenen Aktien. Aber Achtung, jede Münze hat bekanntlich zwei Seiten.

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Argumente gegen einen Emerging Markets ETF

Analytiker warnen mit diesen Argumenten vor der Geldanlage in Schwellenländern:

  • Oft wird ein Währungsrisiko genannt, welches bei einem MSCI ETF allerdings nur begrenzt vorhanden ist. Dollar und Euro halten seit Monaten mit minimalen Abweichungen ihre Kurse.
  • Emerging Markets Investments werden volatiler gehandelt, die bedeutenden Investoren ziehen bei kleinsten Turbulenzen viel Kapital ab oder investieren aufgrund positiver Nachrichten stark.
  • Die politische Situation eines Landes im Index kann sich von heute auf morgen ändern. Dieses oft und gerne thematisierte Risiko besteht jedoch weltweit, auch in Europa und muss nicht zwingend wirtschaftliche Entwicklungen belasten.
  • Kritiker von Investitionen in die Emerging Markets verweisen nicht selten auf die unbekannte rechtliche Situation eines Schwellenlandes. Auch dieser Fakt tangiert die Investition in einen breiten Index so gut wie nicht.
  • Einseitiger Protektionismus ist für die Schwellenländer von Nachteil, wird von Befürwortern der Globalisierung dargestellt. Richtig, jede Industrienation und jedes aufstrebende Land ist von bilateralen Abkommen abhängig und daher stets offen für potenzielle Partner.
  • Ein wirklicher Nachtteil für die von Investitionen abhängigen Schwellenländern war jedoch bislang die Geldpolitik der Federal Reserve FED. Die Notenbank der Vereinigten Staaten zog mit steigendem Leitzins viele Investoren an und bewirkte damit einen erheblichen Geldabfluss aus den aufstrebenden Märkten. Sichere US-Anleihen rentierten mit bis zu drei Prozent. Die jüngste Zinsentscheidung deutet jedoch auf eine Abkehr von der Politik des teuren Geldes hin.

Die Vorteile überwiegen deutlich und dieser Fakt ergibt ein klares Resultat: Demnach ist ein Emerging Markets ETF ebenso wenig riskant wie ein Anteilschein am MSCI Weltindex.

Wer sollte in Schwellenländer investieren?

Für Dich ist ein Emerging Markets ETF sinnvoll, wenn Du die nachfolgenden Fragen mit “Ja” beantworten kannst:

  • Möchtest Du vom enormen Potenzial aufstrebender Märkte profitieren?
  • Bist Du bereit, Deinen Investitionen einen langen Anlagehorizont zu geben?
  • Sind Dir die Vorteile bekannt, welche durch breite Streuung des Anlagekapitals entstehen?

Dreimal mit “Ja” geantwortet? Dann solltest Du den Fokus auf einen EM ETF lenken, denn es ist unter oben genannten Kriterien überaus sinnvoll.

Von den Emerging Markets Abstand nehmen musst Du, wenn die nächsten Fragen mit “Ja” beantwortet werden:

  • Unsicherheitsfaktoren bereiten Dir bei der Geldanlage massive Probleme?
  • Du verlierst die Lust am Investieren, wenn die Kurse stark schwanken?

Volatilität gehört zur Kursentwicklung bei Aktien aus den aufstrebenden Märkten, weil die Aktionäre auf globale Veränderungen oder Ereignisse besonders sensibel reagieren. Zuletzt war die Finanzkrise 2008/2009 der Anlass für dramatische Kursausschläge in beide Richtungen. Ein online ersichtlicher, über zwei Jahrzehnte vorgenommener Vergleich des MSCI Emerging Markets mit dem MSCI World zeigt weitgehend parallele verlaufende Kurse, beim erstgenannten allerdings mit größeren Schwankungen.

Der wichtigste Vorteil ist bei einem sorgfältig gewählten Emerging Markets ETF jedoch die exzellente Streuung (Diversifikation) der Geldanlage. Die breite Streuung schützt Dich bei jeder Geldanlage in börsengehandelte Indexfonds vor den temporären Performance-Schwächen einzelner Länder oder Unternehmen.

Wirklich weltweit investieren mit jeweils einem ETF

Du glaubst an die Kraft der Diversifikation, willst langfristig investieren und von den Chancen der aufstrebenden Märkte profitieren? Dann ist die Entscheidung für ein Emerging Markets ETF von MSCI sinnvoll. Um weltweit alle Chancen wahrzunehmen, wird es mit einem ETF auf den MSCI World im Verhältnis 70:30 kombiniert. Dein Portfolio sollte demnach zu 70 Prozent aus dem MSCI Weltindex und zu 30 Prozent aus einem EM-Index bestehen.

Damit ist aber die Entscheidung nur zum Teil realisiert, denn es gibt mittlerweile mehrere Emerging Markets ETFs von MSCI. Die Wichtigsten werden nachfolgend beschrieben:

MSCI Emerging Markets Index

Der Index umfasst knapp 1.200 Small- und Mid-Cap Werte aus 26 Schwellenländern und deckt etwa 85 Prozent der Marktkapitalisierung in jedem Land ab. Die Angabe ist vom Streubesitz bereinigt.

MSCI Emerging Markets IMI Index

Eine streubesitzbereinigte Marktkapitalisierung von 99 Prozent pro Land wird vom MSCI Emerging Markets IMI Index abgedeckt. IMI steht für investierbare Märkte-Index. Enthalten sind 2.840 Bestandteile, zusammengesetzt aus Small Caps, Mid Caps und Large Caps. Erfahrene Anleger bevorzugen den Emerging Markets IMI Index aufgrund optimaler Streuung und Marktkapitalisierung.

MSCI EM Small Caps

Sofern Du in kleineren Unternehmen stärkeres Potenzial vermutest, ist der MSCI Small Caps der Index Deiner Wahl. Im ETF sind etwa 1.800 kleinere Unternehmen, zu 60 Prozent aus Asien (ohne Indien) vereinigt.

MSCI EM Minimum Volatility

Eine geringere Schwankungsbreite (Volatilität) stellt der MSCI Minimum Votality in Aussicht. Der Index beinhaltet etwa 230 ausgesuchte Aktien mit einer ähnlichen Ländergewichtung wie der MSCI EM.

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Wie finde ich den zu meinem Portfolio passenden ETF?

Du kannst Dich über die Performance der Vergangenheit sowie Größe und Kosten (Total Expence Ratio TER) bei Onlinebanken oder einschlägigen Internetportalen informieren. Achte bitte auf die Unabhängigkeit der jeweiligen Seite und denke daran, dass Werte aus der Vergangenheit keine Indikatoren für die zukünftigen Entwicklungen sind. Den eigenen Präferenzen entsprechend kann ein ausschüttender oder thesaurierender ETF gewählt werden. Bei Letzterem werden die Erträge automatisch reinvestiert.

Wann ist der Erwerb sinnvoll?

Eine wahrscheinlich bevorstehende Zinswende in den Vereinigten Staaten kann dazu führen, dass Investoren dort Gelder abziehen und in den Schwellenländern anlegen. Die FED hat vor Kurzem erstmals wieder den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte zurückgeschraubt und weitere Korrekturen in Aussicht gestellt. Damit sinkt die Rentabilität der US-Staatsanleihen kontinuierlich. Anleger werden sich vom vermeintlich sicheren Hafen abwenden und die aufstrebenden Märkte neu entdecken.

Seit Anfang des Jahres 2018 hat der MSCI EM Index, nicht zuletzt durch die steigenden Zinsen in den USA, mehr als 20 Prozent eingebüßt. Experten prognostizieren ein Ende des fallenden Kurses und eine von sinkenden Zinsen in den Vereinigten Staaten beflügelte Trendwende. Im Idealfall steigen Anleger nach einem Kurssturz ein und profitieren von deutlich unterbewerteten Index-Aktien. Zudem sind die Unternehmensgewinne in den Schwellenländern in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 18 Prozent gestiegen. Dieser Fakt resultiert in günstigeren Bewertungen bei der KGV-Berechnung (Kurs-Gewinn-Verhältnis pro Aktie). Verbesserte Cash-Flow-Werte unterstützen die Aussichten auf steigende Kurse.

Alles Erwähnte berücksichtigend, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für Investitionen in die Emerging Markets mit einem MSCI ETF.

Ein Tipp zum Abschluss

Sinnvoll ist die Investition in ein Emerging Markets ETF in der oben beschriebenen Kombination mit dem Weltindex von MSCI, sofern Du ein globales Investment im Fokus hast. Besonders sicher wird die Geldanlage, wenn eine annehmbare Fondsgröße von vollständiger Replikation begleitet ist. Vollständig repliziert bedeutet, dass der Fonds direkt alle Wertpapiere kauft und sie im Verhältnis zum Index hält. Sampling und Swap haben zwar Kosten- und Steuervorteile, mit einem physisch repliziertem Emerging Markets ETF bist Du aber auf der sicheren Seite. Der Begriff Fondsgröße steht für das gesamte Vermögen eines Investmentfonds. Vielen Experten entsprechend, ist ein Volumen von 50 Millionen und mehr die ideale Größe.

Fazit

Ein Emerging Markets ETF ist als Ergänzung des Portfolios dann besonders sinnvoll, wenn bereits der MSCI World Index gehalten wird. Nur so können sämtliche Chancen eines weltweiten Investments voll ausgeschöpft werden. Von Einzelinvestitionen in Unternehmen der Schwellenländer solltest Du aufgrund des schwer kalkulierbaren Risikos allerdings absehen.

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