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Digitalisierung in der Finanzbranche: So sieht die Zukunft aus

Bank modern
Depotstudent Dominik
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Die Digitalisierung der Finanzbranche ist in vollem Gange. Das zeigen Zahlen aus dem Studienbericht „Digital Finance 2019 – Die Transformation der Finanzindustrie in Zahlen“, den der Digitalverband Bitkom veröffentlicht hat. Demnach wächst nicht nur die Zahl der Menschen, die Online-Banking betreiben. Digitale Angebote sind Kunden mittlerweile genauso wichtig wie eine persönliche Beratung, wenn sie sich für einen Anbieter entscheiden. Auch erledigen immer mehr Menschen Bankgeschäfte vom Smartphone aus.

Doch die Digitalisierung hat nicht nur Einfluss auf „traditionelle“ Bankgeschäfte. Sie schafft auch neue Möglichkeiten für Anleger und Kreditnehmer, speziell für junge technikaffine Menschen. Einige der wichtigsten Auswirkungen der Digitalisierung auf die Finanzbranche und ihre Bedeutung werden hier vorgestellt.

Bild: Die Digitalisierung der Finanzbranche bringt viele interessante Neuerungen hervor. Doch welche Leistungen sind für wen interessant? Bildquelle: @ artiemedvedev– 22349560 / Adobe Stock

Robo-Advisors werden zunehmend besser

Schon länger lassen sich viele Personen bei der Geldanlage nicht mehr von Beratern aus Fleisch und Blut beraten, sondern von sogenannten Robo Advisors. Dabei handelt es sich um elektronische Finanzberater. Je nach Anbieter fällt der Umfang ihrer Leistungen unterschiedlich aus:

  • Vorschläge: Einige Robo Advisors machen ausschließlich Vorschläge für die optimale Geldanlage. Sie sind tatsächlich reine Berater. Das Anlegen selbst übernimmt der Kunde.
  • Vermögensverwaltung: Andere gehen einen Schritt weiter, indem sie das Vermögen von Kunden verwalten. Das heißt, sie legen dieses an und nehmen selbstständig und abhängig von der Marktlage Änderungen vor. Voraussetzung dafür ist, dass die Robo Advisors von den deutschen Finanzbehörden zugelassen sind.

Vor- und Nachteile von Robo-Advisors

Der große Vorteil von Robo-Advisors besteht darin, dass sie deutlich günstiger ausfallen als traditionelle Vermögensverwaltungen. Damit sind sie auch für junge Menschen mit einem durchschnittlichen Gehalt erschwinglich. Zudem verzichten Maschinen auf Emotionen, was im risikogetriebenen Anlagegeschäft eine wichtige Eigenschaft darstellt.

Allerdings gilt es auch hier, die anfallenden Kosten zu vergleichen. Außerdem ist längst nicht jeder Robo Advisor so gut wie der andere. Im Gegenteil: Wie das Handelsblatt feststellt, fallen die Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern groß aus. Das liegt auch daran, dass gängige Robo Advisors bisher auf festen Algorithmen basierten. Diese tun sich mit kurzfristigen Trends und starken Schwankungen oft schwer. Deshalb sind Robo Advisor keine hundertprozentige Absicherung gegen Geldverlust.

Der Einsatz von KI verspricht eine neue Generation von Robo Advisors

Einen großen Fortschritt versprechen Robo Advisors, die auf KI, künstlicher Intelligenz basieren:

  • Interpretation von Daten: Sie sind in der Lage, Daten nicht nur zu sammeln und entsprechend ihres Algorithmus auszuwerten, sondern auch zu interpretieren.
  • Selbstlernendes Verhalten: KI-Robo Advisors lernen aus unvorhergesehenen Zwischenfällen und neuen Situationen hinzu.
  • Stetige Verbesserung: Sie werden selbstständig besser und kommen mit einer großen Anzahl verschiedener Situationen zurecht.

Wie sich Robo Advisors in der Zukunft entwickeln und welche Bedeutung sie haben werden, bleibt abzuwarten. Viele Experten gehen jedoch davon aus, dass sie das Anlagegeschäft schon in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Wer davor zurückschreckt, seine Finanzgeschäfte komplett einem „Roboter“ zu überlassen, kann sich übrigens auch für eine Variante mit menschlichem Coach entscheiden. Diese ist zwar in der Regel teurer, aber eben auch „menschlicher“.

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Digitale Finanzdienstleistungen werden immer besser

Neben neuen Robo Advisors verbessern sich digitale Finanzdienstleistungen von Banken und Finanzinstituten. Das beginnt damit, dass ihre Anzahl steigt. Beispiele für typische digitale Finanzdienstleistungen sind die folgenden:

  • Online-Banking-Apps: Schon länger bieten Banken Kunden Möglichkeiten, mit dem Smartphone Bankgeschäfte zu tätigen – von Überweisungen bis hin zu Aktiengeschäften. Eine eigene App gehört mittlerweile zum Standard.
  • Bezahlen und Abheben mit Handy: Auch das Bezahlen oder Abheben mit Handy wird immer beliebter und immer öfter angeboten. Wichtig ist dabei für Kunden, auf die technischen Voraussetzungen und Spezifikationen zu achten. Denn je nach Anbieter lassen sich die betreffenden Service nur über ein bestimmtes Betriebssystem wahrnehmen.
  • Spezialisierte Apps: Abgesehen von Apps für die Tätigkeiten von Bankgeschäften, das Abheben von Geld oder das Bezahlen im Supermarkt führen Banken im Zuge der Digitalisierung spezialisierte Apps, zum Beispiel zur Altersvorsorge oder zum Schätzen von Immobilien.
  • Finanzplaner für Geschäftsleute: Finanzplaner helfen bei der Verwaltung der beruflichen Finanzen.
  • Erleichterte Kreditvergabe: Neue digitale Finanzdienstleistungen erleichtern auch die Inanspruchnahme von Krediten. So bieten einige Anbieter Kunden mittlerweile den digitalen Kontocheck an. Das bedeutet, der potenzielle Kreditnehmer gibt seine Online-Banking-Zugangsdaten an und das Konto wird automatisch dahingehend überprüft, ob eine Kreditaufnahme möglich ist. Das mühsame und zeitraubende Zusenden von Unterlagen entfällt auf diese Art und eine digitale Signatur beschleunigt den Vorgang zusätzlich.
  • Elektronische Signatur: Apropos digitale Signatur: die Option, eine gültige Unterschrift am Bildschirm vorzunehmen, erweist sich bei vielen Finanzgeschäften als großer Vorteil für beide Seiten.

Dabei beschränken sich digitale Finanzdienstleistungen längst nicht mehr nur auf einen Überblick über die Finanzen bei einem Anbieter. Multibankfähige Lösungen ermöglichen es Kunden mit Konten bei mehreren Banken, den Zahlungsverkehr zentral zu steuern. Das wird insofern wichtiger, da die Zahl der vor allem jungen Menschen zunimmt, die sich nicht mehr allein auf eine Hausbank verlassen, wenn es ums Geld geht.

Experten gehen davon aus, dass auch und gerade traditionelle Banken in der nahen Zukunft ihr Portfolio an digitalen Dienstleistungen weiter ausbauen werden. Wenn sie damit erfolgreich sind, könnte ihnen das entscheidend im Wettbewerb mit den sogenannten „FinTechs“ helfen. Die nämlich stellen die größte Bedrohung für manche altehrwürdige Hausbank dar – nicht zuletzt deshalb, weil sie die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen in den Mittelpunkt stellen.

FinTechs stoßen in immer mehr Bereiche vor

FinTechs gelten als die neuen Shootingstars im Finanzbereich. Kein Wunder. Schließlich mischen die innovativen Unternehmen die Bankenwelt mit dem Einsatz neuer Technologien und neuer Dienstleistungen auf.

Was sind eigentlich FinTechs?

Eigentlich ist der Begriff „FinTech“ eine Abkürzung für „Finanztechnologien“, genauer gesagt für moderne Technologien im Finanzbereich. Meistens werden damit allerdings die Unternehmen bezeichnet, die solche Technologien anwenden. In der Regel handelt es sich um Startups. Im Versicherungsbereich spricht man dagegen von InsurTechs.

Die Zahl der FinTechs wächst

FinTechs können unterschiedliche Zielrichtungen haben und sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden:

  • Unternehmen wie das mittlerweile weithin bekannte N26 verstehen sich als Alternative zu traditionellen Banken. Sie werben damit, eine Hausbank komplett zu ersetzen.
  • Andere FinTechs bieten ihren Kunden Möglichkeiten an, verschiedene Finanz- und Versicherungsprodukte zu verwalten.
  • Auch Robo Advisor können zum Kerngeschäft von FinTechs gehören.
  • In anderen Ländern fest etabliert und in Deutschland im stetigen Aufschwung sind Online-Bezahldienste.

FinTechs richten sich nicht unbedingt an Endkunden. Teilweise konzentrieren sie sich auch auf das B2B-Geschäft, unterstützen also in erster Linie Unternehmen mit ihren Dienstleistungen. Auch traditionelle Großbanken arbeiten zunehmend für einzelne Leistungen mit FinTechs zusammen. Das bedeutet, dass Hausbank und FinTech nicht zwangsweise in Konkurrenz zueinanderstehen müssen.

Für Kunden, die auf der Suche nach modernen Finanzdienstleistungen sind, die sich online abwickeln lassen, eröffnen FinTechs in jedem Fall eine Reihe toller Möglichkeiten. Diese können auch einfach eine Ergänzung zum Konto bei der Hausbank sein. Wichtig ist nur, sich vorher gründlich zu informieren.

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Aufgeklärte Kunden profitieren von digitalen Finanzdienstleistungen

FinTechs denken Finanzdienstleistungen häufig ganz neu. Daraus entwickeln sich spannende Anwendungen für Anleger, Kontoinhaber und Kreditnehmer. Bildquelle: @ photon_photo – 147532112 / Adobe Stock

Von überall auf das eigene Konto zugreifen, über das Smartphone Aktien kaufen, mit einem Robo Advisor einen günstigen Einstieg ins Anlagegeschäft finden… Digitale Finanzdienstleistungen können es leichter machen, Geld zu verwalten und sinnvoll anzulegen. Zusätzlich sind sie oft deutlich preiswerter als altbekannte Angebote.

Allerdings ist nicht jeder Service, den ein junges Startup anbietet, so gut wie der andere und nicht jede Dienstleistung für jeden geeignet. Neben einer Vertrautheit mit moderner Technologie sollten Kunden vor allem bereit sein, verschiedene Angebote sorgfältig zu vergleichen. Nach einer sorgfältigen Auswahl treffen Nutzer nämlich im Normalfall fundiertere Entscheidungen. Dazu gehört auch, zu überlegen, wie wichtig einem der persönliche Kontakt mit einem Berater ist. Allein das kann nämlich ein Grund sein, in Zukunft nicht komplett auf die eigene Hausbank zu verzichten und alle Finanzgeschäfte zu FinTechs auszulagern.

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