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Dividendenstrategie – die beste Anlagestrategie für Privatanleger?

Depotstudent Dominik
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Auf der Suche nach einer passenden Anlagestrategie wirst Du früher oder später auch über die Dividendenstrategie stolpern.

Diese Anlagestrategie ist aufgrund ihrer einfachen Umsetzbarkeit und den vielen Vorteilen, die sie bietet, bei Privatanlegern unheimlich beliebt.

Aber ist die Dividendenstrategie wirklich so gut wie ihr Ruf?

In dieser ausführlichen Lektion des Aktien Einsteiger Guides möchte ich genau dieser Frage auf den Grund gehen. Gemeinsam werden wir die Dividendenstrategie auf Herz und Nieren prüfen und genau analysieren, wo Vor- und Nachteile liegen und wie auch Du die Dividendenstrategie umsetzen kannst.

Für wen ist die Dividendenstrategie geeignet?

Nicht jeder Investor wird mit der Dividendenstrategie klarkommen, denn hierbei handelt es sich doch um eine eher langweilige Anlagestrategie, die zudem auf Langfristigkeit ausgerichtet ist.

Wer also den täglichen Börsen-Wahnsinn am eigenen Leib miterleben möchte, sollte an dieser Stelle abbrechen und eine andere Strategie für seine Geldanlage wählen.

Die Dividendenstrategie ist eng verknüpft mit der sogenannten Buy-and-hold-Strategie. Es werden also Unternehmensanteile gekauft, die aufgrund ihrer hohen Qualität über mehrere Jahre/Jahrzehnte im Depot gehalten werden können.

Unterschiedlich zur Buy-and-hold-Strategie ist jedoch, dass ausschließlich dividendenstarke Titel ausgesucht werden. Neben der eigentlichen Unternehmensqualität wird also sehr viel Wert auf die jährlichen Dividendenzahlungen gelegt. Ziel der Strategie soll es nämlich sein, durch regelmäßige Ausschüttung von Dividenden einen zuverlässigen Einkommensstrom aufzubauen, der entweder zum Bestreiten des Lebensunterhalts oder zum Reinvestieren verwendet werden kann.

Genau hier liegt auch die Stärke der Dividendenstrategie: Durch regelmäßige Dividendenzahlungen wirst Du sukzessive Vermögen aufbauen.

Und es kommt noch besser!

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Dividenden sind ja längst nicht die einzige Gewinnquelle, denn an Kursgewinnen des Unternehmens partizipierst Du selbstverständlich ebenfalls.

Die Dividendenstrategie ist also:

  • Langfristig und „langweilig“
  • Nicht für Action-Junkies geeignet
  • Eine hervorragende Methode, um passives Einkommen aufzubauen
  • Eine solide Strategie zum Vermögensaufbau

Die Dividendenstrategie spricht vor allem die Investoren an, die nicht jeden Tag einen Blick auf das Börsengeschehen werfen möchten/können, sondern lediglich am Wochenende die wichtigsten Nachrichten überfliegen (theoretisch ist nicht einmal das bei der Dividendenstrategie nötig). Außerdem ist diese für Investoren geeignet, die einen langfristigen Anlagehorizont haben und vielleicht sogar eine Methode suchen, um die Altersvorsorge abzusichern.

Die Vorteile der Dividendenstrategie

Die grundsätzlichen Vorteile einer langfristigen Strategie habe ich bereits in zahlreichen anderen Blogbeiträgen erörtert.

An dieser Stelle möchte ich explizit auf die Vorteile der Dividendenstrategie im Speziellen eingehen, denn obwohl es sich bei der Dividendenstrategie streng genommen um eine spezielle Form des langfristigen Investierens handelt, gelten hier teilweise andere Gesetzmäßigkeiten.

Vorteile 1: Passives Einkommen

Zunächst einmal wählst Du bei der Dividendenstrategie bewusst Aktien aus, die regelmäßig hohe Dividenden ausschütten. Genau diese Tatsache führt uns zum ersten Vorteil, der meiner Meinung nach wirklich lukrativ ist: Du erhältst regelmäßige Zahlungen auf Dein Konto gutgeschrieben, die Du theoretisch nicht wieder investieren musst.

Obwohl Du also nach wie vor alle Aktien des Unternehmens besitzt, erhältst Du ein „Honorar“ für Deine Geldanlage.

Dieses sogenannte passive Einkommen schenkt Dir ein Stück finanzielle Freiheit und hilft Dir bei der Erfüllung Deiner Träume.   

Vorteil 2: Dividendenstrategie schlägt andere Methoden

Eine Studie das amerikanischen Aktieninstituts Ned Davis ergab, dass Dividendenaktien die Nicht-Dividendenaktien deutlich schlagen.

So wurden alle Werte des Index S&P 500 im Zeitraum von 1972 bis 2010 untersucht.

Dabei kamen die Analysten zu dem Ergebnis, dass Aktien, die eine regelmäßige Dividende zahlten, eine durchschnittliche Rendite von 8,8 Prozent erreichten. Aktien, die keine Dividende zahlten, erreichten lediglich ein Plus von 1,7 Prozent. Der Index selbst stieg durchschnittlich um 7,3 Prozent pro Jahr.

3. Dividendenrendite als verlässliche Kennzahl

Keine andere Aktienkennzahl liefert ein so klares Ergebnis bzgl. der finanziellen Situation und der Philosophie eines Unternehmens als die Dividendenrendite.  

Viele andere Ertragszahlen, die im Rahmen der fundamentalen Analyse herangezogen werden, können manipuliert werden – die Dividende nicht.

Die Dividendenrendite sollte jedoch nicht für ein Jahr isoliert, sondern im langfristigen Kontext untersucht werden. Hohe und regelmäßig steigenden Dividendenzahlungen zeigen nämlich, dass es sich um ein gesundes und gut geführtes Unternehmen handelt.

4. Die Macht des Zinses-Zins

Wer seine Dividendenzahlungen regelmäßig in neue Aktienanteile investiert, kann sich folglich auch über immer mehr Dividendenzahlungen freuen.

Unterschätze niemals die Macht des Zinses-Zins-Effekts, denn auf diese Weise können bereits einfache Anfangsinvestitionen zu einem gigantischen Vermögen heranwachsen.

Ein Beispiel: Wer 10.000 Euro in eine Aktie investiert, die eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,5 Prozent pro Jahr erreicht und wer die Dividendenzahlungen immer in neue Anteile investiert, erreicht nach 20 Jahren einen Wert von 19.897,89 Euro, nach 30 Jahren 28.067,94 Euro und nach 40 Jahren 39.592,60 Euro. Nicht eingerechnet sind hier Kursgewinne. Zur Vereinfachung des Beispiels gehen wir davon aus, dass die Aktie weder an Wert verliert, noch an Wert gewinnt. 

Auch die Dividendenzahlungen dieses Beispiels können sich durchaus sehen lassen: Im 10. Jahr Deiner Investition erhältst Du eine Dividendenzahlung in Höhe von 477,01 Euro, im 20. Jahr beläuft sich diese auf 672,88 Euro und im 40. Jahr auf unglaubliche 1338,88 Euro.

Nochmal: Diese sensationellen Dividendenzahlungen resultieren aus einer Anfangsinvestition von 10.000 Euro. Du musst lediglich die jährlichen Dividenden in neue Aktienanteile des Unternehmens umwandeln!

Die Dividendenstrategie als Altersvorsorge?

Riester-Rente oder Rürup-Rente?

Keinesfalls, Dividendenstrategie!

Auch, wenn es für Dich zunächst riskant erscheinen mag, die Altersvorsorge auf einem Aktiendepot aufzubauen, eignet sich ein dividendenstarkes Depot doch hervorragend für dieses Vorhaben.

Wenn auch Du noch nie über diesen Weg zur finanziellen Absicherung Deines Lebensabends nachgedacht hast, bist Du definitiv nicht allein, denn Deutschland besitzt wahrlich keine Aktienkultur.

Ich möchte Dich an dieser Stelle darum bitten, Dir zu überlegen, zumindest einen Teil Deiner Altersvorsorge auf einem Aktiendepot mit Dividendenaktien aufzubauen. Insbesondere zu einer Zeit, in der die Zinssätze von Lebensversicherungen gegen Null tendieren und auch die gesetzliche Rente immer mehr ins Wanken gerät, können Aktien definitiv ein Ausweg aus der Misere sein.

Die Vorteile der Dividendenstrategie habe ich Dir im vorherigen Kapitel nahegebracht. Warum also nicht einen Teil Deines Einkommens (auch wenn es nur ein kleiner Teil ist) in Aktien investieren, um von den hohen Renditechancen zu profitieren?

Aufgrund ihres sicheren und langfristig orientierten Charakters eignet sich die Dividendenstrategie hervorragend zur Altersvorsorge.

Du solltest jedoch besonders auf folgende Punkte achten, um das Risiko wirklich so gering wie nur möglich zu halten:

  1. Streue Dein Risiko! Erwerbe niemals zu viele Aktien einer Region aus derselben Branche. Investiere Dein Kapital in verschiedene Länder und in verschiedene Branchen. Beispielsweise in einen Lebensmittelhersteller aus der Schweiz, einen Autobauer aus Deutschland und einen Mobilfunkkonzern aus den USA.
  2. Investiere in Qualitätsunternehmen. Dies sind Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die sich seit vielen Jahrzehnten bewährt haben und mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in zukünftigen Jahrzehnten benötigt werden. Ein Indiz können stetig steigende Dividendenzahlungen sein.

Wie genau Du solche Qualitätsunternehmen findest, erfährst Du in einem späteren Kapitel.

Finanzielle Freiheit mit der Dividendenstrategie erkaufen?

Nicht nur als Altersvorsorgemodell eignet sich die Dividendenstrategie hervorragend, auch als Vehikel zur finanziellen Freiheit macht diese ein sehr gute Figur.

Viele Investoren bestreiten sogar ihren Lebensunterhalt mit Dividendenaktien und dem daraus resultierenden, passiven Einkommen.

Um zu ermitteln, wie viel Kapital hierfür nötig ist, gehe wie folgt vor: Rechne aus, wieviel Geld Du pro Monat für Lebenshaltung, Freizeit, Versicherungen, etc. benötigst.

Im Anschluss kannst Du ausrechnen, wieviel Dividendenerträge Du pro Jahr erzielen müsstest, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Anschluss kannst Du ausrechnen, wieviel Tage finanzielle Freiheit Du durch eine Investition erkaufen würdest.

Klingt etwas kompliziert?

Ein Beispiel macht es deutlich… 

Max und seine Ehefrau sind grundsätzlich sehr sparsam. Sie benötigen pro Monat 1500 Euro für Miete, Versicherungen, Pkw, Lebensmittel, Freizeit und andere Bereiche.

Umgerechnet auf das ganze Jahr ergibt sich somit ein Gesamtbetrag in Höhe von 18.000 Euro.

Nun rechnen wir aus, wie groß das Portfolio der Beiden sein müsste, um diese 18.000 Euro durch Dividendenzahlungen zu generieren, wenn wir von einer durchschnittlichen Rendite von 3,5 Prozent ausgehen:

x * 3,5 % = 18.000

x = 514.285,71

Max würde also ein Dividendenportfolio in einer Größe von 514.285,71 Euro benötigen, um bei einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch Dividendenzahlungen beschreiten zu können. (Steuern habe ich in diesem Beispiel der Einfachheit wegen außer Acht gelassen).

Selbstverständlich ist nicht jeder in der Lage, ein Dividendenportfolio mit einem Wert von über 500.000 Euro aufzubauen.

Musst Du auch gar nicht.

Ich habe noch einen anderen Denkansatz, den ich ebenfalls als unglaublich lukrativ empfinde: Rechne nach jedem Kauf von Dividendenaktien aus, wieviel Tage finanzielle Freiheit Du Dir durch diese Investition und die daraus resultierenden Dividendenzahlungen „erkauft“ hast.

Ich will Dir noch ein Beispiel zeigen:

Zurück zu Max.

Wir wissen bereits, dass er zusammen mit seiner Ehefrau 1500 Euro pro Monat benötigt. Umgerechnet auf einen Tag in einem 31-Tage-Monat entspricht das 48,39 Euro.

Investiert Max nun 10.000 Euro in die Aktie XY, die eine Dividendenrendite von 5 Prozent verspricht, erhält er eine jährliche Dividende in Höhe von 500 Euro. Diesen Betrag setzen wir nun in Relation zu dem Betrag, den Max und seine Frau pro Tag benötigen, also:

500 Euro : 48,39 Euro = 10,33 Tage.

Durch diese eine Investition erkaufen sich Max und seine Frau finanzielle Freiheit für über 10 Tage im Jahr.

Ein sehr schöner Gedanke, wie ich finde!

Du siehst, dass der Begriff finanzielle Freiheit immer im Auge des Betrachters liegt. Das die finanzielle Freiheit mit der Dividendenstrategie zu erreichen ist, habe ich Dir gerade unter Beweis gestellt. Es liegt nur an Deinem Betrachtungswinkel. Mach an dieser Stelle Deine eigene Rechnung. Wie hoch müssen die jährlichen Dividendenzahlungen sein, dass Du damit Deinen Lebensunterhalt beschreiten könntest?   

Praxisanleitung: Die richtigen Dividendenaktien finden

Nachdem Du nun die Grundlagen der Dividendenstrategie beherrschst und ich Dir wichtige Fachbegriffe erklärt habe, geht es nun an die Praxis und die Frage: Wie finde ich überhaupt gute Dividendenaktien?

Nun gehen wir also ins Detail!

Damit ein Unternehmen im Rahmen der Dividendenstrategie in Frage kommt, sollte es vor allem in vier Punkte herausragende Eigenschaften besitzen.

1. Unternehmenswachstum

Wachstum ist das A und O bei jedem Unternehmen.

Es gibt wahrscheinlich keinen Konzern, der es sich nicht zum Ziel gesetzt hat, seine Umsätze und Gewinne stetig zu erhöhen.

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Dabei spielt es zunächst keine Rolle, wie aggressiv diese Wachstumsvorgaben sind. Wichtig ist nur: Unternehmen wollen wachsen!

Natürlich stellen sich viele Anleger die Frage, warum Großkonzerne nicht einfach mit dem Erreichten zufrieden sind. Warum muss es immer mehr sein?

Die Antwort auf diese Frage ist relativ simpel:

  1. Gewinne sind die Existenzgrundlage eines Unternehmens: Jedes Unternehmen dieser Welt, egal welcher Größe, existiert, um Gewinne zu erwirtschaften. Gewinne sind das Herzstück, die Überlebensgrundlage eines jeden Konzerns. Ohne diese Gewinne könnten Löhne nicht bezahlt werden, Waren nicht eingekauft oder Objektmieten nicht beglichen werden.
  2. Wachstum führt zu mehr Qualität und zu mehr Profitabilität: Je größer das Wachstum, desto größer auch die Produktqualität und folglich auch die Profitabilität.
  3. Wachstum bedeutet mehr Marktanteil: Insbesondere in Wachstumsmärkten ist es von entscheidender Bedeutung, wie schnell ein Unternehmen wachsen kann. Wächst die Konkurrenz nämlich deutlich schneller, gehen automatisch Marktanteile verloren. Folglich lässt sich die Behauptung aufstellen, dass Unternehmen mit einer perfekten Wachstumsstrategie den größten Marktanteil besitzen.
  4. Kunden vertrauen bewährten und starke Marken: Größere Unternehmen sind in der Lage, eine Bindung zu einem großen Kundenfeld aufzubauen und werden in der Regel deutlich mehr Neukunden verzeichnen können, als kleinere Konzerne.

Achtung: Unternehmen, die eine sehr hohe Dividenden bezahlen, sind meist „in die Jahre gekommen“. Die Wachstumschancen bei diesen Unternehmen sind deutlich geringer und liegen meist im einstelligen Prozentbereich. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Dennoch solltest Du darauf achten, dass das Unternehmenswachstum nicht vollkommen stagniert.

2. Dividendenrendite

Selbstverständlich ist die Dividendenrendite der wahrscheinlich wichtigste Baustein einer jeden Dividendenstrategie.

Du solltest diese Kennzahl jedoch nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit den anderen 3 Punkten dieses Kapitels betrachten! Hohe Dividendenrenditen können auch der Ausfluss starker Kursverluste sein. Und solche Unternehmen willst Du nicht in Deinem Depot haben!

Nun stellt sich jedoch eine ganz andere Frage: Was ist eine gute Dividendenrendite? Sind 2 Prozent gut? Müssen es 3 Prozent sein? Oder sollten mindestens 5 Prozent zu Buche stehen?

Eins vorweg: eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht! Zum einen impliziert der Begriff „gute Dividendenrendite“ einen sehr subjektiven Charakter, zum anderen ist er stark abhängig von persönlichen Zielen und Vorstellungen.

Mein Rat…

Du bist mit Sicherheit gut beraten, wenn Du hier auf Unternehmen baust, die zwischen 2 Prozent und 4 Prozent Dividende ausschütten.

Viel wichtiger als die Dividendenrendite ist jedoch die Dividendenkontinuität, der wir uns im nächsten Kapitel widmen.

3. Dividendenhistorie – Dividendenaristokraten 

Was sind die wichtigsten Faktoren einer erfolgreichen Dividendenstrategie?

Richtig: Kontinuität und Verlässlichkeit.

Nur, wenn die Unternehmen auf die Du baust wirklich zuverlässig Dividenden ausschütten, kannst Du über mehrere Jahre bzw. Jahrzehnte mit Deiner Strategie erfolgreich sein. Suche also nach Unternehmen, die in der Lage waren, ihre Dividendenzahlungen über mehrere Jahrzehnte hinweg zu erhöhen.

Unternehmen, die dies bereits seit über 25 Jahren bewiesen haben, werden als „Dividendenaristokraten“ bezeichnet. Suche gerade zu Beginn nach solchen Dividendenaristokraten, um einen zuverlässigen und kontinuierlichen Geldfluss zu ermöglichen.

Die Unternehmen, die dieses Prädikat erhalten, haben nämlich in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass Dividendenzahlungen ein wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie sind.

Überwiegend sind hier Unternehmen zu finden, die nicht-zyklische Güter produzieren und vertreiben, beispielsweise Nahrungsmittelhersteller oder Telekommunikationsunternehmen.

Warum Du die Dividendenhistorie besonders im Blick haben solltest, lässt sich mit folgenden Punkten beantworten:

  1. Dividenden als Spiegelbild der Gewinne: Dividenden sind, wie Du weißt, die Beteiligung der Aktionäre an Unternehmensgewinnen. Macht ein Unternehmen Gewinne, werden Dividenden gezahlt, um Investoren für das Vertrauen zu belohnen. Folglich lässt sich der Rückschluss ziehen, dass stetige Dividendenerhöhungen für stetig steigende Gewinne sprechen.
  2. Kursschwankungen eher selten: Untersuchungen haben gezeigt, dass Dividendenaristokraten in der Regel nicht so starken Kursschwankungen ausgesetzt sind.
  3. Der Zinseszins-Effekt wird potenziert: Die Wirkung des Zinseszins-Effekts wurde bereits in einem vorangegangenen Kapitel anhand einer Beispielrechnung erklärt. Stell Dir nun vor was passiert, wenn Deine Dividendenrendite zusätzlich von Jahr zu Jahr steigt?

4. Ausschüttungsquote

Die Ausschüttungsquote ist der Letzte der vier Bausteine. Diese gibt den Anteil des Gewinns an, den ein Unternehmen an seine Aktionäre ausbezahlt.

Eine hohe Ausschüttungsquote führt zu dem Schluss, dass einem Unternehmen seine Aktionäre sehr wichtig sind.

Die Ausschüttungsquote ist von Konzern zu Konzern unterschiedlich und hängt stark von der Philosophie ab. Während viele Unternehmen ihre Aktionäre gerne für das Vertrauen belohnen, investieren andere Unternehmen lieber große Teile ihrer Gewinne, was gerade bei Wachstumsunternehmen auf völlig legitim ist. Häufig ist es sogar wünschenswert, dass ein Unternehmen große Teile des Gewinns reinvestiert, um weiter wachsen zu können.

Wichtig ist es also, eine gesunde Balance bei dieser Kennzahl zu erreichen.

Berechnet wird diese wie folgt:

Gesamtwert aller Dividenden : Gesamtgewinn

Bei den meisten Unternehmen liegt die Ausschüttungsquote zwischen 30 und 50 Prozent. Vorsicht gilt hingegen bei zu hohen Ausschüttungsquoten. Ein Unternehmen, das große Teile seiner Gewinne ausschüttet, ist offensichtlich nicht auf Wachstum bedacht. Eine Tatsache, die zukünftige Dividenden erheblich gefährden könnte! Bei Ausschüttungsquoten über 80 Prozent würde ich sagen: Finger weg!

Auch hier gilt selbstverständlich: Als alleinige Entscheidungsgrundlage sollte die Ausschüttungsquote nicht dienen.

Die Dividendenstrategie umsetzen

Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich noch drei Möglichkeiten beleuchten, wie sich die Dividendenstrategie umsetzen lässt.

Strategie 1: Dividendenstarke ETFs und Fonds

Perfekt für Einsteiger geeignet: Das Investieren in dividendenorientierte Fonds und ETFs (dividendenorientierte Indizes, beispielsweise der DivDAX).

Durch diese Art der Anlage profitierst Du von Dividendenvorteilen und begrenzen zugleich das Risiko, durch eine breite Kapitalstreuung. Perfekt geeignet also für Einsteiger, die noch nicht über viel Kapital verfügen.

Einmal für ein Produkt entschieden, musst Du Dich um nichts weiter kümmern. Der größte Vorteil dieser Investmentmethode ist also der Faktor Zeit!

Auch ein Sparplan macht hier durchaus Sinn, um bestmöglich vom Cost-Average-Effekt zu profitieren und langfristig Vermögen aufzubauen. Viele Online-Broker bieten Sparpläne schon ab 25 Euro pro Monat an.

Strategie 2: Aktien-Sparpläne mit Dividendenstars

Während es bis vor kurzem ausschließlich die Möglichkeit gab, in Fonds oder ETFs per Sparplan zu investieren, bieten viele Online-Broker ihren Kunden heute auch die Möglichkeit, Aktiensparpläne abzuschließen.

Auf diese Weise werden monatlich Aktienanteile für eine bestimmte Summe erworben. Ab 25 Euro pro Monat ist dies in der Regel möglich.

Perfekt geeignet für die Dividendenstrategie, um den Anteil an Top-Dividendenzahlern Monat für Monat zu erhöhen!

Die Vorteile eines Sparplans sollten eigentlich klar sein. Hier nochmals kurz in der Gesamtübersicht.

  1. Vorteil 1: Cost-Average-Effekt
  2. Vorteil 2: Vermögensaufbau durch Sparraten
  3. Vorteil 3: Psychologischer Spareffekt

Allerdings gibt es auch Nachteile:

  1. Nachteil 1: Gekauft wird immer zu bestens/billigst
  2. Nachteil 2: Diversifikation

Möglichkeit 3: Einzelinvestments

Selbstverständlich lässt sich auch klassisch durch Einzelinvestments die Dividendenstrategie umsetzen.

Diese Methode ist allerdings die zeitintensivste Variante – das muss Dir klar sein!

Dein Depotstudent Dominik

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